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February 5, 2014

Neuer Staatssekretär des niederländischen Finanzministeriums ernannt

Neuer Staatssekretär des niederländischen Finanzministeriums ernannt

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Veröffentlicht: 22:01, 5. Feb. 2014 (CET)
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Porträt von Wiebes als Beigeordneter der Stadt Amsterdam

Den Haag (Niederlande), 05.02.2014 – Der niederländische König Willem-Alexander ernannte gestern Eric Wiebes, Politiker der rechtsliberalen VVD und vorheriger Beigeordneter für Verkehr und Transport der Stadt Amsterdam, zum Staatssekretär des Finanzministeriums. Am 30. Januar hatte der König Wiebes’ Vorgänger im Amt, den VVD-Politiker Frans Weekers, entlassen, nachdem jener am Abend zuvor seinen Rücktritt angekündigt hatte.

Wiebes hat an der TU Delft Maschinenbau studiert und einen Master of Business Administration der privaten Hochschule Insead im französischen Fontainebleau erreicht. Er war für die Unternehmensberatungen McKinsey und OC&C und danach als Beamter des Finanzministeriums tätig. Dort war er zuletzt stellvertretender Generalsekretär, zweithöchster Beamter. Danach wurde er in Amsterdam Beigeordneter für Verkehr, wo er nach eigenen Angaben ein „Zehntel seines vorherigen Gehalts” erhielt. Er bezeichnete diese Stelle als schönsten Beruf seines Lebens.

Als Beigeordneter in Amsterdam war er unter anderem für den Bau der Noord-Zuidlijn, einer U-Bahn-Verbindung, die von Amsterdam-Nord aus unter dem IJ (ein Gewässer) und der Innenstadt nach Amsterdam-Süd verlaufen soll, zuständig. Nach Angaben des NRC Handelsblad soll es ihm gelungen sein, die Anzahl der großen Park-and-Ride-Parkplätze zu vervierfachen und deren Budget auf ein Fünftel zu reduzieren. Wiebes war auch an der Abfassung des Amsterdamer VVD-Wahlprogramms beteiligt und richtete seine Aufmerksamkeit dabei besonders auf die Themen Bildung, Sicherheit und Reduzierung der Anzahl der Beamten der Stadt.

Wiebes’ Vorgänger, Frans Weekers (VVD), war nach einer Debatte im Unterhaus über Miet- und Pflegezuschüsse, die das Finanzamt noch nicht ausgezahlt hatte, zurückgetreten. Nach Angaben der NOS habe es den Anschein gegeben, dass die Oppositionsparteien D66, ChristenUnie und SGP ein Misstrauensvotum gegen ihn unterstützt hätten. Die Regierungskoalition aus Sozialdemokraten und VVD hat im Oberhaus keine Mehrheit, kann sie aber zusammen mit den Stimmen dieser Parteien erreichen.

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June 8, 2013

Fairphone: Nachhaltiges Smartphone geht in Produktion

Fairphone: Nachhaltiges Smartphone geht in Produktion

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Veröffentlicht: 10:04, 8. Jun. 2013 (CEST)
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Konzeptbild

Amsterdam (Niederlande), 08.06.2013 – Nachdem 5.000 Vorbestellungen erreicht wurden, kann die Produktion des Fairphones, eines nachhaltigen Smartphones, beginnen. Ziel der niederländischen Fairphone-Stiftung ist es, ein Mobiltelefon zu entwickeln, das möglichst hohen ethischen, sozialen und ökologischen Standards genügt. So sollen die Lieferkette in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen überwacht und die Arbeitsbedingungen bei der Produktion kontrolliert werden. Die Herstellung soll möglichst ohne Ausbeutung von Personen und ohne Mineralien, welche einen Bürgerkrieg finanzieren, auskommen. Die Zulieferer müssen ebenfalls für faire Arbeitsbedingungen sorgen.

Das Fairphone soll ab September geliefert werden. Ausgestattet ist das Smartphone mit Technik unterer Smartphoneoberklasse: ein vierkerniger Prozessor mit 1,2 Gigahertz Taktfrequenz sorgt für die Performance, 1 GB Arbeitsspeicher stehen ihm dabei zur Verfügung. Das Gerät besitzt 16 GB Flash-Speicher, eine 8-Megapixel-Kamera mit 1,3-Megapixel-Sekundärkamera und rootfähiges Android OS der Version 4.2.2. Es unterstützt zwei SIM-Karten. Der Akku des Geräts ist auswechselbar. Es ist kompatibel mit den Standards GSM, GPRS, EDGE, UMTS und W-CDMA. Der SAR-Wert liegt bei 0,318 W/kg. Nach den Angaben des Fairphone Shops misst das Gerät 123 × 65 × 9,8 mm und wiegt 165g. Das 4,3 Zoll große Display hat eine Auflösung von 960 × 540 Pixeln bei 256 Pixeln pro Zoll.

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April 24, 2013

Doch kein Verkaufsstopp für das HTC One in den Niederlanden

Doch kein Verkaufsstopp für das HTC One in den Niederlanden

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Veröffentlicht: 22:36, 24. Apr. 2013 (CEST)
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HTC One

Amsterdam (Niederlande), 24.04.2013 – Gestern war die Aufregung groß, als Nokia bei einem Amsterdamer Gericht eine einstweilige Verfügung gegen das Vorzeigegerät HTC One des taiwanesischen Herstellers HTC erreichte. Heute stellte sich heraus, dass dies bloß ein Missverständnis war – HTCs Flaggschiff-Smartphone darf auch weiterhin in den Niederlanden verkauft werden.

In Wirklichkeit hat nämlich Nokia nicht HTC, sondern HTCs Zulieferer ST Microelectronics verklagt. Die Firma hatte die zwölfmonatigen Exklusivrechte für Nokia an den „Tufnell“-Doppelmembran-Mikrofonen missachtet und die Bauteile dem unwissenden Unternehmen HTC für das HTC One verkauft. Doch aufatmen kann HTC nach dem Gerichtsbeschluss nicht – zwar dürfen die Restbestände des HTC One mit den betreffenden Mikrofonchips noch verkauft, jedoch keine neuen produziert werden. HTC werde jetzt mit STM verhandeln und müsse entscheiden, ob es notwendig sei, nach alternativen Lösungen in diesem Fall zu suchen, so das Unternehmen gegenüber engadget, einem Techblog.

Auch an der Börse machten sich die Unklarheiten über den Verkauf des HTC One bemerkbar: Sank der Börsenwert gestern noch nach unten, schoss er heute schon wieder rapide nach oben.

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March 21, 2012

United Parcel Service kauft TNT Express

United Parcel Service kauft TNT Express – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

United Parcel Service kauft TNT Express

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Veröffentlicht: 21:21, 21. Mär. 2012 (CET)
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UPS Lieferwagen

Düsseldorf (Deutschland) / Amsterdam (Niederlande), 21.03.2012 – Der US-amerikanische Marktführer UPS möchte den niederländischen Logistikkonzern TNT Express übernehmen. Der Kaufpreis für TNT Express soll 5,2 Milliarden Euro betragen. TNT Express ist nur im Business-to-business Bereich tätig und dort mit 18 Prozent Marktanteil Marktführer in Europa, noch vor der Tochterfirma DHL der Deutschen Post AG mit 15 Prozent Marktanteil in der Business-to-business Logistik in Europa. Im letzten Jahr hatte TNT Express einen Verlust von 270 Millionen Euro gemacht.

Der Konkurrent würde mit einem geschätzten Umsatz von über 45 Milliarden Euro die Deutsche Post AG, deren Logistiksparte nur einen Umsatz von 39 Milliarden Euro vermelden kann, übertreffen.

Die Deutsche Post war nicht an der Übernahme des Konkurrenten interessiert, rechnet aber nun mit Einwänden der Europäischen Wettbewerbsbehörde.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Deutsche Post

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December 31, 2011

Gefängnisstrafe für Ajax-Hooligan nach Torwart-Attacke

Gefängnisstrafe für Ajax-Hooligan nach Torwart-Attacke

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Veröffentlicht: 14:10, 31. Dez. 2011 (CET)
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Amsterdam (Niederlande), 31.12.2011 – Der 19-jährige Hooligan Wesley van W., ein Anhänger von Ajax Amsterdam, wurde wegen des Angriffs auf den Tormann von AZ Alkmaar Esteban Alvarado Brown zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt. Vier Monate wird er absitzen müssen, die restlichen zwei Monate wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Im niederländischen Pokalspiel zwischen Ajax Amsterdam und dem AZ Alkmaar 21. Dezember war der 19-Jährige in der 36. Minute nach dem 1:0 auf das Spielfeld gelaufen und hatte Esteban angegriffen. Dieser wehrte sich und trat noch zwei mal auf den am Boden Liegenden ein. Der Tormann erhielt daraufhin die rote Karte und rastete aus. Der Trainer holte nach dieser Entscheidung die Mannschaft vom Platz, sodass das Spiel abgebrochen werden musste.

Die Rote Karte wurde zwischenzeitlich zurückgezogen, die Sperre von Esteban aufgehoben. Das Spiel wird am 19. Januar 2012 ohne Zuschauer wiederholt. Gegen den 19-jährigen bestand bereits ein Stadionverbot, dieses wurde um 30 Jahre verlängert. 10.000 Euro Strafe muss Ajax als Gastgeber zahlen. Der Verein will sich wegen der Kosten und der Einnahmeausfälle an den jungen Mann wenden.

Links[Bearbeiten]

Video vom Angriff auf den Torhüter

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Fußball

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November 26, 2011

Deutscher Bundespräsident wird die 5. Mai-Lesung zur Feier des niederländischen Befreiungstages halten

Deutscher Bundespräsident wird die 5. Mai-Lesung zur Feier des niederländischen Befreiungstages halten

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Veröffentlicht: 12:30, 26. Nov. 2011 (CET)
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Amsterdam (Niederlande), 26.11.2011 – Die 5. Mai-Lesung (5 mei-lezing) anlässlich der Feierlichkeiten zum niederländischen Befreiungstag (Bevrijdingsdag) wird im folgenden Jahr vom deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff gehalten. Dies teilte das ausrichtende Nationale Komitee 4. und 5. Mai, am Donnerstag mit.

In den Niederlanden wird am 4. Mai, dem Totengedenktag, der Toten des Zweiten Weltkriegs gedacht. Auf dem Dam-Platz in Amsterdam findet eine Gedenkfeier in Anwesenheit der Königin statt und um 20.00 Uhr werden im ganzen Land zwei Schweigeminuten eingehalten. Der 5. Mai (Bevrijdingsdag) ist der Jahrestag der Befreiung von der deutschen Besatzung. Die Feierlichkeiten werden mit einem klassischen Konzert in Amsterdam abgeschlossen. Die Provinzhauptstädte veranstalten an diesem Tag die Befreiungsfestivals mit hunderttausenden Besuchern.

Die 5 mei-lezing fungiert nach Angaben des Komitees als „Inspirationsquelle und Vertiefung der Auseinandersetzung mit dem Thema Freiheit“. Sie sei „ein Moment der Besinnung auf die Verwundbarkeit der Freiheit, nicht nur in den Niederlanden, sondern auch im Ausland“. In den folgenden Jahren wird die Lesung unter dem Motto „Freiheit weltweit“ von internationalen Sprechern gehalten. Die Lesung 2012 soll das Unterthema „Freiheit gibt man weiter“ haben.

Nach Aussage von Joan Leemhuis-Stout, der Vorsitzenden des Komitees, habe es sich für Wulff nach inhaltlichen Gesichtspunkten entschieden. Auf die Frage, ob die Einladung eines Deutschen zu vielen Diskussionen im Komitee geführt hätte, antwortete sie, dass man sich recht schnell entschieden hätte. Vor der Einladung habe sich das Komitee jedoch mit Vertretern des ehemaligen Widerstandes und der Kriegsopfer abgesprochen und Zustimmung erhalten. Das Thema enthalte viele Elemente, die Wulff auch persönlich beträfen. Deutschland leiste seit vielen Jahren, teils in Zusammenarbeit mit den Niederlanden, Beiträge im Zusammenhang mit dem Thema „Freiheit weltweit“ und habe durch den Mauerfall und die Wiedervereinigung Erfahrungen aus der eigenen Geschichte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Niederlande

Quellen[Bearbeiten]

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September 29, 2010

VVD-Fraktion billigt Minderheitsregierung in den Niederlanden

VVD-Fraktion billigt Minderheitsregierung in den Niederlanden

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Veröffentlicht: 00:04, 30. Sep. 2010 (CEST)
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Mark Rutte

Geert Wilders

Amsterdam (Niederlande), 29.09.2010 – Die Abgeordneten der rechtsliberalen Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (VVD) in der Zweiten Kammer der Generalstaaten haben der Bildung einer Minderheitsregierung mit dem Christen Democratisch Appèl (CDA) zugestimmt. Noch anstehende Zustimmungen der CDA-Fraktion sowie eines CDA-Parteitages vorausgesetzt, wird die VVD zum ersten Mal seit fast einhundert Jahren mit Mark Rutte den Ministerpräsidenten stellen. Die Minderheitsregierung wird auf eine Tolerierung durch die islamkritische Partij voor de Vrijheid (PVV) unter ihrem Vorsitzenden Geert Wilders angewiesen sein. Letztere setzt sich unter anderem für ein Immigrationsverbot für Muslime und eine repressive Politik gegenüber dem niederländischen Islam ein, weshalb ein erheblicher Teil der in- und ausländischen Beobachter die Regierungsbildung mit Sorge betrachtet.

Die Wahlen zur Zweiten Kammer fanden bereits am 9. Juni 2010 statt und ergab folgendes Ergebnis, das maßgeblich von erdrutschartigen Zugewinnen der PVV geprägt ist:

Partei Sitze Veränderung
VVD 31 +9
PvDA[1] 30 -3
PVV 24 15
CDA 21 -20
SP[2] 15 -10
D66[3] 10 +7
GL[4] 10 +3
sonstige[5] 9 -1

Die Minderheitsregierung will insgesamt eine kontraktive Fiskalpolitik betreiben: die jährlichen Staatsausgabürzuen sollen um 16 Mrd. € gesenkt werden. Im wesentlichen stehen sich hierbei Kürzungen im Sozialbereich (u.a. Erhöhung des Renteneintrittsalters um 1 auf 66 Jahre) und Ausgabensteigerungen im Bereich der inneren Sicherheit gegenüber.

Anmerkungen

  1. Partij van de Arbeid (sozialdemokratisch)
  2. Socialistische Partij
  3. Democraten 66 (linksliberal)
  4. GroenLinks (Grüne)
  5. protestantische Parteien, Tierschutzpartei

Quellen

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March 4, 2010

Niederlande: Wilders bei Testwahl vorn

Niederlande: Wilders bei Testwahl vorn – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Niederlande: Wilders bei Testwahl vorn

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Veröffentlicht: 20:51, 4. Mär. 2010 (CET)
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Amsterdam (Niederlande), 04.03.2010 – Die Partei der Freiheit (PVV) des Rechtspopulisten Geert Wilders, die zum ersten Mal bei Kommunalwahlen antrat, konnte bei den Wahlen für die Kommunalparlamente in den Niederlanden zum Teil erhebliche Stimmenzuwächse verzeichnen. Sie war allerdings nur in zwei Orten zur Wahl angetreten. In Almere wurde die PVV nach vorläufigen Schätzungen mit 21,6 Prozent stärkste politische Partei. In Den Haag, dem amtlichen Regierungssitz der Niederlande, wurde die Partei zweitstärkste politische Kraft. Nach dem Bruch der Mitte-Links-Regierung Balkenende am 20. Februar wegen unterschiedlicher Positionen in der Frage des niederländischen Einsatzes in Afghanistan gilt die niederländische Kommunalwahl als wichtiger Stimmungstest für die in drei Monaten bevorstehenden Parlamentswahlen in den Niederlanden.

Die Partei der Freiheit warb mit einer pointiert anti-islamischen Programmatik für Wählerstimmen. Sie tritt für einen Baustopp für Moscheen ein und fordert ein Zuwanderungsverbot aus muslimischen Ländern. Wegen eines anti-islamischen Kurzfilms („Fitna“) ist ein Prozess gegen Wilders wegen Volksverhetzung anhängig.

Auch die sozialdemokratische Partei der Arbeit des ehemaligen Vize-Kanzlers Wouter Bos wurde mit einem Zuwachs an Wählerstimmen belohnt. An der ablehnenden Haltung der Partei zum Afghanistan-Einsatz war die letzte Regierungskoaltion zerbrochen. Die Wahlbeteiligung der 12 Millionen Wahlberechtigten lag laut Schätzungen bei etwa 56 Prozent. Das amtliche Endergebnis der Kommunalwahl wird erst in zwei Tagen veröffentlicht.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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December 26, 2009

Bombenanschlag im Flug nach USA misslungen

Bombenanschlag im Flug nach USA misslungen

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Veröffentlicht: 16:21, 26. Dez. 2009 (CET)
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Aufnahme eines Delta-Flugzeugs. Bild: Gietje

Amsterdam (Niederlande), 26.12.2009 – Wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, hat der 23-jährige nigerianische Passagier Abdul Farouk Abdulmutallab versucht, einen Anschlag auf den Northwest-Airlines-Flug 253 von Amsterdam (Niederlande) nach Detroit (Michigan/USA) zu verüben, was zunächst wie ein Feuerwerk aussah. Sein Vorhaben, einen Brand im Flugzeug oder eine Explosion auszulösen, ist jedoch misslungen.

Der Airbus A330 landete gestern um die Mittagszeit sicher in den USA. Der verdächtige Passagier wurde in das Medizin-Zentrum der Universität von Michigan in Ann Arbor gebracht und behauptete, er habe Verbindungen zu Al Qaida.

Die US-Luftfahrtbehörde und die für Transport zuständige Sicherheitsbehörde untersuchen, wie der Sprengstoff in das Flugzeug gelangt ist. Der Mann wurde nicht auf einer „no fly“-Liste angezeigt, aber sein Name hat einen signifikanten terroristischen Bezug. Regierungsbeamte behandeln den Fall als Terroranschlag.

US-Präsident Barack Obama berief eine Sitzung ein, als er von dem Vorfall unterrichtet wurde. In einer Erklärung sagte ein Sprecher des Weißen Hauses „[Präsident Obama] gab Anweisung, alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, um die Sicherheit im Luftverkehr zu erhöhen.“

„Die Fahrgäste sollen merken, dass zusätzliche Überwachungsmaßnahmen eingeführt werden, um die Sicherheit der Reisenden auf inländischen und internationalen Flügen zu gewährleisten,“ sagte Sicherheitssprecherin Sara Kuban in einer Erklärung. „Wie immer empfehlen wir der reisenden Öffentlichkeit, aufmerksam zu sein und ihre Umgebung zu beobachten. Melden Sie verdächtiges Verhalten oder Tätigkeiten den Strafverfolgungsbehörden.“

Themenverwandte Artikel

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels (mit originärer Berichterstattung) vom 26.12.2009

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March 13, 2009

Mutmaßlicher Mafia-Mörder von Duisburg in Amsterdam gefasst

Mutmaßlicher Mafia-Mörder von Duisburg in Amsterdam gefasst

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Veröffentlicht: 20:05, 13. Mär. 2009 (CET)
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Duisburg (Deutschland) / Amsterdam (Niederlande), 13.03.2009 – Der wegen Beteiligung an den sogenannten Duisburger Mafia-Morden vom August 2007 per internationalem Haftbefehl gesuchte Italiener Giovanni Strangio wurde nach Angaben der Polizei Duisburg am Donnerstagabend um 23:10 Uhr in einer Amsterdamer Wohnung zusammen mit seinem per italienischem Haftbefehl ebenfalls gesuchten Schwager Francesco Romeo festgenommen. Strangio leistete keinen Widerstand, als ein Spezialeinsatzkommando der niederländischen Polizei die Wohnung stürmte. In der Wohnung befanden sich auch die Ehefrau und der dreijährige Sohn des Mordverdächtigen.

In der Presseerklärung der Duisburger Polizei heißt es, die Festnahme sei ein Erfolg der gemeinsamen Fahndungsarbeit der niederländischen, italienischen und deutschen Polizei. Zunächst war durch die Auswertung von Telefondaten am 2. März der Aufenthaltsort Francesco Romeos, des Schwagers des Gesuchten, in den Niederlanden aufgedeckt worden. Da die Polizei davon ausging, dass er als Kontaktmann für Strangio fungierte, erfolgte nach dieser Entdeckung zunächst keine Festnahme. Die Fahndung nach den Mafiosi war dann am 9. März in die Endphase eingetreten. Seit diesem Zeitpunkt befanden sich zwei italienische und drei deutsche Kriminalbeamte in Amsterdam.

Nach dem erfolgreichen Zugriff am Abend des 12. März, bei dem sowohl Strangio als auch sein Schwager festgenommen werden konnten, fanden die Beamten in der Wohnung zahlreiche gefälschte Ausweispapiere sowie Geräte zur Herstellung solcher gefälschter Dokumente. Außerdem wurde eine noch nicht genau bestimmte Geldmenge von schätzungsweise über einer Million Euro sowie eine Schusswaffe sichergestellt.

Der 30-jährige Strangio wird als einer der Täter für den sechsfachen Mord in dem Duisburger Restaurant „Da Bruno“ vom 15. August 2007 verdächtigt. Die Täter hatten ihren sechs Opfern in der Nacht vor dem Restaurant aufgelauert. Die ebenfalls aus Italien stammenden Opfer im Alter zwischen 16 und 39 Jahren starben in ihren Fahrzeugen an einer großen Zahl von Pistolenkugeln, die die Täter auf sie abgefeuert hatten. Als Schusswaffe wurde später eine Beretta vom Typ 93R identifiziert, für die Strangio kurz vor der Tat in Deutschland Munition erwerben wollte. Als Hintergrund der Tat wird eine langjährige Fehde zwischen verschiedenen rivalisierenden Clans der italienischen Mafia vermutet, an der vermutlich der neapolitanische Zweig der Mafia, die ’Ndrangheta, beteiligt ist. Insbesondere die gefundenen DNA- und Schmauchspuren in dem von den Tätern benutzten Fluchtfahrzeug wiesen auf Strangio als wahrscheinlichen Täter hin, so der Duisburger Kriminaldirektor Holger Haufmann.

Mindestens seit den 1980-er Jahren des 20. Jahrhunderts ist deutschen Ermittlungsbehörden bekannt, dass Deutschland von der italienischen Mafia als Rückzugsgebiet für ihre Operationen genutzt wird. Nach Zahlen des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA) wurden in den Jahren 2006 und 2007 in Deutschland allein 45 Ermittlungsverfahren gegen verschiedene Tätergruppen mit insgesamt 649 Tatverdächtigen mit italienischer Herkunft geführt. Dabei ging es vor allem um Drogenhandel und Autoschmuggel. Bei etwa fünf dieser Gruppierungen liegen Hinweise auf Verbindungen zu den verschiedenen italienischen Mafiaorganisationen vor. Seit 1997 wurden in Deutschland 65 Täter mit italienischer Staatsangehörigkeit festgenommen, bei denen ein Mafia-Hintergrund als gesichert gilt.

Themenverwandte Artikel

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