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March 2, 2013

EU-Grenzwerte überschritten: Keine Fristverlängerung für deutsche Städte

EU-Grenzwerte überschritten: Keine Fristverlängerung für deutsche Städte

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Veröffentlicht: 23:21, 2. März 2013 (CET)
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Brüssel (Belgien), 02.03.2013 – Der in Europa zulässige Grenzwert von 40 µg/m³ für Stickstoffdioxid wurde in vielen deutschen Städten überschritten, allerdings in unterschiedlichem Maße. Während in Stuttgart der Wert im Jahresmittel bei 60 µg/m³ am höchsten und damit 50 Prozent über dem Grenzwert lag, war in der Stadt Bremen bei einem Wert vom 41 µg/m³ die Überschreitung am niedrigsten und mit nur 1 µg/m³ eigentlich geringfügig. Trotzdem wurden diese beiden und viele weitere Städte von der EU-Kommission in gleicher Weise verwarnt. Allerdings kommt hinzu, dass die von der EU vorgeschriebenen Luftreinhaltepläne aus dem Jahre 2006 stammen und hätten überarbeitet werden müssen.

In vielen deutschen Städten wurde eine Umweltzone eingeführt, die nach Einschätzung des Umweltbundesamtes die Luftqualität verbessern kann. Von Kritikern wird die Wirksamkeit jedoch bereits seit einigen Jahren angezweifelt. Einerseits wird der durch die EU-Kommission ausgelöste bürokratische Aufwand bemängelt, andererseits aber auch die unzureichende Kontrolle in den Städten beklagt – so etwa von der Deutschen Umwelthilfe.

Allein in Baden-Württemberg wurden in 25 Gemeinden die Grenzwerte überschritten. 26 Städte und Gemeinden haben einen Luftreinhalteplan aufgestellt, in 25 Orten gibt es eine Umweltzone. Viele der betroffenen Städte und Kommunen hatten wegen der Überschreitung der Grenzwerte bei der EU eine Fristverlängerung beantragt, teilweise aber keine ausreichende Begründung geliefert oder keine Maßnahmen vorgeschlagen, sodass die Anträge ablehnt wurden. Von den 643 Messstationen, die in Deutschland betrieben werden, zeigten 52 Prozent bei verkehrsnahen Messungen eine Überschreitung.

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February 7, 2013

Stickstoffdioxid und Feinstaub sind weiterhin Problem in deutschen Großstädten

Stickstoffdioxid und Feinstaub sind weiterhin Problem in deutschen Großstädten

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Veröffentlicht: 09:29, 7. Feb. 2013 (CET)
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Umweltzonen werden als eine Maßnahme in deutschen Städten im Kampf gegen die Luftverschmutzung angesehen

Luftgüte-Messstation in Emden (Niedersachsen)

Dessau (Deutschland), 07.02.2013 – Nach den vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2012 waren die Werte für Stickstoffdioxid unverändert hoch. In Städten und Ballungsräumen werden die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid noch sehr häufig überschritten. Jochen Flasbarth, der Präsident des Umweltbundesamtes erklärte zum heute veröffentlichten Jahresbericht: „Die neuen Zahlen zur Luftqualität in Deutschland zeigen, dass wir den Ausstoß von Schadstoffen in die Luft unbedingt weiter verringern müssen.“ Im Rahmen des Jahres der Luft, das von der Europäischen Kommission für 2013 ausgerufen wurde, hat dieses Umweltthema eine besondere Bedeutung bekommen.

Gegenwärtig gibt es in Deutschland 51 Umweltzonen, die nur den Zugang von bestimmten, als schadstoffarm gekennzeichneten Fahrzeugen erlauben und damit zur Verbesserung der Luftqualität beitragen sollen. Teilweise sind diese Zonen allerdings umstritten, da an der Wirksamkeit der Maßnahmen, insbesondere im Verhältnis zu den damit verbundenen Kosten immer wieder Kritik geübt wird.

Die Luftqualität wird in Deutschland durch ständige Messungen überwacht. So betreibt Nordrhein-Westfalen, mit rund 17,8 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Bundesland, 62 kontinuierliche Verkehrs- und Hintergrundstationen.

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May 5, 2011

Bremer CDU macht Umweltzone zum Wahlkampfthema

Bremer CDU macht Umweltzone zum Wahlkampfthema

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Veröffentlicht: 20:41, 5. Mai 2011 (CEST)
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Schild: Umweltzone

Bremen (Deutschland), 05.05.2011 – Unter der Überschrift „Positive Entwicklung von Einzelhandel und Tourismus in Bremen politisch flankieren – Umweltzone abschaffen!“ machen die Christdemokraten in der Hansestadt Stimmung im Wahlkampf. Zuvor hatten sich bereits Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) und Vertreter der FDP hinsichtlich der Umweltzone zu Wort gemeldet. Peter Siemering, Chef der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ), ist dagegen stolz auf die zum Teil zweistelligen Zuwachsraten im Tourismusgeschäft.

Am 22. Mai 2011 wird in Bremen eine neue Bürgerschaft gewählt. Seit dem Jahre 2007 regiert eine rot-grüne Koalition. Die Umweltzone wurde am 1. Januar 2009 in der Stadtgemeinde Bremen eingeführt, und die Beschränkungen für Kraftfahrzeuge sollen zum 1. Juli 2011 wesentlich verschärft werden. Das Thema Umweltzone wird in der 51. Sitzung der Stadtbürgerschaft am Dienstag, 10. Mai von den Oppositionsparteien CDU und FDP zum öffentlichen Streitpunkt gemacht.

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  • Bremer Politiker bei Autofahrern auf Stimmenfang? (28.04.2011)

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May 11, 2010

Bohrinsel-Explosion: BP sucht nach einer Lösung

Bohrinsel-Explosion: BP sucht nach einer Lösung

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Veröffentlicht: 15:45, 11. Mai 2010 (CEST)
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New Orleans (Vereinigte Staaten), 11.05.2010 – Einen herben Rückschlag musste der Ölmulti BP bei der Bekämpfung der Ölkatastrophe der am 20. April 2010 explodierten und zwei Tage später gesunkenen Ölplattform Deepwater Horizon hinnehmen: Die gigantische 100 Tonnen schwere Metallglocke, die probeweise eines der Bohrlöcher verschließen sollte, hat ihren Zweck nicht wie geplant erfüllt.

Erstmals bestätigte inzwischen die US-Küstenwache einen Ölfilm in Freemason Island, einem Naturschutzgebiet der New Orleans vorgelagerten Inselgruppe Chandeleur Islands. Er stammt von dem Ölunfall der Ende April zunächst explodierten und zwei Tage später gesunkenen Super-Bohrplattform Deepwater Horizon, die von Transocean Limited betrieben, jedoch von BP geleast wurde. Mit dem Sinken verschwanden auch elf Arbeiter spurlos in den Fluten. Ein in den USA noch nicht vorgeschriebener Sicherheitsnotschalter, der ein Verschließen der Bohrlöcher nach anderen Methoden hätte gewährleisten können, war überhaupt nicht installiert. Seitdem sprudeln noch zwei größere Lecks unaufhörlich während lediglich ein kleineres Leck erfolgreich geschlossen werden konnte.

Alle Bemühungen des Konzerns und der US-Küstenwache, das Öl von den Küsten fernzuhalten, sind nun endgültig gescheitert. Der Schaden ist noch nicht zu überblicken, könnte aber im Ökosystem des Naturschutzgebiets beträchtlich sein. Präsident Barack Obama hatte BP nach dessen anfänglicher Schuldzuweisung an den Plattform-Eigentümer unmissverständlich für den Ölunfall und dessen Folgen verantwortlich gemacht. Dies trägt einem US-Gesetz Rechnung, das anlässlich des Unfalls des Tankschiffs Exxon Valdez vor Alaska im Jahre 1989 erlassen wurde und Betreiber nach dem Verursacherprinzip haftbar macht.

Die Aktien des Unternehmens erlitten seit dem Unfall einen Kurssturz. Der Ölmulti verlor an der Börse rund 23 Milliarden US-Dollar, was einem Börsenwert von 13 Prozent entspricht. Die Kosten für die Beseitigung der Folgen der Ölkatastrophe belaufen sich derzeit auf rund 350 Millionen US-Dollar. Darin sollen Ausgaben für Sofortmaßnahmen, Arbeiten zur Eindämmung der Ölpest, die Bohrung eines Entlastungsausgangs, Verpflichtungen gegenüber den US-Bundesstaaten und Gerichtskosten enthalten sein. BP gab zu, dass die Folgekosten des Unfalls höher seien als zunächst angenommen, man war ursprünglich von rund sechs Millionen US-Dollar ausgegangen.

Trotz einer Klagewelle gegen den Plattform-Betreiber Transocean Limited rechnet dieser damit, aus der Sache noch Gewinn abzuschöpfen. Transocean hatte die Plattform mit 560 Millionen US-Dollar versichert, die Schäden durch den Verlust belaufen sich jedoch nur auf 290 Millionen US-Dollar. Für die Schäden im Meer sei Transocean nicht verantwortlich, die Kosten zur Entschädigung der Fischer und der Tourismusbranche müssten sich die Leasingnehmer BP und die beiden Minderheitspartner „Anadarko Petroleum“ und „Mitsui“ teilen – sie werden derzeit auf 30 Milliarden US-Dollar taxiert.

Behörden haben mit dem Auftreffen des Ölteppichs auf die US-Küste ein Fischfangverbot erlassen und inzwischen noch ausgeweitet. Mit gestifteten Nylonstrümpfen, die mit Menschen- und Tierhaaren gefüllt wurden, werde derzeit versucht das Öl vor dem Auftreffen auf die Küsten zu binden und aufzusaugen: Es wurde ein Aufruf an alle 370.000 Friseure und 100.000 Tiersalons und an zahlreiche Schäfer gestartet, Haare jedweder Art und Größe zu spenden und zur Beseitigung des Ölteppichs zu Verfügung zu stellen. Dieser Aufruf fand überraschend lebhaften Anklang. Etwa 10.000 Helfer versuchen parallel dazu, ein Auftreffen des Ölschlamms auf das empfindliche Marschland an der Küste des Mississippi-Deltas zu verhindern. Nun haben die Behörden gemäß Bericht des Weltspiegel begonnen, den zusammengeschobenen Ölteppich auf offener See kontrolliert zu verbrennen. Die entstandenen Ölklumpen könnte man dann besser einsammeln. Jedoch werden so giftige Dämpfe in die Umwelt entlassen, weshalb das Vorgehen umstritten ist. Auch will man versuchen, das Öl mit ebenfalls giftigen Chemikalien zu zersetzen.

Unterdessen ist eine 100 Tonnen schwere und 13 Meter hohe, schnell konstruierte Metallglocke an die Stelle der gesunkenen Ölplattform geschleppt worden, die nun über der Unglücksstelle in Stellung gebracht und ausgerichtet werden soll. Mit ihr sollten ab Montag das entweichende Öl zu angestrebten 85 Prozent aufgefangen und per Tankschiff zur Küste transportiert werden. Doch das Projekt ging vorläufig schief. Wegen der extremen Kälte in der Tiefsee bildete sich ein Panzer aus einer schwammigen, eisähnlichen Masse mit der Bezeichnung Methanhydrat an der Innenseite der Kuppel, die aus einer Ausflockung des Methananteils aus dem Rohöl (in Verbindung mit Wasser) resultiert, ein Abpumpen vereitelt und auch noch für gehörigen Auftrieb sorgt. Zwar waren Techniker auf das Problem vorbereitet, jedoch kam es zur Bildung der Masse weitaus schneller als berechnet. Dies ist auf den Umstand zurückzuführen, dass es sich bei dem Verfahren um eine Premiere in dieser Tiefe handelte. Derweil wurde die Kuppel 200 Meter neben dem Bohrloch-Leck „geparkt“.
Experten arbeiten fieberhaft an der Lösung des Problems. Es könne durchaus noch zwei Tage dauern, bis man einen Plan B zur Hand hat. Es wird eine kleinere Kuppel ins Spiel gebracht, die jedoch nicht vor Dienstag einsatzbereit sei. Ob das Unterfangen, die Glocke am Bohrloch in 1.600 Metern Tiefe festzumachen, doch noch gelingt, ist laut BP derzeit ungewiss. Sollte dieses Experiment tatsächlich noch gelingen, die Stahlglocke das Bohrloch dicht abschließen und alle erwarteten Parameter gegeben sein, ist geplant, das zweite Leck auf dem gleichen Wege abzudichten.

Aus den genannten zwei Bohrlöchern strömen täglich geschätzte 800.000 Liter schweres Rohöl und tragen weiter zur Ausbreitung des Ölteppichs auf dem Meer bei, der am vergangenen Mittwoch ein Ausmaß von 110 Kilometern Breite mal 210 Kilometern Länge erreicht hatte.

Derzeit seien immer noch vier von ursprünglich zehn Tauchrobotern im Einsatz, um die Bohrlöcher abzudichten. Warum eine Sicherung, die die Unterbrechnung des Abflusses aus dem Bohrloch aktivieren sollte, versagte, ist laut Informationen von BP noch ungeklärt. Die sogenannten Blow-out-preventer (BOP) wurden bei der Explosion der Bohrplattform möglicherweise zerstört. Es ist nicht das erste Mal, dass eine solche Sicherung versagte, siehe dazu die Vorgänge bei dem Ixtoc I – Unfall aus dem Jahre 1979. Derzeit wolle man den defekten BOP austauschen beziehungsweise alternativ das Bohrloch mit Gummi und schwerem Bohrschlamm einen umzubauenden BOP beziehungsweise Hochdruck in der so genannten „Top-Kill-Methode“ den versagenden Preventer mit Reifenteilen und Golfbällen verstopfen. Alternativ könne man versuchen, die Steigleitung zu kappen und durch eine größere zu ersetzen. Diese sei aber nur eine nicht favorisierte Notlösung, da ein solches Verfahren mit einem vorübergehend größeren Austritt von Öl in den Golf von Mexiko einhergehe. Diese Verfahren sind laut BP-Manager Doug Suttles riskant, könnten sie doch die Rate des Ölaustritts bei einem Scheitern verzwölffachen. Bis Sonntag sind offiziellen Angaben zufolge nunmehr 13 Millionen Liter Öl seit der Explosion und dem Sinken der Bohrinsel in den Golf von Mexiko ausgelaufen, was einem Drittel der „Exxon-Valdez“-Katastrophe 1979 vor Alaska gleichkommt.

Inzwischen hat man auch eine Entlastungsbohrung schräg zum Bohrloch angesetzt. Der Durchbruch auf das ursprüngliche Bohrloch könne dann in etwa drei Monaten erfolgen, erklärte BP-Sprecher Jon Pack. Danach will man das ursprüngliche Bohrloch mit einem Zementgemisch verschließen und den defekten Bohrkopf damit versiegeln, aus dem das Öl derzeit sprudelt.

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January 3, 2010

Verschärfung der Umweltzonen in deutschen Städten

Verschärfung der Umweltzonen in deutschen Städten

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Veröffentlicht: 12:53, 3. Jan. 2010 (CET)
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Berlin (Deutschland), 03.01.2010 – Das neue Jahr beginnt mit einer Verschärfung der Umweltzonen in vielen deutschen Städten. Nachdem Berlin, Hannover und Köln zum 1. Januar 2008 erstmals in Deutschland eine Umweltzone mit dem Ziel eingeführt hatten, die Luftqualität in den Stadtzentren zu verbessern, haben inzwischen rund 40 deutsche Städte ähnliche Maßnahmen beschlossen. Vorreiter ist die Stadt Dortmund, wo in einem Teilbereich seit Januar 2008 nur Fahrzeuge mit gelber und grüner Plakette fahren dürfen. Zu den wenigen großen Städten, in denen sich zum 1. Januar 2010 nichts ändert, zählen Dresden, Hamburg und Leipzig. In Berlin und Hannover sind nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette zugelassen. In Bremen, Frankfurt am Main und Münster gelten nur noch die gelbe und grüne Plakette. In Bonn, Freiburg, Heidelberg, Osnabrück und Pfinztal werden erstmals Fahrzeuge ohne Umweltplakette ausgesperrt. Leipzig ist verhältnismäßig spät mit der Einführung, will aber ab 1. Januar 2011 sofort mit der schärfsten Beschränkung beginnen, wonach nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette zugelassen werden.

In vielen Städten gelten für Fahrzeuge mit roter Plakette verhältnismäßig lange Übergangszeiten. Rechtsgrundlagen sind die EU-Luftqualitätsrichtlinie von 1999, die eine Senkung der Feinstaubbelastung vorschreibt, sowie die darauf folgenden bundesdeutschen Gesetze und Verordnungen. Somit hat es fast zehn Jahre gedauert, bis die europäische Richtlinie in Deutschland wirksam umgesetzt werden konnte. Die Wirkung ist jedoch gegenwärtig noch verhältnismäßig gering, da nur ein geringer Teil der Fahrzeuge tatsächlich ausgesperrt wird und zudem zahlreiche Ausnahmeregelungen gelten. Kritiker bezweifeln die Wirksamkeit und beanstanden den Verwaltungsaufwand als unverhältnismäßig.

Themenverwandte Artikel

  • 2008: Einführung von städtischen Umweltzonen in Deutschland (30.12.2007)
  • Portal:Umwelt
  • Portal:Verkehr

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October 17, 2006

Singapur in Rauchschwaden eingehüllt

Singapur in Rauchschwaden eingehüllt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Singapur in Rauchschwaden eingehüllt

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Artikelstatus: Fertig 12:43, 17. Okt. 2006 (CEST)
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Singapur, 17.10.2006 – Die Stadt Singapur hat gestern Gesundheitswarnungen herausgegeben, weil der Stadtstaat unter den Folgen von Waldbränden im benachbarten Indonesien leidet. Die Rauchschwaden, die als „nebelartig“ beschrieben wurden, weisen zudem einen starken Brandgeruch auf. Menschen mit Atem- und Herzproblemen wurde geraten, nicht nach draußen zu gehen.

In Indonesien wurden die Waldbrände zu Zwecken der Bodenbewirtschaftung wie jedes Jahr vorsätzlich gelegt. Die Rauchschwaden ziehen jeweils bis Malaysia, Singapur und Thailand. Die Regierung Indonesiens hat das Legen von Bränden zu Zwecken der Brandrodung und zur Gewinnung landwirtschaftlicher Flächen verboten. Wegen geringer Überwachung des Gesetzes wird das Verbot jedoch weitgehend ignoriert. Umweltminister aus Singapur, Malaysia und anderen betroffenen Regionen kamen am letzten Freitag zu Beratungen zusammen, um Wege aus dem jährlich auftretenden Problem zu finden, das sowohl zu gesundheitlichen als auch zu negativen wirtschaftlichen Folgen führt. Ein Wissenschaftler der Technischen Universität von Nanyang bezifferte den volkswirtschaftlichen Schaden für Singapur auf 50 Millionen US-Dollar im Monat.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Brände

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March 23, 2006

Internationales Symposium zur Umweltbeobachtung in Jena

Internationales Symposium zur Umweltbeobachtung in Jena

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Artikelstatus: Fertig 23:15, 23. Mrz. 2006 (CET)
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Jena (Deutschland), 23.03.2006 – Seit vorgestern findet an der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität ein internationales Symposium zur Umweltbeobachtung statt. An dieser Veranstaltung nehmen Vertreter von Regierungen und Weltraumorganisationen sowie Nah- und Fernerkundungsexperten aus der ganzen Welt teil.

Ein Thema ist die Abholzung des tropischen Regenwaldes. So ist die ESA zu dem Ergebnis gekommen, dass heute noch genausoviel abgeholzt wird wie vor zehn Jahren. Schutzmaßnahmen, die bisher getroffen worden, seien wirkungslos.

Der zweite Themenbereich sind die nordischen Wälder. Diese sind vor allem in Russland (60 Prozent) und Kanada (30 Prozent) zu finden. Problematisch hier sind großflächige Waldbrände. Dadurch gehen nicht nur Waldflächen verloren, es werden dabei auch enorme Mengen Kohlendioxid freigesetzt.

Das Symposium mit drei Workshops und einer Plenarveranstaltung wird noch bis zum Samstag andauern.

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October 12, 2005

Aachen leidet unter der Luftbelastung

Aachen leidet unter der Luftbelastung – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Aachen leidet unter der Luftbelastung

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Artikelstatus: Fertig 00:15, 14. Okt. 2005 (CEST)
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Aachen (Deutschland), 12.10.2005 – Die Aachener Umweltverantwortlichen habe den Grad der Luftverschmutzung in der Innenstadt gemessen. Danach stellte sich heraus, dass an vielen Hauptstraßen die strengen Grenzwerte, die in Kürze in Kraft treten oder bereits gelten, deutlich überschritten werden.

Berechnet wurde die Luftverschmutzung in Aachen anhand einer Computersimulation. Eine der 26 Hauptrouten der Stadt konnte Werte aufweisen, die innerhalb der Vorschriftsmäßigen Werte liegen. Die anderen 25 Bereiche langen darüber. Als nächster Schritt wird nun genau nachgemessen. Dann wird erabeitet, welche Maßnahmen Aachen ergreifen muss. Es soll ein ganzer Katalog an Maßnahmen erarbeitet werden. Was die Feinstaubwerte in Aachen angeht, war es Glückssache, dass es dieses Jahr so wenig schöne Tage gab. Es dürfen laut Feinstaubrichtlinie an maximal 35 Tagen die Feinstaubwerte überschritten werden, aber so viele schöne Tage gab es gar nicht.

Eine der ersten angedachten Maßnahmen wird eine Verbesserung der Durchfahrtsmöglichkeiten auf den Hauptstraßen sein. Die Verbesserung der Grünen Welle wird für zügigeren Verkehr sorgen und weniger Abgase mit sich bringen. Die Stadt ist aber auch schon mit ihrem bisherigen Ergebnis sehr zufrieden, seit dem Jahr 2000 haben sich schon etliche Verbesserungen für die Bürger ergeben.

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September 30, 2005

NASA-Satelliten enthüllen abschmelzende arktische Eisflächen

NASA-Satelliten enthüllen abschmelzende arktische Eisflächen

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Artikelstatus: Fertig 22:44, 30. Sep. 2005 (CEST)
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Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Greenbelt (USA) / Hamburg (Deutschland), 30.09.2005 – Nach der Auswertung von Satellitendaten über die Ausdehnung der arktischen Eisflächen bestätigten US-amerikanische Wissenschaftler eine seit Jahren andauernde Verkleinerung der Eisfläche im arktischen Meer. Fast zeitgleich veröffentlichten Wissenschaftler des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie neue Modellrechnungen über die Entwicklung des Weltklimas in den nächsten Jahrzehnten. Für das Ende dieses Jahrhunderts wird ein Temperaturanstieg von vier Grad prognostiziert. Außerdem sagen die Forscher aufgrund ihrer Computersimulationen ein Ansteigen des Meeresspiegels um 30 Zentimeter voraus.

Mit Hilfe der Satellitenbilder von NIMBUS-7 ließ sich ein Rückgang des arktischen Meereises um 8,5 Prozent pro Dekade (zehn Jahre) nachweisen. Mit Datum vom 21. September 2005 beträgt die Ausdehnung der Eisfläche 2,05 Millionen Quadratkilometer.

Die Auswertung der Daten geschieht in unterbrochener Folge seit 1978. Seitdem wurde ein kontinuierlicher Rückgang der Eisfläche festgestellt. Seit dem Jahre 2002 zeigt sich jedoch eine dramatische Beschleunigung dieses Prozesses. Das Minimum der arktischen Eisausdehnung wird jedes Jahr etwa im September erreicht, weil der Sommer auf der Nordhalbkugel dann zu Ende geht. Beim langfristigen Vergleich der Septemberdaten zeigte sich: Die vier letzten Messungen vom September 2002 bis zum September 2005 zeigen einen um 20 Prozent stärkeren Rückgang der Eisfläche als in den Jahren 1979 bis 2000.

Auch die Dicke des von jahreszeitlichen Schwankungen unabhängigen Eises wurde mit Hilfe von Mikrowellendetektoren untersucht. Diese Eisschichten nehmen mit einer Rate von 9,8 Prozent pro Dekade ab.

Die Arbeit der Forscher richtet sich nun auf die Aufklärung der Faktoren, die zu diesen Veränderungen beitragen: In welchem Maße sind sie durch eine natürliche Variation des Erdklimas bedingt und in welcher Weise wirken sich hier langfristige Wirkungen der von Menschen verursachten Klimaänderungen (Treibhauseffekt) aus?

Die von den Wissenschaftlern des Hamburger Instituts für Meteorologie erstellten Computersimulationen und Modellrechnungen leisten zu dieser Frage einen wichtigen Beitrag. Die Meteorologen klärten zunächst mit Hilfe historischer Klimadaten ab, wie zuverlässig ihre Modellrechnungen sind, indem sie die erwarteten Klimaveränderungen des vergangenen Jahrhunderts mit den tatsächlich eingetretenen Veränderungen verglichen. Ihre Prognose für das 21. Jahrhundert gewinnt dadurch an Plausibilität. Die Wissenschaftler erwarten, dass die Meereisflächen der Arktis im weiteren Verlauf dieses Jahrhunderts unter bestimmten Bedingungen im Sommer vollständig abschmelzen könnten. Die Folgen des Klimawandels für Europa bestünden in trockeneren und wärmeren Sommern. Im Winter ist mit höheren Niederschlägen bei insgesamt wärmeren Temperaturen zu rechnen. Die Häufigkeit des Auftretens von Starkregenfällen und anderer extremer Wetterereignisse wird steigen. Als wichtigstes Ergebnis ihrer Forschungen sehen die Wissenschaftler jedoch die Erhöhung der globalen Mitteltemperatur an. Diese geht mit einer Verschiebung der globalen Klimazonen einher. Praktisch bedeutet dies eine weitere Ausdehnung der Wüstenzonen der Erde, beispielsweise der Sahara, nach Norden.

Neu an den Klimaberechnungen des Hamburger Instituts ist die Einbeziehung von Daten über den Eintrag von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid in die Ozeane und damit in den globalen Kohlenstoff-Kreislauf der Atmosphäre sowie die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Wärmestrahlungseigenschaften der Erdatmosphäre.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

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March 18, 2005

Debatte über „City-Maut-Einführung“

Debatte über „City-Maut-Einführung“

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Nürnberg (Deutschland), 18.03.2005 – Seit Anfang dieses Jahres besteht eine EU-Richtlinie zur Verminderung von Feinstaub in der Atemluft. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums dürfen nun Länder und Kommunen ab sofort eine City-Maut erheben um PKWs aus den Innenstädten fern zu halten.

Auch ist von dieser Richtlinie betroffen. An etlichen Stellen der Stadt ergaben Messungen der letzten Zeit im Jahresdurchschnitt einen deutlich höheren Wert als dieser von der EU zugelassen wurde.

Unmittelbar danach ist nun in Nürnberger Politikkreisen eine Debatte um die Einführung einer City-Maut entbrannt. Eine Einigkeit der verschiedenen Parteien ist derzeit zwar erkennbar, aber noch nicht endgültig.

Die Nürnberger Grünen-Stadträtin, Christine Seer, war erfreut über die Neuigkeiten aus dem Bundesverkehrsministerium. Sie forderte jetzt den Ausbau des Nahverkehrs, die Verpflichtung zum Einbau von Dieselruß-Filtern in allen Fahrzeugen und eine Bereitschaft aller Parteien, sich ernsthaft Gedanken über eine City-Maut zu machen.

Die CSU, allen voran Umweltbürgermeister Klemens Gsell, kennt alljährlich die Beschwerden der Einwohner über die Luftverschmutzung. Er hat Verständnis für die Vorstellungen der Grünen Seer.

Aus der SPD sind zu diesem Thema verschiedene Meinungen zu hören. Stadtrat Gerald Raschke befürwortet eine Innenstadt-Maut. Sein Kollege und Fraktionschef Gebhard Schönfelder ist noch nicht davon überzeugt, ein funktionierendes Mautsystem einführen zu können. Raschke stellt sich ein System ähnlich der Lkw-Maut vor. Schönfelder hingegen, sieht noch zu viele offene Fragen.

Nun denken die Nürnberger Politiker über ein Modellprojekt nach, in dem geklärt werden soll, woher die hauptsächliche Luftverschmutzung kommt. Neben dem Straßenverkehr sind auch der Hausbrand und Industriestaub als Verursacher in die Diskussion geraten.

Die Deutsche Umwelthilfe eV (DUH) hat mittlerweile betroffenen Bürgern Unterstützung in der Mautangelegenheit zugesagt.

Quellen

  • Benutzer:Montegoblue

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