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July 21, 2007

Computer löst Dame-Spiel

Computer löst Dame-Spiel – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Computer löst Dame-Spiel

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Veröffentlicht: 14:36, 21. Jul. 2007 (CEST)
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Spielbrett für Dame

Edmonton (Kanada), 21.07.2007 – Professor Jonathan Schaeffer von der University of Alberta in Kanada stellte am Donnerstag das Ergebnis seiner jahrzehntelangen Bemühungen vor, das Brettspiel Dame mit Computerhilfe zu lösen. Demnach gibt es für keinen der beiden Spieler eine sichere Gewinnstrategie, ein Dame-Spiel endet bei fehlerfreiem Spiel unentschieden.

Dame ist das erste Brettspiel mittlerer Komplexität, das mit Computerhilfe gelöst wurde. Bisher war das nur bei einfacheren Spiele wie Mühle oder Vier Gewinnt gelungen. Beim Lösen derartiger Spiele wird versucht, einen Beweis dafür zu finden, ob es eine sichere Gewinnstrategie für den anziehenden Spieler, für seinen Gegner oder für keinen von beiden gibt. In Brettspielen hoher Komplexität, wie Schach, spielen Computer zwar zum Teil schon stärker als die besten menschlichen Spieler, sind aber weit davon entfernt, völlig fehlerfrei zu spielen und in jeder Stellung den optimalen Zug berechnen zu können.

Die Gruppe um Schaeffer arbeitete bereits seit 1989 an „Chinook“, einem Computerprogramm, das Dame auf einem 8×8-Brett nach der englischen Regelsystemvariante spielt. In den 1990er-Jahren trat das Programm in zwei Mensch-gegen-Maschine-Turnieren gegen Marion Tinsley an, einem mehrfachen Dame-Weltmeister, der als unbesiegbar galt. Tinsley verlor in seiner Karriere kein einziges Weltmeisterschaftsspiel und nur sehr wenige Spiele insgesamt. Chinook konnte zum damaligen Zeitpunkt zwei Spiele gegen Tinsley gewinnen, verlor das erste Turnier aber. Das zweite Turnier konnte Tinsley aus gesundheitlichen Gründen nicht beenden.

In den letzten Jahren verwendete Schaeffer seinen Ehrgeiz verstärkt darauf, nicht nur ein spielstarkes Dame-Programm zu entwickeln, sondern das Spiel zu lösen. Mit Hilfe speziell entwickelter und optimierter Suchverfahren und dem Einsatz von Computerclustern erreichte er schließlich sein Ziel und konnte verkünden, dass Dame bei fehlerfreiem Spiel zu einem Unentschieden führt. Eine Publikation seiner Forschergruppe zum Thema wird in der Fachzeitschrift Science erscheinen.

Quellen

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July 2, 2005

Jury gibt „Spiel des Jahres 2005“ bekannt

Jury gibt „Spiel des Jahres 2005“ bekannt

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Berlin / Marburg (Deutschland), 02.07.2005 – Die Preisträger für den weltweit bedeutendsten Spielepreis sind gekürt. Der in Marburg beheimatete Verein „Spiel des Jahres e.V.“ hat am 27. Juni in Berlin die „Spiele des Jahres“ bekannt gegeben.

„Spiel des Jahres 2005“ für Erwachsene ist demnach das Spiel „Niagara“, den Preis für das „Kinderspiel des Jahres 2005“ erhielt „Das kleine Gespenst“.

„Niagara“, ein abenteuerliches Bootsrennen für drei bis fünf Mitspieler, wurde von dem gebürtigen Nürnberger Thomas Liesching erfunden. Es ist sein erstes veröffentlichtes Spiel und erhielt sofort diesen Kritikerpreis. Auf dem Spielbrett wird dreidimensional ein täuschend echt wirkender Fluss nachempfunden, der in den Niagarafällen endet. Die Spieler veranstalten mit Kanus auf dem vermeintlich fließenden Wasser ein Wettrennen über den Fluss. Der Spielespaß für die Teilnehmer ist vorprogrammiert. Neben einigen Zufallskriterien wie beispielsweise das jeweilige Wetter an den Niagarafällen sind auch Taktik und Überlegung angesagt.

In dem Kinderspiel des Jahres 2005, „Das kleine Gespenst“ von Kai Haferkamp, befinden sich zwei bis vier Spieler ab fünf Jahren mitten in einer bewegten Geisterstunde. Es orientiert sich an dem bekannten Kinderbuch von Otfried Preußler.

Das Spiel hat nach Ansicht der Juroren jede Menge Spielspaß zu bieten. Darüberhinaus berge es einen guten Lerneffekt in sich. Das Gedächtnis werde trainiert, spielerisch lernten die Kinder den Zahlenbereich von 1 bis 13. Durch eine Feinmotorik im Spiel zählt es auch als Geschicklichkeitsspiel. Die Kinder, die sich während des Spiels mitten in der Geisterstunde befinden, müssen vorab eine Uhr zusammenbasteln. Rund um die Uhr sind Fenster angebracht, hinter denen sich verschiedene Motive verstecken, eine Ähnlichkeit zum beliebten Memory ist nicht von der Hand zu weisen.

Während das Erwachsenenspiel mittlerweile schon zum 27. Mal gekürt wurde, wurde der Kinderpreis in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. Die Jury für diesen Kritikerpreis setzt sich aus elf Personen zusammen, die aus Deutschland und der Schweiz stammen und die ihren Beruf – sie sind zumeist Journalisten und Autoren – zum Hobby gemacht haben.

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Quelle

Originäre Berichterstattung
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May 13, 2005

Die Kandidaten für das „Spiel des Jahres“ stehen fest

Die Kandidaten für das „Spiel des Jahres“ stehen fest

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Adel verpflichtet – Spiel des Jahres 1990

Marburg (Deutschland), 13.05.2005 – Am 8. Mai hat die Jury des Vereins „Spiel des Jahres e.V.“ nach einer mehrtägigen Klausurtagung in Marburg an der Lahn die Nominierungsliste für die Spiele 2005 und eine Empfehlungsliste für die besten Spiele des Jahrgangs veröffentlicht.

Pro Sparte wurden jeweils fünf Spiele nominiert. Die Kandidaten für den wichtigsten Kritikerpreis sind im einzelnen:

Nominierungen – Spiel des Jahres:

  • „Himalaya“ von Régis Bonnessée
  • „In 80 Tagen um die Welt“ von Michael Rieneck
  • „Jambo“ von Rüdiger Dorn
  • „Niagara“ von Thomas Liesching
  • „Verflixxt“ von Wolfgang Kramer & Michael Kiesling

Nominierungen – Kinderspiel des Jahres:

  • „Daddy CoolL“ von Heinz Meister
  • „Das kleine Gespenst“ von Kai Haferkamp
  • „Mago Magino“ von Reiner Knizia
  • „Schildi Schildkröte“ von Ronald Hofstätter
  • „Schildkrötenrennen“ von Reiner Knizia

Die Preisträger des Jahres 2005 werden am 27. Juni 2005 in Berlin bekannt gegeben.

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Quellen

Montegoblue / Gewährsfrau

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April 25, 2005

Räuber erfand das Kartenspiel Schwarzer Peter

Räuber erfand das Kartenspiel Schwarzer Peter

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Wiesbaden (Deutschland), 25.04.2005 – Das vor allem bei Kindern beliebte Kartenspiel „Schwarzer Peter“ wurde im 19. Jahrhundert von dem berüchtigten Räuber Johann Peter Petri im Zuchthaus von Bicètre bei Paris erfunden.

Auf diese wenig bekannte Tatsache weist der Wiesbadener Autor Ernst Probst in seinem neuen Taschenbuch „Der Schwarze Peter. Ein Räuber im Hunsrück und Odenwald“ hin. Der 1752 in Burgen bei Veldenz im Moselgebiet geborene schwarzhaarige Holzfäller und Köhler Peter Petri alias „Schwarzer Peter“ war einer der Lehrmeister und Komplizen des legendären „Schinderhannes“, der 1803 in Mainz zusammen mit 19 Kumpanen unter dem Fallbeil seinen Kopf verlor. Am 5. Mai 1811 nahm man den „Schwarzer Peter“ nach dem Überfall der Bande des Räubers „Hölzerlips“ auf eine Postkutsche im Odenwald fest, an dem er gar nicht beteiligt gewesen war. Wegen anderer Verbrechen im Hunsrück lieferte man ihn am 11. November 1811 ins damals zu Frankreich gehörende Mainz aus, wo er 1812 zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt wurde. Der „Schwarze Peter“ starb vermutlich zu einem unbekannten Zeitpunkt im Säuferwahn hinter Gittern. Außer seinem Kartenspiel erinnert heute die Redewendung „jemandem den schwarzen Peter zuschieben“ an ihn. Zwei seiner Söhne machten ebenfalls als Räuber Furore. Der Sohn Peter („junger Schwarzer Peter“) erhielt 1803 im Mainzer Schinderhannes-Prozess 15 Jahren Kettenstrafe. Dessen jüngerer Bruder Andreas („Köhler-Andres“) und sein Freund Sebastian Lutz („Basti“) entgingen 1812 nur um Haaresbreite der Hinrichtung in Heidelberg, weil der Großherzog von Baden die beiden bereits zum Tode verurteilten jungen Leute zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe begnadigte. Vier andere Räuber dagegen mussten damals in Heidelberg unter dem Schwert des Scharfrichters sterben.

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  • Wissenschaftsautor Ernst Probst im ZEIT-Lexikon (23.04.2005)

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April 23, 2005

Wissenschaftsautor Ernst Probst im ZEIT-Lexikon

Wissenschaftsautor Ernst Probst im ZEIT-Lexikon

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Wiesbaden (Deutschland), 23.04.2005 – Ein Traum ging für den im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim lebenden Wissenschaftsautor Ernst Probst in Erfüllung: Seine Bücher „Deutschland in der Steinzeit“ (1991) und „Deutschland in der Bronzezeit“ (1996) werden im renommierten „ZEIT-Lexikon“ in mehreren Bänden erwähnt.

Die jeweils etwa drei Kilogramm schweren Bücher über die Steinzeit und Bronzezeit gelten in Fachkreisen als Standardwerke. Insgesamt hat Probst bis heute mehr als 25 Bücher geschrieben. Sein vorläufig letzter Titel heißt „Der Schwarze Peter” (2005) und handelt von dem Räuber Johann Peter Petri aus dem Hunsrück und Odenwald, der im Zuchthaus ein Kartenspiel erfand.

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April 17, 2005

Endspurt für das „Spiel des Jahres“

Endspurt für das „Spiel des Jahres“

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Marburg

Marburg (Deutschland), 17.04.2005 – In Marburg an der Lahn läuft derzeit der Endspurt für die Auswahl des „Spiels des Jahres“. Alljährlich werden im Frühsommer die Spiele des Jahres für Erwachsene sowie für Kinder von dem Verein „Spiel des Jahres e.V.“ bekannt gegeben.

Die Hauptarbeit der Jurymitglieder besteht derzeit aus Spielen, Spielen, Spielen. Die Jury für die Erwachsenenspiele setzt sich aus elf Journalisten und Rundfunkredakteuren zusammen, für die Kinderspiele wurden noch einmal vier Beiräte ernannt. Sie alle arbeiten sich derzeit durch Berge von neuen Spielen.

Sie haben nur noch kurz Zeit, denn bereits in zwei Wochen müssen alle aktuellen Spielerscheinungen gesichtet sein. Anfang Mai findet dann eine Klausurtagung in Marburg statt, auf der über die Neuheiten beraten und abgestimmt wird.

Das Ergebnis dieser Abstimmung veröffentlicht der Verein „Spiel des Jahres e.V.“ am 8. Mai gegen 18:00 Uhr MESZ auf seiner Homepage. Danach steht fest, welches die nominierten Spiele in beiden Sparten sein werden und welche Spiele auf die Empfehlungsliste 2005 kommen.

Die Preisträger des Jahres 2005 werden am 27. Juni 2005 in Berlin bekannt gegeben.

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Montegoblue / Gewährsfrau

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February 17, 2005

Spiele TÜV lockt Alt und Jung