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August 31, 2005

Lehrstellenlücke möglicherweise größer als erwartet

Lehrstellenlücke möglicherweise größer als erwartet

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Artikelstatus: Fertig 14:47, 31. Aug 2005 (CEST)
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Nürnberg / Berlin (Deutschland), 31.08.2005 – Kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres Ende September meldet die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) 144.700 unbesetzte Ausbildungsplätze. Das sind fast 14.000 mehr als 2004. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hatte letzte Woche von einer Lücke von nur 30.000 Lehrstellen gesprochen und „jedem ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen“ ein Angebot garantiert.

Damit scheint sich die Befürchtung der IG Metall zu bewahrheiten, dass dieses Jahr mehr als 100.000 Lehrstellen fehlen werden. Nach Angaben der BA suchten im August 195.300 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, das entspricht einem Anstieg um acht Prozent gegenüber letztem Jahr. 50.700 Stellen seien unbesetzt gewesen, ein Prozent mehr als im Vorjahr.

Seit Oktober 2004 wurden mit 427.500 elf Prozent weniger Ausbildungsplätze gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Laut BA betraf der Rückgang vorwiegend betriebliche Lehrstellen. Die Zahl der Bewerber sank gegenüber dem Vorjahr nur um 0,9 Prozent auf 704.500.

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August 24, 2005

DIHK: 30.000 Ausbildungsplätze fehlen

DIHK: 30.000 Ausbildungsplätze fehlen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

DIHK: 30.000 Ausbildungsplätze fehlen

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Artikelstatus: Fertig 22:23, 24. Aug 2005 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 24.08.2005 – Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres fehlen nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) noch rund 30.000 Lehrstellen. Die IG Metall geht dagegen davon aus, dass zum 30. September mindestens 100.000 Jugendliche keine Lehrstelle haben werden.

Derzeit bilden nur knapp 30 Prozent aller Betriebe überhaupt aus. Nach Gewerkschaftsangaben wären aber 50 Prozent dazu in der Lage.

Bundesregierung und Wirtschaft haben sich in dem 2004 geschlossenen Ausbildungspakt verpflichtet, jedem Jugendlichen eine Lehrstelle zur Verfügung zu stellen. In dem auf drei Jahre angelegten Ausbildungspakt hat sich die Wirtschaft verpflichtet, jedes Jahr 30.000 neue Ausbildungsstellen und 25.000 so genannte Einstiegsqualifikationen zu schaffen.

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August 1, 2005

DIHK-Vorstoß zur Senkung der Lehrlingsgehälter erntet heftige Kritik

DIHK-Vorstoß zur Senkung der Lehrlingsgehälter erntet heftige Kritik

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Berlin (Deutschland), 01.08.2005 – Eine generelle Senkung der Lehrlingsgehälter, wie sie Ludwig Georg Braun, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), am Wochenende vorgeschlagen hatte, ist auf heftige Kritik seitens Parteien und Gewerkschaften gestoßen.

Selbst der Zentralverband des Deutschen Handwerks hält den Vorschlag für nicht machbar. Manche Branche locke Bewerber ausdrücklich mit höheren Ausbildungsvergütungen. Laut Handwerkskammer Potsdam sei die schwierige Situation der Betriebe das Problem, nicht die Vergütungen.

Wirtschaftsminister Wolfgang Clement hält die von Braun vorgeschlagene Basisvergütung von 270 Euro für „doch recht weit entfernt von dem Durchschnitt der Ausbildungsvergütungen“. Dieser liegt derzeit bei 580 Euro. „Ich empfehle dringend, den Vorschlag zwischen den Tarifvertragsparteien zu verhandeln.“ Der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning befürchtet, mit diesem Vorschlag treibe man die Auszubildenden in die Armut. Der hessische DGB-Vorsitzende Stefan Körzell nannte den Vorstoß absurd und weltfremd. Die finanzielle Belastung für die Ausbildung werde auf die Eltern verschoben.

Auch der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Pofalla sprach sich gegen eine gesetzliche Reduzierung aus. Er forderte aber von den Tarifparteien, Lohn und Ausbildungszeiten „ohne Denkblockaden“ zu diskutieren.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft stellte ähnliche Pläne vor. Der Vorschlag seines Präsidenten Mario Ohoven geht von einer Grundvergütung von 300 bis 500 Euro aus. Zu dieser sollen leistungsbezogene Entgelte kommen, um den vielen Jugendlichen, denen es an Disziplin und Leistungswillen fehle, einen Anreiz zu geben.

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