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April 12, 2006

New Yorker Gewerkschafter zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt

New Yorker Gewerkschafter zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt

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Artikelstatus: Fertig 23:01, 12. Apr. 2006 (CEST)
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New York (Vereinigte Staaten), 12.04.2006 – Am Montag, den 10. April hat der „State Supreme Court“ in Brooklyn den Gewerkschaftsführer Roger Toussaint zu zehn Tagen Gefängnis und einer Geldstrafe von 1.000 US-Dollar verurteilt. Zwei weitere Angeklagte kamen mit einer Geldstrafe von je 500 Dollar davon.

Am 20. Dezember 2005 hatten Mitarbeiter des New Yorker U-Bahn- und Busbetreibers „Metropolitan Transportation Authority“ (MTA) 60 Stunden lang gestreikt. Nach Ansicht des Richters verstieß die Gewerkschaft „Transport Workers Union Local 100“ damit gegen ein Gesetz des Bundesstaates New York, nach dem Angestellte im Öffentlichen Dienst nicht streiken dürfen. Mit Blick auf die damals gescheiterten Verhandlungen sagte er, es sei bedauerlich, dass es zu einem illegalen Streit gekommen sei.

Toussaint hat 30 Tage Zeit, gegen die Entscheidung vorzugehen. Das hat er offenbar nicht vor: „Natürlich halten wir die Geld- und Freiheitsstrafen für bedauerlich, aber wir werden damit leben“, sagte er.

Nun steht noch eine Entscheidung über einen Antrag der MTA aus. Diese hatte vergangene Woche eine Strafe von drei Millionen Dollar für die Gewerkschaft gefordert. Außerdem soll der Gewerkschaft vorerst verboten werden, Mitgliedsbeiträge zu erheben.

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December 23, 2005

Verkehrschaos in New York zu Ende

Verkehrschaos in New York zu Ende – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Verkehrschaos in New York zu Ende

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Artikelstatus: Fertig 14:37, 23. Dez. 2005 (CET)
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New York (Vereinigte Staaten), 23.12.2005 – Das Verkehrschaos in der US-amerikanischen Metropole New York, das durch einen Streik bei der New Yorker Nahverkehrsgesellschaft Metropolitan Transportation Authority (MTA) ausgelöst wurde, ist gestern zu Ende gegangen.

Grund war die Erhöhung der Beiträge in die Pensionskassen. Die MTA forderte eine Erhöhung der Beiträge, was die Gewerkschaftsführung jedoch vehement ablehnte. In diesen Streitfall meldete sich dann auch der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg zu Wort.

Am Morgen des 18. Dezember begann der von der Gewerkschaft ausgerufene Ausstand. Am ersten Streiktag nahmen die New Yorker Einwohner die Sache noch gelassen. Tausende Menschen spazierten morgens zu ihrer Arbeitsstelle oder nahmen die teurer gewordenen Taxis.

Am Anfang ersetzten manche Unternehmen noch die Taxigebühren für ihre Mitarbeiter. Als sich der Streik jedoch verlängerte, waren diese Erstattungen nicht mehr tragbar. Viele Geschäftsführer gaben ihren Mitarbeitern frei. Nach Schätzung des New Yorker Bürgermeisters soll der Streik Kosten von 400 Millionen US-Dollar je Tag verursacht haben, entsprechend der dreitägigen Dauer wären dies 1,2 Milliarden US-Dollar. Viele Geschäfte schlossen aufgrund von mangelndem Kundenzulauf bereits frühzeitig. Negativ war dies für die Geschäftsleute vor allem, weil die Weihnachtszeit die ertragsreichste Zeit für die Geschäftswelt von New York ist.

Nach wachsendem Druck aus Öffentlichkeit und Justiz einigten sich Gewerkschaft und MTA heute auf eine Fortsetzung der Gespräche. Der Verkehrsdienst wird als Bedingung von den ungefähr 33.700 Arbeitern der MTA mit Beginn der nächsten Schicht am Freitagmorgen fortgesetzt. Damit kehrt nach vier Tagen Ausnahmesituation die Normalität in die Stadt zurück.

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September 29, 2005

Kinofilm bringt US-Flugbegleiter auf die Barrikaden

Kinofilm bringt US-Flugbegleiter auf die Barrikaden

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Artikelstatus: Fertig 10:36, 14. Okt. 2005 (CEST)
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Los Angeles (USA), 29.09.2005 – Ein deutscher Filmregisseur, Robert Schwentke, hat in den USA einen Kinofilm gedreht, der kurz nach Erscheinen in den US-amerikanischen Kinos die dortigen Flugbegleiter auf die Barrikaden gebracht hat. Der Film heißt Flight Plan – Ohne jede Spur, die Hauptrolle spielt die Schauspielerin Jodie Foster.

80.000 Flugbegleiter haben über drei Verbände, in denen sie organisiert sind, zum Boykott des Films aufrufen lassen. Der Film lief letzte Woche in den USA an und landete sofort auf Platz eins der dortigen Kino-Charts. Am ersten Wochenende betrug das Einspielergebnis über 24 Millionen US-Dollar, das sind über 20 Millionen Euro.

Als Begründung gaben die Flugbegleiter an, der Film würde ihren Berufsstand „falsch darstellen“. In dem Film spielt ein Flugbegleiter einen Terroristen, was in den Augen der Flugbegleiter zu Sicherheitsbedenken ihrer Passagiere führen könnte. Das Verhalten der Flugbegleiter im Film entspräche auch nicht dem tatsächlichen Verhalten der echten Flugbegleiter. Im Film werden sie als unhöflich, gleichgültig und nicht hilfsbereit dargestellt.

Die Kritiken über den Film fallen sehr unterschiedlich aus. Einige Filmkritiker sehen in dem Film einen „spannenden Thriller mit einer hieb- und stichfesten Story“, andere wiederum vergleichen ihn mit „Rambo-Filmen“. Jodie Foster sieht in dem Film keinen Horrorstreifen, sondern sie bezeichnet ihn als „psychologisches Drama“. Der Filmstart für Europa ist am 20. Oktober 2005 geplant.

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September 28, 2005

DC-9 kehrte mit Höhenruderschaden nach Minneapolis zurück

DC-9 kehrte mit Höhenruderschaden nach Minneapolis zurück

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Rapid City (South Dakota) (USA), 28.09.2005 – Am letzten Sonntag musste in der Nacht eine DC-9 nach Minneapolis zurückkehren. Der Flug 1207 hatte 100 Passagiere an Bord und sollte in Rapid City um 17:43 Uhr Ortszeit ankommen.

Die Ursache für ein mechanisches Problem an einem Flugzeug der in Rapid City beheimateten Fluggesellschaft wird nun untersucht, berichtete Jennifer Bagdade von der Northwest Airlines. Offizielle Vertreter von Northwest glauben nicht, dass ein gebrochenes Kipphöhenruder das Problem gewesen sei, berichteten Passagiere am Sonntag am Ticketschalter in Minneapolis. Der Passagier Ralph Walters berichtete der Zeitung Rapid City Journal am Dienstag, er hätte beobachtet, wie das Flugzeug von einer Seite zur anderen schwankte, als es zur Landung ansetzte. „Die Maschine wich nach vorne und nach hinten vom Kurs ab. Wir glauben nicht, das der Wind die Ursache war, ich weiß aber, das Verhalten der Maschine war nicht normal.“

Ungefähr 15 Minuten nach dem Start teilte der Kapitän den Passagieren mit, das Flugzeug würde nach Minneapolis zurückkehren. Als das Flugzeug landete, standen eine Anzahl von Feuerwehrfahrzeugen, Polizeiautos und andere Rettungsfahrzeuge in Bereitschaft. „Wir wussten nicht genau, was schief gelaufen war, als wir all diese Rettungsfahrzeuge sahen“, sagte Walters. In Minneapolis, dauerte es einige Stunden, um ein Flugzeug zu finden, welches Crew und Passagiere nach Rapid City bringt, sagte Walters weiter.

Seit dem 20. August ist die Northwest Airlines von einem Streik der Gewerkschaft „Aircraft Mechanics Fraternal Association“ betroffen. Die Manager der Fluggesellschaft heuerten Techniker und Ticketverkäufer einer anderen Fluggesellschaft an, um das Flugzeug während des Streiks zu betreuen.

Die Gewerkschaft veröffentlichte auf ihrer Webseite, dass die angeworbenen Mechaniker „extrem lange Arbeitstage hätten und übermüdet seien”. Aber die Fluggesellschaft teilte mit, alle Flüge würden trotz des Streiks sicher durchgeführt werden. Die Statistik zeige in einigen Teilen sogar, dass Dank des besseren Wetters und der Pünktlichkeit die Gesellschaft aktuell besser dastehen würde, als vor dem Streik.

Am 2. September schrieb der Senator Mark Dayton aus Minnesota an die Federal Aviation Administration (FAA), man möge eine Untersuchung über die Sicherheit der Flugzeuge der Northwest durchführen. Fünf Tage später antwortete Marion Blakey von der FAA, dass sie keine Hinweise gefunden hätten, die zu Bedenken Anlass gegeben hätten.

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January 26, 2005

Weltsozialforum 2005 in Porto Alegre

Weltsozialforum 2005 in Porto Alegre – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Weltsozialforum 2005 in Porto Alegre

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Artikelstatus: Fertig 26. Jan. 2005 (CET)
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Hier stand einmal ein Bild, das von den Commons aus eingebunden wurde, dort aber gelöscht wurde.

Aktivisten auf der Eröffnungsdemonstration, Brasilien

Porto Alegre (Brasilien), 26.01.2005 – Mit einer Großdemonstration wurde am heutigen Nachmittag das fünfte Weltsozialforum eröffnet. Das Motto des Weltsozialforums lautet „Eine andere Welt ist möglich.“

Nachdem das Sozialforum im letzten Jahr im indischen Mumbai stattfand, treffen sich die rund 120.000 Teilnehmer des Forums nun wieder an dessen Ursprungsort, in der brasilianischen Hafenstadt Porto Alegre. Es wurde 2001 als Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum im Schweizer Wintersportort Davos initiiert, das ebenfalls heute beginnt.

Bis Montag, den 31.01.2005, werden die Teilnehmer des Forums auf rund 2.400 Veranstaltungen über die Folgen der ökonomischen Globalisierung, sowie über alternative Konzepte und Gestaltungsmöglichkeiten gegenüber der als neoliberal kritisierten Wirtschaftspolitik, wie sie vom Internationaler Währungsfonds und vielen nationalen Regierungen vertreten werde, diskutieren.

Die Teilnehmer aus allen Teilen der Welt lassen sich unterschiedlichen Gruppierungen zuordnen. Das Spektrum reicht von NGO-Vertretern, unabhängigen Globalisierungskritikern und Gewerkschaftsmitgliedern, Mitglieder kirchlicher Organisationen bis zu Vertretern unterschiedlicher politischer Parteien und Bewegungen, wie zum Beispiel der brasilianischen Landlosenbewegung (MST). Venezuelas Präsident Hugo Chávez gehört gemeinsam mit Brasiliens Staatschef Lula da Silva zu den prominentesten Rednern auf dem Forum, wobei es auch kritische Stimmen zu den geplanten Auftritten der beiden Politiker gibt.

Auch über die Zukunft des Weltsozialforums wird diskutiert. Es gibt Konzepte, die sich dafür aussprechen, dass künftig jährlich mehrere dezentrale Sozialforen stattfinden. Außerdem wird angeregt, als Veranstaltungsort des nächsten Sozialforums den afrikanischen Kontinent zu wählen.

Neben den unzähligen Diskussionen gehört auch ein umfassendes Kulturprogramm, unter anderen mit Auftritten von Gilberto Gil und Manu Chao, zum diesjährigen Weltsozialforum.

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