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March 4, 2015

Darsteller von Mr. Spock aus „Star Trek“ ist tot

Darsteller von Mr. Spock aus „Star Trek“ ist tot

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Veröffentlicht: 09:50, 4. März 2015 (CET)
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Leonard Nimoy 1967 in seiner Rolle als Mr. Spock

Los Angeles (Vereinigte Staaten), 04.03.2015 – Der US-amerikanische Schauspieler und international bekannte Darsteller in der Serie „Star Trek“, Leonard Simon Nimoy, ist am vergangenen Freitag, den 27. Februar, im Alter von 83 Jahren gestorben. Er litt an einer Lungenerkrankung infolge seines Rauchens, das er vor 30 Jahren aufgegeben hatte.

Die Kult-Serie „Star Trek“ ist eine Reihe von Science-Fiction-Filmen, die von 1966 bis 1969 im deutschen Fernsehen unter dem Titel „Raumschiff Enterprise“ liefen. Mr. Spock ist Erster Offizier und Wissenschaftler. Aufgrund seiner spitzen Ohren und Augenbrauen gilt er als Exot auf dem sonst von Menschen bevölkerten Raumschiff.

Außerdem spielte Nimoy in bekannten Fernsehserien wie „Columbo“ und „Kobra, übernehmen Sie“. In den Filmen „Star Trek“ (2009) und „Star Trek Into Darkness“ (2013) war er als alter Spock-Botschafter, der Offizier war, inzwischen ein jüngerer Schauspieler.

USS Enterprise NCC-1701-A.png

Raumschiff USS Enterprise NCC-1701-A

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February 9, 2010

Weltpremiere der restaurierten Langfassung von Fritz Langs „Metropolis“ auf arte in HDTV

Weltpremiere der restaurierten Langfassung von Fritz Langs „Metropolis“ auf arte in HDTV

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Veröffentlicht: 23:55, 9. Feb. 2010 (CET)
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Berlin (Deutschland), 09.02.2010 – Am kommenden Freitag, 12. Februar, wird im Rahmen der Berlinale die Weltpremiere der restaurierten Fassung von Fritz Langs Science-Fiction-Filmes „Metropolis“ stattfinden. Dieses alleine ist schon bemerkenswert, weil der Film 1927 nach der Uraufführung stark geschnitten und gekürzt gezeigt wurde und die Langfassung seit dieser Zeit als verloren galt. Nachdem in 2008 in Argentinien eine schlecht erhaltene Kopie auf 16 Millimeter Kinofilm gefunden wurde, konnten ungefähr 25 der fehlenden 30 Minuten wieder annähernd hergestellt werden.

Der Kultursender arte wird am Freitag ab 20:15 Uhr von der Premiere berichten und zeigt den Film ab 20:40 Uhr im Fernsehen. Das Besondere daran ist, dass arte den Film sogar in nativem HDTV zeigen wird, obwohl die Blu-ray noch nicht erhältlich ist. Es handelt sich also um die Weltpremiere dieses Filmes im Fernsehen. In Deutschland sendet arte in 720p50 (1280*720 Bildpunkte bei 50 Vollbildern/Sekunde) und in Frankreich in 1080i50 (1440*1080 Bildpunkte bei 50 Halbbildern/Sekunde).

Anschließend wird um 23:10 Uhr die Dokumentation „Die Reise nach Metropolis“ gezeigt, wie die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung die Restauration des neu gefundenen, aber mit erheblichen Altersspruren durchsetzten Filmmaterials vollzogen wurde und die Neuvertonung durchgeführt wurde.

Für weitere Informationen zur Langfassung von „Metropolis“ wurde die Internetseite www.metropolis2710.de mit mehr Informationen zum Film und zur Restauration eingerichtet.

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March 19, 2008

Der visionäre Science-Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke ist tot

Der visionäre Science-Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke ist tot

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Veröffentlicht: 19:05, 19. Mär. 2008 (CET)
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Colombo (Sri Lanka), 19.03.2008 – Arthur C. Clarke, der Autor des legendären Romans zu dem Film „2001: Odyssee im Weltraum“ (1968), ist tot. Er starb am heutigen Mittwoch im Alter von 90 Jahren in einem Krankenhaus in Sri Lanka, wo der berühmte Science-Fiction-Autor seit den 1960-er Jahren lebte.

„Guten Morgen, Dave.“ Wer kennt ihn nicht, diesen Satz, den der nach eigener Aussage unfehlbare Computer „HAL 9000“ in Stanley Kubricks Meisterwerk „2001: Odyssee im Weltraum“ mit dieser unvergleichlich warmen Stimme zu dem fiktiven Astronauten Dave Bowman sagt? Ein sprechender Computer, der auch noch von den Lippen ablesen kann und jede Bewegung der Astronauten mit dem merkwürdigen roten Auge verfolgt.

Der visionäre Science-Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke ist tot
Die Grenzen des Möglichen lassen sich nur dadurch bestimmen, dass man sich ein wenig über sie hinaus ins Unmögliche wagt.
Der visionäre Science-Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke ist tot

– Arthur C. Clarke
(16. Dezember 1917–18. März 2008), 1

Die Idee dieses Computers war nicht nur reine Fantasie. Arthur C. Clarke war ein Pedant, was die Recherchen zu seinen Büchern betrifft. Er schrieb nicht einfach ins Blaue hinein. Der Computer HAL sollte wirklich das darstellen, was ein Computer aus der Sicht der 1960er-Jahre im Jahr 1997 (dem fiktiven Geburtstag von HAL 9000 in Clarkes Roman) können sollte. Clarke reiste zu den bedeutendsten Informatikern seiner Zeit und fragte sie nach den Entwicklungsperspektiven von Computern. Was er dabei in Erfahrung bringen konnte, verwandelte er in eine wissenschaftlich begründete Fantasie, die in dem legendären HAL 9000 Gestalt annahm. Diese Recherchen wurden in Auszügen in „Aufbruch zu verlorenen Welten“ den deutschen Lesern zugänglich gemacht. Was die Voraussage Clarkes zur Leistungsfähigkeit von Computern betrifft, so wurden diese in mancher Hinsicht übertroffen, vor allem im Hinblick auf die Miniaturisierung. Aber von den Lippen ablesen können sie immer noch nicht. Arthur C. Clarke hinterließ jedoch noch eine allgemeingültige Aussage, die seine Sichtweise auf technische Innovationen kennzeichnet und die als „Clarkes Drittes Gesetz“ bekannt geworden ist: „Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“2

Clarke sagte auch bereits in den 1940er-Jahren voraus, dass Menschen noch vor der Jahrtausendwende den Mond betreten würden, woran zu dieser Zeit eigentlich niemand dachte. Auch zur Bedeutung der Satellitentechnik und zur Verwendung von Mobiltelefonen machte er damals Voraussagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der als Sohn eines Bauern im englischen Sommerset geborene Arthur C. Clarke Mathematik und Physik am King’s College in London studiert. Seine literarischen Werke waren wirklich im besten Sinne „Science fiction“. 1953 wurde er mit seinem Erstlingswerk „Aufbruch zu den Sternen“ bekannt. Clarke hat über hundert Bücher geschrieben, von denen viele Bestseller geworden sind und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. Für seine Verdienste wurde er von der britischen Königin Elisabeth II. 1998 zum Ritter geschlagen.

Seit 1995 war Arthur C. Clarke wegen einer späten Erkrankung an der Kinderlähmung, an der bereits seit den 1960er-Jahren litt, auf einen Rollstuhl angewiesen. Er hörte aber nie auf zu arbeiten. Neben seiner literarischen Produktion arbeitete er an einem nach ihm benannten „Zentrum für Moderne Technologie“ in Colombo.

In den letzten Wochen hatte sich sein Gesundheitszustand verschlechtert, weshalb er in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, wo er die letzten vier Tage seines Lebens verbrachte. Er starb schließlich an Herzversagen. Zuletzt hatte er noch an einem Roman gearbeitet.

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July 6, 2006

Neuenburg im Kanton Neuenburg: Kino ohne Ende

Neuenburg im Kanton Neuenburg: Kino ohne Ende

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Artikelstatus: Fertig 14:38, 6. Jul. 2006 (CEST)
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Neuenburg (Schweiz), 06.07.2006 – In Neuenburg im Kanton Neuenburg ist derzeit Kino ohne Ende angesagt. Seit vorgestern läuft das „6. Festival des Fantastischen Films in Neuenburg“, kurz „NIFFF“. Das jeweils einwöchige Festival lief im Jahr 2000 zum ersten Mal in Neuenburg.

Geboten werden den Filmfans jährlich in der Hauptsparte des Festivals „Der fantastische Film“ diverse Science-Fiction-, Fantasy-Filme und Horrorstreifen. Zwei weitere Sparten runden das Programm ab: „Digitale Bilder“ und „Asiatisches Kino“. Durch diese Dreiteilung wird den Zuschauern bei insgesamt zehn verschiedenen Filmen eine Vielfalt angeboten, die vom so genannten Blockbuster bis hin zum ernsthaften Autorenfilm zu Komödien und Zeichentrickfilmen fast alles abdeckt, was interessiert. Das Festival läuft noch bis 9. Juli.

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May 4, 2006

Der Saturn Award ging an den Film Star Wars

Der Saturn Award ging an den Film Star Wars

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Artikelstatus: Fertig 22:10, 4. Mai 2006 (CEST)
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Los Angeles (Vereinigte Staaten), 04.05.2006 – Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith wurde im Rahmen der 32. Saturn Awards zum Besten Science Fiction-Film des Jahres 2005 gekrönt. Die Verleihung fand am 2. Mai ihm Rahmen einer Gala in Universal City, Kalifornien, statt. Der Film war in neun weiteren Kategorien nominiert worden, gewann aber nur in der Kategorie „Beste Musik“.

Als „Bester Fantasy Film“ wurde Batman Begins geehrt sowie Christian Bale als „Bester Hauptdarsteller“. Der Film war in sechs weiteren Kategorien nominiert worden und konnte auch noch in der Kategorie Bestes Drehbuch überzeugen.

Der „Beste Horrorfilm“ war Der Exorzismus von Emily Rose, der auch in zwei weiteren Kategorien nominiert war.

Der „Beste Actionfilm“ ist Sin City. Auch wurde Mickey Rourke als Bester Nebendarsteller geehrt. Der Film war in drei weiteren Kategorien nominiert worden.

„Bester Animationsfilm“ war Tim Burtons Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche.

Zu den Filmen, die bei der Saturn-Verleihung überraschten, da sie zuvor als Favoriten gehandelt wurden, zählen King Kong von Peter Jackson und Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia unter Regie von Andrew Adamson.

Obwohl King Kong in sieben Kategorien nominiert war, konnte man nur Auszeichnungen für „Beste Regie“, die „Beste Hauptdarstellerin“ (Naomi Watts) und die „Besten Spezialeffekte“ entgegen nehmen.

Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia war achtmal nominiert, gewann aber nur in den Departments „Makeup“ und „Kostüme“.

Als „Beste Jungdarstellerin“ konnte Dakota Fanning aus Krieg der Welten überzeugen.

Im Bereich des Fernsehens wurde Lost als „Beste Fernsehserie“ ausgezeichnet mit Matthew Fox als „Bestem Hauptdarsteller“. Auch wurde die DVD-Edition zur ersten Staffel als „Beste DVD-TV-Edition“ geehrt.

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March 27, 2006

Polnischer Science-Fiction-Autor Stanislaw Lem ist tot

Polnischer Science-Fiction-Autor Stanislaw Lem ist tot

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Artikelstatus: Fertig 21:21, 27. Mrz. 2006 (CEST)
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Stanisław Lem 1966

Krakau (Polen), 27.03.2006 – Der polnische Science-Fiction-Autor Stanisław Lem ist nach Angaben der polnischen Nachrichtenagentur PAP heute im Alter von 84 Jahren in einer Klinik bei Krakau gestorben. Zu den bekanntesten Werken des am 12. September 1921 im heute ukrainischen Lviv (Lemberg) geborenen Stanisław Lem zählen die Romane „Solaris“ und „Sternentagebücher“. Sein erstes Werk „Der Mensch vom Mars“ erschien 1946.

Stanislaw Lem war auch Philosoph. Im Zweiten Weltkrieg musste Stanisław Lem sein Medizinstudium unterbrechen, weil die Nationalsozialisten nach dem Überfall auf Polen die Universitäten geschlossen hatten. Seit den 1950er Jahren war Lem als freier Schrifsteller tätig, nachdem er zuvor sein Medizinstudium abgeschlossen hatte und für kurze Zeit als Arzt gearbeitet hat. Stanisław Lem hat humorvolle und tragische Klassiker des Science-Fiction-Genres verfasst und gilt selbst als Kritiker dieser Gattung. Lem verfügte über tiefes Wissen in den Bereichen Kybernetik und Weltraumfahrt.

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June 28, 2005

Clarissa, der sprechende Computer im All

Clarissa, der sprechende Computer im All

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Artikelstatus: Fertig 17:32, 28. Jun. 2005 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 28.06.2005 – Fans des Science-Fiction-Klassikers „2001 – Odysee im Weltraum“ werden die Haare zu Berge stehen und doch ist es wahr. Auf der Internationalen Raumstation (ISS) soll demnächst ein sprechender Computer Dienst tun. Er hört nicht etwa auf den Namen „HAL“, wie man zunächst vermuten könnte, sondern heißt „Clarissa“. Die Aufgabe des Computers: Er soll den Astronauten mündliche Anweisungen bei der Bedienung eines Gerätes geben, welches die Wasservorräte an Bord kontrolliert. Geht es nach dem Willen der Forscher, soll das Einsatzgebiet später einmal ausgeweitet werden.

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March 13, 2005

Solaris: Science-Fiction auf die Bühne gebracht

Solaris: Science-Fiction auf die Bühne gebracht

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Artikelstatus: Fertig 13. Mär. 2005 (CET)
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Nürnberg Staatstheater

Nürnberg (Deutschland), 13.03.2005 – Das Nürnberger Staatstheater hat es gewagt, ein Science-Fiction-Stück auf die Bühne zu bringen. In der Sparte Kammerspiele läuft derzeit die Aufführung „Solaris“. Premiere war am 12.02.2005.

Die Konkurrenz am Abend war groß. Gleichzeitig wurde dem Publikum im Staatstheater eine Oper und ein Schauspielstück angeboten. Trotzdem waren die Kammerspiele gut zu zwei Drittel gefüllt.

Viele Zuschauer hatten große Erwartungen an die Bühnenumsetzung. Zum einen weil die Drehbuchvorlage, der Roman „Solaris“ des Polen Stanislaw Lem, in Literaturkreisen den Ruf hat, der beste jemals geschriebene Science-Fiction zu sein. Geschrieben hatte Lem sein Buch im Jahr 1961. Zum anderen kannten viele Besucher den im März 2003 in den deutschen Kinos gelaufenen Film „Solaris“ von Steven Soderbergh mit George Clooney. Bereits im Jahre 1971 hatte der russische Regisseur Andrei Tarkowski das Buch in Japan verfilmt. Die Spannung, wie es heutzutage ein Regisseur schafft, ein Sience-Fiction auf die Bühne zu übertragen, stand den Zuschauern in den Gesichtern geschrieben.

Auf der Bühne wird die virtuelle Welt der Raumstation nur durch Abtrennwände angedeutet. Obwohl Effekte wie in einem Film auf den Brettern der Welt nicht möglich sind, wird durch grelle Farbspiele so etwas wie Atmosphäre dargestellt. Zudem deuteten zwei Monitore die Außenwelt der Raumstation an.

Die Darsteller versuchten, das vorgefundene Chaos auf der Raumstation „Solaris“ einigermaßen durchschaubar auf die Bühne zu bringen. Nicht immer leicht, ob dieser Thematik, es ist ihnen auch zum größten Teil gelungen. Die schauspielerische Leistung war jedenfalls nicht daran schuld, dass während der Aufführung eine handvoll Zuschauer die Kammerspiele verlassen hatte. Trotzdem gab es am Ende der zweieinhalbstündigen Spieldauer freundlichen Beifall vermischt mit einigen Bravorufen.

Das Chaos im Stück hatte sich dennoch nicht ganz lüften lassen. Zuschauer, die weder das Buch noch den Film kannten, traten doch einigermaßen ratlos ihren Heimweg an. Wie sollte man auch Psychologie auf der Bühne enträtseln?

Wer die Gelegenheit noch nicht hatte, das Stück anzusehen, kann dies bis 27.04.2005 nachholen.

Inhalt: Der Psychologe Dr. Chris Kelvin wird zur Raumstation des Planeten Solaris geschickt, er soll dort unerklärlichen Vorkommnissen nachspüren. Auf dem Planeten angekommen, findet Kelvin nur Chaos, verwirrte Forscher und seltsame Phenomäne wieder. Als er seine Frau antrifft, die sich vor zehn Jahren auf der Erde das Leben genommen hatte, verschwimmen für Kelvin Realität und Wahnsinn.

Besetzung: Frank Damerius (Kelvin), Thorsten Menkenhagen (Kris), Thomas Nunner (Snaut), Tanja Kübler (Harey), Rolf Kindermann (Sartorius)

Regie: Katka Schroth
Dramatisierung: Tim Staffel
Bühne: Alexander Wolf
Kostüme: Ellen Hofmann
Videos: Ellen Hofmann

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