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March 22, 2016

Fotostrecke: Demo „Flüchtlinge willkommen!“ in Wien

Fotostrecke: Demo „Flüchtlinge willkommen!“ in Wien

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Veröffentlicht: 22:33, 22. Mär. 2016 (CET)
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Wien (Österreich), 22.03.2016 – Letzten Samstag fand anlässlich des Anti-Rassismus-Tages in Wien eine Demonstration unter dem Motto „Flüchtlinge willkommen! Nein zur Festung Europa!“ statt. An der friedlich verlaufenen Veranstaltung beteiligten sich zwischen (nach Polizeiangaben) 2500 und (nach Veranstalterangaben) 16.000 Personen. Weitere Demos zum Anti-Rassismus-Tag wurden an diesem Tag in Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Polen und Slowenien zu Beginn der internationalen Woche gegen Rassismus veranstaltet.

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Wikimedia Commons
Wikimedia Commons hat Inhalte zu Demo “Flüchtlinge willkommen! Nein zur Festung Europa!” (Wien 2016-03-19).

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October 21, 2015

Flüchtlinge brennen Zelte in Brezice nieder

Filed under: Brandstiftung,Flüchtling — admin @ 5:00 am

Flüchtlinge brennen Zelte in Brezice nieder

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Brezice (Kroatisch-slovenische Grenze), 21.10.2015 – Im Flüchtlingslager nahe dem Ort Brezice brannten am Mittwoch mehrere Flüchtlingszelte, die die Flüchtlinge selbst in Brand gesteckt haben sollen. Die Flüchtlinge seien mit ihrer derzeitigen Situation unzufrieden und wollen zum Beispiel nach Deutschland weiterreisen. Die Kroatischen und Slovenischen Behörden sind allerdings mit dem Ansturm überfordert und öffneten ihre Grenzen nur zeitweise.

Nach Informationen der slowenischen Zeitung „Delo“ seien zwei Drittel aller Zelte in dem Camp niedergebrannt, die Feuerwehr habe das Feuer aber schnell unter Kontrolle gebracht. Wie Amnesty International mitteilte, müssen viele der hier untergebrachten Menschen unter freiem Himmel schlafen und erhielten nur zweimal am Tag kalte Lebensmittel. Daraufhin sei die Lage eskaliert.

Nach einer morgentlichen Sitzung hat das Slowenischen Parlament beschlossen, dass das Militär in die Flüchtlingskrise eingreifen darf. Auch in Brezice wurde das Militär folgend eingesetzt.

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September 2, 2015

Fotostrecke: Demo „Mensch sein in Österreich“

Fotostrecke: Demo „Mensch sein in Österreich“

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Veröffentlicht: 22:17, 2. Sep. 2015 (CEST)
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Wien (Österreich), 02.09.2015 – 20.000 Menschen beteiligten sich am 31. August in Wien an der Demonstration „Mensch sein in Österreich“, die privat initiiert worden war. Wenige Tage nach der Flüchtlingstragödie bei Parndorf forderten die Teilnehmer einen humanitären Umgang mit Flüchtlingen.

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February 11, 2015

Parteien streiten um angemessene Unterbringung von Flüchtlingen in Deutschland

Parteien streiten um angemessene Unterbringung von Flüchtlingen in Deutschland

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Veröffentlicht: 15:56, 11. Feb. 2015 (CET)
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Der Bürgerkrieg in Syrien – hier ein Bild von der Grenze zu Israel – ist seit Jahren die Ursache für Flüchtlingsströme

Armut und ethnische Konflikte – auch aus dem Kosovo könnten demnächst wieder mehr Flüchtlinge kommen

Hamburg (Deutschland), 11.02.2015 – Vor dem Hintergrund einiger anstehender Wahlen streiten die politischen Parteien in Deutschland auch um die Unterbringung von Flüchtlingen. Aufgrund von Krisen- und Kriegssituationen, zum Beispiel in Syrien, strömen gegenwärtig mehr hilfesuchende Menschen in sichere Länder wie Deutschland, wo seit 70 Jahren Frieden herrscht. Aus Gebieten des ehemaligen Jugoslawien könnte es nach Aussagen der deutschen Botschaft zu dramatischen Massenwanderungen von Bewohnern des Kosovo kommen – diese Krisenregion ist in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten.

Nicht alle Großstädte sind entsprechend darauf vorbereitet, die europa- und deutschlandweit vereinbarten Aufnahmequoten zu erfüllen. In Hamburg landete ein Fall sogar vor dem Verwaltungsgericht. Drei Anwohner klagten gegen ein Heim für rund 220 Flüchtlinge im Stadtteil Harvestehude – mit Erfolg. Die derzeit alleinregierende SPD in Hamburg will die geplante Nutzung des ehemaligen Kreiswehrersatzamts jedoch durchsetzen.

In anderen Städten gibt es ähnliche Probleme. Zwei Hotels in Bremen, wo Flüchtlinge untergebracht wurden, gerieten in die Schlagzeilen, weil es hygienische und bauliche Mängel gab. Die Behörden prüfen dort sogar, deswegen dem Betreiber die Gewerbeerlaubnis zu entziehen. Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) versuchte aktuell mit einem Vorschlag, der nicht mit dem grünen Koalitionspartner abgestimmt war, die Wähler auf seine Seite zu ziehen: Kriminelle ausländische Jugendliche sollten in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht werden. Dieser Vorstoß stieß auf mehrfache Kritik. So sagte ein Sprecher der „Flüchtlingsinitiative Bremen“: „Die Jugendlichen wegzusperren ist genau das falsche Signal und verändert die Stimmung zum Negativen.“ Hinzu kommt, dass weder Bremen noch Hamburg entsprechende Einrichtungen haben, um auffällige Jugendliche, die nach Deutschland geflüchtet sind, angemessen unterzubringen und pädagogisch zu betreuen. Gegenwärtig beraten die SPD-geführten Landesregierungen von Bremen und Niedersachsen, um eine gemeinsame Lösung der Probleme zu finden. Im Gegensatz zu Böhrnsen sieht Bremens grüne Sozialsenatorin die Lage als beherrschbar an.

Die Partei DIE LINKE forderte in einer Debatte des Deutschen Bundestages, die Bundesregierung solle sich stärker an den Kosten für Asylbewerber beteiligen. In Hamburg sind bereits mehr als 2000 minderjährige Flüchtlinge untergebacht, von denen einige durch ihre Kriminalität auffällig geworden sind. Die CDU verlangt eine Beschleunigung des Asylverfahrens und ein härteres Vorgehen gegen kriminelle Personen. Der zuständige Thüringer Minister Dieter Lauinger (Bündnis 90 / GRÜNE) kritisiert die CDU, weil sie mit falschen Behauptungen argumentiere. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) möchte eine europaweite Änderung des Asylrechts. Die Neuen Liberalen wollen, dass Länder, in denen Waffen produziert werden, mehr Flüchtlinge aufnehmen sollen.

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Wikinews-logo.svg   Spanien will umstrittene Abschiebepraxis in Melilla legalisieren (15.01.2015)

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January 15, 2015

Spanien will umstrittene Abschiebepraxis in Melilla legalisieren

Spanien will umstrittene Abschiebepraxis in Melilla legalisieren

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Veröffentlicht: 12:06, 15. Jan. 2015 (CET)
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Grenze von Melilla

Melilla (Spanien), 15.01.2015 – Am Grenzzaun von Melilla sollen in Zukunft Flüchtlinge schnell, unbürokratisch und ohne Prüfung der Gründe ihrer Flucht wieder nach Marokko gebracht werden. Obwohl diese Praxis von Menschenrechtlern kritisiert wird, soll sie jetzt vom spanischen Senat gesetzlich abgesichert werden. Das Handelsblatt berichtet, dass Flüchtlinge mit sichtbaren Schnittwunden oder Prellungen durch das Überwinden der Grenze keine Seltenheit in Melilla seien. Die Verletzten würden nicht behandelt, sondern abgeschoben, wie der Deutschlandfunk berichtet.

Der spanische Innenminister Jorge Fernández reagierte auf Kritik mit den Worten: „Mit großer Freude werden wir den Bitten Europas nachkommen. Wenn uns jemand verspricht, diese Leute würdig zu behandeln, sie versorgt, ihnen Arbeit gibt, soll er uns seine Adresse geben. Wir werden ihm diese Menschen so schnell wie möglich schicken.“

Eine Sprecherin von Amnesty International, María Serrano, äußerte sich gegenüber dem Deutschlandfunk: „Der Senat wird das Gesetz sicher durchwinken. Aber früher oder später wird es gekippt werden – vom spanischen Verfassungsgericht, der EU-Kommission oder dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Es widerspricht ja ganz offensichtlich dem Völkerrecht, der spanischen Verfassung und den EU-Abkommen zur Einwanderung und dem Asylrecht. Damit will man eine illegale Praxis legalisieren.“ Amnesty International sieht in dem Gesetz einen Verstoß gegen den Grundsatz der Nicht-Zurückweisung und gegen das Verbot von Kollektivausweisungen.

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August 26, 2014

Tilbury: Haftbefehl für LKW-Fahrer wegen Menschenschmuggels

Tilbury: Haftbefehl für LKW-Fahrer wegen Menschenschmuggels

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Veröffentlicht: 26.08.2014, 04:04 (CEST)
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Tilbury (Vereinigtes Königreich), 26.08.2014 – Die LKW-Fahrer Timothy Murphy und Stephen McLaughlin wurden am 23. August einem Richter in Chelmsford vorgeführt, der einen Haftbefehl für die beiden wegen des Verdachts des Menschenschmuggels erließ. Die Männer, die beide aus Derry in Nordirland kommen, werden beschuldigt den Container, in dem am 16.August 35 Menschen im Hafen von Tilbury entdeckt wurden, auf die P&O Fähre Norstream gebracht zu haben. McLaughlin war am 19. August in Nordirland verhaftet worden, und Murphy stellte sich am 20. August selbst auf einer Polizeistation in Essex. Vom Richter wurde beim Erlassen des Haftbefehls nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Personen an dem Schmuggel beteiligt sind. Die beiden Verdächtigen werden zunächst bis November in Haft bleiben.

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Wikinews-logo.svg   Großbritannien: Menschenschmuggel im Schiffscontainer fordert Todesopfer (19.08.2014)
Wikinews-logo.svg   Herkunft der Flüchtlinge von Tilbury bestätigt (20.08.2014)

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August 20, 2014

Herkunft der Flüchtlinge von Tilbury bestätigt

Herkunft der Flüchtlinge von Tilbury bestätigt

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Veröffentlicht: 20.08.2014, 03:55 (CEST)
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Tilbury (Vereinigtes Königreich), 20.08.2014 – Die Menschen, die am 16. August im Hafen von Tilbury in einem Schiffscontainer entdeckt wurden, kommen tatsächlich, wie von ihnen selbst angegeben, aus Afghanistan. Es handelt sich nach Angaben der Polizei um 15 Familien aus Kabul, die der Sikh-Religion angehören. Auch der Tote, der gefunden wurde, konnte identifiziert werden; seine Todesursache ist aber noch immer Gegenstand einer Untersuchung.

Da es in Afghanistan nur noch eine sehr kleine Gruppe von Sikhs gibt, hatte es zunächst Zweifel an der Behauptung gegeben, es handele sich um Afghanen, und man hatte sehr viel mehr eine Herkunft aus dem indischen Bundeststaat Punjab vermutet. Die afghanischen Sikhs sind Diskriminierungen im Alltag ausgesetzt, was ihre Zahl ständig sinken lässt und sie in die Hände von Menschenschmugglern treibt. Dies ist aber ein weitgehend unbekannter Umstand, wie Bhai Amrik Singh, der Vorsitzende der Sikh Federation der Interessenvertretung der Sikhs in Großbritannien, sagte. In Indien, das zunächst als Ursprungsland der Flüchtlinge vermutet wurde, sind die Sikhs im Gegensatz zu Afghanistan vollständig in die Gesllschaft integriert. Die in Tilbury entdeckten Menschen werden nun von den örtlichen Behörden als Flüchtlinge versorgt, und ein Asylverfahren wurde eröffnet.

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August 19, 2014

Großbritannien: Menschenschmuggel im Schiffscontainer fordert Todesopfer

Großbritannien: Menschenschmuggel im Schiffscontainer fordert Todesopfer

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Veröffentlicht: 19.08.2014, 03:34 (CEST)
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Tilbury (Vereinigtes Königreich), 19.08.2014 – Am Sonnabend, dem 16. August, wurden im Containerbereich des Hafens von Tilbury 34 Menschen lebend aus einem Container befreit. Ein etwa 40 Jahre alter Mann war bereits tot, als der Container geöffnet wurde. Die Gruppe besteht aus Männern und Frauen, deren älteste 72 Jahre alt ist, sowie 13 Kindern im Alter von einem bis zwölf Jahren.

Hafenarbeiter waren auf die Gruppe aufmerksam geworden, als sie Rufe und anderen Lärm aus dem Container hörten. Der Container war Teil einer Ladung, die mit dem P&O Frachtschiff „Norstream“ von Zeebrugge gegen sechs Uhr am Morgen in Tilbury ankam. An Bord des Frachters befanden sich insgesamt 64 Container, dazu noch 72 Sattelauflieger sowie fünf LKW und ihre Fahrer.

Polizei und Rettungkräfte waren, als der Container gegen 7:30 Uhr geöffnet wurde, innerhalb von elf Minuten zur Stelle, und es wurde Großalarm für die umliegenden Krankenhäuser gegeben. Die Überlebenden litten unter Unterkühlung und Flüssigkeitsmangel. Sie wurden alle in Krankenhäuser gebracht, von wo sie – bis auf vier Personen – alle am Sonntag entlassen werden konnten. Die Polizei veranlasste die Untersuchung aller weiteren Container der Schiffsladung, aber es wurden keine weiteren Flüchtlinge entdeckt. Während die Todesumstände des Mannes noch geklärt werden müssen, ist bereits eine Untersuchung wegen Mordverdachts eingeleitet worden. Die Behörden sind zuversichtlich, dass sie mit Hilfe von Videoüberwachungsaufnahmen aus Zeebrugge den für die Anlieferung des Containers verantwortlichen LKW und Fahrer ausfindig machen können.

Menschenschmuggel im Container gilt als sehr ungewöhnliche Methode. Container würden meist für Waffen oder Rauschgiftschmuggel benutzt, sagte ein Angehöriger der britischen Grenzpolizei. Im Jahr 2000 waren im Hafen von Dover 58 tote Chinesen entdeckt worden, die bei dem Versuch, in einem Container nach Großbritannien zu kommen, erstickt waren. Die Flüchtlinge verstecken sich heute meist direkt im LKW. Im Hafen von Dover wurden im letzten veröffentlichten Berichtszeitraum (2012/2013) 915 LKW-Fahrer mit illegalen Passagieren bei der Einreise nach Großbritannien gestoppt. Der Menschenschmuggel von Asien nach Europa verläuft oft mit Hilfe gefälschter Visa über Moskau, von wo es z.B. nach Belgien weitergeht. Die jetzt gefundenen Flüchtlinge sind wahrscheinlich in Brüssel in den Container gestiegen und dann nach Zeebrugge tranportiert worden.

Das Heimatland der Flüchtlinge war zunächst unklar. Es schien nur offensichtlich, dass sie vom indischen Subkontinent kamen. Befragungen haben nun ergeben, dass es sich bei den Menschen um Sikhs aus Afghanistan handeln soll. In Afghanistan lebt zur Zeit zwar noch eine kleine Zahl von Sikhs, doch ihre Zahl nimmt ständig ab, da sie ständiger Diskriminierung ausgesetzt sind. Deren geringe Zahl hat bereits Fragen laut werden lassen, ob es sich bei dem fraglos der Sikh-Glaubensgemeinschaft angehörigen Menschen wirklich um Afghanen handelt oder ob sie nicht vielmehr etwa aus dem indischen Bundesstaat Punjab kommen, wo sich eines der Zentren des Sikhismus befindet. Die Angabe, sie kämen aus Afghanistan, könnte dazu dienen, ihnen die Einreise zu erleichtern, da sie so als bedrohte Minderheit gelten könnten. Indische Sikhs hingegen hätten keinen Anspruch darauf, als Verfolgte anerkannt zu werden, da sie vollkommen in die indische Gesellschaft integriert sind. Der ehemalige indische Premierminister Manmohan Singh ist beispielsweise ein Sikh. Weitere Befragungen sollen nun die wahre Nationalität der Flüchtlinge klären.

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November 18, 2012

Morgen ist Welttoilettentag 2012

Morgen ist Welttoilettentag 2012 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Morgen ist Welttoilettentag 2012

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Veröffentlicht: 16:02, 18. Nov. 2012 (CET)
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Toilette

Singapur (Singapur), 18.11.2012 – Der 19. November ist der Welttoilettentag. Im Jahr 2001 wurde er erstmals von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Der Tag soll eine Mahnung sein: Es fehlen hygienische Sanitäreinrichtungen für mehr als 37 Prozent der Weltbevölkerung, das sind rund 2,6 Milliarden Menschen.

Auch dieses Jahr wird es einen WC-Gipfel geben; er findet im südafrikanischen Durban statt. Im Jahr 2006 fand er in Bangkok unter dem Motto „Happy toilet, healthy life“ statt. Die Folgen der Mangelversorgung, besonders in den Entwicklungsländern, sind gravierend: 7,5 Millionen Menschen sterben jährlich an Durchfallerkrankungen, vor allem Kinder unter fünf Jahren. Besonders schlecht sieht es in den weltweit bestehenden Flüchtlingslagern aus, in denen sich Millionen Menschen aufhalten, die vor Krieg, Naturkatastrophen oder aus politischen Gründen geflohen sind.

Die am weitesten entwickelte Kultur in Sachen menschlicher Bedürfnisse scheint bei den Japanern vorzuherrschen. Die blankgewienerten öffentlichen Toiletten können kostenlos benutzt werden, das gilt auch für die Sanitärräume in Gaststätten, Bahnhöfen und Einkaufszentren. Viele davon sind Luxustoiletten mit beheizter Klobrille und diversen Zusatzfunktionen, so auch eine künstliche Geräuschkulisse zum Übertönen der menschlich erzeugten Geräusche.

Die „German Toilet Organization“ ruft am Welttoilettentag zu einem bundesweiten Schülerwettbewerb zur Verbesserung von Schultoiletten und Waschräumen auf.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Unplanmäßige Landung eines Lufthansa-Jumbos wegen defekter Toilette (21.11.2006)
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Welttoilettentag“.

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October 14, 2012

Bundesinnenminister Friedrich will Geldkürzungen gegen Asylbewerber vom Balkan verhängen

Bundesinnenminister Friedrich will Geldkürzungen gegen Asylbewerber vom Balkan verhängen

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Veröffentlicht: 23:52, 14. Okt. 2012 (CEST)
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Roma-Lager in Serbien

Berlin (Deutschland), 14.10.2012 – Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Aufstockung der Leistungen für Asylbewerber auf Hartz-IV-Niveau wird aufgrund der wachsenden Zahl der Asylanträge von Bewerbern aus Serbien und Mazedonien vom Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich stark kritisiert. Friedrich sagte der Bildzeitung am Samstag: „Das wird dazu führen, dass die Asylbewerber-Zahlen noch weiter steigen, denn es wird für Wirtschaftsflüchtlinge noch attraktiver zu uns zu kommen und mit Bargeld wieder abzureisen“.

Bereits im Juli wurde das derzeitige Monatsgeld für Asylbewerber vom Bundesverfassungsgericht für menschenunwürdig erklärt. Das Bundesverfassungsgericht verlangte darauf, dass die Monatssätze für Asylbewerber auf das Niveau der Sozialhilfe und von Hartz IV erhöht werden müssen.

Bundesinnenminister Friedrich möchte jedoch, dass die staatlichen Hilfen für Asylbewerber gekürzt werden, falls das Asylbewerbergesetz dementsprechend geändert wird. „Die Bundesländer können sich dagegen wehren, indem sie strikt Sachleistungen statt Bargeld verteilen. Aber: Ein Teil der Leistungen muss immer in bar ausbezahlt werden. Deshalb müssen wir das Asylbewerberleistungsgesetz jetzt ergänzen: Wer aus sicheren Herkunftsstaaten kommt, dazu zähle ich Mazedonien und Serbien, soll künftig weniger Barleistungen erhalten“, so Friedrich.

Der Bundesinnenminister will wahrscheinlich die Bundespolizei einsetzen, damit Asylverfahren der Flüchtlinge beschleunigt werden. Friedrich sagte: „Für die Beschleunigung der Asylverfahren werden wir mehr Personal einsetzen. Noch im Oktober werden Angehörige der Bundespolizei das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verstärken“. Allerdings sind Abschiebungen Aufgabe der Länder.

Offensichtlich ist die Aufstockung von Kräften der Bundespolizei nicht die einzige Maßnahme. Friedrich sagte in einem Interview mit der BILD: „Erstens müssen die Asylverfahren so schnell wie möglich durchgeführt werden und zweitens müssen die Unberechtigten schnell wieder in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden. Und drittens müssen wir auf europäischer Ebene dafür sorgen, dass wieder eine Visumspflicht für Bürger aus beiden Ländern eingeführt wird“. Bundesinnenminister Friedrich trat auch in Kontakt mit der EU-Ratspräsidentschaft. Friedrich sagte: „Was die Wiedereinführung der Visumspflicht für Serbien und Mazedonien angeht, hat der Rat der EU-Innenminister bereits entsprechende Beschlüsse gefasst. In einem Brief an die EU-Ratspräsidentschaft habe ich nochmals darum gebeten, die notwendige Zustimmung des EU-Rates herbeizuführen“.

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