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March 12, 2008

Ammoniakunfall bei Bayer in Wuppertal

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Ammoniakunfall bei Bayer in Wuppertal

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Veröffentlicht: 21:45, 12. Mär. 2008 (CET)
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Wuppertal (Deutschland), 12.03.2008 – 23 Beschäftigte des Chemieunternehmens Bayer wurden am Morgen auf dem Werksgelände durch austretendes Ammoniak verletzt. Die Mitarbeiter mussten sich zum Teil mit Atemwegsverätzungen in ärztliche Behandlung begeben. Das giftige Gas, das bei Berührung oder Einatmung zu Verätzungen führen kann, war bei Reparaturarbeiten aus einer undichten Leitung ausgetreten. Die ausgetretene Ammoniakwolke wurde von der Feuerwehr, die mit 80 Feuerwehrleuten im Einsatz war, mit Wassernebel bekämpft. Das Wetter in Gestalt des Sturmtiefs „Kirsten“ erleichterte offenbar die Arbeit der Feuerwehr, weil sich die Ammoniakwolke durch den Wind relativ schnell verteilte. Kurzfristig war die Wuppertaler Schwebebahn außer Betrieb gestellt worden. Die Bevölkerung war vor dem Aufenthalt im Freien gewarnt worden.

Erst am 27. Februar waren im niedersächsischen Lohne in einer Geflügelschlachterei 37 Arbeiter durch den Austritt von Ammoniak zum Teil schwer verletzt worden. Das ätzende Gas war hier bei Wartungsarbeiten an einer Kühlanlage ausgetreten.

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September 27, 2006

Grüne: „Mafiöse Struktur in der deutschen Fleischwirtschaft“

Grüne: „Mafiöse Struktur in der deutschen Fleischwirtschaft“

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Artikelstatus: Fertig 16:00, 27. Sep. 2006 (CEST)
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Lohne (Oldenburg) (Deutschland), 27.09.2006 – Von mafiösen Strukturen in der deutschen Fleischwirtschaft spricht die Fraktion der Grünen im niedersächsischen Landtag angesichts eines neuerlichen Fundes von „Gammelfleisch“ in einer Firma in Lohne im Landkreis Vechta (Niedersachsen). Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Oldenburg geht es dabei um über 130 Tonnen Schlachtabfälle, die laut NDR.de zwischen August 2004 und Juli 2005 zu Wurst verarbeitet und verkauft worden sein sollen. Unklar ist bisher jedoch, ob das Fleisch in Deutschland verkauft wurde. Die Staatsanwaltschaft geht jedoch davon aus, dass das Fleisch nach Rumänien und Russland weiterverkauft worden ist.

Die Ermittler der Oldenburger Staatsanwaltschaft gaben an, bei den Fleischabfällen handele es sich um so genanntes „Stichfleisch“. Damit wird das Fleisch rund um die Einstichstelle beim Schlachten bezeichnet. Dieses Fleisch sei, so die Staatsanwaltschaft, nach deutschem Lebensmittelrecht nicht zum Verzehr geeignet, weil es häufig Blutergüsse aufweise und in der Folge keimbelastet sei. Dieses Fleisch sei lediglich zur Verarbeitung als Hunde- und Katzenfutter freigegeben, dies aber auch nur in Betrieben, die dafür eine besondere Betriebsgenehmigung besäßen. Da das so genannte Stichfleisch in einem Betrieb in Melle zwischengelagert wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen diesen Betrieb. Als Herkunft der Fleischabfälle wurde eine Firma in Gelsenkirchen ermittelt, gegen die die Staatsanwaltschaft Essen bereits ermittelt.

Die Firma in Lohne bestreitet die Vorwürfe. Angeblich hatte die Firma keine Kenntnis davon, dass es sich bei dem Fleisch um Stichfleisch handelte. Die Staatsanwaltschaft erklärte dazu, dass Stichfleisch von fachkundigem Personal auch ohne entsprechende Kennzeichnung sofort als solches zu erkennen sei, da das Fleischgewebe durch Blutungen verunreinigt sei.

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