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January 14, 2011

Tanker mit Schwefelsäure auf Rhein gekentert

Tanker mit Schwefelsäure auf Rhein gekentert

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Veröffentlicht: 12:27, 14. Jan. 2011 (CET)
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Tanker mit Schwefelsäure auf Rhein gekentert auf der Karte von Deutschland
Tanker mit Schwefelsäure auf Rhein gekentert
Lage von Sankt Goarshausen

Das am 13. Januar 2011 auf dem Rhein bei St. Goarshausen nahe der Loreley gekenterte Tankmotorschiff Waldhof

Bergung des nahe der Loreley gekenterten Tankmotorschiffs Waldhof am 23. Januar 2011

Sankt Goarshausen (Deutschland), 14.01.2011 – Der Tanker „Waldhof“ ist gestern gegen 5 Uhr auf dem Rhein in der Nähe des Loreley-Felsens gekentert. Das Tankschiff hatte 2.400 Tonnen Schwefelsäure geladen. Zwei Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Von den beiden anderen Besatzungsmitgliedern ist noch unklar, ob sie das Unglück überlebt haben. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk suchten heute im Tagesverlauf nach den beiden. Heute Nacht sollen Experten aus dem Ausland eintreffen, um die Suche zu unterstützen. Sie haben jedoch kaum Hoffnung, die beiden noch retten zu können. Wegen des Hochwassers und aufgrund von starker Strömung gestaltet sich der Einsatz der Polizei und der Feuerwehr schwierig.

Schwefelsäure soll insgesamt nur in geringen Mengen ausgetreten sein, und wegen des Hochwassers sollen die Mengen auch nicht bedenklich sein. Die Bergung des 110 Meter langen Tankschiffes kann sich jedoch noch Wochen hinziehen. Es wird befürchtet, dass sich die Säure innerhalb dieser Zeit durch die Wände fressen könnte.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unfälle

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August 24, 2010

Millionenschaden durch Tornado in Hessen

Millionenschaden durch Tornado in Hessen

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Veröffentlicht: 22:01, 24. Aug. 2010 (CEST)
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Offenbach am Main (Deutschland), 24.08.2010 – Mindestens ein Tornado ist am Montagabend durch Mittel- und Osthessen gefegt und hat erhebliche Sachschäden angerichtet. In der Ortschaft Lumda bei Gießen wurden gegen 18:30 Uhr zahlreiche Häuser vollständig oder teilweise abgedeckt, insgesamt wurden 84 der rund 200 Gebäude beschädigt. Bäume wurden umgerissen, Ziegel flogen umher, sodass auch zahlreiche Autos beschädigt wurden. Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) nahm am heutigen Dienstag die Verwüstungen vor Ort in Augenschein.

Auch in Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis deckte eine Windhose Dächer ab. Hier war auch das Feuerwehrhaus selbst betroffen. Wie auch in Grünberg wird der Sachschaden auch in Schlüchtern auf mindestens eine Million Euro geschätzt. Die Feuerwehr sei in Schlüchtern zu 25 Einsätzen ausgerückt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Feuerwehren und Technisches Hilfswerk waren mit Hunderten von Einsatzkräften mehrere Stunden im Einsatz. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Zwei weitere Tornados haben am Montag auch auf der Insel Usedom und dem Darß in Mecklenburg-Vorpommern für Schrecken gesorgt. Auf Usedom hatte ein Tornado einen Camping-Platz in Neppermin verwüstet sowie rund 300 Linden in einem Gewerbegebiet in Pudagla umgestürzt. Neppermins Bürgermeister Karl-Heinz Schröder (CDU) teilte mit, dass der Fahrer eines Traktors leichte Verletzungen erlitten habe, als der Tornado den Anhänger umkippte. Auf dem Darß hat ein zweiter Wirbelsturm ein Hausdach abgedeckt und Bäume entwurzelt.

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January 25, 2010

Haiti vor schwierigem Neubeginn

Haiti vor schwierigem Neubeginn – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Haiti vor schwierigem Neubeginn

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Veröffentlicht: 22:36, 25. Jan. 2010 (CET)
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Bergung aus den Trümmern einer Schule am 12. Januar

Konvoi der US-Armee durch einen zerstörten Straßenzug in Port-au-Prince am 21. Januar

Suche nach Überlebenden durch Soldaten der UN-Einsatztruppe MINUSTAH (13. Januar)

Port-au-Prince (Haiti), 25.01.2010 – Nachdem die systematische Suche nach Überlebenden der Erdbebenkatastrophe am 12. Januar in Haiti weitgehend beendet ist, konzentrieren sich die Anstrengungen der Weltgemeinschaft darauf, dem fast völlig zerstörten Land beim Wiederaufbau zu helfen. Zwei Themen stehen dabei im Vordergrund: die Verbesserung der Sicherheitslage in dem Land sowie die Koordinierung der finanziellen Hilfe für den Wiederaufbau. Schätzungen der haitianischen Regierung zufolge kamen bei dem Erdbeben rund 150.000 Menschen ums Leben. 235.000 sind nach UN-Angaben aus der haitianischen Hauptstadt ins Umland geflohen. In der Hauptstadt wurden mindestens 800.000 Einwohner obdachlos. Sie kampieren auf den Straßen und Plätzen oder in Zeltlagern in Port-au-Prince.

Zu Beratungen über weitere Schritte beim Wiederaufbau Haitis trafen sich Abgesandte von mehr als 20 Staaten in Montreal (Kanada). Bei dem Treffen soll zugleich eine internationale Geberkonferenz im März vorbereitet werden. Die Hilfsorganisation Oxfam hatte im Vorfeld des Treffens in Montreal an die Teilnehmer appelliert, die Frage eines Schuldenerlasses auf die Tagesordnung zu setzen. Ein Oxfam-Sprecher erklärte: „Zu erwarten, dass Haiti Millionen Dollar zurückzahlt, während das Land kämpft, um eine der schlimmsten Naturkatastrophen der jüngsten Vergangenheit zu überwinden, wäre grausam und unnötig.“ Nach Oxfam-Schätzungen beläuft sich der Schuldenberg des Landes auf umgerechnet 630 Millionen Euro. Unterstützung für die Forderung nach einem Schuldenerlass kam vom kanadischen Außenminister Cannon.

Zur Verbesserung der Sicherheitslage in Haiti soll die UNO-Blauhelmtruppe MINUSTAH um 12.500 Mann verstärkt werden. Außerdem entsendet die Europäische Union 300 Militärpolizisten mit einer paramilitärischen Ausbildung nach Haiti. Daran werden sich sechs EU-Staaten beteiligen (Frankreich, die Niederlande, Italien, Spanien, Portugal und Rumänien). In Deutschland gibt es solche Militärpolizisten nicht.

Das Technische Hilfswerk Deutschlands teilte heute mit, dass eine Frachtmaschine mit Hilfsgütern vom Frankfurter Flughafen nach Santo Domingo in der Haiti benachbarten Dominikanischen Republik abgeflogen ist. An Bord sind zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Laborausstattung. Außerdem technische Geräte wie Generatoren, Werkzeuge, Ausstattung für Notunterkünfte sowie Fahrzeuge von insgesamt 13 deutschen Hilfsorganisationen, hinzu kommen Medikamente und Lebensmittel.

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  • Portal:Haiti

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January 17, 2010

Nach dem Erdbeben in Haiti: Deutsches Technisches Hilfswerk nimmt Arbeit auf

Nach dem Erdbeben in Haiti: Deutsches Technisches Hilfswerk nimmt Arbeit auf

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Veröffentlicht: 22:26, 17. Jan. 2010 (CET)
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Port-au-Prince (Haiti), 17.01.2010 – Die deutsche Katastrophenschutzorganisation Technisches Hilfswerk hat nach der erfolgreichen Absolvierung organisatorischer Vorbereitungen am Sonntag ihre Arbeit aufgenommen. In der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince hat die Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA), eine Organisationseinheit des THW, damit begonnen, zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen aufzubauen. Die beiden Anlagen können 30.000 Menschen mit hygienisch sauberem Trinkwasser versorgen. Nach THW-Angaben kann jede Anlage pro Stunde 6.000 Liter Wasser aufbereiten.

Der Mangel an Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten ist zurzeit das dringendste Problem in dem durch das Erdbeben zerstörten Land. Spiegel Online zitiert einen Überlebenden der Kleinstadt Léogâne: „Wir haben keine Hilfe, nichts. Kein Essen, kein Wasser, keine Medizin, keine Ärzte.“

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January 14, 2010

Tausende Tote nach verheerendem Erdbeben in Haiti

Tausende Tote nach verheerendem Erdbeben in Haiti

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Veröffentlicht: 21:45, 14. Jan. 2010 (CET)
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Lage des Epizentrums des Erdbebens

USGS-Karte mit Erschütterungszonen um das Epizentrum

Port-au-Prince (Haiti) / Berlin (Deutschland), 14.01.2010 – Auf der Karibikinsel Hispaniola werden nach dem schwersten Erdbeben in der Region seit über 200 Jahren, das sich am Dienstagnachmittag ereignete, tausende Tote befürchtet. Das Rote Kreuz Haitis schätzt, dass die Zahl der Toten auf bis zu 50.000 ansteigen könnte. Etwa drei Millionen Menschen sind verletzt oder obdachlos. Das Erdbeben ereignete sich laut dem United States Geological Survey (USGS) am Dienstag um 16:53 Uhr Ortszeit, (22:53 Uhr MEZ) 15 Kilometer südwestlich der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince mit einer Stärke von 7,0 auf der Momenten-Magnituden-Skala in einer Tiefe von etwa 10 Kilometern. In der Hauptstadt Haitis wurden neben den Elendsvierteln auch der Präsidentenpalast sowie das Gebäude der UN-Vertretung dem Erdboden gleichgemacht. Es folgten mehrere Nachbeben mit einer Stärke von 5,9. Für die gesamte Inselregion Kuba, Haiti, die Bahamas und die Domikanische Republik wurde vorsorglich höchster Tsunami-Alarm ausgerufen, nach einigen Stunden aber wieder aufgehoben. Unter den Opfern sind auch Mitglieder der UN-Friedensmission MINUSTAH aus Brasilien, China und Jordanien. Am Abend des 13. Januars wurden noch viele Mitglieder der UN-Mission vermisst, darunter auch UN-Botschafter in Haiti, der Tunesier Hédi Annabi. René Préval, der Präsident des Staates im Westen der Insel Hispaniola sagte vor der Presse, Annabi sei tot, doch UN-Pressesprecher Nicholas Birnback erklärte, den Tod Annabis bislang nicht bestätigen zu können. Préval selbst überlebte die Zerstörung seines Amtssitzes.

Der Botschafter des Landes in den USA rief die Weltgemeinschaft zur Hilfe auf. Fast sofort setzte die Arbeit der vor Ort anwesenden Hilfsorganisationen ein. „Ärzte ohne Grenzen“ sowie das Internationale Rote Kreuz kündigten an, die Zahl der Helfer in der Region zu erhöhen. Gestern Nachmittag machte sich ein vierköpfiges Erkundungsteam des deutschen Technischen Hilfswerks in Richtung Port-au-Prince auf. Das Team soll die Arbeit der deutschen Botschaft vor Ort unterstützen. Ein Einsatz der THW-Schnell-Einsatz-Einheit-Bergung-Ausland (SEEWA) ist in Vorbereitung. Diese Einsatzeinheit verfügt über spezielle Fähigkeiten der Trinkwasseraufbereitung und der Instandsetzung zerstörter Wasserversorgungssysteme. Mehrere Regierungen sagten rasche logistische Unterstützung bei der Hilfe für die Bevölkerung zu. Mehrere Helfer kleiner und mittlerer Hilfsorganisationen sind im benachbarten Santo Domingo (Dominikanische Republik) nach Angaben der Tagesthemen gestern am späten Abend eingetroffen. Sie wollen sich in der Nacht zur Grenze aufmachen und versuchen, ins Krisengebiet und damit zu den in Not geratenen Erdbebenopfern zu gelangen.

In dem Inselstaat Haiti reiben zwei tektonische Platten aneinander: die Karibische Platte und die Nordamerikanische Platte. Erstere bewegt sich laut USGS-Angaben mit einer Geschwindigkeit von 20 Millimetern pro Jahr in östlicher Richtung gegenüber der Nordamerikanischen Platte, die in westlicher Richtung wandert. Dabei subduziert die Karibische Platte unter die Nordamerikanische. Durch Erdfalten baut sich ein Kompessionsdruck in den aufeinander liegenden Platten auf, der sich bisweilen schlagartig entlädt. Weitere Erdfalten tragen zu den seismischen Aktivitäten in der Region bei. Außerdem liegt Haiti auf dem Pazifischen Feuerring, wodurch die Situation weiter eskaliert. Das Land wird zudem regelmäßig von Überschwemmungen heimgesucht; auch treten häufig Wirbelstürme in der Region auf. All dies ist nach Angaben der Tagesthemen ein Ergebnis des Raubbaus an der Natur, vornehmlich des Abholzens der Regenwälder zur Befriedigung des Konsumverhaltens europäischer Nationen.

Haiti gilt als das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Es ist flächenmäßig so groß wie das Saarland, aber proportional überbevölkert. Das Land steht in der Blüte von Korruption und Amtsmissbrauch und gilt außerdem als das Mekka des Drogenhandels.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Erdbeben in Haiti 2010“.

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  • Portal:Naturkatastrophen

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October 15, 2008

Rodenbach: Großbrand in einem der größten deutschen Reifenlager

Rodenbach: Großbrand in einem der größten deutschen Reifenlager

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Veröffentlicht: 11:46, 15. Okt. 2008 (CEST)
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Rodenbach (Deutschland), 15.10.2008 – Ab dem frühen Nachmittag des 11. Oktobers 2008 stand die Halle der GEWE Reifengroßhandel GmbH in Rodenbach bei Kaiserslautern, in Flammen. Es handelte sich dabei um eine der größten Lagerhallen für Reifen in der gesamten Bundesrepublik. Nach Unternehmensangaben hat die Gesamtlagerfläche eine Größe von mehr als 20.000 Quadratmetern.

Neben sämtlichen Feuerwehren des Landkreises Kaiserslautern wurden auch Kräfte der Feuerwehr Kaiserslautern, der Werkfeuerwehr BASF, der Feuerwehr Saarbrücken, der freiwilligen Feuerwehren des Donnersbergkreises, der freiwilligen Feuerwehren des Landkreis Kusel, der GW AS der Fw Haßloch sowie der US-Armee eingesetzt. Ferner waren auch das Technische Hilfswerk aus Kaiserslautern, die ehrenamtlichen Hilfsorganisationen und die Polizei im Einsatz – insgesamt rund 300 Kräfte.

Rund 80 Anwohner mussten ihr Haus vorsorglich verlassen, zwei Einsatzkräfte erlitten Rauchgasvergiftungen. Weitere Personen wurden nicht verletzt, zur Zeit des Brandausbruchs, soll sich niemand mehr im Gebäude befunden haben. Durch die bis Montag Mittag andauernden Löscharbeiten wurde das Grundwasser nicht gefährdet. Der Schaden wird in mehrfache Millionenhöhe geschätzt.

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May 14, 2008

Myanmar: Die Arbeit von Hilfsorganisationen wird weiter behindert

Myanmar: Die Arbeit von Hilfsorganisationen wird weiter behindert

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Veröffentlicht: 12:48, 14. Mai 2008 (CEST)
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Genf (Schweiz), 14.05.2008 – Vor einer zweiten – humanitären – Katastrophe nach dem tropischen Wirbelsturm „Nargis“ in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai hat Elizabeth Byrs vom UN-Büro zur Koordinierung von Hilfsmaßnahmen (OCHA) gestern in Genf gewarnt. Rund zwölf Tage, nachdem 1,5 Millionen Menschen direkt oder indirekt durch die Auswirkungen des verheerenden Zyklons nun auf Hilfe angewiesen sind, konnte mit etwa 270.000 Menschen bisher weniger als ein Drittel der Hilfsbedürftigen erreicht werden.

Elizabeth Byrs forderte einen Luft- und Seekorridor, um Hilfe in wesentlich größerem Maßstab als bisher ins Land zu bringen. An die Regierung Myanmars appellierte sie, den Hilfsorganisationen größere Unterstützung zukommen zu lassen. Dafür gebe es auch erste positive Anzeichen.

Die Visaerteilung für internationale Helfer verlief gestern jedoch weiterhin schleppend. So erhielten 13 Experten auf dem Gebiet der Trinkwasseraufbereitung des Technischen Hilfswerks (THW) aus Deutschland die erforderlichen Einreisegenehmigungen. Am Dienstag wurde seitens der Behörden des Landes laut taz jedoch erneut deutlich gemacht, dass in Myanmar ausländische Helfer nicht erwünscht seien. Die Verteilung von Hilfsgütern werde durch das Militär vorgenommen, wenn die Hilfsorganisationen nicht über einheimische Helfer verfügten.

Unter Berufung auf staatliche Organe in Myanmar teilte die Weltgesundheitsorganisation gestern mit, durch den Zyklon Nargis seien 31.938 Menschen ums Leben gekommen. 1.403 Menschen seien verletzt worden, und 29.770 Menschen würden vermisst.

Ärzte ohne Grenzen teilte gestern mit, drei Flugzeuge der Hilfsorganisation seien gestern in Rangun mit 110 Tonnen Hilfsgütern gelandet. Eine weitere Frachtmaschine sei noch unterwegs. 22 Teams der Organisation seien im Irawaddy-Delta unterwegs. Der Organisation zufolge wurde eine große Zahl einheimischer Mitarbeiter eingestellt, so dass für die Verteilung der Güter und andere logistische Unterstützung nun mehr als 200 Helfer zur Verfügung stehen. Weitere Ladungen mit Hilfsgütern und zusätzliche Helfer warten aber noch auf eine Einreisegenehmigung. Ärzte ohne Grenzen ist seit 1992 in Myanmar tätig. 43 internationale und mehr als 1.200 nationale Mitarbeiter der Organisation sind nach Aussagen der Organisation in dem Land im Einsatz. Jährlich werden in den Stationen der Organisation etwa eine Millionen Menschen medizinisch versorgt.

Unterdessen werden auf internationaler politischer Ebene weiterhin Möglichkeiten erörtert, wie den von Seuchen und Hunger bedrohten Menschen in Myanmar effektiver geholfen werden könnte. Eine Forderung Frankreichs nach der Einschaltung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen wurde durch die Sicherheitsratsmitglieder China und Indonesien abgelehnt. Der thailändische Ministerpräsident Surayud Chulanont bemühte sich bisher vergeblich um Vermittlung zwischen der internationalen Gemeinschaft und der Militärregierung Myanmars. Ein erster Versuch war am Sonntag ergebnislos verlaufen. In der letzten Woche war ein Besuch von der Junta mit dem Hinweis abgelehnt worden, man sei zu sehr beschäftigt, um ihn zu empfangen. Am Mittwoch will Chulanont einen weiteren diplomatischen Vermittlungsversuch unternehmen.

Die Europäische Union hat die Regierung von Myanmar erneut zur Kooperation aufgefordert. EU-Kommissar Louis Michel brach ebenfalls zu einer diplomatischen Mission nach Myanmar auf. Auch die Möglichkeit, die Versorgung der Bevölkerung notfalls mit militärischen Mitteln abzusichern, steht inzwischen zur Diskussion. Die deutsche Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sprach sich gegen die Anwendung von Gewalt aus. Zwar sei politischer Druck notwendig, das habe aber nichts mit „Sanktionen zu tun oder militärischen Aktionen“. Überraschend sprach sich der Linkspolitiker Wolfgang Nešković für die Anwendung von militärischer Gewalt zur Absicherung von Hilfeleistungen für die Opfer der Flut- und Sturmkatastrophe in Myanmar aus. Die Linkspartei hatte bisher immer ein militärisches Engagement der Bundeswehr im Ausland abgelehnt. Gegenüber dem Tagesspiegel sagte der Linkspolitiker: „Es ist so, wie Sarkozy das sagt: Man kommt mit Militär an und verteilt die Güter. Und wenn sich dann das dortige Militär einem entgegenstellt, dann stellt man sicher, dass man die Güter weiter verteilen kann. Ich räume ein, dass dafür eigentlich ein Beschluss des UN-Sicherheitsrat nötig ist.“ Zur Rechtfertigung berief sich Nešković auf einen „übergesetzlichen Notstand“ angesichts der Notsituation der Menschen in dem Land.

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland gab auf seiner Internetseite gestern eine partielle Reisewarnung für Myanmar heraus. Aufgrund der großflächigen Zerstörung der Infrastruktur in mehreren Regionen des Landes sollte „von Reisen in diese Gebiete […] daher abgesehen werden.“

Themenverwandte Artikel

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  • Ärzte ohne Grenzen zur Situation in Myanmar: „Wir brauchen dringend mehr Unterstützung, denn das Ausmaß der Katastrophe ist enorm.“ (22.07.2008)

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October 17, 2007

Playmobilaktion des THW Paderborn

Playmobilaktion des THW Paderborn – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Playmobilaktion des THW Paderborn

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Veröffentlicht: 11:43, 17. Okt. 2007 (CEST)
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Paderborn (Deutschland), 17.10.2007 – Am Samstagmorgen, den 6. Oktober machten sich insgesamt fünf Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) und 13 Junghelfer der Ortsverbände Büren und Paderborn in die Innenstadt Paderborns zur „Galeria Kaufhof“ auf. Alle THW-Angehörigen samt Fahrzeugen versammelten sich um 10 Uhr vor der Verkaufsstelle des Unternehmens.

Hintergrund des Treffens ist eine Marketingaktion, die der Warenhauskonzern und der Spielzeughersteller Playmobil zusammen mit dem THW durchführt. In den Warenhäusern selber werden Playmobil-Teile im THW-Outfit angeboten und verkauft. Vom 13. September bis zum 27. Oktober werden sich die THW-Aktivisten an 80 Standorten präsentieren.

Das Unternehmen Galeria Kaufhof definiert in einer Pressemitteilung Sinn und Zweck der Aktion wie folgt: „Ziel dieser Aktion ist, Kindern und Jugendlichen auf spielerische Art gesellschaftliche Werte näher zu bringen, Interesse am Umgang mit Technik zu vermitteln und einen Anreiz bilden, soziale Verantwortung zu übernehmen – etwa in der THW-Jugend.“ Nach eigener Darstellung will Kaufhof mit der Kooperation sein soziales Engagement demonstrieren.

Wie so eine Aktion ablaufen kann, demonstrierte der THW Wuppertal ebenfalls am 6. Oktober. Die Aktionsteilnehmer boten beispielsweise Rundfahrten für Kinder mit dem THW-Einsatzfahrzeug an und stellten einen Infostand auf. Die Kleinen konnten sich darüber hinaus in der Spielwarenabteilung mit THW-Einsatzanzug und Helm fotografieren lassen.

Quellen

Originäre Berichterstattung
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October 3, 2007

Mehrere Deichbrüche in Niedersachsen: Katastrophenfall ausgerufen

Mehrere Deichbrüche in Niedersachsen: Katastrophenfall ausgerufen

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Veröffentlicht: 18:03, 3. Okt. 2007 (CEST)
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Hildesheim (Deutschland), 03.10.2007 – Im Kreis Hildesheim wurde am Sonntag, dem 30. September, nach mehreren Dammbrüchen am Fluss Innerste Katastrophenalarm ausgerufen. Ein Sprecher des Einsatzstabes sprach von mehreren Stellen, an denen die Dämme gebrochen seien. Der Pegel des Flusses war in Hildesheim mit 6,75 Metern so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen.

Teile von Bad Salzdetfurth drohten überschwemmt zu werden, so dass sie evakuiert werden mussten. Sie waren nicht mehr per Auto zu erreichen.

Etwa 700 Helfer der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes waren am Sonntag an den kritischen Stellen im Einsatz.

Nachdem der Pegel der Innerste am gestrigen Dienstag in Heinde, dem Ortsteil Bad Salzdetfurths, wo sich die Messstation befindet, auf einen Stand von 5,25 Metern zurückgegangen war, konnte der Katastrophenalarm wieder aufgehoben werden. Am Montagnachmittag war der Deich zwischen den Gemeinden Holle und Bad Salzdetfurth abgedichtet worden. In den beiden Orten waren am Wochenende etwa 100 Häuser voll Wasser gelaufen.

Die Deiche seien ursprünglich gar nicht zur Abwehr gegen Hochwasser gebaut worden, sagte ein Landkreissprecher. Durch den Innerstestausee konnte offenbar eine noch größere Katastrophe im Kreis Hildesheim verhindert werden. Wie Henry Bodner, Sprecher bei den Harzwasserwerken, mitteilte, habe die Talsperre zunächst das Hochwasser aus dem Harz zurückhalten können, so dass das Regenwasser in Holle und Bad Salzdetfurth hätte vorher abfließen können.

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July 22, 2007

Unwetter in Franken übersteigen die Katastrophenschwelle

Unwetter in Franken übersteigen die Katastrophenschwelle

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Veröffentlicht: 22:02, 22. Jul. 2007 (CEST)
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Erlangen (Deutschland), 22.07.2007 – In den fränkischen Landkreisen Erlangen und Forchheim ist infolge der schweren Unwetter in der vergangenen Nacht der Katastrophenalarm ausgelöst worden. Mehrere Gemeinden wurden völlig überflutet. Einige Gemeinden wurden von anderthalb Meter hohen Fluten überschwemmt. Eine 82-jährige Frau wurde von den Wassermassen in ihrer Kellerwohnung getötet. Sie wurde von ihrer Tochter gefunden, jedoch konnten die Rettungstaucher des Technischen Hilfswerks (THW) nur noch den Leichnam bergen.

Auf der Autobahn 73, die wegen Überflutung gesperrt werden musste, wurden Menschen in ihren Autos von den Wassermassen, die zum Teil 1,50 Meter hoch auf der Fahrbahn standen, eingeschlossen. Sie wurden vom THW befreit und in Notunterkünften untergebracht. Auch auf den Bahnverkehr hatte das Wetter Auswirkungen. Die Bahnstrecke zwischen Erlangen und Bamberg wurde unterspült und wurde daraufhin komplett gesperrt. 35 Menschen mussten aus einem Zug im Baiersdorfer Bahnhof befreit werden. Innerhalb von fünf Stunden gingen im Landkreis Erlangen 2.500 Notrufe ein.

Zahlreiche Katastrophenschutzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks (vor allem der Fachgruppe Wassergefahren), des Bayerischen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes waren für Stunden im Einsatz. In den Ort Baiersdorf ist eine Einfahrt bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Es wird vor ausströmendem Gas gewarnt.

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