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April 28, 2011

Neu Delhi: Europa schmeißt Mitbewerber im Rennen um den Bau von 126 Kampfjets aus dem Ring

Neu Delhi: Europa schmeißt Mitbewerber im Rennen um den Bau von 126 Kampfjets aus dem Ring

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Veröffentlicht: 21:19, 28. Apr. 2011 (CEST)
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Neu-Delhi (Indien), 28.04.2011 – Am Donnerstag überraschte das indische Verteidigungsministerium mit der Entscheidung zur geplanten Beschaffung von 126 Kampfjets. Allgemein war erwartet worden, dass der US-Hersteller Boeing oder Lockheed Martin den Zuschlag bekommen würden. Nach neuesten Informationen werden es die Europäer unter sich ausmachen. Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) und der französische Dessaultkonzern befinden sich mit ihren Jets alleine auf der Zielgeraden. 11 Milliarden Dollar schwer ist der Auftrag.

Die Bewerber und ihre Angebote:

Lockheed Martin – F 16

Boing – F/A-18

Saab – JAS 39

Russland – MiG 35

EADS – Eurofighter Typhoon

Dassault – F/Rafale

Begründet wurde die Entscheidung: „Die unterlegenen Bewerber haben die technischen Anforderungen nicht erfüllt.“ Timothy Roemer der US-Botschafter in Indien trat am Tag des Bekanntwerdens zurück. Er nannte berufliche und private Gründe für seine Entscheidung, zu einem möglichen Zusammenhang mit der Auftragsvergabe, wollte er sich nicht äußern, zeigte sich aber tief enttäuscht und fügte an: „Die USA wird versuchen die Zusammenarbeit mit Indien in Rüstungsprojekten auszubauen“.

Den endgültigen Zuschlag kann nur erhalten, wer die Endmontage des Jets in Indien garantiert. 50 Prozent des Auftragswertes müssen in indischen Unternehmen investiert werden. Indien will einen genauen Einblick in die Technik des Jets erhalten. Alle Bewerber hatten sich bereits auf diese Bedingungen eingestellt.

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April 1, 2011

Wissenschaftler aus Bremen fliegen zum Mars

Wissenschaftler aus Bremen fliegen zum Mars

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Veröffentlicht: 21:12, 1. Apr. 2011 (CEST)
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Bremen (Deutschland), 01.04.2011 – Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, sind die Planungen für ein bemanntes Raumfahrtunternehmen zum Nachbarplaneten Mars vor kurzem in Bremen abgeschlossen worden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen und das Raumfahrtunternehmen EADS haben ein gemeinsames Konzept vorgelegt, das jedoch noch unter Verschluss gehalten wird. Um die lange Flugzeit für die Wissenschaftler angenehm zu gestalten, soll die Besatzung der Raumfähre in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt werden. Die betreffenden Wissenschaftler der Universität Bremen haben bereits ihr Einverständnis zu diesem in der Welt einmaligen Experiment gegeben. Seit dem Jahre 2009 testet die Europäische Raumfahrtbehörde ESA, wie Teilnehmer einer insgesamt 520 Tage dauernden Mars-Expedition auf eine isolierte Situation reagieren.

Allerdings sollen noch die Ergebnisse des Mars-Laboratoriums im Jahre 2012 abgewartet werden, bevor konkrete Forschungsaufgaben für die Marsoberfläche in allen Einzelheiten von den Bremer Wissenschaftlern ausgearbeitet werden sollen. Mit dem Mars-Laboratorium soll zum ersten Mal auf dem Mars eine Präzisionslandung durchgeführt werden. Sobald die Finanzierung für einen bemannten Flug gesichert ist, soll das Projekt in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Ort für den Start der bemannten Marsrakete steht noch nicht fest. EADS, ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, beschäftigt mehr als 120.000 Mitarbeiter. Die bemannte Raumfahrt ist Unternehmensschwerpunkt der Firma Astrium, einer 100-prozentigen Tochter von EADS. Diese Firma hat auch eine Niederlassung in Bremen und betreut von dort das Wissenschaftslabor Columbus.

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January 26, 2011

Deutscher Bundestag: Haushaltskompromiss sichert Finanzierung des A400M-Militärtransporters

Deutscher Bundestag: Haushaltskompromiss sichert Finanzierung des A400M-Militärtransporters

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Veröffentlicht: 20:22, 26. Jan. 2011 (CET)
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Der A400M-Militärtransporter

Berlin (Deutschland), 26.01.2011 – Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages einigte sich heute beim Kauf des Militärtransporters Airbus A400M auf einen Kompromiss. Danach wird die Bundeswehr dem Rüstungskonzern EADS nur noch 40 Militärtransporter vom Typ A400M abnehmen.

Ursprünglich war geplant, dass die deutsche Luftwaffe 53 dieser Maschinen erhält. Die FDP setzte sich damit scheinbar mit ihrer Forderung durch, aus Kostengründen auf den Kauf aller vereinbarten Flugzeuge zu verzichten. Wegen der Drohung der FDP, dem Rettungsplan zur Finanzierung des europäischen Prestigeprojekts möglicherweise ihre Zustimmung zu verweigern, stand das Projekt vor dem Aus. Gegenüber dem Handelsblatt äußerte sich der FDP-Obmann im Finanzausschuss, Jürgen Koppelin, zu dem nun gefundenen Kompromiss heute mit den Worten: „Mit Minister zu Guttenberg ist ausgemacht, dass wir nur 40 Maschinen kaufen und nur 40 Maschinen bezahlen werden. Die 13 Flugzeuge darüber werden sofort in den Export gehen. Laut Bundesverteidigungsministerium kann dies bereits 2016 beginnen.“

Da sich die Regierung jedoch für die verbleibenden 13 Maschinen zu einer Abnahmegarantie verpflichtet hat, trägt der Steuerzahler letztlich das Risiko. Ob sich genügend Käufer für die Maschine finden, deren Stückpreis nach der ursprünglichen Planung zwischen 130 und 140 Millionen Euro lag, gilt jedoch keineswegs als sicher. Die Opposition kritisierte die Vereinbarung als „faulen Haushaltstrick“ (Alexander Bonde von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen). Bonde rechnet aufgrund von Gutachten damit, dass die Militärtransporter auch in Krisengebiete geliefert werden.

Das Rüstungsprojekt des europäischen Konzerns EADS stand mehrfach vor dem Scheitern, weil die Kosten des Flugzeugs gegenüber der ursprünglichen Planung explodiert waren. EADS hatte an die auftraggebenden Länder milliardenschwere Nachforderungen gerichtet, was die deutsche Bundesregierung zunächst abgelehnt hatte. Der EADS-Vorstandsvorsitzende Enders hatte im Falle eines Scheiterns des Projekts sogar Auswirkungen für die zivile Produktion von Airbus befürchtet. Da ein Scheitern des Projekts für die beteiligten Länder und den europäischen Rüstungskonzern EADS jedoch mit einem immensen Imageverlust verbunden gewesen wäre, war schließlich doch noch eine grundsätzliche Einigung zwischen dem EADS-Konzern und den Auftraggeberländern zustande gekommen. Diese bestand im Wesentlichen aus einer Teilung der Mehrkosten zur Finanzierung des Projekts mit dem Airbus-Mutterkonzern EADS.

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December 6, 2010

Urteil zum Concorde-Absturz: Geldstrafe von 200.000 Euro gegen Continental-Airlines

Urteil zum Concorde-Absturz: Geldstrafe von 200.000 Euro gegen Continental-Airlines

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Veröffentlicht: 23:35, 6. Dez. 2010 (CET)
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Startende Concorde

Paris (Frankreich), 06.12.2010 – Die nachlässige Arbeit des Mechanikers John Taylor der US-amerikanischen Fluggesellschaft Continental Airlines ist für den Absturz der Concorde auf dem Flughafen Charles de Gaulle am 25. Juli 2000 verantwortlich. So lautet das Urteil eines Pariser Gerichts. Taylor wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Unternehmen Continental Airlines, für das Taylor arbeitete, wurde zu einer Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilt.

Als mitschuldig an den Vorgängen, die zum Absturz des Überschallflugzeugs Concorde führten, wurde der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS befunden. EADS trägt nach Auffassung des Gerichts aber lediglich eine zivilrechtliche Verantwortung. Entschädigungsforderungen von Geschädigten müsse sich die Firma mit Continental Airlines im Verhältnis von 30 zu 70 teilen. EADS ist inzwischen Eigentümer der Firmen, die an der Herstellung der Concorde beteiligt waren. Mögliche Entschädigungsforderungen könnten sich in siebenstelliger Größenordnung bewegen. Die französische Fluggesellschaft Air France – einem früheren Urteil zufolge nicht schuldig an den Ereignissen von vor zehn Jahren – hat bereits Zahlungen von Schmerzensgeld in Millionenhöhe an die Angehörigen geleistet.

Nach der Rekonstruktion des Unfallhergangs am 25. Juli 2000 durch das Pariser Gericht hat eine Titan-Lamelle der zuvor gestarteten Continental-Maschine den Unfall dadurch verursacht, dass sie auf die Rollbahn stürzte, auf der kurz danach die Concorde zum Start ansetzte. Das Metallteil zerfetzte dann einen Reifen der startenden Concorde, worauf Gummibrocken durch die Luft wirbelten, die dann die Tragflächen des Überschallfliegers und einen Kerosintank beschädigten. Die daraufhin folgende Explosion führte schließlich zum Absturz des Flugzeugs. 113 Menschen starben in dem Inferno, das dann folgte.

Der französische Anwalt von Continental Airlines, Olivier Metzner, kündigte an, in dem angestrebten Berufungsverfahren zu beweisen, dass die Concorde bereits brannte, als sie auf das abgefallene Metallstück der vorher gestarteten Maschine von Continental Airlines traf. Der französischen Fluggestellschaft „Air France“, die nicht angeklagt worden war, hielt er vor, Beweismaterial zurückzuhalten, das Continental Airlines entlasten könnte. Dem Gericht warf er Parteilichkeit vor: „Das Gericht hat eine Entscheidung gefällt, die ausschließlich französischen Wirtschaftsinteressen dient.“


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March 9, 2010

EADS verliert Milliardenauftrag für US-Luftwaffe

EADS verliert Milliardenauftrag für US-Luftwaffe

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Veröffentlicht: 23:00, 9. Mär. 2010 (CET)
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Paris (Frankreich), 09.03.2010 – Der europäische Rüstungs- und Raumfahrtkonzern EADS und sein US-Partner Northrop Grumman zogen am Donnerstag ihr Angebot für den Bau von Tankflugzeugen für das US-Verteidigungsministerium zurück.

In den Medien war der Großauftrag aus dem Pentagon überschwenglich schon als „Geschäft des Jahrhunderts“ bezeichnet worden. Es ging um den Bau von 179 Tankflugzeugen mit einem Gesamtvolumen von rund 35 Milliarden US-Dollar. Vor fast genau zwei Jahren schien EADS den Deal schon in der Tasche zu haben (Wikinews berichtete). Doch dann kam alles anders. Der US-Flugzeugbauer Boeing betrieb intensive Lobbyarbeit. Der Rechnungshof des US-Kongresses erklärte die Ausschreibung daraufhin für fehlerhaft, der Auftrag wurde neu ausgeschrieben. Das Rennen schien wieder offen. Nach Einschätzung des Airbus-Vorstandsvorsitzenden Thomas Enders wurden die Bedingungen nun jedoch so geändert, dass sie genau auf das Angebot des US-Konkurrenten Boeing zugeschnitten waren. Nach bisher unbestätigten Berichten wurde der Firma Boeing außerdem Einsicht in das Angebot von EADS und seines US-Partners Northrop Grumman gewährt und konnte sein Angebot darauf abstimmen.

Am Dienstag zog der US-Partner von EADS, Northrop Grumman, der als Generalunternehmer fungierte, das Angebot beim Pentagon mit der Begründung zurück, dieses habe die Ausschreibung voll auf Boeing zugeschnitten. Der Airbus-Vorstandsvorsitzende Enders schloss sich dieser Einschätzung mit den Worten an: „Wenn unser Partner Northrop Grumman überzeugt ist, dass wir in dem derzeitigen Umfeld keine Chance haben zu gewinnen – egal wie gut unser Angebot ist -, dann kann ich mich dieser Einschätzung nur anschließen.“

Für EADS bedeutet der Verlust dieses Großauftrages nach Einschätzung von Marktbeobachtern einen Tiefschlag. EADS-Vorstandsvorsitzender Louis Gallois kommentierte das Ende des Tankflugzeugprojekts mit den Worten: „Fest steht nur, dass die Amerikaner nun zum ersten Mal seit Jahrzehnten nicht das beste Verteidigungsmaterial haben werden, denn alle wissen, dass der A330 das modernere und leistungsfähigere Flugzeug ist.“

Die Börsianer zeigten sich enttäuscht. Die EADS-Aktie verlor in Paris und Frankfurt um rund fünf Prozent. Im Gegenzug profitierte Boeing von der neuen Situation, die Boeing-Aktie gewann ein Prozent.

Den Großauftrag aus den USA hätte der Konzern EADS gut gebrauchen können. Unter anderem wegen der Finanzierungsprobleme beim Militärtransporter A400M verbuchte der Konzern für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Nettoverlust von 763 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor konnte EADS noch einen Gewinn von 1,572 Milliarden Euro verbuchen. Aber auch die Mehrkosten beim Bau des Großraumflugzeugs A380 machten dem Konzern zu schaffen.

EU-Kommission und Bundesregierung äußerten indessen Zweifel, ob bei der Vergabe von Aufträgen im Rüstungsbereich der Vereinigten Staaten alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Der deutsche Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) warf den USA vor, den Konkurrenten Boeing bevorzugt zu haben. Brüderle sieht die Gefahr der Einschränkung des freien Wettbewerbs.

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March 5, 2010

EADS: Einigung über Finanzierung des Militärtransporters A400M

EADS: Einigung über Finanzierung des Militärtransporters A400M

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Veröffentlicht: 23:17, 5. Mär. 2010 (CET)
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Der A400M – laut Airbus der weltweit fortgeschrittenste Lufttransporter

Berlin (Deutschland), 05.03.2010 – Wie der Rüstungs- und Raumfahrtkonzern EADS, dem auch Airbus gehört, heute am Rande der Verhandlungen mit den Auftraggebern mitteilte, wurde zwischen den auftraggebenden Ländern und der Herstellerfirma eine grundsätzliche Einigung über die Finanzierung der entstandenen Mehrkosten des Militärtransporters A400M erzielt.

Die Auftraggeber haben demnach eine Zusage für die Übernahme von zwei Milliarden Euro zusätzlich zum ursprünglich vereinbarten Kaufpreis gegeben. Für weitere 1,5 Milliarden Euro würden sich die Auftraggeber eine Beteiligung an künftigen Verkaufserlösen sichern.

Airbus hatte im Januar Mehrkosten in Höhe von 11,3 Milliarden Euro gegenüber der ursprünglichen Planung eingeräumt und auf eine Kostenübernahme durch die auftraggebenden Staaten gedrängt. Bestellungen für den Militärtransporter liegen von Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Malaysia, Spanien und der Türkei vor.

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January 7, 2010

Bremer Unternehmen OHB Technology erhält Großauftrag für das europäische Navigationssystem Galileo

Bremer Unternehmen OHB Technology erhält Großauftrag für das europäische Navigationssystem Galileo

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Veröffentlicht: 17:16, 7. Jan. 2010 (CET)
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Animation des geplanten Satellitensystems Galileo, (startet durch Klick)

Bremen (Stadt) (Deutschland), 07.01.2010 – Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB Technology erhielt heute von der EU-Kommission den Zuschlag für den Bau von 14 Satelliten für das Europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo. Bereits Mitte Dezember hatte sich die Europäische Weltraumorganisation ESA dafür ausgesprochen, den Auftrag an OHB zu vergeben. Mit dem rund 566 Millionen Euro schweren Auftrag (nach anderen Angaben 350 Millionen Euro) konnte OHB den wesentlich größeren Mitbewerber EADS Astrium ausstechen.

Das Satellitennavigationssystem Galileo soll nach seiner Fertigstellung im Jahr 2013 Navigationsdaten für Empfängersysteme auf der Erdoberfläche und in der Luft liefern. Es steht damit in Konkurrenz zu dem US-System GPS, steht jedoch im Gegensatz zu diesem nicht unter der Kontrolle des Militärs.

OHB war auch in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Raumfahrtprojekten beteiligt. Vor allem bei der Entwicklung von Kleinsatelliten konnte das Unternehmen Erfahrungen sammeln, liefert aber auch Teile der europäischen Rakete Ariane. Auch an dem europäischen Forschungsmodul Columbus für die Internationale Raumstation ISS war OHB beteiligt. Bei OHB sind 1600 Mitarbeiter beschäftigt, im Jahr 2009 machte das Unternehmen einen Umsatz von 260 Millionen Euro.

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November 29, 2008

Airbuswerke in Varel, Nordenham und Augsburg werden von EADS-Tochter Premium Aerotec weitergeführt

Airbuswerke in Varel, Nordenham und Augsburg werden von EADS-Tochter Premium Aerotec weitergeführt

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Veröffentlicht: 18:45, 29. Nov. 2008 (CET)
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Airbuswerk in Nordenham

Varel / Nordenham / Augsburg (Deutschland), 29.11.2008 – Die Standorte in Norddeutschland (Nordenham und Varel) sowie im bayerischen Augsburg werden von einer hundertprozentigen Airbustochter, Premium Aerotec, weitergeführt. Ursprünglich sollten die Werksstandorte, an denen Flugzeugteile für Airbus gefertigt werden, im Rahmen des Sparprogramms „Power8“ an Fremdfirmen verkauft werden.

Das Sparprogramm war notwendig geworden, nachdem Airbus seine Lieferverpflichtungen gegenüber Kunden, die das neue Großraum-Passagierflugzeug Airbus A380 bestellt hatte, nicht einhalten konnte. Die damit verbundenen Einnahmeausfälle sollten durch das Sparprogramm Power8 aufgefangen werden. Von Gewerkschaftsseite war in diesem Zusammenhang der Abbau von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen bei Airbus befürchtet worden. Die IG Metall wertet die Einigung der Belegschaft mit der Konzernführung als Erfolg. Betriebsrat und Geschäftsführung einigten sich bereits am Freitag vergangener Woche auf einen sozialverträglichen Übergang der genannten Airbuswerke in den Besitz der Airbustochter Premium Aerotec GmbH zum 1. Januar 2009. Inzwischen hat auch der Airbus-Aufsichtsrat dem Überleitungsvertrag zugestimmt. Die aus Belegschaftssicht wichtigsten Punkte sind dabei die Garantie der Sicherheit der Arbeitsplätze: Bis zum 31. Dezember 2013 sollen keine betriebsbedingten Kündigungen stattfinden. Außerdem konnten die Arbeitnehmervertreter auch Arbeitszeitverlängerungen und Gehaltskürzungen abwehren. Einspareffekte für das Unternehmen sollen „durch mehr Effizienz und eine höhere Produktivität“ erreicht werden, so heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Airbus-Gesamtbetriebsrates und der IG Metall Küste. Den von der Belegschaft zu erzielenden Einspareffekt, unter anderem durch kürzere Verteilzeiten, bezifferte Airbus-Vorstandsvorsitzender Thomas Enders mit 22,5 Millionen Euro. Außerdem stellt Airbus für die Modernisierung der Standorte 500 Millionen Euro zur Verfügung. Die bestehenden Tarifverträge bleiben von der Vereinbarung unberührt.

Mit dem Unternehmen, das die Airbusstandorte in Varel, Nordenham und Augsburg mit insgesamt etwa 6.000 Arbeitsplätzen weiterführt, entsteht der zweitgrößte Luftfahrtzulieferer der Welt nach „Spirit Aerosystems“, einer US-Firma, die 2005 aus ehemaligen Standorten des Airbuskonkurrenten Boeing hervorgegangen war. Die Führung des neuen Luftfahrt-Zulieferers soll der ehemalige Chef des Augsburger EADS-Werks, Hans Lonsinger, übernehmen. Langfristig strebt das neue Unternehmen die Loslösung vom Airbus-Mutterkonzern an. Eine der Optionen sei ein Börsengang nach 2011. Premium Aerotec rechnet für das Jahr 2009 mit einem Umsatz in einer Größenordnung von zirka einer Milliarde Euro.

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May 31, 2008

EADS: Airbus-Werk in Laupheim soll an Diehl-Thales verkauft werden

Veröffentlicht: 22:35, 31. Mai 2008 (CEST)
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Paris (Frankreich) / Laupheim (Deutschland), 31.05.2008 – Das Airbus-Werk im baden-württembergischen Laupheim soll an das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen Diehl/Thales verkauft werden. Wie ein Vertreter des Mutterkonzern von Airbus, EADS heute mitteilte, wurde das aus dem deutschen Rüstungsproduzenten Diehl aus Nürnberg und dem französischen Thales-Konzern bestehende Joint-Venture „als bevorzugter Bieter“ ausgewählt.

Das Airbus-Werk in Laupheim soll im Rahmen des großangelegten Sparprogramms „Power8“ aus dem Airbuskonzern ausgegliedert werden. Nach den Lieferschwierigkeiten mit dem Airbus A380 muss der Luftfahrtkonzern mit Milliardenverlusten fertig werden. Insgesamt sechs deutsche und französische Airbus-Standorte sollten daher verkauft werden. Im März war der Versuch für gescheitert erklärt worden, die Werke in Varel, Nordenham und Augsburg zu verkaufen.

Mit dem Nürnberger Rüstungskonzern Diehl und seinem französischen Partner bestehen schon seit längerer Zeit intensive Geschäftsbeziehungen. Diehl/Thales gilt als Hauptzulieferer für Airbus. Die beiden Unternehmen produzieren für Airbus unter anderem Kabinenbeleuchtungen. Im Airbus-Werk Laupheim werden unter anderem Flugzeugkabinen, Ruheräume für die Kabinenbesatzung sowie Klimarohre für alle Airbusmodell hergestellt. In Laupheim sind 1.100 Beschäftigte tätig.

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May 28, 2008

Ehemaliger EADS-Vorstandsvorsitzender Forgeard wegen Verdacht auf Insiderhandel festgenommen

Ehemaliger EADS-Vorstandsvorsitzender Forgeard wegen Verdacht auf Insiderhandel festgenommen

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Veröffentlicht: 20:00, 28. Mai 2008 (CEST)
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Paris (Frankreich), 28.05.2008 – Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, Noël Forgeard, wurde am Mittwoch von der französischen Finanzpolizei wegen des Verdachts auf Insiderhandel festgenommen. Er soll sich zurzeit in Untersuchungshaft befinden. Ohne richterlichen Beschluss kann der 61-jährige ehemalige EADS-Chef 48 Stunden lang festgehalten werden.

Forgeard war zwischen 2005 und 2006 einer der beiden Vorstandsvorsitzenden des Konzerns. Sein Insiderwissen um die drohenden Schwierigkeiten bei der Auslieferung des Vorzeigeprojekts des EADS-Konzerns, des Airbus A380, soll er genutzt haben, um seine Aktien rechtzeitig vor einem drohenden Kurssturz an der Börse zu verkaufen. Dabei soll er laut AFP im November 2005 und im März 2006 insgesamt 360.000 EADS-Anteilsscheine mit einem Wert von 4,3 Millionen Euro veräußert haben. Die Mitteilung des Konzerns über bevorstehende Lieferverzögerungen beim A380 erfolgte am 13. Juni 2006. Ein solcher „Insiderhandel“ ist verboten. Den Anstoß zu Ermittlungen der französischen Finanzpolizei hatte eine Sammelklage von Kleinaktionären gegeben. Im Juni 2006 wurden die formellen Ermittlungen aufgenommen. Im Juli 2006 war Forgeard von seiner Funktion bei EADS zurückgetreten. Bisher hat Forgeard alle Anschuldigungen zurückgewiesen.

Forgeard werden hervorragende Kontakte bis in höchste französische Regierungskreise nachgesagt, daher galt er lange als unangreifbar. Laut einem Bericht der Börsenaufsicht wird wegen des gleichen Verdachts gegen 16 weitere Manager des Konzerns ermittelt.

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