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April 20, 2011

Tumulte auf der RWE-Hauptversammlung wegen Atomkurs des Unternehmens

Tumulte auf der RWE-Hauptversammlung wegen Atomkurs des Unternehmens

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Veröffentlicht: 19:25, 20. Apr. 2011 (CEST)
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Essen (Deutschland), 20.04.2011 – Rund 100 bis 200 Atomkraftgegner machten am heutigen Mittwoch ihrem Unmut über den Kurs des Energieversorgers RWE vor der Essener Grugahalle Luft. Mit Sprechchören wie „Ab-schal-ten“ und einem dichten Netz aus Wollfäden vor dem Zugang zum Versammlungsort wurden die Aktionäre empfangen, die zur Hauptversammlung des RWE-Konzerns nach Essen gekommen waren. Nur mit Hilfe von Polizisten gelang es den Aktionären, ins Innere der Halle zu gelangen. Die Versammlung begann daher mit einer Verspätung von einer halben Stunde. Erneut verteidigte der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann den Atomkurs des Unternehmens.

Der Vorstandsvorsitzende verteidigte in seiner Rede die Klage des Unternehmens gegen das Moratorium für Kernkraftwerke in Deutschland, das die deutsche Bundesregierung am 14. März beschlossen hatte. Der Mann an der Spitze des RWE-Konzerns argumentierte mit steigenden Strompreisen und der drohenden Schließung von Fabriken beispielsweise der energieintensiven Aluminiumindustrie in Deutschland durch einen übereilten Ausstieg aus der Kernenergie. Im übrigen seien die deutschen Kernenergiereaktoren sicher. „Die deutschen Kernkraftwerke erfüllen die geltenden Sicherheitsanforderungen. In jedem anderen Fall hätten sie bereits zuvor abgeschaltet werden müssen. Daran ändern die Ereignisse in Japan nichts“, erklärte Großmann an die Adresse der Bundesregierung. RWE gehören fünf der 17 Kernkraftwerke in Deutschland. Großmann betont, dass lediglich 20 Prozent des von dem Konzern produzierten Stroms auf Kernenergie beruhe.

Auch Aktionäre äußerten Kritik an der strikten Orientierung des Konzerns auf den weiteren Ausbau der Kernenergie. Christoph Hirt, Vertreter des internationalen Großinvestors Hermes, griff Großmann deswegen scharf an. Wegen des Unternehmenskurses, der sich stark auf die Kernenergie stütze, gehe der Konzern „große Risiken“ ein. Der Ruf des Konzerns stünde auf dem Spiel, fügte er hinzu. Auch Christoph Ohme vom Investor DWS warnte vor einer einseitigen Orientierung des Konzerns: „Man ist mit Vollgas in die Sackgasse gefahren und hat nun Probleme mit dem zu langen Bremsweg.“ Andere Aktionärsvertreter riefen Großmann dazu auf, die Klage gegen das Moratorium zurückzuziehen. Der Dachverband Kritischer Aktionäre kritisierte: „Ändern Sie ihren Pro-Atom-Kurs. Sonst fordern wir Sie auf: Treten Sie zurück.“

Wegen des Atom-Moratoriums rechnet der Konzern mit Verlusten von grob 30 Millionen Euro pro Block und Monat. Hinzu kommen Verluste durch die Brennelementesteuer in Höhe von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2010. Insgesamt rechnet der Konzern mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses gegenüber dem Vorjahr um ein Fünftel.

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Quellen

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April 1, 2011

Zwangsabschaltung von Biblis A: RWE verklagt das Land Hessen

Zwangsabschaltung von Biblis A: RWE verklagt das Land Hessen

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Veröffentlicht: 19:29, 1. Apr. 2011 (CEST)
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Biblis A – Kühltürme

Essen / Kassel (Deutschland), 01.04.2011 – Das könnte teuer werden. Der Energieversorger RWE, genauer: seine Tochtergesellschaft RWE Power, der unter anderem das Kernkraftwerk Biblis gehört, reichte heute vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel Klage gegen die von der hessischen Landesregierung angeordnete einstweilige Stilllegung des Kernkraftwerks Biblis A vom 18. März 2011 ein. Die Stilllegungsverfügung für Biblis A steht im Zusammenhang mit dem dreimonatigen Moratorium für veraltete Kernkraftwerke in Deutschland, das die deutsche Bundesregierung nach der Reaktorkatastrophe in dem japanischen Kernkraftwerk Fukushima I beschlossen hatte.

RWE begründet die Klage damit, dass nach seiner Rechtsauffassung „die Voraussetzungen der von der Bundesregierung herangezogenen Rechtsgrundlage für diese Maßnahme nach §19 des Atomgesetzes“ nicht vorlägen – so steht es in einer Presseerklärung des Unternehmens. Die geltenden Sicherheitsanforderungen würden erfüllt. Das Unternehmen erklärt außerdem, es unterstütze „die von der Bundesregierung beschlossene Sicherheitsüberprüfung aller seiner Kernkraftwerke“.

Die Mitbewerber im Strommarkt, die Unternehmen E.ON, dem die KKWs Isar 1 und Unterweser gehören, und Vattenfall (zurzeit keine Atommeiler am Netz), wollen dem Beispiel von RWE nicht folgen. Der baden-württembergische Energieversorger EnBW, dem das ebenfalls abgeschaltete Kernkraftwerk Neckarwestheim gehört, prüft noch den Bescheid vom 16. März[1], der im Zusammenhang mit dem Moratorium ergangen war.

Bei dem Reaktorblock Biblis A handelt es sich um den ältesten Atommeiler in Deutschland, der 1974 ans Netz gegangen war. Der Streitwert, um den es hier geht, lässt sich ermessen, wenn in Rechnung gestellt wird, dass mit einem Kraftwerk von der Größe von Biblis A nach groben Schätzungen eine Million Euro pro Tag verdient werden kann.

Die Regierung Merkel/Westerwelle hatte nach der Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima I ein Moratorium für die sieben ältesten Atommeiler in Deutschland beschlossen. Die erst im Herbst 2010 beschlossene Verlängerung der Laufzeiten für deutsche Kernkraftwerke war damit zunächst auf Eis gelegt worden. Bei der Zwangsabschaltung dieser Kernkraftwerke hatte sich die Bundesregierung auf das Atomgesetz (Paragraf 19, Absatz 3 des Atomgesetzes) berufen. Der Paragraf 19 ermöglicht staatliche Anordnungen zur Gefahrenabwehr, womit Gefahren für Leben, Gesundheit oder Sachgüter gemeint sind. Bundesumweltminister Norbert Röttgen hatte in diesem Zusammenhang von einer vorsorgenden Maßnahme gesprochen. Die Umsetzung des Moratoriums liegt jedoch bei den Bundesländern, die für die Kernkaftwerke in ihrem Zuständigkeitsbereich laut Atomgesetz die Aufsicht ausüben. Die rechtliche Position der schwarz-gelben Bundesregierung halten einige Juristen für angreifbar. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, sagte, er halte die Verfügungen des Landesregierungen zur Abschaltung der Kernkraftwerke für verfassungsrechtlich nicht haltbar. In einem Zeitungsinterview sagte Papier, die Bundesregierung habe „keine Rechtsgrundlage für das Moratorium“.

Mit einem Urteil werde „nicht innerhalb der nächsten Wochen“ gerechnet, heißt es in einer Erklärung des Gerichts.

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Quellen

Fußnoten

  1. Umweltministerium Baden-Württemberg: Moratorium: Kernkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg 1 müssen vom Netz gehen (16.03.2011)

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March 18, 2011

E.ON: Kernkraftwerk Unterweser vom Netz genommen

E.ON: Kernkraftwerk Unterweser vom Netz genommen

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Veröffentlicht: 22:22, 18. Mär. 2011 (CET)
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Kernkraftwerk Unterweser, Betreiber: E.ON

Essen / Stadland / Hannover (Deutschland), 18.03.2011 – Um 3:33 Uhr wurde am Freitag das Kernkraftwerk Unterweser nach Angaben des Betreibers E.ON vom Netz genommen. E.ON folgte damit einer Weisung des Niedersächsischen Umweltministeriums.

Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) hatte den Betreiber E.ON am Donnerstag dazu aufgefordert. E.ON hatte auf einer entsprechenden Weisung bestanden, einer vorhergegangenen Bitte der Landesregierung war E.ON nicht nachgekommen.

Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesregierung ein dreimonatiges Moratorium für den Betrieb älterer Kernkraftwerke in Deutschland einzuführen. In dieser Zeit sollen die Kernkraftwerksanlagen einer eingehenden Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden. E.ON betonte: „Die Anlage entspricht allen Anforderungen des strengen deutschen Atomrechts und hat in den zurückliegenden Betriebsjahren hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit bewiesen.“ Den angeordneten Überprüfungen werde man nachkommen.

Ebenfalls heute ging der älteste Atommeiler in der Bundesrepublik Deutschland, Biblis A, vom Netz. Betreiber RWE erklärte dazu: „Angesichts der Katastrophe in Fukushima ist es richtig, auch bei uns zu überprüfen, ob es aus den Ereignissen in Japan konkrete Hinweise gibt, wie wir unser hohes Sicherheitsniveau noch weiter ausbauen können.“

Biblis A ist seit 37 Jahren am Netz. Der Reaktorblock Biblis B, der zwei Jahre jünger ist, ist bereits seit dem 25. Februar des Jahres „revisionsbedingt“ abgeschaltet.

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Quellen

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January 13, 2011

Bundeskartellamt: Strompreise nicht manipuliert

Bundeskartellamt: Strompreise nicht manipuliert

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Veröffentlicht: 20:53, 13. Jan. 2011 (CET)
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Bonn (Deutschland), 13.01.2011 – Das Bundeskartellamt hat heute den Abschlussbericht seiner Untersuchung der Stromerzeugung und des Stromgroßhandels in den Jahren 2007 und 2008 vorgelegt. Demnach kann den großen Stromerzeugern kein wettbewerbswidriges Verhalten nachgewiesen werden. Die allgemeine Wettbewerbssituation sei jedoch durch die marktbeherrschende Stellung weniger Großunternehmen weiterhin unbefriedigend.

In der 2009 eingeleiteten Untersuchung wurde unter anderem nach Beweisen gesucht, ob die Großkonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW, die 80 Prozent des Marktes beherrschen, durch bewusste Zurückhaltung von Kraftwerkskapazitäten den Preis an der Strombörse systematisch nach oben getrieben haben. Dafür konnten keine Beweise gefunden werden. Allerdings sei es weiter geboten, die großen Stromerzeuger einer effektiven Aufsicht zu unterstellen.

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December 5, 2010

Deutschland: Gewerkschaften kündigen Warnstreiks gegen RWE an

Deutschland: Gewerkschaften kündigen Warnstreiks gegen RWE an

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Veröffentlicht: 17:56, 5. Dez. 2010 (CET)
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Berlin (Deutschland), 05.12.2010 – Bei den Tarifverhandlungen zwischen den Beschäftigten und dem Energiekonzern RWE stehen die Zeichen auf Streik. Die Tarifverhandlungen wurden am Donnerstag in der fünften Verhandlungsrunde ergebnislos von den Gewerkschaften abgebrochen. Die Gewerkschaften ver.di und IG BCE rufen die Beschäftigten noch vor Weihnachten zu Warnstreiks auf.

Der RWE-Konzern hatte zuletzt eine Anhebung der Löhne und Gehälter um drei Prozent mit einer Laufzeit von 14 Monaten ab Januar 2010 angeboten. Die Gewerkschaftsforderung lautete auf 6,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Verhandlungen betreffen 28.000 Mitarbeiter von RWE, die unter anderem bei den Kraftwerks-, Vertriebs- und Netztöchtern des Konzerns beschäftigt sind. Die ab der übernächsten Woche geplanten Streiks werden laut Verhandlungsführer Hans-Peter Lafos von der Gewerkschaft ver.di voraussichtlich vor allem Kraftwerke und den Tagebau betreffen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arbeit und Soziales in Deutschland
  • Portal:Tarifpolitik

Quellen

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October 28, 2010

Greenpeace besetzt das Dach der CDU-Zentrale: „Politik für Atomkonzerne“

Greenpeace besetzt das Dach der CDU-Zentrale: „Politik für Atomkonzerne“

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Veröffentlicht: 14:50, 28. Okt. 2010 (CEST)
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„Konrad-Adenauer-Haus“ in Berlin

Berlin (Deutschland), 28.10.2010 – An der Glasfassade der Berliner CDU-Zentrale prangt heute Morgen ein großformatiges Transparent der Umweltorganisation Greenpeace mit der Aufschrift: „CDU: Politik für Atomkonzerne“. Darunter ist ein Foto der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem RWE-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Großmann zu sehen. Beide halten Schnapsgläser in der Hand und prosten sich gegenseitig zu. Zwölf Greenpeace-Aktivisten, von der Bild-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe als „Atom-Chaoten“ beschimpft, hatten die Außenfassade des Konrad-Adenauer-Hauses erklommen und das Transparent dort befestigt.

Ein Greenpeace-Sprecher erklärte zu der Aktion: „Heute werden wir sehen, ob die CDU Politik für die Menschen in diesem Land oder für die vier Atomkonzerne macht.“ Der Vorwurf an die schwarz-gelbe Koalition lautet, sie betreibe Klientelpolitik für die vier großen Energiekonzerne RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall.

Die Aktion findet vor dem Hintergrund der Bundestagsdebatte statt. Der Bundestag soll heute über die von der CDU/CSU-FDP-Regierung beschlossene Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke entscheiden.

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Quellen

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March 19, 2010

RWE: Reaktorblock A des Kernkraftwerks Biblis geht wieder ans Netz

RWE: Reaktorblock A des Kernkraftwerks Biblis geht wieder ans Netz

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Veröffentlicht: 23:05, 19. Mär. 2010 (CET)
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Kernkraftwerk Biblis (Archivfoto)

Wiesbaden (Deutschland), 19.03.2010 – Der älteste Kernkraftreaktor Deutschlands, Biblis A, geht wieder ans Netz. Das hessische Umweltministerium als zuständige Behörde genehmigte das Wiederanfahren nach einer Revision durch den Betreiber, die RWE AG. Der Kraftwerksblock war seit Februar 2009 außer Betrieb.

Wie der Betreiber mitteilte, seien für 27 Millionen Euro Nachrüstungen und Modernisierungen durchgeführt worden. Dazu gehörten laut RWE „sicherheitsverbessernde[…] Maßnahmen […] ein Brennelementwechsel sowie über 1.200 Prüfungen und Inspektionen sicherheitstechnisch wichtiger Komponenten“.

Biblis A ist seit 1974 in Betrieb. Nach dem von der rot-grünen Bundesregierung ausgehandelten Atomausstiegsszenario sollte der Reaktorblock planmäßig Ende 2009 vom Netz gehen. Die amtierende schwarz-gelbe Bundesregierung will die Laufzeiten der in Deutschland betriebenen kerntechnischen Anlagen zur Energiegewinnung jedoch wieder verlängern. Eine Entscheidung dazu soll frühestens im Herbst fallen.

In einer Pressemitteilung protestierten die Grünen gegen die Entscheidung des hessischen Umweltministeriums. Die Vorsitzende der Partei, Claudia Roth, bezeichnete die Genehmigung zum Wiederanfahren des Reaktors als „weitere[n] Schritt auf einem atompolitischen Irrweg“. Und: „Auch die gefährlichsten Schrottreaktoren sollen weiter laufen und für ihre Betreiber riesige Extraprofite einfahren.“

Atomkraftgegner riefen zum 24. April zu einer „Großdemonstration mit Umzingelung des AKW Biblis“ auf. Zum Wiederanfahren von Biblis A erklärte ein Sprecher des Aktionsbündnisses, das die Demonstration vorbereitet: „Den Meiler wieder hochzufahren ist fahrlässig und spielt vorsätzlich mit dem Leben der Menschen im Rhein-Main-Ballungsraum.“ In Norddeutschland ist am 24. April eine Menschenkette zwischen den KKWs Krümmel bei Hamburg und Brunsbüttel (Landkreis Dithmarschen) geplant.

Der 26. April ist der 24. Jahrestag der Reaktor-Katastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl 1986.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Energiepolitik

Quellen

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January 9, 2010

Offshore-Windparks vor der britischen Küste mit einer Gesamtkapazität von 25.000 Megawatt geplant

Offshore-Windparks vor der britischen Küste mit einer Gesamtkapazität von 25.000 Megawatt geplant

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Veröffentlicht: 17:38, 9. Jan. 2010 (CET)
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Offshore-Windpark Thornton Bank

London (Vereinigtes Königreich), 09.01.2010 – Großbritannien will bis 2020 Windkraftanlagen im Offshore-Bereich mit einer Kapazität von 25.000 Megawatt bauen lassen. Die britische Liegenschaftsverwaltung hat dafür Flächen von insgesamt 8600 Quadratkilometern freigegeben. Zum Vergleich: Ostfriesland hat eine Gesamtfläche von 3144 Quadratkilometern[1]. Die Windparks sollen dann ein Viertel des Gesamtenergiebedarfs der windverwöhnten Insel liefern. Zurzeit liefern regenerative Energieträger wie Wind und Sonne erst zwei Prozent des Strombedarfs im Vereinigten Königreich. In Deutschland liegt der entsprechende Wert gegenwärtig bei 16 Prozent. Beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen haben deutsche Ingenieure vor allem Schwierigkeiten mit der Wassertiefe der Nordsee von rund 50 Metern.

Deutsche Energieversorger, E.ON und RWE, sowie ein Konsortium aus Siemens und Hochtief konnten die Ausschreibung für den Bau der britischen Offshore-Windparks für sich entscheiden. RWE zeichnet dabei allein für 4000 Megawatt verantwortlich.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Energiepolitik
  • Portal:E.ON

Quellen

Referenzen

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Ostfriesland

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June 11, 2009

Apcoa errichtet 20 Elektroauto-Tankstellen in Berliner Parkhäusern

Apcoa errichtet 20 Elektroauto-Tankstellen in Berliner Parkhäusern

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Veröffentlicht: 23:05, 11. Jun. 2009 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 11.06.2009 – Die Firma APCOA Autoparking GmbH, ein Betreiber von Parkhäusern, will in Berlin 20 Elektrotankstellen errichten. Die Ladestationen werden direkt an den Stellplätzen installiert, so dass der Kunde sein Fahrzeug während des Einkaufens wieder aufladen kann. Standorte sind unter anderem am Alexanderplatz und am Brandenburger Tor. Das Unternehmen arbeitet dabei mit den Firmen RWE und Daimler zusammen. Die 20 Stellplätze sind Teil des Projektes „e-mobility“, bei dem zurzeit in Berlin der Einsatz von 100 Elektro-Smarts getestet wird. Weitere Stationen dieser Art sind in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München geplant. Insgesamt bewirtschaftet das Unternehmen zurzeit rund 1,2 Millionen Einzelstellplätze an über 5.400 Standorten in 18 europäischen Ländern.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Elektroautos

Quellen

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September 1, 2008

Projekt „E-Mobility Berlin“: 500 Ladestationen für Elektroautos

Projekt „E-Mobility Berlin“: 500 Ladestationen für Elektroautos

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Veröffentlicht: 10:27, 1. Sep. 2008 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 01.09.2008 – In der deutschen Hauptstadt Berlin sollen 500 Ladestationen für Elektroautos entstehen. Das sieht ein Projektplan vor, der am 5. September im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin vorgestellt werden soll. Federführend sind die Daimler AG und RWE. Die Daimler AG wird ihre beiden Fahrzeugtypen Smart und A-Klasse ab dem Jahr 2010 auch als Elektroauto auf den Markt bringen. Mit dieser Aktion positionieren sich die beiden Firmen indirekt auch gegen das Projekt „Better Place“, bei dem zunächst in Israel und Dänemark ein Netz von speziellen Ladestation aufgebaut werden. Vorbild der Berliner Aktion ist London, wo sich bereits 1.600 Elektroautos in Betrieb befinden. In der deutschen Hauptstadt sollen zunächst 150 Smarts eingesetzt werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Elektroautos

Quellen

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