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April 18, 2015

Eine neue Welle ausländerfeindlicher Gewalt

Filed under: Johannesburg,Themenportal Politik,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Eine neue Welle ausländerfeindlicher Gewalt

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Veröffentlicht: –Cereale (Diskussion) 16:31, 23. Apr. 2015 (CEST)Cereale (Diskussion) 16:29, 23. Apr. 2015 (CEST)
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Johannesburg (Südafrika), 18.04.2015 – Text … Der Ungeist des Fremdenhasses will nicht wieder in die Flasche. Der König der Zulus, [Zwelithini] Zwelithini]],wollte alle Ausländer aus Südafrika verbannen. Jetzt versucht er zu beschwichtigen. Auch Präsident Zuma versuchte durch gutes Zureden, seine Landsleute zu beruhigen und die Ausländer aus den armen Nachbarstaaten im Land zu behalten. Die Schuld an den Unruhen schob er der ehemaligen Apartheitpolitik der Weißen zu . Sie hätten das Böse der Apartheit ins Land gebracht. Zuma sagte aber auch  :”Nach dem Ende der Apartheid aber haben wir vergessen, uns diese Gewalt wieder abzugewöhnen “. Das ist für Zuma ein beachtliches Eingeständnis, dass in Südafrika die Verhältnisse nicht so sind, wie sie sein sollten. Die Regierungen von Moçambique, Zimbabwe und Malawi haben damit begonnen, ihre Bürger mit Bussen zu evakuieren. Zwischenzeitlich geht die südafrikanische Regierung auch mit Soldaten gegen Plünderer und Gewalttäter vor. Die Verteiigungsministerin [Mapisa-Nqakula] meldete, dass in einem Township in Johannesburg die Armee für Ruhe und Ordnung sorgen soll.

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[ https://de.wikinews.org/wiki/Farbige_Einwanderer_in_S%C3%BCdafrika_werden_verfolgt‎ ‎ |30px]]   ArtikelnameFarbige Einwanderer in Südafrika werden verfolgt (21.04.2015)

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–Cereale (Diskussion) 17:09, 22. Apr. 2015 (CEST)

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September 5, 2013

Nelson Mandela aus Krankenhaus entlassen

Nelson Mandela aus Krankenhaus entlassen

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Veröffentlicht: 21:44, 5. Sep. 2013 (CEST)
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Nelson Mandela (2008)

Johannesburg (Südafrika), 05.09.2013 – Nelson Mandela hat das Krankenhaus verlassen. Er befindet sich nun in seinem Haus in Johannesburg. Vertreter der südafrikanischen Regierung ließen am 1. September verlauten, dass er sich jedoch weiterhin in einem kritischen Zustand befinde.

Der heute 95-Jährige kämpfte seit seiner Jugend gegen die Apartheid in Südafrika und war wesentlich an ihrer Abschaffung nach 1991 beteiligt. Mandela war seit drei Monaten im Krankenhaus. Grund für seinen Aufenthalt war eine schwere Lungeninfektion. Nun soll sich der Ex-Präsident Südafrikas zu Hause erholen.

Das Büro des jetzigen Präsidenten bestätigte die Heimkehr Mandelas: „Seine Ärzte sind davon überzeugt, dass er in seinem Haus die gleiche intensivmedizinische Versorgung erhalten wird wie im Krankenhaus. In seinem Haus wurden Veränderungen vorgenommen, die dies ermöglichen. Zudem wird das medizinische Personal aus dem Krankenhaus mit ihm kommen.“

Zahlreiche Krankenwagen und Fernsehteams versammelten sich Samstag (31. August) vor Mandelas Haus in einem Vorort von Johannesburg. Anhänger des Politikers versammelten sich dort, um für seine Genesung zu beten.

Der letzte öffentliche Auftritt von Mandela war 2010 bei der Fußball-WM in Südafrika.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 03.09.2013, 20:00 Uhr (Version)

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July 7, 2010

Fußball-WM: Minirock-Meisjes werden nicht bestraft

Fußball-WM: Minirock-Meisjes werden nicht bestraft

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Veröffentlicht: 17:50, 7. Jul. 2010 (CEST)
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Johannesburg (Südafrika), 07.07.2010 – Die Justiz Südafrikas hat das Verfahren gegen zwei Niederländerinnen eingestellt, die des unerlaubten Ambush-Marketings beschuldigt wurden. Die beiden Frauen, die in Untersuchungshaft saßen, wurden freigelassen. Der Schritt erfolgte, nachdem die FIFA sich mit der niederländischen Brauerei „Bavaria“ geeinigt hatte, dass das Unternehmen bis 2022 nicht mehr die Auflagen der FIFA zu kommerziellen Aktivitäten verletzen wird.

Die beiden Frauen sollen eine Gruppe von 36 Fans angeführt haben, die beim Spiel Niederlande gegen Dänemark in orangefarbenen Minikleidern ins Stadion ging. Die FIFA hat kritisiert, dass an diese Kleidchen ein kleines Etikett mit dem Namen der Brauerei angenäht gewesen sei. Der Weltfußballverband hat der US-amerikanischen Brauerei Anheusser-Bush mit ihrer Marke „Budweiser“ das alleinige Werberecht in den Weltmeisterschaftsstadien verkauft.

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July 5, 2010

Fußball-WM: Deutschlands Arbeitssieg gegen Ghana

Fußball-WM: Deutschlands Arbeitssieg gegen Ghana

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Veröffentlicht: 20:21, 5. Jul. 2010 (CEST)
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Pretoria / Port Elizabeth / Nelspruit / Johannesburg (Südafrika), 05.07.2010 – Deutschland gewann das letzte Gruppenspiel gegen Ghana mit 1:0 durch einen Treffer von Özil. Deutschland wurde damit Gruppensieger in der Gruppe D. Als Gruppenzweiter zog auch die Mannschaft aus Ghana in das Achtelfinale ein. Die punktgleichen Australier setzten sich zwar gegen Serbien durch, hatten jedoch das schlechtere Torverhältnis. In der Gruppe C setzten sich England und die Vereinigten Staaten jeweils mit 1:0 in ihrem letzten Gruppenspiel durch und sind die Gegner Deutschlands bzw. Ghanas im Achtelfinale.

Slowenien – England
0:1 (0:1)

Im Nelson-Mandela-Stadion in Port Elizabeth verfolgten 36.893 Zuschauer den knappen Sieg Albions gegen die Slowenen, der den Engländern den zweiten Platz in der Abschlusstabelle der Gruppe C sicherte. In der von Schiedsrichter Wolfgang Stark aus Deutschland geleitete Partie erhielten drei slowenische Nationalspieler sowie ein Engländer Gelbe Karten. Die bessere Ausgangssituation hatten die Slowenen, da ihnen ein Unentschieden gereicht hätte um Platz zwei der Tabelle zu erreichen. Die von dem Italiener Fabio Capello trainierten Engländer benötigten einen Sieg, da sie bei einem Unentschieden jedenfalls schlechter gestellt gewesen wären, als die Vereinigten Staaten, sofern diese nicht gegen Algerien verloren hätten.

Das englische Team lief auf mehreren Positionen verändert auf. Statt des wegen seiner zweiten Gelben Karte gesperrten Jamie Carragher ergänzte Matthew Upson den von Capelli vom Amt des Mannschaftskapitäns enthobenen John Terry in der Abwehr des englischen Teams. Terry konnte sich nicht mit seiner Forderung durchsetzen, dass Capelli Joe Cole einsetzen solle. Im Sturm spielte Jermain Defoe statt Emile Heskey und der Mittelfeldspieler Aaron Lennon lief anstelle des weniger offensiven James Milner auf.

Die erste Torchance hatten die Slowenen, Valter Birsas Schussversuch aus 23 Metern brachte der englische Schlussmann David James jedoch problemlos unter Kontrolle. Die erste Chance der „Three Lions“ hatte dann Frank Lampard mit einem Freistoß aus 30 Metern Torentfernung. Der für Udinese Calcio in der italienischen Serie A spielende slowenische Torhüter Samir Handanovič brachte den heransegelnden Ball jedoch problemlos unter Kontrolle. Doch Torglück hatten die Engländer zunächst nicht. Wayne Rooney von Manchester United schoss von der Strafraumgrenze, doch sein Ball wurde zum Eckball abgewehrt. Dieser wurde vom Liverpooler Steven Gerrard getreten und gelangte zu Terry, doch dessen Kopfball verfehlte das Tor. Wenig später machte Terry im eigenen Strafraum eine Großchance des beim belgischen Erstligisten KAA Gent spielenden Zlatan Ljubijankič zunichte.

Das einzige Tor des Spieles erzielte Defoe in der 23. Minute nach einer Hereingabe von Milner. Sloweniens Torhüter Handanovič hatte zwar noch beide Hände am Ball, mehr als leicht abfälschen konnte er den Schuss aber nicht. In der 27. Minute hatten die Engländer eine weitere Chance mit denselben Beteiligten, doch diesmal war der slowenische Torwart auf der Hut. Den Ball, den er jedoch nicht fangen konnte, schoss Lampard über das Tor. Immer wieder kam England in der Folge zu guten Chancen. Einen Schuss von Gerrard konnte Handanovič wegfausten, Rooney eroberte den Ball gegen drei Verteidiger und spielte zu Gerrard. Sein Schuss aus 14 Metern war ins rechte Eck gezielt, doch Handanović konnte parieren. Die Engländer spielten dann weniger offensiv, doch für die Slowenen ergaben sich dadurch keine zwingenden Torchancen. Einzig ein Freistoß von Birsa aus 40 Metern Torentfernung sorgte für Gefahr, doch der aus dem Tor laufende englische Schlussmann James konnte den von der englischen Abwehr abgefälschten Ball abwehren, bevor Sloweniens Stürmer Milivoje Novakovič eingreifen konnte.

Auch nach dem Seitenwechsel agierte Albion offensiv. Einen Eckball Rooneys konnte Sloweniens Torhüter gerade noch wegschlagen, ein hohes Zuspiel lenkte Defoe mit dem Fuß sehr knapp am Tor vorbei. Die Slowenen wurden auch in der zweiten Halbzeit nur in Standardsituationen gefährlich. Terry hatte in der 57. Minute bei einem Eckball von Gareth Barry die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, doch sein Schuss aus wenigen Metern wurde von Torhüter Handanovič abgewehrt. Und auch in der 59. Minute war es der slowenische Schlussmann, der Rooneys Versuch nach einem guten Zuspiel von Lampard noch an den Pfosten lenkte. Die Engländer beschränkten sich in der letzten halben Stunde auf schnelle Konter, die von dem inzwischen eingewechselten Joe Cole ausgeführt wurden. Beim Spiel zwischen den Vereinigten Staaten und Algerien stand es zu dem Zeitpunkt noch 0:0, und bei diesem Spielstand wäre Slowenien trotz des Rückstandes weitergekommen. Die Südosteuropäer waren deswegen wenig offensiv, sodass sich am knappen 1:0-Erfolg für das englische Team nichts mehr änderte.

Abschlusstabelle der Gruppe C
Rang Land Tore Punkte
1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 4:3 5
2 England England 2:1 5
3 Slowenien Slowenien 3:3 4
4 Algerien Algerien 0:2 1
USA – Algerien
1:0 (0:0)

35.827 Zuschauer – unter ihnen auch der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten Bill Clinton – sahen im im Loftus-Versfeld-Stadion in Pretoria das vom belgischen Schiedsrichter Frank De Bleeckere gepfiffene Spiel. Dieser zeigte drei Nordafrikanern gelbe Karten sowie zückte das kleine Pappstück für zwei Spieler der Vereinigten Staaten. In der dritten Minute der Nachspielzeit sah der beim VfL Bochum spielende Anthar Yahia Gelb-Rot wegen Meckerns. In der stark umkämpften Gruppe C waren die Vereinigten Staaten auf einen Sieg angewiesen, um auf jeden Fall an Slowenien und England vorbeiziehen zu können. Die Algerier hatten vor dem Spiel noch eine marginale Chance auf Platz zwei, wenn sie ausreichend hoch gegen die USA gesiegt hätten und das Spiel England gegen Slowenien unentschieden ausgegangen wäre.

Das Team aus Algerien, das sich zum dritten Mal für eine Weltmeisterschaftendrunde qualifiziert hatte, hatte nach 18 Sekunden die erste Chance des Spieles, doch der Volleyschuss des Gladbachers Karim Matmour ging weit am Tor vorbei. In der sechsten Spielminute meldete sich der bei AEK Athen spielende Rafik Djebbour mit einem Volleyschuss aus zwölf Metern an die Querlatte. Auf der Gegenseite waren die Amerikaner glücklos; so versagte in der 20. Minute Herculez Gomez alleinstehend vor dem algerischen Schlussmann Raïs M’Bolhi, eine zweifelhafte Abseits-Entscheidung von Schiedsrichter De Bleeckere machte einen Treffer Dempseys ungültig, Jozy Altidore und Landon Donovan kamen sich in der 37. Minute gegenseitig in die Quere und so blieb eine Großchance zum Führungstor ungenutzt.

Nach der Halbzeitpause spielten die US-Boys weiter offensiv. Dempseys hatte Pech, als er nur den Innenpfosten traf und den Nachschuss am leeren Tor vorbeisetzte. Der frühere HSV-Spieler Benny Feilhaber konnte den algerischen Torhüter in der 65. Minute nicht überwinden. Die nachfolgende Ecke köpfte Dempsey knapp am Posten vorbei ins Toraus. Die Möglichkeiten der Nordafrikaner waren rar. Ein Schuss des Wolfsburgers Karim Ziani aus zehn Metern Torentfernung verfehlte das Tor. Den Rest der zweiten Halbzeit stürmten die Nordamerikaner auf das algerische Tor, doch waren sie am Ende der regulären Spielzeit praktisch ausgeschieden, da im zeitgleich stattfindenden Spiel der Engländer gegen die Slowenen die Engländer die Nase vorne hatten. Schließlich schoss Donovan in der zweiten Minute der Nachspielzeit in das algerische Tor und bewahrte somit sein Team vor dem Ausscheiden.

Durch den dreifachen Punkterfolg wurden die US-Amerikaner zum ersten Mal nach 1930 wieder Gruppensieger; gleichzeitig verdrängten sie dadurch die Engländer noch auf den zweiten Tabellenplatz und besiegelten das Aus für die Mannschaft aus Slowenien. Algerien konnte auch bei seiner dritten WM-Endrundenteilnahme nicht über die Gruppenspielphase hinaus gelangen.

Ghana – Deutschland
0:1 (0:0)

In der Gruppe D war die Ausgangssituation ähnlich kompliziert. Ghana hätte ein Unentschieden gegen Deutschland den Einzug in das Achtelfinale gesichert, doch auch eine Niederlage konnten sich die Westafrikaner erlauben, solange Australien im gleichzeitig stattfindenden Spiel gegen Serbien nicht zu viele Tore gut machte. Deutschland war nur bei einem Sieg unabhängig vom Ergebnis des Spiels Australien gegen Serbien. Eine weitere Niederlage hätte das Aus bedeutet, bei einem Unentschieden wäre die Nationalelf nur dann Gruppenzweiter geworden, wenn Serbien verloren oder nicht hinreichend viele Tore geschossen hätte. 82.391 Zuschauer in der Soccer City in Johannesburg waren deswegen auf das Spiel der deutschen Mannschaft gespannt, die sich beim Spiel gegen Serbien nicht gerade von ihrer starksten Seite gezeigt hatte und zudem auf den wegen seiner Gelb-Roten Karte gesperrten Stürmer Miroslaw Klose verzichten musste. Die Partie stand unter Aufsicht des brasilianischen Unparteiischen Carlos Simon, der jeweils einmal für Spieler beider Mannschaften das gelbe Kärtchen zückte.

Bundestrainer Joachim Löw stellte die deutsche Mannschaft auf zwei Positionen um. Cacau ersetzte von Spielbeginn an den gesperrten Klose und statt des im Serbien-Spiel schwachen Holger Badstuber spielte links in der Verteidigung Jérôme Boateng, der es auf dem Spielfeld mit seinem Halbbruder Kevin-Prince Boateng zu tun bekam. Die Ghanaer starteten mit einer defensiven Mannschaft, die aus einer Vierer-Abwehrkette, einem Mittelfeld aus fünf Spielern und einer Sturmspitze bestand. Die erste nennenswerte Chance des Spieles hatte Lukas Podolski in der siebten Minute, doch Hans Sarpei (Bayer Leverkusen) wehrte zum Eckball ab. Drei Minuten später wurde Podolskis Flanke von linksaußen vom Ghanaer John Mensah in Richtung Tor abgefälscht, sodass Torhüter Richard Kingson ein Eigentor verhindern musste. Nach diesen beiden Torchancen ging der Drang nach vorne in der Nervosität der deutschen Mannschaft unter. Die Mannschaft leistete sich viele Fehlpässe und die Ghanaer bestimmten nach der Anfangsviertelstunde das Spiel.

Schoss Deutschland ins Achtelfinale: Mesut Özil

In der 14. Minute konnte Bastian Schweinsteiger die Flanke Asamoah Gyans gerade so klären, ein Schuss von Kevin-Prince Boateng in der 23. Minute wurde von Arne Friedrich in höchster Not abgewehrt und in der 24. Minute war André Ayew nach einem Fehler von Abwehrspieler Per Mertesacker nur deswegen nicht erfolgreich, weil er den geeigneten Moment verpasste und Torhüter Neuer abwehren konnte. In dieser Phase des Spieles zeigte die deutsche Mannschaft wenige für die Ghanaer gefährliche Aktionen. Mesut Özil stürmte in der 25. Minute auf das Tor der Ghanaer zu und befand sich allein vor dem Torhüter der Westafrikaner. Bei der Wahl, ob er um Kingson rechts oder links vorbeispielen sollte, entschied er sich für die Mitte und traf direkt den Torhüter. Eine Kopfballchance durch Gyan verhinderte Lahm zwei Minuten später auf der Torlinie und in der 28. Minute wehrte Neuer Gyans Schuss von der rechten Seite ab. Die einzigen weiteren halbwegs nennenswerten Möglichkeiten der deutschen Mannschaft stamten von Cacau in der 30. Minute und von Schweinsteiger in der 41. Minute durch einen Freistoß, doch Torhüter Kingson war auf der Hut.

Die zweite Halbzeit begann zunächst für Deutschland nicht viel besser. In der 51. Minute stürmte Gyan in ähnlicher Weise auf Neuer zu, wie Özil in der ersten Halbzeit auf Kingson zulief. Neuer machte diesen Versuch genauso zunichte, wie in der 55. Minute, wieder durch Gyan. Deutschland bemühte sich weiterhin um ein Tor, kam aber nicht richtig vor das Tor der Westafrikaner. Überraschend fiel dann doch das 1:0. Ein Querpass Müllers vor der Strafraumgrenze gelangte auf den Bremer Özil, der schoss aus 17 Metern unhaltbar in den linken oberen Torwinkel. Beflügelt wurde die deutsche Mannschaft durch das Führungstor jedoch nicht, im Gegenteil. Jérôme Boateng war zweimal nicht aufmerksam, als Prince Tagoe in der 61. Minute zum Kopfstoß kam und Boateng nur mit Mühe noch zur Ecke klären konnte und in der 66. Minute, als Lahm den Schuss von Ayew gerade noch ins Toraus ablenkte. Löw nahm Boateng dann in der 73. Minute vom Platz und wechselte Marcell Jansen ein. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr.

Durch den Sieg gegen Ghana spielte sich die deutsche Nationalmannschaft auf den ersten Tabellenplatz vor und damit im Achtelfinale den Klassiker gegen England ermöglicht, da die „Three Lions“ in der Gruppe C nur den zweiten Tabellenplatz erreicht hatten.

Abschlusstabelle der Gruppe D
Rang Land Tore Punkte
1 Deutschland Deutschland 5:1 6
2 Ghana Ghana 2:2 4
3 Australien Australien 3:6 4
4 Serbien Serbien 2:3 3
Australien – Serbien
2:1 (0:0)

Ein Sieg im letzten Gruppenspiel hätte für Serbien das Weiterkommen gesichert, für die Australier waren die Szenarien für ein Weiterkommen komplizierter. Dabei war das Weiterkommen des Teams aus Down Under vom Ausgang des Spiels Deutschlands gegen Ghana abhängig. Ein hoher Sieg Deutschlands oder eine Niederlage des Weltmeisterschaftsdritten von 2006 und Vize-Europameisters von 2008 gegen Ghana hätte für die Australier den zweiten Tabellenplatz bedeutet, falls man das eigene Spiel gegen Serbien gewinnen konnte.

In der ersten Halbzeit hatte Serbien mehr vom Spiel und konnte durch Miloš Krasić in der zwölften Minute in Führung gehen, doch dieser scheiterte alleinstehend vor Australiens Schlussmann Mark Schwarzer. Die Australier waren in der ersten Spielhälfte wenig nach vorne orientiert, sodass die 37.836 Zuschauer im nicht vollständig besetzten Mbombela-Stadion in Nelspruit nach 45 Minuten noch kein Tor gesehen hatten.

In der 69. Minute gingen die „Socceroos“ in Führung, nachdem sich nach der von Luke Wilkshire getretenen Hereingabe der beim FC Everton tätige Mittelfeldspieler Tim Cahill gegen Nemanja Vidić durchsetzte und zum 1:0 einköpfte. In der 73. Minute erhöhte Brett Holman mit einem Aufsetzer zum 2:0. Die Serben reagierten offensiv und stürmten nach vorne. Einen Torwartfehler führte in der 84. Minute zum Anschlusstreffer durch Marko Pantelić. Pantelić schob den Ball auch eine Minute später erneut ins Tor der Australier, der Treffer wurde jedoch wegen Abseits vom uruguayischen Schiedsrichter Jorge Larrionda nicht gegeben. In der Schlussphase kam es noch zu einigen gefährlichen Situationen vor dem australischen Tor, am Ende blieb es jedoch beim Ehrentreffer der Serben gegen die siegreichen Australier. Damit waren beide Mannschaften ausgeschieden. Schiedsricher Larrionda zückte fünfmal die Gelbe Karte, davon dreimal bestrafte er serbische Spieler und zweimal einen Australier.

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July 3, 2010

Fußball-WM: Portugal deklassiert Nordkorea

Fußball-WM: Portugal deklassiert Nordkorea

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Veröffentlicht: 17:02, 3. Jul. 2010 (CEST)
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Kapstadt / Johannesburg / Port Elizabeth (Südafrika), 03.07.2010 – Mit einem 7:0-Kantersieg hat Portugal das Team aus Nordkorea deklassiert. Spanien setzte sich gegen Honduras mit 2:0 durch. Chile gewinnt 1:0 durch einen Strafstoß gegen die Schweiz. Der Ärger im und um das französische Team und die Suspendierung von Nicolas Anelka erfuhr seine Fortsetzung.

Portugal – Nordkorea
7:0 (1:0)

Die rund 60.000 Zuschauer im Dauerregen von Kapstadt sahen einen wahren Torregen, den Portugal über Nordkorea niedergehen ließ. Schiedsrichter Pablo Pozo aus Chile bedachte beide Mannschaften mit jeweils zwei gelben Karten. Portugal hat sich damit eine gute Ausgangsposition verschafft, um in das Achtelfinale des Turniers einzuziehen. „Es war heute wichtig, so viele Tore zu schießen“, sagte Portugals Trainer Carlos Queiroz. Grund zum Jubeln hat er: selbst eine Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Brasilien würde die Portugiesen weiterkommen lassen, sofern nicht im zeitgleich stattfindenden Spiel die Mannschaft von der Elfenbeinküste nicht ähnlich viele Tore gegen die Nordkoreaner schießen würde. Das Ausscheiden Nordkoreas steht nach der zweiten Niederlage bereits fest.

Vorläufige Tabelle der Gruppe G
Rang Land Tore Punkte
1 Brasilien Brasilien 5:2 6
2 Portugal Portugal 7:0 4
3 Elfenbeinküste Elfenbeinküste 1:3 1
4 Nordkorea Nordkorea 1:9 0

Mit einer auf vier Positionen veränderten Mannschaft – Tiago, Miguel, Simão und Hugo Almeida ersetzten Deco, Paulo Ferreira, Danny und Liédson – gingen die Portugiesen in das Spiel und zwangen die Nordkoreaner vom Beginn an in die Defensive. Die erste Tormöglichkeit hatte Portugal in der dritten Minuten durch Christian Ronaldo. Nach einem Eckball in der siebten Minute hatte Innenverteidiger Ricardo Carvalho die Möglichkeit, das Führungstor zu erzielen. Sein Kopfstoß traf jedoch nur den Pfosten. Die Nordkoreaner hatten in der elften Minute die erste gefährliche Situation für das portugiesische Tor, doch Cha Jong-hyoks Distanzschuss aus 25 Metern ging jedoch etwa einem Meter am Tor vorbei. Weitere Tormöglichkeiten ergaben sich für die Nordkoreaner in der 18. Minute durch Hong Yong-jo und Ji Yun-nam. Doch schließlich war es Raul Meireles vom FC Porto, der nach einem Zuspiel von Tiago aus zehn Metern mit einem Flachschuss das Führungstor für die Portugiesen erzielte. Die Westeuropäer hatten in der Folge das Spiel unter Kontrolle und erspielten sich weitere Möglicheiten, ein weiteres Tor fiel jedoch in der ersten Halbzeit nicht mehr.

Die erste Torchance in der zweiten Halbzeit hatte in der 53. Minute Almeida, doch sein Schuss verfehlte das Tor knapp. In derselben Minute nutzte Simão ein Zuspiel von Meireles und schoss zwischen den Beinen des herauseilenden nordkoreanischen Torhüter hindurch ins Tor. In der 57. Minute erhöhte Almeida nach einer Flanke von Coentrao mit einem Kopfball und vier Minuten später traf Tiago. Auch die letzten drei Tore der Partie fielen innerhalb weniger Minuten durch Lieson (81.), Ronaldo (87.) und Tiago (89.). Für Ronaldo endete damit eine Durststrecke von elf Länderspielen, in der der Stürmer torlos geblieben war.

Das 7:0 ist der höchste Sieg in der Geschichte der portugiesischen Fußball-Nationalmannschaft. Den Nordkoreanern gelang im zweiten WM-Spiel gegen Portugal die Revanche für Niederlage bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 nicht. Damals unterlagen die Asiaten mit 5:3, nachdem sie bereits mit 3:0 geführt hatten. Der Matchwinner für die Portugiesen war seinerzeit Eusébio, der vier der fünf portugieischen Tore erzielte.

Chile – Schweiz
1:0 (0:0)

34.872 Zuschauer verfolgten im Nelson-Mandela-Bay-Stadion in Port Elizabeth die Arbeit des saudi-arabischen Schiedsrichters Khalil Ibrahim Al Ghamdi, der neun Gelbe Karten zückte – sechs für die Südamerikaner und dreimal für einen schweizerischen Spieler – und darüber hinaus den Schweizer Behrami vom Platz stellten. Deutlich unzufrieden mit der Arbeit des Schiedsrichters äußerte sich nach dem Spiel der Trainer der Schweizer, Otmar Hitzfeld: „Die Rote Karte war aus meiner Sicht keine. Das war nicht mal eine Gelbe. Ich finde, dass bei einer WM nur die besten Schiedsrichter pfeifen sollten, die auch sonst in den großen Ligen pfeifen – und nicht irgendwo am Strand.“

Beide Mannschaften gingen zunächst vorsichtig in das Spiel. Die Verhinderung eines frühen chilenischen Führungstors haben die Schweizer ihrem Torhüter Diego Benaglio zu verdanken, der zunächst Arturo Vidals Schuss abwehrte und dann den Nachschuss von Carlos Carmona hielt. Die chilenische Abwehr verhinderte ein Durchkommen der Schweizer im Mittelfeld. Nach einem zu kurzen Rückpass von Verteidiger Mauricio Isla in der 28. Minute konnte Chiles Torwart Claudio Bravo nur mühsam gegen den heransprintenden schweizerischen Stürmer Blaise Nkufo abwehren. Drei Minuten später zeigte Schiedsrichter Al-Ghamdi Behrami die Rote Karte, nachdem dessen Arm ins Gesicht Vidals gefahren war. Gegen zehn Schweizer kamen die Chilenen nur stärker ins Spiel und Hitzfeld ersetzte Stürmer Alexander Frei in der 42. Minute durch Tranquillo Barnetta.

Nach der Pause spielte statt Vidal und Humberto Suazo die offensiveren Spieler Mark González und Jorge Valdivia. Sanchez erzielte in der 49. Minute ein Tor, das der saudi-arabische Schiedsrichter jedoch nicht gab, weil drei Chilenen im Abseits standen. In der 56. Minute parierte Benaglio eine Möglichkeit von Sanchez nach einem Abwehrfehler von Stephane Grichting. In der 65. Minute nahm Chiles Trainer Mittelfeldmann Matías Fernández vom Platz und brachte dafür den Stürmer Esteban Paredes ein, drei Minuten später wechselte Hitzfeld Nkufo gegen Eren Derdiyok aus.

Die Chilenen drängten weiter nach vorne. In der 75. Minute spielte Paredes den nach vorne gelaufenen Torwart Benaglio an der Strafraumgrenze aus und flankte an den langen Pfosten, wo González den Ball mit dem Kopf in das Tor beförderte. Auf den Rückstand reagierte Hitzfeld mit der Einwechslung von Albert Bunjaku, der in der 77. Minute für Gelson Fernandes kam. Paredes verfehlte in der 84. Minute und fünf Minuten später das Tor. Den Ausgleich auf dem Fuß hatte Derdiyok den Ausgleich kurz vor dem Abpfiff, hielt jedoch dem Druck nicht stand, sodass es beim 1:0 blieb.

Vorläufige Tabelle der Gruppe H
Rang Land Tore Punkte
1 Chile Chile 2:0 6
2 Spanien Spanien 2:1 3
3 Schweiz Schweiz 1:1 3
4 Honduras Honduras 0:3 0
Spanien – Honduras
2:0 (1:0)

54.386 Zuschauer waren im Ellis-Park-Stadion in Johannesburg, als der japanische Schiedsrichter Yūichi Nishimura zwei gelbe Karten für Honduras vergab und Spaniens David Villa in der 62. Minute einen Strafstoß nicht verwandeln konnte. Villa traf dennoch zweimal. Spaniens Trainer del Bosque erklärte nach dem Spiel, der Sieg sei wichtig gewesen und die Mannschaft sei „mit dem Ergebnis zufrieden“.

Der amtierende Europameister Spanien ging mit den beiden Stürmern Villa und Fernando Torres offensiv in das Spiel. Glück hatten die Zentralamerikaner, als Villas Fernschuss in der siebten Minute aus 25 Metern nur die Querlatte traf. Glück hatten auch die Spanier, als nach einem Steilpass von Walter Martínez David Suazo auf das spanische Tor zustürmte, doch der herauseilende spanische Torhüter Iker Casillas konnte Suazos Angriff an der Strafraumgrenze stoppen. Der sich anschließende Konter führte die Spanier bis in den Strafraum von Honduras. Villa verlud drei Verteidiger und schoss dann ins lange Eck. Spanien blieb auch nach dem Führungstor offensiv, vor allem über die Flügel, doch konnte die Mannschaft ihre Überlegenheit nicht ausnutzen, um Tore zu erzielen. Nach einer halben Stunde war dann die Luft raus aus dem spanischen Angriffsspiel. Glück hatte Villa, als der japanische Schiedsrichter seine Tätlichkeit gegen Emilio Izaguirre nicht sah.

Reynaldo Rueda, der Trainer der Honduraner, brachte nach der Halbzeitpause mit Georgie Welcome einen zweiten Stürmer, doch häufige Ballverluste machten die Bemühungen zunichte, zum spanischen Tor vorzudringen. Ein Ballverlust leitete auch das 2:0 in der 51. Minute ein, das Villa mit einem Schuss aus 20 Metern Torentfernung erzielte. Osman Chávez hatte den Ball noch abgefälscht. In der 62. Minute wurde Jesús Narvas von Izaguirre im Strafraum gefoult und Schiedsrichter Nishimura entschied auf Strafstoß. Villa schoss jedoch rechts am Tor vorbei. In der 66. Minute wurde der Schuss von Cesc Fàbregas, der direkt zuvor für Xavi eingewechselt wurde, auf der Torlinie abgewehrt, Sergio Ramos traf wenig später nur knapp am Tor vorbei. In der Schlussphase spielten die Spanier nur auf ein Halten des Torstandes. Eine weitere Chance auf sein drittes Tor im Spiel ließ sich Villa in der 87. Minute entgehen, als Sergio Mendoza seinen Schuss in höchster Not blockte.

Frankreichs Nationalmannschaft in Unordnung

Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech rechnete damit, dass einige seiner Spieler beim letzten Gruppenspiel gegen Südafrika nicht auflaufen wollen. Domenech beschuldigte die entsprechenden Spieler der „Blödheit“. Die Chancen Frankreichs auf ein Weiterkommen sind nach zwei Gruppenspielen gering. Nur wenn sich Mexiko und Uruguay nicht unentschieden trennen würden, bestanden für die „Bleus“ noch Chancen – und auch das nur bei einer ausreichend hohen Torzahl gegen Südafrika. „Profis müssen ein Vorbild sein. Was die Spieler gemacht haben, war dumm“, kritisierte Domenech den Trainingsboykott vom 19. Juni. Unmittelbar nach dem Abbruch des Trainings war Teammanger Jean-Louis Valentin zurückgetreten.

Von der französischen Presse wurde die Situation im französischen Team teilweise deutlich kritisiert. Für „Le Figaro“ hat sich das französische Team vor der ganzen Welt lächerlich gemacht und für „Le Parisien“ ist es „schon unerträglich, das schlechteste Team bei einer WM zu stellen. Aber auch noch das dümmste zu haben, ist“ für die Zeitung nicht tolerierbar. Ähnlich schonungslos sind auch ehemalige Nationalspieler. Emmanuel Petit bezeichnete die Vorgänge als „total unprofessionell“ und „traurig, beschämend“. Zinédine Zidane schimpfte, „wir sind hier bei einer WM. Da muss man sich doch zusammenreißen.“

Verärgerung hat die Mannschaft auch bei Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hervorgerufen. Er entsandte die Wirtschaftsministerin und frühere Synchronschwimmerin Christine Lagarde nach Südafrika. Diese kündigte an: „Die Zeit der Disziplinarmaßnahmen wird kommen.“ Sportministerin Roselyne Bachelot forderte wegen der „Empörung der Franzosen“ im französischen Staatsfernsehen TF1 von der Mannschaft die „Wahrung der Würde“. Die Kommunistische Partei Frankreichs bezeichnete die Vorgänge als „allgemeine Bankrotterklärung“, die rechtsextremistische Front National sprach von der „weltweiten Demütigung unserer Nation“.

Konsequenzen hat das Chaos in der französischen Nationalmannschaft wohl auch bei den Sponsoren. Crédit Agricole hat angekündigt, die „Equipe Tricolore“ nicht mehr finanziell unterstützen zu wollen.

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June 29, 2010

Fußball-WM: Italien spielt unentschieden gegen Neuseeland

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Veröffentlicht: 22:56, 29. Jun. 2010 (CEST)
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Bloemfontein / Nelspruit / Johannesburg (Südafrika), 29.06.2010 – Italien hat sich mit dem Unentschieden im Spiel gegen Neuseeland in eine ungünstige Ausgangsposition für das letzte Gruppenspiel gegen die Slowakei gebracht. Diese Mannschaft hat ihr Spiel gegen Paraguay klar verloren. Ebenso eindeutig war der Sieg der brasilianischen Nationalmannschaft gegen die Mannschaft von der Elfenbeinküste. Auch nach der Suspendierung des französischen Nationalspielers Nicolas Anelka kommt die „Équipe Tricolore“ nicht zur Ruhe.

Slowakei – Paraguay
0:2 (0:1)

26.643 Zuschauer sahen im Free-State-Stadion von Bloemfontein das von Schiedsrichter Eddy Maillet von den Seychellen geleitete Spiel, in dem es vier Gelbe Karten gab: drei für die Slowaken und eine für einen Paraguayer. Paraguays Trainer Gerardo Martino zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit dem Punktgewinn, es sei „in einer solch ausgeglichenen Gruppe sehr wichtig, vier Punkte zu haben“.

Die Slowaken konnten den Sieg der Südamerikaner zu keiner Zeit in Gefahr bringen. Die erste Torchance hatten die Paraguayer durch Roque Santa Cruz in der dritten Spielminute, doch sein abgefälschter Schuss wurde von Ján Mucha abgewehrt. Die Südamerikaner waren zwar überlegen, konnten aber nicht nahe genug an das slowakische Tor gelangen. Die Schüsse von Cristian Riveros in der 16. Minute, von Lucas Barrios in der 23. Minute und Nelson Valdez zwei Minuten später wurden entweder abgewehrt, waren zu hoch oder gingen neben das Tor. In der 27. Minute war Mittelfeldspieler Vera schließlich erfolgreich. In der 39. Minute hatte Santa Cruz das 2:0 auf dem Fuß, doch der slowakische Torhüter konnte seinen Flachschuss mit dem Fuß parieren.

Die „Albirroja“ störten das slowakische Spiel schon in deren eigener Spielhälfte, sodass die Slowaken den Ball oft weit ins gegnerische Spielfeld droschen, um sich etwas Luft zu verschaffen. Dieser Spielverlauf setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Nur das zweite Tor für die Südamerikaner ließ auf sich warten, bis schließlich in der 86. Minute Riveros mit dem 2:0 den Endstand herstellte.

Italien – Neuseeland
1:1 (1:1)

Mit dem zweiten 1:1 in Folge hat sich der amtierende Weltmeister Italien in eine ungünstige Ausgangsposition im letzten Grupppenspiel gegen die Slowakei gebracht. 38.230 Zuschauer im Mbomela-Stadion von Nelspruit sahen das vom guatemaltekischen Schiedsrichter Carlos Batres geleitete Spiel, der drei Neuseeländer mit Gelben Karten bedachte. „Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir mehr zeigen“, stellte Italiens Trainer Marcello Lippi nach dem Spiel selbstkritisch fest. Neuseeland und Italien sind nach dem zweiten Gruppenspiel immer noch punkt- und torgleich.

Die „Squadra Azzurra“ lief ohne Andrea Pirlo und Torhüter Gianluigi Buffon, den Rückenprobleme zu schaffen machen. Die „All Whites“ vom anderen Ende der Welt gingen überaschend in der siebten Minute in Führung. Nachdem Winston Reid, der im Spiel gegen Slowenien den Ausgleich für die Neuseeländer erzielt hatte, einen Freistoß in Richtung Strafraum weiterleitete, konnte dort nach einem Abpraller von Fabio Cannavaro der in der australischen Liga spielende Shane Smeltz den Ball ungehindert an Ersatztorhüter Federico Marchetti vorbei ins Netz der Italiener befördern. Zwar stand Smeltz in abseitsverdächtiger Position, doch Schiedsrichter Batres entschied auf Tor.

Vorläufige Tabelle der Gruppe F
Rang Land Tore Punkte
1 Paraguay Paraguay 3:1 4
2 Italien Italien 2:2 2
2 Neuseeland Neuseeland 2:2 2
4 Slowakei Slowakei 1:3 1

Die Italiener drängten nun häufig in Richtung neuseeländisches Tor, das von Mark Paston gehütet wurde. Riccardo Montolivos Schuss in der 27. Minute ging an den Pfosten. In der 29. Minute zog Tommy Smith den für AS Rom Spielenden Daniele De Rossi am Trikot. Dieser ließ sich fallen und Schiedsrichter Batres deutete auf den Elfmeterpunkt. Der Strafstoß wurde von Vincenzo Iaquinta problemlos verwandelt. Nach dem Ausgleichstor ließen die Italiener es gut sein mit der Offensive.

Nach der Pause war der Drehschuss des in der Pause eingewechselten Antonio Di Natale in der 49. Minute zunächst die einzige nennenswerte Torchance der Italiener. Erst nach über einer Stunde Spielzeit gelangte Iaquinta in eine gute Schussposition, konnte seinen Versuch aus 13 Meter Torentfernung nicht erfolgreich abschließen. Nach der Einwechslung von Giampaolo Pazzini wurden die Italiener stärker und die Neuseeländer waren in die Defensive gedrängt. Nach Ivan Vicelichs Fernschuss auf das italienische Tor, der abgewehrt wurde, konterte Italien. Der Konter in der 63. Minute endete endete mit einem Kopfball von Giorgio Chiellini neben das neuseeländische Tor. In der 70. Minute stellte Montolivo Neuseelands Schlussmann Paston auf die Probe. Die letzte Tormüglichkeit für Italien setzte Di Natale in der 81. Minute am linken Torposten vorbei ins Aus. Die Chance, das Spiel noch zu gewinnen, hatten auch die Kiewis, als in der 83. Minute Chris Wood sehr knapp das italienische Tor nicht traf.

Brasilien – Elfenbeinküste
3:1 (1:0)

In der mit 84.455 Zuschauer ausverkauften Soccer City in Johannesburg schien der französische Schiedsrichter Stéphane Lannoy mit dem teils ruppigen Spielverlauf überfordert und der sich vom Torschützen zum 2:0 verschaukeln ließ, als er ihn befragte, ob er den Ball mit der Hand gespielt habe. „Vielleicht war es die heilige Hand Gottes“, spielte Luís Fabiano nach dem Spiel auf Diego Maradonnas Viertelfinaltreffer gegen England bei der Weltmeisterschaft 1986 an. Mit dem Sieg gegen die Ivorer sicherten sich die Brasilianer bereits nach dem zweiten Spiel den Einzug ins Achtelfinale.

Die erste Torchance hatten nach 48 Sekunden die Südamerikaner. Robinho zog aus 30 Metern ab, traf jedoch knapp über das von Boubacar Barry gehütete Tor der Ivorer. Diese bemühten sich zunächst erfolgreich, die Brasilianer gar nicht erst in die Nähe des ivorischen Tores zu lassen. Nur bei Standardsituationen konnten die Brasilianer die gut gestaffelte Abwehr der Westafrikaner durchdringen. Schließlich ließ Kaká in der 25. Minute durch ein Dribbling zwei Abwehrspieler aussteigen und spielte im Strafraum zu dem freistehenden Luís Fabiano, der den Ball aus spitzem Winkel unter die Torlatte zielte.

Bis zur Pause hatten die Brasilianer keine zwingenden Tormöglichkeiten mehr, die Ivorer konnten ihrerseits die Führung der Südamerikaner nicht gefährden. Didier Drogba wurde offenbar durch die Manschette behindert, die er wegen seines Armbruches Anfang Juni trug und war wenig sichtbar. Die besten Gelegenheiten für die Elfenbeinküste konnte Aruna Dindane in der 38. und 39. Minute erspielen. Zunächst versuchte er es mit einem Volleyschuss nach Vorlage von Guy Demel, doch dieser wurde abgeblockt, eine Minute später konnte Trohüter Júlio César einen Aufsetzer Dindanes aus 18 Metern problemlos unter Kontrolle bringen.

In der 51. Minute spielte Luis Fabiano drei ivorische Abwehrspieler aus, wobei er zweimal seinen Oberarm zu Hilfe nahm, dann schloss er mit einem harten Schuss mit links die Aktion zum 2:0 ab. „Schade, dass der Schiedsrichter das nicht gesehen hat. Es ist schon so schwierig, Luís Fabiano auszuschalten – es ist noch schwieriger, wenn er vor dem Tor seine Hand benutzt“, meinte Sven-Göran Eriksson, der Trainer der Ivorer nach dem Spiel. Das 2:0 lähmte die Ivorer, die danach nur durch Drogba in der 54. Minute gefährlich werden konnte, doch dessen Kopfball verfehlte das Tor knapp. In der 61. Minute fiel dann die endgultige Entscheidung mit dem 3:0 durch Elano, der eine Vorlage von Kaká verwerten konnte.

Die Schlussphase des Spieles war von Hektik und ruppiger Spielweise geprägt. Nach einem Foul von Cheik Tioté musste Elano mit der Tragbahre vom Platz getragen werden. Kaká setzte kurz vor Schluss gegen Abdulkader Keita seine Ellenbogen ein und wurde in der 88. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gewiesen. Der Ehrentreffer der Ivorer in der 79. Minute kam zu spät, um das Spiel noch herum zu reißen.

Anarchie in Frankreichs Team

Auch ohne den inzwischen durch Entscheidung des französischen Fußballverbandes (FFF) nach Hause geschickten Nicolas Anelka hat sich die Stimmung im französischen Team nicht verbessert. Beim Training der Mannschaft kam es am Samstag, dem 19. Juni, zu einem Disput zwischen Mannschaftskapitän Patrice Evra und dem für Fitness zuständigen Trainer Robert Duverne, in den Nationaltrainer Raymond Domenech eingriff. Die Spieler brachen daraufhin das Training ab und kehrten in ihre Unterkunft zurück. Teammanager Jean-Louis Valentin bezeichnete das Verhalten der Spieler als einen „Skandal für Frankreich, das Team und den Verband“. Die Spieler verweigerten, so Valentin, das Training aus Unzufriedenheit über die Suspendierung Anelkas. Er sei „empört“ und „angewidert“ und erkläre deswegen seinen sofortigen Rücktritt. Valentin sprach es, stieg in sein Auto und fuhr davon.

„Alle Spieler, ohne Ausnahme, protestieren gegen die Entscheidung der FFF, Nicolas Anelka zu suspendieren“, hieß es in einer von Domenech verlesenen Erklärung der Spieler. Der Verband bezeichnete das Handeln der Spieler als „inakzeptabel“, man werde sich nach dem Turnier mit den Konsequenzen befassen. Verbandsvizepräsident Christian Teinturier verlangte, Anelka dürfe „nie wieder das französische Trikot tragen“.

Anelka wurde nach Hause geschickt, nachdem die französische Sportzeitung „L′Équipe“ eine Beschimpfung des umstrittenen Trainers Domenech durch Anelka wiedergegeben hatte. Mannschaftskapitän Evra und Bayern-Spieler Franck Ribéry sind der Auffassung, dass der Zwischenfall von einem „Verräter“ an die Presse weitergegeben worden sein muss. Dieser müsse gefunden und aus dem Team geworfen werden, erklärte Evra. Ribéry stellte klar, „die Sachen, die in der Kabine passieren, müssen auch in der Kabine bleiben“.

Anelka hat inzwischen in einem Interview der Tageszeitung „France Soir“ erklärt, er habe „eine lebhafte Diskussion“ mit dem Trainer gehabt, machte jedoch deutlich, die von „L′Équipe“ gedruckte Beschimpfung seien nicht seine Worte. Die Zeitung teilte inzwischen mit, „mehr als einen Zeugen“ für Anelkas Streit mit Domenech zu haben.

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June 24, 2010

Fußball-WM: Deutschlands Flop gegen Serbien

Fußball-WM: Deutschlands Flop gegen Serbien

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Veröffentlicht: 23:20, 24. Jun. 2010 (CEST)
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Port Elizabeth / Kapstadt / Johannesburg (Südafrika), 24.06.2010 – Erst flog Klose vom Platz, dann kassierte Neuer ein Tor, schließlich verschoss Podolski einen Strafstoß – das 0:1 gegen Serbien bescherte dem deutschen Team im letzten Gruppenspiel gegen Ghana ein richtiges Finalspiel, in der nur ein Sieg das Weiterkommen sichern kann. Auch England war am siebten Tag der Weltmeisterschaft nicht überzeugend, gegen Algerien reichte es nur zu einem Unentschieden. Remis endete auch die Partie zwischen Slowenien und den Vereinigten Staaten.

Deutschland – Serbien
0:1 (0:1)

38.294 Zuschauer in Port Elizabeth sahen eine miserable Schiedsrichterleistung des spanischen Schiedsrichters Alberto Undiano Mallenco, acht Gelbe Karten – je vier für beiden Mannschaften, eine phasenweise stark spielende, aber glücklose deutsche Nationalelf. Stürmer Miroslav Klose musste in der 37. Minute wegen wiederholten Foulspiels nach Gelb-Rot vom Platz und eine Minute später erzielte Milan Jovanović das einzige Tor des Spieles.

Die deutsche Mannschaft wurde bei ihren Angriffen schon in der eigenen Hälfte von den offensiv aufspielenden Serben gestört. Der kleinlich pfeifende Schiedsrichter verteilte in der ersten halben Stunde bereits fünf Gelbe Karten. Nach seinem zweiten Foul – beide von der Sorte „unnötig“ – sah Klose zum zweiten Mal gelb und musste das Spielfeld verlassen. Die von da an nur noch mit zehn Mann spielenden Deutschen waren zunächst wie gelähmt. Miloš Krasić war dem schlecht spielenden Holger Badstuber entlaufen und flankte in den Torraum. Nikola Žigić setzte sich beim Kopfballduell gegen Per Mertesacker durch und köpfte auf den freistehenden Jovanović weiter, der praktisch ungehindert in das deutsche Tor einschießen konnte. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Sami Khedira nach einem Eckball. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff traf er jedoch nur die Unterlatte.

Nach dem Wiederanpfiff dominierten die Deutschen das Spiel für eine gute Viertelstunde. Lukas Podolski boten sich mehrere Torgelegenheiten, verwerten konnte er keine. In der 58. Minute ging sein Schuss nach einem Zuspiel von Mesut Özil am Tor vorbei, zwei Minuten später traf er nur das Außennetz. Noch in der 60. Minute entschied der spanische Schiedsrichter auf Strafstoß, nachdem ein serbischer Abwehrspieler im Torraum mit der Hand den Ball berührt hatte. Podolski – nicht Bastian Schweinsteiger – lief an und kickte den Ball in Richtung rechte untere Ecke des serbischen Gehäuses. Genau dahin flog Serbiens Torwart Vladimir Stojković und konnte den nicht besonders scharf geschossenen Ball abwehren. Podolskis Fehlschuss war der erste nicht verwandelte deutsche WM-Elfmeter seit Uli Stielikes Fehlschuss beim Elfmeterschießen bei der Weltmeisterschaft 1982 im Halbfinalspiel gegen Frankreich.

Auch die Einwechslungen von Marko Marin und Cacau und später von Mario Gomez konnten an der Niederlage der deutschen Nationalmannschaft nichts mehr ändern.

England – Algerien
0:0

Vor den Augen der britischen Prinzen William und Harry sowie rund 64.100 weiteren Zuschauern im Green-Point-Stadion in Kapstadt trennten sich England und Algerien mit einem für die Engländer blamablen torlosen Unentschieden. Der usbekische Schiedsrichter Ravshan Ermatov bedachte beide Seiten mit je einer Gelben Karte. „Wir stehen jetzt natürlich mächtig unter Druck. Auch gegen Algerien waren wir nicht gut genug. Wenn wir das Achtelfinale noch erreichen wollen, müssen wir uns endlich steigern“, stellte Englands Mannschaftskapitän Steven Gerrard nach dem Spiel fest.

England begann das Spiel offensiv, leistete sich jedoch viele Fehlpässe und Fouls, bevor man ernsthaft in die Tornähe der Nordafrikaner gelangte. Die beiden Stürmer Emile Heskey und Wayne Rooney agierten viel zu harmlos, um das vom algerischen Ersatztorhüter Raïs M’Bolhi bewachte Tor gefährdem zu können. Nach einer Viertelstunde kamen die Algerier besser ins Spiel und hatten mit Ryad Boudebouz in der 22. Minute und mit Karim Ziani in der 23. Minute zwei gute Chancen, in Führung zu gehen. In der 35. Minute leitete ein Ballverlust von Gareth Barry in der algerischen Hälfte einen Gegenangriff ein, den Ziani mit einem knapp neben das Tor gesetzten Schuss abschloss. Gute Chancen in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit hatten auch die Engländer: ein Versuch von Frank Lampard in der 33. Minute, ein Fernschuss von Barry in der 39. Minute und vier Minuten später ein Distanzschuss von Rooney.

Die ersten dreißig Minuten der zweiten Halbzeit vergingen ohne nennenswerte Bemühungen der Engländer, ein Tor zu erzielen. Erst ein von Barry eingeleiteter Angriff brachte in der 69. Minute Gefahr in Tornähe der Algerier, doch ein von Heskey gespielter Querpass erreichte Rooney nicht. Demnach blieb es bei dem torlosen Unentschieden.

Slowenien – USA
2:2 (2:0)

45.573 Zuschauer im Ellis Park von Johannesburg sahen fünf Gelbe Karten, davon vier für die Slowenen und eine für einen nordamerikanischen Spieler. Schiedsrichter Koman Coulibaly gab ein Tor der Vereinigten Staaten nicht, sodass Slowenien das Unentschieden retten und sich so die Chancen auf das Achtelfinale bewahren konnte. US-Trainer Bob Bradley kritisierte, „Ich weiß nicht, warum der Schiedsrichter das abgepfiffen hat“.

Einen kritischen Punkt erreichte das Spiel bereits nach zwanzig Sekunden: Als bei einem Kopfballduell Clint Dempsey und Zlatan Ljubijankič unglücklich zusammenprallen, ist die Situation so angespannt, dass Schiedsrichter Coulibaly zwei Minuten braucht bis er weiterspielen lassen kann. Die erste richtige Möglichkeit für die Slowenen nutzte Valter Birsa aus, der aus 25 Meter Torentfernung schoss und den US-amerikanischen Torwart Tim Howard überraschte. In der 40. Minute hatte die slowenische Mannschaft Glück, als Mišo Brečko eine für Landon Donovan bestimmte Flanke von Clint Dempsey aus dem Strafraum befördern konnte. Der sich anschließende Konter führte schließlich zum Halbzeitstand von 2:0. Ljubijankič erhielt das Zuspiel des für den 1. FC Köln spielenden Milivoje Novakovič und schoss am herauslaufenden US-Schlussmann vorbei ins Tor.

Nach der Halbzeitpause wurden die US-Boys offensiver. In der 48. Minute erzielte Donovan mit einem Schuss aus spitzem Winkel direkt unter das Gebälk den Anschlusstreffer. Dem bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag stehenden Michael Bradley gelang schließlich in der 82. Minute der Ausgleich. Um den Siegtreffer durch Maurice Edu wurde das US-Team durch Schiedsrichter Coulibaly gebracht, der in der Situation ein Foul gesehen haben will.

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June 23, 2010

Fußball-WM: Frankreich unterliegt Mexiko, auch Nigeria patzt

Fußball-WM: Frankreich unterliegt Mexiko, auch Nigeria patzt

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Veröffentlicht: 15:39, 23. Jun. 2010 (CEST)
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Bloemfontein / Johannesburg / Polokwane (Südafrika), 23.06.2010 – Durch einen Sieg gegen Nigeria hat sich die von Otto Rehhagel trainierte griechische Mannschaft die Chance auf das Achtelfinale gewahrt. Frankreich unterliegt überraschend gegen Mexiko und kann nur auf ein Wunder hoffen, um das Aus in der Gruppenphase zu vermeiden. Argentinien siegte souverän gegen Südkorea.

Griechenland – Nigeria
2:1 (1:1)

Zwar waren die Afrikaner in der 16. Minute durch einen von Ikechukwu Uche getretenen Freistoß in Führung gegangen, doch kurz vor der Pause konnte Griechenland ausgleichen. Schließlich sahen die 31.593 im Free-State-Stadion von Bloemfontein in der 71. Minute den Siegtreffer für die Griechen. Schiedsrichter Oscar Julián Ruiz aus Kolumbien gab vier Gelbe Karten – drei für griechische Spieler, eine für einen Nigerianer – und eine Rote Karte für den Nigerianer Sani Kaita wegen Tätlichkeit.

Otto Rehhagels Mannschaftsaufstellung ließ ein defensives Spiel erwarten, während Lars Lagerbäck, der Trainer der nigerianischen Mannschaft ein offensiv platziertes Team ins Spiel schickte. Beide Mannschaften starteten nervös in das Spiel, es kam zu vielen Fehlpässen. In der 16 Minute kam es unerwartet zu dem Freistoßtor, als Torhüter Alexandros Tzorvas am Ball vorbeisegelte. Das Gegentor rüttelte die Griechen jedoch nicht wach, sie spielten weiter defensiv, als ob ihnen an einem Sieg nichts läge. Die Nigerianer hatten die Griechen in der Folgezeit unter Kontrolle, bis es nach einer harmlosen Rempelei zu einer Situation kommt, in der Schiedsrichter Ruiz rot ziehen musste. Kaita trat nach Vassilis Torosidis und flog dafür vom Platz und die Nigerianer mussten das Spiel zu zehnt fortsetzen. Otto Rehhagel brachte daraufhin mit Georgios Samaras einen weiteren Stürmer.

Vorläufige Tabelle der Gruppe B
Rang Land Tore Punkte
1 Argentinien Argentinien 5:1 6
2 Südkorea Südkorea 3:4 3
3 Griechenland Griechenland 2:3 3
4 Nigeria Nigeria 1:3 0

In der Schlussphase der ersten Halbzeit standen die Nigerianer dann unter Druck. In der 39. Minute konnte Nigerias Torhüter Vincent Enyeama gerade noch abwehren, in der 41. Minute rettete Lukman Haruna auf der Torlinie. Doch in der 44. Minute fiel der Ausgleich, als Haruna weniger glücklich dastand und Dimitrios Salpingidis′ Schuss von der Strafraumgrenze ins eigene Tor abfälschte. Der Ausgleich war das erste Tor, das Griechenland bei einer Fußball-Weltmeisterschaft erzielt hat.

Der Hoffenheimer Chinedu Obasi wurde in der Halbzeitpause für Peter Odemwingie eingewechselt, doch die nächste Viertelstunde war das Spiel wenig unterhaltsam. Beide Mannschaften hatten die Chance in Führung zu gehen. Zunächst scheiterte Gekas an Nigerias Schlussmann, den direkt darauffolgenden Konter wehrte Tzorvas mit Mühe gegen Yakubu Aiyegbeni ab, der Nachschuss von Obasi ging neben das leere Tor. In der 68. Minute parierte Enyeama einen Schuss von Samaras, doch in der 71. Minute fiel die Entscheidung für Griechenland, als der nigerianische Torhüter einen flach geschossenen Ball von Alexandros Tziolis nicht unter Kontrolle brachte und Torosidis den Ball ins Tor beförderte. Die Westafrikaner versuchten in der Schlussphase noch, das Steuer herumzureißen, doch ihr langes Unterzahlspiel war zu kräfteverzehrend, sodass Griechenland noch einige Chancen zu einer Erhöhung des Spielstandes erspielte, jedoch diese nicht erfolgreich abschließen konnte.

Argentinien – Südkorea
4:1 (2:1)

In der Soccer City von Johannesburg fertigte Argentiniens Team, das vom früheren Weltmeister Diego Maradona gecoacht wird, die Südkoreaner überlegen mit 4:1 ab. Das von Schiedsrichter Frank De Bleeckeren geleitete Spiel sahen 82.174 Zuschauer. Der Schiedsrichter zückte fünfmal die Gelbe Karte, zweimal für einen südkoreanischen Spieler und dreimal für einen Spieler aus Argentinien.

In der Anfangsphase ließen die Argentinier den Ball von Station zu Station laufen – und die von Trainer Huh Jung-moo defensiv aufgestellten Südkoreaner hinterher. Diese kamen bei Kontern nicht schnell genug aus der eigenen Hälfte, um Argentinien in dieser Spielphase zu gefährden. Die Führung der ansehnlich spielenden Argentinier geschah jedoch nicht aus dem Spiel, sondern es ging ihr eine Standardsituation voraus. Einen von Lionel Messi getretenen Freistoß fälschte der Südkoreaner Park Chu-young ins eigene Tor ab. In der 23. Minute musste Argentiniens Abwehrspieler Walter Samuel wegen einer Verletzung gegen Nicolás Burdisso ausgewechselt werden. Ein Freistoß von Carlos Tévez ging in der 25. Minute knapp über das Tor. Das 2:0 durch Gonzalo Higuaín per Kopfball folgte nach einer Flanke von Clemente Rodríguez, die Burdisso per Kopfball verlängert hatte. Ángel Di María scheiterte kurz vor der Pause am südkoreanischen Torhüter Jung Sung-ryong, der beim 2:0 schlecht ausgesehen hatte. Der Anschlusstreffer für die Südkoreaner fiel kurz vor dem Halbzeitpfiff, bereits in der Nachspielzeit. Offenbar waren die Spieler bereits gedanklich in der Pause, als Abwehrspieler Martín Demichelis einen Ball unbedacht abspielte. Den konnte Lee Chung-yong abstauben und ungehindert zum 2:1 verwandeln.

Statt Ki Sung-yong lief nach der Halbzeitpause Kim Nam-il auf. Der Spielverlauf in der zweiten Hälfte ähnelte dem der ersten; die Argentinier stürmten gegen das südkoreanische Tor an, die Südkoreaner beschränkten sich auf das Abwehren. Higuaín konnte nach einem Abwehrfehler von Kim Dong-jin frei vor das Tor Jungs gelangen, doch dieser parierte seinen Schussversuch. In der 58. Minute erhielten die Argentinier eine Warnung, als Yeom Ki-hun schnell über die rechte Seite an das argentinische Tor gelangte, doch der Ball traf nur das Außennetz. In der Folge spielten die Argentinier nicht mehr bedingungslos nach vorne. Messi leitete schließlich die Vorentscheidung ein. Sein erster Schuss wurde von Torhüter Jung noch abgewehrt, sein Nachschuss ging an den Pfosten, doch der Abpraller gelangte zu dem einen Meter vor dem Tor stehenden Higuaín, der den Ball ins Tor schob. Vier Minuten später war es Higuaín, der mit seinem dritten Tor im Spiel den Endstand von 4:1 herstellte.

Vorläufige Tabelle der Gruppe A
Rang Land Tore Punkte
1 Urugay Uruguay 3:0 4
2 Mexiko Mexiko 3:1 4
3 Frankreich Frankreich 0:2 1
4 Südafrika Südafrika 1:4 1
Frankreich – Mexiko
0:2 (0:0)

35.370 Zuschauer sahen die Niederlage des amtierenden Vizeweltmeisters Frankreich im Peter-Mokaba-Stadion von Polokwane. Die Ausgangssituation der Franzosen vor dem letzten Gruppenspiel wurde durch die Niederlage praktisch aussichtslos. In dem vom sudia-arabischen Schiedsrichter Khalil Ibrahim Al Ghamdi gepfiffenen Spiel gab es sechs Gelbe Karten, vier auf Seiten Mexikos und zwei für französische Spiele. Wegen ihrer zweiten Gelben Karte im Turnier müssen der Franzose Toulalan und der Mexikaner Juarez im dritten und letzten Gruppenspiel am 22. Juni pausieren.

Gegenüber dem Auftaktspiel nahm der französische Trainer Yoann Gourcuff aus der Mannschaft, der Bayern-Stürmer Franck Ribéry rückte nach innen. Auf seine Position setzte Trainer Raymond Domenech den Chelsea-Spieler Florent Malouda. Impulse brachte die Veränderung dem französischen Spiel nicht, die Chancen der Bleus sind schnell aufgezählt: ein Freistoß von Ribéry aus rund 35 Metern, der von Mexikos Schlussmann Óscar Pérez problemlos gefangen wurde und in der 13. Minute Maloudas Freistoß-Variante, die über Anelka zu Ribéry gelangte, dessen Flanke jedoch ins Seitenaus flog. Auf der Gegenseite waren die Mexikaner gefährlicher. Carlos Vela traf in der achten Minute den Ball nicht richtig, vier Minuten später ging Guillermo Francos Versuch über das Tor. Der Schuss des Linksverteidigers Carlos Salcido ging knapp neben das Gehäuse der Franzosen, in der 27. Minute scheiterte er am französischen Torhüter Hugo Lloris.

In der zweiten Halbzeit – Frankreichs Trainer Domenech hatte in der Pause den kaum sichtbaren Nicolas Anelka gegen Pierre-André Gignac ausgewechselt – war die französische Ausbeute ähnlich gering: ein Schuss von Ribéry aus 17 Metern in der 55. Minute endete bei Torhüter Pérez. Eine Minute früher hatte aus ähnlicher Distanz Malouda die erste Chance der zweiten Halbzeit. Sein Schuss ging jedoch uber das Gebälk. Thierry Henry konnte am schwachen Abschneiden der Franzosen nichts ändern, er saß das Spiel über auf der Bank und wurde nicht eingewechselt. Die Mexikaner gingen in der 64. Minute in Führung, als Rafael Márquez spielte steil zu Javier Hernández, die Franzosen reklamierten Abseitsposition, doch der Schiedsrichter ließ das Spiel weiterlaufen. Hernández spielt um Lloris herum und schoss problemlos zum Führungstor ein. In der 79. Minute erhöhte schließlich Cuauhtémoc Blanco zum 2:0 durch Foulelfmeter, nachdem Eric Abidal den Mexikaner Pablo Barrera im Strafraum gefoult hatte.

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June 17, 2010

Fußball-WM: Brasiliens Turnierauftakt nicht berauschend

Fußball-WM: Brasiliens Turnierauftakt nicht berauschend

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Veröffentlicht: 11:59, 17. Jun. 2010 (CEST)
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Rustenburg / Port Elizabeth / Johannesburg (Südafrika), 17.06.2010 – Brasilien mühte sich, kam aber über ein 2:1 gegen Nordkorea nicht hinaus. Das zweite Spiel der als „Todesgruppe“ titulierten Gruppe G zwischen Portugal und der Elfenbeinküste endete torlos. Unentschieden trennten sich auch die Slowakei und Neuseeland; hier bescherte der Ausgleich in der dritten Minute der Nachspielzeit den Neuseeländern den historischen ersten Punkt bei einer Weltmeisterschaftsendrunde.

Neuseeland – Slowakei
1:1 (0:0)

Die Begegnung zwischen der Slowakei und Neuseeland vervollständigte die erste Spielrunde in der Gruppe F – und macht die Situation verworren. Alle vier Teams sind punkt- und torgleich. Das Spiel in Rustenburg sahen rund 20.000 Zuschauer. Es wurde vom einheimischen Schiedsrichter Jerome Damon geleitet, der beide Mannschaften mit je einer Gelben Karte belohnte. „Unser Land hat heute einen Grund zu feiern. Dieser Punkt bedeutet sehr viel für den Fußball bei uns“, erklärte Neuseelands Trainer Ricki Herbert glücklich. Sein Gegenüber, der slowakische Trainer Vladimír Weiss sieht das Abschneiden seiner Mannschaft hingegen als „kleine sportliche Tragödie“.

Von dem recht langweiligen Spiel im Royal-Bafokeng-Stadion Rustenburgs gibt es wenig zu berichten. Die Slowaken brauchten eine gute halbe Stunde, um ihr Spiel zu finden, kontrollierten jedoch den Gegner. Vladimír Weiss, der Sohn der Trainers und Enkel des ehemaligen Fußballprofis Vladimír Weiss, gab in der 28. Minute eine Vorlage an Stanislav Šesták (VfL Bochum). Der traf das Tor allerdings nicht. Zwei Minuten später segelte Neuseelands Torwart Mark Paston am Ball vorbei, der zu Róbert Vittek gelangte. Der ex-Nürnberger konnte die Möglichkeit zum Torerfolg jedoch nicht nutzen.

Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff gelang Vittek dann doch noch ein Torerfolg. Er stand in abseitsverdächtiger Position, als er den Ball mit dem Kopf ins Tor stieß. Der bei SSC Neapel unter Vertrag stehende Kapitän der Slowaken, Marek Hamšík, nutzte in der 64. Minute seine Chance nicht, um auf 2:0 zu erhöhen. Am Spielstand änderte sich in der regulären Spielzeit allerdings nichts, obwohl in der Schlussphase das slowakische Team spielbestimmend war. Dann kam die dritte Minute der Nachspielzeit, die Slowaken waren wohl mental bereits mit einem knappen Sieg in der Kabine, als Abwehrspieler Winston Reid für die „All Whites“ per Kopfball den Ausgleich herstellte.

Elfenbeinküste – Portugal
0:0
Vorläufige Tabelle der Gruppe F
Rang Land Tore Punkte
1 Italien Italien 1:1 1
1 Paraguay Paraguay 1:1 1
1 Neuseeland Neuseeland 1:1 1
1 Slowakei Slowakei 1:1 1

Auch das Spiel Elfenbeinküste gegen Portugal war wenig ansehnlich, trotz der Stars, die in diesem Spiel aufeinander trafen. Auf Seiten der Elfenbeinküste wurde in der 66. Minute Didier Drogba eingewechselt. Er konnte ebensowenig eine Entscheidung erzwingen, wie der portugiesischen Stardribbler Cristiano Ronaldo. Das von Jorge Larrionda aus Uruguay geleitete Spiel in Port Elizabeth sahen 31.034 Zuschauer, Gelbe Karten sahen zwei Westafrikaner und ein Portugiese.

Ronaldos Pfostenschuss aus 30 Metern, nachdem er Yaya Touré durch einen Hackentrick umspielt hatte, knallte nur an den Pfosten. Die Aktion war die einzige nennenswerte Torchance der ersten Halbzeit.

Die Ivorer gelangten erst in der zweiten Hälfte vor das Tor von Portugals Torhüter Eduardo, doch gefährlich genug waren weder Gervinho in der 47. Minute noch Salomon Kalou in der 54. Minute. Die Entscheidung hatte dann doch noch Drogba auf dem Fuß. Doch statt in der Nachspielzeit unweit des Tores direkt zu schießen, passte er quer – ins Leere.

Brasilien – Nordkorea
2:1 (0:0)

Auch das dritte Spiel des Tages war enttäuschend. Statt spielerischer Überlegenheit der Brasilianer im Samba-Stil sahen die 54.331 Zuschauer in Johannesburg eine kämpferisch eingestellte Mannschaft aus Nordkorea, mit der die Südamerikaner ihre Mühe hatten. Das Spiel wurde vom ungarischen Schiedsrichter Viktor Kassai geleitet. Es gab eine Gelbe Karte für den Brasilianer Ramires. Insgesamt dürfte der Spielverlauf die Kritik an Brasiliens Trainer Carlos Dunga nicht verringert haben.

Die erste Chance hatten die Brasilianer durch Kaká nach rund einer Minute Spielzeit; Kaká wurde allerdings von zwei Abwehrspielern gestoppt. Zwei weitere Schussversuche durch Kaká und Robinho in der sechsten Minute verfehlten das Tor deutlich. Auf der Gegenseite hatte Jong Tae-se, ein in Japan geborener und spielender Koreaner die erste Möglichkeit für Nordkorea. Brasiliens Torhüter Júlio César konnte den Schuss aus rund sechzehn Metern jedoch abwehren. Das Mittelfeld gehört den Südamerikanern, doch vor dem Strafraum Nordkoreas verhinderten zwei kompakte Abwehrketten ein Durchkommen effektiv. Erst in der 35. Minute gelangte ein brasilianischer Angriff mit spielerischer Finesse in eine torgefährliche Position. Robinho dribbelte rechts außen um zwei Abwehrspieler herum und gab zu Michel Bastos ab, dessen abgefälschter Schuss ans Außennetz ging. Die letzte Chance der ersten Halbzeit war eine verunglückte Flanke von Bastos, die knapp am oberen Eck des langen Torpfostens vorbeisegelte.

Bastos war es auch, dem die erste Chance in der zweiten Halbzeit gehörte. Sein Freistoß ging jedoch ebenso knapp vorbei wie ein Schuss von Robinho in der gleichen Minute. Die Ballkünstler Robinho und Kaká blieben auch weiterhin mit ihren Dribbelversuchen gegen die kompakte nordkoreanischen Abwehr erfolglos. Dagegen erspurtete Abwehrspieler Maicon einen Ball von Elano. Praktisch von der Torauslinie passte er jedoch nicht nach innen, wie es Torhüter Ri Myong-guk wohl erwartete hatte, sondern schob den Ball ins kurze Eck. Stürmer Luís Fabiano konnte kurze Zeit später beinahe erhöhen, traf aber nur knapp über das Gebälk. In der 72. Minute fiel dann die Entscheidung. Einen hervorragend gespielten Pass von Robinho verwandelte Elano mit einem diagonal ins lange Eck gezirkelten Schuss, bei dem Torhüter Ri keine Abwehrmöglichkeit hatte. Elano wurde danach ausgewechselt. In der 89. Minute wurde schließlich doch noch der Kampfgeist der Nordkoreaner belohnt. Der mit nach vorne gestürmte Abwehrspieler Ji Yun-nam konnte sich gegen zwei Brasilianer durchsetzen und den Ball an Brasiliens Schlussmann vorbei im Tor versenken.

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Quellen

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June 16, 2010

Fußball-WM: Italien spielt nur remis, die Niederlande besiegen Dänemark

Fußball-WM: Italien spielt nur remis, die Niederlande besiegen Dänemark

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Veröffentlicht: 18:45, 16. Jun. 2010 (CEST)
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Bloemfontein / Johannesburg / Kapstadt (Südafrika), 16.06.2010 – Am Montag, dem 14. Juni, starteten Italien als Titelverteidiger und die Niederlande als einer der größten Favoriten in die Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Während die Niederländer Dänemark mit 2:0 besiegten, erreichten die Italiener ein Remis gegen Paraguay. Das dritte Spiel am Montag, Japan gegen Kamerun, endete 1:0 für die Japaner.

Japan – Kamerun
1:0 (1:0)

Dem Spiel, in dem beide Mannschaften nervös agierten, fehlt es an guten Szenen. Beide Mannschaften leisteten sich viele Fehlpässe und foulten häufig. Kameruns Abwehrspieler Stephane Mbia stellte in der zehnten Minute Japans Torhüter Eiji Kawashima auf die Probe. Die Japaner konnten in der 17. Minute das erste Mal in Nähe des Tors von Kamerun gelangen. Schließlich war es der Japaner Keisuke Honda, der in der 39. Minute Grund zum Jubeln hatte, als er das einzige Tor des Spieles erzielte. Der Japaner konnte am linken Torpfosten einen langen Flankenschuss von der rechten Seite ungehindert ins Tor lenken. Hamidou Souleymanou, der Torhüter der in den letzten sieben Spielen ungeschlagenen Kamerunern, sah in dieser Szene nicht gut aus.

Vorläufige Tabelle der Gruppe E
Rang Land Tore Punkte
1 Niederlande Niederlande 2:0 3
2 Japan Japan 1:0 3
3 Kamerun Kamerun 0:1 0
4 Dänemark Dänemark 0:2 0

In der zweiten Halbzeit spielte Kamerun ob des Rückstandes lustlos und drängte nicht besonders auffallend nach vorne. Schließlich gelang dem bei Nürnberg spielenden Eric-Maxim Choupo-Moting in der 56. Minute ein Fernschuss; der bei Inter Mailand unter Vertrag stehende Stürmer Samuel Eto’o konnte jedoch die japanischen Abwehrspieler, die sich zu dritt und zu viert auf ihn stürzten, nicht überwinden. Die Japaner spielten die Halbzeit defensiv zu Ende. In der Schlussphase hatten beide Mannschaften noch je eine gute Tormöglichkeit, doch Shinji Okazakis Schuss in der 82. Minute ging nur an den Pfosten, und Mbia traf bei seiem Versuch in der 86. Minute die Latte.

Das Spiel im Free-State-Stadion in Bloemfontein sahen 30.620 Zuschauer. Der portugiesische Schiedsrichter Olegário Benquerença teilte an beide Mannschaften je eine Gelbe Karte aus.

Niederlande – Dänemark
2:0 (0:0)

Als die beiden Mannschaften aufliefen, fehlte in der Aufstellung der Niederländer Bayern-Stürmer Arjen Robben. Die Dänen standen kompakt in der Abwehr und begnügten sich dann und wann, die Niederländer mit einem Konter unter Druck zu setzen. Den Niederländern gelang es dank der zweifachen Abwehrkette allerdings kaum, in Strafraumnähe der Dänen zu gelangen. Erst kurz vor der Pause konnte sich Robin van Persie in eine aussichtsreiche Position vor dem dänischen Tor manövrieren. Dementsprechend waren bis zur Halbzeit keine Tore gefallen.

Kurz nach dem Wiederanpfiff kam es zu einer Szene, die vermutlich zum dümmsten Gegentor der Weltmeisterschaft gewählt würde, gäbe es diese Disziplin. Der für den niederländischen Erstligisten AZ Alkmaar spielende Simon Poulsen wollte eine von van Persie hereingegebene Flanke ins Toraus köpfen, traf jedoch den Rücken seines Teamkollegen Daniel Agger, von wo aus der Ball für Torhüter Thomas Sörensen unhaltbar ins Tor dopste. In der 53. Minute vereitelte Sörensen jedoch eine Großchance von van Persie. In der 67. Minute ging der zu selbstversonnen spielende Rafael van der Vaart vom Platz. Für ihn brachte Trainer Bert van Marwijk den beim HSV spielenden Eljero Elia und hatte damit einen guten Zug getan. Elia belebte das niederländische Spiel und so war es in der 85. Minute keine Überraschung, dass Elia bis in den dänischen Strafraum vordringen konnte. Seinen Abpraller vom Pfosten kickte Dirk Kuyt zum 2:0-Endstand ins dänische Netz.

Das Spiel in der Soccer City in Johannesburg verfolgten 83.465 Zuschauer. Schiedsrichter Lannoy aus Frankreich gab Gelbe Karten für die Niederländer De Jong und Van Persie sowie den Dänen Kjaer.

Italien – Paraguay
1:1 (0:1)

In der ersten Hälfte kontrollierten die Italiener die Begegnung, die sich praktisch ausschließlich in der Halfte Paraguays abspielte. Vor das Tor gelangte das von Marcello Lippi trainierte Team jedoch kaum. In der sechsten Minute wehrte Paraquays Claudio Morel einen Ball von Vincenzo Iaquinta in höchster Not ab; ein Schuss von Riccardo Montolivio in der 22. Minute hatte nicht genug Nachdruck, so dass Paraguays Schlussmann Justo Villar den Ball problemlos unter Kontrolle brachte. Nach einem Zuspiel von Lucas Barrios (Borussia Dortmund) schlug Aureliano Torres den Ball nur knapp am Tor vorbei. In der 39. Minute schließlich landete der Ball im Netz Italiens: Antolín Alcaraz verwandelte nach einem Freistoß von Torres per Kopfball.

Torhüter Gianluigi Buffon litt an einem eingeklemmten Ischiasnerv und lief nach der Pause nicht mehr auf. Er wurde durch den für Calcio spielenden Federico Marchetti ersetzt. Die zweite Halbzeit ähnelte der ersten: Italien war spielbestimmend, im Angriff jedoch nicht einfallsreich genug, und schließlich war es Paraguay ein zweites Mal gelungen, direkt vor dem italienischen Tor aufzutauchen. Der in Mexiko spielende Enrique Vera schoss aus spitzem Winkel knapp am Pfosten vorbei. Eine Niederlage der „Squadra Azzurra“ schien in der Luft zu liegen. Doch erneut wurde ein Sieg bei dieser WM durch ein Torwartfehler zunichte gemacht. Nach einem in der 63. Minute in den Fünfmeterraum getretenen Eckball von Simone Pepe sprang Torhüter Villar am Ball vorbei, sodass der am langen Pfosten stehende Daniele De Rossi den Ball mühelos ins Tor schießen konnte. Zwar kämpften beide Mannschaften noch um den Gewinn des Spieles, doch ein Fernschuss des italienischen Mittelfeldspielers Riccardo Montolivo war bis zum Spielende die einzige nennenswerte Chance. Da Torhüter Villar jedoch nun auf der Hut war, wurde nichts daraus.

Der Trainer Paraguays war mit dem Spielverlauf sichtlich zufrieden. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit dem Weltmeister. Das gibt uns für den weiteren Turnierverlauf Selbstvertrauen“, sagte Gerardo Martino. Grund dazu hatte er, war doch den Paraguayern geglückt, was kein anderes Team gegen eine von Lippi trainierte italienische Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft fertiggebracht hatte: ein Tor aus einer Spielsituation heraus. Dennoch war auch Lippi voller Optimismus: „Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hat Selbstvertrauen gewonnen und wird sich steigern.“

Im Green-Point-Stadion in Kapstadt verfolgten 62.869 Zuschauer das vom mexikanischen Schiedsrichter Archundia geleitete Spiel, der jeweils einen Spieler der beiden Mannschaften mit einer Gelben Karte „beglückte“.

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