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August 4, 2007

DaimlerChrysler: US-Tochter Chrysler für 7,4 Milliarden US-Dollar verkauft

DaimlerChrysler: US-Tochter Chrysler für 7,4 Milliarden US-Dollar verkauft

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Veröffentlicht: 18:34, 4. Aug. 2007 (CEST)
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Stuttgart (Deutschland), 04.08.2007 – „Mit dem heutigen Tag beginnt ein neues Kapitel in unserer Unternehmensgeschichte“, freut sich der DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche. Die verlustbringende US-Tochter des Konzerns ist verkauft. Eine Tochtergesellschaft des Private Equity-Unternehmens Cerberus Capital Management übernimmt 80,1 Prozent der Anteile von Chrysler, 19,9 Prozent verbleiben beim nun ehemaligen Mutterkonzern DaimlerChrysler, der sich fortan wieder Daimler AG nennen will, wie auf der Homepage des Stuttgarter Autobauers heute bekannt gegeben wurde. Die Aktionäre werden über die neue Namensgebung auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 4. Oktober 2007 entscheiden.

Die US-Tochter Chrysler hatte seit Jahren trotz Sanierungsbemühungen wiederholt milliardenschwere Verluste eingefahren und damit die Bilanz des Gesamtkonzerns belastet. Bereits auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft im April 2007 hatte Zetsche Verkaufsabsichten bestätigt.

Als Anschubfinanzierung stellt der alte Mutterkonzern der US-Firma eine Kreditlinie von 1,5 Milliarden US-Dollar zu marktüblichen Konditionen zur Verfügung. Der neue US-Investor, der künftig 80 Prozent der Anteile von Chrysler hält, steuert weitere 500 Millionen US-Dollar als Kapitalspritze bei. „Mit der Unterstützung der Finanzierung setzt DaimlerChrysler ein klares Zeichen seiner Entschlossenheit, Chrysler unter der Mehrheit von Cerberus einen guten Start als erfolgreiches, selbständiges Automobilunternehmen zu ermöglichen“, so die Presseerklärung. Cerberus übernimmt auch weitere Kreditverpflichtungen, die der US-Firma Chrysler vom Mutterkonzern gewährt worden waren. Auch für die Pensions- und Gesundheitskosten der Chrysler-Mitarbeiter steht der US-Investor in der Verantwortung.

Die Verhandlungen hatten sich seit Mai hingezogen. Die Gespräche waren vor dem Hintergrund der Krise am amerikanischen Hypothekenmarkt ins Stocken geraten.

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May 14, 2007

Daimler trennt sich von Chrysler

Daimler trennt sich von Chrysler – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Daimler trennt sich von Chrysler

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Artikelstatus: Fertig 20:52, 14. Mai 2007 (CEST)
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Stuttgart (Deutschland), 14.05.2007 – Nach neunjähriger Zusammenarbeit werden die Unternehmen Daimler und Chrysler wieder getrennt. Der bisherige US-Konzernteil Chrysler wird an den US-Investor Cerberus verkauft; der Preis soll bei etwa 5,5 Milliarden Euro liegen. Daimler muss 1,2 Milliarden Euro zahlen, da Chrysler laut Vertrag schuldenfrei übergeben werden muss. Eine endgültige Entscheidung muss jedoch von einer außerordentlichen Hauptversammlung getroffen werden; deren positiver Ausgang gilt jedoch als sicher. Die DaimlerChrysler Aktie stieg in Folge der Meldung auf den höchsten Kurs seit 2000.

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April 4, 2007

DaimlerChrysler: Zetsche bestätigte Verkaufsgespräche wegen der US-Tochter Chrysler

DaimlerChrysler: Zetsche bestätigte Verkaufsgespräche wegen der US-Tochter Chrysler

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Artikelstatus: Fertig 23:01, 4. Apr. 2007 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 04.04.2007 – Der Vorstandsvorsitzende des deutschen Automobilkonzerns DaimlerChrysler, Dieter Zetsche, hat heute auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft in Berlin bestätigt, dass es Verkaufsgespräche mit Interessenten wegen eines möglichen Verkaufs der US-Tochter Chrysler gegeben habe. Der Konzern habe jedoch noch keine Entscheidung über einen Verkauf von Chrysler getroffen. Zetsche sagte gegenüber den Aktionären, „dass wir alle Optionen offen halten müssen und ich Ihnen keine Details nennen kann, um weiterhin den größtmöglichen Handlungsspielraum zu haben“.

Auf der Hauptversammlung meldeten sich vor allem Kleinaktionäre zu Wort, die auf eine schnelle Trennung von der verlustbringenden US-Tochter drängen: „Ein Verbleib von Chrysler im Konzern ist keine Option“, sagte Hans Richard Schmitz, Sprecher der Kleinaktionärsvereinigung „Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz“ (DSW).

Ebenfalls kritisierten Vertreter der „Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger“ (SDK) die Entscheidung des Vorstands noch unter der Führung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp, der 1989 die Fusion mit Chrysler betrieben hatte. Diese Entscheidung sei „von vorne bis hinten eine einzige Fehlentscheidung“ gewesen.

Mahnende Töne im Hinblick auf kurzfristige Trennungswünsche gegenüber der US-Tochter Chrysler kamen von den „Kritischen Aktionäre von DaimlerChrysler“ (KADC). Die Interessen der Chrysler-Beschäftigten dürften nicht unberücksichtigt bleiben.

Wie heute bekannt wurde, hat die US-Tochter Chrysler zum dritten Mal hintereinander Milliardenverluste ausgewiesen. Der Vorstandsvorsitzende versuchte, die Krise von Chrysler mit einer Umorientierung auf dem US-Automarkt zu erklären. Die Nachfrage nach kleineren, kraftstoffsparenden Fahrzeugen aufgrund steigender Benzinpreise sei „unvorhersehbar“ gewesen. Davon sei Chrysler mit seinen vielen Jeep- und Pick-up-Modellen besonders hart getroffen worden. Dieses Argument wollte Henning Gebhardt von der Fondsgesellschaft DWS jedoch so nicht stehen lassen. Die Entwicklung auf dem US-Markt sei sehr wohl absehbar gewesen, erklärte er. Auch er forderte ein Ende der Ehe von Daimler und Chrysler.

Trotz der Probleme mit Chrysler sieht die Bilanz des Konzerns nicht schlecht aus, worauf Beobachter hinweisen. So stieg die Produktivität des Konzerns von 2002 bis 2005 um 24 Prozent. Das Geschäft mit den Nutzfahrzeugen „brummt“. Zetsche konnte auch darauf hinweisen, dass der Konzern seinen Gewinn nach einem Verlust von 500 Millionen Euro im Jahr 2005 auf einen operativen Gewinn von 2,4 Milliarden Euro steigern konnte. Die Aktionäre des Konzerns dürfen sich über eine Dividendenausschüttung von 1,50 Euro je Aktie freuen.

In der Frage der Klimadiskussion bezog Zetsche ebenfalls Stellung. Der Automobilkonzern orientiere sich langfristig auf das Ziel eines emissionsfreien Autos mit Brennstoffzellen, die mit Wasserstoff betrieben würden. Einschränkend fügte er jedoch hinzu: „Die Brennstoffzelle ist noch immer eine Technologie der Zukunft. Bis zu ihrer Umsetzung ist es noch ein weiter Weg.“ Zetschew zeichnete weiter ein Bild des Konzerns als ein auf den Schutz der Umwelt orientiertes, innovationsfreudiges Unternehmen. Seit 1990 sei der CO2-Verbrauch der in Deutschland laufenden Personenkraftwagen des Konzerns um 30 Prozent gesenkt worden. Besonders große Erfolge seien auch beim Partikelausstoß von Dieselmotoren erreicht worden. Dieser konnte um 95 Prozent gesenkt werden.

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February 16, 2007

Kapitalanleger verloren Sammelklage gegen DaimlerChrysler-Konzern

Kapitalanleger verloren Sammelklage gegen DaimlerChrysler-Konzern

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Artikelstatus: Fertig 17:29, 16. Feb. 2007 (CET)
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Stuttgart (Deutschland), 16.02.2007 – Im bundesweit ersten Fall einer Sammelklage nach dem neuen Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) erlitten die 100 gegen den DaimlerChrysler-Konzern klagenden Anleger gestern vor dem 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart eine juristische Niederlage.

Die DaimlerChrysler AG war von den Anlegern auf Schadenersatz verklagt worden, weil die Information über den Wechsel an der Konzernspitze von Schrempp zu Zetsche (Wikinews berichtete) vom 28. Juli 2005 nicht rechtzeitig bekannt gegeben worden sei. Dadurch seien den Anlegern erhebliche Kursgewinne entgangen. Die Anleger beriefen sich in ihrer Klage auf das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), nach dem die Konzernspitze zu einer unverzüglichen Information über den bevorstehenden Wechsel an der Konzernspitze verpflichtet gewesen wäre.

Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht, weil die entscheidende Aufsichtsratssitzung noch nicht stattgefunden hatte. Bis zu dieser Aufsichtsratssitzung am 28. Juli 2005 sei die Entscheidung über die Schrempp-Nachfolge prinzipiell noch offen gewesen. Die interne Diskussion innerhalb der Führungsebene ändere nichts an dieser Sachlage. Der Aufsichtsrat habe auch noch eine personelle Alternative in der Person von Eckhard Cordes gehabt. Das Gericht wies außerdem darauf hin, dass ein Widerspruch eines einzigen Aufsichtsratsmitglieds eine Vertagung der Personalentscheidung zur Folge gehabt haben könnte.

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February 10, 2007

DaimlerChrysler gibt Teil des eigenen EADS-Anteils ab

DaimlerChrysler gibt Teil des eigenen EADS-Anteils ab

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Artikelstatus: Fertig 19:14, 10. Feb 2007 (CET)
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Stuttgart (Deutschland), 10.02.2007 – Der Automobilkonzern DaimlerChrysler reduziert seine Beteiligung am EADS-Konzern. DaimlerChrysler wird in Zukunft wirtschaftlich nur noch mit einem Anteil von 15 Prozent an EADS beteiligt sein – zuvor waren es 22,5 Prozent.

Damit allerdings das Gleichgewicht bei der Stimmrechtsverteilung der Aktionäre zwischen Deutschland und Frankreich gewahrt bleibt, wurde eine Gesellschaft gegründet, die insgesamt weiterhin mit 22,5 Prozent an EADS beteiligt ist. Der Gesellschaft gehört neben DaimlerChrysler zu einem Drittel ein Konsortium aus anderen deutschen Unternehmen, Banken und Ländern an. Für die Beteiligung an der Gesellschaft erhält DaimlerChrysler dann insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Im Gegenzug erhalten die Investoren eine Vorzugsdividende von 175 Prozent einer EADS-Dividende. Diese Konstruktion soll zunächst bis zum 1. Juli 2010 laufen. Das Stimmrecht für die neue Gesellschaft wird alleine von DaimlerChrysler wahrgenommen.

Die deutsche Bundesregierung legte besonderen Wert auf die Balance der Stimmrechte bei EADS zwischen Deutschland und Frankreich, weil EADS unter anderem der Mutterkonzern des europäischen Flugzeugherstellers Airbus ist. Im Zuge der Sanierung des in die Krise geratenen Airbuskonzerns wurde befürchtet, ein möglicher Arbeitsplatzabbau könnte einseitig zu Lasten deutscher Standorte gehen.

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  • Portal:Daimler AG
  • Portal:Airbus

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January 3, 2007

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Schmiergeldzahlungen an das Saddam-Regime

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Schmiergeldzahlungen an das Saddam-Regime

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Artikelstatus: Fertig 23:00, 3. Jan. 2007 (CET)
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Nürnberg (Deutschland), 03.01.2007 – Die Vereinten Nationen hatten im Herbst 2005 eine Liste veröffentlicht, auf der unter anderem 63 deutsche Firmen stehen, die irakische Politiker im Zusammenhang mit der Aktion „Öl für Lebensmittel“ bestochen haben sollen. Diese Liste war Auslöser von Ermittlungen gegen viele deutsche Unternehmen. Das irakische Regime soll die Firmen aufgefordert haben, die Rechnungen um zehn Prozent, die in die irakische Staatskasse geflossen sein sollen, zu erhöhen.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg ermittelt laut einem Zeitungsbericht bereits seit November 2006 gegen den Elektronikkonzern Siemens. Es bestehe der Verdacht auf Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz durch illegale Schmiergeldzahlungen an hohe irakische Politiker in Saddam Husseins Regime. Auch der vor kurzem gehängte Ex-Diktator soll Bestechungsgelder erhalten haben. Insgesamt sollen mehr als 1,6 Millionen US-Dollar über Siemens-Auslandstöchter gezahlt worden sein. Auch im Ausland sollen gegebenenfalls bald Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg untersucht und übersetzt derzeit noch arabischsprachige Dokumente. Der Konzern hatte nach Angaben eines Sprechers keine Kenntnis von den Ermittlungen. Er erklärte weiterhin, dass Siemens sich nichts vorzuwerfen habe.

Siemens ermittelt nun auch intern wegen 420 Millionen Euro, die von Mitarbeitern veruntreut und auf schwarze Kassen ins Ausland verlagert worden sein sollen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Siemens wegen Schmiergeldzahlungen in die Nachrichten gerät. In einem anderen Fall haben zwei Manager vor einigen Jahren vermutlich sechs Millionen Dollar an einen italienischen Konzern namens Enel gezahlt haben, um Zuschläge für Gasturbinenlieferungen zu erhalten. Die beiden sollen bald einen Prozess in Darmstadt erhalten.

Wegen des gleichen Verdachts ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen Linde, den weltweit größten Industriegasekonzern. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden Ende November mehrere Durchsuchungen von Büros in München vorgenommen. Es gehe um einen Gesamtbetrag zwischen zehntausend und fünfzigtausend Dollar, umgerechnet 38.000 Euro, der im Zusammenhang mit Ersatzteilen für Turbinen und Luftzerleger geflossen sein soll. Linde gab an, in vollem Umfang mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten.

Auch gegen weitere Unternehmen wurde ermittelt. Viele Ermittlungen wurden jedoch eingestellt oder stehen kurz vor der Einstellung. Bei Schering etwa geht es um einen Betrag von weniger als 10.000 Euro. Bei Fällen, die vor Gericht landen, drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Auch DaimlerChrysler steht auf der Liste. Dort wurden ranghohe Mitarbeiter wegen Verstrickungen in den Skandal suspendiert.

Deutsche Konzerne wurden kritisiert, dass interne Antikorruptionsarbeit nur mangelhaft funktioniere.

Auch der australische Weizenexporteur AWB Limited steht auf der Liste. Dieser soll für milliardenschwere Aufträge über 190 Millionen Dollar Schmiergelder bezahlt haben.

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January 26, 2006

DaimlerChrysler verkleinert Vorstand und Verwaltung

DaimlerChrysler verkleinert Vorstand und Verwaltung

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Artikelstatus: Fertig 23:20, 26. Jan. 2006 (CET)
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Stuttgart (Deutschland), 26.01.2006 – Der neue Vorstandsvorsitzende der DaimlerChrysler AG Dieter Zetsche kündigte einen weiteren Stellenabbau an: Ein Fünftel des Verwaltungspersonals, insgesamt etwa 6000 Arbeitsplätze, sollen innerhalb der kommenden drei Jahre wegfallen. Dadurch sollen jährlich 1,5 Milliarden Euro eingespart werden. Darüber hinaus beschloss Zetsche den Umzug der Zentrale nach Untertürkheim, also näher an die Produktion.

Neben den Änderungen in der Verwaltung verkündete Zetsche auch den Umbau des Vorstands. Statt einst zwölf solle dieser künftig dauerhaft nur noch neun Mitglieder haben. Die neuen Ressortverteilung im Vorstand wird zum 1. März 2006 wirksam.

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December 25, 2005

Deutschland: Suche nach dem „Unwort des Jahres 2005“ hat begonnen

Deutschland: Suche nach dem „Unwort des Jahres 2005“ hat begonnen

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Artikelstatus: Fertig 18:54, 26. Dez. 2005 (CET)
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Wiesbaden (Deutschland), 25.12.2005 – Nachdem in Deutschland am 16. Dezember das Wort „Bundeskanzlerin“ zum Wort des Jahres ernannt wurde, hat nun die Suche nach dem „Unwort des Jahres 2005“ begonnen. Die Frist zur Einreichung von Vorschlägen läuft noch bis zum 9. Januar 2006. Am 24. Januar erfolgt die Bekanntgabe in Frankfurt am Main. Zur Auswahl stehen Wörter aus der Wirtschaft.

Gute Chancen hat das Wort „Smartsourcing“, das der Deutsche-Bank-Chef, Josef Ackermann, erfunden hat.

Ein weiterer Kandidat ist das Wort „beschäftigungsorientiertes Abbaumodell“. Erfunden wurde es von DaimlerChrysler. Die Firma hatte es in einem Schreiben an alle Mitarbeiter erwähnt. Auch Siemens kommt in die engere Wahl. Vorstandsvorsitzender Klaus Kleinfeld hat das Wort „unternehmerische Hygiene“ kreiert.

Das Unwort des Jahres wird bereits zum 15. Mal gewählt. Die meisten Vorschläge kamen bisher für die Worte „Schwampel“ – es steht für „schwarze Ampel“ bzw. eine schwarz-gelb-grüne Koalition – sowie das Wort „Gammelfleisch“, das im Zusammenhang mit dem Fleischskandal entstanden ist.

Weitere Vorschläge sind Oskar Lafontaines „Fremdarbeiter“ oder „Ehrenmord“ sowie Jörg Schönbohms Ausspruch „Proletarisierung in der DDR“. Holger Apfel prägte das Wort „Einflussspende“.

Das Unwort des Jahres 2004 war das Wort „Humankapital“.

Die Wörter des Jahres werden seit 1972 jährlich von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden ermittelt.

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November 4, 2005

Mercedes-Testfahrer erhält Strafe für tödlichen Unfall

Mercedes-Testfahrer erhält Strafe für tödlichen Unfall

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Stuttgart (Deutschland) / Stockholm (Schweden), 04.11.2005 – Der deutsche Mercedes-Testfahrer, der im Februar 2005 in Schweden einen tödlichen Verkehrsunfall verursachte, ist verurteilt worden. Bei dem Unfall war die Mutter (45) von zwei Kindern auf einer Landstraße in der Nähe des Ortes Ytterhogdahl von dem Wagen des 33-jährigen Testfahrers erfasst worden und ist dabei ums Leben gekommen.

Ein schwedisches Gericht hat den Fahrer zu einer Geldbuße von 24.000 schwedischen Kronen, rund 2.450 Euro, verurteilt. Zusätzlich erhielt er eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren wegen fahrlässiger Tötung.

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August 14, 2005

General Motors – Der Gigant wankt

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General Motors – Der Gigant wankt

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Ehemaliges Hauptquartier in Detroit

Detroit (USA), 14.08.2005 – Noch im Jahr 1979 erzielte General Motors (GM) hohe Gewinne, seine Modelle verkauften sich äußerst gut. Der Automobilhersteller hatte einen Marktanteil von über 50 Prozent und verkaufte in den USA mehr als fünf Millionen Fahrzeuge pro Jahr.

Im Jahr 2005 wies das Traditionsunternehmen aus Detroit auch für das zweite Quartal einen operativen Verlust von 286 Millionen US-Dollar aus, bereits im ersten Quartal schrieb GM einen Verlust von 1,1 Milliarden US-Dollar. So summiert sich der Gesamtverlust auf fast 1,4 Milliarden US-Dollar im ersten Halbjahr, im ersten Halbjahr 2004 konnte GM noch einen Gewinn von 2,5 Milliarden US-Dollar aufweisen.

Probleme in Nordamerika

Vor allem der wichtige nordamerikanische Heimatmarkt zieht GM nach unten, „GM Northamerica“ schrieb einen Verlust von über 2,5 Milliarden US-Dollar im ersten Halbjahr. Auf dem größtem Automobilmarkt, den USA, mit einem Gesamtvolumen von über 17 Millionen Einheiten jährlich (Deutschland ca. 3,1 Millionen), tobt ein heftiger Preiskampf. Die US-amerikanischen Unternehmen versuchen sich gegen die japanische Konkurrenz zu behaupten, die einen Marktanteil von fast 35 Prozent erobert haben, in den Küstenregionen (Florida, Kalifornien) sogar schon fast 50 Prozent.

Die US-amerikanischen Big Three (GM, Ford und DaimlerChrysler US-Tochter Chrysler) versuchen sich nun in einer Rabattschlacht gegenseitig die Marktanteile streitig zu machen. So schossen die Absatzzahlen von „GM Northamerica“ im Juni beziehungsweise Juli auf ein Rekordhoch.

GM verkauft alle Modelle aus dem Jahr 2005 zum Mitarbeiterpreis, dem so genannten Rabattprogramm „Get Employee Price“, das seit dem 5. Juni läuft und am 8. September ausläuft. Das entspricht einer Einsparung von durchschnittlich 25 Prozent pro Modell oder circa 3.600 US-Dollar. Im Juli konnte „GM Northamerica“ so 530.027 Autos absetzen, was einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Es war der erfolgreichste Juli-Wert seit 1979.

Ford und Chrysler zogen jetzt mit ähnlichen Programmen nach, beide Marken konnten zweistellig zulegen, ob solche Rabattaktionen allerdings profitabel sind, wird sich in den nächsten Quartalszahlen der Unternehmen zeigen. Experten zeigen sich sehr kritisch und rechnen damit, dass sich die Rabattpolitik als schwerwiegender Managementfehler herausstellen könnte.

Nicht nur die japanische Konkurrenz macht GM in Nordamerika zu schaffen, auch Pensionskosten in Höhe von 5,6 Milliarden Dollar drücken jährlich auf das Budget. Diese entstanden in den 1970er Jahren, als GM großzügige Vereinbarungen mit der mächtigen Automobilgewerkschaft UAW (United Auto Worker) vereinbarte. So zahlt GM allen Mitarbeitern die medizinische Versorgung und die vollen Pensionskosten; auf einen GM-Mitarbeiter kommen vier Pensionäre. Da GM die älteste Belegschaft aller Unternehmen in Nordamerika hat, werden die Pensionskosten in den nächsten Jahren kaum abnehmen, sondern eher noch weiter zulegen.

Verzweifelt versucht GM-Chef Rick Wagoner in zähen Verhandlungen mit der UAW Kompromisse einzugehen, doch diese stellt sich quer. Immerhin konnte er durchsetzen, dass er die älteste amerikanische, aber schwer defizitäre Automarke Oldsmobile schließen konnte. Nun droht er der UAW auch ohne deren Einflussnahme mit eigenen Schritten gegen die Probleme vorzugehen. Rick Wagoner will nun ein Werk schließen und in den nächsten beiden Jahren die Belegschaft um 40.000 Mitarbeiter senken. Sein Ziel ist es, die Gesamtkosten um etwa 2,5 Milliarden US-Dollar jährlich zu senken.

Mit „Gesundschrumpfen“ ist es allerdings nicht getan. GM muss seine Modellpolitik ändern, der Konzern ist nicht in der Lage, seinen Kunden aufregende Automobile anzubieten. GM verschläft Trends und versucht zu lange alte Modelle zu verkaufen, aber auch die einzelnen Modelle der Marken ähneln sich viel zu stark. Ein Chevrolet Silverado gleicht in Aussehen, Ausstattung und im Preis einem GMC Sierra. GM versuchte bisher immer nur möglichst viele Modelle, die der gleichen Fahrzeuggattung angehören unter möglichst vielen Marken zu verkaufen. Folge: Die Marken verloren ihre Identität.

Rick Wagoners Plan

Pontiac GTO, 2005

Rick Wagoner will dies nun radikal ändern. So wurde Chevrolet (Absatzvolumen ca. 2,2 Millionen jährlich in den USA) zur Kernmarke erklärt, die direkt gegen Ford (2,4 Millionen) und Toyota (2,2 Millionen) antritt, also im Massenmarkt. Cadillac (300.000) soll als Vollsortimentierer im Luxussegment gegen die geballte Luxuskonkurrenz wie BMW (350.000), Mercedes (250.000), Lexus und Acura (Honda-Tochter) antreten. GMC (500.000) soll als Nischenmarke im Truck-/Geländewagenmarkt mit nur drei oder vier Modellreihen durchstarten. Ähnlich wie GMC sollen Pontiac (400.000) mit sportlichen Automobilen und Buick (300.000) mit qualitativ hochwertigen Limousinen in ihrem jeweiligen Bereich punkten. Saturn (400.000) wird wohl in naher Zukunft eng mit Opel zusammenarbeiten um mit europäischem Design auf dem US-Markt VW (300.000) auszubremsen. So werden der Saturn Aura und der nächste Opel Vectra Zwillinge, der eine wird in den USA, der andere in Europa verkauft. Hummer (60.000) und Saab (35.000) sind die kleinsten Marken in den USA beide sollen im Luxussegment mit weiteren Modellreihen zulegen. Dass dies der richtige Weg ist, zeigen bereits erste Modelle aus dem Jahr 2006: Der HUMMER H3 beschert Hummer einen ewigen Verkaufsrekord, der Buick LaCrosse verkauft sich immer besser und Pontiac trifft mit dem G6, dem Solstice und dem Torrent genau ins Schwarze und schafft den besten Sommer seit 25 Jahren. Auch dem Saab 9-7X traut man den Durchbruch zu, er ist der erste SUV in der Geschichte des schwedischen Autobauers Saab.

Weiterhin will Wagoner die Produktivität der Werke drastisch erhöhen und endlich an die japanische Konkurrenz herankommen.

Qualitätsprobleme ade!

Die neusten Qualitätsreporte in Nordamerika und Europa zeigen, dass GM auf gutem Weg in Sachen Qualität ist, so konnte GM in acht von dreizehn Fahrzeugkategorien bei einem Qualitätsreport in den USA überraschenderweise den Sieger stellen. Der Report bezog sich auf die letzten fünf Jahre, auch in Europa konnte Opel in Sachen Qualität zur Spitze aufschließen.

Der hoffnungsvolle Blick nach Europa

Nach fünf Jahren hat es „GM Europe“ endlich wieder geschafft einen operativen Quartalsgewinn von 37 Millionen Dollar vorzuweisen. Experten trauen „GM Europe“ nun den „Tournaround“ zu. GM Europe wird aus Opel, deren britischer Schwestermarke Vauxhall, dem schwedischen Premiumhersteller Saab und den Importmarken Chevrolet, Cadillac und Hummer gebildet. Die harten Einschnitte scheinen sich gelohnt zu haben, die Entlassung von 10.000 Mitarbeitern und weiteren harten Sanierungsmaßnahmen bringen „GM Europe“ wieder in die Spur. Auch die Einführung neuer Modelle begründet Wachstumserwartungen. So konnte der Opel/Vauxhall Astra in Deutschland und England deutlich zulegen, die Einstiegsmarke Chevrolet geht mit aggressiven Werbekampagnen und sehr günstigen Preisen auf Kundenfang. GM vermarktet koreanische Daewoo-Produkte unter dem prestigeträchtigeren US-Label seit März diesen Jahres, was sich bereits in den Zahlen niederschlug: Chevrolet konnte im ersten Halbjahr seinen Absatz um 25 Prozent steigern.

GM Europe-Chef Fritz Henderson nennt vor allem die klaren Marketingstrategien als Erfolgsgrund: „Chevrolet geht mit aggressiven Kampagnen auf Kundenfang bei jüngeren Käuferschichten, Opel/Vauxhall treten direkt im Massensegment an, während Saab qualitativ hochwertigere Produkte anbietet und Cadillac und Hummer (Hummer wird ab Spätherbst offiziell in Europa vertrieben) im Luxussegment vertreten sind.“

„GM Europe“ will im zweiten Quartal den Absatz weiter steigern durch die Einführung des neuen Zafiras, neuer Saab-Modelle, des Cadillac STS und durch den in den USA sehr erfolgreichen Hummer H3. 2006 wird wohl die in Europa völlig unbekannte Marke GMC ihr Europadebüt feiern, sie wird kleine US-Chevy Offroader zu günstigen Preisen anbieten, wie zum Beispiel den Trailblazer.

Weblinks

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