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March 11, 2009

Continental will LKW-Reifenproduktion in Hannover Ende 2009 einstellen

Continental will LKW-Reifenproduktion in Hannover Ende 2009 einstellen

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Veröffentlicht: 22:41, 11. Mär. 2009 (CET)
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Hannover (Deutschland), 11.03.2009 – Die Continental AG will die Produktion von Nutzfahrzeugreifen am Standort Hannover-Stöcken zum Ende des Jahres 2009 einstellen. Erst Ende 2007 wurde die Produktion von Autoreifen in Hannover eingestellt. Auch die Autoreifen-Produktion im französischen Clairoix soll eingestellt werden. Es sind etwa 780 Beschäftigte im Conti-Nutzfahrzeug-Reifenwerk in Hannover-Stöcken betroffen.

Die Continental AG hat nach intensiven Verhandlungen mit der Daimler Trucks AG, der Nutzfahrzeugsparte der Daimler AG, einen Erstausrüstervertrag für Nutzfahrzeugreifen für die Jahre 2009 bis 2011 unterzeichnet. Die Nutzfahrzeugreifen werden insbesondere an das weltgrößte Nutzfahrzeugmontagewerk in Wörth am Rhein geliefert.

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February 22, 2009

Demonstration „Auch wir sind Schaeffler“ in Herzogenaurach

Demonstration „Auch wir sind Schaeffler“ in Herzogenaurach

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Veröffentlicht: 15:46, 22. Feb. 2009 (CET)
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Herzogenaurach (Deutschland), 22.02.2009 – Bei einer Demonstration von – laut Polizeiangaben – rund 8.000 Beschäftigten am Stammsitz des Unternehmens der Schaeffler Gruppe am Mittwoch in Herzogenaurach forderten die Teilnehmer die Gewährung einer zeitlich begrenzten Überbrückungshilfe des Staates für das durch die Finanzkrise in Schwierigkeiten geratene Unternehmen. Die zur Schaeffler Gruppe gehörenden Unternehmen INA (Industriewerk Schaeffler Nadellager), LuK und FAG (Fischers Aktien-Gesellschaft) sind Zulieferer der Automobilindustrie und Wälzlagerhersteller (FAG). Das Unternehmen beschäftigte 2007 nach eigenen Angaben weltweit 66.000 Mitarbeiter an 180 Standorten, davon rund 29.000 in Deutschland. Der Umsatz betrug damals 8,9 Milliarden Euro. Durch die Übernahme des Reifenherstellers Continental im Sommer 2008 hatte sich das Unternehmen jedoch offenbar übernommen. Medien sprachen in diesem Zusammenhang von der „größten Übernahmeschlacht des Jahres“. Kurz darauf ging die US-Bank Lehman Brothers in Insolvenz. Plötzlich lastete auf der Schaeffler Gruppe ein Schuldenberg in Höhe von zehn Milliarden Euro. Dafür fallen monatlich allein 70 Millionen Euro Zinsen an, die das Unternehmen kaum noch bezahlen kann, rechnet die IG Metall vor und warnt vor einer drohenden Insolvenz des Unternehmens.

Der Demonstrationszug, an dem sich auch die Gesellschafterin Maria-Elisabeth Schaeffler beteiligte, bewegte sich vom Werkstor zur Marktplatz der mittelfränkischen Kleinstadt. Bei der Kundgebung forderte der Betriebsratsvorsitzende Thomas Mölkner unter dem Beifall der Demonstranten: „Wir brauchen die Staatshilfe, damit die Arbeitsplätze erhalten bleiben.“ Zugleich forderte er das Unternehmen zu mehr Transparenz auf. Wenn staatliche Finanzhilfen gegeben würden, müssten diese an eine Beschäftigungsgarantie für die Schaeffler-Mitarbeiter gebunden sein. Vom Überleben der Unternehmensgruppe Schaeffler hingen in Bayern viele Arbeitsplätze ab. „Schaeffler ist nach Siemens und BMW der drittgrößte Arbeitgeber in Bayern.“ Die Gesellschafterin Elisabeth Schaeffler erklärte angesichts der Großdemonstration, sie sei „ergriffen und dankbar für den Einsatz. Ich fühle mich darin bestärkt, weiterhin zu kämpfen.“

Die Forderungen nach staatlichen Hilfen an die Politik werden zurzeit vom Bundeswirtschaftsministerium mit dem Hinweis beantwortet, zunächst müsste ein tragfähiges Finanzierungskonzept des Unternehmens für die Zukunft vorgelegt werden, bevor man über staatliche Finanzhilfen entscheiden könne. Der SPD-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Franz Maget, erklärte, die SPD würde finanzielle Hilfen unterstützen, wenn der Staat sowie Vertreter der Arbeitnehmer im Gegenzug Sitze im Aufsichtsrat des Unternehmens erhielten und außerdem eine Beschäftigungsgarantie ausgesprochen würde.

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January 21, 2008

Continental: 1.000.000 digitale Tachographen VDO DTCO 1381 vom Band gelaufen

Continental: 1.000.000 digitale Tachographen VDO DTCO 1381 vom Band gelaufen

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Veröffentlicht: 18:22, 21. Jan. 2008 (CET)
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Villingen-Schwenningen (Deutschland), 21.01.2008 – Am 17. Januar stellten Arbeiter der Continental AG den 1.000.000-sten digitalen Tachographen VDO DTCO 1381 her. Dieses Ereignis wurde am Standort Villingen-Schwenningen am selben Tag gefeiert.

Digitale Tachographen zeichnen Lenk- und Ruhezeiten für Lkws mit über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht und Busse mit mehr als acht Sitzplätzen elektronisch auf einem Massenspeicher und einer Chipkarte auf. Die Technologie ist verpflichtend für solche Fahrzeuge, die ab dem 1. Mai 2006 neu zugelassen wurden. In älteren Fahrzeugen sind noch analoge Fahrtenschreiber zu finden.

Begonnen wurde mit der Produktion der digitalen Geräte bei der Firma Continental im Sommer 2005, nachdem das Unternehmen bereits auf eine lange Tradition bei der Herstellung von analogen Geräten (seit 1923) zurückblicken konnte.

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July 25, 2007

Siemens VDO geht für 11,4 Milliarden Euro an Continental

Siemens VDO geht für 11,4 Milliarden Euro an Continental

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Veröffentlicht: 21:37, 25. Jul. 2007 (CEST)
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München (Deutschland), 25.07.2007 – Der nach eigenen Worten „weltweit führende […] Automobilzulieferer für Elektronik und Mechatronik“ VDO mit Sitz in Regensburg, der zum Siemenskonzern gehört, wird für 11,4 Milliarden Euro an den Hannoveraner Reifenhersteller Continental verkauft. Dabei handelt es sich um den größten Einkauf von Conti in der Unternehmensgeschichte. Zusammen kommen die beiden Firmen auf einen Jahresumsatz von 25 Milliarden Euro und etwa 140.000 Beschäftigte. Das Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

Durch den Kauf von VDO konnte sich der deutsche Reifenhersteller gegen einen mächtigen Konkurrenten aus den Vereinigten Staaten durchsetzen – den US-Finanzinvestor Blackstone. Der Bieterkampf der beiden Kaufinteressenten hatte den Kaufpreis immer höher getrieben. Conti erhofft sich von dem Kauf Synergieeffekte in Höhe von 170 Millionen Euro, die ab dem Jahr 2010 zu Buche schlagen. Der Hannoveraner Reifenhersteller hat sein Sortiment in den letzten Jahren immer mehr erweitert und den Charakter des Unternehmens immer mehr in Richtung auf eine Ausweitung des Angebots als Lieferant für verschiedenste Autozubehörteile mit Schwerpunkt im Bereich Elektronik gewandelt. In diese Unternehmensstruktur passt VDO gut hinein. Durch den Zusammenschluss rückt Continental in die TOP 5 der weltweiten Autozulieferer auf.

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) begrüßte die Übernahme: „Die Entscheidung ist gut für die Siemens AG, gut für die Arbeitsplätze und gut für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen.“

Ebenfalls heute kündigte Siemens an, das US-Unternehmen Dade Behring, das im Bereich der Medizintechnik aktiv ist, für rund sieben Milliarden Dollar zu kaufen.

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July 19, 2005

Continental will Reifenproduktion in Hannover-Stöcken einstellen

Continental will Reifenproduktion in Hannover-Stöcken einstellen

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Hannover (Deutschland), 19.07.2005 – Der Reifenhersteller Continental mit Sitz in Hannover hat angekündigt, die Herstellung von PKW-Reifen im Stammwerk Hannover-Stöcken zum Ende des Jahres 2006 einzustellen. Damit würden in Hannover 320 Arbeitsplätze wegfallen.

Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Manfred Wennemer sei die Produktion von Pkw-Reifen in Hannover nicht mehr rentabel, weil zu wenig und zu teuer produziert werde. Außerdem verwies er auf die zurückgegangenen Absatzzahlen in diesem Marktsegment. Die Wachstumsraten bei Pkw-Reifen seien geringer als erwartet ausgefallen. Mit 1,3 Millionen Pkw-Reifen pro Jahr sei das Werk in Stöcken eines der kleinsten. Im gesamten Konzern würden nach Werksangaben 105 Millionen Reifen jährlich produziert. Die meisten Standorte hätten eine Kapazität von mindestens acht Millionen Reifen.

Die Betriebsvereinbarung mit der Belegschaft, die sich zur Erhaltung des Standortes auf längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich eingelassen hatte, wurde von der Konzernleitung für „aufgehoben“ erklärt. Zurzeit sind im Stammwerk in Hannover 3.300 Mitarbeiter beschäftigt (nach Gewerkschaftsangaben 3.700). In den von der Schließung betroffenen Abteilungen werden Sommerreifen für die Erstausrüstung von PKW hergestellt.

Die Konzernentscheidung wurde von Gewerkschaftsseite heftig kritisiert. Zum ersten Mal solle jetzt eine Produktion geschlossen werden, die profitabel arbeite, sagte der Sprecher der IG-BCE (Bergbau, Chemie, Energie) Peter Wind in Hannover. Die Gewerkschaft befürchtet, dass sich Conti langfristig von der Reifenherstellung in Deutschland zurückziehen und die entsprechenden Produktionsstätten ins Ausland verlagern werde.

Der Vorstandsvorsitzende Wennemer hatte in der Pressemitteilung des Konzerns geschrieben: „Die Optimierung von Kosten ist eine andauernde Aufgabe und wird auch in Stöcken zu meistern sein.“

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