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November 21, 2015

Länderspiel Deutschland–Niederlande abgesagt

Länderspiel Deutschland–Niederlande abgesagt

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Veröffentlicht: 16:58, 21. Nov. 2015 (CET)
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Hannover (Deutschland), 21.11.2015 – Etwa 90 Minuten vor dem geplanten Anstoß im Fußball-Freundschaftsländerspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Absprache mit seinem niedersächsischen Amtskollegen Boris Pistorius die Absage des Spiels verfügt. Durch Lautsprecherdurchsagen wurden die Besucher des Spiels nach Hause geschickt.

In einer Pressekonferenz erläuterte de Maizière die Gründe für die Absage des Fußballspieles. Der CDU-Politiker blieb in seinen Erklärungen sehr vage. Es habe konkrete Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag gegeben. De Maizière bat um einen „Vertrauensvorschuss“. Er könne keine genauen Antworten geben, was Quelle und Ausmaß der Gefährung angehe, weil „diese Antworten die Bevölkerung verunsichern“ würden. Außerdem würden weitere Ausführungen möglicherweise dazu führen, dass die Hinweisgeber in Zukunft keine Hinweise mehr geben würden.

Nach der Absage des Spiels wurden im Umfeld des Stadions keine verdächtige Gegenstände gefunden, und es kam nicht zu Festnahmen. Am späteren Abend des 17. November wurde allerdings der Hauptbahnhof der niedersächsischen Landeshauptstadt evakuiert und ein verdächtiges Paket durch Experten kontrolliert geöffnet.

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April 30, 2011

Bundesanwaltschaft: Al-Qaida-Verdächtige hatten Terroranschlag in Deutschland geplant

Bundesanwaltschaft: Al-Qaida-Verdächtige hatten Terroranschlag in Deutschland geplant

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Veröffentlicht: 21:12, 30. Apr. 2011 (CEST)
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Karlsruhe (Deutschland), 30.04.2011 – Die Bundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe gab heute weitere Einzelheiten zu den gestern festgenommenen mutmaßlichen Angehörigen einer terroristischen Vereinigung bekannt. Demnach handelt es sich bei den gestern in Bochum und Düsseldorf festgenommenen drei Männern im Alter zwischen 19 und 31 Jahren um einen marokkanischen Staatsangehörigen, einen Deutsch-Marokkaner und einen Deutsch-Iraner. Alle drei sind „dringend verdächtig, als Mitglieder der ausländischen terroristischen Vereinigung Al Qaida einen Terroranschlag in Deutschland geplant zu haben“, erklärte die Behörde.

Einer der Beschuldigten (Abdeladim El-K.) soll sich zu einer Ausbildung in einem Lager der al-Qaida aufgehalten haben. Die Bundesanwaltschaft hält es für wahrscheinlich, dass der Mann in diesem Lager dazu ausgebildet wurde, „Sprengstoff- und Schusswaffenanschläge in europäischen Ländern zu begehen“. Jamil S., der Deutsch-Marokkaner gilt als zuständig für die Finanzierung der Anschlagsvorbereitung. Außerdem gehörte zu seinen Aufgaben, falsche Ausweispapiere zu beschaffen. Der jüngste Angehörige der Gruppe, der Deutsch-Iraner Amid C. war für die konspirative Kommunikation zwischen den Beschuldigten verantwortlich, die auf verschlüsseltem Wege erfolgte.

Konkrete Anschlagsvorbereitungen begannen im Dezember 2010. Via Internet besorgten sich die Beschuldigten Anleitungen zum Bau von Bomben und kundschafteten die Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Gebäuden, Flughäfen und Bahnhöfen aus. In einer Düsseldorfer Wohnungen hatten die Verdächtigen zuletzt versucht aus Grillanzündern Hexamin herzustellen, das in Verbindung mit Wasserstoffperoxid und Zitronensäure den Sprengstoff für einen Zünder bilden sollte. Daraufhin griff das Bundeskriminalamt (BKA) offenbar zu.

Vor dem gestern erfolgten Zugriff waren die Verdächtigen sechs Monate lang rund um die Uhr observiert worden. Das BKA führt die Ermittlungen weiter. BKA-Präsident Jörg Ziercke sagte bezüglich der Sicherheitslage in Deutschland: „Wir können keine Entwarnung für Deutschland geben und müssen weiter mit Anschlägen islamistischer Terroristen rechnen.“

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January 3, 2011

Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge

Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge

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Veröffentlicht: 15:52, 3. Jan. 2011 (CET)
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Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge
Das Image Ägyptens ist islamisch. Diesem Image würde es schaden, zu sagen, dass man so viele Christen im Land hat. Die Regierung will die islamische Welt beeindrucken. Das Ziel eines islamischen Landes ist ja die Beseitigung der ‘Ungläubigen’. Und außerdem: Wenn die Regierung zugäbe, dass es so viele Kopten gibt, müsste sie sich fragen lassen, warum diese in Regierung oder Administration nicht entsprechend repräsentiert sind.
Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge

– Foaud Ibrahim in: „Zeugnis eines deutschen Kopten über Koptenverfolgung“ lt. koptisch.wordpress.com

Wiesbaden (Deutschland) / Alexandria / Kairo (Ägypten), 03.01.2011 – Nach dem Anschlag auf eine koptische Kirche in der Silvesternacht in der ägyptischen Stadt Alexandria fürchten auch in Deutschland lebende Kopten um ihr Leben. Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) soll Medieninformationen zufolge koptische Priester in Deutschland über Anschlagspläne informiert haben. Im Internet sollen angeblich Pläne bekannt geworden sein, wonach in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar Terrorakte auf Kopten geplant sind. Insbesondere das Bundesland Hessen sei dabei genannt worden.

Bei dem Anschlag auf die Kirche in Alexandria waren mindestens 21 Menschen getötet und fast 100 verletzt worden. Am Sonntag demonstrierten nach Presseberichten hunderte Kopten in Alexandria und Kairo gegen die ägyptische Regierung. Sie verlangten mehr Schutz vor den Übergriffen gegen ihre Religionsgemeinschaft.

Die deutsche Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) forderte eine Distanzierung der in Deutschland und in aller Welt lebenden Muslime gegen die Verfolgung der Kopten in Ägypten: „Wenn die Muslime selbst protestieren, bewirkt das viel mehr, als wenn wir das tun.“ Der Protest in Deutschland lebender Muslime sei jedoch von besonderer Bedeutung, da diese in Deutschland ihren Glauben frei ausüben könnten.

Als Begründer der koptischen Kirche gilt der Evangelist Markus, der auch erster Bischof von Alexandria war. Zwischen 15 und 20 Millionen koptische Christen gibt es weltweit. Die meisten von ihnen leben in Ägypten. Foaud Ibrahim, emeritierter Professor für Sozialgeographie und Regionale Geographie Afrikas an der Universität Bayreuth, schätzt die Zahl der in Ägypten lebenden Kopten auf neun Millionen Menschen, das sind etwa 13 Prozent der Bevölkerung. Die offiziellen Angaben liegen niedriger. In Deutschland existieren etwa 10 Gemeinden der Kopten, nach Schätzung Ibrahims mit etwa 3.000 Mitgliedern. In Österreich leben über 5.000 Kopten. Auch in der deutschsprachigen Schweiz und der Westschweiz sind die Kopten mit mehreren Gemeinden in einigen Städten vertreten.

Die Verfolgung der Kopten in Ägypten hat bereits eine längere Vorgeschichte. In einem Blog der Kopten wird über immer weiter um sich greifende Diskriminierung und Gewalt gegenüber den in Ägypten lebenden Kopten berichtet. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) berichtete anlässlich der Parlamentswahlen in Ägypten am 28. November 2010 über „willkürliche und brutale Gewalt gegen koptische Christen“. Demonstrationen von Kopten gegen die Diskriminierung ihrer Religion und der Mitglieder der koptischen Gemeinden in Ägypten wurden von der Polizei mehrfach mit Gewalt aufgelöst, berichtete die GfbV. Am 10. Dezember 2010 fanden Medienberichten zufolge Übergriffe von Sicherheitsorganen auf die koptische Gemeinde im Distrikt Omrania statt. Drei Menschen sollen dabei getötet und Dutzende verwundet worden sein. In Omrania, wo über zehntausend Kopten leben sollen, kämpft die koptische Gemeinde seit 2003 um die Genehmigung zum Bau einer koptischen Kirche. Bei der Polizeiaktion wurden über 150 Kopten verhaftet, die ihren Forderungen zum Bau einer Kirche mit einem Sitzstreik Nachdruck verleihen wollten. In einer Predigt vom 22. Dezember vergangenen Jahres berichtete der koptische Bischof Sorial von Melbourne und Neuseeland über die Diskriminierung der Kopten in Ägypten und die Verhaftung von 153 Kopten bei diesem Anlass. Er bezog sich auf die Verhaftungen in Omrania, als er sagte: „Ich bin mir ohne jeden Zweifel sicher, dass sie jetzt in den Gefängnissen auf barbarischste Weise gefoltert werden. Wir fordern die ägyptische Regierung heute noch [auf], alle diese unschuldigen Kopten freizulassen.“

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  • Portal:Terrorismus
  • Portal:Diskriminierung
  • Portal:Religion

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December 5, 2010

Terrorgefahr: EU will schärfere Kontrollen von Luftfracht

Terrorgefahr: EU will schärfere Kontrollen von Luftfracht

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Veröffentlicht: 17:58, 5. Dez. 2010 (CET)
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Brüssel (Belgien), 05.12.2010 – Auf einem Treffen in Brüssel einigten sich die EU-Verkehrs- und Innenminister auf schärfere Kontrollen der Luftfracht. Eine „schwarze Liste“ unsicherer Flughäfen, wie von dem deutschen Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vorgeschlagen, wurde jedoch von den Ministern mehrheitlich nicht unterstützt. Die Sicherheitsstandards auf Flughäfen außerhalb der Europäischen Union sollen nun stärker kontrolliert werden.

Ende November war eine angebliche Paketbombe, die sich später als Attrappe herausgestellt hatte, unbemerkt mit einer Frachtmaschine nach Deutschland gelangt (Wikinews berichtete).

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November 26, 2010

Saudi-Arabien: Polizei macht Jagd auf mutmaßliche Terroristen

Saudi-Arabien: Polizei macht Jagd auf mutmaßliche Terroristen

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Veröffentlicht: 21:50, 26. Nov. 2010 (CET)
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Riad (Saudi-Arabien), 26.11.2010 – 149 mutmaßliche Terroristen wurden in den vergangenen acht Monaten in Saudi-Arabien festgenommen. Das berichten Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Innenministerium in Riad.

Die Behörden gehen bei den Festgenommen von Verbindungen zu dem Terrornetzwerk al-Qaida aus – insbesondere zu Terrorzellen in Jemen, Somalia und Afghanistan. 124 von ihnen stammen aus Saudi-Arabien, die restlichen Festgenommenen aus afrikanischen, arabischen und südasiatischen Ländern. Bei der Festnahme der Verdächtigen wurden insgesamt umgerechnet rund 600.000 US-Dollar (453.686 Euro) beschlagnahmt. Die Behörden gehen davon aus, dass diese Personen Anschläge auf Regierungsgebäude in Saudi-Arabien geplant hatten.

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  • Portal:Saudi-Arabien

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November 23, 2010

Terrorgefahr: Reichstagskuppel für Besucher gesperrt

Terrorgefahr: Reichstagskuppel für Besucher gesperrt

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Veröffentlicht: 17:47, 23. Nov. 2010 (CET)
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Vorübergehend teilweise für Besucher geschlossen: das Reichstagsgebäude in Berlin

Berlin (Deutschland), 23.11.2010 – Die begehbare Glaskuppel des Reichstagsgebäudes in Berlin, in dem das Plenum des Bundestages tagt, ist seit Montag bis auf weiteres für nicht angemeldete Besucher gesperrt worden. Hintergrund sind Befürchtungen, islamische Terroristen könnten den symbolträchtigen Ort für einen Anschlag ins Auge fassen.

In jüngster Zeit werden aus Sicherheitskreisen Geheimdienstberichte nicht genannter Herkunft verbreitet, nach denen islamistische Terroristen planen sollen, in der Bundesrepublik in der nächsten Zeit einen spektakulären Terroranschlag auszuführen. Die Bundespolizei zeigte in den letzten Wochen verstärkte Präsenz an besonders sensiblen Orten wie Flughäfen und Bahnhöfen.

Der Bundestag soll allerdings zunächst weiterhin im Reichstagsgebäude tagen.

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  • Portal:Terrorismus

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November 22, 2010

Flugsicherheit: Mutmaßliche Paketbombe auf dem Flug Windhoek – München war Attrappe

Flugsicherheit: Mutmaßliche Paketbombe auf dem Flug Windhoek – München war Attrappe

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Veröffentlicht: 19:54, 22. Nov. 2010 (CET)
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Hamburg (Deutschland), 22.11.2010 – Am Rande der Innenministerkonferenz hat der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag bekanntgegeben, dass die angebliche Paketbombe, die in einem Flugzeug auf der Route Windhoek (Namibia) – München (Deutschland) gefunden worden war, eine Attrappe gewesen sei.

Wie de Maizière darlegte, handelte es sich dabei um einen so genannten Realtest-Koffer einer US-Firma, wie sie zur Überprüfung der Flugsicherheit eingesetzt würden. In dem Koffer sei kein Sprengstoff entdeckt worden. Der Minister konnte keine Angaben darüber machen, von wem dieser Koffer unter das Gepäck der Maschine geschmuggelt worden war. Spekulationen, wonach der Auftraggeber möglicherweise ein staatlicher Sicherheitsdienst gewesen sein könnte, konnte der Minister nicht definitiv bestätigen. Der Vorgang werde zurzeit von Beamten des Bundeskriminalamts (BKA) untersucht.

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October 30, 2010

Sprengstoffpakete in zwei Frachtflugzeugen mit Ziel USA abgefangen

Sprengstoffpakete in zwei Frachtflugzeugen mit Ziel USA abgefangen

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Veröffentlicht: 20:55, 30. Okt. 2010 (CEST)
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Sanaa (Jemen) / Birmingham (Vereinigtes Königreich) / Dubai (Dubai), 30.10.2010 – In Frachtflugzeugen, die – aus dem Jemen kommend – auf dem Weg zu Zielen in den Vereinigten Staaten waren, entdeckten Sicherheitskräfte in der Nacht auf Freitag Pakete, die Sprengstoff enthielten. Auf dem Flughafen Dubai war die Chemikalie Nitropenta (PETN) in einem Computerdrucker versteckt worden. In dem Paket waren außerdem die SIM-Karte eines Mobiltelefons und der Zündstoff Bleiazid gefunden worden. Wie ein Polizeisprecher des Emirats Dubai mitteilte, befand sich in dem Computerdrucker „ein geschlossener Stromkreislauf, der mit der SIM-Karte eines Handys verbunden war.“ Die Bauweise gleicht der, wie sie auch von dem internationalen Terrornetzwerk al-Qaida verwendet worden sei, sagte ein Polizeisprecher in Dubai. Ein ähnliches Päckchen war dann auf einem Flugplatz in der Nähe von Birmingham (England) gefunden worden.

Die britische Innenministerin Theresa May hat inzwischen bestätigt, dass das Paket, das man in einem Flughafen in der Nähe von Birmingham gefunden hatte, einen funktionsfähigen Sprengsatz enthalten habe.

Ermittler schließen nicht aus, dass es sich bei den Paketsendungen, die an jüdische Einrichtungen in den Vereinigten Staaten adressiert waren, um Testläufe gehandelt hat, um herauszufinden, wie sensibel die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen im internationalen Luftverkehr reagieren.

US-Präsident Barack Obama sprach von einer terroristischen Bedrohung für die Vereinigten Staaten.

Wie die Sicherheitsorgane im Jemen mitteilten, seien inzwischen weitere 26 verdächtige Päckchen gefunden worden. Außerdem seien Mitarbeiter von Luftfrachtgesellschaften und der Frachtabteilung des internationalen Flughafens Sanaa festgenommen worden und würden zurzeit vernommen.

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March 5, 2010

Terrorwarnung in der Straße von Malakka

Terrorwarnung in der Straße von Malakka

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Veröffentlicht: 17:09, 5. Mär. 2010 (CET)
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Straße von Malakka (dunkelblau)

Singapur, 05.03.2010 – Singapur, Malaysia und Indonesien haben aufgrund einer Terrorwarnung die Sicherheitstufen erhöht. Wie der Innenminister Singapurs Wong Kan Seng im Parlament des Stadtstaates mitteilte, wurden alle Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Auch die Marinen Indonesiens und Malaysia haben ihre Patrouillenfahrten in der Meerenge, die an ihrer schmalsten Stelle nur etwa 2,8 Kilometer breit ist, verschärft. Die Maßnahmen gehen auf Informationen zurück, nach der Terroristen Öltanker angreifen könnten. Nähere Angaben, welche Gruppe Angriffe geplant hat und weitere Details nannte der Minister nicht. Am wahrscheinlichsten kämen nach Ansicht von Experten al-Qaida und die südostasiatische militante Gruppierung Jemaah Islamiyah in Frage. Letztere wird für zwei Bombenanschläge auf zwei Hotels in Djakarta mit sieben Opfern und die Bombenanschläge auf Bali verantwortlich gemacht, bei denen 202 Personen getötet wurden.

„Die Absicht der Terroristen ist wahrscheinlich, weitreichende Aufmerksamkeit zu erwecken und zu zeigen, dass sie eine existenzfähige Gruppe bleiben“, hieß es in einem Communiqué der Marine Singapurs.

Die indonesische Polizei hat bei Razzien seit dem 22. Februar in der Provinz Aceh im Westen der Insel Sumatra, die durch die Straße von Malakka von der Malayischen Halbinsel getrennt wird, 14 Verdächtige festgenommen. Ihnen wird die Vorbereitung von Terroranschlägen vorgeworfen. Die Polizei teilte mit, dass Gewehre und tausende Schuss Munition gefunden wurden. Bei Schusswechsel mit Gewehren wurden zehn Polizisten einer Spezialeinheit verletzt. Ein Mann wurde von der Polizei auf der Flucht erschossen. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei den Verdächtigen um Angehörige einer zuvor unbekannten Terrorgruppe handelt. Derzeit wird geprüft, inwieweit diese mit Jemaah Islamiyah verbunden ist. Jemaah Islamiyah war bislang im Westen Sumatras nicht aktiv. Dort herrscht seit 2005 ein Waffenstillstand zwischen Nationalisten und der Regierung, der zu mehr Autonomie geführt hat.

John Harrison, ein Assistenzprofessor an der S. Rajaratnam School of International Studies in Singapur, hält die Terrorwarnung für glaubwürdig. Nach seiner Einschätzung seien weder die Marine noch das Innenministerium dafür bekannt, Warnungen voreilig herauszugeben. „Wenn sie diese Informationen herausgeben, bedeutet das, dass sie sehr besorgt darüber sind, etwas könnte sich ereignen.“ Die Marine Singapurs geht davon aus, dass kleine Fischerboote und Schnellboote für solche Attacken genutzt werden könnten.

Nach Angaben der U.S. Energy Information Administration, einer Behörde im Energieministerium der Vereinigten Staaten, werden täglich 15 Millionen Barrel Öl durch die Meerenge befördert. 50.000 Handelsschiffe – sechsmal so viele wie im Sueskanal – durchfahren die Straße von Malakka jährlich und befördern so etwa 40 Prozent der im Welthandel verschifften Güter hindurch. 90 Prozent der japanischen und 80 Prozent der chinesischen Öleinfuhren werden durch die Meerenge transportiert, außerdem 30 Prozent der chinesischen Eisenerzimporte.

Peter Chalk, ein Experte für die Bewertung von Risiken durch Terrorismus, befürchtet im Falle von Anschlägen auf die Seeschifffahrt eine Gefahr für die Weltwirtschaft, weil im Zeitlater von termingenauen Lieferungen solche Störungen einen Dominoeffekt auslösen könnten, der Auswirkungen bis in die Finanzwirtschaft hat. Ein Terroranschlag würde mit ziemlicher Sicherheit auch die Versicherungsprämien steigen lassen. Die Prämien für Öltanker auf der Strecke zwischen den Erdölfeldern am Persischen Golf und Ostasien liegen derzeit bei durchschnittlich 37.000 US-Dollar pro Tag – weit niedriger als die 200.000 US-Dollar, die verlangt wurden, bevor die Finanzkrise zu einem wirtschaftlichen Einbruch führte. J. Peter Pham, ein Berater der US-Regierung und der Europäischen Union, glaubt jedoch, dass die Versicherungsindustrie jede Gelegenheit nutzen würde, um die Prämien zu erhöhen.

Eine Umfahrung der Region werde den Transport komplizierter machen, wie John Vautrain in Singapur der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Schifffahrtsunternehmen ergreifen deswegen eher geeignete Gegenmaßnahmen, als die Sundastraße weiter im Süden zu wählen, die den Seeweg um neunhundert Seemeilen und mindestens drei Tage Fahrtdauer verlängert. Der Industrieverband Intertanko hat seine Mitglieder aufgefordert, bei der Passage besondere Vorsicht walten zu lassen. Maersk gab an, die Straße mit Höchstgeschwindigkeit zu durchfahren und mehr Wachposten aufzustellen.

Die Straße von Malakka wird seit langem durch Piraterie unsicher gemacht und die Küstenwachen der anliegenden Staaten fahren deswegen Patrouille. Dass die Meerenge auch ein Ziel für Terrorismus sein könnte, ist eine eher neue Gefahr. Die konkrete Terrorwarnung beruht den Angaben eines thailändischen Marineattachés auf Informationen, die das International Maritime Bureau (IMB) in Kuala Lumpur aus Japan erhielt. Ein IMB-Pressesprecher erklärte auf Rückfrage, ob es sich um Piraterie oder um eine terroristische Gefahr handele, es gehe um eine terroristische Gefahr.

Analysten sehen jedoch eine geringe Gefahr in der Möglichkeit, Öltanker als schwimmende Bomben gegen Häfen oder andere Schiffe zu nutzen. Rohöl sei zu schwer entflammbar, glauben sie.

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January 4, 2010

Auch Frankreich und Japan schließen Botschaften im Jemen

Auch Frankreich und Japan schließen Botschaften im Jemen

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Veröffentlicht: 18:30, 4. Jan. 2010 (CET)
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Sanaa (Jemen), 04.01.2010 – Nachdem die Vereinigten Staaten und Großbritannien ihre Botschaften im Jemen am Wochenende vorerst geschlossen hatten, beschlossen nun auch Frankreich und Japan die Arbeit ihrer diplomatischen Vertretungen im Jemen zu beenden beziehungsweise stark einzuschränken. Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland arbeitet unterdes weiter.

Als Begründung für die Schließung der französischen Botschaft wurden Attentatsdrohungen aus dem Terrornetzwerk al-Qaida angegeben. Die japanische Botschaft schloss zunächst nur ihre konsularische Abteilung, die Visa für Jemeniten ausstellt.

Nach dem vereitelten Terroranschlag auf den Northwest-Airlines-Flug 253 von Amsterdam nach Detroit vom 25. Dezember des vergangenen Jahres rückt der Jemen zunehmend in den Blickpunkt der internationalen Öffentlichkeit. Der örtliche Ableger des al-Qaida-Netzwerks hatte sich zu dem Anschlag bekannt. Die Regierung in Sanaa hat angegeben, dass sich bis zu 300 al-Qaida-Kämpfer im Jemen aufhalten könnten. Auch der mutmaßliche Attentäter des Northwest-Airlines-Fluges vom ersten Weihnachtsfeiertag, Umar Faruk Abdulmutallab, wurde möglicherweise im Jemen ausgebildet.

Nach Ansicht des Terrorismusexperten Guido Steinberg der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin rekrutiert sich das Terrornetzwerk al-Qaida fast ausschließlich „aus dem Jemen und Saudi-Arabien“. Die Stabilität des Jemen werde aber nicht nur von al-Qaida bedroht, sondern auch von separatistischen Bewegungen innerhalb des Jemen. Im Kampf gegen die Houthi-Rebellen im Nordwesten und der Separatisten im Süden des Landes stütze sich die Regierung sogar teilweise auf die Macht des Terrornetzwerks al-Qaida. Dem im Jemen regierenden Regime prophezeit Steinberg ein baldiges Ende. Es sei „vollkommen verrottet“ und daher kein verlässlicher Verbündeter im Kampf gegen den Terrorismus.

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