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March 10, 2007

Otto Wolff von Amerongen gestorben

Otto Wolff von Amerongen gestorben – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Otto Wolff von Amerongen gestorben

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Artikelstatus: Fertig 20:07, 10. Mär. 2007 (CET)
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Köln (Deutschland), 10.03.2007 – Im Alter von 88 Jahren ist am vergangenen Donnerstag, dem 8. März 2007, der auch als „heimlicher Osthandelsminister“ bezeichnete Otto Wolff von Amerongen in seiner Heimatstadt Köln verstorben. Er war einer der einflussreichsten Industriellen der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Im Alter von 22 Jahren übernahm von Amerongen 1940 die Stahlfirma seines Vaters.

Kritiker warfen ihm vor, während des Dritten Reiches von niederländischen, französischen und belgischen Juden beschlagnahmte Wertpapiere für das Hitlerregime an internationalen Börsen veräußert zu haben, damit für den Krieg dringend benötigte Devisen ins Land kämen. Die beiden Journalisten Ingolf Gritschneder und Werner Rügemer hatten dazu monatelang recherchiert und in einer Dokumentation, die 2001 erstmalig unter dem Titel „Hehler für Hitler“ ausgestrahlt wurde, das Thema an die Öffentlichkeit gebracht. Zu den Vorwürfen nahm von Amerongen jedoch nie öffentlich Stellung.

Nach dem Krieg stieg er zu den mächtigsten Männern der deutschen Wirtschaft auf. Den Posten des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK) hatte von Amerongen zwischen 1969 und 1988 inne, den so genannten Ost-Ausschuss leitete er bis zum Jahr 2000.

Während des Kalten Krieges agierte von Amerongen als Bindeglied zwischen der deutschen Wirtschaft und Ländern des Ostblocks. Er bereitete erste Handelsverträge mit China und der Sowjetunion mit vor. Andere westdeutsche Unternehmer standen diesem Handeln eher skeptisch gegenüber. „Ich habe nicht das Vaterland zu retten, ich will Geschäfte machen“ war jedoch schon der Leitspruch seines Vaters, dem auch Amerongen folgte. Michail Gorbatschow, früherer Präsident der Sowjetunion, bezeichnete ihn gar als „ältesten Pionier der Arbeitsbrigade Deutschland/Sowjetunion“.

Seine Firma mit 30.000 Mitarbeitern und etwa 200 Beteiligungen verkaufte von Amerongen 1990 an die Düsseldorfer Thyssen AG. Zuvor hatte er wirtschaftliche Misserfolge zu verzeichnen. Die PHB Weserhütt AG, die 1983 mehrheitlich übernommen wurde, musste vier Jahre später einen Vergleich anmelden, nachdem die Firma über 200 Millionen Mark Verluste gemacht hatte.

Dass Otto Wolff von Amerongen lange Zeit zu dem engeren Kreis der exklusiven Bilderberg-Gruppe gehörte, findet in der deutschen Öffentlichkeit dagegen wenig Beachtung. Sein Name wird in diesem Zusammenhang in einem Atemzug mit internationalen Wirtschaftsgrößen wie Rockefeller, der italienischen Agnellifamilie oder auch den Rothschilds genannt.

Viele bedeutende Politiker wie Henry Kissinger, der ehemalige Weltbankpräsident Wolfensohn oder auch alle NATO-Generalsekretäre der vergangenen 30 Jahre nahmen an diesen Treffen seltsamerweise als Privatpersonen teil, die von der Öffentlichkeit ausgeschlossen jedes Jahr stattfinden. Auch die aktuelle deutsche Bundeskanzlerin Merkel, deren Vorgänger Schröder oder Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping waren in der Vergangenheit bei diesen Versammlungen anwesend.

Als erster Deutscher hatte er einen Aufsichtsratposten des US-Ölkonzerns Exxon inne. Auch im Kontrollgremium der Deutschen Bank war von Amerongen jahrelang vertreten.

Mit dem Tod von Amerongens, der seit Jahren krank war, verliert die Deutschland eine undurchsichtige „graue Eminenz“.

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August 31, 2005

Lehrstellenlücke möglicherweise größer als erwartet

Lehrstellenlücke möglicherweise größer als erwartet

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Artikelstatus: Fertig 14:47, 31. Aug 2005 (CEST)
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Nürnberg / Berlin (Deutschland), 31.08.2005 – Kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres Ende September meldet die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) 144.700 unbesetzte Ausbildungsplätze. Das sind fast 14.000 mehr als 2004. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hatte letzte Woche von einer Lücke von nur 30.000 Lehrstellen gesprochen und „jedem ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen“ ein Angebot garantiert.

Damit scheint sich die Befürchtung der IG Metall zu bewahrheiten, dass dieses Jahr mehr als 100.000 Lehrstellen fehlen werden. Nach Angaben der BA suchten im August 195.300 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, das entspricht einem Anstieg um acht Prozent gegenüber letztem Jahr. 50.700 Stellen seien unbesetzt gewesen, ein Prozent mehr als im Vorjahr.

Seit Oktober 2004 wurden mit 427.500 elf Prozent weniger Ausbildungsplätze gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Laut BA betraf der Rückgang vorwiegend betriebliche Lehrstellen. Die Zahl der Bewerber sank gegenüber dem Vorjahr nur um 0,9 Prozent auf 704.500.

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Clement: Ölpreis ist Katastrophe für die Menschen

Clement: Ölpreis ist Katastrophe für die Menschen

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Berlin (Deutschland), 31.08.2005 – Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement befürchtet als Folge des Hurrikans Katrina einen weiteren Anstieg des Erdölpreises. Der hohe Erdölpreis sei ein weiterer Dämpfer für den privaten Konsum in Deutschland.

„Das ist eine sehr ernste Situation am Ölmarkt“, sagte Clement am Mittwoch in Berlin. Die Rekordpreise beim Erdöl seien „wirklich eine Katastrophe für die Menschen.“ Der Erdölpreis hat sich mittlerweile bei über 70 US-Dollar pro Barrel festgesetzt. Der Preisanstieg könnte fatale Auswirkungen für die Verbraucher haben. Dass die Weltwirtschaft und die deutsche Wirtschaft mit dieser Situation dennoch relativ gut zurecht kommen würde, zeige aber deren Robustheit. Man müsse noch stärker als ohnehin geplant die Entwicklung der Biokraftstoffe vorantreiben.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Georg Ludwig Braun, sagte, der Ölpreis sei definitiv eine Bremse für die Binnenkonjunktur, weil die hohen Preise für Heizöl und andere Erdölprodukte den Verbrauchern das Geld für den Konsum nehmen.

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  • Portal:Ölpreis
  • Todesopfer und Zerstörungen durch den Hurrikan „Katrina“ (30.08.2005)

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August 24, 2005

DIHK: 30.000 Ausbildungsplätze fehlen

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DIHK: 30.000 Ausbildungsplätze fehlen

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Artikelstatus: Fertig 22:23, 24. Aug 2005 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 24.08.2005 – Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres fehlen nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) noch rund 30.000 Lehrstellen. Die IG Metall geht dagegen davon aus, dass zum 30. September mindestens 100.000 Jugendliche keine Lehrstelle haben werden.

Derzeit bilden nur knapp 30 Prozent aller Betriebe überhaupt aus. Nach Gewerkschaftsangaben wären aber 50 Prozent dazu in der Lage.

Bundesregierung und Wirtschaft haben sich in dem 2004 geschlossenen Ausbildungspakt verpflichtet, jedem Jugendlichen eine Lehrstelle zur Verfügung zu stellen. In dem auf drei Jahre angelegten Ausbildungspakt hat sich die Wirtschaft verpflichtet, jedes Jahr 30.000 neue Ausbildungsstellen und 25.000 so genannte Einstiegsqualifikationen zu schaffen.

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August 1, 2005

DIHK-Vorstoß zur Senkung der Lehrlingsgehälter erntet heftige Kritik

DIHK-Vorstoß zur Senkung der Lehrlingsgehälter erntet heftige Kritik

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Berlin (Deutschland), 01.08.2005 – Eine generelle Senkung der Lehrlingsgehälter, wie sie Ludwig Georg Braun, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), am Wochenende vorgeschlagen hatte, ist auf heftige Kritik seitens Parteien und Gewerkschaften gestoßen.

Selbst der Zentralverband des Deutschen Handwerks hält den Vorschlag für nicht machbar. Manche Branche locke Bewerber ausdrücklich mit höheren Ausbildungsvergütungen. Laut Handwerkskammer Potsdam sei die schwierige Situation der Betriebe das Problem, nicht die Vergütungen.

Wirtschaftsminister Wolfgang Clement hält die von Braun vorgeschlagene Basisvergütung von 270 Euro für „doch recht weit entfernt von dem Durchschnitt der Ausbildungsvergütungen“. Dieser liegt derzeit bei 580 Euro. „Ich empfehle dringend, den Vorschlag zwischen den Tarifvertragsparteien zu verhandeln.“ Der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning befürchtet, mit diesem Vorschlag treibe man die Auszubildenden in die Armut. Der hessische DGB-Vorsitzende Stefan Körzell nannte den Vorstoß absurd und weltfremd. Die finanzielle Belastung für die Ausbildung werde auf die Eltern verschoben.

Auch der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Pofalla sprach sich gegen eine gesetzliche Reduzierung aus. Er forderte aber von den Tarifparteien, Lohn und Ausbildungszeiten „ohne Denkblockaden“ zu diskutieren.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft stellte ähnliche Pläne vor. Der Vorschlag seines Präsidenten Mario Ohoven geht von einer Grundvergütung von 300 bis 500 Euro aus. Zu dieser sollen leistungsbezogene Entgelte kommen, um den vielen Jugendlichen, denen es an Disziplin und Leistungswillen fehle, einen Anreiz zu geben.

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May 29, 2005

Keine Steuerreform vor der Bundestagswahl erwartet

Filed under: Berlin,DIHK,Finanzpolitik,Steuerpolitik,Themenportal Europa — admin @ 5:00 am

Keine Steuerreform vor der Bundestagswahl erwartet

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Berlin (Deutschland), 29.05.2005 – Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun glaubt nicht mehr, dass vor den geplanten vorgezogenen Bundestagswahlen eine Steuerreform stattfinden wird.

Laut Braun ist eine Einigung in der Steuerpolitik jetzt noch unwahrscheinlicher als zuvor. Seiner Meinung nach wurde nach dem Jobgipfel zu viel taktiert, anstatt eine ernsthafte Lösung zu suchen. Schuld daran wären beide Parteien gewesen.

Braun ist zuversichtlich, dass eine Neuwahl im Herbst Deutschland wirtschaftlich vorwärts bringt und den Reformstau beendet.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Deutsche Bundestagswahl 2005

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April 15, 2005

Flughafengesellschaft gab bekannt: BBI-Eröffnung 2010 in Gefahr

Flughafengesellschaft gab bekannt: BBI-Eröffnung 2010 in Gefahr

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Airport Berlin Schoenefeld

Schönefeld (Deutschland), 15.04.2005 – Am gestrigen Vormittag hat das Leipziger Bundesverwaltungsgericht mittels einer Eilentscheidung sämtliche Bauarbeiten im Bereich des Flughafen Berlin Brandenburg International vorläufig untersagt.

Aus Sicht der Berliner Flughafengesellschaft ist damit die Eröffnung des neuen Flughafens im Jahr 2010 in Gefahr geraten. Der geplante Zeitablauf für die Fertigstellung könne dadurch kaum noch eingehalten werden. Der neue Hauptstadtflughafen sollte mit Inkrafttreten des Winterflugplans 2010 eingeweiht werden.

Das Bundesverwaltungsgericht will mit dieser Maßnahme verhindern, dass vor einem abschließenden Urteil Bauarbeiten durchgeführt werden, die nur schwer wieder rückgängig gemacht werden könnten. Es seien noch nicht alle Planungen umfassend abgeschlossen worden.

Gegner des geplanten Hauptstadtflughafens sahen den vorläufigen Baustopp als Erfolg. Insgesamt rund 3.600 Anwohner klagen derzeit gegen das Bauvorhaben.

Die Industrie- und Handelskammern von Berlin und Brandenburg haben sich ebenfalls zu Wort gemeldet. Sie betrachten den Baustopp als herben Rückschlag für die Region. Das endgültige Gerichtsurteil wird für das erste Halbjahr 2006 erwartet.

Themenverwandte Artikel

  • Prozessbeginn um den Flughafen Berlin-Schönefeld (08.02.2006)
  • Portal:Luftfahrt

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February 19, 2005

Deutschland wird rund 150.000 Arbeitsplätze verlieren

Deutschland wird rund 150.000 Arbeitsplätze verlieren

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Berlin (Deutschland), 19.02.2005 – Die BILD-Zeitung berichtet über eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei rund 8.000 Firmen.

Diese ergab, dass bis Ende 2007 rund 150.000 Arbeitsplätze ins Ausland verlegt werden sollen. 43 Prozent sollen in die neuen EU-Länder wandern, 37 Prozent sollen nach China gehen. Die Metallindustrie, das Elektrotechnikgewerbe und die Textilbranche ist am meisten betroffen. Bereits in diesem Jahr werden 50.000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen.

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