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January 20, 2012

Chemieunfall bei Studenten im ersten Semester – 100 Menschen evakuiert

Chemieunfall bei Studenten im ersten Semester – 100 Menschen evakuiert

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Veröffentlicht: 17:20, 20. Jan. 2012 (CET)
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Hans Müller-Steinhagen, Rektor der TU (Aufnahme von 2011)

Dresden (Deutschland), 20.01.2012 – Gegen 17.30 Uhr ist es gestern nach Medienberichten im neuen Chemie-Institut der Technischen Universität (TU) Dresden zu einem Unfall gekommen. Während eines Praktikums des ersten Semesters von Chemiestudenten soll bei Laborversuchen eine hochgiftige Arsen-Wasserstoff-Verbindung freigesetzt worden sein. Die chemische Substanz wurde im Ersten Weltkrieg als Grünkreuz-Kampfstoff verwendet und hat einen unangenehmen, knoblauchartigen Geruch. Dieser Geruch wurde während der Versuche von mehreren Studenten wahrgenommen. Einer Studentin wurde daraufhin übel. Es wurden zunächst der Hörsaal und dann das gesamte Gebäude evakuiert. Rund 100 Menschen wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Der Rektor der TU, Hans Müller-Steinhagen, erklärte, die Gasmenge bei den studentischen Versuchen sei üblicherweise äußerst gering und nicht gefährlich. Über die Zahl der betroffenen Studenten und die Unfallursache gab es zunächst widersprüchliche Meldungen. Nach Aussage eines Feuerwehrsprechers war bei einem missglückten Experiment die Chemikalie Arsan ausgetreten. Die Polizei untersucht den Vorfall noch.

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November 4, 2011

Staatsanwalt ermittelt gegen Bremer Entsorgerfirma

Staatsanwalt ermittelt gegen Bremer Entsorgerfirma

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Veröffentlicht: 20:14, 4. Nov. 2011 (CET)
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Fässer mit Chemieabfällen (Archivbild)

Bremen (Deutschland), 04.11.2011 – Seit rund einem Jahr standen Fässer mit hochgefährlichem Industriemüll auf einem Gelände in Bremen-Oslebshausen, das von dem in Bremen ansässigen Unternehmen Nehlsen zum Lagern von Abfällen genutzt wird. Am 7. September dieses Jahres sollten die rund 450 Fässer für den Weitertransport fertig gemacht werden. Weil offenbar durch chemische Reaktionen ein Überdruck in den Fässern entstanden war und giftige Gase plötzlich entweichen konnten, kam es zu einem Unfall, bei dem vier Mitarbeiter durch Verätzungen verletzt wurden. Einer der Verletzten wird nach Auskunft von Ärzten wahrscheinlich erblinden. Die Fässer enthalten Industrieschlamm mit Chlor, Salzsäure und Flusssäure. Nach ersten Ermittlungen, die jetzt aus zuverlässiger Quelle bekannt wurden, stammt der Abfall von einer Firma in Norditalien, die ebenfalls als internationale Entsorgungsfirma tätig ist. Die Bremer Umweltbehörde wirft Nehlsen „unerlaubten Umgang mit gefährlichen Abfällen“ vor und hat Strafanzeige gestellt. Nach Aussage des Unternehmenssprechers Michael Drost spielen die Kosten für die Entsorgung keine Rolle. Weiterhin wurde bekannt, dass die Fässer nunmehr in einer speziellen Verbrennungsanlage im Lande Nordrhein-Westfalen entsorgt werden sollen.

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Originäre Berichterstattung
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March 15, 2009

Ölpest vor Australiens Ostküste

Ölpest vor Australiens Ostküste – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Ölpest vor Australiens Ostküste

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Veröffentlicht: 23:54, 15. Mär. 2009 (CET)
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Brisbane (Queensland), 15.03.2009 – Wie erst Freitag, dem 13. März, bekannt wurde, ist es an Australiens Ostküste zwei Tage zuvor zu einer großräumigen Ölverschmutzung von diversen Stränden gekommen. Der Kapitän des Frachters „Pacific Adventurer“ der britischen Reederei Swire Shipping hat offenbar zu vertuschen versucht, dass er im Pazifiksturm Hamish nahe Montego Bay mehrere Fässer mit einem Düngemittel verloren hat. Eines hat offenbar den Treibstofftank des Frachters aufgerissen. Insgesamt waren 620 Tonnen Ammoniumnitrat an Bord, davon sollen 31 Fässer auf den Meeresgrund gesunken sein. Die ausgelaufene Treibstoffmenge beträgt inzwischen ungefähr 230 Tonnen. Anfangs sei man laut Vize-Regierungschef des Bundesstaates Queensland, Paul Lucas, gemäß Angaben des Kapitäns von etwa 20 bis 30 Tonnen ausgegangen und habe die Katastrophe weit unterschätzt. Damit habe der Kapitän einmal mehr versucht, die Folgen der Katastrophe zu vertuschen, wodurch auch die Einsatzkräfte getäuscht wurden.

Betroffen sind mehrere Seevögelkolonien und Schildkrötennester. Dutzende verseuchte Tiere wurden bereits entdeckt. Außerdem sind die bekannten, ursprünglich weißen Sandstrände mit Öl verschmutzt. Die Region Brisbane wurde zum Katastrophengebiet erklärt. Der Havarist liegt im Hafen von Brisbane vor Anker, das Loch im Schiffsrumpf war noch nicht einmal abgedichtet. Bis zur endgültigen Klärung des Vorfalls soll das Frachtschiff festgehalten werden. Tausende Helfer sind im Einsatz, um Schildkröten und Seevögel zu säubern und zu retten. Die Säuberungsaktion kostet laut Medienberichten umgerechnet 50.000 Euro pro Tag und werde voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Die Reederei sicherte von sich aus zu, sich an den Kosten des Einsatzes und der Beseitigung der Umweltschäden zu beteiligen.

Die Auswirkungen der Havarie haben das Naturschutzgebiet Moreton Bay um die Inseln Merton und Bribie erreicht, hier sind Delphine, Pelikane und die seltenen australischen Schildkröten beheimatet. Auch ist das Naturschutzgebiet an der Zugstrecke der Buckelwale am Ende der Winterzeit im beginnenden Frühjahr unweit des Tangalooma Resorts betroffen.[1] Ebenso ist die Sunshine-Coast, eines der wichtigsten Touristengebiete mit kilometerlangen Sandstränden auf 60 Kilometer ölverseucht. Das südlich von Brisbane gelegene Great Barrier Reef war zu keinem Zeitpunkt bedroht.

Experten befürchten inzwischen allerdings, dass die über Bord gegangenen, möglicherweise durch Beschädigung undichten Fässer mit der Chemikalie ein massives Algenwachstum erzeugen könnten, da Ammoniumnitrat auch in Düngemitteln Einsatz findet. Dies käme einer weiteren, zusätzlichen Katastrophe gleich und hätte Auswirkungen ungeahnten Ausmaßes.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Umwelt
  • Portal:Australien

Quellen

  1. Moreton Island Nationalpark

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March 15, 2008

Giftgasunfall an der TU Garching

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Giftgasunfall an der TU Garching

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Veröffentlicht: 21:06, 15. Mär. 2008 (CET)
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Garching b.München (Deutschland), 15.03.2008 – In einem Labor der Technischen Universität Garching bei München ist es am Freitag zu einem Unfall mit dem hochgiftigen Gas Phosgen gekommen. 40 Personen wurden zur Beobachtung in die toxikologische Abteilung des Universitätsklinikums rechts der Isar eingeliefert.

Zu dem Unfall kam es im Rahmen eines Experiments, bei dem ein Schlauch platzte und das im 1. Weltkrieg als chemische Waffe eingesetzte Giftgas freisetzte. Das Einatmen des Atemgiftes kann zu Lungenödemen führen. Die Werksfeuerwehr der TU räumte das Gebäude. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Universität keine Gefahr.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unfälle

Quellen

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March 12, 2008

Ammoniakunfall bei Bayer in Wuppertal

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Ammoniakunfall bei Bayer in Wuppertal

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Veröffentlicht: 21:45, 12. Mär. 2008 (CET)
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Wuppertal (Deutschland), 12.03.2008 – 23 Beschäftigte des Chemieunternehmens Bayer wurden am Morgen auf dem Werksgelände durch austretendes Ammoniak verletzt. Die Mitarbeiter mussten sich zum Teil mit Atemwegsverätzungen in ärztliche Behandlung begeben. Das giftige Gas, das bei Berührung oder Einatmung zu Verätzungen führen kann, war bei Reparaturarbeiten aus einer undichten Leitung ausgetreten. Die ausgetretene Ammoniakwolke wurde von der Feuerwehr, die mit 80 Feuerwehrleuten im Einsatz war, mit Wassernebel bekämpft. Das Wetter in Gestalt des Sturmtiefs „Kirsten“ erleichterte offenbar die Arbeit der Feuerwehr, weil sich die Ammoniakwolke durch den Wind relativ schnell verteilte. Kurzfristig war die Wuppertaler Schwebebahn außer Betrieb gestellt worden. Die Bevölkerung war vor dem Aufenthalt im Freien gewarnt worden.

Erst am 27. Februar waren im niedersächsischen Lohne in einer Geflügelschlachterei 37 Arbeiter durch den Austritt von Ammoniak zum Teil schwer verletzt worden. Das ätzende Gas war hier bei Wartungsarbeiten an einer Kühlanlage ausgetreten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unfälle

Quellen

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November 18, 2006

Kaiserslautern: Zwei Verletzte bei Chlorgasunfall

Kaiserslautern: Zwei Verletzte bei Chlorgasunfall

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Artikelstatus: Fertig 17:10, 18. Nov. 2006 (CEST)
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Kaiserslautern (Deutschland), 18.11.2006 – Im pfälzischen Kaiserslautern ist es am Freitagmorgen zu einem Chlorgasunfall gekommen. Die Anwohner wurden wegen der ausgetretenen Gaswolke aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Nachdem die Feuerwehr das Gas abgepumpt hatte, konnte wieder Entwarnung gegeben werden. Zwei verletzte Mitarbeiter wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Vermutlich war der Defekt an einem Neutralisationsbehälter Schuld daran, dass das giftige und ätzende Gas austrat. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Kaiserslautern

Quellen

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October 28, 2006

Gasalarm in Ludwigshafener Hochhaus

Gasalarm in Ludwigshafener Hochhaus – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Gasalarm in Ludwigshafener Hochhaus

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Artikelstatus: Fertig 23:35, 28. Okt. 2006 (CEST)
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Ludwigshafen am Rhein (Deutschland), 28.10.2006 – Rund 600 Personen wurden von der Feuerwehr heute Mittag aus einem Ludwigshafener Hochhaus evakuiert. Grund für die Evakuierung war ein beißender Geruch. 18 Menschen erlitten eine Reizung der oberen Atemwege und Augen und wurden ambulant behandelt.

Als die Bewohner nach drei Stunden das Haus wieder betreten durften, stand die Ursache immer noch nicht fest – die Feuerwehr hatte das Haus untersucht.

Quellen

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October 24, 2006

Vor zwanzig Jahren: Fischsterben im Rhein durch Chemieunfall

Vor zwanzig Jahren: Fischsterben im Rhein durch Chemieunfall

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Artikelstatus: Fertig 21:40, 24. Okt. 2006 (CEST)
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Basel (Schweiz), 24.10.2006 – Für immer wird eine der größten Umweltkatastrophen mit dem Namen des damals in Basel ansässigen Chemiekonzerns Sandoz verbunden bleiben, der jetzt zu Novartis gehört. 1986 führte ein Brand in einer Lagerhalle des Konzerns zur Verunreinigung des Rheins mit 20 Tonnen hochgiftiger Pestizide und Insektizide. Auf einer Länge von 450 Kilometern kam es zu einem gigantischen Fischsterben. Vor allem Aale waren betroffen. Trinkwasser konnte nicht mehr aus dem Fluss gewonnen werden.

Der öffentliche Druck, der als Reaktion auf die Umweltkatastrophe entstanden war, führte zu großen Investitionen für den Gewässerschutz. Im Rahmen des „Aktionsprogramms Rhein“ wurden rund 60 Milliarden Euro in den Ausbau von Kläranlagen entlang des Rheinufers investiert. Viele Schwermetalle wie Kupfer, Cadmium, Blei und Quecksilber konnten reduziert und teilweise sogar ganz aus dem Rhein verbannt werden. Angesichts der getroffenen Maßnahmen spricht die „Internationale Kommission zum Schutz des Rheins“ (IKSR) heute wieder von „guter Wasserqualität“ des Rheins. 63 Fischarten sind wieder im Rhein vertreten, darunter auch Lachse.

Die Aufgaben des Gewässerschutzes gehen aber noch weiter. Zink, Kupfer und Cadmium sowie einige Pestizide und Stickstoff bereiten weiterhin Sorgen. Kürzlich warnte das Verbraucherschutzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen vor dem Verzehr von Rheinfischen unterhalb von Duisburg, weil perfluorierte Tenside durch die Nebenflüsse Möhne und Ruhr in den Rhein gelangt waren.

Themenverwandte Artikel

  • Giftmüllskandal in Basel? (24.02.2005)
  • Portal:Umwelt

Hintergrund

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Schadstoffbelastung des Rheins“.

Quellen

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September 15, 2006

Gefahrgutunfall auf der A3 bei Limburg

Gefahrgutunfall auf der A3 bei Limburg – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Gefahrgutunfall auf der A3 bei Limburg

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Artikelstatus: Fertig 00:48, 15. Sep. 2006 (CEST)
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Limburg an der Lahn (Deutschland), 15.09.2006 – Ein Gefahrgutunfall auf der A3 bei Limburg (Hessen) am Morgen des 5. September 2006 führte zu einem Verkehrschaos.

Ein LKW einer Spedition aus Dannstadt (Rheinland-Pfalz) transportierte zwölf Fässer mit je 200 Litern des hochgiftigen und explosiven Solvenon sowie ein für Wasserorganismen hochgiftiges Granulat von Belgien nach Bischofsheim im Kreis Groß-Gerau. Dabei war sein Fahrzeug nicht mit dem vorgeschriebenen Gefahrguthinweis versehen. Eigenen Angaben zufolge wusste der 41-jährige Fahrer auch nichts von der Gefährlichkeit seiner Ladung.

Nachdem der Fahrer den Brand seines Aufliegers bemerkt hatte, hielt er auf der Lahnbrücke und alarmierte die Feuerwehr. Sechs der Fässer mit dem Solvenon explodierten nach Polizeiangaben. Das mit dem giftigen Granulat verseuchte Wasser gelangte ins Erdreich und in die Lahn, da das Gefahrgut für die Feuerwehr zunächst nicht erkennbar war. Was den Brand auslöste, war zunächst ungeklärt. Vermutlich erhitzten sich die Bremsen während der Fahrt so stark, dass sich der Auflieger entzündete.

Die Untere Wasserbehörde Limburg rief Gewässeralarm aus. Die Lahn wurde für die Schifffahrt gesperrt, auch Baden und Angeln war verboten.

An der Einsatzstelle bildete sich vorübergehend ein 20 Kilometer langer Stau bis nach Montabaur. Eine Gefährdung für die Bevölkerung bestand angeblich nicht. Dennoch wurden die Anwohner angehalten, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Sachschaden wurde auf 100.000 Euro beziffert.

Der Spedition droht nun eine hohe Geldstrafe wegen des fehlenden Hinweises auf den Gefahrstoff.

Quellen

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September 5, 2006

Kaiserslautern: „Braune Brühe“ löste Großeinsatz aus

Kaiserslautern: „Braune Brühe“ löste Großeinsatz aus

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Artikelstatus: Fertig 09:08, 5. Sep. 2006 (CEST)
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Kaiserslautern (Deutschland), 05.09.2006 – Jugendliche wurden am Dienstag, den 1. August 2006 abends auf eine stinkende, braune Flüssigkeit im Rinnstein vor dem Gebäude der Ortsverwaltung in Mölschbach aufmerksam. Kräfte der Feuerwehr, für die gegen Abend Alarm ausgerufen worden war, brachten Bindemittel aus, um die Flüssigkeit aufzunehmen. Ein heftiger Regen senkte die Konzentration des verunreinigten Wassers.

Ob das Austreten der Flüssigkeit in Zusammenhang mit den im Gebäude arbeitenden Pumpen steht, die die Wasserschäden vom letzten Wochenende beseitigen sollen, konnte zunächst nicht geklärt werden. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf.

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