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October 17, 2005

„Shenzhou 6“ mit zwei Taikonauten an Bord sicher gelandet

„Shenzhou 6“ mit zwei Taikonauten an Bord sicher gelandet

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Siziwang Banner (China), 17.10.2005 – Das Rückkehrmodul von Chinas zweitem bemannten Raumschiff „Shenzhou 6“ ist sicher zur Erde zurückgekehrt. Die beiden Taikonauten, Fei Junlong als Kommandant und der Pilot Nie Haisheng, befanden sich nach der Landung in einem guten Gesundheitszustand. Das Modul setzte am Montagvormittag, dem 16. Oktober 2005, um 22:32 Uhr MESZ nach einem knapp fünftägigen Flug im vorgesehenen Hauptlandebereich in der zentralen Inneren Mongolei auf. Die Landestelle liegt in der Region Siziwang Banner.

Fei Junglong stieg als erstes aus der Kapsel aus, ihm folgte Nie Haisheng. Beide sagten auf Nachfrage von Journalisten, sie befänden sich bei guter Gesundheit.

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October 16, 2005

„Shenzhou 6“-Mission fast beendet – Landung für Montagvormittag Ortszeit vorgesehen

„Shenzhou 6“-Mission fast beendet – Landung für Montagvormittag Ortszeit vorgesehen

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Peking (China), 16.10.2005 – „Shenzhou 6“, die zweite bemannte Weltraummission Chinas, steht kurz vor ihrem Abschluss. Das Bodenkontrollzentrum hat den geplanten Landetermin nun für Montagvormittag bekanntgegeben.

Die beiden Taikonauten Fei Junlong und Nie Haisheng haben mittlerweile wieder ihren Weltraumanzug angelegt und die Tür der Wiedereintrittskapsel geschlossen. Die für die Mission geplanten Experimente wurden in der Zwischenzeit abgeschlossen.

Ein chinesischer Experte berichtete, dass für die Entwicklung des nationalen bemannten Weltraumprogramms seit dem Start am Mittwoch wertvolle technische Daten gesammelt werden konnten. Andere Experten sagten, dass die Tests der Notfallsysteme des Raumschiffes, die physikalischen Parameter der Lebenserhaltungssysteme und die Funktionstests verschiedenster Ausrüstungsgegenstände zufriedenstellende Resultate produziert haben.

Nach den Planungen soll das Raumschiff im vorgesehenen Landebereich in der Region Siziwang Banner der Inneren Mongolei im Norden Chinas landen. Dort seien gemäß dem Chefentwickler des Landesystems Hou Ying alle Vorbereitungen getroffen, um den Taikonauten eine sichere Landung zu ermöglichen. Für die Bergungsarbeiten stehen sowohl an der vorgesehenen Landestelle wie auch an der Ersatzlandestelle fünf Teams bereit: Das Landbergungs-Team, das marinale Bergungsteam, ein Team zur Überwachung der Telekommunikation, ein Team zur medizinischen Überwachung und ein Sicherheitsteam.

Die primäre Aufgabe der Such- und Rettungsteams sei es, das Rückkehrmodul am Himmel zu lokalisieren, die Astronauten aus der Kapsel zu bergen und die Kapsel so schnell wie möglich zurückzuholen, so Cai Yong, der Leiter einer Bergungstruppe. Bei den ersten fünf Missionen hatte sich China zur Wiedererlangung der Rückkehrmodule seiner Shenzhou-Raumschiffe auf eine Bodensuche konzentriert.

Cai erläuterte, dem Bergungs- und Rettungsteam stünden bei der Shenzhou-6-Mission einige schwierige Aufgaben bevor, aber es sei eine Anzahl von Szenarien ausgearbeitet worden, um den Erfolg der Operation sicherzustellen. Die nationale Wetterstation teilte am Sonntag mit, dass die Wetterbedingungen in den nächsten zwei Tagen im Hauptlandegebiet ausreichend seien. Es werde kein Regen, eine gute Sicht sowie geringer und ruhiger Wind erwartet.

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Vierter Missionstag von „Shenzhou 6“: Weitere Experimente in der Umlaufbahn

Vierter Missionstag von „Shenzhou 6“: Weitere Experimente in der Umlaufbahn

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Peking (China), 16.10.2005 – Chinas Taikonauten Fei Junlong und Nie Haisheng an Bord von „Shenzhou 6“ verbrachten am Samstag den vierten Tag im Orbit und führten eine Reihe von orbitalen und ergonomischen (arbeitswissenschaftlichen) Experimenten durch, durch die man ein große Anzahl von Daten für die Weltraumwissenschaften gewann.

Die Laborarbeit der Taikonauten sei hilfreich für zukünftige Raumfahrtmissionen des Landes, sagte ein verantwortlicher Offizieller für das Taikonauten-Programm. Eine der Hauptaufgaben für die Taikonauten ist die Durchführung von wissenschaftlichen Tests im Orbitalmodul und im Rückkehrmodul, sagte der Offizielle weiter.

Während der letzten paar Tage führten die Taikonauten Modifikationen an den Weltraumanzügen durch, um sie später für verschiedene Zwecke nutzen zu können. Dabei wurde das jeweilige Verhalten der Anzüge geprüft. Wichtig waren auch ergonomische Tests der Ausrüstung und verschiedener Produkte, die für das Raumschiff und die Astronauten wichtig sind.

Beim Wechsel zwischen dem Orbital- und dem Rückkehrmodul und dem Schließen der Türen des Rückkehrmoduls untersuchten die Raumfahrer die Veränderungen des Zustands in den jeweiligen Modulen nach den Erschütterungen, die Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten bei einer Bewegung der Astronauten und die psychologischen Auswirkungen und Schemata. Alle Bewegungen der Astronauten und der relevanten Erschütterungen wurden aufgezeichnet, um mit Hilfe dieser Daten später die Flugbahn des Raumschiffs entsprechend korrigieren zu können. Die Taikonauten führten ebenfalls Tests im Bereich der Zellforschung und des räumlichen Vorstellungsvermögens beim Menschen durch. Diese dienen zu weiteren Untersuchungen der Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den Menschen und zur Entwicklung von Methoden, diese zu verhindern oder abzuschwächen.

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October 15, 2005

Dritter Missionstag von „Shenzhou 6“: Erste Kurskorrektur seit dem Start

Dritter Missionstag von „Shenzhou 6“: Erste Kurskorrektur seit dem Start

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Peking (China), 15.10.2005 – Am Freitag, dem dritten Tag der „Shenzhou 6“-Mission, wurden morgens um 05:56 Uhr Ortszeit erste kleine Kurskorrekturen am Kurs nach dem Start des zweiten bemannten chinesischen Raumschiffs am Mittwoch nach durchgeführt. Das „Beijing Aerospace Control Centre“ in Peking teilte mit, es handele sich um ein ganz normalen Vorgang bei einer Mission dieser Art.

Die Korrekturen begannen während der 30. Erdumrundung und sollten die Position des Raumschiffes feststellen und gegebenenfalls korrigieren. Der atmosphärische Widerstand im Orbit (auch in dieser Höhe gibt es noch eine sehr dünne Atmosphäre) führt dazu, dass das Raumschiff langsam abgebremst wird und Richtung in Erde abdriftet. Diese Positionskontrolle während der Wartung bestimmt laut des Kontrollzentrums die Feineinstellung der ursprünglichen Orbitposition des Raumschiffes.

Während der Wartungsarbeiten beobachteten die beiden Astonauten an Bord, Fei Junlong und Nie Haisheng, in ihren blauen Arbeitsanzügen den Abschluss der Kurskorrektur anhand der vorhanden Monitore im Raumschiff. Die Schlussfolgerungen der Astronauten vermeldeten zusammen mit den Reportergebnissen des Kontrollzentrums einen erfolgreichen Verlauf der Operation.

An Bord verläuft derzeit weiter alles normal. Die Instrumente funktionieren seit dem Start zur vollen Zufriedenheit des Kontrollzentrums. Die von den Astronauten in Gang gesetzten wissenschaftlichen Experimente laufen zur Zeit noch. Auch die Körperbelastung der Astronauten in der Schwerelosigkeit wurde aufgezeichnet und ergaben normale Werte.

Die Wissenschaftler prüfen nun den optimalen Zeitpunkt zur Rückkehr des Raumschiffes. Geplant ist sie am fünften Tag der Mission, also der kommende Sonntag. Abhängig ist dies jedoch von optimalen Wetterverhältnissen am Landeort, der Inneren Mongolei im Norden Chinas.

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October 14, 2005

Zweiter Missionstag von „Shenzhou 6“: Taikonauten führen Experimente und Notfallübungen durch

Zweiter Missionstag von „Shenzhou 6“: Taikonauten führen Experimente und Notfallübungen durch

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Peking (China), 14.10.2005 – Die Mission „Shenzhou 6“ verlief auch am zweiten Tag erfolgreich. Alle geplanten Experimente und Notfallübungen bei eventuell auftretenden Störungen wurden wie vorgesehen durchgeführt, berichteten Experten Donnerstagnacht.

Die beiden Taikonauten, Fei Junlong und Nie Haisheng, haben seit Donnerstagmorgen in der Raumkapsel eine Reihe von Notfallübungen absolviert. Die interne Tür der Kapsel wurde geöffnet und wieder geschlossen, sie wechselten zwischen dem Orbitalmodul und dem Rückkehrmodul, zogen ihre Raumanzüge an und aus und testeten das System zur Extrahierung des Kondenswassers.

Bei den Übungen wurden Extremereignisse angenommen, um die Auswirkungen der Reaktionen auf das Raumschiff zu überprüfen. Die Resultate ergaben, dass „Shenzhou 6“ während aller angenommen Störfalle seine Funktionstüchtigkeit beibehielt. Den Astronauten wäre es möglich gewesen, sich zu befreien, sagte der für die Raumschiffsysteme zuständige Experte Zheng Songhui.

Chinas erster Astronaut Yang Liwei, der vor zwei Jahren das erste bemannte chinesische Raumschiff „Shenzhou 5“ steuerte, legte im Weltraum in 21 Stunden und 23 Minuten eine 600.000 Kilometer lange Strecke zurück. Fei und Nie an Bord von „Shenzhou 6“ absolvierten um 09:00 Uhr am Donnerstagmorgen bereits nach den ersten 24 Stunden ihrer Reise eine Strecke von 680.000 Kilometern. Zheng Songhui: „Sie stellen im Prinzip mit jeder neuen Minute im Weltraum einen Rekord auf.“

Die Körperfunktion der beiden Taikonauten zeigen Normalwerte, und die Systeme des Raumschiffs haben bisher alle Tests bestanden und arbeiten bislang gut, ließen weitere Experten verlautbaren.

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October 13, 2005

Erster Missionstag von „Shenzhou 6“: Taikonaut stieg in Orbitalmodul um

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Peking (China), 13.10.2005 – Gleich am ersten Missionstag gab es für Chinas Raumfahrt eine Premiere zu feiern. Das Raumschiff „Shenzhou 6“ besteht aus einer Rückkehrkapsel und einer Orbitalkapsel. Während bei der ersten bemannten Mission „Shenzhou 5“ der Astronaut Yang Liwei in der Kapsel sitzenblieb, wechselte Fei Junlong neun Stunden nach dem Start von der Rückkehrkapsel in das Orbitmodul. Nie Haisheng verblieb unterdessen in der Rückkehrkapsel und schoss Fotos von der Orbitalkapsel mit einer Digitalkamera, nachdem er seinen Astronautenanzug ausgezogen hatte und in eine blaue Arbeitskleidung wechselte.

Während die Experten am Boden alle Daten über den Zustand des Raumschiffes auswerteten, setzten die Taikonauten ihre Mission wie geplant und ohne Probleme fort. Sie zogen ihre Weltraumanzüge an und aus, öffneten die Türen der Kapsel, aßen, tranken und schliefen. Am Ende des ersten Missionstages sprachen die beiden Taikonauten sieben Minuten mit ihren Angehörigen. Fei Junlong sprach mit seiner Frau Wang Jie und seinem Sohn Fei Di. Nie Haisheng sprach mit seiner Frau Nie Jielin und seiner Tochter Tianxiang.

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October 12, 2005

Chinas zweite bemannte Raumfahrtmission „Shenzhou 6“ gestartet

Chinas zweite bemannte Raumfahrtmission „Shenzhou 6“ gestartet

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Jiuquan (China), 12.10.2005 – China hat seine zweite bemannte Raumfahrtmission „Shenzhou 6“ gestartet. Die Trägerrakete „CZ-2F“, besser bekannt unter dem Namen „Langer Marsch“ hob um 03:00 Uhr MESZ vom Raumfahrtzentrum in Jiuquan ab. 40 Sekunden nach dem Start verschwand die Rakete hinter den Wolken, 21 Minuten nach dem Abheben trat „Shenzhou 6“ in einen Erdorbit ein.

Kurz vor dem Start, so berichtete die Nachrichtagentur Xinhua, habe es am Startort geschneit. Der Schneefall hörte aber auf, als die zwei Astronauten ihr Raumschiff bestiegen. Dabei handelte es sich um die beiden Taikonauten – das ist der chinesische Begriff für einen Astronauten in China – Fei Junlong (40) und Nie Haisheng (41). Fei Junglong ersetzt dabei kurzfristig Zhai Zhigang, der ursprünglich mit Nie Haisheng fliegen sollte.

Eine Kamera, die innerhalb der Astronautenkapsel angebracht war, zeigte Bilder während der Startphase. Nie Haisheng teilte mit, dass alle Signal „normal“ wären. „Ich fühle mich gut“, sagte Fei während dieser ersten Übertragung aus dem Raumschiff.

Dem Anlass aus Sicht der Chinesen angemessen, befanden sich viele chinesische Politiker entweder im Startzentrum in Jiuquan oder im Kommando- und Kontrollzentrum in Peking. Unter ihnen befanden sich der Staatspräsident Hu Jintao, der Vize-Präsident Zeng Qinglong und der Regierungschef Wen Jiabao.

Der Flug soll nach den bisherigen Planungen 119 Stunden dauern, bevor die Rückkehrkapsel in der Steppe der Inneren Mongolei wieder aufsetzen soll.

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