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November 26, 2015

US-Präsidentschaftskandidat hält an abenteuerlicher Pyramidentheorie fest

US-Präsidentschaftskandidat hält an abenteuerlicher Pyramidentheorie fest

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Veröffentlicht: 22:19, 30. Nov. 2015 (CET)
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Ben Carson 2015 in Washington

Waren die Pyramiden in Wahrheit gewaltige Getreidespeicher?

Darstellung der Legende von Joseph

Washington, D.C. (Vereinigte Staaten), 26.11.2015 – Der US-amerikanische Präsidentschaftskandidat Ben Carson vertritt eine abenteuerliche Theorie über die ägyptischen Pyramiden: nach seiner Überzeugung dienten diese als Getreidespeicher. Diese Theorie verkündete er bereits im Jahre 1998 und wiederholte sie vor kurzem gegenüber dem Nachrichtensender CBS. Bis 2013 war er der heute 64jährige Carson als Facharzt für Neurochirurgie tätig gewesen. Am 3. Mai 2015 hatte er seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2016 verkündet. Inzwischen nimmt er nach dem Hauptkonkurrenten Donald Trump den zweiten Platz bei den Umfragen ein.

Gemäß der Theorie von Carson seien die Pyramiden in Ägypten unter maßgeblicher Mitwirkung des jüdischen Stammvaters Joseph entstanden. Joseph deutete die Träume des ägyptischen Pharaos als Prophezeiung von bevorstehenden fetten und mageren Jahren und empfahl, für mageren Jahre entsprechende Vorräte anzulegen. Daher habe er nach Ansicht von Carson die Pyramiden bauen lassen. Carson ist der Ansicht, die Pyramiden seien als Grabmale überdimensioniert, weshalb dies nicht der ursprünglich Zweck gewesen sein könne. Die Geschichte von Joseph geht auf die biblischen Berichte im ersten Buchs Mose zurück, wobei dort allerdings keine Pyramiden beschrieben werden. Carson selbst bekennt sich zu den Siebenten-Tags-Adventisten, einer protestantische Freikirche, die im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten gegründet wurde und inzwischen rund 18 Millionen Mitglieder hat. In Deutschland zählen sich rund 35.000 Menschen zu dieser religiösen Gruppierung.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten

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October 29, 2013

Lauschangriff auf Kanzlerinnenhandy: „So geht es gar nicht“

Lauschangriff auf Kanzlerinnenhandy: „So geht es gar nicht“

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Veröffentlicht: 00:02, 29.10.2013 (CET)
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Berlin (Deutschland), 29.10.2013 – Am 24. Oktober war bekannt geworden, dass ein für die Kommunikation in der CDU vorgesehenes unverschlüsseltes Mobiltelefon Angela Merkels abgehört wurde. Als Operationsbasis für die Lauschangriffe soll möglicherweise die Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin am Pariser Platz genutzt worden sein. Nach Unterlagen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ standen das Handy der Kanzlerin und auch das ihres Vorgängers Gerhard Schröder seit dem Jahre 2002 auf einer Liste mit Aufklärungszielen des amerikanischen Geheimdienstes NSA.

Laut einem Bericht des Tagesspiegels soll US-Präsident Barack Obama sich telefonisch bei Merkel entschuldigt haben. Er habe dabei versichert, dass er den Lauschangriff gestoppt hätte, wenn er davon gewusst hätte. Dem widersprichen Recherchen des „Wall Street Journals“, nach denen Obama seit dem Sommer 2013 von den Abhörmaßnahmen der Kanzlerin und von 34 anderen internationalen Politikern gewusst haben soll, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner Online-Ausgabe berichtet. Obama soll darauf hin das Ende der Aktion persönlich angegeordnet haben. Einen Bericht der „Bild am Sonntag“ vom 27. Oktober 2013, wonach Obama bereits vor 2010 persönlich von NSA-Chef Keith Alexander über den Lauschangriff informiert worden sei, hat der Geheimdienst mittlerweile dementiert.

Merkel teilte dem Demokraten mit, die Spähaktion sei „inakzeptabel“. Der Verteidigungsminister Thomas de Maizière der Union sagte in der ARD: „So geht es gar nicht!“ Vor dem EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel bekräftigte die Kanzlerin: „Ausspähen unter Freunden – das geht gar nicht.“

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat wegen der Affäre den US-Botschafter John B. Emerson zu einem persönlichen Gespräch einbestellt, was einen ungewöhnlichen Vorgang im deutsch-amerikanischen Verhältnis darstellt. Die US-Regierung hat sich zunächst lange eines öffentlichen Kommentars enthalten.

Der Vorsitzende des parlamentarischen Kontrollgremiums, Thomas Oppermann (SPD), berief eine Sondersitzung am 24. Oktober ein, da „die Überwachungstätigkeit der NSA völlig aus dem Ruder gelaufen“ sei und „sich offenbar jenseits aller demokratischen Kontrolle“ befinde.

Am 28. Oktober hat das Weiße Haus die internen Ermittlungen bestätigt, allerdings ohne sich zu Einzelheiten zu äußern. Wie die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden, erklärte, sei die heutige Welt technisch stark miteinander verbunden, der Fluss von großen Datenmengen bisher einzigartig. „Aus diesem Grunde hat der Präsident uns beauftragt, unsere Überwachungskapazitäten zu überprüfen, auch bezüglich unserer engsten ausländischen Partner und Verbündeten“, wie Hayden erklärte. Unterdessen verteidigte der republikanische Politiker Peter King die Abhörprogramme amerikanischer Dienste im Ausland. „Wir machen das nicht zum Spaß“, erklärte er.

Die ARD meldet teilweise in Berufung auf eine Untersuchung des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, dass die US-Botschaft in Berlin eine Abhörzentrale für das Regierungsviertel auf dem Dach habe. Dies legten Wärmemessungen nahe, die auf elektronische Anlagen in einem Dachaufbau schließen ließen. Bestätigt werden derartige Annahmen bei der ARD von dem Geheimdienstexperten Jam Bamford, der angibt, eine Spezialeinheit mit dem Kürzel „SCS“ übernehme derartige Aufgaben in Botschaften weltweit. Diese Aussage wird laut Spiegel auch von dem Abhörspezialisten Edward Snowden unterstützt, der auf eine Zusammenarbeit von NSA und CIA in diesen Dingen hingewiesen hat.

Bundesinnenminister Friedrich sprach in einem Interview mit den Tagesthemen angesichts der neuesten Entwicklungen von einer „Grenzüberschreitung“ durch die USA, die deutsches Recht auf deutschem Boden brechen würden. Er sieht die Erkenntnisse als „glaubhaft“ an und kündigte eine Strafverfolgung der Verantwortlichen an, wenn sie sich denn ermitteln ließen.

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October 27, 2013

Ehemaliger Mitarbeiter von US-Präsident Bush enthüllt die wahren Gründe des Irakkriegs

Ehemaliger Mitarbeiter von US-Präsident Bush enthüllt die wahren Gründe des Irakkriegs

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Veröffentlicht: 14:02, 27.10.2013 (CET)
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G.W. Bush mit Vizepräsident Dick Cheney (2006)

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 27.10.2013 – Peter Baker, Chefkorrespondent der New York Times im Weißen Haus, bringt in einem neuen Buch erstaunliche Details über den Irak-Krieg. Der Titel des Buches lautet auf Deutsch etwa: „Tage des Feuers: Bush und Cheney im Weißen Haus“. Ein hochrangiger Mitarbeiter des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush wird mit den Worten zitiert, amerikanische Truppen seien in den Irak geschickt worden, weil die USA einen Krieg suchten. Weiter sagte der Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte, Afghanistan sei zu leicht gewesen.

Das Buch beschreibt auch die Differenzen zwischen Bush und Vizepräsident Dick Cheney, die in allen wichtigen Fragen bis zum Ende ihrer Amtszeit im Jahr 2009 gegensätzlicher Meinung gewesen seien. Karen Hughes, eine der engsten Vertrauten des Präsidenten, war besorgt und erklärte, es wäre ein Fehler, in den Krieg mit Irak zu gehen, und brachte ihre Bedenken vor. Vergeblich versuchte der Präsident, sie in einem Gespräch mit Außenministerin Condoleezza Rice zu beruhigen.

Peter Baker versucht, Dialoge zu rekonstruieren, um dem Leser die Meinungsverschiedenenheiten und Entscheidungsprozesse im Oval Office deutlich vor Augen zu führen. Er schreibt auch über den ehemaligen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, über L. Paul Bremer, den Chef der Koalitions-Übergangsverwaltung für den Irak, und den Stabschef der Armee, General George Casey, der außerdem von 2004 bis 2007 Kommandeur der Koalitionstruppen im Irak war. ABC news hat erste Auszüge aus dem Buch veröffentlicht.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Irak

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May 6, 2013

Erneuter Vorstoß: US-Präsident Obama will Guantanamo-Gefängnis schließen

Erneuter Vorstoß: US-Präsident Obama will Guantanamo-Gefängnis schließen

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Veröffentlicht: 21:44, 6. Mai 2013 (CEST)
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Ein Wachturm im Lager Guantanamo

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 06.05.2013 – Über 100 Insassen des US-Gefangenenlagers „Guantanamo Bay“ befinden sich im Hungerstreik, um gegen ihre Inhaftierung zu protestieren. Als Reaktion darauf forderte Barack Obama am Dienstag erneut, die Anlage zu schließen.

Obama sagte auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus, dass er eine Kommission einsetzen werde, um die Thematik noch einmal zu überprüfen. Danach wolle er noch einmal an den Kongress appellieren, das Lager, in dem 171 Terrorverdächtige festgehalten werden, zu schließen. „Es ist entscheidend für uns zu verstehen, dass Amerika auch ohne Guantanamo sicher ist“, so Obama. „Es ist teuer. Es ist ineffizient. Es ist rufschädigend für uns. Es erschwert die Kooperation mit unseren Partnern im Kampf gegen den Terror. Es ist ein Hilfsmittel zur Rekrutierung für Terroristen. Es muss geschlossen werden.“

40 Sanitätssoldaten der US-Navy wurden nach Guantanamo verlegt, um dem Hungerstreik, der am 6. Januar dieses Jahres begann, Herr zu werden. 21 Insassen werden zwangsernährt, fünf von ihnen befinden sich in einem Krankenhaus. „Ich möchte nicht, dass sie sterben“, sagte Obama.

Das Zentrum für Verfassungsrechte rief Obama auf, alle Insassen zu verlegen. Das dürfe er, ohne den Kongress zu fragen. „Er sollte seine Befugnisse nutzen und zunächst die 86 Männer verlegen, für deren Freilassung bereits grünes Licht gegeben wurde“, so das Zentrum mit Sitz in New York.

Die Frage nach mehr Details zu Obamas Plänen beantwortete die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden, so: Der Präsident „zieht eine Reihe von Möglichkeiten in Betracht, um die Anzahl der Häftlinge zu reduzieren“. Das inkludiere auch, „einen höheren Beamten im Außenministerium damit zu beauftragen, Möglichkeiten für die Heimkehr und Überführung von Gefangenen mit niedrigem Risiko zu erörtern“.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 05.05.2013, 10:43 Uhr (Version)

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Alle Artikel zum Gefangenenlager in Guantanamo
  • UN-Hochkommissarin für Menschenrechte: „Schließt Guantanamo Bay!“ (09.04.2013)

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April 9, 2013

UN-Hochkommissarin für Menschenrechte: „Schließt Guantanamo Bay!“

UN-Hochkommissarin für Menschenrechte: „Schließt Guantanamo Bay!“

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Veröffentlicht: 18:50, 9. Apr. 2013 (CEST))
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„Navi“ Pillay (2010)

New York (Vereinigte Staaten), 09.04.2013 – Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay, rief die Vereinigten Staaten am Freitag auf, das Gefangenenlager Guantanamo Bay in Kuba zu schließen. Das unbegrenzte Festhalten der Insassen ohne Gerichtsverhandlung verstoße gegen Internationales Recht.

„Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die USA nicht nur ihre eigenen Rechte verletzen, sondern auch internationale Gesetze und Standards“, erklärte Pillay. Pillay sagte, die Insassen des Lagers sollten sich vor einem zivilen Gericht verantworten, denn die Verhandlung vor einem Militärtribunal verstoße gegen internationale Standards für faire Prozesse. Nur neun der derzeit Inhaftierten werde oder wurde überhaupt der Prozess gemacht.

Gefangene bei ihrer Ankunft im Lager (Januar 2002)

Das Camp „Guantanamo Bay“ wurde im Januar 2002 von dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush eröffnet. Momentan sind 166 Häftlinge dort untergebracht. Seit letztem Monat befinden sich 31 Häftlinge im Hungerstreik. Wie ein Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums mitteilte, werden elf Personen zwangsernährt. Pillay sagte über die im Hungerstreik befindlichen Insassen: „Angesichts der Unsicherheit und Ängste, die mit der anhaltenden und unbegrenzt scheinenden Haft in Guantanamo einhergehen, ist es kaum überraschend, dass die Frustrationen der Menschen überkochen und sie zu solch verzweifelten Maßnahmen greifen.”

Präsident Barack Obama hatte die Schließung des Lagers versprochen, doch er scheiterte bislang. Die Vereinigten Staaten gaben bereits grünes Licht für den Transfer der Hälfte der verbliebenen Insassen in ihre Heimatländer beziehungsweise in Drittstaaten. Pillay drängt auf die Ausführung der Transfers: „Zunächst müssen diejenigen, die zur Freilassung freigegeben wurden freigelassen werden.“

Als Reaktion auf das Statement der Hochkommissarin verteidigte Lieutnant Colonel Todd Berasseale, ein Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums, das Camp. Gegenüber Reuters sagte er: „Wir werden die Häftlinge weiter nach dem international anerkannten Kriegsrecht behandeln. Alle, die sich dort in unserer Obhut befinden, werden menschlich behandelt. Behauptungen, in denen etwas anderes geschildert wird, werden sich bei näherem Hinsehen als unwahr erweisen.“

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 07.04.2013, 19:08 Uhr (Version)

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April 7, 2013

Washington: Kuba-Reise von US-Popstar Beyonce erhitzt die Gemüter

Washington: Kuba-Reise von US-Popstar Beyonce erhitzt die Gemüter

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Veröffentlicht: 15:10, 7. Apr. 2013 (CEST)
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Beyoncé Knowles (Photo 2011)

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 07.04.2013 – Die US-amerikanische Sängerin Beyonce und ihr Ehemann, der Rapper Jay-Z feierten ihren fünften Hochzeitstag und haben aus diesem Anlass Kuba besucht. US-Bürgern ist eine Reise nach Kuba wegen eines seit 1960 von Präsident Dwight D. Eisenhower verhängten Embargo nur mit einer Sondererlaubnis gestattet.

Abgeordnete der Republikanischen Partei stellten ein Anfrage bei Präsident Barack Obama, sie wollen wissen, warum dem Paar die touristische Reise trotz Embargo gestattet wurde. Die Abgeordneten Ileana Ros-Lehtinen und Mario Diaz-Balart aus Florida schrieben am Freitag an das Finanzministerium: „Kubas Tourismusindustrie ist unter Staatskontrolle, dafür ausgegebene US-Dollar unterstützen deswegen direkt die Maschinerie, die das kubanische Volk brutal unterdrückt“. Sie wollen wissen, welche Erlaubnis dem Jubiläumspaar erteilt worden ist. Die Reise eines US-Bürgers nach Kuba ohne Erlaubnis kann mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden.

Plaza Vieja in Havanna

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Kuba
  • Portal:Vereinigte Staaten

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December 23, 2012

Vereinigte Staaten: Waffenlobby will Schulen mit Waffen schützen

Vereinigte Staaten: Waffenlobby will Schulen mit Waffen schützen

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Veröffentlicht: 15:18, 23. Dez. 2012 (CET)
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Zentrale der NRA in Fairfax, Virginia

Wayne LaPierre (2011)

Fairfax (Virginia) (Vereinigte Staaten), 23.12.2012 – Die National Rifle Association (NRA) stößt mit ihrer Forderung nach Aufrüstung von Schulen mit Waffen auf herbe Kritik. NRA-Vizepräsident Wayne LaPierre war am Freitag eine Woche nach dem Amoklauf an der Grundschule von Newtown in Washington an die Öffentlichkeit gegangen: „Das einzige, was einen bösen Menschen mit einer Waffe aufhält, ist ein guter Mensch mit einer Waffe“.

Michael Bloomberg, der Bürgermeister von New York, warf dem Lobbyverband NRA eine „paranoide Vision eines noch gewalttätigeren Amerikas“ vor. Senator Frank Lautenberg aus New Jersey äusserte, der Verband liege weit entfernt von dem, was die Öffentlichkeit wolle. Die „New York Times“ fand noch deutlichere Wort zu den Äußerungen Waynes: sie seien „verlogen, wahnhaft“ und eine „fast verwirrte Hasstirade“.

Bei einem Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown hatte ein 20-Jähriger zwanzig Kinder sowie sechs Erwachsene erschossen. Auch seine Mutter, die Lehrerin an der Schule war, hatte er vorher zu Hause getötet. Danach erschoss er sich selbst. Bei der Tat, die großes Entsetzen hervorrief, hatte er zwei Handfeuerwaffen und ein Sturmgewehr benutzt. Seitdem ist die Diskussion über schärfere Waffengesetze in den Vereinigten Staaten wieder in Gang gekommen. US-Präsident Barack Obama, der an den Trauerfeierlichkeiten teilgenommen hatte, befürwortet eine Verschärfung der Bestimmungen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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November 21, 2012

Petraeus-Affäre weitet sich aus

Petraeus-Affäre weitet sich aus – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Petraeus-Affäre weitet sich aus

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Veröffentlicht: 00:34, 21. Nov. 2012 (CET)
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Washington D.C. / Tampa (Vereinigte Staaten), 21.11.2012 – Die Affäre um den zurückgetretenen CIA-Direktor David Petraeus weitet sich in den Vereinigten Staaten immer mehr aus. Der frühere General und Oberkommandierende der NATO-Schutztruppe in Afghanistan war zurückgetreten, nachdem öffentlich bekannt geworden war, dass er ein außereheliches Verhältnis mit seiner Biografin Paula Broadwell eingegangen war.

General David Petraeus und Paula Broadwell am 13. Juli 2011

Das FBI in Tampa, Florida, hatte gegen Broadwell ermittelt, nachdem eine Bekannte der Familie Petraeus, Jill Kelley, sich wegen belästigender E-Mails an einen mit ihr befreundeten FBI-Beamten gewandt hatte. Dieser ermittelte, dass hinter diesen E-Mails Paula Broadwell steckte. Die weiteren Ermittlungen des Beamten ergaben Beweise, das Broadwell und Petraeus eine Liebesbeziehung miteinander eingegangen waren. Mit den Fakten konfrontiert, ersuchte Petraeus den wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama, ihn von seinem Amt als Direktor der CIA zu entbinden.

Das FBI untersuchte nicht nur den PC Broadwells, auf dem einige als geheim klassifizierte Dokumente gefunden wurden, sondern auch den E-Mail-Verkehr von Jill Kelley und fand „in unangemessener Weise“ ausgetauschte E-Mails im Umfang von mehreren tausend Seiten zwischen ihr und Petraeus’ Nachfolger als Oberkommandierender der ISAF, General John R. Allen, der derzeit für den Posten des NATO-Oberbefehlshaber für Europa (SACEUR) im Gespräch ist. Es ist derzeit unklar, ob und in welchem Umfang Geheimnisse verraten wurden.

Des Weiteren fand die Presse heraus, dass beide Generäle, Petraeus und Allen, im September in einem Sorgerechtsstreit zugunsten von Natalie Khawam, der Zwillingsschwester von Jill Kelley, Schriftstücke eingereicht hatten. Sowohl Petraeus als auch Allen äußern sich in ihren Eingaben dazu, dass sie Khawam während ihrer Dienstzeit auf der MacDill Air Force Base in Tampa kennengelernt haben und den Eindruck gewonnen hatten, dass Khawam eine fürsorgende Mutter sei. In einem früheren Verfahren im Jahr 2011 entschied der Richter unter anderem wegen „extremer persönlicher Defizite auf den Gebieten der Ehrlichkeit und Integrität“ zugunsten eines alleinigen Sorgerechtes des Ehemanns Grayson Wolfe. Dieser war während der Regierung von George W. Bush unter anderem mit den Wiederaufbaubemühungen bei der Export-Import-Bank in der irakischen Hauptstadt Bagdad betraut. Laut den Angaben in Linkedin ist Wolfe Mitbegründer des Unternehmens „Akkadian Private Ventures“ in Washington D.C., doch konnte ein Reporter von Reuters an der angegeben Adresse lediglich ein von Unbeteiligten bewohntes Wohnhaus ausfindig machen.

Medienberichten zufolge sind die beiden Schwestern, die der republikanischen Partei nahestehen sollen, hochverschuldet. Aus öffentlich zugängigen Gerichtsakten gehe hervor, so meldete die britische Tageszeitung „The Daily Telegraph“, dass Jill und Scott Kelley auf unbezahlten Hypotheken und Kreditkartenrechnungen in Höhe von rund vier Millionen Dollar verklagt wurden. Diese Fälle sind noch nicht entschieden. Natalie Khawam, die bei den Kelleys wohnt, hatte sich früher in diesem Jahr mit einer Schuldensumme von 3,6 Millionen US-Dollar bankrott erklärt. Außerdem schuldet Khawam 100.000 Dollar Gerichtsgebühren in Maryland und ist verwickelt in juristische Querelen mit ihrem früheren Arbeitgeber, dem in Tampa praktizierenden Anwalt Barry Cohen. Dieser beschuldigt sie, in ihrer Bankrotterklärung Vermögenswerte, wie einen Diamantring, Nerzpelze und Rolexuhren weggelassen zu haben. Khawam wirft Cohen vor, gegen ihren Arbeitsvertrag verstoßen und nichts wegen ihrer Beschwerde aufgrund sexueller Belästigung unternommen zu haben. Trotz ihres finanziellen Engpasses haben sich die Kelleys prominenten Beistand verschafft. Ihr Rechtsanwalt ist Abbe Lowell, der bereits den Lobbyisten Jack Abramoff und den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John Edwards vertreten hatte, und als Krisenberaterin holte sich das Ehepaar Judy Smith, die bereits Monica Lewinsky und Kobe Bryant beraten hatte.

Inzwischen wurden auch weitere Fakten über den Ablauf bekannt. Der mit Kelley bekannte FBI-Agent Frederick W. Humphries soll laut New York Times im Laufe der Ermittlungen das Gefühl gewonnen haben, diese würden behindert, um Präsident Barack Obama zu schützen und dessen Wiederwahl nicht zu gefährden. Der FBI-Agent schaltete daraufhin – so die bisherigen Ermittlungen – den republikanischen Kongressabgeordneten Dave Reichert aus dem Bundesstaat Washington ein. Dieser informierte den Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus und somit formal zweiten Mann der Republikanischen Partei, Eric Cantor.

Cantors Büro intervenierte daraufhin bereits am 31. Oktober bei FBI-Direktor Robert Mueller. Petraeus’ Vorgesetzter James R. Clapper, der Direktor der Nationalen Geheimdienste, wurde am Wahltag, dem 6. November, über die Angelegenheit informiert. Er rief am Wahlabend Petraeus an und legte ihm den Rücktritt nahe. Am Tag nach der Wahl informierte Clapper das Weiße Haus. Präsident Obama erfuhr einen Tag später, am 8. November, von den Erkenntnissen des FBIs und bestellte Petraeus ein. Dieser bat ihn bei dem Treffen um seinen Rücktritt, dem Obama am folgenden Tag stattgab.

The Wall Street Journal berichtete unterdessen, dass der mit Kelley befreundete FBI-Agent Humphries inzwischen vom Dienst suspendiert wurde, weil eine zu enge Verknüpfung mit Kelley vermutet wurde. Die Zeitung will herausgefunden haben, dass der FBI-Agent Bilder von sich mit nacktem Oberkörper an Kelley geschickt habe. Die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Senats, die demokratische Senatorin Dianne Feinstein aus Kalifornien, kritisierte derweil, dass sie nicht über die Ermittlungen des FBIs gegen den CIA-Direktor informiert worden sei. Laut Gesetz ist das FBI verpflichtet, die Ausschussvorsitzende über Ermittlungen auf dem Laufenden zu halten, welche von wesentlicher Bedeutung für die nationalen Geheimdienste sind.

Am 16. November sagte David Petraeus vor den Geheimdienstausschüssen von Kongress und Repräsentantenhaus aus. Er wurde zu dem Terroranschlag auf das US-amerikanische Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi befragt. Bei dem Anschlag waren der amerikanische Botschafter Chris Stevens und drei weitere Amerikaner – darunter auch Angehörige der CIA – ermordet worden. Der CIA und dem Außenministerium der Vereinigten Staaten wird von republikanischen Angehörigen des Kongresses vorgeworfen, zunächst die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Hintergründe getäuscht zu haben. So habe man die Tat zuerst als spontane Reaktion auf ein Mohammed-Schmähvideo hingestellt, das in das Internetportal Youtube eingestellt worden war.

Zunächst war gemutmaßt worden, Petraeus habe sein Verhältnis öffentlich gemacht und sei unter diesem Vorwand zurückgetreten, um nicht vor dem Kongress aussagen zu müssen. In der Kritik steht wegen Äußerungen zum Anschlag in Bengasi auch Susan E. Rice, die als mögliche Nachfolgerin für Hillary Clinton im Gespräch ist. Clinton hatte bereits vor einigen Monaten bekanntgegeben, im Falle der Wiederwahl Obamas in der zweiten Amtsperiode nicht mehr für das Amt zur Verfügung zu stehen.

Laut Anthony Romero, dem Direktor der Bürgerrechtsorganisation ACLU, sollte jedoch nicht das persönliche Verhalten der Generäle Petraeus und Allen untersucht werden, wie dieser gegenüber der „New York Times“ sagte, „sondern welche Methoden der Überwachung das FBI angewandt hat, um in ihre Privatleben zu schauen“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Petraeus-Affäre“.

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October 16, 2012

Al-Qaida ruft Muslime zu weiteren Protesten gegen Mohammed-Film auf

Al-Qaida ruft Muslime zu weiteren Protesten gegen Mohammed-Film auf

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Veröffentlicht: 22:45, 16. Okt. 2012 (CEST)
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Kairo (Ägypten), 16.10.2012 – Der in den Vereinigten Staaten gedrehte Mohammed-Film hatte weltweit Schlagzeilen gemacht und wurde sehr stark kritisiert. Die ganze muslimische Welt war in Aufruhr und es kam zu gewalttätigen Demonstrationen. Im Sudan wurde vor einem Monat die deutsche Botschaft von aufgebrachten Muslimen gestürmt. Nun rief der Chef der al-Qaida, Aiman az-Zawahiri, alle Muslime zu neuen Protesten auf.

Am vergangenen Freitag erklärte Zawahiri auf islamistischen Internetseiten, alle Muslime sollten sich vor den Botschaften der USA versammeln. Laut dem al-Qaida-Chef wurde der Film von den USA im Namen der Freiheit erlaubt, welche jedoch selbst diese Freiheit in Guantanamo, im Irak und in Afghanistan missachten. Dies soll beweisen, dass ein „zionistischer Kreuzzug“ gegen die Muslime von Seiten der USA geführt wird.

Die Regierung der USA bezeichnete den Film als verwerflich, ein Verbot des Films wurde aber aufgrund der in der Verfassung garantierten Meinungsfreiheit nicht erhoben.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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September 12, 2012

Kairo und Benghasi: US-Botschaft durch Islamisten gestürmt – Vier Botschaftsangehörige getötet

Kairo und Benghasi: US-Botschaft durch Islamisten gestürmt – Vier Botschaftsangehörige getötet

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Veröffentlicht: 21:04, 12. Sep. 2012 (CEST)
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Der getötete Botschafter Christopher Stevens

Bengasi (Libyen) / Kairo (Ägypten), 12.09.2012 – Ein islamkritischer Filmtrailer löste Angriffe auf die US-Botschaften in Kairo und im libyschen Benghasi aus. In Bengasi wurde der Wagen des Botschafters beim Verlassen des Gebäudes mit Panzerabwehrwaffen und Sturmgewehren angegriffen. So wurde der Versuch der Diplomaten sich in Sicherheit zu bringen vereitelt.

Der Botschafter der Vereinigten Staaten in Libyen, Christopher Stevens und drei seiner Mitarbeiter wurden von den Islamisten getötet. Steven hatte sich zu einem Besuch in der Stadt Benghasi aufgehalten. Die Namen von zwei weiteren Opfern wurden noch nicht bekannt gegeben, da ihre Angehörigen noch nicht informiert waren. Bei dem weiteren Toten handelt es sich um den Informatiker Sean Smith. Zur Evakuierung der Botschaft hatte man sich entschlossen, nachdem sie von Islamisten beschossen und in Brand gesetzt wurde. Medien berichteten, dass die US-Regierung 200 Soldaten des United States Marine Corps nach Libyen zum Schutz von Diplomaten entsandt hat. Weitere Anschläge, auch in anderen Staaten wie Algerien und Tunesien, werden befürchtet. US-Außenministerin Hillary Clinton äußerte sich besorgt, sie befürchtet ebenfalls, dass die Proteste auf andere Länder übergreifen könnten.

Der Präsident der libyschen Nationalversammlung Mohammed Magarief sagte in einer Erklärung: „Wir entschuldigen uns bei den USA, dem Volk und bei der ganzen Welt für das, was geschehen ist“.

Der Titel des Filmes, der die Übergriffe auslöste, lautet „Innocence of Muslims“ („Unschuld der Muslime“). Die Ausschnitte daraus waren auf YouTube veröffentlichten worden. Der Prophet wird in dem Streifen als Trottel und Weiberheld dargestellt. Im Islam ist die Darstellung des Propheten Mohammed verboten. Der Film ist mit einfachen Mitteln hergestellt. Produzent und Regisseur Sam Bacile ist untergetaucht. Bacile gibt an, israelischer Jude zu sein und Geld mit Immobiliengeschäften zu verdienen. Zum Film sagte er, dieser würde zeigen, wie koptische Christen in Ägypten unterdrückt würden.

In Kairo rissen Islamisten die US-Flagge vom Gebäude der Botschaft. An die Wand sprühten sie „11. September“, das Datum der Anschläge auf den World Trade Center, für die Osama bin Laden verantwortlich gemacht wird.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Terrorismus

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