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November 16, 2010

CDU-Parteitag fordert Verbot von Gentests an Embryonen

CDU-Parteitag fordert Verbot von Gentests an Embryonen

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Veröffentlicht: 23:44, 16. Nov. 2010 (CET)
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Karlsruhe (Deutschland), 16.11.2010 – Mit einer äußerst knappen Mehrheit von 51 Prozent der Delegierten hat sich der CDU-Parteitag gegen die weitere Erforschung und Nutzung der sogenannten Präimplantationsdiagnostik (PID) ausgesprochen.

Hintergrund der Debatte war eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs, wonach die PID in Deutschland nach der geltenden Gesetzeslage grundsätzlich zulässig sei. Die PID ist ein Verfahren zur Feststellung genetischer Abnormalitäten, insbesondere hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Erbkrankheiten und -behinderungen, bevor eine Schwangerschaft eingeleitet wird. Das Verfahren findet mithin hauptsächlich bei der künstlichen Befruchtung Anwendung. Die Entscheidung fiel mit 408 zu 391 Stimmen denkbar knapp aus. Für das jetzt beschlossene Verbot hatten vor allem die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel, Generalsekretär Hermann Gröhe sowie der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Holger Kauder, geworben.

Peter Hintze, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, sprach sich dagegen für die Nutzung der PID aus. Für ihn sei nicht nachvollziehbar, warum die Untersuchung von Embryonen im Mutterleib erlaubt sei, die Untersuchung von im Reagenzglas erzeugten Embryonen dagegen nicht. Ursula von der Leyen und Familienministerin Kristina Schröder gehörten ebenfalls zu den Unterstützern einer gesetzlich stark regulierten Präimplantationsdiagnostik.

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October 24, 2008

Britisches Parlament erlaubt Forschung an Tier-Mensch-Embryonen

Britisches Parlament erlaubt Forschung an Tier-Mensch-Embryonen

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Veröffentlicht: 14:09, 24. Okt. 2008 (CEST)
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In der griechischen Mythologie galten Chimären als grauenhafte Zwitterwesen mit mehreren Köpfen

London (Vereinigtes Königreich), 24.10.2008 – Das britische Unterhaus hat gestern mit einer klaren Mehrheit von 355 gegen 129 Abgeordnete ein Gesetz verabschiedet, das es Forschern erlaubt, Genmaterial aus menschlichen Zellen in Keimzellen tierischen Ursprungs einzubringen, denen zuvor das Erbmaterial entfernt wurde, um auf diese Weise so genannte Chimären zu erzeugen. Die so künstlich hergestellten Zelllinien enthalten 99,9 Prozent menschliches Erbgut und finden in der medizinischen Forschung Verwendung. Ziel der Forscher ist dabei, beispielsweise erblich bedingte Krankheiten durch Experimente an solchen Zelllinien gezielt bekämpfen zu können. Auch die Möglichkeit der künstlichen Befruchtung bei lesbischen Paaren ist ein denkbarer Anwendungsbereich solcher Stammzellen. Ein weiterer Bereich, in dem solche Stammzellen, die nicht aus menschlichen Embryonen gewonnen wurden, eine Rolle spielen, sind so genannte Geschwisterklone, die zum Beispiel zur Erzeugung von Proteinen genutzt werden können, um das lebende Geschwisterkind damit zu behandeln. In den USA ist ein Geschwisterklon auf der Basis solcher Tier-Mensch-Chimären erzeugt worden, der zur Erzeugung von Knochenmark verwendet wurde. Das so gewonnene Knochenmark konnte zur Behandlung des an Krebs erkrankten Geschwisters benutzt werden.

Der britische Premierminister Gordon Brown gilt als engagierter Befürworter der Forschung an solchen in Labors erzeugten Chimären-Stammzellen. Er hat dabei auch ein persönliches Interesse. Sein an Mukoviszidose leidender Sohn könnte möglicherweise einmal von Forschungsergebnissen dieser Forschungsrichtung profitieren. Forscher erhoffen sich von der Freigabe der Forschung in diesem Bereich auch Fortschritte bei der Behandlung degenerativer Veränderungen im neurophysiologischen Bereich wie Alzheimer und Parkinson.

Dem heutigen Parlamentsbeschluss war eine wochenlange öffentliche Debatte vorausgegangen, in der vor allem ethische Argumente gegen die Legalisierung dieser Forschung vorgebracht worden waren. Dabei stützen sich die Gegner dieser Forschungsrichtung vor allem auf die Möglichkeit des Missbrauchs. Sie befürchten, dass damit der Weg für die Erzeugung lebensfähiger Tier-Mensch-Chimären geebnet werden könnte.

Während in den USA, China und Südkorea bereits entsprechende Forschungen stattfinden, ist die Erzeugung von Tier-Mensch-Embryonen in anderen Staaten gesetzlich verboten. Das gestern vom britischen Unterhaus beschlossene Gesetz verpflichtet die Forschungsinstitute, die so gewonnenen Embryonen nach spätestens zwei Wochen zu zerstören. Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss noch das Oberhaus zustimmen.

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July 20, 2006

Bush stoppt neues Gesetz zur Stammzellenforschung durch sein Veto

Bush stoppt neues Gesetz zur Stammzellenforschung durch sein Veto

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Artikelstatus: Fertig 18:40, 20. Jul. 2006 (CEST)
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3 Tage alter Embryo

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 20.07.2006 – Durch sein Veto hat der US-amerikanische Präsident George W. Bush erstmals eine Gesetzesvorlage gestoppt. Dabei handelte es sich um ein Gesetz zur embryonalen Stammzellenforschung.

Am Dienstag hatte der Senat, eine der beiden Kammern des US-Kongresses, mit einer großen parteiübergreifenden Mehrheit von 63 zu 37 Stimmen beschlossen, die 2001 beschlossenen Einschränkungen für die staatliche Förderung der Stammzellenforschung wieder aufzuheben. Befürworter dieses als zukunftsträchtig geltenden Forschungszweiges verwiesen auf die möglichen Perspektiven bei der Heilung solcher schwer zu behandelnden Krankheiten wie Diabetes, Krebs, der Parkinson-Krankheit und Alzheimer. Für den US-Präsidenten stellt ein solches Gesetz, das auch von vielen Republikanern befürwortet wird, jedoch eine moralische „Grenzüberschreitung“ dar: „Dieses Gesetz würde Leben zerstören, um anderen vielleicht zu helfen.“

Bush begründete sein Veto heute vor der Presse im Beisein adoptierter Kinder und ihrer Eltern. Die anwesenden Kinder seien bereits als tiefgefrorene Embryonen adoptiert worden. Sie seien nicht als „Ersatzteile“ für die Stammzellenforschung zu verstehen.

Auch prominente Republikaner waren auf der Seite der Befürworter der Gesetzesinitiative zu finden wie die Frau eines ehemaligen Präsidenten, Nancy Reagan, deren Mann an Alzheimer gestorben war. Auch der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte an den Präsidenten appelliert, seine Einwände gegen das Gesetz zu überdenken. Mit seiner Linie stand Bush schließlich in einer Front mit Abtreibungsgegnern und den Vertretern der religiösen Rechten in den USA. In Umfragen war in den USA jedoch eine klare Mehrheit von Befürwortern der embryonalen Stammzellenforschung gefunden worden.

Nach Expertenschätzungen sollen 400.000 Embryos in Familienplanungskliniken lagern, deren Vernichtung absehbar ist, weil die Spenderpaare keine weiteren Kinder mehr wollen. Die Befürworter der embryonalen Stammzellenforschung argumentierten, diese Embryos könnten noch der Stammzellenforschung dienen, anstatt sie ihrer Vernichtung preiszugeben. Nur 128 dieser 400.000 Embryonen in den Kühlanlagen der Kliniken seien von nicht-blutsverwandten Paaren adoptiert worden.

Die von Präsident Bush vor fünf Jahren verfügte Einschränkung der Gewährung finanzieller Fördermittel für die Embryonenforschung hatte die Fortsetzung der Forschungsförderung für die Arbeit mit Stammzellenlinien erlaubt, die bereits vor August 2001 entstanden waren. Ebenso ist die Forschung in diesem Bereich weiterhin für Institute erlaubt, die sich dabei auf private Gelder stützen können. Kritiker wenden auch ein, es sei kein Unterschied zwischen dem Mord an Embryonen für Forschungszwecke und dem Töten der Embryonen, weil sie von den Spenderpaaren nicht mehr gebraucht werden, zu erkennen.

Die Gesetzesvorlage ist mit dem Veto des Präsidenten wahrscheinlich endgültig gescheitert, da zur Aufhebung des präsidialen Vetos eine Zwei-Drittel-Mehrheit im US-Kongress erforderlich wäre.

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June 22, 2006

Wissenschaftler Hwang Woo Suk vor Gericht

Wissenschaftler Hwang Woo Suk vor Gericht

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Artikelstatus: Fertig 23:17, 22. Jun. 2006 (CEST)
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Seoul (Südkorea), 22.06.2006 – Hwang Woo-suk, Stammzellenforscher aus Südkorea, steht seit heute in Seoul vor Gericht.

Der Wissenschaftler hatte zugegeben, Forschungsergebnisse bei revolutionären Stammzellstudien gefälscht zu haben. Im Mai 2006 war er von der koreanischen Staatsanwaltschaft angeklagt worden. Ihm werden Veruntreuung von Forschungszuschüssen und Betrug zur Last gelegt.

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April 9, 2006

Ein Schatten auf der Verleihung des Paul-Ehrlich-Preises 2005

Ein Schatten auf der Verleihung des Paul-Ehrlich-Preises 2005

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Artikelstatus: Fertig 13:06, 9. Apr. 2006 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 09.04.2006 – Am 14. März 2005 wurde Professor Ian Wilmut in der Frankfurter Paulskirche trotz Protestes von Genforschungsgegnern den Paul-Ehrlich-Preis verliehen. Wilmut galt als der „geistige Vater“ von Klonschaf Dolly und wurde für seine Forschungen im Bereich Genetik ausgezeichnet. Die Genforschungsgegner hatten gegen Wilmut Einwände erhoben, weil er seine wissenschaftliche Arbeit auf Menschenversuche mit Embryos aufbaut. Diese sind jedoch in Deutschland verboten und somit illegal.

Schon damals wurden Forderungen laut, Wilmut den Preis wieder abzuerkennen. Ein Jahr später, im März 2006, gelangte ein weiterer Schatten auf die letztjährige Preisverleihung. Wilmut wurde im schottischen Edinburgh vorgeworfen, er sei nicht der Urheber Dollys, das Mitte der 1990-er Jahre auf die Welt kam. Vor einem Untersuchungsausschuss gab Wilmut diese Falschbehauptung zu. Er wies darauf hin, dass die grundlegenden Experimente wegen Dolly ein Kollege durchgeführt habe, der einer Forschergruppe angehöre, deren Chef Wilmut gewesen sei.

Die Gegner Wilmuts sehen in der Aussage einen Skandal. Jetzt fordern sie erneut die Rückgabe des Preises an die Paul-Ehrlich-Stiftung.

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  • Proteste gegen Preisverleihung an britischen Wissenschaftler (14.03.2005)
  • Portal:Gentechnik

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December 24, 2005

Südkoreanischer Wissenschaftler gesteht Fälschungen bei Klonforschung

Südkoreanischer Wissenschaftler gesteht Fälschungen bei Klonforschung

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Seoul (Südkorea), 24.12.2005 – Der südkoreanische Wissenschaftler Hwang Woo-suk hat zugegeben, viele Ergebnisse seiner Forschungen gefälscht zu haben. Er wurde in dem Land als Pionier der Gentechnik gefeiert, Politiker versprachen sich durch seine Hilfe eine Spitzenstellung in der internationalen Forschungslandschaft und unterstützten ihn mit Zuschüssen in zweistelliger Millionenhöhe. Hwang Woo-suk war vor allem in der Stammzellenforschung aktiv.

Als weitere Konsequenz verließ er die Universität, an der er gearbeitet hatte. Einen Monat zuvor hatte er auch den Direktorposten an einem Forschungszentrum niedergelegt. Nun wollen andere Wissenschaftler alle seine Arbeiten überprüfen.

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March 14, 2005

Proteste gegen Preisverleihung an britischen Wissenschaftler

Proteste gegen Preisverleihung an britischen Wissenschaftler

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Artikelstatus: Fertig 14. Mär. 2005 (CET)
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Paulskirche Frankfurt

Frankfurt am Main (Deutschland), 14.03.2005 – Der „geistige Vater“ von Klonschaf Dolly, Professor Ian Wilmut, bekam heute den Paul-Ehrlich-Preis verliehen. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Verliehen wird er traditionell immer am 14. März jedes Jahres, am Geburtstag Paul Ehrlichs, in der Frankfurter Paulskirche.

Wilmut erhält den Preis für hervorragende Leistungen im Bereich der Embryologie. Er hat während seiner Forschungsarbeit das am 5. Juli 1996 geborene Schaf Dolly mit Hilfe des Kerns einer adulten Zelle geklont. Bei diesem Versuch ist es erstmals gelungen, Säugetiere zu klonen. Vorher wurde dies nur bei Amphibien erfolgreich durchgeführt. Wilmut wurde nach diesem Erfolg nachgesagt, er habe die Welt der Embryologie nachhaltig revolutioniert.

Nun hat die Preisverleihung die Gegner des menschlichen Klonens auf den Plan gerufen. Kritiker laufen Sturm gegen die Ehrung. Während der Preisverleihung wurden in Frankfurt Demonstrationen angekündigt. Unter Klongegnern ist die Forschungsarbeit Wilmuts sehr umstritten, denn im April 2004 reichte Wilmut bei der zuständigen Behörde, der Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA), einen Antrag für das Klonen menschlicher Embryos ein. Sein Ziel ist es, Embryos zum Zweck der Stammzellenforschung zu klonen. Wilmut begründete seinen Antrag damit, dass er dadurch Therapien gegen tödliche Nervenleiden entwickeln wolle, womit das Klonen aus medizinischer Sicht durchaus gerechtfertigt sei. Am 8. Februar 2005 wurde ihm von der HFEA die Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen erteilt.

Die Proteste gegen Wilmut kommen von verschiedenen Seiten. Politiker und Kirchenvertreter äußern Unverständnis darüber, dass das Bundesgesundheitsministerium einen Preis für einen Wissenschaftler mitfinanziert, der nach deutscher Gesetzgebung strafbare Handlungen begeht. Der Vizevorsitzende der Bioethik-Enquete-Kommission Hubert Hüppe (CDU) zeigte sich ebenfalls besorgt: Er nannte die Verleihung einen „unverständlichen Affront“.

Bundespräsident Horst Köhler wird an den Feierlichkeiten nicht teilnehmen, obwohl er als Bundespräsident gleichzeitig Ehrenpräsident der 1929 eingerichteten Paul-Ehrlich-Stiftung in Frankfurt ist.

Der Wissenschaftler Paul Ehrlich, Chemiker, Mediziner und Serologe mit Schwerpunkt der modernen Chemotherapie, dürfte einigen Bundesbürgern durch sein Konterfei auf der alten 200 DM Banknote bekannt sein. Zu seinen Lebzeiten (1854 – 1915) dachte sicherlich noch kein Forscher an das Thema „Klonen“.

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December 3, 2004

Verbot von Patenten auf menschliche Gene

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Berlin (Deutschland), 03.12.2004 – Der Deutsche Bundestag hat am 3. Dezember 2004 mit den Stimmen von SPD, Grünen und Union beschlossen, die europäische Biopatentrichtlinie umzusetzen.

Während für Tier- und Pflanzengene weiterhin Stoffpatente erlaubt sind, ist nun das Klonen von Menschen, der Eingriff in das menschliche Erbgut und Stoffpatente auf menschliche Gene verboten. Weiterhin erlaubt sind so genannte Verfahrenspatente, d.h. Patente, mit denen eine konkrete Anwendung verbunden ist.

Nach knapp zehnjähriger Beratung wurde die Biopatentrichtlinie im Juli 1998 vom Europäischen Parlament verbindlich für alle EU-Staaten verabschiedet. Mit der Restriktion der Stoffpatente ging die Bundesregierung dabei über die Vorgabe der EU hinaus.

Nachdem die Bundesrepublik der Verpflichtung, die Richtlinie bis 2000 in nationales Recht umzusetzen, nicht nachgekommen war, hatte die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik eingeleitet. Mit dem neuen Gesetz soll eine drohende Geldstrafe von 800.000 Euro pro Tag abgewendet werden.

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