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March 11, 2011

Dalai Lama will kein politischer Führer mehr sein

Dalai Lama will kein politischer Führer mehr sein

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Veröffentlicht: 22:26, 11. Mär. 2011 (CET)
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Tenzin Gyatsom, 2009

Dharmshala (Indien), 11.03.2011 – Der Dalai Lama hat gestern in seiner Erklärung zum 52. Jahrestags des Tibetaufstands seine Absicht bekannt gegeben, seine Funktion als politisches Oberhaupt Tibets nicht mehr auszuüben und die politische Macht ganz an die tibetische Exilregierung zu übertragen.

Tendzin Gyatsho ist der 14. Dalai Lama in der Geschichte Tibets und sowohl das religiöse Oberhaupt Tibets als auch Oberhaupt der tibetischen Exilregierung. Er begründete seine Absicht damit, dass die Zeit jetzt reif sei, die politische Führung ganz in die Hände eines frei gewählten Staatsoberhaupts zu übergeben. Er will formell zu Beginn der nächsten Parlamentsperiode der Exilregierung am 14. März eine Änderung der Verfassung zu diesem Zweck beantragen.

Wolfgang Grader, Vorsitzender der Tibet Initiative Deutschland, die eine der größten Tibet-Unterstützergruppen in Deutschland ist, begrüßte die Ankündigung. Er nannte den Rückzug des Dalai Lama aus der Politik den konsequenten Abschluss des Demokratisierungsprozesses und den Beginn einer neuen Ära in der Geschichte Tibets.

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March 18, 2008

Dalai Lama fordert Tibeter zum Gewaltverzicht auf

Dalai Lama fordert Tibeter zum Gewaltverzicht auf

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Veröffentlicht: 19:16, 18. Mär. 2008 (CET)
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Dharmshala (Indien), 18.03.2008 – Der geistliche Führer der Tibeter, der Dalai Lama, forderte seine Landsleute erneut zu einem Verzicht auf die Anwendung von Gewalt auf. Vom Sitz der tibetischen Exilregierung im nordindischen Dharmshala kündigte der Dalai Lama gleichzeitig seinen Rücktritt an, wenn sich die Situation in Tibet weiter zuspitzen sollte: „Wenn die Dinge außer Kontrolle geraten, ist ein Rücktritt die einzige Option.“

Zuvor hatte der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao den Dalai Lama erneut für die Unruhen in Tibet persönlich verantwortlich gemacht. Dafür lägen „hinreichende Fakten und reichlich Beweise“ vor. Den Vorwurf des Dalai Lama aus den vergangenen Tagen, China betreibe in Tibet einen „kulturellen Völkermord“ wies er zugleich als „Lüge“ zurück. Er ging auf die von westlichen Regierungen erhobene Aufforderung ein, den Dialog mit dem Dalai Lama zu führen. China sei zu einem solchen Dialog bereit, wenn der Dalai Lama auf eine Unabhängigkeit Tibets verzichte. Der Dalai Lama erklärte heute dazu, eine vollständige Unabhängigkeit von China komme aus seiner Sicht nicht in Betracht. Allerdings sei er auch nicht in der Position, den Tibetern zu sagen, was sie tun sollten. Diese Bewegung unterliege nicht seiner Kontrolle.

Nach Angaben der Exilregierung sind am heutigen Dienstag erneut 19 Menschen, die gegen die chinesische Herrschaft über den Tibet protestierten, getötet worden. Damit habe sich die Gesamtzahl der Getöteten auf 99 erhöht. Von offizieller chinesischer Seite wurden diese Angaben nicht bestätigt.

Der Dalai Lama floh nach einem missglückten Aufstand gegen die Besetzung des Tibet nach Indien und lebt seit 1959 in Dharmshala. Die chinesische Armee hatte Tibet 1950 besetzt. Die Unruhen in Tibet waren anlässlich des 49. Jahrestages des Aufstandes in der tibetischen Hauptstadt Lhasa gegen die chinesische Besetzung Tibets ausgebrochen.

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