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July 30, 2011

Ingolstadt: Vergewaltiger 14 Jahre nach seinen Taten festgenommen

Ingolstadt: Vergewaltiger 14 Jahre nach seinen Taten festgenommen

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Veröffentlicht: 22:03, 30. Jul. 2011 (CEST)
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Modell einer DNA-Helix

Ingolstadt (Deutschland), 30.07.2011 – Ein 48-jähriger Maurer war beim Transport von 70 Gramm Heroin im Raum Ulm ertappt worden. Im Zuge seiner erkennungsdienstlichen Behandlung wurde eine DNA-Probe gesichert. Der Abgleich des Genetischen Fingerabdrucks führte zu Treffern in der bundesweiten DNA-Analysedatei. Drei Vergewaltigungen und ein Vergewaltigungsversuch aus den Jahren 1997 bis 1999 dürften nun geklärt sein. Die Sexualstraftaten ereigneten sich 1997 in Geisenfeld, 1998 in Ingolstadt und Kempten und zuletzt 1999 in Ravensburg.

Das Opfer aus Kempten erkannte den Täter bei einer Lichtbildvorlage wieder. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt beantragte einen Haftbefehl, der erlassen wurde. Beamte der Kripo Memmingen nahmen den Vergewaltiger fest, der nach dem Drogendelikt wieder entlassen worden war.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Quellen

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April 7, 2011

Krailling: Der Rechtsanwalt des mutmaßlichen Mörders bestreitet die Tat

Krailling: Der Rechtsanwalt des mutmaßlichen Mörders bestreitet die Tat

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Veröffentlicht: 19:42, 7. Apr. 2011 (CEST)
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Justizvollzuganstalt Stadelheim

Krailling / Peißenberg (Deutschland), 07.04.2011 – Der Rechtsanwalt des Onkels der getöteten Mädchen gab gegenüber der Süddeutschen Zeitung eine Erklärung ab: „Mein Mandant ist zwar tatverdächtig, aber nicht überführt.“ Die Blutspur stamme von dem 50-jährigen Postzusteller Thomas S. Dies sei erklärlich, da er zwei Wochen vor der Tat in der Tatwohnung Nasenbluten gehabt haben soll. Die Schnittverletzung an der Hand könne er sich auch bei einer anderen Gelegenheit zugezogen haben. Thomas S. hingegeben schweigt beharrlich bei den Ermittlern der Sonderkommission „Margarete“. Zur Ehefrau des Postzustellers erklärte der Rechtsanwalt: „Die arme Frau ist sehr mitgenommen.“.

Am 24. März 2011 waren die acht und elf Jahre alten Schwestern in der Wohnung im oberbayrischen Krailling durch Schläge und Messerstiche ermordet worden. Die Mutter hatte die beiden in den Morgenstunden gefunden, als sie von ihrer Arbeitsstelle in einer Gaststätte nach Hause gekommen war. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei arbeiten seither mit Hochdruck an der Aufklärung des Verbrechens. Am 1. April 2011 war Thomas S. festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft in der JVA Stadelheim.

Derzeit versucht die Kriminaltechnik, das Alter der tatrelevanten Spur zu bestimmen. Bei weiteren Blutspuren laufen Untersuchungen zur Feststellung der Desoxyribonukleinsäure (DNA).

In Peißenberg beschreiben Nachbarn Thomas S. als unfreundlich, derb, rabiat und verschlossen. Es gibt Gerüchte über Gewalttätigkeiten gegen die Kinder. Der Vater soll ein Kind die Treppe hinunter gestoßen haben, bei einem anderen Kind habe man ein blaues Auge gesehen. Mit seiner Schwägerin habe der Tatverdächtige um Geld aus einem Nachlass gestritten. Thomas S. ließ verlauten, dass ihm das Essen in der JVA nicht schmecke und er in ein anderes Gefängnis verlegt werden wolle.

Bei der Trauerfeier der Mädchen hielt die Ehefrau des Tatverdächtigen eine bewegte Rede. Wenige Stunden später wurde Thomas S. vom Spezialeinsatzkommando (SEK) festgenommen. Bei ersten Vernehmungen wirkte er distanziert und desinteressiert.

Münchner Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich bezeichnet Thomas S. weiter als den einzigen Tatverdächtigen. Die Sonderkommission „Margarete“ geht trotz der Äußerungen des Rechtsanwalts und eines Alibis, das der Tatverdächtige von seiner Ehefrau erhalten hat, davon aus, dass es sich bei Thomas S. um den Täter handelt. Der Pressesprecher der Münchner Polizei, Thomas Wenger, gab heute bekannt: „Unsere Ermittlungen untermauern aus Sicht der Soko den bisherigen Tatverdacht. Die Frau des mutmaßlichen Täters ist mehrfach vernommen worden. Gegen sie liegen keine Anhaltspunkte für einen Tatverdacht vor. Es gibt auch keine Anhaltspunkte für einen Mittäter.“

Der Rechtsanwalt beschreibt seinen Mandanten als braven Familienvater und emotional zugewandten Menschen. Die Morde würden zu ihm nicht passen. Die Tat könne auch von einem Psychopathen begangen worden sein; möglicherweise seien es auch zwei Täter gewesen.

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Quellen[Bearbeiten]

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March 28, 2009

Rätsel um „Heilbronner Phantom“ gelöst

Rätsel um „Heilbronner Phantom“ gelöst

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Veröffentlicht: 20:24, 28. Mär. 2009 (CET)
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Heilbronn / Stuttgart (Deutschland), 28.03.2009 – Das Rätsel um das „Heilbronner Phantom“ ist gelöst. Bei der Frau, deren DNA-Spuren an dutzenden Tatorten im In- und Ausland gefunden wurden, handelt es sich um eine Angestellte einer bayerischen Firma. Ihre DNA-Spuren waren bei der Verpackung auf die Wattestäbchen gelangt. Das Landeskriminalamt identifizierte die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für die zugeordneten Straftaten verantwortliche Frau am Freitagnachmittag, den 27. März 2009.

Auf der Pressekonferenz musste das LKA einräumen, dass besagte Wattestäbchen nicht für DNA-Sicherung zugelassen waren. Trotz Sterilisierung der Stäbchen könne nicht garantiert werden, dass sie keine DNA von Personen enthielten, die zuvor mit ihnen in Kontakt gekommen seien. Als Konsequenz sollen nun laut LKA-Präsident Klaus Hiller verbesserte Mittel zur Spurensicherung eingesetzt werden.

Themenverwandte Artikel

  • Führten DNS-Verunreinigungen auf Wattestäbchen zur Jagd auf das „Phantom“? (27.03.2009)

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April 3, 2008

Holzklotzattentat: „Aktenzeichen XY … ungelöst“ bringt neue Hinweise

Holzklotzattentat: „Aktenzeichen XY … ungelöst“ bringt neue Hinweise

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Veröffentlicht: 14:50, 3. Apr. 2008 (CEST)
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Oldenburg (Oldb) (Deutschland), 03.04.2008 – Nach der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“, in der gestern ein Beitrag zur Fahndung nach den Tätern des Holzklotzwurfes am Ostersonntag von einer Autobahnbrücke über die Bundesautobahn 29 bei Oldenburg ausgestrahlt wurde, gingen bei der Polizei über 200 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Zum Teil seien dabei auch Namen genannt worden. Die Polizei geht allen Hinweisen nach; bisher haben sich jedoch noch keine konkreten Verdachtsmomente gegen bestimmte Einzelpersonen ergeben. Unter anderem war in der Sendung ein Phantombild der jugendlich wirkenden Tätergruppe gezeigt worden, die nach bisherigen Zeugenaussagen erstellt worden war. Mehrere Zeugen hatten diese Personen ähnlich beschrieben. Sie sollen sich zum Tatzeitpunkt auf oder in der Nähe der Brücke aufgehalten haben.

Die inzwischen auf 27 Mitglieder aufgestockte Sonderkommission bei der Polizei, die den Mord untersucht, erwägt offenbar auch die Durchführung eines Massengentests, um den oder die Täter aufzuspüren. Laut der Oldenburger Nordwest-Zeitung sagte der Oldenburger Polizei-Chef Johann Kühme: „Konkret könnten in einem bestimmten Bereich alle Angehörigen einer bestimmten Altersgruppe zu einer Speichelprobe gebeten werden.“

Inzwischen gab das Landeskriminalamt Hannover bekannt, dass der als Tatwerkzeug verwendete sechs Kilogramm schwere Holzklotz aus einer Pappel herausgesägt worden ist und starke Verwitterungsspuren aufweist.

Der am vergangenen Ostersonntag auf einen Pkw geworfene Holzklotz hatte die 33-jährige Beifahrerin eines Pkws tödlich getroffen, die mit ihrer Familie auf dem Rückweg von einem Urlaub an der Nordsee unter der Autobahnbrücke hindurch fuhr.

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February 21, 2007

DNA-Analyse liefert neue Verdachtsmomente zum Mordfall in Sittensen

DNA-Analyse liefert neue Verdachtsmomente zum Mordfall in Sittensen

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Artikelstatus: Fertig 12:34, 21. Feb. 2007 (CET)
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Sittensen (Deutschland), 21.02.2007 – Zwei Wochen nach der Ermordung von sieben Menschen in einem chinesischen Restaurant im niedersächsischen Sittensen hat sich nach Polizeiangaben der Verdacht gegen einen der verhafteten Vietnamesen durch eine DNA-Analyse erhärtet. An der Kleidung des Verdächtigen waren Blutspuren gefunden worden, die mit Hilfe der DNA-Analyse einem der Opfer in dem chinesischen Restaurant zugeordnet werden konnten. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) Hannover am Dienstag mit.

LKA-Sprecher Lothar Zierke wertete den neuen Befund als „einen wesentlichen Schritt“ vorwärts bei den Ermittlungen. Bisher hatten die beiden verhafteten Vietnamesen jede Verantwortung für die ihnen vorgeworfenen Taten abgestritten. Gestern durchsuchte die Polizei die Wohnungen von vier weiteren tatverdächtigen Vietnamesen in Bremen und Bremerhaven. Zahlreiche Gegenstände seien bei den Durchsuchungen sichergestellt worden, hieß es.

Themenverwandte Artikel

  • Tatverdächtige nach Mord in Chinarestaurant festgenommen (08.02.2007)
  • Sechs Leichen in einem Restaurant in Sittensen gefunden (06.02.2007)
  • Portal:Recht in Niedersachsen

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February 3, 2007

Gasanschläge in Ganderkesee: Tatverdächtiger durch DNA-Spur ermittelt

Gasanschläge in Ganderkesee: Tatverdächtiger durch DNA-Spur ermittelt

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Artikelstatus: Fertig 21:38, 3. Feb. 2007 (CET)
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Ganderkesee (Deutschland), 03.02.2007 – Entwarnung für die beiden niedersächsischen Gemeinden Ganderkesee und Hude in der Nähe von Delmenhorst: Der mutmaßliche Gasattentäter, der seit September vergangenen Jahres vier Anschläge auf Wohnhäuser der Region verübt haben soll und die Einwohner damit in Angst versetzte, konnte mit Hilfe einer DNA-Spur von der Polizei ermittelt werden. Bei den Anschlägen war es nur deshalb nicht zu Toten gekommen, weil der Geruch des ausströmenden Gases bisher stets rechtzeitig bemerkt worden war.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 51-jährigen Mann aus Lemwerder bei Bremen. Er wurde am vergangenen Freitag (26. Januar) nach langwierigen Ermittlungen einer Polizeisonderkommission in Rotenburg/Wümme festgenommen. Bereits am Vortag hatte die Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen den Mann Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Die DNA-Spur auf einer der verwendeten Propangasflaschen hatte deshalb zu einem Ermittlungserfolg geführt, weil von dem Mann bereits Genmaterial vorlag. Der Tatverdächtige war bereits wegen Eigentumsdelikten verurteilt worden.

Bisher schweigt der in Untersuchungshaft sitzende Tatverdächtige zu den Anschuldigungen. Die Polizei hat die Bevölkerung um Mithilfe bei den Ermittlungen gebeten. Da der Mann anscheinend viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen sei, würden Zeugen gesucht, die darüber Auskunft geben können, wann und wo das Fahrrad benutzt worden ist. Aufgrund entsprechender Aussagen will die Polizei ein Bewegungsbild des mutmaßlichen Täters erstellen.

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October 2, 2006

Massen-Gentest in Sachsen fortgesetzt

Massen-Gentest in Sachsen fortgesetzt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Massen-Gentest in Sachsen fortgesetzt

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Artikelstatus: Fertig 13:38, 2. Okt. 2006 (CEST)
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Entnahme einer Speichelprobe beim Gentest in Dresden-Klotzsche

Vor einer Turnhalle in Dresden-Klotzsche aufgestellter Hinweis auf die DNA-Untersuchung

Dresden (Deutschland), 02.10.2006 – Der größte Massen-Gentest in der deutschen Geschichte, mit dem die sächsische Polizei den Täter zweier offenbar sexuell motivierter Übergriffe finden will, ist in Moritzburg bei Dresden fortgesetzt worden. Dazu hatte die sächsische Polizei an diesem Wochenende 1.062 Männer zur Abnahme einer Speichelprobe eingeladen, von denen rund 700 erschienen.

Insgesamt beabsichtigt die Polizei, bis zu 100.000 Männer aus dem Großraum Dresden zu dem Massen-Gentest zu laden, der bis zu acht Jahre dauern und bis zu 2,4 Milionen Euro kosten könnte. Zu den Untersuchungen, die seit Juli dieses Jahres laufen, wurden bisher 7.300 Männer eingeladen, von denen zirka 4.300 erschienen. 10 Männer haben die Untersuchung bisher verweigert.

Trotz der 40 Prozent „Nicht-Erscheiner“ sprechen Polizei und Medien von einem Erfolg. Der MDR, der zwischenzeitlich auf einer Internetseite von einer geringen Beteiligung am Massengentest sprach, hat diese Seite mittlerweile wieder aus dem Internet entfernt.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamten, Wilfried Albishausen, forderte den Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar inzwischen auf, Kritik an Massen-Gentests zu unterlassen, da diese zur Verunsicherung der Bevölkerung führe und die Arbeit der Polizei behindere. Schaar hatte sich im Juli besorgt über die Vergrößerung des Kreises derjenigen geäußert, die zu Gentests geladen würden.

Weiterhin ist unklar, welche Konsequenzen eine Verweigerung für die betroffenen Personen hat. Während der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Avenarius, davon spricht, dass unkooperative Personen genauer untersucht würden und auch deren Umfeld überprüft werde, drohte der Sprecher des Landeskriminalamtes, Tom Jährig, dass auch unentschuldigt fehlende Personen mit einem Hausbesuch durch Beamte zu rechnen haben. Unterdessen wurden Fälle bekannt, bei denen Personen bei vergangenen Massen-Gentests zwangsweise untersucht wurden.

In zwei Wochen sollen in der Umgebung Dresdens weitere Tests durchgeführt werden.

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July 18, 2006

Sachsen: DNA-Massentest gestartet

Sachsen: DNA-Massentest gestartet – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Sachsen: DNA-Massentest gestartet

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Artikelstatus: Fertig 20:03, 18. Jul. 2006 (CEST)
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Coswig (Deutschland), 18.07.2006 – Der Massen-Gentest, mit dem die sächsische Polizei die Spur eines Sexualtäters finden will, ist am Wochenende in Coswig bei Dresden angelaufen. Es wurden 3.108 Männer ins alte Coswiger Rathaus gebeten, um sich eine Speichelprobe entnehmen zu lassen. Es erschienen 1.944 Männer, von denen 155 ungetestet nach Hause geschickt wurden, da sie nicht dem Profil des gesuchten Täters entsprachen. Fünf Männer verweigerten die Abgabe, so dass 1.784 Männern eine DNA-Probe abgenommen wurde. An beiden Tagen wurden bei dem Massentest 50 Polizisten eingesetzt.

Für den 22. und 23. Juli wurden weitere 3.129 Männer aus Dresden-Klotzsche zur Speichelabnahme geladen. Im August sollen keine DNA-Tests durchgeführt werden, weil nach den Untersuchungen in Coswig und Dresden-Klotzsche erst einmal alle abgegebenen Speichelproben ausgewertet werden müssen.

Zur größten DNA-Massenuntersuchung in der Geschichte Deutschlands sollen 100.000 männliche Dresdener im Alter zwischen 25 und 45 Jahren und mit einer Größe von 1,65 Meter bis 1,85 Meter geladen werden. Der Test wird durchgeführt, da laut Oberstaatsanwalt Christian Avenarius „konkrete Wiederholungsgefahr“ einer Sexualstraftat bestehe. Weiter sagte Avenarius, dass der Gentest freiwillig sei. Allerdings würden Personen näher überprüft, die sich dem Test verweigerten. Auch deren Umfeld werde untersucht. Das sächsische Landeskriminalamt zeigte sich beeindruckt vom Verständnis der Bürger für den Test.

Während die großen Medien bislang kritiklos über den Test berichten und lokale Tageszeitungen von einem Erfolg sprechen, kommt Kritik am Massentest vom innenpolitischen Sprecher der FDP im sächsischen Landtag, Jürgen Martens. Dieser bezeichnete den Test, der bis zu 2,5 Millionen Euro kosten soll, als teuren Irrweg.

Die Tageszeitung sieht wenig Sinn in einem Massentest in einer anonymen Großstadt wie Dresden, weil dort kein sozialer Druck, wie es beispielsweise in kleineren Orten häufig der Fall ist, auf die zu testenden Personen einwirke, durch den der Täter praktisch zum Test mitgeschleppt werde.

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July 10, 2006

Dresden: DNA-Massentest läuft an

Dresden: DNA-Massentest läuft an – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Dresden: DNA-Massentest läuft an

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Dresden (Deutschland), 10.07.2006 – Nachdem die sächsische Polizei bei der Suche nach einem mutmaßlichen Sexualstraftäter in Dresden bislang keinen Erfolg gehabt hat, läuft der größte DNA-Test in der deutschen Kriminalgeschichte am 15. Juli an. An diesem Tag soll zunächst 3.108 Männern aus Coswig bei Dresden eine Speichelprobe abgenommen werden, eine Woche später folgen 3.129 Männer aus Dresden-Klotzsche.

Mit dem Massen-Gentest will die Sonderkommision „Heller“ der sächsischen Polizei einem Sexualstraftäter auf die Spur kommen, der im vergangenen Jahr in der Umgebung von Dresden zwei Mädchen sexuell missbraucht haben soll.

Nachdem Anfang des Monats noch 80.000 Männer aus Dresden und Umgebung getestet werden sollten, werden nach neuesten Angaben der Polizei sogar bis zu 100.000 Männer zu dem Gentest geladen. Bei einem Preis von 15 bis 25 Euro pro Test würden sich die Kosten damit maximal auf 2,5 Millionen Euro belaufen.

Themenverwandter Artikel

  • Suche nach Kinderschänder: 80.000 Dresdner zum Gentest (03.06.2006)

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January 14, 2006

Roger Coleman durch DNA-Test nicht entlastet

Roger Coleman durch DNA-Test nicht entlastet

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Artikelstatus: Fertig 23:00, 14. Jan. 2006 (CET)
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DNA

Richmond (Virginia) (USA), 14.01.2006 – Der im Jahr 1992 hingerichtete Roger Coleman konnte durch einen DNA-Test nicht nachträglich entlastet werden; die damals nicht zur Verfügung stehende Technik hat nun die Indizien gegen Coleman erhärtet.

Der Gouverneur von Virginia, Mark Warner, hatte am vorletzten Donnerstag einen DNA-Test angeordnet. Dabei sollte endgültig geklärt werden, ob Coleman 1981 seine Schwägerin Wanda McCoy vergewaltigt und getötet hat.

Roger Coleman hatte bis zu seiner Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl seine Unschuld beteuert.

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