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May 25, 2006

Danilo Hondo erneut gesperrt

Danilo Hondo erneut gesperrt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Danilo Hondo erneut gesperrt

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Artikelstatus: Fertig 08:21, 25. Mai 2006 (CEST)
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Ascona / Lausanne (Schweiz), 25.05.2006 – Der Cottbuser Radprofi Danilo Hondo wurde erneut wegen Dopings gesperrt. Hondo fährt mit Lizenz für die Schweiz. Im März 2006 hatte erstmals in der Geschichte des Sports ein Zivilgericht ein Urteil eines Sportgerichts aufgehoben und die Sperre gegen den 32-jährigen Hondo mit Wohnsitz in Ascona wegen Dopings außer Kraft gesetzt.

Wie am 24. Mai bekannt wurde, hat der Oberste Schiedsgerichtshof des Kantons Waadt am 16. Mai 2006 die Doping-Sperre erneut in Kraft gesetzt. Die Sperrfrist beträgt zwei Jahre und läuft noch bis zum 31. März 2007.

Die erneute Sperre wurde inzwischen von verschiedenen Seiten bestätigt. Zum einen vom Anwalt Hondos, Michael Lehner, und zum anderen von der World Anti-Doping Agency (WADA) mit Sitz in Lausanne. Lehner hat heute angekündigt, zusammen mit Hondo die Aufhebung der erneuten Sperre vor dem Schweizer Bundesgericht beantragen zu wollen.

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July 18, 2005

Zürcher Obergericht schützt NZZaS-Quelle

Zürcher Obergericht schützt NZZaS-Quelle

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Zürich (Schweiz), 18.07.2005 – Das Zürcher Obergericht hat den Quellenschutz der „NZZ am Sonntag“ entgegen dem Antrag der Staatsanwaltschaft nicht aufgehoben. Damit bleibt die anonyme Quelle der Sonntagspublikation geschützt.

Die „NZZ am Sonntag“ erhob in einer kürzlichen Ausgabe schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Klinikleiter des Universitätsspitals Zürich, Marko Turina. Er habe im Frühling 2004 den Tod der Patientin Rosmarie Voser bewusst in Kauf genommen und so das Leben der schwerkranken Frau aufs Spiel gesetzt. Die Patientin verstarb, nachdem ihr ein Herz mit der falschen Blutgruppe transplantiert worden war.

Die Zeitung bezog sich dabei auf einen anonymen Zeugen. Nachdem die Staatsanwaltschaft aufgrund des Berichts ihre Ermittlungen von fahrlässiger auf eventualvorsätzliche Tötung ausgedehnt hatte, hatte sie vor Gericht die Offenlegung der Quelle gefordert. Die Anklagekammer des Zürcher Obergerichtes hat diese Forderung aber abgelehnt. Damit muss die NZZaS die Identität ihres Zeugen nicht offen legen.

Das Gericht begründete sein Urteil unter Anderem damit, dass das Zeugnis des Antragsgegners („NZZ am Sonntag“) nichts Weiteres zur Klärung des Falls beitragen könne. Auch der dringende Verdacht eines schweren Verbrechens allein führe, so das Gericht, nicht zwingend zur Verpflichtung eines Journalisten, seine Quellen (Informanten) und den Inhalt der ihm zugekommenen Informationen preiszugeben.

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April 11, 2005

Radprofi Hondo leitet juristische Schritte gegen die Anklage ein

Radprofi Hondo leitet juristische Schritte gegen die Anklage ein

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Ascona (Schweiz), 11.04.2005 – Der unter Dopingverdacht stehende Radprofi Danilo Hondo geht juristisch gegen die Anklage vor.

Am morgigen Dienstag wird im IOC-Labor in Madrid die so genannte B-Probe geöffnet. Um Verwechslungen zu vermeiden, wird sein Anwalt Michael Lehner an der Öffnung persönlich teilnehmen.

Der 31-jährige Hondo, der aus dem brandenburgischen Cottbus stammt und seinen Wohnsitz in Ascona in der Schweiz hat, fuhr bis zu den Dopingvorwürfen Anfang April 2005 für das deutsche Team Gerolsteiner. Sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte Gerolsteiner den Radprofi beurlaubt. Aufgedeckt wurde der Dopingskandal während der Murcia-Rundfahrt Ende März in Spanien.

Die bisherigen Ergebnisse der Dopingprobe sprechen eindeutig gegen Hondo. In zwei A-Proben wurde das verbotene und selten verwendete Aufputschmittel Carphedon gefunden. Trotzdem lässt Hondo derzeit seinen Anwalt prüfen, ob eine eventuelle Verwechslung der Proben stattgefunden haben könnte. Hondo fährt deshalb mit seinem Heidelberger Rechtsanwalt nach Madrid.

Hondo hat bereits eine Untersuchung seiner Nahrungsergänzungsmittel durchführen lassen, diese blieb jedoch ohne Ergebnis.

Der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Rudolf Scharping, seit drei Wochen Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), erklärte in einem Fernsehinterview, er hätte mit Hondo telefoniert, ihm aber wenig Hoffnung machen können. Die bisherigen Ergebnisse sprächen für einen Doping-Missbrauch. Sollte die B-Probe ebenfalls positiv ausfallen, wäre ein Berufsverbot die Folge.

Zudem ist im Fall Hondo nicht die deutsche Gerichtsbarkeit zuständig, sondern die Behörden am Wohnsitz von Danilo Hondo, dem schweizerischen Ascona.

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