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April 11, 2011

Magdeburg: Profiboxer droht nach Ausraster weltweites Berufsverbot

Magdeburg: Profiboxer droht nach Ausraster weltweites Berufsverbot

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Veröffentlicht: 15:55, 11. Apr. 2011 (CEST)
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Magdeburg (Deutschland), 11.04.2011 – Zu einem Eklat kam es am 10. April 2011 im Rahmen eines Boxkampfes um den Weltmeisterschafttitel nach WBO-Version in der Bördelandhalle in Magdeburg. Nachdem Box-Profi Khoren Gevor im Weltmeisterschaftskampf gegen den 29 Jahre alten Titelverteidiger Robert Stieglitz zurücklag, versetzte er diesem in der zehnten Runde einen Kopfstoß. Die Disqualifikation war die Folge. Jetzt rastete Gevor völlig aus und schlug auf den Ringrichter Manfred Küchler ein[1]. Mehr als zehn Männer waren nötig, um Gevor von weiteren Angriffen auf den Ringrichter abzuhalten[2].

In der zehnten Runde versetzte der Herausforderer Gevor seinem Gegner Stieglitz einen Kopfstoß. Dieser wurde vom Ringrichter als absichtliches Foul gewertet, was zur Disqualifikation Gevors führte. Gevor war außer sich. Er ging gegen den Trainer Dirk Dzemski und einen Betreuer von Stieglitz vor, und beim Verlassen des Rings griff er unvermittelt den Ringrichter an. Der 61-jährige Küchler: „Plötzlich stand Gevor vor mir, schlug los. Doch ich war früher selbst Boxer, drehte mich blitzschnell ab. So landeten die Schläge auf meinem Rücken.“ Gevor rechtfertigte sich gegenüber der Bildzeitung: „Stieglitz hat ständig gehalten, ich konnte gar nicht boxen. Küchler hätte ihn verwarnen müssen. Ich jedenfalls boxe nie wieder in Deutschland.“ Jean Marcel Nartz war als Supervisor des Bundes Deutscher Berufsboxer am Ring: „Es wird eine lebenslange Sperre für Khoren Gevor vom Weltverband WBO geben.“ Damit könnte das Ende der Karriere von Gevor gekommen sein; er dürfte dann weltweit nicht mehr als Boxer antreten.

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  • Portal:Boxsport

Quellen

Fußnote

  1. http://www.youtube.com/watch?v=aA5K63ZSYNc
  2. http://www.youtube.com/watch?v=n7bL_-XI7P8

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January 22, 2011

Sachsen-Anhalt: Antibiotikum Chloramphenicol im Tierfutter festgestellt

Sachsen-Anhalt: Antibiotikum Chloramphenicol im Tierfutter festgestellt

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Veröffentlicht: 19:52, 22. Jan. 2011 (CET)
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Magdeburg (Deutschland), 22.01.2011 – Ein Futtermittelhersteller aus dem Bördekreis in Sachsen-Anhalt hat das Umweltministerium in Magdeburg darüber informiert, dass bei der Herstellung von Tierfutter eine Vitaminmischung verarbeitet worden sei, die das in Tierfutter verbotene Antibiotikum Chloramphenicol enthielt. Das Sozialministerium des Bundeslandes sieht jedoch „keine Gefahr für Verbraucher“, weil die Verunreinigung sehr gering sei. 180 Tonnen so verunreinigtes Tierfutter aus 49 landwirtschaftlichen Betrieben sollen nun zurückgeholt werden.

Die Vitaminmischung stammte von einem niedersächsischen Hersteller, der sie wiederum aus China bezogen hatte. Laut dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) ist Chloramphenicol seit 1994 in „Lebensmittel liefernden Tieren“ innerhalb der Europäischen Union aus Sicherheitsgründen verboten, obwohl eine wissenschaftliche Einschätzung des von dem Antibiotikum ausgehenden Gefährdungspotentials aufgrund der unzureichenden Datengrundlage zurzeit noch nicht möglich sei.

Das Breitbandantibiotikum wird seit über 40 Jahren in der Tiermedizin und in der Humanmedizin verwendet. Es wird allerdings nur als Reserveantibiotikum eingesetzt. Es hemmt die Proteinsynthese von Bakterien. Therapeutische Empfehlungen zum Umgang mit dem Medikament enthalten den Hinweis, dass Chloramphenicol in seltenen Fällen zu schweren Knochenmarksschäden führen kann. Gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung wies der Allergologe Hans-Dieter Göring außerdem darauf hin, dass Chloramphenicol ein starkes Allergen sei. Zwar sei die Giftwirkung von der Höhe der Dosis abhängig, dies gelte jedoch nicht für allergische Reaktionen, die bereits bei geringsten Mengen auftreten könnten. Gerade geringe Mengen Chloramphenicol können zu einer allergischen Reaktion führen: „Jeder folgende Kontakt mit dem Schadstoff kann dann verschiedene Krankheitserscheinungen auslösen.“ Wenn eine Allergie auftrete, könne diese auch auf die gesamte Stoffgruppe übertragen werden. Zur Stoffgruppe der sogenannten Parastoffe gehörten beispielsweise Farbstoffe und Konservierungsmittel in Lebensmitteln.

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October 25, 2010

Sachsen-Anhalt: Linkspartei bekräftigt Führungsanspruch

Sachsen-Anhalt: Linkspartei bekräftigt Führungsanspruch

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Veröffentlicht: 20:22, 25. Okt. 2010 (CEST)
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Sachsen-Anhalt

Magdeburg (Deutschland), 25.10.2010 – Fünf Monate vor den im März 2011 anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt hat die Linkspartei auf einem Programmparteitag nach innen und in Richtung SPD die Führungsrolle in einer neuen Landesregierung unter ihrem Spitzenkandidaten, dem Fraktionsvorsitzenden Wulf Gallert, als Ministerpräsidenten in Anspruch genommen.

Würde sich die Linkspartei durchsetzen, dann bedeutete dies den ersten linken Ministerpräsidenten in der Geschichte der Bundesrepublik. Bisher wird Sachsen-Anhalt von einer schwarz-roten Koalition regiert. Derzeitige Umfragen sehen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Linkspartei und CDU (jeweils ca. 30 Prozent) um die Rolle der stärksten Partei voraus, während die SPD mit ca. 21 Prozent drittstärkste Partei wäre. Demnach wären sowohl eine Fortsetzung der bisherigen Mehrheit als auch eine rot-rote Koalition unter Führung der Linkspartei denkbar. SPD und ein Vorgänger der Linkspartei hatten bereits zwischen 1994 und 2002 in der landespolitischen Zusammenarbeit Erfahrungen gesammelt, damals durch die Tolerierung einer SPD-geführten Minderheitsregierung durch die PDS.

Bisher hat sich die SPD nicht bereit erklärt, als Juniorpartner in rot-roten Koalitionen zu fungieren, während sie als stärkerer Partner bereits in Berlin und Brandenburg, sowie in der Vergangenheit auch in Mecklenburg-Vorpommern, entsprechende Bündnisse (in Ostdeutschland) eingegangen ist. In Nordrhein-Westfalen ist die SPD als führende Kraft einer Minderheitsregierung auf die Zustimmung anderer Fraktionen, darunter auch der Linkspartei, angewiesen, um im Landtag Mehrheiten zu erhalten. Eine den sachsen-anhaltinischen Umfragen ähnliche Situation hat sich nach den Landtagswahlen 2009 in Thüringen ergeben, als es eine rechnerische Mehrheit für eine rot-rote Koalition unter Führung der Linkspartei gegeben hatte; die SPD hat sich jedoch für die Juniorpartnerschaft in einer CDU-geführten Landesregierung entschieden. Auch die SPD-Führung in Sachsen-Anhalt schließt eine solche Konstellation bisher aus. In Baden-Württemberg zeichnet sich dagegen eine Bereitschaft der SPD ab, unter Führung der Grünen als Juniorpartner in die Landesregierung zu gehen (Wikinews berichtete).

Auf dem Programmparteitag hat die Linkspartei Druck auf die SPD ausgeübt, indem sie sich inhaltlich auf Forderungen konzentrierte, die jenen der SPD in weiten Teilen entsprechen, die aber mit der CDU nur schwer durchzusetzen wären. So fordert sie angesichts der begrenzten landespolitischen Zuständigkeiten einen „kleinen Mindestlohn“ in Form einer Klausel im Vergabegesetz, nach der die öffentliche Hand in Sachsen-Anhalt nur Bieter akzeptieren solle, die Löhne von 8,50 Euro und mehr zahlen. Desweiteren tritt sie für für Verbesserungen in der Kinderbetreuung und der Schulspeisung ein und möchte die Aufgliederung der Schullaufbahnen zeitlich nach hinten verschieben. Da die SPD-Basis per Landesparteitag einen Koalitionsvertrag bestätigen muss, würde der amtierende stellvertretende Ministerpräsident Jens Bullerjahn in einige Erklärungsnöte geraten, wollte er ein Bündnis mit der CDU bevorzugen.

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September 24, 2009

Vegetarier-Tag in Magdeburg geplant

Vegetarier-Tag in Magdeburg geplant – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Vegetarier-Tag in Magdeburg geplant

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Veröffentlicht: 22:58, 24. Sep. 2009 (CEST)
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Magdeburg (Deutschland), 24.09.2009 – Als voraussichtlich erste Stadt in Deutschland wird Magdeburg kommenden Oktober einen sogenannten „Vegetariertag“ einführen. Auf Betreiben der Tierschutzpartei, deren Stadtrat Lothar Tietge in der Hauptstadt Sachsen-Anhalts zusammen mit der SPD und der Jugendpartei „future!“ in einer Fraktion sitzt, hat letztere einen entsprechenden Antrag gestellt. Als Vorbild wird hierbei die belgische Stadt Gent betrachtet. Sollte der Stadtrat dem zustimmen, könnte dieser Tag bereits am 29. Oktober dieses Jahres stattfinden. Denn da der Welttierschutztag am 4. Oktober ist, soll die Aktion noch im selben Monat durchgeführt werden.

„Wir wären die erste Stadt in Deutschland, die so etwas hinbekommt“, so Josef Fassl, der Landesvorsitzende der Tierschutzpartei in Sachsen-Anhalt. Der Vegetariertag soll unter anderem beinhalten, dass die städtische Gastronomie ausschließlich vegetarische Speisen im Angebot führt. Laut Fassl seien entsprechende Anfragen positiv ausgefallen. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) erklärte sich außerdem bereit, Informationen aus Gent herbeizuholen, um entsprechende Vorbereitungen durchführen zu können.

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July 7, 2009

Magdeburg: Auftaktsitzung des Stadtrates

Magdeburg: Auftaktsitzung des Stadtrates

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Veröffentlicht: 09:26, 7. Jul. 2009 (CEST)
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Magdeburg (Deutschland), 07.07.2009 – Die Auftaktsitzung des Magdeburger Stadtrates wurde vom Einzug des NPD-Mitgliedes Matthias Gärtner in den Stadtrat überschattet. Vor dem Gebäude demonstrierten rund einhundert Bürger gegen den Einzug der NPD. Die FDP-Fraktion protestierte im Stadtrat dagegen, dass ihre Fraktion in direkter Nähe zum NPD-Stadtrat sitzen muss.

Für Aufsehen sorgte Lothar Tietge, Mitglied der SPD-Fraktion und der Kleinpartei Tierschutzpartei, der nach Angaben der Magdeburger Volksstimme seine Politikerkollegen beschimpfte und ihnen mangelnde Bürgernähe vorwarf. Der 74-Jährige durfte in seiner Funktion als ältestes Mitglied des Stadtrats diesen zu Beginn der Legislaturperiode eröffnen. Er protestierte in seiner Rede gegen einen Passus aus der Hauptsatzung des Stadtrates, der es verbiete, dass Bürger während der regulären Fragestunde in jeder Ratssitzung ein Thema ansprechen dürfen, dass am gleichen Tag auf der Tagesordnung steht. Der Passus war eingeführt worden, um zu verhindern, dass Abgeordnete durch den massiven und von Interessensgruppen abgestimmten Vortrag von Einzelstimmen unter Druck gesetzt werden und somit nicht mehr frei in ihrer Entscheidung wären.

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July 5, 2008

Daimler AG will sich an Wasserstoff-Tankstellennetz beteiligen

Daimler AG will sich an Wasserstoff-Tankstellennetz beteiligen

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Veröffentlicht: 08:22, 5. Jul. 2008 (CEST)
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Magdeburg (Deutschland), 05.07.2008 – Die Daimler AG will sich in erheblichem Umfang am Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes beteiligen. Das sagte am 2. Juli 2008 der Vorstandschef des Konzerns, Dieter Zetsche. Ort der Ankündigung war ein Umweltforum in Magdeburg, an dem unter anderem Vertreter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) beteiligt waren. „Wir verhandeln intensiv mit mehreren Gesprächspartnern über den Aufbau einer Tank-Infrastruktur“, sagte Zetsche. Der Konzern sei bereit, sich in dieser Angelegenheit stark zu engagieren. Als Ziel nannte er 1.000 Tankstellen in Deutschland, die für eine flächendeckende Versorgung ausreichen würden. Um diese Anzahl zu erreichen, sei eine Investition von 500 Millionen Euro nötig.

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February 1, 2008

Nächtliches Alkoholverbot im Stadtzentrum von Magdeburg

Nächtliches Alkoholverbot im Stadtzentrum von Magdeburg

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Veröffentlicht: 19:58, 1. Feb. 2008 (CET)
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Hasselbachplatz bei Nacht

Magdeburg (Deutschland), 01.02.2008 – Auf dem Magdeburger Hasselbachplatz und seinen Seitenstraßen gilt ab 1. Februar 2008 in der Zeit von 18:00 Uhr abends bis 06:00 Uhr morgens ein striktes Alkoholverbot. Damit will die Stadtverwaltung Vandalismus, Gewalt und Lärm von alkoholisierten Leuten eindämmen.

Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD): „Abends und in den Nachtstunden finden sich dort Gruppen ein, die den Platz in Besitz nehmen. Sie rücken mit Bierkästen an und konsumieren stundenlang Bier und andere Alkoholitäten. In der Folge kommt es immer wieder zu Gewalt und Ordnungswidrigkeiten. Das hat ein Ausmaß erreicht, das wir als Kommune nicht mehr dulden können!“

Auslöser für das nächtliche Alkoholverbot war ein Vorfall in der Sylvesternacht 2007/2008, bei dem eine Gruppe von 15 bis 20 Jugendlichen ein Polizeiauto mit Flaschen beworfen und mit Feuerwerkskörpern beschossen hat; dabei wurden die zwei Polizisten verletzt.

Das Alkoholverbot soll vom Stadtordnungsdienst und der Polizei kontrolliert werden. Dabei solle die Identität festgestellt und ein Zwangsgeld angedroht werden. Beim dritten Verstoß solle ein Zwangsgeld von bis zu 2.000 Euro festgesetzt und vollstreckt werden.

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January 11, 2007

Kinderporno-Ring nach Überprüfung von 20 Millionen Kreditkarten zerschlagen

Kinderporno-Ring nach Überprüfung von 20 Millionen Kreditkarten zerschlagen

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Artikelstatus: Fertig 10:56, 11. Jan. 2007 (CET)
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Kreditkarten von VISA und MasterCard

Magdeburg (Deutschland), 11.01.2007 – Nachdem Ermittler im Bundesland Sachsen-Anhalt mehr als 20 Millionen Kreditkarten durch 14 Banken hatten überprüfen lassen, konnten in ganz Deutschland 322 meist geständige Verdächtige ermittelt werden. Diese werden beschuldigt, bei einer illegalen Internetseite mit kinderpornografischen Inhalten angemeldet gewesen zu sein und diese Inhalte heruntergeladen zu haben.

Auf Anfrage der Fahnder stellten die Banken Daten von Kreditkartenbenutzern zur Verfügung, die im Sommer 2006 an ein verdächtiges Konto eine bestimmte Summe gezahlt hatten. Dies berichtete Martin Krems, ein Sprecher des Innenministeriums von Sachsen-Anhalt. Die Beschuldigten haben demnach mit MasterCard- und VISA-Kreditkarten bezahlt. Dabei hatten die Ermittler nur Zugriff auf die von den Banken zur Verfügung gestellten Informationen und konnten nicht selbst Kundendaten einsehen. Die Prüfung selbst erfolgte offensichtlich elektronisch, so Torsten Meyer vom LKA Magdeburg, der die fünfköpfige Sonderermittlungsgruppe leitet. Den Banken wurden fünf Daten übergeben, die sie prüfen sollten, unter anderem die Kontonummer, der Betrag und die Zahlungsfrist.

Das Vorgehen der Behörden sei rechtmäßig, da es konkrete Hinweise auf eine Straftat gegeben habe. Für Besitz, Erwerb und Verteilung kinderpornografischer Schriften sieht das deutsche Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren vor. Unzulässig wäre eine Massenprüfung gewesen, die keine konkreten Suchkriterien aufgewiesen hätte, so der stellvertretende Datenschutzbeauftragte Schleswig-Holsteins, Johann Bizar.

Der oder die Betreiber der illegalen Webseite, die 79,99 Dollar (umgerechnet 61,50 Euro) für ein 20-Tage-Abonnement verlangten, sind noch unbekannt. Die Abonnenten waren häufig Männer mit angesehenen Berufen, etwa Lehrer, Arbeiter und Angestellte, ein überwiegender Anteil davon ohne Partnerschaft. Zehn Prozent der Verdächtigen gelten als Wiederholungstäter. Die Opfer stammen aus allen Teilen der Welt, so wurden Medien mit Darstellungen asiatischer, osteuropäischer und lateinamerikanischer Kinder sichergestellt.

Obwohl hauptsächlich die Staatsanwaltschaft Halle und das Landeskriminalamt Magdeburg ermittelten, waren an den Durchsuchungen bei den Wohnungen und Geschäftsräumen der Verdächtigen alle Landeskriminalämter beteiligt. Dabei wurden kistenweise Datenträger mit Bildern und Filmen sichergestellt und mehrere hundert private Computer beschlagnahmt.

Staatsanwaltschaft und Polizei nannten die Zusammenarbeit mit der Kreditwirtschaft „viel versprechend“. Oberstaatsanwalt Peter Vogt teilte mit, dass die Banken „sehr willig“ gewesen seien, bei der Aufklärung zu helfen. Er äußerte den Wunsch, dass auch andere Strafverfolgungsbehörden so vorgingen. Dass beim Datenschutz alles in Ordnung sei, betonte Generalstaatsanwalt Jürgen Konrad. Die Justizministerin Sachsen-Anhalts, Angela Kolb, wies darauf hin, dass es „schockierend und unvorstellbar“ sei, was mit Kindern geschehe, damit solche Bilder geschaffen würden.

Der Präsident des deutschen Anwaltsvereins (DAV), Hartmut Kilger, warnte: „Die freiwillige Herausgabe derartiger Daten ist höchst bedenklich, denn im Grunde wird hier die Rasterfahndung einfach an Privatunternehmen outgesourcet.“ Die juristischen Folgen dieses Vorgehens werde der DAV genau überprüfen.

Die als „Mikado“ bezeichnete Operation erinnert an den Erfolg der Operation „Marcy“. Diese führte im Jahr 2003 auf die Spur von 26.500 Verdächtigen aus 166 Ländern, unter anderem auch im Vatikan und der Antarktis. 530 davon lebten in Deutschland. Der 29-jährige arbeitslose Magdeburger Marcel K. hatte damals Dateien mit kinderpornografischem Inhalt im Internet angeboten und auf seiner Festplatte die Daten seiner Kunden abgespeichert. Er wurde 2005 zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Die Aktion wurde nach seinem Nicknamen benannt. Auch damals ermittelte Oberstaatsanwalt Peter Vogt.

Diesmal führte die Strafanzeige eines Reporters des SAT.1-Magazins „Akte – Reporter decken auf“ zu den Ermittlungen. Diese führten die der Zentralstelle gegen Kinderpornografie in Halle angehörigen Fahnder zur Website. Da damals keine Hintermänner ermittelt werden konnten, konzentrierten sich die Ermittler auf die Abonnenten.

Der Innenminister Sachsen-Anhalts, Holger Hövelmann warnte heimliche Kinderschänder: „Wir kriegen sie alle!“

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December 14, 2006

DHB-Pokal Achtelfinale: SC Magdeburg bezwingt den VfL Gummersbach

DHB-Pokal Achtelfinale: SC Magdeburg bezwingt den VfL Gummersbach

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Artikelstatus: Fertig 06:57, 14. Dez. 2006 (CET)
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Magdeburg (Deutschland), 14.12.2006 – Nur drei Tage nach dem Erreichen des EHF-Pokal-Viertelfinales stehen die Handballer des SC Magdeburg nun auch im Viertelfinale des DHB-Pokals. Am Dienstag bezwang das Team von Trainer Bogdan Wenta den deutschen Rekordmeister VfL Gummersbach in der heimischen Bördelandhalle mit 26:22.

Vor ausverkauftem Haus konnte Stefan Kretzschmar nach überstandener Krankheit wieder mitwirken. Das Spiel war von Anfang an hart umkämpft. Gut 20 Minuten führte Gummersbach, zur Halbzeit hatte Magdeburg einen 15:13 Vorsprung rausgespielt. Auch nach der Halbzeit blieb die Partie ausgeglichen. Erst zehn Minuten vor Ende konnte der Gastgeber sich absetzen und schließlich den Einzug in die nächste Pokalrunde sichern. Bester Werfer auf Seiten der Magdeburger war Christoph Theuerkauf mit sieben Treffern. Für das Gastteam um Magdeburgs Ex-Trainer Alfred Gislason traf Zrnic achtmal.

Im Viertelfinale muss der SCM nun zum HSV Hamburg reisen. Die weiteren Paarungen sind:

  • SG Kronau/Östringen – HSG Düsseldorf
  • TBV Lemgo – THW Kiel
  • Wilhelmshavener HV – SG Flensburg-Handewitt

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December 10, 2006

SC Magdeburg erreicht das EHF-Cup Viertelfinale

SC Magdeburg erreicht das EHF-Cup Viertelfinale

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Artikelstatus: Fertig 18:30, 10. Dez. 2006 (CET)
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SC Magdeburg im Angriff

Mannheim (Deutschland), 10.12.2006 – Die Handballer des SC Magdeburg stehen im Viertelfinale des EHF-Pokals. Zwar unterlag das Team um Trainer Bogdan Wenta im Achtelfinal-Rückspiel bei der SG Kronau/Östringen mit 34:38, doch reichte das 13-Tore Polster aus dem Hinspiel zum ungefährdeten Einzug in die nächste Runde.

Die 4.900 Zuschauer in der SAP-Arena konnten eigentlich nur kurzzeitig auf eine Sensation für ihre SG Kronau/Östringen hoffen, die eine 26:39-Hinspiel-Niederlage aufholen mussten. In der Handballgeschichte gelang es Celje Pivovarna Lasko einmal, eine 14-Tore-Niederlage wettzumachen und mit 15 Toren unterschied das Rückspiel zu gewinnen. Kronau führte recht schnell mit 2:0. Doch Magdeburg, das wie im Hinspiel ohne den erkrankten Stefan Kretzschmar auskommen musste, ließ sich nicht beeindrucken und spielte Mitte der ersten Halbzeit sogar einen Drei-Tore-Vorsprung heraus. Beide Mannschaften warfen Tore am Fließband, und zur Halbzeit lag Kronau mit 20:19 in Führung. Nachdem in der zweiten Halbzeit klar war, dass Magdeburg der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen war, begann der Coach seine wichtigen Spieler zu schonen. Am Ende siegte die SG Kronau mit 38:34.

Die besten Werfer auf Seiten der Gastgeber waren Christian Caillat und Mariusz Jurasik mit je sechs Treffern. Für die Gäste trafen Joël Abati neun- und Christoph Theuerkauf achtmal. Am kommenden Dienstag findet die Auslosung der Viertelfinalpaarungen statt. Der SC Magdeburg ist er einzig verbliebene deutsche Verein im Lostopf.

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