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November 11, 2011

Europäische Gerichtshof für Menschenrechte rügt die Slowakei wegen der Sterilisierung einer Roma-Frau

Europäische Gerichtshof für Menschenrechte rügt die Slowakei wegen der Sterilisierung einer Roma-Frau

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Geburt (Archivbild)

Bratislava (Slowakei), 11.11.2011 – Die Richter des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg rügten am Dienstag die Sterilisierung einer 20-jährigen Roma-Frau in einem slowakischen Krankenhaus. Sie sei während der Geburt ihres zweiten Kindes vom Personal des staatlichen Hospitals unter Druck gesetzt worden.

Während der Geburtswehen habe man der Frau erklärt, dass bei der Geburt eines weiteren Kindes sie selbst oder das Kind sterben würden. Unter Schmerzen stehend habe sie daraufhin die Einwilligung zur Sterilisation unterschrieben, ohne verstanden zu haben, dass sie nach dem Eingriff keine Kinder mehr bekommen kann. Das Gericht war der Ansicht, dass man der Frau nach den Umständen keine Wahl gelassen habe, sich anders zu entscheiden.

Ein slowakisches Zentrum für Menschenrechte hat eine Studie durchgeführt, wonach Roma-Frauen in der Slowakischen Republik häufig zwangssterilisiert werden. Die Regierung weist die Anschuldigung zurück.

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  • Portal:Menschenrechte

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May 16, 2011

Finnland wird Eishockey-Weltmeister

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Finnland wird Eishockey-Weltmeister

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Veröffentlicht: 13:11, 16. Mai 2011 (CEST)
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Ondrej-Nepela-Eishockeystadion (Bratislava)

Bratislava (Slowakei), 16.05.2011 – Mit einem 6:1-Kantersieg gegen Schweden wurde die finnische Nationalmannschaft gestern zum zweiten Mal in ihrer Geschichte Eishockey-Weltmeister. Die Weltmeisterschaft wurde zwischen dem 29. April und 15. Mai in der Slowakei in den Städten Bratislava und Košice ausgetragen. Zweiter wurde Schweden und dritter wurde das tschechische Team durch ein 7:4 gegen Russland. Die deutsche Mannschaft erreichte den siebten Platz. Österreich und Slowenien müssen das Feld der 16 besten Mannschaften verlassen und steigen aus der Top-Division ab.

Viele Zuschauer waren von der Leistung der deutschen Mannschaft in der Vorrunde beeindruckt. Nach 37 verlorenen Spielen gewann das Team von Trainer Uwe Krupp erstmals bei einer Weltmeisterschaft gegen Russland. Durch einen weiteren Sieg gegen den Gastgeber Slowakei stand Deutschland vorzeitig als Gruppensieger fest und gewann damit erstmals seit der Weltmeisterschaft 1933 eine Vorrundengruppe.

Schlussklassement:

Platz Land
1 Finnland
2 Schweden
3 Tschechien
4 Russland
5 Kanada
6 Norwegen
7 Deutschland
8 USA
9 Schweiz
10 Slowakei
11 Dänemark
12 Frankreich
13 Lettland
14 Weißrussland
15 Österreich
16 Slowenien

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Eishockey

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June 29, 2010

Fußball-WM: Italien spielt unentschieden gegen Neuseeland

Fußball-WM: Italien spielt unentschieden gegen Neuseeland

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Veröffentlicht: 22:56, 29. Jun. 2010 (CEST)
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Bloemfontein / Nelspruit / Johannesburg (Südafrika), 29.06.2010 – Italien hat sich mit dem Unentschieden im Spiel gegen Neuseeland in eine ungünstige Ausgangsposition für das letzte Gruppenspiel gegen die Slowakei gebracht. Diese Mannschaft hat ihr Spiel gegen Paraguay klar verloren. Ebenso eindeutig war der Sieg der brasilianischen Nationalmannschaft gegen die Mannschaft von der Elfenbeinküste. Auch nach der Suspendierung des französischen Nationalspielers Nicolas Anelka kommt die „Équipe Tricolore“ nicht zur Ruhe.

Slowakei – Paraguay
0:2 (0:1)

26.643 Zuschauer sahen im Free-State-Stadion von Bloemfontein das von Schiedsrichter Eddy Maillet von den Seychellen geleitete Spiel, in dem es vier Gelbe Karten gab: drei für die Slowaken und eine für einen Paraguayer. Paraguays Trainer Gerardo Martino zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit dem Punktgewinn, es sei „in einer solch ausgeglichenen Gruppe sehr wichtig, vier Punkte zu haben“.

Die Slowaken konnten den Sieg der Südamerikaner zu keiner Zeit in Gefahr bringen. Die erste Torchance hatten die Paraguayer durch Roque Santa Cruz in der dritten Spielminute, doch sein abgefälschter Schuss wurde von Ján Mucha abgewehrt. Die Südamerikaner waren zwar überlegen, konnten aber nicht nahe genug an das slowakische Tor gelangen. Die Schüsse von Cristian Riveros in der 16. Minute, von Lucas Barrios in der 23. Minute und Nelson Valdez zwei Minuten später wurden entweder abgewehrt, waren zu hoch oder gingen neben das Tor. In der 27. Minute war Mittelfeldspieler Vera schließlich erfolgreich. In der 39. Minute hatte Santa Cruz das 2:0 auf dem Fuß, doch der slowakische Torhüter konnte seinen Flachschuss mit dem Fuß parieren.

Die „Albirroja“ störten das slowakische Spiel schon in deren eigener Spielhälfte, sodass die Slowaken den Ball oft weit ins gegnerische Spielfeld droschen, um sich etwas Luft zu verschaffen. Dieser Spielverlauf setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Nur das zweite Tor für die Südamerikaner ließ auf sich warten, bis schließlich in der 86. Minute Riveros mit dem 2:0 den Endstand herstellte.

Italien – Neuseeland
1:1 (1:1)

Mit dem zweiten 1:1 in Folge hat sich der amtierende Weltmeister Italien in eine ungünstige Ausgangsposition im letzten Grupppenspiel gegen die Slowakei gebracht. 38.230 Zuschauer im Mbomela-Stadion von Nelspruit sahen das vom guatemaltekischen Schiedsrichter Carlos Batres geleitete Spiel, der drei Neuseeländer mit Gelben Karten bedachte. „Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir mehr zeigen“, stellte Italiens Trainer Marcello Lippi nach dem Spiel selbstkritisch fest. Neuseeland und Italien sind nach dem zweiten Gruppenspiel immer noch punkt- und torgleich.

Die „Squadra Azzurra“ lief ohne Andrea Pirlo und Torhüter Gianluigi Buffon, den Rückenprobleme zu schaffen machen. Die „All Whites“ vom anderen Ende der Welt gingen überaschend in der siebten Minute in Führung. Nachdem Winston Reid, der im Spiel gegen Slowenien den Ausgleich für die Neuseeländer erzielt hatte, einen Freistoß in Richtung Strafraum weiterleitete, konnte dort nach einem Abpraller von Fabio Cannavaro der in der australischen Liga spielende Shane Smeltz den Ball ungehindert an Ersatztorhüter Federico Marchetti vorbei ins Netz der Italiener befördern. Zwar stand Smeltz in abseitsverdächtiger Position, doch Schiedsrichter Batres entschied auf Tor.

Vorläufige Tabelle der Gruppe F
Rang Land Tore Punkte
1 Paraguay Paraguay 3:1 4
2 Italien Italien 2:2 2
2 Neuseeland Neuseeland 2:2 2
4 Slowakei Slowakei 1:3 1

Die Italiener drängten nun häufig in Richtung neuseeländisches Tor, das von Mark Paston gehütet wurde. Riccardo Montolivos Schuss in der 27. Minute ging an den Pfosten. In der 29. Minute zog Tommy Smith den für AS Rom Spielenden Daniele De Rossi am Trikot. Dieser ließ sich fallen und Schiedsrichter Batres deutete auf den Elfmeterpunkt. Der Strafstoß wurde von Vincenzo Iaquinta problemlos verwandelt. Nach dem Ausgleichstor ließen die Italiener es gut sein mit der Offensive.

Nach der Pause war der Drehschuss des in der Pause eingewechselten Antonio Di Natale in der 49. Minute zunächst die einzige nennenswerte Torchance der Italiener. Erst nach über einer Stunde Spielzeit gelangte Iaquinta in eine gute Schussposition, konnte seinen Versuch aus 13 Meter Torentfernung nicht erfolgreich abschließen. Nach der Einwechslung von Giampaolo Pazzini wurden die Italiener stärker und die Neuseeländer waren in die Defensive gedrängt. Nach Ivan Vicelichs Fernschuss auf das italienische Tor, der abgewehrt wurde, konterte Italien. Der Konter in der 63. Minute endete endete mit einem Kopfball von Giorgio Chiellini neben das neuseeländische Tor. In der 70. Minute stellte Montolivo Neuseelands Schlussmann Paston auf die Probe. Die letzte Tormüglichkeit für Italien setzte Di Natale in der 81. Minute am linken Torposten vorbei ins Aus. Die Chance, das Spiel noch zu gewinnen, hatten auch die Kiewis, als in der 83. Minute Chris Wood sehr knapp das italienische Tor nicht traf.

Brasilien – Elfenbeinküste
3:1 (1:0)

In der mit 84.455 Zuschauer ausverkauften Soccer City in Johannesburg schien der französische Schiedsrichter Stéphane Lannoy mit dem teils ruppigen Spielverlauf überfordert und der sich vom Torschützen zum 2:0 verschaukeln ließ, als er ihn befragte, ob er den Ball mit der Hand gespielt habe. „Vielleicht war es die heilige Hand Gottes“, spielte Luís Fabiano nach dem Spiel auf Diego Maradonnas Viertelfinaltreffer gegen England bei der Weltmeisterschaft 1986 an. Mit dem Sieg gegen die Ivorer sicherten sich die Brasilianer bereits nach dem zweiten Spiel den Einzug ins Achtelfinale.

Die erste Torchance hatten nach 48 Sekunden die Südamerikaner. Robinho zog aus 30 Metern ab, traf jedoch knapp über das von Boubacar Barry gehütete Tor der Ivorer. Diese bemühten sich zunächst erfolgreich, die Brasilianer gar nicht erst in die Nähe des ivorischen Tores zu lassen. Nur bei Standardsituationen konnten die Brasilianer die gut gestaffelte Abwehr der Westafrikaner durchdringen. Schließlich ließ Kaká in der 25. Minute durch ein Dribbling zwei Abwehrspieler aussteigen und spielte im Strafraum zu dem freistehenden Luís Fabiano, der den Ball aus spitzem Winkel unter die Torlatte zielte.

Bis zur Pause hatten die Brasilianer keine zwingenden Tormöglichkeiten mehr, die Ivorer konnten ihrerseits die Führung der Südamerikaner nicht gefährden. Didier Drogba wurde offenbar durch die Manschette behindert, die er wegen seines Armbruches Anfang Juni trug und war wenig sichtbar. Die besten Gelegenheiten für die Elfenbeinküste konnte Aruna Dindane in der 38. und 39. Minute erspielen. Zunächst versuchte er es mit einem Volleyschuss nach Vorlage von Guy Demel, doch dieser wurde abgeblockt, eine Minute später konnte Trohüter Júlio César einen Aufsetzer Dindanes aus 18 Metern problemlos unter Kontrolle bringen.

In der 51. Minute spielte Luis Fabiano drei ivorische Abwehrspieler aus, wobei er zweimal seinen Oberarm zu Hilfe nahm, dann schloss er mit einem harten Schuss mit links die Aktion zum 2:0 ab. „Schade, dass der Schiedsrichter das nicht gesehen hat. Es ist schon so schwierig, Luís Fabiano auszuschalten – es ist noch schwieriger, wenn er vor dem Tor seine Hand benutzt“, meinte Sven-Göran Eriksson, der Trainer der Ivorer nach dem Spiel. Das 2:0 lähmte die Ivorer, die danach nur durch Drogba in der 54. Minute gefährlich werden konnte, doch dessen Kopfball verfehlte das Tor knapp. In der 61. Minute fiel dann die endgultige Entscheidung mit dem 3:0 durch Elano, der eine Vorlage von Kaká verwerten konnte.

Die Schlussphase des Spieles war von Hektik und ruppiger Spielweise geprägt. Nach einem Foul von Cheik Tioté musste Elano mit der Tragbahre vom Platz getragen werden. Kaká setzte kurz vor Schluss gegen Abdulkader Keita seine Ellenbogen ein und wurde in der 88. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gewiesen. Der Ehrentreffer der Ivorer in der 79. Minute kam zu spät, um das Spiel noch herum zu reißen.

Anarchie in Frankreichs Team

Auch ohne den inzwischen durch Entscheidung des französischen Fußballverbandes (FFF) nach Hause geschickten Nicolas Anelka hat sich die Stimmung im französischen Team nicht verbessert. Beim Training der Mannschaft kam es am Samstag, dem 19. Juni, zu einem Disput zwischen Mannschaftskapitän Patrice Evra und dem für Fitness zuständigen Trainer Robert Duverne, in den Nationaltrainer Raymond Domenech eingriff. Die Spieler brachen daraufhin das Training ab und kehrten in ihre Unterkunft zurück. Teammanager Jean-Louis Valentin bezeichnete das Verhalten der Spieler als einen „Skandal für Frankreich, das Team und den Verband“. Die Spieler verweigerten, so Valentin, das Training aus Unzufriedenheit über die Suspendierung Anelkas. Er sei „empört“ und „angewidert“ und erkläre deswegen seinen sofortigen Rücktritt. Valentin sprach es, stieg in sein Auto und fuhr davon.

„Alle Spieler, ohne Ausnahme, protestieren gegen die Entscheidung der FFF, Nicolas Anelka zu suspendieren“, hieß es in einer von Domenech verlesenen Erklärung der Spieler. Der Verband bezeichnete das Handeln der Spieler als „inakzeptabel“, man werde sich nach dem Turnier mit den Konsequenzen befassen. Verbandsvizepräsident Christian Teinturier verlangte, Anelka dürfe „nie wieder das französische Trikot tragen“.

Anelka wurde nach Hause geschickt, nachdem die französische Sportzeitung „L′Équipe“ eine Beschimpfung des umstrittenen Trainers Domenech durch Anelka wiedergegeben hatte. Mannschaftskapitän Evra und Bayern-Spieler Franck Ribéry sind der Auffassung, dass der Zwischenfall von einem „Verräter“ an die Presse weitergegeben worden sein muss. Dieser müsse gefunden und aus dem Team geworfen werden, erklärte Evra. Ribéry stellte klar, „die Sachen, die in der Kabine passieren, müssen auch in der Kabine bleiben“.

Anelka hat inzwischen in einem Interview der Tageszeitung „France Soir“ erklärt, er habe „eine lebhafte Diskussion“ mit dem Trainer gehabt, machte jedoch deutlich, die von „L′Équipe“ gedruckte Beschimpfung seien nicht seine Worte. Die Zeitung teilte inzwischen mit, „mehr als einen Zeugen“ für Anelkas Streit mit Domenech zu haben.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Fußball
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June 17, 2010

Fußball-WM: Brasiliens Turnierauftakt nicht berauschend

Fußball-WM: Brasiliens Turnierauftakt nicht berauschend

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Veröffentlicht: 11:59, 17. Jun. 2010 (CEST)
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Rustenburg / Port Elizabeth / Johannesburg (Südafrika), 17.06.2010 – Brasilien mühte sich, kam aber über ein 2:1 gegen Nordkorea nicht hinaus. Das zweite Spiel der als „Todesgruppe“ titulierten Gruppe G zwischen Portugal und der Elfenbeinküste endete torlos. Unentschieden trennten sich auch die Slowakei und Neuseeland; hier bescherte der Ausgleich in der dritten Minute der Nachspielzeit den Neuseeländern den historischen ersten Punkt bei einer Weltmeisterschaftsendrunde.

Neuseeland – Slowakei
1:1 (0:0)

Die Begegnung zwischen der Slowakei und Neuseeland vervollständigte die erste Spielrunde in der Gruppe F – und macht die Situation verworren. Alle vier Teams sind punkt- und torgleich. Das Spiel in Rustenburg sahen rund 20.000 Zuschauer. Es wurde vom einheimischen Schiedsrichter Jerome Damon geleitet, der beide Mannschaften mit je einer Gelben Karte belohnte. „Unser Land hat heute einen Grund zu feiern. Dieser Punkt bedeutet sehr viel für den Fußball bei uns“, erklärte Neuseelands Trainer Ricki Herbert glücklich. Sein Gegenüber, der slowakische Trainer Vladimír Weiss sieht das Abschneiden seiner Mannschaft hingegen als „kleine sportliche Tragödie“.

Von dem recht langweiligen Spiel im Royal-Bafokeng-Stadion Rustenburgs gibt es wenig zu berichten. Die Slowaken brauchten eine gute halbe Stunde, um ihr Spiel zu finden, kontrollierten jedoch den Gegner. Vladimír Weiss, der Sohn der Trainers und Enkel des ehemaligen Fußballprofis Vladimír Weiss, gab in der 28. Minute eine Vorlage an Stanislav Šesták (VfL Bochum). Der traf das Tor allerdings nicht. Zwei Minuten später segelte Neuseelands Torwart Mark Paston am Ball vorbei, der zu Róbert Vittek gelangte. Der ex-Nürnberger konnte die Möglichkeit zum Torerfolg jedoch nicht nutzen.

Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff gelang Vittek dann doch noch ein Torerfolg. Er stand in abseitsverdächtiger Position, als er den Ball mit dem Kopf ins Tor stieß. Der bei SSC Neapel unter Vertrag stehende Kapitän der Slowaken, Marek Hamšík, nutzte in der 64. Minute seine Chance nicht, um auf 2:0 zu erhöhen. Am Spielstand änderte sich in der regulären Spielzeit allerdings nichts, obwohl in der Schlussphase das slowakische Team spielbestimmend war. Dann kam die dritte Minute der Nachspielzeit, die Slowaken waren wohl mental bereits mit einem knappen Sieg in der Kabine, als Abwehrspieler Winston Reid für die „All Whites“ per Kopfball den Ausgleich herstellte.

Elfenbeinküste – Portugal
0:0
Vorläufige Tabelle der Gruppe F
Rang Land Tore Punkte
1 Italien Italien 1:1 1
1 Paraguay Paraguay 1:1 1
1 Neuseeland Neuseeland 1:1 1
1 Slowakei Slowakei 1:1 1

Auch das Spiel Elfenbeinküste gegen Portugal war wenig ansehnlich, trotz der Stars, die in diesem Spiel aufeinander trafen. Auf Seiten der Elfenbeinküste wurde in der 66. Minute Didier Drogba eingewechselt. Er konnte ebensowenig eine Entscheidung erzwingen, wie der portugiesischen Stardribbler Cristiano Ronaldo. Das von Jorge Larrionda aus Uruguay geleitete Spiel in Port Elizabeth sahen 31.034 Zuschauer, Gelbe Karten sahen zwei Westafrikaner und ein Portugiese.

Ronaldos Pfostenschuss aus 30 Metern, nachdem er Yaya Touré durch einen Hackentrick umspielt hatte, knallte nur an den Pfosten. Die Aktion war die einzige nennenswerte Torchance der ersten Halbzeit.

Die Ivorer gelangten erst in der zweiten Hälfte vor das Tor von Portugals Torhüter Eduardo, doch gefährlich genug waren weder Gervinho in der 47. Minute noch Salomon Kalou in der 54. Minute. Die Entscheidung hatte dann doch noch Drogba auf dem Fuß. Doch statt in der Nachspielzeit unweit des Tores direkt zu schießen, passte er quer – ins Leere.

Brasilien – Nordkorea
2:1 (0:0)

Auch das dritte Spiel des Tages war enttäuschend. Statt spielerischer Überlegenheit der Brasilianer im Samba-Stil sahen die 54.331 Zuschauer in Johannesburg eine kämpferisch eingestellte Mannschaft aus Nordkorea, mit der die Südamerikaner ihre Mühe hatten. Das Spiel wurde vom ungarischen Schiedsrichter Viktor Kassai geleitet. Es gab eine Gelbe Karte für den Brasilianer Ramires. Insgesamt dürfte der Spielverlauf die Kritik an Brasiliens Trainer Carlos Dunga nicht verringert haben.

Die erste Chance hatten die Brasilianer durch Kaká nach rund einer Minute Spielzeit; Kaká wurde allerdings von zwei Abwehrspielern gestoppt. Zwei weitere Schussversuche durch Kaká und Robinho in der sechsten Minute verfehlten das Tor deutlich. Auf der Gegenseite hatte Jong Tae-se, ein in Japan geborener und spielender Koreaner die erste Möglichkeit für Nordkorea. Brasiliens Torhüter Júlio César konnte den Schuss aus rund sechzehn Metern jedoch abwehren. Das Mittelfeld gehört den Südamerikanern, doch vor dem Strafraum Nordkoreas verhinderten zwei kompakte Abwehrketten ein Durchkommen effektiv. Erst in der 35. Minute gelangte ein brasilianischer Angriff mit spielerischer Finesse in eine torgefährliche Position. Robinho dribbelte rechts außen um zwei Abwehrspieler herum und gab zu Michel Bastos ab, dessen abgefälschter Schuss ans Außennetz ging. Die letzte Chance der ersten Halbzeit war eine verunglückte Flanke von Bastos, die knapp am oberen Eck des langen Torpfostens vorbeisegelte.

Bastos war es auch, dem die erste Chance in der zweiten Halbzeit gehörte. Sein Freistoß ging jedoch ebenso knapp vorbei wie ein Schuss von Robinho in der gleichen Minute. Die Ballkünstler Robinho und Kaká blieben auch weiterhin mit ihren Dribbelversuchen gegen die kompakte nordkoreanischen Abwehr erfolglos. Dagegen erspurtete Abwehrspieler Maicon einen Ball von Elano. Praktisch von der Torauslinie passte er jedoch nicht nach innen, wie es Torhüter Ri Myong-guk wohl erwartete hatte, sondern schob den Ball ins kurze Eck. Stürmer Luís Fabiano konnte kurze Zeit später beinahe erhöhen, traf aber nur knapp über das Gebälk. In der 72. Minute fiel dann die Entscheidung. Einen hervorragend gespielten Pass von Robinho verwandelte Elano mit einem diagonal ins lange Eck gezirkelten Schuss, bei dem Torhüter Ri keine Abwehrmöglichkeit hatte. Elano wurde danach ausgewechselt. In der 89. Minute wurde schließlich doch noch der Kampfgeist der Nordkoreaner belohnt. Der mit nach vorne gestürmte Abwehrspieler Ji Yun-nam konnte sich gegen zwei Brasilianer durchsetzen und den Ball an Brasiliens Schlussmann vorbei im Tor versenken.

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  • Portal:Fußball
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June 2, 2007

Bärin beißt Waldarbeiterin

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Bärin beißt Waldarbeiterin

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Artikelstatus: Fertig 23:56, 2. Jun. 2007 (CEST)
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Bratislava (Slowakei), 02.06.2007 – Nach einem Bericht des slowakischen Nachrichtensenders TA3 wurde am Freitag eine 30-jährige Waldarbeiterin von einer Bärin angegriffen und leicht verletzt.

Die Frau mähte zusammen mit ihrer Mutter das Gras um eine Gruppe von Jungbäumen ab, als sie vermutlich dabei eine Bärin mit ihrem Jungen aufschreckte. Sie wurde von der Bärenmutter sofort angegriffen und versuchte wegzulaufen. Die Waldarbeiterin wurde von der Bärin attackiert und ins Bein gebissen, worauf sie hinfiel. Das Tier ließ daraufhin von ihr ab und verschwand mit ihrem Jungen. Die behandelnden Ärzte erklärten, dass die Bisswunde am Bein der Frau nicht tief sei.

In der Slowakei sollen nach Schätzungen noch zwischen 300 und 600 Bären frei leben.

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September 5, 2006

Regierungsbeteiligung der Slowakischen Nationalpartei führt zu Spannungen mit Ungarn

Regierungsbeteiligung der Slowakischen Nationalpartei führt zu Spannungen mit Ungarn

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Artikelstatus: Fertig 23:32, 5. Sep. 2006 (CEST)
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Bratislava (Slowakei), 05.09.2006 – In den letzten Wochen kam es in der Slowakei zu mindestens zwei Angriffen auf Angehörige der ungarischen Minderheit, die Medienberichten zufolge einen rassistischen Hintergrund hatten.

Die sozialdemokratische Partei SMER von Ministerpräsident Robert Fico, die aus den letzten Parlamentswahlen vom 17. Juni als stärkste Kraft hervorgegangen war, initiierte als Reaktion auf die Angriffe eine Deklaration gegen Extremismus und Intoleranz. Das slowakische Parlament konnte sich laut Nachrichtenagentur APA in dieser Angelegenheit jedoch nicht auf einen gemeinsamen Text verständigen. Besonders die Partei des ehemaligen Ministerpräsidenten Mikuláš Dzurinda, die „Slowakische Demokratische und Christliche Union“ (SDKÚ-DS), habe gegen eine derartige Deklaration argumentiert. APA zitiert Mikuláš Dzurinda mit den Worten, dass es nicht nötig sei, laut in die Welt zu rufen, dass „wir unfähig sind, mit den Problemen bezüglich der ungarischen Minderheit selbst fertig zu werden“. Der konservative Oppositionspolitiker warf Ministerpräsident Robert Fico vor, zu spät auf den Angriff auf eine ungarisch sprechende Studentin reagiert zu haben, der sich in Nitra, im Westen des Landes, ereignet hatte. Die „Wiener Zeitung“ verbreitet in einem online veröffentlichten Artikel anderslautende Informationen. Demnach habe sich das Parlament auf eine Deklaration gegen Extremismus und Intoleranz einigen können.

In der Slowakei leben etwa 500.000 Angehörige der ungarischen Minderheit. Dies sind rund zehn Prozent der slowakischen Gesamtbevölkerung. Der slowakische Innenminister Robert Kalinak hatte einen Parlamentsausschuss zuvor über diesen und ähnliche Übergriffe informiert. Laut Robert Kalinak gehen die Behörden bisher davon aus, dass es sich um Ausschreitungen von Jugendlichen gehandelt hat, wobei die Behörden nicht wissen, ob eine Organisation hinter den Angriffen steckt. Vor dem Parlamentsausschuss sagte der Innenminister, die Polizei verfolge eine Strategie der „Null-Toleranz“ gegen Extremismus und Fremdenfeindlichkeit.

Ján Slota

Im Zusammenhang mit den Angriffen richten sich Vorwürfe gegen die nationalistische Partei SNS von Ján Slota, die eine antiungarische und gegen Roma sowie Homosexuelle gerichtete Politik verfolgt. Tom Lantos, ein in Ungarn geborener demokratischer Abgeordneter im US-Kongress, bekräfigte bei einem Treffen mit dem slowakischen Ministerpräsidenten am Montag diese Auffassung und sagte, dass die slowakische Regierung indirekt für die Übergriffe verantwortlich sei, weil eine ultranationalistische Partei der Regierung angehöre. Tom Lantos erwägt, eine Resolution in den US-Kongress einzubringen, in der die slowakische Regierung für die Übergriffe verurteilt wird, die nach Angaben von Vertretern der ungarischen Minderheit seit dem Antritt der neuen Regierung zugenommen haben. Tom Lantos appellierte an die Ungarn, auf antislowakische Demonstrationen zu verzichten.

Die SNS wurde bei der Wahl 2006 drittstärkste Kraft und ist zusammen mit der SMER und der „Bewegung für eine Demokratische Slowakei“ des ehemaligen Regierungschefs Vladimír Mečiar Teil der Regierungskoalition. Ungarn hatte sich besorgt über die Regierungsbeteiligung der SNS geäußert. Robert Fico hatte versucht, die Vorbehalte gegen die Regierungsbeteiligung der SNS zu zerstreuen, indem er sagte, seine Regierung werde die Recht der Minderheiten schützen. Auch kam es in Ungarn zu Protesten, bei denen ein Portrait Ján Slotas verbrannt wurde. Das Verhältnis beider Nachbarstaaten ist aufgrund der jahrhundertelangen Herrschaft der Ungarn auf dem Gebiet der heutigen Slowakei belastet. Am Samstag demonstrierten nationalistische Ungarn der Bewegung „64 Gaue“ vor der slowakischen Botschaft gegen die Übergriffe auf Ungarn in der Slowakei, wobei sie Ján Slota und die beiden Männer, die die ungarische Studentin angegriffen hatten, zu ihren Feinden erklärten. Auch wurden in Ungern slowakische Ortstafeln beschmiert und antislowakische Parolen auf Fußballspielen skandiert. Ungarns Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány sagte am Dienstag auf einem Treffen mit seinem slowakischen Amtskollegen, dass er sich für eine Beilegung des Konflikts einsetzen wolle. Dusan Caplovic, stellvertretender Ministerpräsident der Slowakei, schlug eine gemeinsame Erklärung beider Länder zur Beilegung des Konfliks vor.

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  • Slowakei: Ministerpräsident Robert Fico unter Kritik (07.07.2006)

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July 7, 2006

Slowakei: Ministerpräsident Robert Fico unter Kritik

Slowakei: Ministerpräsident Robert Fico unter Kritik

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Artikelstatus: Fertig 13:57, 7. Jul. 2006 (CEST)
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Bratislava (Slowakei), 07.07.2006 – In der Slowakei ist am Dienstagabend von Staatspräsident Ivan Gasparovic die neue Regierung formell ins Amt berufen worden. Die Regierung besteht aus zwei Rechtsparteien und der sozialdemokratischen Partei. Ministerpräsident ist Robert Fico.

An dieser Zusammensetzung der Regierung gab es bereits Kritik aus anderen EU-Ländern. Sie befürchten einen antieuropäischen Kurs der Fico-Regierung. Fico versprach hingegen, proeuropäisch zu regieren. Er sagte, sein Hauptanliegen sei der Kampf gegen die Armut im Land.

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January 21, 2006

Slowakisches Militärflugzeug in Ungarn abgestürzt

Slowakisches Militärflugzeug in Ungarn abgestürzt

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Artikelstatus: Fertig 19:34, 21. Jan. 2006 (CET)
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Telkibanya (Ungarn), 21.01.2006 – In Ungarn ist am Donnerstag Abend ein slowakisches Flugzeug vom Typ Antonow An-24 abgestürzt. Ersten Angaben zufolge waren 48 Soldaten an Bord der Maschine des slowakischen Militärs, 44 Menschen starben bei dem Absturz.

Die Soldaten waren im Auftrag der NATO-geführten Kosovo-Schutztruppe KFOR unterwegs. Sie sollten aus der Stadt Priština im Kosovo nach Košice in die Slowakei fliegen. Das Unglück nahe der slowakischen Grenze am Ort Telkibanya ereignete sich gegen 20:30 Uhr MEZ. Das Absturzgebiet liegt im Gebirgswald und ist nur schwer erreichbar.

Über die Grenze hinweg durften slowakischen Soldaten an der Bergung teilnehmen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt

Quellen

  • SwissInfo: „Flugzeug in Ungarn abgestürzt – 44 Passagiere tot“ (19.01.2006, 22:56 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • ZDFheute.de: „Slowakisches Militärflugzeug in Ungarn abgestürzt“ (19.01.2006, 23:26 Uhr)
  • Berliner Morgenpost Online: „KFOR-Soldaten stürzen über Ungarn in den Tod“ (19.01.2006, 22:37 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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