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September 21, 2012

Göttingen: Wegen Kindesmissbrauchs zehn Jahre Haft für Patenonkel

Göttingen: Wegen Kindesmissbrauchs zehn Jahre Haft für Patenonkel

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Veröffentlicht: 10:31, 21. Sep. 2012 (CEST)
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Göttingen (Deutschland), 21.09.2012 – Das Landesgericht Göttingen hat am Donnerstag einen 44 Jahre alten Mann zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der Mann wurde in 30 Fällen schuldig gesprochen, seine Patentochter sexuell missbraucht zu haben. Zudem soll der Mann, aufgrund einer schweren seelischen Abartigkeit, anschließend in die Psychiatrie eingewiesen werden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der Mann über Jahre hinweg an seiner Patentochter, welche bei dem ersten Missbrauch sechs Jahre alt war, sexuell verging und sie dabei schwer erniedrigte und misshandelte. Der 44-Jährige hatte seine Taten auf Videos festgehalten, welche von den Behörden sichergestellt wurden. Von Seiten der Staatsanwaltschaft und der Nebenklagevertreter wurden jeweils elf Jahre Freiheitsstrafe gefordert. Die Verteidigung plädierte auf neun Jahre Gefängnisstrafe.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Niedersachsen

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August 16, 2012

Bundeswehrkaserne in Niedersachsen: Junge Soldatin vergewaltigt

Bundeswehrkaserne in Niedersachsen: Junge Soldatin vergewaltigt

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Veröffentlicht: 14:38, 16. Aug. 2012 (CEST)
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Abzeichen der Luftwaffe

Bückeburg (Deutschland), 16.08.2012 – Am Sonntagabend (12. August) wurde in einer Bundeswehrkaserne in Bückeburg in Niedersachsen eine junge Soldatin von einem bislang unbekannten Täter vergewaltigt. Das Opfer soll eine Unteroffizierin sein. Nachdem sie missbraucht worden war, hat sie der Täter geknebelt, gefesselt und in einen Spind eingeschlossen.

Die Soldatin wird psychologisch betreut. Der Täter hatte der Frau ein Handy mit in den Spind gelegt, damit sie später Hilfe holen kann. Ob sich die Frau selbst befreien oder Hilfe holen konnte, ist noch offen, da Polizei und Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nur wenige Informationen herausgaben. Auf die Frage nach dem möglichen Täterkreis sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, es sei nicht auszuschließen, dass sich jemand unbefugt Zutritt zur Kaserne verschafft habe. Die Jägerkaserne in Bückeburg ist gesperrt. Personal, das aus dem Wochenende kam, durfte das Gelände nicht betreten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Bundeswehr

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May 6, 2012

Fotoreportage: Science-Center „Agrarium“ eröffnet

Fotoreportage: Science-Center „Agrarium“ eröffnet

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Veröffentlicht: 13:50, 6. Mai 2012 (CEST)
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Rosengarten (Deutschland), 06.05.2012 – An der Hamburger Landesgrenze öffnet ein ganz besonderes Museum seine Pforten. Das „Agrarium“ ist das bislang einzige Museum in Deutschland, das sich mit Landwirtschaft und Ernährung in der heutigen Zeit beschäftigt. Heute öffnet das Museum seine Pforten für Besucher; gestern fand ein Festakt zur Eröffnung statt. Danach eröffnete der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister das Agrarium und circa 1500 geladene Gäste konnten das Museum bestaunen. Unser Reporter ChrGermany war dabei.

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Der Ansturm von geladenen Gästen und Fördervereinsmitgliedern war so groß, dass selbst die Parkplatzeinweiser ein kurzfristiges Verkehrschaos nicht verhindern konnten. Und auch vor der Eingangskontrolle bildete sich eine lange Schlange, im Inneren des Gebäudes herrschte dichtes Gedränge. Für die 1 500 erwarteten Gäste stand ein großes Festzelt bereit. Damit alle Anwesenden etwas sehen konnten, hingen an den Seitenwänden Monitore, die zeigten, was sich auf der Bühne abspielte. Die vorderen Stühle waren für die VIPs reserviert.

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Kurz vor Beginn der Veranstaltung wird der wohl prominenteste Gast begrüßt: David McAllister (CDU, 2. v. l.). Rechts neben ihm: MdL Heiner Schönecke und Frau Wiese (Gattin des Museumsdirektors).

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Um 18:32 begrüßt Heike Meyer, die Vorsitzende der Museumsstiftung, die Gäste. Sie betonte in ihrer Rede, dass für das Agrarium 10 Jahre geplant wurde.

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Die NDR-Moderatorin Heike Götz, bekannt aus ihrer Sendung „Landpartie“, führte durch den Abend. Sie berichtete zunächst über ihre Erfahrungen mit dem „Museum am Kiekeberg“, zu dem die neue Ausstellung gehört. In ihrer Rede lobte sie, dass die Ausstellung zeige, wie es wirklich ist. „Ich finde die Idee einfach ganz toll, … auch die Landwirtschaft von heute zu zeigen, denn genau das versuchen wir auch mit der Sendung ‚Landpartie‘ kein verklärtes Bild der Landwirtschaft zu zeigen, sondern so, wie sie wirklich ist. Und das ist in diesem Museum wunderbar gelungen.“

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Anschließend hielt David McAllister (CDU, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen) seine Rede. Er bezeichnete den bereits bestehenden Teil des Museums als „Hauptattraktion“ der niedersächsischen Kulturlandschaft. Er betonte, dass er gerne gekommen sei, um das Agrarium zu eröffnen. Er sei jedoch etwas skeptisch gewesen, als er in seinen Kalender sah. In ihm habe „Aquarium“ gestanden. Das Science-Center setze „neue Maßstäbe in der Museumsbranche“. McAllister unterstrich die Wichtigkeit eines Agrarmuseums in Niedersachsen, „denn Niedersachsen ist bekanntlich Agrarland Nummer 1 in Deutschland, da können die Bayern noch so sehr die Statistiken fälschen wollen.“ Zudem lobte er das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger – auch das Museum wird zum Großteil von Freiwilligen betrieben. McAllister hob auch die Wichtigkeit der EU hervor; ohne deren finanzielle Hilfe (immerhin 3,5 Millionen Euro) wäre die Ausstellung nicht möglich gewesen.

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Es folgte eine Diskussionsrunde mit (von links nach rechts) Joachim Bordt (Landrat des Landkreis Harburg), Heike Götz (Moderatorin), Dietmar Stadi (Bürgermeister a.D., verdeckt) und Heiner Schönecke (Geflügelproduzent, MdL). In ihr wurde über die große Anziehungskraft des Freilichtmuseums diskutiert, wobei Konsens darüber herrschte, dass es sich um ein „Leuchtturmprojekt“ handle.

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Der nächste Redner war der Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg, Prof. Dr. Rolf Wiese. Er erklärte den Gästen, wie das Agrarium entstand. Er erläuterte zudem die Wichtigkeit des Themas Ernährung: „Dieses Thema ist national … und teilweise auch international zu sehen.“ Wiese übernahm vor 25 Jahren das völlig heruntergekommene Museum und machte es zu dem, was es heute ist.

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Dem folgte eine Diskussion zwischen Jürgen Abraham (Abraham-Schinken, Vorsitzender der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie) und Professor Wiese. Abraham beschuldigte die Medien, vertreten durch die NDR-Journalistin Heike Götze, die Ernährungsindustrie dauernd zu diffamieren. Abraham sagte, man mache die Ernährungsindustrie oft sogar dafür verantwortlich, dass es dicke Menschen gäbe. Er sagte, vielmehr wäre das Problem, dass die Verbraucher es nicht genug schätzten, qualitativ hochwertige Nahrungsmittel in ausreichendem Maße zur Verfügung zu haben.

Danach wurde das Agrarium geöffnet.

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Vor dem Eingang bildete sich eine lange Schlange. Die Moderatorin nutzt die Wartezeit, um sich mit Gästen zu unterhalten.

Im Agrarium befinden sich die verschiedensten Exponate. Die Bilder zeigen: Typenschild, Beschreibung eines Exponates, Essen aus der Dose, 2 Ölmühlen, vollautomatischen Kuh-Krauler, Gabelstapler, Beschreibung, Kind bestaunt Stoffkuh, Mikrowellenwand, Historischen Staubsauger, Traktor im Regal, Dampfmaschine, Dampfpflug (Gewicht: 14 Tonnen).


Originäre Berichterstattung
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Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Details befinden sich auf der Diskussionsseite.

Weiterführende Links[Bearbeiten]

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Agrarium“.

Internetseite des Museums

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April 13, 2012

Niedersachsen: Zwei Legehennenbetriebe wegen PCB-Belastung gesperrt

Niedersachsen: Zwei Legehennenbetriebe wegen PCB-Belastung gesperrt

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Veröffentlicht: 23:50, 13. Apr. 2012 (CEST)
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Hannover (Deutschland), 13.04.2012 – Wie das niedersächsische Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz am Donnerstag mitteilte, sind zwei Legehennenbetriebe in Niedersachsen gesperrt worden, weil in Eiern erhöhte Werte des giftigen, dioxinähnlichen dl-PCB festgestellt worden sind. Um welche Betriebe es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt. Laut einer Mitteilung des Ministeriums vom Freitag befinden sich die Betriebe im niedersächsischen Landkreis Aurich. Bei den betroffenen Produkten handelt es sich um Eier aus Freilandhaltung. Der Gehalt an Dioxinen und dl-PCB liegt nach Angaben des Ministeriums knapp doppelt so hoch wie der zulässige Höchstwert von 5,0 pg/g Fett. Rund 100.000 belastete Eier sollen noch vor der Schließung des Betriebens an einen Großhändler in Nordrhein-Westfalen geliefert worden sein. Die dortigen Behörden wurden über den Vorgang informiert. Dioxine gelten als krebserregend.

Unklar ist, wie viele der belasteten Eier noch im Handel sind. Die Verbraucher wurden aufgefordert, belastete Eier in die Geschäfte zurückzubringen oder zu vernichten. Das Ministerium teilte die Erzeugercodes der betroffenen Chargen mit: 1-DE-0354451, 1-DE-0354452, 1-DE-0354453, 1-DE-0352691.

Wie das Ministerium weiter miteilte, bestehe keine akute Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der Eier. In den vergangenen Wochen waren in Nordrhein-Westfalen ebenfalls dioxinbelastete Eier in den Handel gelangt. Dabei soll es sich um Bio-Eier gehandelt haben. Die Eier stammten aus einem Großbetrieb im Kreis Minden-Lübbecke und zwei Direktvermarktern in Duisburg. Wie das Gift in die Eier gelangt ist, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Zwischen den neuen Dioxinfunden in Hühnereiern in Niedersachsen und den Funden in Nordrhein-Westfalen besteht nach bisherigen Kenntnissen kein Zusammenhang.

Wie das niedersächsische Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitteilte, wurden am Freitag auf Veranlassung des Ministeriums weitere niedersächsische Legehennenbetriebe mit konventioneller Freilandhaltung auf PCB-Rückstände in den Eiern untersucht. Weitere Untersuchungen fanden auch in den beiden gestern gesperrten Betrieben statt.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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March 30, 2012

Mord an 11-Jähriger in Emden: Verdächtiger aus U-Haft entlassen

Mord an 11-Jähriger in Emden: Verdächtiger aus U-Haft entlassen

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Veröffentlicht: 22:27, 30. Mär. 2012 (CEST)
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Emden (Deutschland), 30.03.2012 – Am Freitag wurde der bisher tatverdächtige 17-jährige Berufsschüler aus der Untersuchungshaft entlassen. Der Staatsanwalt hat keine Zweifel daran, dass der junge Mann unschuldig ist. Zwei Tage hatte er in Haft verbracht und musste psychisch behandelt werden. Der Mord an der elfjährigen Lena, die heute im engsten Familienkreis beigesetzt wurde, ist somit wieder völlig im Dunkeln.

Trotz des Fehlschlags ist die Mordkommission zuversichtlich die Tat klären zu können. Bereits 170 Hinweise sind aus der Bevölkerung eingegangen. Der leitende Oberstaatsanwalt Bernard Südbeck: „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Und ich bin nach wie vor sehr zuversichtlich, dass wir den Täter des Morddelikts auch bekommen werden.“. Zur Entlassung des Berufsschülers sagte er: „Die Indizien, die gegen ihn vorlagen sind durch Fakten, die wir herausgearbeitet haben widerlegt worden.“ Die Festnahme hätte erfolgen müssen: „Wir mussten diesen Haftbefehl beantragen, da zu diesem Zeitpunkt ein dringender Tatverdacht bestand“. Nach wie vor gehen die Ermittler bei der am Samstag getöteten 11-jährigen Lena davon aus, dass sie sexuell missbraucht wurde und der Täter sie anschließend ermordete, um der Strafverfolgung zu entkommen.

In sozialen Netzwerken im Internet war es zu Lynchjustiz-Aufrufen gekommen. Vor einer Polizeiwache war eine Menschenmenge von 50 Personen zusammengekommen, diese hatten ebenfalls dazu aufgerufen, den unschuldigen jungen Mann zu lynchen. Bernhard Witthaut von einer Gewerkschaft der Polizei äußerte dazu kritisch: „Wer hinter den Lynchaufrufen steckt, muss die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Es darf nicht toleriert werden, dass einige soziale Netzwerker glauben, in unserem Rechtsstaat Wild-West-Methoden wiederbeleben zu dürfen.“ Der Berufsschüler wird jetzt von der Polizei betreut und geschützt.

Der Stadtrat von Emden hat beschlossen eine Belohnung von 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und zur Ergreifung des Täters führen, auszusetzen. Die Polizei sucht weiter nach Zeugen und bittet diese sich unter der Telefonnummer 0491/976-90-414 oder 411 zu melden. Die Ermittler wollen wissen, wer die Kinder im Tatzeitraum Samstag, 24.03.2012, zwischen 17.30 und 19.00 Uhr gesehen hat? Sie müssten sich in Wallanlagen, im Parkhaus oder im Kino in Emden, aufgehalten haben.

Video aus dem Parkhaus, auf dem der mutmaßliche Mörder zu sehen ist

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Tötungsdelikte
  • Mädchenmord in Emden: 17-Jähriger ist tatverdächtig (30.03.2012) auch Quelle
  • Tötungsdelikt in Emden: Leiche eines 11-jährigen Mädchens entdeckt (26.03.2012)

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December 4, 2011

Bundesweit erstes Strafverfahren wegen Schächtens geplatzt

Bundesweit erstes Strafverfahren wegen Schächtens geplatzt

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Veröffentlicht: 08:18, 4. Dez. 2011 (CET)
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Buxtehude (Deutschland), 04.12.2011 – Das für kommenden Montag, den 5. Dezember, geplante Strafverfahren wegen der rituellen Schlachtung eines Tieres ohne Betäubung ist abgewendet. Gegen einen Mitarbeiter eines muslimischen Schlachters war ein Strafbefehl wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erlassen worden, gegen den der Beschuldigte aber Widerspruch eingelegt hatte. Das Amtsgericht Buxtehude teilte jedoch mit, der Mitarbeiter habe seinen Widerspruch gegen den Strafbefehl zurückgezogen. Der Betriebsinhaber hatte bereits zuvor ein Bußgeld in Höhe von über 2.500 Euro akzeptiert. Ein Aktivist des Vereins „Tierfreunde e.V.“ hatte vor vier Jahren mit versteckter Kamera gefilmt, wie einem Schaf ohne Betäubung die Kehle durchgeschnitten wurde. Er fand mehrere Schafe, die auf diese Weise getötet worden waren. Daraufhin wurde Strafanzeige gegen den Betreiber der Schlachterei, einen Mitarbeiter und gegen die zuständige Tierärztin erstattet.

Das Schächten ist ein religiöses Ritual im Islam und Judentum. Es soll bewirken, dass das Tier möglichst vollständig ausblutet. In Deutschland ist das Schächten laut § 4 a des Tierschutzgesetzes verboten, es kann jedoch eine Ausnahmegenehmigung aus Gründen der Religionsfreiheit erteilt werden.

Rechtsanwalt Hans-Georg Kluge, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Tierfreunde e.V.“, wertet das Bußgeld gegen den Betriebsinhaber als Erfolg: „Der Schlachter ist jetzt vorbestraft. Damit ist endlich klar, dass Schächten in Deutschland verboten ist.“ Das Schächten wird auch von der Bundestierärztekammer als Tierquälerei abgelehnt.

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November 27, 2011

Blockierer verhindern Weiterkommen des Castor-Transports nach Gorleben

Blockierer verhindern Weiterkommen des Castor-Transports nach Gorleben

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Veröffentlicht: 16:03, 27. Nov. 2011 (CET)
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Castoren auf dem Transport (Archivbild)

Harlingen (Deutschland), 27.11.2011 – Der Castortransport von der französichen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben steht still. In der Nacht musste die Polizei hunderte von Blockierern von den Gleisen tragen. Somit verzögert sich der Transport massiv.

In der Nacht zu heute hatten rund 3.500 Menschen die Gleise blockiert, zwei von ihnen hatten sich an Bäumen an der Strecke festgebunden. Vier weitere machten sich zwischen Lüneburg und Dannenberg an den Gleisen fest. Zudem wurde ein etwa zehn Meter langes Gleisstück von Atomkraftgegnern entfernt. Dies konnte jedoch rechtzeitig repariert werden. Hauke Nissen, ein Sprecher der Gruppe „WiderSetzen“, sagte, dass die Räumung durch die Polizei größtenteils friedlich verlaufen sei. Die Polizei hatte jedoch 1.300 Demonstranten in Außengewahrsam genommen. In der Gefangenensammelstelle Lüchow werden sie einem Richter vorgeführt, der die Dauer des Gewahrsams festlegt. Aktivisten kritisierten das Vorgehen, da sie durch das Fehlen von Decken unter freiem Nachthimmel frieren mussten. Sie kündigten rechtliche Schritte an.

Abseits der Bahnstrecke musste die Polizei Bäume, Reifen, Sand und Kartoffelkisten von den Straßen räumen, welche als Straßenblockaden dienten. Der Polizeisprecher reagierte gelassen: „Wir lassen uns durch die Aktionen nicht aus der Ruhe bringen.“ Des Weiteren sagte er: „Wir haben schließlich schon ein bisschen Routine mit den Demonstrationen beim Castor“, womit er auf die Blockaden der letzten Jahre anspielte.

Der Castor-Transport muss mit seinen elf hochradioaktiven Behältern zunächst nach Lüneburg gelangen. Von dort aus muss er über eine 60 Kilometer lange, eingleisige Strecke nach Dannenberg fahren. Dort werden die Castorbehälter auf Lastwagen umgeladen, welche den Transport über eine Straße die letzten 19 Kilometer zum Zwischenlager Gorleben bringen sollen. Für diesen Abschnitt haben die Castorgegner weitere Blockaden angekündigt.

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November 4, 2011

Niedersachsen: Aufhebung der Verfassungen der Freistaaten Braunschweig und Oldenburg

Niedersachsen: Aufhebung der Verfassungen der Freistaaten Braunschweig und Oldenburg

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Veröffentlicht: 19:36, 7. Nov. 2011 (CET)
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Freistaat Braunschweig

Hannover (Deutschland), 04.11.2011 – Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat ein mit der Gesetzesbereinigung beauftragter Beamter festgestellt, dass in Niedersachsen formell noch einige Bestandteile der Verfassungen der ehemaligen Freistaaten Oldenburg und Braunschweig gültiges Landesrecht sind. Diese Länder wurden bereits 1946 aufgelöst und Bestandteile des neuen Landes Niedersachsen. Es handelt sich unter anderem um Gebietsansprüche an Schleswig-Holstein (Hansestadt Lübeck) sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland (ehemaliges Fürstentum Birkenfeld) sowie um Bestimmungen zum Verhältnis zwischen Staat und Kirche.

Freistaat Oldenburg

Der niedersächsische Landtag will diese Gesetze am Mittwoch, den 9. November, endgültig aufheben. Alle fünf Fraktionen im Landtag haben angekündigt, dass ihre Mitglieder zustimmen werden. Es würde schon die einfache Mehrheit genügen, da es sich bei den Verfassungen der Freistaaten nicht um niedersächsisches Verfassungsrecht handelt.

Es handelt sich bei der Angelegenheit aber nicht nur um ein rechtshistorisches Kuriosum bzw. eine reine Formalie: die Bestimmungen sind teilweise Rechtsgrundlage für die Steuerbefreiung kirchlicher Immobilien. Die Kirche hat sich 1946 nicht, wie der Staat, neu gebildet. Die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen hat nach dem Bericht im Gesetzgebungsverfahren Bedenken angeführt.

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October 4, 2011

ICE-Halte: Wolfsburg erneut „vergessen“

ICE-Halte: Wolfsburg erneut „vergessen“

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Veröffentlicht: 18:27, 4. Okt. 2011 (CEST)
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Bahnhof Wolfsburg (Archivbild))

Wolfsburg (Deutschland), 04.10.2011 – Die Deutsche Bahn hat zum vierten Mal in diesem Jahr an einer planmäßig vorgesehenen ICE-Station in Niedersachsen nicht gehalten. Zum dritten Mal ist der Bahnhof Wolfsburg betroffen.

Der ICE 598 hätte am Samstag, dem 1. Oktober, auf der Fahrt von München nach Berlin um 17.44 Uhr in Wolfsburg halten sollen. Er durchfuhr den Bahnhof und hielt erst in Stendal. Ein Bahnsprecher machte für das Nichthalten auf der Strecke am Samstag einen Fehler im elektronischen Buchfahrplan verantwortlich, wo vorgesehene Halte den Zugführern direkt im Führerstand angezeigt würden. Der Zug war mit den falschen Zuglaufdaten unterwegs, es gilt ein Sonderfahrplan wegen einer Bahnbaustelle. Erschwerend kommt hinzu, dass das Abfahrtsignal in Wolfsburg schon geöffnet war; bei geschlossenem Hauptsignal wäre eine Durchfahrt durch eine Zwangsbremsung vermieden worden. Die betroffenen Fahrgäste konnten in Stendal aussteigen und wurden per Bus nach Wolfsburg zurückgefahren.

Zuvor hatten ICEs am 21. Juni und 18. Juli 2011 in Wolfsburg wegen gleicher Fehler und am 7. Juli 2011 in Celle nicht gehalten.

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September 20, 2011

Niedersachsen: hinter Lies und Weil schließen sich die Reihen

Niedersachsen: hinter Lies und Weil schließen sich die Reihen

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Veröffentlicht: 14:08, 20. Sep. 2011 (CEST)
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Stephan Weil

Hannover (Deutschland), 20.09.2011 – Nachdem sowohl der niedersächsische Landesvorsitzende der SPD Olaf Lies als auch der hannoversche Oberbürgermeister Stephan Weil bekanntgegeben haben, sich um die SPD-Spitzenkandidatur bei den Landtagswahlen 2012/2013 bewerben zu wollen, beginnen sich die Reihen hinter den Bewerbern um die Kandidatur zu schließen.

Olaf Lies

Der Vorstand des Bezirksverbandes Braunschweig, dem auch der Bundesvorsitzende der SPD Sigmar Gabriel angehört, hat sich bereits hinter Stefan Weil gestellt. Olaf Lies kann sich dagegen der Unterstützung seines Heimatbezirkes Weser-Ems sicher sein. Der dritte niedersächsische SPD-Bezirk ist Hannover, wo Stefan Weil als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt seine politische Heimat hat. Aufgrund seiner Funktion genießt er landesweite Bekanntheit und verfügt über einen gewissen Amtsbonus als Verwaltungschef der mit weitem Abstand größten Stadt des Landes.

Eine verbindliche Entscheidung über die Kandidatur werden die Mitglieder des Landesverbandes der Partei Ende November in einer Urabstimmung treffen. Stimmberechtigt werden ca. 65000 Sozialdemokraten sein.

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