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April 22, 2010

Langjähriger IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch gestorben

Langjähriger IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch gestorben

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Veröffentlicht: 21:50, 22. Apr. 2010 (CEST)
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Barcelona (Spanien) / Neuss (Deutschland), 22.04.2010 – Der langjährige Präsident und Ehrenpräsident des Internationalen Olympischen Kommitees (IOC), Juan Antonio Samaranch ist am vergangenen Mittwoch im Alter von 89 Jahren einer Herzinsuffizienz in einem Krankenhaus in Barcelona erlegen. In einem Nachruf bescheinigte der Nachfolger Jacques Rogge dem Verstorbenen, ein „Architekt einer starken olympischen Bewegung“ gewesen zu sein.

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March 24, 2008

Tibet: Zunehmende Schärfe im Dialog Chinas mit dem Westen

Tibet: Zunehmende Schärfe im Dialog Chinas mit dem Westen

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Veröffentlicht: 16:45, 24. Mär. 2008 (CET)
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Chengdu (Volksrepublik China), 24.03.2008 – Einen Tag vor der Entzündung des Olympischen Feuers hat der Disput zwischen China und dem Westen zu den Auseinandersetzungen in Tibet an Schärfe zugenommen.

Die Parteizeitung der chinesischen Kommunisten, Renmin Ribao, beschuldigte den Dalai Lama der Geiselnahme Tibets, um im Vorfeld der Olympischen Spiele China zu einem Einlenken in der Tibetfrage zu nötigen. Weiter wurde das geistliche Oberhaupt Tibets durch das Zentralorgan der chinesischen KP der Lüge bezichtigt. Die „Dalai-Clique“ habe die Unruhen in Lhasa organisiert und plane in der Region Xinjiang in Zusammenarbeit mit den dortigen moslemischen Separatisten Terroranschläge.

Der Dalai Lama beteuerte am Sonntag in Neu-Delhi seine Unterstützung der Olympischen Spiele. Mehr als 1.000 Sicherheitskräfte werden das antike Olympia abriegeln, um eine Störung der Zeremonie zur Entzündung der Olympischen Flamme zu verhindern. Vor den Spielen in Peking soll die Flamme 20 Staaten besuchen. Eine thailändische Umweltaktivistin zog sich von der Teilnahme an dem Staffellauf zurück und bezeichnete dies als ein Signal, dass „die Weltgemeinschaft die Aktionen [Chinas] nicht akzeptiere“. Ma Ying-jeou, der designierte Präsident Taiwans, deutete an, „keine Athleten zu den Spielen zu schicken“, wenn sich die Lage in Tibet verschlechtern sollte.

Der Präsident des IOCs, Jacques Rogge, sieht in den Olympischen Spielen in Peking eine Chance. Rogge bezeichnete die Olympischen Spiele als „einen Katalysator für den Wechsel“. Auch wenn das Internationale Olympische Komitee besorgt über die Vorgänge in Tibet sei, ist es nach den Worten Rogges unpolitisch. Die Olympischen Spiele beginnen am 8. August 2008.

Nancy Pelosi, die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, traf am Karfreitag mit dem Dalai Lama zusammen. Pelosi wurde deswegen von der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua scharf kritisiert. In dem Kommentar wird Pelosi der Doppelmoral beschuldigt.

Nach offiziellen chinesischen Angaben wurden im Verlauf der Unruhen in Tibet 22 Menschen getötet. Die Exilregierung spricht von 99 Toten. In der Provinz Gansu sind nach Angaben von Xinhua bei Ausschreitungen vor einer Woche 94 Personen verletzt worden.

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March 10, 2006

IX. Winter-Paralympics in Turin eröffnet

IX. Winter-Paralympics in Turin eröffnet

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Artikelstatus: Fertig 23:24, 10. Mrz. 2006 (CET)
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Olympische Fackel

Turin (Italien), 10.03.2006 – Genau vier Wochen nach der Eröffnung der XX. Olympischen Winterspiele in Turin und zwölf Tagen nach deren Ende wurden heute um 19:12 Uhr am gleichen Ort die IX. Winter-Paralympics eröffnet.

Die Paralympics sind die Olympischen Spiele der Behinderten und laufen 2006 unter dem Motto „Geist in Bewegung“. Die Eröffnungworte während einer farbenfrohen Eröffnungsshow sprach Italiens Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi. Prominente Gäste der Eröffnungsfeier waren der deutsche Bundespräsident Horst Köhler und IOC-Präsident Jacques Rogge.

Die Wettbewerbe finden in 58 Sportarten statt. Aus 39 verschiedenen Nationen sind insgesamt 535 Sportler angereist. Bei den Paralmpics 2002 in Salt Lake City war die deutsche Mannschaft das erfolgreichste Team.

Die IX. Winter-Paralympics dauern bis zum 19. März 2006

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February 23, 2006

Bürgermeister von Vancouver übernimmt Olympiafahne

Bürgermeister von Vancouver übernimmt Olympiafahne

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Artikelstatus: Fertig 22:31, 23. Feb. 2006 (CET)
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Turin (Italien) / Vancouver (Kanada), 23.02.2006 – Am kommenden Sonntag findet die Abschlussfeier der XX. Olympischen Winterspiele im Stadio Olimpico von Turin statt. Ausrichter der XXI. Olympischen Winterspiele ist die kanadische Stadt Vancouver.

Stellvertretend für seine Stadt übernimmt der Bürgermeister von Vancouver, Sam Sullivan, die Fahne: Der 46-jährige Sullivan ist querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Er hatte mit 19 Jahren einen schweren Skiunfall mit Genickbruch erlitten. Sein Amt als Bürgermeister trat er erst im Dezember 2005 an.

Sullivan hat die Übernahme der Fahne im Vorfeld der Abschlussfeier in Vancouver geübt. An seinem Rollstuhl wurde extra eine Halterung für die Fahne angebaut. Die Entsendung nach Turin kommentierte Sullivan mit Humor: „Es ist paradox, dass sie den schlechtesten Skifahrer von Vancouver nach Turin geschickt haben, um die Fahne abzuholen.“

Die Fahne übernimmt Sullivan nicht direkt vom Turiner Bürgermeister Sergio Chiamparino. Chiamparino übergibt die Fahne erst an den Präsidenten des IOC, Jacques Rogge. Dieser wiederum reicht sie an Sullivan weiter.

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February 10, 2006

Eröffnungsfeier der olympischen Winterspiele in Turin

Eröffnungsfeier der olympischen Winterspiele in Turin

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Artikelstatus: Fertig 23:57, 10. Feb. 2006 (CET)
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Olympische Fackel

Turin (Italien), 10.02.2006 – Am Freitag, dem 10. Februar 2006, wurden die Olympischen Winterspiele im italienischen Turin unter dem Motto „Passion lives here“ mit einem Hammerschlag eröffnet. Insgesamt nehmen etwa 2.500 Sportler aus 80 Nationen teil.

Das erste Bild war geprägt von der Farbe Rot und industriellen Bildern. „Rot“ steht für Leidenschaft und Feuer und sollte auch die Industriestadt Turin darstellen. Rote Rollschuhfahrer mit brennenden Helmen tauchten auch später immer wieder in der Choreografie auf. Sie sollten den feurigen olympischen Geist, der in Turin weht, symbolisieren. Das zweite Bild stellte die Alpen und die sieben Alpenländer vor. Nach diesen ersten Eindrücken zogen der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, und der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi in die Arena ein und wohnten der italienischen Flaggenhissung bei, während ein neunjähriges Mädchen die italienische Hymne „Fratelli d’Italia“ sang.

Brennende fünf Ringe

Das dritte Bühnenbild stellte ein doppeltes „X“ dar, was die römische Zahl für 20 ist. Des Weiteren wurde ein bewegliches Bildnis eines Skispringers durch die Darsteller geformt. Durch das vierte Bildnis zogen die olympischen Ringe durch kreisförmige Fahrstühle in das Stadion ein. Sie bildeten nach und nach das bekannte fünfringige Symbol der Olympischen Spiele.

Anders als bei bisherigen Eröffnungen zogen nun schon die Athleten unter den zuvor aufgebauten Ringen selbst ein. Bisher war dies auf das letzte Drittel geschoben worden. Man wollte aber bei dieser Eröffnung die Athleten in den Mittelpunkt stellen. Als erstes zog traditionell Griechenland ein. Die restlichen Nationen zogen alphabetisch geordnet nach der italienischen Namensschreibung ein, abgeschlossen durch das Gastgeberland Italien. Das deutsche Team wurde durch Kati Wilhelm, das liechtensteiner durch Jessica Walter, das österreichische durch Renate Götschl und das Schweizer durch Philipp Schoch angeführt. Abgeschlossen wurde der Einzug durch die italienischen Sportler. An deren Spitze schritt Carolina Kostner.

Der sechste Programmpunkt begann mit einem übergroßen Buch von Dante Alighieri und Zitaten daraus. Danach traten Fahnenschwenker in traditionellen Kostümen auf, welche zehn Fahnenschwenkern in weißer Kleidung wichen. Das Fahnenschwenkbild wurde durch ein Mädchen in einem historischen roten Kleid unterbrochen. Das läutete das siebte Bild ein, was höfische Szenen in Form eines Bankettes des 17. Jahrhunderts darstellte. Anschließend wurde die „Geburt der Venus“ dargestellt, bei welcher Eva Herzigová aus einer Muschel (nach dem historischen Bild von William Adolphe Bouguereau) geboren wurde. Danach ging die Darbietung in den Barock über, welcher durch ein Feuerwerk abgeschlossen wurde.

Nach dem Blick in die Geschichte versuchte man einen Blick in die Zukunft. Zu Technomusik tanzten mehrere Ballerinas und ein Balletttänzer. Das Ballet wurde durch Schauspieler abgelöst, die traditionelle Scheinkämpfe ausübten. Über allen stand der Balletttänzer, der einen menschlichen Roboter darstellte.

Danach bauten Mechaniker einen Formel-1-Wagen von Ferrari, welcher ein Ford-Werk in Turin besitzt, zusammen. Der Wagen (ohne Werbung) fuhr danach eine Runde im Stadion. Dieser rote Feuerstuhl kündigte die olympischen Traditionen ein. Valentino Castellani betrat das Podium und begrüßte die Sportler, den Präsidenten Ciampi sowie die Vertreter der Länder und die Zuschauer. Danach appellierte Jacques Rogge noch einmal an die Vorbildfunktion der Sportler und rief sie auf, auf unlautere Mittel zu verzichten. Nach den beiden Ansprachen eröffnete der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi die XX. Olympischen Spiele in Turin.

Zu der Musik von Aida von Giuseppe Verdi trugen acht Frauen die olympische Fahne ins Stadion und übergaben diese an Gardisten der alpinen Ehrengarde zur Hissung. Nach der olympischen Hymne wurde die Hymne zu den XX. Spielen gesungen. Nach den Hymnen sprach Giorgio Rocca den Olympischen Eid und Fabio Bianchetti den Eid der Kampfrichter.

Die Darbietungen waren von vielen schwebenden Tänzern durchsetzt, welche an Drahtseilen sich an verschiedenen Schauplätzen scheinbar fliegend zur Musik bewegten. Nach dem Regularienteil stellten Akrobaten den Frieden durch eine riesige menschliche Friedenstaube dar. Bereits UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte zuvor alle Teilnehmer dazu aufgefordert, den Olympischen Frieden einzuhalten. Yoko Ono verlas eine Friedensbotschaft auf Englisch und präsentierte danach „Imagine“ von ihrem bereits verstorbenen Mann John Lennon.

Nach dem Friedensaufruf betrat der Fackelträger Alberto Tomba das Stadion. Das Olympische Feuer wurde durch verschiedene ehemalige Sportasse durch das Stadion getragen, bis Stefania Belmondo das olympische Feuer entzündete. Das Feuer selbst wird nicht direkt von der Fackelträgerin entzündet, sondern durch ein Feuerwerk, das von der Mitte das Sportleroval symmetrisch umkreisend durch das ganze Stadion bis zur großen Fackel über dem Stadion läuft. Luciano Pavarotti sang nach der Entzündung des Feuers als Schlusspunkt die Arie Nessun Dorma aus Turandot, welche durch ein Feuerwerk über Turin beendet wurde.

Probleme wird während der Spiele wahrscheinlich die Infrastruktur machen. So sind Wege oft nicht gut ausgebaut, und einige Spielorte liegen 100 Kilometer entfernt oder sind nur durch schmale Straßen erreichbar. Die schwierige Verkehrslage wird durch die Sicherheitsvorkehrungen noch verstärkt. 15.000 Polizisten und Soldaten sind im Einsatz, und am Himmel patrouillieren Kampfjets. Für die dänischen Athleten gelten auf Grund des aktuellen Konflikts um die Mohammed-Karikaturen besonders strenge Sicherheitsvorkehrungen.

Die Eröffnungsfeier wurde durch das Fernsehen in über 200 Länder übertragen. Im Stadion waren 35.000 Zuschauer und 42 Regierungschefs anwesend.

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