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September 4, 2014

Blackout in Mumbai – In Indien geht die Angst vor einer Energiekrise um

Blackout in Mumbai – In Indien geht die Angst vor einer Energiekrise um

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Veröffentlicht: 04.09.2014, 02:37 (CEST)
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Die Börse von Mumbai

Mumbai (Indien), 04.09.2014 – Große Teile der indischen Finanzmetropole Mumbai waren am Dienstag von einem Stromausfall betroffen, der die Angst vor einer weitreichenden Energiekrise in Indien steigen lässt. Um 9:45 Uhr Ortszeit fiel der Strom in rund 40 Prozent des Gebietes von Mumbai aus, und die Wiederherstellung der Stromversorgung zog sich bis zum Abend hin. Ursache war laut Angaben der Tata Power Company der Ausfall der Einheit 5 der Trombay Thermal Power Station. Die betroffene Einheit des Kraftwerks schaltete offenbar aus Sicherheitsgründen ab, ein Vorgang, der sich dort schon neunmal seit Januar 2013 ereignet hat. Die Gründe der Abschaltung können vielfältig sein und reichen von technischem Versagen bis zu Überlastung. Da Indien Stromerzeugungskapazität in einer Größenordnung von etwa 15 Prozent seines aktuellen Bedarfs fehlen, ließ sich der Ausfall auch nicht durch andere Kraftwerke ausgleichen. Der vergangene August war der wärmste August seit 23 Jahren in Indien; die noch immer andauernde Hitze lässt den Strombedarf zusätzlich anschwellen. Die Börse von Mumbai, die wichtigste des Landes, war dank Generatoren nicht betroffen, und der Handel konnte dort ohne Beeinträchtigung laufen.

Der Stromausfall ließ Erinnerungen an den größten Blackout in der Geschichte wachwerden. Im Sommer 2012 waren große Teile des nördlichen Indiens für zwei Tage ohne Strom. Während in Delhi stundenlange Stromausfälle mittlerweile zum Alltag gehören, ist man in Mumbai eigentlich eine sehr zuverlässige Stromversorgung gewohnt. Neben dem chronischen Strommangel werden nun aber Befürchtungen laut, die Anzeichen einer noch viel weiterreichenden Krise sehen. Zwei Drittel der Energie Indiens werden aus Kohle gewonnen – so auch in Mumbai -, aber das Land kann seit Jahren nicht die eigentlich geplanten Kohlemengen fördern. Indien als der drittgrößte Kohleförderer der Welt ist deshalb zum fünftgrößten Kohleimporteur der Welt geworden. Diese Umstände drohen sich noch zu verschärfen, nachdem der Supreme Court, das oberste Gericht Indiens, 218 Kohleförderlizenzen wegen Korruption bei ihrer Vergabe für illegal erklärte. Das Gericht wird am 9. September seinen Beschluss zur Schließung der betroffenen Anlagen verkünden. Als Folge der Abhängigkeit von Kohleimporten sind die Kohlereserven der Kraftwerke extrem klein. Einige Kraftwerke, darunter welche, die die Hauptstadt Delhi versorgen, haben überhaupt keine Reserven, während andere Vorräte von bis zu einer Woche für den normalen Betrieb haben. Aber selbst diese Vorräte sind erheblich kleiner als die eigentlich vorgeschriebene Menge für einen Verbrauch in 15 bis 30 Tagen im Normalbetrieb. Gleichzeitig steht Strom aus Wasserkraft im Augenblick praktisch nicht zur Verfügung, weil nach einem ungewöhnlich trockenen Sommer die Stauseen der existierenden Wasserkraftwerke leerzulaufen drohen, wie das Energieministerium einräumen musste.

Die Energiekrise setzt Premierminister Narendra Modi unter Druck, denn zu seinen Wahlversprechen gehörte es, Elektritziät für die 35 Prozent der Bevölkerung, die vor allem in den ländlichen Bezirken noch keinen Stromanschluss haben, zugänglich zu machen. Er kann immerhin auf Erfolge als Chief Minister des indischen Bundesstaates Gujarat verweisen, wo er eine unterbrechungsfreie Stromversorgung erreichte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Indisch-Pakistanische Wassergespräche ergebnislos vertagt (29.08.2014)
Wikinews-logo.svg  Indien und Pakistan führen Gespräche über Wasser (27.08.2014)

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November 22, 2012

Indien: Mumbai-Attentäter hingerichtet

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Veröffentlicht: 23:01, 22. Nov. 2012 (CET)
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Mumbai (Indien), 22.11.2012 – In Indien wurde am Mittwoch der einzige noch lebende Attentäter hingerichtet, der zusammen mit neun anderen Angreifern 2008 die Anschläge von Mumbai verübte, bei denen 166 Menschen getötet wurden. Mohammed Ajmal Kasab wurde in einem Gefängnis in Pune bei Mumbai gehängt. Die Hinrichtung wurde quer durch Indien in der Öffentlichkeit gefeiert und teilweise mit dem Zünden von Feuerwerkskörpern bejubelt, doch kritisierten manche, dass die Hinrichtung nicht öffentlich ausgeführt wurde.

Der Innenminister des Bundesstaates Maharashtra, in dem Mumbai liegt, sagte, dass die Exekution ein Tribut an jene sei, die bei dem Angriff ihr Leben verloren haben. Doch für die Witwe eines Mitglieds einer Antiterroreinheit, das bei der Verfolgung Kasabs umkam, ist der Justiz noch nicht vollständig Genüge getan. Die Köpfe und Hintermänner der Anschläge entzögen sich der Gerechtigkeit, so sagte Kavita Karkare. „Sie sollten auch gehängt werden.“

Kasab, der die pakistanische Staatsbürgerschaft besaß, wurde 2010 wegen Mordes, Terrorismus und der Führung eines Krieges gegen Indien verurteilt. Er plädierte zunächst auf seine Unschuld, gestand jedoch später seine Mittäterschaft in den dreitägigen Gefechten ein. Die Bilder von den Schießereien wurden von den Nachrichtensendern weltweit verbreitet, und ein Bild Kasabs, das ihn mit einem Sturmgewehr im Bahnhof zeigt, wurde zum Symbolbild des Angriffs.

Er legte Widerspruch gegen sein Todesurteil ein, doch der Oberste Gerichtshof Indiens bestätigte das Urteil. Ein Gnadengesuch lehnte der Staatspräsident ab.

Kasab und neun weitere junge und schwerbewaffnete Pakistaner waren mit einem Boot in die indische Millionenstadt gefahren und hatten Luxushotels, ein jüdisches Zentrum sowie einen frequentierten Bahnhof in der indischen Wirtschaftsmetropole angegriffen. Die indischen Sicherheitsbehörden wurden später dafür kritisiert, dass es drei Tage gedauert hat, um eine verhältnismäßig geringe Zahl von Angreifern unschädlich zu machen.

Indien beschuldigte die pakistanische Militantengruppierung Laschkar e-Taiba dieser Angriffe. Die indische Regierung behauptet außerdem, dass die Attacken mit Unterstützung des pakistanischen Geheimdienstes ausgeführt worden seien. Dieser Vorwurf wird von der pakistanischen Regierung in Islamabad bestritten. Die beiden verfeindeten Staaten setzten nach den Anschlägen ihre Friedensverhandlungen aus. Diese wurden zwar 2011 wieder aufgenommen, doch ist Indien frustriert über den Unwillen der Pakistanis, dortige Mithelfer vor Gericht zu bringen.

Bericht basiert ganz oder teilweise auf Text der Voice of America
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Dieser Artikel enthält Textteile, die auf einer Übersetzung eines Artikel der Voice of America basieren. Texte und Bilder auf der Website der Voice of America sind als Werke der Bundesregierung der Vereinigten Staaten, sofern keine anderen Urheber angegeben sind, gemeinfrei.

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Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Anschläge am 26. November 2008 in Mumbai“

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July 13, 2011

Indien: Drei Bombenanschläge in Mumbai

Indien: Drei Bombenanschläge in Mumbai – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Indien: Drei Bombenanschläge in Mumbai

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Veröffentlicht: 20:06, 13. Jul. 2011 (CEST)
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Mumbai (Indien), 13.07.2011 – Drei Explosionen innerhalb von 20 Minuten ereigneten sich in Mumbai, der Hauptstadt des Bundesstaates Maharashtra in Indien, an drei belebten und beliebten Plätzen. Es gab mindestens 20 Tote und 110 Verletzte. Prithviraj Chavan, der Regierungschef des Bundesstaates, geht von einem Terroranschlag aus. Auch das Innenministerium in Neu Delhi, das von selbstgebauten Bomben spricht, spricht von einem Anschlag.

Die Explosionen ereigneten sich im Viertel Dadar in der Innenstadt, am Juwelier-Basar und im Geschäftsviertel Opera House. Mumbai ist eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Im Jahr 2009 ging man von einer Bevölkerungszahl von 21,3 Millionen aus. Vielen ist die Stadt noch als Bombay bekannt.

Bei dem Anschlag handelt es sich um den neunten schweren seit dem Jahr 2002. Am 11. Juli 2006 erfolgte ein Anschlag auf einen Vorortzug, er forderten 181 Tote und 890 Verletzte. Damals ging man davon aus, dass die islamistische Terrorgruppe Lashkar-e-Toiba, welche von Pakistan operiert, die Verantwortung trägt. Auch jetzt wurden schnell Stimmen laut, die Schuldigen wären in Pakistan zu suchen. Die Regierung Islamabad wies die Anschuldigung zurück.

Polizei und Armee wurde in Alarmbereitschaft versetzt. Augenzeugen sprachen von schrecklichen Bildern die nach den Detonationen zu sehen waren.

Themenverwandte Artikel

  • Serie schwerer Bombenanschläge in Mumbai (11.06.2006)
  • Bombenanschlag in indischer Hauptstadt (29.10.2005)
  • Wieder ein Bombenanschlag im indisch kontrollierten Teil von Kaschmir (13.06.2005)

Quellen

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November 29, 2008

Terroranschlagserie im indischen Mumbai kostete viele Menschenleben

Terroranschlagserie im indischen Mumbai kostete viele Menschenleben

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Veröffentlicht: 19:08, 29. Nov. 2008 (CET)
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Anschlagsorte in Mumbai

Mumbai (Indien), 29.11.2008 – In Indien hat es seit Mittwoch, dem 26. November an mindestens zehn Stellen eine Serie von Terroranschlägen mit Geiselnahmen auf Hotels und andere öffentliche Einrichtungen gegeben. Möglicherweise wurden gezielt englischsprachige Touristen angegriffen: solche aus Großbritannien und den Vereinigten Staaten, da einige der Terroristen sich die Ausweise von Touristen in den betroffenen Hotels zeigen ließen. Mehrere Luxushotels, ein Kino und der Hauptbahnhof im südlichen Zentrum der Metropole Mumbai (Stadtteil Colaba) sind von Terroristen mit Schnellfeuergewehren und Handgranaten angegriffen worden. Der Fernsehsender CNN-IBN berichtete, eine Tankstelle in der Stadtmitte sei in die Luft gesprengt worden. Bei einer Schießerei am Chhatrapati Shivaji Terminus (Hauptbahnhof) seien zehn Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Press Trust of India unter Berufung auf die Polizei.

Verschiedene Nachrichtensender sprachen zu Beginn davon, dass 78 Menschen umgekommen seien. Später wurde die Anzahl auf 150 korrigiert. Von der Polizei bestätigt wurden 125 Tote. Unter ihnen ist auch der ehemalige Vizepräsident von 1860 München und Schatzmeister der Münchner CSU, Ralph Burkei, der beim Fluchtversuch aus einem besetzen Hotel aus einem Fenster gestürzt war. Etwa 370 Menschen sollen verletzt worden sein.

Auch zwei Tage nach den Terrorattacken im indischen Mumbai befanden sich noch immer Geiseln in der Hand der Terroristen. Vermummte Polizisten einer speziellen Anti-Terror-Einheit hatten Stellung bezogen. Teilweise fanden Feuergefechte statt. Vor den Gebäuden waren Krankenwagen vorgefahren. Scharfschützen hatten sich auf den umliegenden Dächern postiert. Besonders im Blickpunkt stand dabei das Hotel „Oberoi“. Dort befanden sich am Donnerstag immer noch 100 bis 200 Menschen. In mindestens einem weiteren Hotel hatten Terroristen sich verschanzt und ebenfalls Geiseln genommen. Dort wurden bei einer Befreiungsaktion durch die indische Armee drei Terroristen getötet und neun festgenommen. 50 Gäste des Taj-Hotel konnten befreit werden. Nach mehreren Explosionen stand das vornehmlich bei den englischsprachigen Touristen beliebte Luxushotel teilweise in Flammen und wurde schwer beschädigt.

In einer Telefonschaltung äußerte der EU-Politiker Daniel Caspary am Tag nach den Anschlägen Bedauern über die Unmöglichkeit, die Stadt über die Luft zu verlassen.

60 Stunden nach Beginn der Terrorangriffe haben heute morgen indische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben auch die Lage im Hotel „Taj Mahal“ weitgehend unter Kontrolle gebracht. Das Hotel „Oberoi“ sowie das Nariman-Gebäude, in dem ein jüdisches Gemeindezentrum untergebracht ist, sollen bereits gestern nachmittag unter Kontrolle der Sicherheitskräfte gestanden haben. Bei der Erstürmung des Gemeindezentrums wurden die Attentäter getötet. Fünf der acht Geiseln wurden jedoch tot aufgefunden. Die Bilanz der Befreiungsaktion in dem Oberoi-Hotel: 24 Leichen wurden in dem Hotel gefunden, zwei Terroristen getötet, und 143 Gäste konnten mit Bussen in Sicherheit gebracht werden. Bei der Erstürmung des Taj Mahal sollen mindestens drei Extremisten und ein Mitglied der Sicherheitskräfte getötet worden sein. Das teilte Leiter der Elitetruppen am heutigen Samstag mit.

Zu den Urhebern der in Indien verübten Anschläge gibt es bisher noch keine gesicherten Aussagen. Zwar bekannte sich am Donnerstag eine Gruppe namens „Deccan Mudschahedin“ per E-Mail zu den Anschlägen, diese Gruppe war bisher jedoch noch nicht in Erscheinung getreten. Medienberichten zufolge wird jedoch die islamistische Terrororganisation al-Qaida mit den Anschlägen in Indien in Verbindung gebracht. Experten wiesen auf den Umstand hin, dass die genaue generalstabsmäßige Koordinierung der zeitgleich an mehreren Orten verübten Anschläge auf al-Qaida hindeuteten. Auch die Tatsache, dass britische und US-amerikanische Staatsbürger bevorzugte Ziele waren, scheint diese Annahme zu bestätigen, wird berichtet. Die Londoner „Times“ berichtet unter Berufung auf britische und US-amerikanische Geheimdienstquellen über Warnungen von Geheimdiensten vor in naher Zukunft bevorstehenden Aktionen von al-Qaida in Indien. Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti bezieht sich auf Informationen aus Kreisen des russischen Geheimdienstes, wonach Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida bestätigt wurden. Nach Angaben eines Geheimdienstmitarbeiters seien Mitglieder der Gruppe Laschkar e-Taiba, die an den Anschlägen in Mumbai beteiligt waren, in al-Qaida-Trainingslagern ausgebildet worden.

In einem Gespräch zwischen einem Geiselnehmer und dem Fernsehsender India TV forderte ein Terrorist angeblich die Freilassung aller in Indien inhaftierten Islamisten. Wie die Nachrichtenagentur IANS meldete, sollen elf Extremisten getötet und ein weiterer festgenommen worden sein. Dieser hat der indischen Nachrichtenagentur NDTV zufolge behauptet, es seien etwa 40 Terroristen an der Aktion beteiligt gewesen. Von indischer Seite werden die Hintermänner der Aktion in Pakistan festgemacht. Die Nachbarstaaten sind beide atomar bewaffnet, bemühen sich allerdings weiterhin um Gespräche.

Als Reaktion auf die Anschläge hatte die Lufthansa am Donnerstag zwei Flüge nach Mumbai ersatzlos gestrichen. Am Donnerstagabend sollte jedoch noch eine Lufthansamaschine nach Mumbai mit Psychologen an Bord abheben, um eine Lufthansa-Besatzung zu betreuen. Die Crew war nach Angaben des ZDF im Hotel Oberoi untergebracht und soll verletzt worden sein. Sie konnte bei der Erstürmung des Oberoi-Trident-Hotels befreit werden.

Themenverwandte Artikel

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January 24, 2008

Turbulenzen in der internationalen Börsenlandschaft

Turbulenzen in der internationalen Börsenlandschaft

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Veröffentlicht: 09:39, 24. Jan. 2008 (CET)
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Die Börsianer haben Angst vor einer Rezession

New York (Vereinigte Staaten) / Mumbai (Indien), 24.01.2008 – Heftige Turbulenzen sind in den letzten Tagen in der internationalen Börsenlandschaft entstanden. Als Grund nannten Experten unter anderem die Erkenntnis, dass die US-Immobilienkrise, in deren Folge zahlreiche Darlehen an US-Bürger geplatzt seien, noch lange nicht ausgestanden sei. Die Folge könnte eine von den Vereinigten Staaten ausgehende weltweite Rezession sein. Hinzu kommen wöchentlich neue Meldungen über signifikante Verlustzahlen bei Banken.

Besonders stark waren die Verluste in Asien. In Indien brach die Börse um zwölf Prozent ein, so dass der Handel kurzzeitig sogar ausgesetzt werden musste.

Die US-Notenbank hat deshalb gestern erste Konsequenzen gezogen. Sie senkte die Leitzinsen um einen Dreiviertel-Prozentpunkt. Diese Maßnahme stabilisierte die Lage an den internationalen Börsen etwas, die Anleger bleiben aber nach den erdrutschartigen Verlusten des Vortages weiter nervös. Die meisten Händler an der New York Stock Exchange erwarten sogar noch weitere Zinssenkungen der US-Notenbank in der kommenden Woche.

Negativ wirkt sich auch die zunehmende Verunsicherung der Anleger auf das Börsengeschehen aus. Unterschiedliche Einschätzungen, auch aus Fachkreisen, sorgen weiterhin für eine nervöse Grundstimmung an den Börsen: Klaus Kaldemorgen, Geschäftsführer der DWS, sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung: „Die Aussichten sind trübe. Die US-Rezession wird die ganze Welt treffen. Schließlich sind die Vereinigten Staaten immer noch für 60 Prozent der globalen Nachfrage verantwortlich.“ Auch in China werde das Wachstum abflauen. „Deshalb werden wir in Asien und Europa in diesem Jahr niedrigere Aktienkurse sehen.“[1]

Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz, schätzt die Situation weit weniger kritisch ein und sieht den DAX Ende 2008 bei über 8.000 Punkten. Der Kurseinbruch aktuelle entbehre jeder Rechtfertigung, so Heise. „Es gibt keine Neuigkeiten.“ Zunächst könnten die Kurse noch weiter nachgeben. Das derzeit niedrige Zinsniveau, das nicht zu der hohen Inflation in Deutschland passe, spiegele die „Angst und totale Verunsicherung an den Märkten wieder“.[2]

Einzelnachweise

  1. sueddeutsche.de: „Die Einschätzung der Experten: Bulle, Bär oder eine andere Mär (Die Pessimisten)“ (22.01.2008)
  2. sueddeutsche.de: „Die Einschätzung der Experten: Bulle, Bär oder eine andere Mär (die Optimisten)“ (22.01.2008)

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August 24, 2006

Amerikanisches Flugzeug kehrt nach Amsterdam zurück

Amerikanisches Flugzeug kehrt nach Amsterdam zurück

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Artikelstatus: Fertig 15:49, 24. Aug. 2006 (CEST)
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Amsterdam (Niederlande), 24.08.2006 – Ein US-amerikanisches Passagierflugzeug des Typs „DC-10“ der Northwest Airlines ist gestern kurz nach dem Start nach Amsterdam Schiphol zurückgekehrt. Grund dafür sei ein Terroralarm gewesen. An Bord des Fluges 42 nach Mumbai (Bombay) befanden sich 149 Personen. Zwei Kampfjets der niederländischen Armee haben den amerikanischen Jet, der sich auf dem Flug von Amsterdam nach Indien befand, zum Ausgangsflughafen begleitet. Nach der Landung sind zwölf Personen verhaftet worden, und eine Antiterroreinheit der niederländischen Polizei ist eingeschaltet worden. Auf die Frage, ob ein terroristischer Hintergrund ausgeschlossen werden könne, meinte ein Polizeisprecher: „Wir wollen nichts überstürzen.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt

Quellen

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July 11, 2006

Serie schwerer Bombenanschläge in Mumbai

Serie schwerer Bombenanschläge in Mumbai

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Artikelstatus: Fertig 23:14, 11. Jul. 2006 (CEST)
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Karte der betroffenen Bahnhöfe

Mumbai (Indien), 11.07.2006 – In der indischen Wirtschaftsmetropole Mumbai ist es während des abendlichen Berufsverkehrs zu einer Serie schwerer Bombenanschläge gekommen, die nach Angaben der Polizei koordiniert und planvoll durchgeführt wurden. Die Sprengladungen seien kurz hintereinander in vollbesetzten Vorortszügen detoniert, so ein Polizeisprecher. Mindestens sieben Bomben explodierten. Nach ersten Ermittlungen hat es zahlreiche Tote und hunderte Verletzte gegeben. Das volle Ausmaß des Anschlages ist noch nicht abzusehen. Der Tod von 15 Bahnreisenden am Bahnhof Matunga gilt bereits als gesichert. Folgende Bahnhöfe sind nach Zeitungsangaben außerdem von den Bombenanschlägen betroffen: Matunga, Khar, Santacruz, Jogeshwari, Borivali und Bhayendar. Es ist allerdings noch nicht klar, wer für die Bombenanschläge verantwortlich ist. Ein Bekennerschreiben liegt zur Stunde noch nicht vor. Klar ist nur, dass es sich um eine gezielte Aktion gehandelt hat. Deshalb geht die Polizei von einem terroristischen Hintergrund der Tat aus. Zudem gleicht die Vorgehensweise kaschmirischen islamistischen Terror-Gruppen wie der Lashkar-e-Toiba. Die Gruppe ist bekannt dafür, Bomben in kurzer zeitlicher Abfolge hintereinander in indischen Städten explodieren zu lassen.

Indiens Außenminister Shivraj Patil sagte, dass Regierungsbehörden über „einige“ Informationen über einen bevorstehenden Anschlag verfügten. Jedoch sei weder der Ort noch die Zeit bekannt gewesen.

Der Spiegel berichtet mittlerweile von bis zu 135 Toten und vielen Verletzten. Der Zugverkehr in der Stadt wurde komplett eingestellt, auch der Flughafen wurde gesperrt. Ein Augenzeuge berichtet folgendermaßen von dem Terroranschlag: „Die Explosion war so heftig, dass wir dachten, uns habe der Blitz getroffen.“ Rettungskräfte sind unterdessen damit beschäftigt, die Opfer zu bergen und die Wracks der Waggons nach weiteren verletzten Personen zu durchsuchen. Inzwischen hat ein heftiger Monsunregen eingesetzt, der die Rettungsmaßnahmen erschwert.

In Neu-Delhi und in einigen anderen Großstädten wurden die Sicherheitskräfte vor weiteren Terroranschlägen gewarnt und alarmiert. Der indische Premierminister Dr. Manmohan Singh und der Innenminister Shivraj Patil kamen am Abend zu einem Krisentreffen zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Nach einer von der Regierung veröffentlichten Stellungnahme seien die Bombenangriffe schockierend und feige Versuche, ein Klima der Angst und des Terrors unter den Bürgern zu verbreiten. Die führende Oppositionspartei, BJP, kritisierte, die aktuelle Politik der Regierung bringe das Land in Terrorismusgefahr.

Amnesty International hat die Bombenanschläge in einer ersten öffentlichen Mitteilung „auf das Schärfste verurteilt“ und als „Verbrechen gegen die Humanität“ bezeichnet. Die Tötung von unbeteiligten und unschuldigen Passanten zeige eine komplette Missachtung fundamentaler Prinzipien der Humanität.

Es steht zu befürchten, dass die Anschläge die diplomatischen Annäherungsversuche der indischen und pakistanischen Regierungen auf eine harte Zerreißprobe stellen.

Bereits in der Vergangenheit (1991, 1993 und 2003) haben zahlreiche Anschlagsserien das Land in Schrecken und Angst versetzt.

In den Teilen der Region Kaschmir, die zu Indien gehören, kämpfen muslimische Extremisten seit vielen Jahren gegen die indische Oberhoheit. Sie fordern, dass ihre Gebiete Pakistan zugesprochen werden. Die Kaschmirregion hat seit der indischen und pakistanischen Unabhängigkeit im Jahr 1947 auch den UN-Sicherheitsrat beschäftigt, der mehrere Resolutionen beschloss, um die Bevölkerung vor einem immer weiter eskalierenden Konflikt zwischen den rivalisierenden Paramilitärgruppen zu bewahren.

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June 25, 2006

Indische Bauern nehmen sich aus Verzweiflung das Leben

Indische Bauern nehmen sich aus Verzweiflung das Leben

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Artikelstatus: Fertig 15:45, 25. Jun. 2006 (CEST)
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Mumbai (Indien), 25.06.2006 – Der anstehende Besuch des indischen Premierministers Dr. Manmohan Singh in der wegen einer hohen Selbstmordrate von Bauern in die Schlagzeilen geratenen Region Vidharbha im Bundesstaat Maharashtra versetzt regionale Regierungsbeamte in Aufregung.

Allein seit vergangenem Donnerstag nahmen sich in Vidharbha während des Besuches von Gouverneur S.M. Krishna fünf Bauern das Leben, wie die indische Tageszeitung The Times of India letzten Freitag in ihrer Onlineausgabe berichtete.

In etwa einer Woche wird der Premierminister die Bedingungen vor Ort persönlich prüfen und setzt damit ein Signal, dass Neu Delhi das Schicksal der Landbevölkerung nicht gleichgültig ist. Am kommenden Montag werden die Mitglieder der Planungskommission in das Gebiet reisen und den Besuch vorbereiten. Erst kürzlich hatten Angehörige einer anderen Kommission, zuständig für Angelegenheiten der Bauern, Vidharbha besucht. Das alles setzt die Regierung von Maharashtra zusehends unter Druck. Eilig wurden Treffen einberufen, und mehrere sind in Planung. Kritiker sagen, die Beamten reagierten ein bisschen zu spät.

Kishore Tiwari, Präsident der NGO Vidarbha Jan Andolan Samiti (VJAS), zählte hunderte Selbstmorde innerhalb eines Jahres und beschuldigte die örtliche Regierung, die Empfehlungen der Farmerkommission nicht umgesetzt zu haben. „Das ist eine Niederlage für die Regierenden. Sie haben versagt.“ Auch der Minister für urbane Entwicklung kritisierte den obersten Regierungsvertreter von Maharashtra, Vilasrao Deshmukh, heftigst.

Hauptursache der Selbstmorde sind Überschuldung und Ernteeinbußen, vor allem ausgelöst durch falsche Versprechungen von Saatgutfirmen, wie beispielsweise von dem Hauptproduzenten genmanipulierter Pflanzen, dem amerikanischen Unternehmen Monsanto, das erst im letzten Jahr wegen Bestechung indonesischer Beamter eine Strafe in Millionenhöhe zahlen musste, oder dessen indischem Partner Mahyco. Die von ihnen angepriesene genmanipulierte BT-Baumwollsorte benötigt angeblich keinen Einsatz von Pestiziden. Trotzdem kommt es vor allem bei Bauern, die diese Sorte anbauen, verstärkt zu Selbstmorden.

Jedes Jahr nehmen sich hauptsächlich in 32 ausgemachten Problembezirken, verteilt über die Bundesstaaten Maharashtra, Kerala, Karnataka und Andhra Pradesh, über 16.000 Bauern das Leben, darunter auch viele Frauen.

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June 3, 2006

Über 100 Menschen starben durch schwere Monsunregen in Indien

Über 100 Menschen starben durch schwere Monsunregen in Indien

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Artikelstatus: Fertig 22:25, 3. Juni 2006 (CEST)
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Neu-Delhi (Indien), 03.06.2006 – Der in diesem Jahr besonders früh einsetzende Monsunregen in Indien forderte bisher bereits über 100 Tote. Betroffen sind hauptsächlich die Bundesstaaten Gujarat und Maharashtra.

Laut Channelnewsasia stieg die Zahl der Toten auf 105. Allein in den letzten beiden Tagen starben in diesen beiden Bundesstaaten 28 Menschen, sechs davon durch Blitzschläge, die bei den heftigen Monsunregenfällen häufig auftreten. Seit Freitag haben die Regenfälle bereits wieder etwas nachgelassen. Im Ratnagiri District (in der Küstenregion Konkan) wurden aber zuletzt noch rekordverdächtige 118 Millimeter Niederschlag registriert.

Auch in der stark von Touristen frequentierten Region Goa wurden Starkregenfälle registriert, die das öffentliche Leben teilweise zum Erliegen brachten. In niedrig gelegenen Landesteilen kam es zu Überschwemmungen.

Auch in dem weit im Osten gelegenen Bundesstaat Arunachal Pradesh kam es zu heftigen Niederschlägen. Hier gaben die Behörden Hochwasseralarm, nachdem in zwei Distrikten 478 Millimeter Regen gefallen waren. Einzelne Distrikte sind von der Umwelt abgeschnitten, weil Erdrutsche die Straßen unpassierbar gemacht haben.

Die heftigen Regenfälle erinnern an die Hochwasserkatastrophe des vergangenen Jahres, als in Mumbai (dem ehemaligen Bombay) und im Bundesstaat Maharashtra nahezu 1000 Menschen durch die monsunbedingten Überflutungen und Blitzschlag starben.

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August 2, 2005

Indien: Bis zu 1.000 Tote durch Monsunregenfälle

Indien: Bis zu 1.000 Tote durch Monsunregenfälle

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Die Lage des Bundesstaates Maharashtra

Mumbai (Indien), 02.08.2005 – Bis zu 1.000 Menschen ertranken oder kamen möglicherweise durch andere damit zusammenhängende Unfälle (Stromschläge, Erdrutsche) in der indischen Großstadt Mumbai (früherer Name: Bombay) und im Bundesstaat Maharashtra ums Leben, befürchten die indischen Behörden. Die wirtschaftlichen Schäden, die durch die starken Regenfälle und dadurch bedingten Überflutungen in der Region Mumbai entstanden sind, werden auf bis zu 30 Milliarden Rupien (zirka 526 Millionen Euro) beziffert.

Noch immer bemühen sich Rettungskräfte, die Leichen von Ertrunkenen aus den Fluten zu bergen. Nach Schätzungen sind von den Überflutungen direkt und indirekt bis zu 20 Millionen Menschen betroffen.

Die Regenfälle begannen am letzten Wochenende mit teilweise bis zu 65 Zentimeter Niederschlag pro Quadratmeter in Mumbai, der Hauptstadt des Bundesstaates Maharashtra. Das ist auch für die Wetteraufzeichnungen in Indien eine Rekordmarke.

Die Ausbreitung von Seuchen durch Keime, die sich im Wasser vermehren, ist inzwischen eine der Hauptsorgen. Städtische Bedienstete versprühen Insektizide gegen die Anopheles-Mücken, die den Erreger (Plasmodien) der Malaria verbreiten. Das öffentliche Leben kam weitgehend zum Erliegen. Die Schulen in Mumbai sind heute noch geschlossen. Strom, Trinkwasser und Lebensmittel sind knapp. Viele Geschäfte erhielten keine Lieferungen, weil Straßen teilweise unpassierbar sind und auch Bahnstrecken stillgelegt werden mussten. Die Bewohner Mumbais wurden dazu aufgerufen, ihre Häuser nur in Ausnahmefällen zu verlassen.

Meteorologen sagten für die Region weitere schwere Regenfälle voraus. Seit dem Beginn der Monsunregenfälle im Juni sind bereits knapp 1.200 Menschen ums Leben gekommen.

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  • Themenportal Wetter

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