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February 1, 2011

Trilobit bei Ausgrabungen in der Nähe von Herscheid gefunden

Trilobit bei Ausgrabungen in der Nähe von Herscheid gefunden

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Veröffentlicht: 21:33, 1. Feb. 2011 (CET)
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Typische Dreiteilung eines Trilobiten: Cephalon (Kopfschild), Thorax (Rumpf) und Pygidium (Schwanzschild)

Herscheid (Deutschland), 01.02.2011 – Im Zuge von Ausgrabungen an einem Straßengraben im Ebbegebirge bei Herscheid im Märkischen Kreis fanden Forscher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) einen seltenen Trilobiten (Dreilapperkrebs). Wie Dr. Lothar Schöllmann vom LWL-Museum für Naturkunde in Münster berichtete, wurden bei den aktuellen Ausgrabungen fünf Trilobiten gefunden. Das nun gefundene Exemplar ist bislang weltweit dasjenige, das am vollständigsten erhalten ist. Es handelt sich bei dem Fossil um einen Selenopeltis, dessen Alter auf 465 Millionen Jahre geschätzt wird.

Trilobiten tragen ihren Namen aufgrund der typischen Dreigliederung ihres Körpers in ein vorderes Kopfschild, einen mittleren, segmentierten Rumpfabschnitt und ein hinteres Schwanzschild. Bislang konnten die Forscher das Schwanzschild zu dem Fossil nicht finden. Bei Ausgrabungen im Jahr 1990 fanden die Forscher dagegen ein isoliertes Schwanzschild eines entsprechenden Exemplars.

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June 22, 2007

Eiszeitliche Wolfsart fraß Mammuts und Bisons

Eiszeitliche Wolfsart fraß Mammuts und Bisons

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Veröffentlicht: 14:41, 22. Jun. 2007 (CEST)
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Heutiger Wolf (Canis lupus)

Los Angeles (Vereinigte Staaten), 22.06.2007 – Bis zum Ende der letzten Eiszeit vor ungefähr 12.500 Jahren lebte in Beringia, einer Landbrücke, die damals Alaska mit Sibirien verband, eine Wolfsart, die mit kräftigen Kiefern und großen Reißzähnen in der Lage war, Großtiere wie Mammuts und Karibus zu reißen. Diese Wölfe starben nach Ansicht von Blaire Van Valkenburgh von der Universität von Kalifornien in Los Angeles und seiner Mitarbeiter aus, weil sie wegen des Aussterbens ihrer Beutetiere, insbesondere der Mammuts, nicht mehr genug Nahrung fanden.

Den Wissenschaftlern standen für ihre Untersuchungen Knochen von insgesamt 56 Individuen, die im Permafrostboden in Alaska gefunden worden waren, zur Verfügung. Mit Hilfe der Radiokarbonmethode stellten sie das Alter der Knochen fest und kamen zu dem Ergebnis, dass alle Skelette aus der Zeit von vor mehr als 12.500 Jahren stammten. Aus der Tatsache, dass keine jüngeren Funde vorliegen, schlossen sie, dass die Art etwa zu dieser Zeit gleichzeitig mit anderen eiszeitlichen Großtieren ausgestorben ist.

Wovon die Raubtiere sich ernährten, konnte das Team um Van Valkenburgh durch chemische Analysen der Knochenzusammensetzung feststellen. Danach gehörten Mammuts, Bisons, Moschusochsen, Yaks, Pferde und Karibus zu den Beutetieren. Typische Abnutzungsspuren an den Zähnen und zahlreiche zerbrochene Zähne deuten darauf hin, dass die robusten Raubtiere mit ihren starken Kiefern die Knochen ihrer Beutetiere zermalmt haben.

DNA-Untersuchungen haben ergeben, dass die eiszeitlichen Wölfe mit den heute lebenden Wölfen nicht verwandt sind. Es weist aber einiges darauf hin, dass verwandtschaftliche Beziehungen zu eurasischen Wolfsarten aus jener Zeit bestehen.

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July 29, 2006

Drei Skelette von Sauriern in Thüringen entdeckt

Drei Skelette von Sauriern in Thüringen entdeckt

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Artikelstatus: Fertig 18:39, 29. Jul. 2006 (CEST)
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Skelett von Dimetrodon grandis im National Museum of Natural History, Washington, DC

Gotha (Deutschland), 29.07.2006 – Wissenschaftler haben gestern auf dem „Bromacker“ in Thüringen drei Saurierskelette gefunden. An dieser Stelle wurden schon häufiger Fossilien aus der Zeit des Perm (einem Erdzeitalter vor zirka 280 Millionen Jahren) entdeckt. Ein Fossil ist so gut erhalten, dass aus ihm eventuell ein 60 Zentimeter langes Reptilienskelett vollständig rekonstruiert werden kann.

Dabei handelt es sich nach Angaben von Teamleiter Thomas Martens um das Skelett eines Pelycosauriers, einer Segelechse. Die Steine werden in die USA gebracht, wo sie in den nächsten Monaten am „Carnegie Museum of Natural History“ in Pittsburgh präpariert werden sollen. David Berman, der am Carnegie Museum arbeitet, berichtete davon, dass ein Skelett derselben Saurierart bereits in Amerika gefunden worden sei, wobei das Tier allerdings zirka zehn Millionen Jahre jünger gewesen sein soll. Das unterstütze die These, dass die Kontinente damals noch zusammenhingen. „Die Tiere sind offensichtlich von der Gegend des heutigen Europas über Asien in die Vereinigten Staaten eingewandert.“ Funde von Fossilien derselben Art aus Asien sind jedoch unbekannt.

Stuart Sumida, Professor an der California State University in San Bernadino, freut sich ebenfalls über den Fund: „Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so wundervolle Funde wie hier.“ Die Skelette, die in den letzten Jahren in den USA und Mexiko gefunden wurden, seien bei weitem nicht so gut erhalten. Seit 14 Jahren kommen die Amerikaner jeden Sommer nach Tambach-Dietharz und präparieren anschließend die Fundstücke, auch wenn diese danach wieder an Thüringen zurückgegeben werden müssen.

Das Fundgebiet, der „Bromacker“, liegt bei Tambach-Dietharz im Thüringer Wald. Dort wurden bis zu vier Steinbrüche angelegt, um Sandsteinplatten für die Bauindustrie zu liefern. Seit 1974 werden dort immer wieder Wirbeltierskelette geborgen.

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February 20, 2006

Schüler finden versteinerten Riesenpinguin

Schüler finden versteinerten Riesenpinguin

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Artikelstatus: Fertig 11:36, 20. Feb. 2006 (CET)
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Kawhia (Neuseeland), 20.02.2006 – Kinder haben auf einer Exkursion das vermutlich feinste bislang gefundene Fossil eines Riesenpinguins entdeckt. Diese frühen Pinguine waren 1,5 Meter (fünf Fuß) hoch, wogen über 100 Kilogramm (220 Pfund) und lebten vor ungefähr 40 Millionen Jahren.

Während die Gruppe von 22 Schülern des Hamilton Junior Naturalists Club nach Fossilien suchte, erwartete sie nicht, irgendetwas derart Bedeutsames auf ihrem Ausflug nach Kawhia, das eine Stunde südwestlich von Hamilton liegt, zu finden. Der Leiter der Gruppe, Chris Templer, sagte, dass das Meer schon angefangen hatte, die Versteinerung wegzufressen, und dass es hätte sein können, dass nicht mehr viel davon übrig geblieben gewesen wäre, wenn man sie nicht innerhalb der nächsten 18 Monate gefunden hätte. Er habe davon geträumt, einen solchen Fund zu machen, seit er als Elfjähriger mit der Suche nach Fossilien begann. „Ich dachte ‚Oh, Gott‘ und wäre fast das Riff hinuntergekippt“, sagte er.

Das Fossil wurde sorgfältig entfernt, nachdem sie mit Te Papa, dem Nationalmuseum, und örtlichen Māori gesprochen hatten. Experten sind davon entzückt, dass die Versteinerung aus Kawhia vollständig erhalten ist. Obwohl bereits ungefähr ein Dutzend ausgestorbener Pinguinarten in Neuseeland entdeckt wurden, hat man von fast allen Arten nur ein paar versteinerte Skelette gefunden. Te Papa besitzt nur drei Skelette von dem größten Riesenpinguin. Alan Tennyson, dem Verwalter der Fossilien bei Te Papa, zufolge könnte die Entdeckung bei Kawhia von internationalem Interesse sein. „Ich glaube, dass es sehr spannend ist, so etwas zu finden … es kommt sehr selten vor, dass man ein so gut erhaltenes Exemplar findet“, sagte er begeistert.

Themenverwandte Artikel

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 19.02.2006

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October 21, 2005

Raubsaurier entdeckt

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Raubsaurier entdeckt

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Artikelstatus: Fertig 22:41, 26. Okt. 2005 (CEST)
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Buenos Aires (Argentinien), 21.10.2005 – Forscher haben in Argentinien einen 90 Millionen Jahre alten, vogelähnlichen Raubsaurier entdeckt. Der neu entdeckte Saurier namens „Buitreraptor gonzalezorum“ soll in etwa die Größe eines Hahnes haben.

Mit diesem Fund ist bewiesen, dass die ersten fleischfressenden Saurier wesentlich früher lebten, als bisher gedacht wurde. Die Ursprünge gingen laut den Wissenschaftlern auf das Jura-Zeitalter zurück. Dieses war bis zu 180 Millionen Jahren vor unserer Zeit.

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September 20, 2005

Heiße Lava briet den „weißen Hai“ von Heimkirchen

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Heiße Lava briet den „weißen Hai“ von Heimkirchen

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Nierstein (Deutschland), 20.09.2005 – Ein riesiger, männlicher „weißer Hai“ der Art Orthacanthus senckenbergianus aus der frühen Permzeit vor etwa 280 Millionen Jahren ist die neueste große Attraktion des Paläontologischen Museums Nierstein unweit von Mainz. Ungewöhnlich wirkt nicht nur die Größe von 2,10 Meter dieses eindrucksvollen Fisches aus Heimkirchen am Donnersberg in der Pfalz, sondern auch seine weiße Farbe, die er der Erhitzung durch im Erdinnern aufsteigende Lava verdankt.

Normalerweise sind fossile Fische aus der frühen Permzeit schwarz auf dem Gestein aus jenem Zeitabschnitt überliefert, was dem übriggebliebenen Kohlenstoff zuzuschreiben ist. Doch wenn das Gestein mit einem Fossil – sei es ein Krebs, ein Fisch oder ein Amphibium (Saurier) – durch unterirdische Lava erhitzt wird, verbrennt der Kohlenstoff und lässt nur weiße Asche übrig.

Mit dem gefürchteten „Weißen Hai“ Carcharodon, der in reißerischen Kinofilmen Menschen angreift und tötet, hat der „weiße Hai“ Orthacanthus im Paläontologischen Museum Nierstein nichts zu tun. Im Gegensatz zum blutrünstigen Carcharodon lebte Orthacanthus nicht im Meer im Salzwasser, sondern im Süßwasser. Man rechnet ihn zu den Süßwasserhaien (Xenacanthiformes oder Xenacanthiden).

Der maximal drei Meter lange Süßwasserhai Orthacanthus war ein Raubfisch, der in Bodennähe von Gewässern auf Fische lauerte. Er konnte schnell schwimmen und fraß – wie versteinerte Kotballen beweisen – vor allem die zu den Panzerfischen (Placodermen) gehörenden zahnlosen „Stachelhaie“ (Acanthodier) der Gattung Acanthodes, die sich von Plankton ernährten, und Schmelzschuppenfische (Palaeonisciden) der Gattung Paramblypterus.

Meistens findet man von Orthacanthus keine komplett erhaltenen Exemplare, sondern nur isolierte Zähne und die bis zu zehn Zentimeter langen Nackenstachel mit Zacken, schrieb der Paläontologe Hartmut Haubold aus Halle/Saale in dem Buch „Die Lebewelt des Rotliegenden“. Von den Wurzeln der Zähne gehen unterschiedliche Spitzen und Höcker aus. Wegen seiner langen und spitz zulaufenden Rückenflosse ähnelt Orthacanthus heutigen Moränen.

Die Art Orthacanthus (Lebachacanthus) senckenbergianus wurde bereits 1889 von dem Wissenschaftler Fritsch anhand von Fossilien aus Lebach im Saarland beschrieben. Der Fund, nach dem diese Art beschrieben ist, wird im Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main aufbewahrt.

Man rechnet die Gattung Orthacanthus („Einhornhai“) der Klasse Chondrichthyes (Knorpelfische), Überordnung Euselachii (primitive Haie) und Familie Xenacanthiformes (Süßwasserhaie) zu. Orthacanthus ist aus der Karbonzeit und Permzeit nachgewiesen. Funde gelangen in Europa und Nordamerika.

In Mitteleuropa wird die frühe Permzeit wegen der teilweise auffällig rotgefärbten Gesteine aus diesem Zeitabschnitt auch Rotliegendzeit genannt. Ablagerungen aus dieser Zeit treten beispielsweise auf der linken Rheinseite bei Nierstein und Nackenheim unweit von Mainz und örtlich im Saar-Nahe-Gebiet besonders deutlich zutage.

Während der Rotliegendzeit war innerhalb der sich quer durch Deutschland ziehenden Saar-Saale-Senke gebietsweise der Boden heiß und lebensfeindlich. Dort drangen aus bis zu 60 Kilometer Tiefe der Erdkruste gewaltige Lavamengen empor. Überreste dieser alten Vulkane sind vor allem im Umkreis von Baumholder, Bad Kreuznach, in der Pfalz, im Thüringer Wald und bei Halle/Saale in Sachsen-Anhalt zu finden.

Die Seen in der Pfalz, in denen der Süßwasserhai Orthacanthus in der frühen Permzeit lebte, lagen im damaligen tropischen Gürtel auf zehn Grad bis zwanzig Grad nördlicher Breite. Das heißt: Analog zu heutigen tropischen Seen herrschte in den oberen Wasserschichten eine Temperatur von ständig mehr als zwanzig Grad Celsius mit nur sehr geringfügigen Schwankungen.

Der Fundort Heimkirchen am Donnersberg in der Pfalz, an dem der heute im Niersteiner Paläontologischen Museum aufbewahrte Süßwasserhai geborgen wurde, ist schon seit langem bekannt. Von dort beschrieb 1847 der Bonner Geologe Georg August Goldfuß (1782-1848) den riesigen räuberischen Urlurch Sclerocephalus haeuseri („Hartschädel“), der bis zu zwei Meter Länge erreichte.

An den einstigen Fundstellen des Süßwasserhaies Orthacanthus in Rheinland-Pfalz sind seit 1986 private Grabungen nach Fossilien gesetzlich verboten. Seitdem gibt es von dort keine Neufunde privater Sammler mehr.

Der Süßwasserhai Orthacanthus aus dem Paläontologischen Museum Nierstein wurde vor längerer Zeit von dem Fossiliensammler Manfred Raisch aus Kaiserslautern in Heimkirchen entdeckt und geborgen. Er überließ vor einigen Jahren seinen seltenen Fund dem Museum, dem er sich freundschaftlich verbunden fühlt.

Das Paläontologische Museum Nierstein ist das Lebenswerk des verdienstvollen Hobbypaläontologen Arnulf Stapf aus Nierstein am Rhein, der sich schon als Neunjähriger für das Fossiliensammeln begeisterte und später von seinem Sohn Harald tatkräftig unterstützt wurde. Die beiden haben mit Unterstützung des Fördervereins „Freunde des Paläontologischen Museums Nierstein e. V“ eine Schausammlung aufgebaut, die weit und breit ihresgleichen sucht.

Kaum ein Museum in Deutschland dürfte eine so umfangreiche und eindrucksvolle Sammlung von Pflanzen, Insekten, Fischen und Amphibien (Sauriern) aus der frühen Permzeit zeigen wie das Paläontologische Museum Nierstein. Die Schau, in der auch viele andere Fossilien aus verschiedenen Perioden der Erdgeschichte zu bewundern sind, ist jeden Sonntag von 11:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Vater Arnulf Stapf oder Sohn Harald fungieren abwechselnd als sachkundige Museumsführer.

Harald Stapf hat die Steinplatte mit dem monströsen Süßwasserhai Orthacanthus senckenbergianus aus Heimkirchen aus zwanzig Einzelteilen zusammengeklebt. Für dieses „Hai-Puzzle“ benötigte er unendlich viel Geduld und insgesamt mehr als 250 Arbeitsstunden, um das Fossil von dem aufliegenden Sediment zu befreien.

Am 10. September 2005 wurde die rund 300 Kilogramm schwere Steinplatte mit dem Süßwasserhai aus dem Präparationssaal im Erdgeschoss des alten Niersteiner Rathauses, in dessen erstem Stock sich das Paläontologische Museum Nierstein befindet, in die Ausstellung transportiert. Viele Freunde, Förderer und Firmen betätigten sich dabei als wertvolle Helfer.

Die riesige Steinplatte mit dem Süßwasserhai überstand den gefahrvollen Transport ohne jeglichen Schaden. Der imposante Raubfisch zieht künftig jeden Sonntag in Nachbarschaft von räuberischen Urlurchen der Gattung Sclerocephalus die Besucher des Museums in ihren Bann.

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June 21, 2005

Rekordverdächtiger Stoßzahn aus der Urzeit

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Rekordverdächtiger Stoßzahn aus der Urzeit

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Thessaloniki (Griechenland), 21.06.2005 – Der womöglich weltweit längste Stoßzahn eines Rüsseltieres ist unweit der nordgriechischen Stadt Grevena entdeckt worden: Dabei handelt es sich um den sage und schreibe fast 4,40 Meter Länge erreichenden Stoßzahn eines Tieres aus dem Pliozän vor rund drei Millionen Jahren. Dies teilte die an der Universität Thessaloniki tätige Geologieprofessorin Evangelìa Tsoukalá jetzt mit.

Nach Angaben der Wissenschaftlerin war das Rüsseltier, das diesen rekordträchtigen Stoßzahn einst trug, bis zu 4,50 Meter hoch, rund zwölf Tonnen schwer und schätzungsweise 40 Jahre alt. Am Fundort des Stoßzahns kamen auch fossile Reste anderer Säugetiere wie Nashörner und Gazellen zum Vorschein, die ebenfalls größer als heutige Tiere waren.

Im Vergleich mit dem imposanten pliozänen Rüsseltier, das zwei fast 4,40 Meter lange Stoßzähne mit sich herumschleppen musste, wirkt das eiszeitliche Mammut (Mammuthus primigenius) regelrecht bescheiden, stellt der Wissenschaftsautor Ernst Probst fest. Denn das Mammut mit einer Schulterhöhe von lediglich etwa drei Metern war kleiner als ein heutiger Afrikanischer Elefant.

Die in der Politik und in der Wirtschaft oft gebräuchlichen Begriffe Mammutprogramm und Mammutsitzung im Sinne von etwas besonders Großem sind deswegen fehl am Platz. Denn die größten Elefanten sind die Waldelefanten (Palaeoloxodon antiquus) und Steppenelefanten (Mammuthus trogonterii) im Eiszeitalter gewesen, die eine Schulterhöhe von ca. 4,50 Metern erreichten.

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June 5, 2005

Wie man Dinosaurier-Weibchen erkennt

Wie man Dinosaurier-Weibchen erkennt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Wie man Dinosaurier-Weibchen erkennt

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Raleigh (USA), 05.06.2005 – Dank neuer Erkenntnisse amerikanischer Forscher ist es künftig mitunter möglich, das Geschlecht von Dinosauriern zu erkennen. Wenn sich in den Knochen noch Gewebe befindet, das demjenigen weiblicher Vögel ähnelt, handelt es sich um ein weibliches Tier. Zu dieser Erkenntnis gelangte ein Forscherteam um Mary Higby Schweitzer von der North Carolina State University.

Bei einem in Jordanien entdeckten Tyrannosaurus rex war das mit feinen Blutadern durchsetzte Knochenmarksgewebe eines Oberschenkelknochens reich an Kalzium. Weibliche Vögel besitzen ein sehr ähnliches Gewebe, mit dem der Mineralverlust wettgemacht wird, der beim Eierlegen entsteht.

Nach der neuen Untersuchungsmethode konnte das Skelett eines Raubdinosauriers der Art Tyrannosaurus rex (“König der Tyrannenechsen”) aus der späten Kreidezeit vor etwa 68 Millionen Jahren als weiblich identifiziert werden. Die Entdeckung der amerikanischen Forscher unterstützt die These, dass die heutigen Vögel die Nachfahren der Dinosaurier sind.

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June 2, 2005

Elefantenfuß-Dinosaurier mit kurzem Hals entdeckt

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Elefantenfuß-Dinosaurier mit kurzem Hals entdeckt

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München (Deutschland), 02.06.2005 – Pflanzenfressende Dinosaurier aus der Gruppe der Sauropoden (Elefantenfuß-Dinosaurier) haben normalerweise einen kleinen Kopf, einen langen schlangenartigen Hals, vier elefantenähnliche Beine und einen langen peitschenartigen Schwanz. Von diesem Muster weicht eine kürzlich in Argentinien entdeckte Sauropoden-Art aus der Jurazeit vor etwa 145 Millionen Jahren ab: Sie besitzt einen erstaunlich kurzen Hals und ist auch nicht so riesig wie andere Sauropoden.

Die neu in Argentinien entdeckte Dinosaurier-Spezies erhielt den Artnamen Brachytrachelopan mesai. Dieser Name setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem griechischen Wort für “kurzen Hals”, dem Namen des Hirtengottes Pan, weil ein Schäfer den Dinosaurier entdeckt hatte, und dem Familiennamen des Entdeckers.

Der Neufund aus Argentinien wurde von einer deutsch-argentinischen Forschergruppe um Oliver Rauhut von der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München im Wissenschaftsmagazin “Nature” beschrieben. Brachytrachelopan mesai hatte eine Körperlänge von weniger als zehn Metern. Demnach war er im Vergleich zu anderen Sauropoden wie Diplodocus (etwa 25 Meter) und Seismosaurus (mehr als 30 Meter) relativ klein.

Der Hals von Brachytrachelopan mesai misst lediglich rund 1,20 Meter Länge. Bezogen auf die übrigen Proportionen des Körpers sind dies etwa 40 Prozent weniger, als es bei anderen Sauropoden der Fall ist. Dieser kurzhalsige Sauropode hat vermutlich vor allem Pflanzen in etwa ein bis zwei Meter Höhe gefressen.

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May 17, 2005

Comeback für den „Tasmanischen Tiger“

Comeback für den „Tasmanischen Tiger“

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Sydney (Australien), 17.05.2005 – Australische Wissenschaftler wollen den 1936 ausgestorbenen Beutelwolf oder „Tasmanischen Tiger“ (Thylacinus cynocephalus) durch Klonen wiederbeleben. Der Zeitung „Sun-Herald“ zufolge beabsichtigen Forscher von mehreren Universitäten der Bundesstaaten New South Wales und Victoria, sich an dem spektakulären Projekt zu beteiligen.

Das Australische Museum in Sydney hatte ein Vierteljahr zuvor seinen Versuch aufgegeben, die aus einem 1866 konservierten Thylacinus-Jungtier gewonnene DNA zu nutzen, um die Zellen dieses Beuteltiers zu klonen. Laut Museumsleitung war die DNA jedoch zu stark beschädigt, um sie zu analysieren.

Der „Tasmanische Tiger“ ist ein gestreiftes, hunde-ähnliches Beuteltier, das auf dem australischen Festland bereits seit etwa 2.000 Jahren ausgestorben ist. Auf der südaustralischen Insel Tasmanien hielt sich der “Beutelwolf” noch bis ins 20. Jahrhundert hinein, das letzte Exemplar starb 1936 im Zoo von Hobart.

Kryptozoologen glauben allerdings, der offiziell als ausgestorben geltende „Beutelwolf“ würde in Wäldern Tasmaniens immer noch existieren. Angeblich findet man von diesem hundeähnlichen Tier, das auch „Streifenhund“, „Tasmanischer Tiger“, „Zebrahund“ oder „Zebrawolf“ genannt wird, immer wieder Pfotenabdrücke oder hellbraune Fellbüschel oder sichtet es sogar.

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