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October 17, 2010

Hunderttausende protestieren in Frankreich gegen die Rentenpläne der Regierung

Hunderttausende protestieren in Frankreich gegen die Rentenpläne der Regierung

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Veröffentlicht: 15:34, 17. Okt. 2010 (CEST)
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Paris (Frankreich), 17.10.2010 – In Frankreich gingen am Samstag wieder hunderttausende Franzosen auf die Straße, um gegen die Pläne der konservativen Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy zu demonstrieren, die eine Verschiebung des Renteneintrittsalters von bisher 60 auf 62 Jahre vorsehen. Zehn der zwölf Erdölraffinerien des Landes sowie die Ölhäfen werden bestreikt. Daher droht Frankreich ab Montag möglicherweise ein Verkehrsinfarkt. Bereits am Samstag konnten zwei Prozent der französischen Tankstellen kein Benzin mehr anbieten. Dem Großflughafen Paris-Charles de Gaulle geht nach Ansicht von Beobachtern am Montag oder Dienstag das Kerosin aus. Ein Ministeriumssprecher beruhigte mit den Worten, es gebe „Wege, eine Lösung zu finden, den Flughafen zu beliefern“. Die Wirtschaftsministerin, Christine Lagarde, sagte, es gebe keinen Grund zur Panik. Es seien Treibstoffvorräte in ausreichender Menge vorhanden.

Nach Angaben des französischen Innenministeriums kam es am Samstag landesweit zu 264 Protesten, an denen sich 825.000 Menschen beteiligten. Andere Angaben machte die französische Gewerkschaft CGT, die zu den Mitorganisatoren der Proteste gehört. Sie nannte eine Zahl von „fast drei Millionen“, die sich den Protesten angeschlossen hatten. Am Dienstag der laufenden Woche beteiligten sich erstmals in größerer Zahl auch Schüler und Studenten an den Protesten. Nach Gewerkschaftsangaben waren 3,5 Millionen Menschen auf den Straßen, während die Regierung von 1,2 Millionen Demonstranten sprach.

In der Mittelmehrmetropole Marseille haben die Müllmänner in Solidarität mit den Gegnern der Rentenreform die Arbeit eingestellt; mit den entsprechenden Folgen, die für jederman sicht- und riechbar sind. In Frankreich sind politische Streiks weder rechtswidrig, wie in Deutschland, noch ungewöhnlich. An vielen Schulen fällt der Unterricht aus, weil sich auch Schüler an den Protestaktionen beteiligen. Am Montag wollen zudem auch die Lastwagenfahrer entscheiden, ob sie sich den Protestaktionen anschließen; politische Streiks der Lastwagenfahrer hatten in der Vergangenheit bereits zu verheerenden wirtschaftlichen Schäden geführt, weil die Cheminots mit ihren schweren Maschinen wichtige Treibstofflager und Logistikzentren blockiert hatten.

Am kommenden Mittwoch ist die Abstimmung über das Gesetzes im Senat vorgesehen.

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December 28, 2005

Windows Vista: Linotype legt Einspruch gegen neue Standardschrift ein

Windows Vista: Linotype legt Einspruch gegen neue Standardschrift ein

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Artikelstatus: Fertig 16:13, 28. Dez. 2005 (CET)
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Bad Homburg (Deutschland), 28.12.2005 – Noch nicht auf dem Markt, aber schon gut für einen Einspruch: das neue Microsoft-Betriebssystem Windows Vista. Die in Bad Homburg ansässige Firma Linotype hat gegen die Verwendung der Schrift „Segoe“, die die neue Standardschrift werden soll, Einspruch eingelegt. Mit diesem Einspruch beschäftigt sich jetzt die Behörde für Marken und Geschmacksmuster in Alicante, Spanien.

Grund für diesen Einspruch ist die Ähnlichkeit zwischen „Segoe“ und der Linotype-Schrift „Frutiger Next“. Nur bei genauer Betrachtung der beiden Schriften können leichte Unterschiede bei den Zeichen „j“ und „1“ erkannt werden.

In Typographen-Kreisen weckt dieser Vorgang Erinnerungen an einen schon länger zurückliegenden Fall. Auch hier war Microsoft involviert. Es ging um die von Microsoft veröffentlichte Schriftart „Arial“, die wiederum der Schrift „Helvetica“ aus dem Hause Linotype sehr ähnlich sieht.

„Helvetica“ wurde 1957 für den Flughafen Zürich entwickelt, „Frutiger“, die Vorläuferin der „Frutiger Next“, wurde von Adrian Frutiger 1970 für den Pariser Flughafen entwickelt. Während die Zürcher eine Schrift suchten, die für Modernität und Sicherheit stand, benötigte man in Paris eine Schrift, die der Orientierung der Flughafenbesucher diente. Für die Alte Pinakothek in München wurden sie 1997 von Erik Faulhaber zur „Frutiger Next“ weiter entwickelt.

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September 1, 2005

Technische Mängel bei Airbus der Fluggesellschaft Fly Air

Technische Mängel bei Airbus der Fluggesellschaft Fly Air

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Artikelstatus: Fertig 1. Sep. 2005 (CEST)
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Paris (Frankreich), 01.09.2005 – Auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle wurden am Wochenende bei einer Inspektion an einem Airbus A300-B4 technische Mängel festgestellt.

Der Airbus gehört der türkischen Fluggesellschaft Fly Air. Er hatte unter anderem ein Leck im Treibstofftank. Dabei handelte es sich um eine kleine undichte Stelle auf der linken Seite des Flugzeugs. Desweiteren stellten die Techniker Reifenprobleme an der Maschine fest. Zwei Räder hatten keine passenden Reifen aufgezogen. Daraufhin hatte die Französische Zivilluftfahrtbehörde der Maschine ein Startverbot auferlegt.

Am Sonntag gab die Behörde den Vorfall in der Öffentlichkeit bekannt. Ursprünglich sollte der Airbus am Samstag mit 160 Passagieren an Bord nach Antalya fliegen. Auch nach einer zweiten Inspektion am Sonntag erteilte die Behörde keine Starterlaubnis.

Den Passagieren wollte der türkische Reiseveranstalter Mediades eine Reiserückerstattung anbieten. Auch der Airbus, der am 18. August 2005 in Budapest notlanden musste, gehört der Fluggesellschaft Fly Air.

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August 3, 2005

Airbus hatte bei Abflug keine technischen Probleme

Airbus hatte bei Abflug keine technischen Probleme

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Toronto (Kanada) / Paris (Frankreich), 03.08.2005 – Einen Tag nach dem Airbusunfall in Toronto hat sich der Chef der Air France, Jean-Cyril Spinetta, am Pariser Flughafen Roissy Charles de Gaulle auf einer Pressekonferenz zu Wort gemeldet.

Der Airbus der französischen Fluggesellschaft sei demnach zuletzt am 5. Juli 2005 durchgecheckt worden. Laut Spinetta hatte die Maschine beim Abflug von Paris keine Probleme, der Start sei ohne technische Mängel verlaufen.

Air-France-Direktor Pierre-Henri Gourgeon verkündete am Mittwoch, auch die Landung in Toronto wäre normal verlaufen. Problematisch seien allerdings viel Regenwasser auf der Landepiste und starke Böen gewesen. Er sagte gegenüber der Presse: „Die Wetterbedingungen waren sehr schlecht.“ Seiner Meinung nach wäre ein Blitzeinschlag als mögliche Unfallursache sehr unwahrscheinlich. Der kanadische Flughafen war wegen der schweren Gewitter geschlossen worden und erst kurz vor Landung des Airbus von der kanadischen Flughafenbehörde erneut geöffnet worden. Spinetta kündigte für Mittwoch seinen Abflug nach Toronto an, um dort die Untersuchungsarbeiten koordinieren zu können.

Der Flugzeughersteller Airbus hat bisher zu der Bruchlandung des Airbus A 340 keine Stellung genommen, um keine Spekulationen zu verbreiten, solange sich die Ermittlungen noch in der Anfangsphase befänden.

Auch der kanadische Verkehrsminister Jean Lapierre gab Informationen zum Unglück bekannt. Er sei darüber informiert worden, dass der Airbus mit hoher Wahrscheinlichkeit später als geplant auf der Rollbahn aufsetzte. Die Vertreter Kanadas und Frankreichs verkündeten, sie wollten die Ermittlungen über die Unglücksursache gemeinsam führen. Beide Länder zusammen stellen 15 Luftfahrtexperten zur Verfügung. Diese Kommission hat den Auftrag, das Verhalten der Piloten und die Zusammenarbeit zwischen ihnen und dem Tower zu überprüfen. Ebenso soll geklärt werden, welche Informationen und Anweisungen die kanadischen Fluglotsen gegeben hatten. Eine Auswertung der Blackbox soll ebenfalls helfen, die Unglücksursache zu klären.

Mittlerweile ist die exakte Anzahl der zu Schaden gekommenen Personen bekannt. Alle 297 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder überlebten die Bruchlandung, 43 Menschen erlitten leichte Verletzungen.

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December 15, 2004

Concorde-Absturz abschließend geklärt

Concorde-Absturz abschließend geklärt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Concorde-Absturz abschließend geklärt

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Paris (Frankreich), 15.12.2004 – Die Staatsanwaltschaft von Cergy-Pontoise bei Paris hat eine Erklärung über die Absturzursache des französischen Überschall-Verkehrsflugzeugs Concorde der Fluggesellschaft Air France veröffentlicht. Die Concorde war am 25. Juli 2000 bei Gonesse in der Nähe des Pariser Großflughafens Charles-de-Gaulle-Roissy zerschellt. Bei dem Unglück kamen damals 113 Menschen ums Leben, darunter waren 97 deutsche Passagiere.

Nach dem Bericht des Untersuchungsrichters Christoph Régnard wurden die bisher angenommen Ursachen endgültig als ausschlaggebend für den Absturz ermittelt. Demnach hat unmittelbar vor dem Start der Concorde eine gestartete DC-10 der Continental Airlines Lamellen eines Triebwerks verloren. Das Flugzeug rollte beim Start über das aus Titan hergestellte Turbinenteil, die Reifen des Hauptfahrwerks der Concorde platzten und durch aufwirbelnde Reifenteile wurde der darüber befestigte Treibstofftank leck geschlagen. Dadurch fing die Maschine sofort Feuer und stürzte ab. Eine Schwachstelle an der Verkleidung des Treibstofftanks hielt den Reifenteilen nicht stand.

Bereits 1979 hatten Flugzeugtechniker auf dieses Problem an den Tragflächen-Unterseiten hingewiesen. Das Gericht schließt jedoch „zum gegenwärtigen Zeitpunkt“ eine Verantwortung der Air France aus, ein Konstruktionsfehler an der Concorde läge nicht vor.

Derzeit prüft die Staatsanwaltschaft eine mögliche straf- und zivilrechtliche Verantwortung der US-Fluggesellschaft Continental Airlines. Eventuelle Fehler bei der Wartung der DC-10 kommen in Betracht, ebenso wie ein Herstellungsfehler der Triebwerkslamelle, die entgegen den Anforderungen nicht aus Stahl, sondern aus dem wesentlich härteren Titan gefertigt war. Continental Airlines weist hingegen jede Verantwortung für den Concorde-Absturz zurück.

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