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May 19, 2008

ASEAN: Myanmar will ausländische Hilfe begrenzt zulassen

ASEAN: Myanmar will ausländische Hilfe begrenzt zulassen

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Veröffentlicht: 23:46, 19. Mai 2008 (CEST)
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Die ASEAN-Staaten

Singapur, 19.05.2008 – Bei einem Krisengipfel der Außenminister der ASEAN-Staaten in Singapur, an dem auch der Außenminister der Militärjunta in Myanmar, Nyan Win, teilnahm, erklärte sich die Regierung Myanmars bereit, ausländische Hilfe für die durch den Zyklon „Nargis“ obdachlos gewordenen und verletzten Menschen in gewissem Umfang zuzulassen. Die Zusage gilt jedoch nur für Helfer aus ASEAN-Staaten. Wie weiter bekannt wurde, will die ASEAN etwa 300 vorwiegend medizinische Helfer in die von dem Tropensturm verwüsteten Regionen Myanmars entsenden. Die ASEAN will eng mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten. Wie der Außenminister Singapurs, George Yeo, mitteilte, werde Myanmar nur solche Hilfe akzeptieren, die nicht politisch missbraucht werde. Einen „unkontrollierten Zugang ausländischer Helfer“ nach Myanmar lehnt die Regierung des Landes ab, so Yeo.

Inzwischen erhielt ein 50-köpfiges chinesisches Ärzteteam eine Einreiseerlaubnis nach Myanmar. Wie ein staatlicher Fernsehsender in Myanmar berichtete, sei das Team mit 32 Tonnen Lebensmitteln, Wasser und Medizin am Sonntag in Myanmar eingetroffen. Am Freitag waren bereits 80 Mediziner aus Thailand und Indien nach Myanmar eingereist. Ein französisches und ein US-amerikanisches Schiff mit Hilfsgütern liegen jedoch nach wie vor in den Gewässern vor Myanmar und warteten bisher vergeblich auf eine Genehmigung zur Löschung ihrer Ladung. Die Weigerung der Militärregierung ausländische Helfer ins Land zu lassen, bezeichnete der französische Außenminister Bernard Kouchner als „unterlassene Hilfeleistung“.

Wie der Außenminister Singapurs weiter mitteilte, schätzt die ASEAN den entstandenen ökonomischen Schaden in Myanmar, der durch den Zyklon vom 2. und 3. Mai angerichtet wurde, auf 10 Milliarden US-Dollar. Die ASEAN kündigte für den kommenden Sonntag eine internationale Geberkonferenz in Rangun an. Dabei soll die Hilfe für Myanmar koordiniert werden.

Wie aus UNO-Kreisen verlautete, wird UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Mittwoch in Myanmar eintreffen. Ziel der Reise sei es, „die Geschwindigkeit der Hilfsarbeiten zu beschleunigen“, sagte eine Sprecherin Bans. Bisher war es dem Generalsekretär der Vereinten Nationen nicht gelungen, direkt mit Vertretern der Militärregierung in Myanmar zu sprechen.

Nach Angaben des Staatenbündnisses wurden durch den Sturm und die sich anschließenden Überschwemmungen insgesamt 134.000 Menschen getötet oder gelten als vermisst. Weitere zweieinhalb Millionen Menschen leben unter schwierigsten Bedingungen ohne Trinkwasser, ohne Schutz vor der Witterung, ohne Essen und medizinische Hilfe.

Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) wurden durch die bisher gewährte Hilfe lediglich etwa 250.000 Menschen erreicht.

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November 20, 2007

Verhältnis zu Myanmar überschattet ASEAN-Gipfel

Verhältnis zu Myanmar überschattet ASEAN-Gipfel

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Veröffentlicht: 23:44, 20. Nov. 2007 (CET)
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Die ASEAN-Staaten

Singapur, 20.11.2007 – Auf ihrem Gipfeltreffen in Singapur unterzeichneten die zehn Mitgliedsländer der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (ASEAN) heute eine Charta, die die Mitgliedsstaaten auf „eine rechtstaatliche Ordnung, gute Regierungsführung, die Prinzipien der Demokratie und eine verfassungsmäßige Herrschaft“ verpflichtet und die Einrichtung einer Menschenrechtsbehörde vorsieht. Außerdem wurde vereinbart, im südostasiatischen Raum einen Binnenmarkt nach dem Vorbild der Europäischen Union zu schaffen. Bis 2015 sollen die Zollschranken zwischen den Mitgliedsländern beseitigt werden.

Das verabschiedete Dokument muss nun in den ASEAN-Mitgliedsstaaten ratifiziert werden, bevor es in Kraft treten kann. Kritiker werfen der ASEAN vor, das Dokument sei eine unverbindliche Absichtserklärung ohne jede Möglichkeit, die Erreichung der verabredeten Ziele zu kontrollieren. Tatsächlich kann sich die Militärjunta Myanmars auf das ebenfalls in der Charta verankerte Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Mitgliedsstaaten berufen. So hatte das Land, das seit Jahrzehnten die im Land vorhandene politische Opposition gewaltsam unterdrückt und ethnische Minderheiten verfolgt, keine Bedenken, die Charta zu unterzeichnen. Myanmar war auf der Konferenz durch seinen Ministerpräsidenten Thein Sein vertreten, der Beobachtern der Konferenz zufolge regungslos an der Zeremonie zur Unterzeichnung der Charta im Luxushotel Shangri La teilnahm. Erstunterzeichner war Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong, der Gastgeber des 13. ASEAN-Gipfels ist. Die übrigen Unterzeichnerstaaten erfüllen ebenso wie Myanmar in den Augen westlicher Beobachter kaum die in der Charta festgelegten Maßstäbe einer rechtsstaatlichen Ordnung. So gehören Vietnam, Laos und Kambodscha zu den Unterzeichnerstaaten, in denen eine Ein-Parteien-Diktatur das öffentliche Leben bestimmt. Thailand setzte im Jahr 2006 seinen gewählten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra durch einen Militärputsch ab. In Brunei herrscht ein absoluter Monarch.

Die festliche Stimmung bei der Unterzeichnung der Charta wurde lediglich durch die Ankündigung der philippinischen Präsidentin Gloria Arroyo getrübt, die sich in ihrem eigenen Land mit Manipulationsvorwürfen wegen ihrer Wiederwahl im Mai 2004 konfrontiert sieht, die Charta nicht zu ratifizieren, sollte sich Myanmar weiterhin weigern, die Unterdrückung der politischen Opposition zu beenden. Sie forderte die Machthaber Myanmars dazu auf, die unter Hausarrest stehende Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi freizulassen.

Die ASEAN steht seit dem gewaltsamen Vorgehen der Militärregierung von Myanmar gegen die von Mönchen angeführten friedlichen Proteste im September unter starkem internationalen Druck, etwas gegen die fortwährenden Verstöße gegen politische Grundrechte in Myanmar zu unternehmen. Die Vereinigten Staaten haben angekündigt, kein Freihandelsabkommen mit den ASEAN-Staaten zu unterzeichnen, solange keine Schritte gegen die Zustände in Myanmar unternommen würden.

Die Leitung des 13. Gipfeltreffens hatte mit der Ausladung des UN-Gesandten Ibrahim Gambari, der auf der Versammlung zur Situation in Myanmar sprechen wollte, die UNO brüskiert. Die Ausladung des UN-Gesandten war auf Druck Myanmars zustande gekommen, das sich auf das Prinzip der Nichteinmischung berief und die Menschenrechtsproblematik im Land zu seiner inneren Angelegenheit erklärt hatte.

Die ASEAN-Staaten zielen mit den Vereinbarungen des heutigen Gipfels vor allem auf die Erhöhung ihres eigenen wirtschaftlichen Gewichts ab. Bisher macht der zwischenstaatliche Handel lediglich um die 20 Prozent des Gesamthandels dieser Staaten aus. Zum Vergleich: in der EU beträgt der zwischenstaatliche Handel 60 Prozent des Gesamtvolumens. Der Wirtschaftsraum der ASEAN umfasst rund 570 Millionen Menschen und stellt damit ein Gegengewicht zu China dar, das – gemessen an der Einwohnerzahl – etwa doppelt so groß ist. Für die ehrgeizigen wirtschaftlichen Ziele des Staatenbündnisses ist Myanmar unverzichtbar, da es über große Energieressourcen und über strategisch bedeutsame Zugänge zum Indischen Ozean verfügt. Ein Ausschluss Myanmars aus dem Staatenbund, wie es der US-Senat in einer Resolution am vergangenen Freitag gefordert hatte, gilt daher als unwahrscheinlich.

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November 19, 2007

ASEAN-Gipfel in Singapur lädt Gambari aus

ASEAN-Gipfel in Singapur lädt Gambari aus

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Veröffentlicht: 23:54, 19. Nov. 2007 (CET)
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Singapur, 19.11.2007 – Das 13. Gipfeltreffen der ASEAN-Staaten, das am Sonntag in Singapur begann, wird von internationalen Beobachtern vor allem deshalb aufmerksam verfolgt, weil von dem südostasiatischen Staatenbündnis eine Einflussnahme auf die Entwicklung in seinem Mitgliedsstaat Myanmar erwartet wird. So verabschiedete der US-Senat am vergangenen Freitag eine Resolution, in der der Ausschluss Myanmars aus der ASEAN gefordert wird. Angesichts der gewaltsamen Niederschlagung der friedlichen Proteste in Myanmar im September hatte die ASEAN entgegen ihrer Gewohnheit der Nichteinmischung die Militärführung des Landes zur Mäßigung aufgerufen. Jahrelang hatten die Nachbarstaaten zu den Vorgängen in Myanmar, die neben der Unterdrückung einer politischen Opposition auch die Verfolgung von Minderheiten einschließt, geschwiegen. Selbstkritisch gestand George Yeo, Außenminister von Singapur, das als Fehler ein: „Diesmal konnten wir nicht anders. Die Ehre der Familie stand auf dem Spiel. Das Volk Myanmars hätte es uns nie verziehen, wenn wir auch diesmal geschwiegen hätten.“

Internationale Beobachter erwarten jedoch auch von dem diesjährigen Gipfel keine einschneidenden Maßnahmen gegen Myanmar, das seit 1996 dem Staatenbündnis angehört. Zeichen der zwiespältigen Haltung der ASEAN gegenüber Myanmar, ehemals Birma, ist die Tatsache, dass der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen, Ibrahim Gambari, keine Einladung zu dem Gipfel in Singapur erhielt. Gambari wollte am Mittwoch vor dem Gipfel über seine Gespräche mit der Junta Myanmars berichten, wogegen die Militärjunta Einspruch erhoben hatte. Gambari hatte sich für die Freilassung von politischen Gefangenen in Myanmar eingesetzt. Vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte Gambari die Militärjunta wegen ihres Vorgehens gegen die Demonstranten scharf kritisiert (Wikinews berichtete). Abgelehnt wurde auch die Forderung des US-Senats vom Freitag nach einem Ausschluss Myanmars aus der ASEAN. Asean-Generalsekretär Ong Keng Yong sprach sich für eine Fortsetzung der Politik des Dialoges mit der Führung in Myanmar aus.

Auf der Tagesordnung der ASEAN steht die Verabschiedung einer Charta, auf die sich die Mitgliedsstaaten – nach dem Vorbild der EU-Verfassung, allerdings in verkürzter Form – geeinigt haben. Die Charta sieht die Schaffung eines Menschenrechtsamtes vor. Andererseits wird darin auch das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Mitgliedsstaaten als Grundsatz festgeschrieben. Die Regierung Myanmars hat bereits ihre Unterstützung für die neue Charta zugesagt.

Unterdessen setzt die Militärregierung Myanmars ihre Politik des Dialoges mit der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin in Myanmar, Aung San Suu Kyi, fort. Medien berichten, Suu Kyi sei heute zu einem Treffen mit Arbeitsminister Aung Kyi, der als Verbindungsmann mit der Junta fungiert, mit einem Wagen zum Gästehaus der Regierung abgeholt worden und nach einer Stunde zurückgekehrt. Beobachter vermuten, diese Politik des begrenzten Dialoges solle dazu dienen, die Mitglieder der ASEAN-Staaten zu beschwichtigen und von Sanktionen gegen Myanmar abzuhalten.

Die Europäische Union erließ heute weitere Einreisebeschränkungen für die Junta-Mitglieder und Wirtschaftssanktionen gegen Myanmar.

Neben Menschenrechtsorganisationen setzen sich inzwischen auch Juweliere für einen Boykott des Imports von Rubinen aus Myanmar ein. 90 Prozent des Weltmarktangebots an Rubinen stammen aus Myanmar. Der Direktor des Programms Wirtschaft und Menschenrechte von Human Rights Watch, Arvind Ganesan, sagte: „Der Handel mit birmanischen Edelsteinen stützt die Militärmachthaber, während sie zur gleichen Zeit schwere Menschenrechtsverstöße begehen, die Menschen weiter in die Armut treiben, und Rufe nach politischer Versöhnung ignorieren.“ Große Schmuckhersteller, wie Tiffany, Cartier und Bulgari boykottieren inzwischen Rubine aus Myanmar. Der US-amerikanische Branchenverband „Jewellers of America“, der 11.000 Juweliergeschäfte vertritt, forderte den US-Kongress auf, Sanktionen gegen Myanmar zu beschließen. Prominente Unterstützung für diese Forderung erhielt die Vereinigung von der Gattin des amtierenden US-Präsidenten, Laura Bush. „Jeder Stein aus Burma hält ein illegales Unterdrückungsregime am Leben“, ließ sie am Freitag in Washington erklären. Neben Rubinen exportiert Myanmar auch Saphire, Jade und Perlen, vor allem in die EU, Japan und die Vereinigten Staaten.

Bisherige Boykottaufrufe zeigten wenig Wirkung. Am vergangenen Mittwoch kamen 1.500 Händler aus über 20 Ländern nach Rangun, der größten Stadt Myanmars, um an einer Edelstein-Auktion teilzunehmen. Viele Edelsteine, vor allem Rubine, gelangen allerdings auch über Umwege in den internationalen Handel. Schmuggler bringen sie über die thailändische Grenze, wo sie weiterverarbeitet werden. Die Gewinnspanne der Juwelenhändler mit diesen Steinen ist enorm. Während die roten Steine im Ursprungsland für ein paar Dollar den Besitzer wechseln, erzielen sie in den Auslagen der Juweliergeschäfte der reichen Industrieländer des Westens und Japans teilweise Preise von mehreren tausend Dollar. Die staatliche Handelsgesellschaft Myanmars, die Myanmar Gem Enterprise, machte nach Angaben von Human Rights Watch im letzten Jahr einen Umsatz von 300 Millionen US-Dollar.

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February 24, 2007

Japanischer Spionagesatellit ins Weltall geschossen

Japanischer Spionagesatellit ins Weltall geschossen

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Artikelstatus: Fertig 19:57, 24. Feb. 2007 (CET)
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Tanegashima (Japan), 24.02.2007 – Mehrere Nachrichtenagenturen berichteten heute über den Start einer Rakete vom Typ N-2A vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima. Er erfolgte um 1:41 Uhr Ortszeit. Ziel der Mission: Das Aussetzen zweier Spionagesatelliten in die Erdumlaufbahn.

Einer der beiden Satelliten vervollständigt ein aus vier japanischen Aufklärungssatelliten bestehendes System, dessen Bestimmung hauptsächlich die Beobachtung Nordkoreas ist. Im Prinzip sei es jedoch möglich, mit Hilfe der Satelliten jeden Punkt der Erde einmal am Tag zu überwachen, so eine Sprecherin der japanischen Weltraumbehörde Jaxa. Das Programm zur Satellitenaufklärung mit der aktuellen Serie begann 2003, als zwei Satelliten im Weltall ausgesetzt wurden. Der dritte Satellit der Vierergruppe war 2006 ins All transportiert worden.

Die Satelliten arbeiten jeweils paarweise zusammen, wobei einer als Sende- und der andere als Beobachtungssatellit dient. Die Satellitenpaare bewegen sich auf verschiedenen Umlaufbahnen, die sich über den beiden Polen jeweils schneiden. Ihre Bildauflösung liegt bei Objekten von einem Meter Größe.

Es ist geplant, die jetzigen vier Aufklärungssatelliten im Laufe der nächsten vier Jahre durch modernere Modelle mit höherer Auflösung zu ersetzen. Bei dem einen der heute gestarteten Satelliten soll es sich der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti zufolge um ein Erprobungsmodell handeln, das Beobachtungszwecken dient und mit einer Radaranlage ausgerüstet ist.

Das japanische Programm zur militärischen Satellitenaufklärung wurde 1998 beschlossen, als Nordkorea eine Rakete abschoss, die bei ihrem Testflug auch Japan überflog.

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  • Portal:Militär
  • Portal:Japan

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June 2, 2006

China unterbindet illegale Holzimporte aus Myanmar

China unterbindet illegale Holzimporte aus Myanmar

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Artikelstatus: Fertig 22:04, 2. Jun. 2006 (CEST)
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Peking (Volksrepublik China), 02.06.2006 – China schließt die Grenze zu Myanmar für illegale Holzimporte aus dem Nachbarland. Das geht aus einer Presseerklärung der Nichtregierungsorganisation (NGO) Global Witness vom 30. Mai hervor.

Chinesische Arbeiter, die sich in Myanmar zum Holzeinschlag aufhielten, wurden aufgefordert, das Land zu verlassen. Mike Davis, ein Sprecher von Global Witness, hält dies für einen entscheidenden Durchbruch im Kampf gegen den Raubbau an den Wäldern dieser Region.

Die Organisation hat die Grenzkontrollpunkte an der Grenze zwischen beiden Ländern kontrolliert und sich davon überzeugt, dass diese für den weiteren Import von Baumstämmen aus den Wäldern Myanmars gesperrt sind. Die Regierung von Myanmar selbst hatte das Nachbarland gebeten, es bei der Bekämpfung des illegalen Holzexports zu unterstützen.

Der World Wildlife Fund weist in einem Bericht aus dem Jahre 2005 jedoch darauf hin, dass sich die Militärdiktatur von Myanmar seit 1988 aus diesen illegalen Holzexporten finanziert hat. Außerdem habe die Erschließung der Holzeinschlagsflächen im Norden des Landes durch den Ausbau des Straßennetzes eine Infrastruktur geschaffen, die es der Regierung erleichtert habe, gegen Rebellen vorzugehen.

Durch Raubbau an den Teakholzbeständen in den Wäldern Myanmars habe sich die Waldfläche des Landes seit 1948 von 70 Prozent auf unter 30 Prozent verringert, so der WWF-Bericht.

Unklar bleibt, ob hinter der Schließung der Grenze für Holzimporte aus Myanmar eine grundsätzliche Wende der chinesischen und burmesischen Politik steht oder ob es sich um eine kurzfristige Maßnahme handelt. Daher hat „Global Witness“ an die Regierungen der beiden Länder appelliert, sich öffentlich zu einem Stopp des illegalen Holzeinschlags zu bekennen und die Grenzen so lange für den Holzhandel zu schließen, bis die Forstwirtschaft in Myanmar den Weg zu einer nachhaltigen Waldentwicklung eingeschlagen hat.

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May 27, 2006

Hunderte Angehörige der Karen-Minderheit flohen nach Thailand

Hunderte Angehörige der Karen-Minderheit flohen nach Thailand

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Artikelstatus: Fertig 01:51, 27. Mai 2006 (CEST)
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Mae Hong Son (Provinz)

Bangkok / Mae Hong Son (Thailand), 27.05.2006 – Das Flüchtlingsdrama der Karen-Minderheit, die vor der Gewalt des Militärs in Myanmar nach Thailand fliehen, spitzt sich zu. Darauf wies das Hochkommissariat für Flüchtlingsfragen der Vereinten Nationen (UNHCR) in einer Presseerklärung am Donnerstag hin.

Demnach sind allein in der vergangenen Woche 400 Angehörige der ethnischen Minderheit der Karen aus Myanmar nach Thailand geflohen. In den letzten drei Monaten sollen es sogar 2.000 Flüchtlinge aus dem westlichen Nachbarland gewesen sein. Die Flüchtlinge sammeln sich hauptsächlich in der thailändischen Provinz Mae Hong Son im Norden des Landes. Die Flüchtlinge berichteten nach Angaben des UNHCR darüber, dass „Häuser und Dörfer niedergebrannt und Zivilisten getötet worden seien. Viele von ihnen sind stark geschwächt und leiden unter Krankheiten wie Malaria.“

Für die thailändischen Behörden stellt die große Zahl von Flüchtlingen ebenfalls ein Problem dar. Inzwischen leben über 140.000 Flüchtlinge aus Myanmar in den Grenzregionen Thailands zu Myanmar. Gegenüber dem UNHCR erklärten sich die thailändischen Behörden in der vergangenen Woche bereit, für die Flüchtlinge feste Unterkünfte zu errichten.

Die Bangkok Post berichtet in ihrer Onlineausgabe vom 26. Mai von der Hoffnung der Flüchtlinge, dass anlässlich des Besuches von UN-Generalsekretär Kofi Annan beim thailändischen König die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft auch wieder auf ihr Schicksal gerichtet wird. Der Zeitung zufolge leben 827 aus dem Landesinneren geflohene Karen in einem provisorisch errichteten Dorf namens Ei Tu Hta Camp nahe der thailändischen Grenze. Sie hoffen auf den Druck der internationalen Gemeinschaft auf die Militärregierung Myanmars, die seit der Niederschlagung der demokratischen Massenbewegungen des Jahres 1988 das Land regieren. Die Flüchtlinge verfolgen nur das Ziel, in ihre Heimatregionen zurückkehren zu können.

Themenverwandte Artikel

  • Militäroffensive gegen die Karen: „Ethnische Säuberungen“ in Myanmar? (29.04.2006)

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