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May 27, 2015

Hetze gegen „Psychologin“ wegen Kolumne zu einer Schwulenhochzeit

Hetze gegen „Psychologin“ wegen Kolumne zu einer Schwulenhochzeit

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Veröffentlicht: 23:02, 1. Juni 2015 (CEST)
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Bielefeld (Deutschland), 27.05.2015 – Am 17. Mai wurde in der Sonntagsausgabe des Westfalenblatts die Frage eines Vaters veröffentlich, wie er sich gegenüber seinen sechs und acht Jahre alten Töchtern verhalten solle. Hierzu hatte die Diplom-Soziologin Barbara Eggert einen Beitrag unter der regelmäßig erscheinden Rubrik „Guter Rat am Sonntag“ geschrieben. Die Illustrierte stern bezeichnete dies als „homophoben Ratgeber“. Die Kolumnistin Barbara Eggert erklärte dagegen: „Hier geht es … um ein ganz privates, nicht repräsentatives Problem eines verunsicherten Vaters.“ Einigen Berichten zufolge habe es im Internet einen „Shitstorm“ gegeben.

Der in einzelnen Medien irrtümlich als „Psychologin“ bezeichneten Ratgeberin wurde inzwischen der Auftrag seitens des Westfalenblatts entzogen. Der Verlag entschuldigte sich und bedauerte die Art der Darstellung, die als „gravierende journalistische Fehlleistung“ bezeichnet wird. Insbesondere heißt es in einer Erklärung: „Das WESTFALEN-BLATT weist aber zugleich den Vorwurf zurück, der Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit das Wort reden zu wollen.“

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January 31, 2014

„Lieber Papa, bitte akzeptiere, dass ich eine Lesbe bin.“

„Lieber Papa, bitte akzeptiere, dass ich eine Lesbe bin.“

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Veröffentlicht: 31.01.2014, 19:05 (CET)
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Hongkong (China), 31.01.2014 – „Dear Daddy, you must accept I’m a lesbian“ (Lieber Papa, bitte akzeptiere, dass ich eine Lesbe bin…) – mit diesen Worten im Titel veröffentlichte die in Hongkong erscheinende South China Morning Post einen offenen Brief von Gigi Chao, der Tochter des Hongkonger Unternehmers Cecil Chao.

Gigi ist eines von drei Kindern, die Cecil Chao von drei verschiedenen Frauen – mit keiner war er je verheiratet – hat. Gigi Chao verfügt durch ihren Vater über ein nicht unerhebliches Vermögen, führt aber auch eine Model- und PR-Agentur, ist aber eine ansonsten unauffällige Socialite. Schon 2013 hatte es eine Aussprache zwischen Tochter und Vater gegeben, als dieser eine Belohnung von 500.000 HK$ für den Mann aussetzte, dem es gelänge, Gigi zur Hochzeit zu bewegen. Zuvor hatte Gigi ihre langjährige Partnerin Sean Eav in einer Eingetragenen Partnerschaftszeremonie im September 2012 in Frankreich geheiratet.

Nun schrieb Gigi diesen offenen Brief, nachdem ihr Vater die Belohnung auf eine Million Hongkong Dollar (umgerechnet ungefähr 95.000 €) verdoppelt hatte. Gigi entschuldigt sich in dem Brief dafür, dass sie ihren Vater bisher in dem Glauben gelassen habe, sie sei an einer Beziehung zu einem Mann interessiert, aber sie erklärt, dass alle diese Bemühungen nur von kurzer Dauer gewesen seien und dass sie mit ihrer Partnerin Sean Eav den Menschen gefunden habe, der sie rundherum glücklich mache. Sie warb bei ihrem Vater nicht um Akzeptanz für ihre Entscheidung, sondern nur darum, dass er einen normalen Umgang mit Sean pflegen würde. Der Brief erschien kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest (2014 am 31. Januar), einem Fest, das ähnlich dem christlichen Weihnachtsfest das wichtigste Familienfest im chinesischen Kalender ist, und von daher nicht nur wegen des erhöhten Geldangebotes.

Die chinesischen Neujahrsfeiertage dauern traditionell sieben Tage und sind eine Gelegenheit, bei der mögliche zukünftige Ehepartner den möglichen zukünftigen Schwiegereltern vorgestellt werden. Nicht als Single zu den Feiertagen bei den Eltern zu erscheinen, ist für viele junge Menschen ein hoher Erwartungdruck, der sie dazu veranlasst, sich einen Freund oder eine Freundin nur für dieses Ereignis zu mieten. So bot ein Mann auf dem chinesischen Twitteräquivalent Weibo eine Million Yuan (umgerechnet ungefähr 122.000 €) für eine Frau – vorzugsweise mit Universitätsabschluss und Bonus für Frauen mit Doktortitel oder Jungfrauen –, wenn sie ihm für die Neujahrswoche als Begleitung zur Verfügung stände.

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July 11, 2006

Eingetragene Partnerschaften für Homosexuelle in Tschechien erlaubt

Eingetragene Partnerschaften für Homosexuelle in Tschechien erlaubt

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Artikelstatus: Fertig 22:58, 11. Jul. 2006 (CEST)
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Prag (Tschechien), 11.07.2006 – Seit 1. Juli ist es Homosexuellen in Tschechien möglich, sich für Eingetragene Partnerschaften registrieren zu lassen. Mit solch einer Registrierung werden homosexuelle Paare großteils heterosexuellen Ehepartnern gleichgestellt, eine gemeinsame Adoption ist allerdings nicht möglich. Die erste Partnerschaft wurde in der Stadt Ostrava eingetragen, insgesamt waren es am ersten Tag drei Paare.

Das Gesetz für Eingetragene Partnerschaften sorgte im Vorfeld in der tschechischen Politik für einigen Wirbel. So wurde es zwar schon im Dezember letzen Jahres vom Abgeordnetenhaus verabschiedet und im Januar vom Senat bestätigt, jedoch legte der tschechische Präsident Václav Klaus Mitte Februar ein Veto gegen das Gesetz ein. Dadurch wurde eine absolute Mehrheit im Parlament nötig, um das Gesetz zu verabschieden. Diese Mehrheit wurde im März knapp durch 101 von 200 Abgeordneten erreicht. Schon im Oktober 2005 erklärten sich bei einer Umfrage 62 Prozent der Tschechen mit dem Gesetz einverstanden.

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June 8, 2006

Bush scheitert mit Initiative für Verbot der Homo-Ehe

Bush scheitert mit Initiative für Verbot der Homo-Ehe

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Artikelstatus: Fertig 12:07, 8. Jun. 2006 (CEST)
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Der Antrag auf Verbot der Homo-Ehe hat im US-Senat nicht die erforderliche Mehrheit erreicht

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 08.06.2006 – Die von Präsident George W. Bush angeregte Initiative für ein Verbot von Homo-Ehen ist gescheitert. Als Zusatz zur Verfassung zum „Schutz der Ehe“ war von republikanischer Seite beantragt worden, dass „die Ehe in den Vereinigten Staaten nur aus dem Bund von Mann und Frau bestehen soll“. Mit 49 gegen 48 Stimmen sprach sich zwar eine Mehrheit der Senatoren gegen die Möglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare aus, den Bund der Ehe miteinander zu schließen. Die nötige Zweidrittelmehrheit, die für eine Verfassungsänderung benötigt wird, wurde im US-Senat jedoch verfehlt. Für eine Verfassungsänderung ist außerdem die Zustimmung einer Zweidrittelmehrheit im amerikanischen Repräsentantenhaus und von Dreiviertel der 50 US-Bundesstaaten die Voraussetzung.

US-Präsident Bush hatte sich für das Verbot stark gemacht, um vor dem Hintergrund der nahenden Kongresswahlen in erster Linie Wähler aus dem konservativen und rechten Bereich für sich zu gewinnen. Da die Initiative des Präsidenten wohl nur geringe Chance auf eine ausreichende parlamentarische Unterstützung hatte, schätzen viele Beobachter den Vorstoß des Präsidenten als wahltaktisches Manöver ein. Bereits im Jahr 2004 hatte Bush dieselbe Forderung erhoben.

Themenverwandte Artikel

  • Neues Gesetz in Kalifornien erlaubt „Homo-Ehe“ (07.09.2005)
  • Kanadas Oberster Gerichtshof und der Senat billigen die Homo-Ehe (21.07.2005)

Quellen

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September 30, 2005

Schwarzenegger verhindert Gesetz zur Homosexuellen-Ehe

Schwarzenegger verhindert Gesetz zur Homosexuellen-Ehe

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Artikelstatus: Fertig 10:18, 30. Sep. 2005 (CEST)
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Sacramento (Kalifornien), 30.09.2005 – Nachdem das kalifornische Parlament am 6. September das Gesetz zur Legalisierung der Homosexuellen-Ehe beschlossen hatte, hat nun Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger sein Veto-Recht ausgeübt.

Seiner Ansicht nach würde dieses Gesetz nur zu Irritationen führen. „Wenn das [derzeitige] Verbot gleichgeschlechtlicher Ehe nicht verfassungsgemäß ist, ist das Gesetz nicht notwendig. Wenn das Verbot der Verfassung entspricht, ist das Gesetz unwirksam.“ So sollten deshalb die Bürger und Gerichte Kaliforniens über das Gesetz entscheiden, nicht aber das Parlament.

Weiterhin führt er aus, dass das Gesetz dem Ergebnis der Volksabstimmung aus dem Jahr 2000 widerspräche, bei der die Bürger mehrheitlich entschieden hatten, dass eine Ehe aus Mann und Frau bestehe. Gegen das Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen hat sich jedoch ein Gericht in San Francisco ausgesprochen, dass in dem Verbot einen Verfassungsverstoß sieht.

Derzeit wird über den Streit in einem Berufungsverfahren verhandelt.

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September 7, 2005

Neues Gesetz in Kalifornien erlaubt „Homo-Ehe“

Neues Gesetz in Kalifornien erlaubt „Homo-Ehe“

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Artikelstatus: Fertig 21:39, 7. Sep. 2005 (CEST)
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Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Sacramento (Vereinigte Staaten), 07.09.2005 – Kalifornien ist der erste Bundesstaat der USA, in dem auf parlamentarischem Wege ein Gesetz beschlossen wurde, das die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern erlaubt.

Die Entscheidung wurde vom kalifornischen Parlament in einer knappen 41:35 Entscheidung getroffen, nachdem der ebenfalls mehrheitlich demokratische Senat von Kalifornien dem Gesetzeswerk in der vorigen Woche bereits zugestimmt hatte. Die republikanische Regierung unter Gouverneur Arnold Schwarzenegger ist ein Gegner der Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen. Der Gouverneur hat verlauten lassen, es wäre das beste, wenn Gerichte die letzte Entscheidung in dieser Frage treffen würden.

Noch 2004 waren Heiratsurkunden, die von der Stadt San Francisco für gleichgeschlechtliche Ehen ausgestellt worden waren, vom Obersten Gerichtshof von Kalifornien, dem Supreme Court, für ungültig erklärt worden. Danach hatte es eine landesweite Debatte zu diesem Thema gegeben.

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July 21, 2005

Kanadas Oberster Gerichtshof und der Senat billigen die Homo-Ehe

Kanadas Oberster Gerichtshof und der Senat billigen die Homo-Ehe

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Artikelstatus: Fertig 21. Jul. 2005 (CEST)
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Ottawa (Kanada), 21.07.2005 – Kanada hat als viertes Land nach den Niederlanden, Belgien und Spanien die Homo-Ehe den heterosexuellen Ehen gleichgestellt.

Der Präsident des Obersten Gerichtshofs unterschrieb das Gesetz wenige Stunden nach der Verabschiedung durch den Senat am Dienstagabend.

Quellen

  • New York Times: „World Briefing – Americas“ (21.07.2005)

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February 19, 2005

Hartz IV teilweise verfassungswidrig

Hartz IV teilweise verfassungswidrig – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Hartz IV teilweise verfassungswidrig

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Düsseldorf (Deutschland), 19.02.2005 – Das Düsseldorfer Sozialgericht hat einem Bericht der Zeitung „BILD am Sonntag“ zufolge einen Teil der Hartz IV Reform für verfassungswidrig erklärt. Die Klägerin war eine arbeitslose Frau, die kein Arbeitslosengeld II bekommen soll, weil ihr Mann berufstätig ist und mit seinem Einkommen seine Ehefrau unterstützen muss.

Das Sozialgericht erließ nun eine einstweilige Anordnung (Aktenzeichen: S 35 SO 28/05 ER), wonach die Bundesagentur verpflichtet wird, der Frau Arbeitslosengeld II zu zahlen. Die Anrechnung von Vermögen und Einkommen bei nichtverheirateten heterosexuellen Paaren sei verfassungswidrig, weil sie bei homosexuellen Paaren nicht vorgesehen sei. Das widerspräche dem Gleichheitsgrundsatz aus Artikel III des Grundgesetzes, begründet das Gericht die Entscheidung. Damit sind mehrere hunderttausend Bescheide rechtswidrig.

Weiterhin sei auch die generelle Anrechnung von Partnereinkommen bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften rechtswidrig. „Wenn zwischen den Partner so enge Bindungen bestehen, dass von ihnen ein gegenseitiges Einstehen in den Not- und Wechselfällen des Lebens erwartet werden kann“, sei eine solche Anrechnung möglich. Bei einer nichtehelichen heterosexuellen Lebensgemeinschaft sei allerdings nicht davon auszugehen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Hartz IV

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