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June 25, 2010

Sudan: Zwei deutsche THW-Mitarbeiter entführt

Sudan: Zwei deutsche THW-Mitarbeiter entführt

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Veröffentlicht: 14:17, 25. Jun. 2010 (CEST)
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Sudan

Nyala (Sudan), 25.06.2010 – In Nyala, der Hauptstadt von Dschanub Darfur, sind am Dienstag zwei deutsche Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks entführt worden. Sie sind 34 und 52 Jahre alt und stammen aus Berlin und Schleswig-Holstein. Der Hintergrund der Entführung ist bisher unklar, und es fehlt noch jede Spur. Bundesinnenminister Thomas de Maizière versicherte jedoch, dass die Bundesregierung alles in ihren Kräften stehende tun werde, um die beiden wieder heil nach Hause zu holen.

Karte des Sudan mit Dschanub Darfur

Im Rahmen des seit 2003 in der Region stattfindenden Darfur-Konflikts sind Entführungen keine Seltenheit. Es ist jedoch das erste Mal, dass jemand in der Hauptstadt eines Bundesstaates entführt wurde. Die Stadt Nyala, in der etwa zwei Millionen Menschen leben, dient vielen Hilfsorganisationen als Basis.

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February 18, 2010

Hubschrauber für die Friedenstruppe in Darfur

Hubschrauber für die Friedenstruppe in Darfur

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Veröffentlicht: 22:33, 18. Feb. 2010 (CET)
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Karte von Darfur

Addis Abeba (Äthiopien), 18.02.2010 – Die Friedenstruppe in Darfur hat von der Regierung des Nachbarstaates Äthiopien fünf Hubschrauber zur Verfügung gestellt bekommen. Kommandeure der Truppe hatten die Weltgemeinschaft schon länger vergeblich um mindestens 18 Hubschrauber gebeten, um das große Gebiet kontrollieren zu können. Auf dem Weg zu Hilfsbedürftigen müssen die Hilfsorganisationen bei dem Weg über Land häufig die Gebiete verschiedener Rebellengruppierungen durchqueren.

Die UN-Friedenstruppe UNAMID, die unter dem gemeinsamen Kommando der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union steht, war 2008 in den Sudan entsendet worden, um den Frieden in der seit 2003 vom Darfur-Konflikt betroffenen Region zu sichern. Nichtregierungsorganisationen bescheinigen dem bisherigen Einsatz eine schlechte Bilanz, welche insbesondere auf den gravierenden, seit Beginn bestehenden Mangel an Soldaten und Ausrüstung zurückzuführen sei. Besonders die westlichen Nationen wurden für ihre fehlende Unterstützung trotz vorhandener Mittel vielfach scharf kritisiert. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert bereits seit Jahren, dass die Maßnahmen der internationalen Staatengemeinschaft mit den Problemen in der Region nicht Schritt hielten.

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April 16, 2007

Google Earth informiert in Zahlen und Fakten über Krise in Darfur

Google Earth informiert in Zahlen und Fakten über Krise in Darfur

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Artikelstatus: Fertig 12:53, 16. Apr. 2007 (CEST)
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Mountain View (Vereinigte Staaten), 16.04.2007 – Google informiert mit seiner Software Google Earth über die Gräuel in Darfur. In der virtuellen Landkarte werden komplett und teilweise zerstörte Dörfer durch rote und orangefarbene Flammensymbole angezeigt. Über das Zoom-Feature kann man die, teilweise hochaufgelösten, Satellitenbilder so scharf sehen, dass man die einzelnen zerstörten Gebäude erkennen kann. Zusätzlich bietet Google Earth Hintergrundinformationen und Bilder zu ausgewählten Themen, etwa Flüchtlingslagern oder tragischen Ereignissen.

Google will mit seiner Technologie die Weltöffentlichkeit auf die Geschehnisse in Darfur aufmerksam machen, denen bislang recht gleichgültig begegnet wurde und über die in den internationalen Medien bislang wenig berichtet wurde.

Hintergrund

Der Konflikt in Darfur begann 2003, ortsansässige Stämme forderten mehr Mitbestimmung im Staat und die Entwicklung ihrer Region. Die sudanesische Zentralregierung in Khartum geht seitdem mittels Waffengewalt gegen die Aufständischen vor. Dazu benutzt sie hauptsächlich lokale Milizen, die größtenteils aus arabischen Reiter-Nomaden bestehen, auch als Dschandschawid bekannt. Seit Beginn des Konfliktes sind in Darfur 400.000 Menschen zu Tode gekommen. [1]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Konflikt in Darfur“.

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  1. cij.org 21.04.2005 (PDF)

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February 23, 2007

IKRK-Präsident: Verschlechterung der Lage in Darfur

IKRK-Präsident: Verschlechterung der Lage in Darfur

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Artikelstatus: Fertig 17:59, 23. Feb. 2007 (CET)
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Genf (Schweiz), 23.02.2007 – Der Präsident des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK), Jakob Kellenberger, besuchte Mitte Februar für fünf Tage den Sudan. Er sagte, die Lebensbedingungen der Bevölkerung in Darfur verschlechterten sich. Zahlreiche Menschen hätten in entlegenen Gebieten Zuflucht gesucht, weil die Kämpfe eskalierten. Das IKRK erklärte in einem Kommuniqué vom Mittwoch, dass sie dort für Helfer schwieriger zu erreichen wären. Sowohl nomadisierende Gemeinschaften als auch Landwirtschaft betreibende Menschen seien betroffen, weil sie nicht mehr ihre Herden über die Migrationsrouten führen oder ihre Felder bestellen könnten.

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September 9, 2006

Im Sudan inhaftierter slowenischer Friedensaktivist wieder frei

Im Sudan inhaftierter slowenischer Friedensaktivist wieder frei

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Artikelstatus: Fertig 18:11, 9. Sep. 2006 (CEST)
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Ljubljana (Slowenien), 09.09.2006 – Am 5. September konnte der im Sudan inhaftierte und dort wegen „illegaler Einreise, Spionage und Verbreitung falscher Nachrichten“ verurteilte Slowene Tomo Križnar nach Slowenien zurückkehren.

Tomo Križnar war im Februar 2006 mit Hilfe von Rebellen aus dem benachbarten Tschad in die sudanesische Krisenregion Darfur eingereist, um als Sondergesandter der slowenischen Regierung die dortigen Zustände zu untersuchen. Am 20. Juli wurde er verhaftet und anschließend aufgrund der oben genannten Tatbestände von einem Gericht in Al-Fashir im Bundesstaat Schamal Darfur (Nord-Darfur) zu zwei Jahren Haft und einem Bußgeld von 500.000 Dinar (2.400 US-Dollar) verurteilt. Seine Fotoausrüstung sowie Film- und Fotomaterial wurden beschlagnahmt.

Die Regierung Sloweniens forderte die Freilassung Tomo Križnars. Der slowenische Präsident Janez Drnovšek schrieb einen entsprechenden Brief an seinen sudanesischen Amtskollegen Omar al-Bashir und schickte einen weiteren Sondergesandten in den Sudan.

Am 2. September stimmte al-Bashir schließlich einer Begnadigung und Freilassung zu, und am 5. September konnte Križnar nach Ljubljana, Slowenien, zurückfliegen. Sein Film- und Fotomaterial – welches nach seinen Angaben unter anderem Massengräber dokumentiert – musste er indes im Sudan zurücklassen.

Wegen der selben Vorwürfe wie Tomo Križnar bleibt weiterhin der National Geographic- und Chicago Tribune-Journalist Paul Salopek in Darfur inhaftiert.

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September 2, 2006

UN-Sicherheitsrat will Blauhelme in die Darfur-Region schicken – Der Sudan lehnt ab

UN-Sicherheitsrat will Blauhelme in die Darfur-Region schicken – Der Sudan lehnt ab

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Artikelstatus: Fertig 21:15, 2. Sep. 2006 (CEST)
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New York (Vereinigte Staaten), 02.09.2006 – Die sudanesische Regierung hat die Entsendung von 22.500 Soldaten und Polizisten unter UN-Mandat in die Krisenregion Darfur abgelehnt. Sie bezeichnete den Beschluss des UN-Sicherheitsrates, der ein robustes Mandat vorsieht, als „illegal“. Schon derzeit sind in der sudanesischen Provinz Darfur Soldaten stationiert, allerdings unter der Führung der Afrikanischen Union, deren Mandat jedoch gegen Ende des Monats ausläuft. Damit die Europäische Union den Oberbefehl über die Truppen übernehmen darf, ist die Zustimmung der sudanesischen Regierung erforderlich. Regierungsvertreter des Sudan kritisierten zudem, dass ihre Regierung bei der Entscheidung im Sicherheitsrat nicht konsultiert worden sei.

Die Erfolgsbilanz der in Darfur stationierten AU-Truppen fällt eher mager aus. In der vergangenen Zeit wurde sogar eine Verschlimmerung der Lage verzeichnet.

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August 31, 2006

Amnesty International: Darfur steht Menschenrechtskrise bevor

Amnesty International: Darfur steht Menschenrechtskrise bevor

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Artikelstatus: Fertig 19:15, 31. Aug. 2006 (CEST)
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Khartum (Sudan), 31.08.2006 – Eine Unterbrechung der friedenssichernden Maßnahmen könnte den Sudan nach Angaben eines Berichts von Amnesty International in der Darfur-Region zurück in einen schweren Konflikt stürzen. Die Menschenrechtsorganisation schloss sich am 28. August der wachsenden Besorgnis des „International Rescue Committee“ über die sich verschlechternde Situation in Darfur an. In einer Erklärung bestätigte die stellvertretende Generalsekretärin von Amnesty International, Kate Gilmore, Besorgnisse, die sudanesische Regierung bewaffne Soldaten in Vorbereitung für den Konflikt, obwohl sie im Mai einen Friedensvertrag unterschrieben hatte.

„Augenzeugen in el-Fasher im Norden Darfurs erzählen uns, dass Flugzeuge der sudanesischen Regierung täglich Truppen und Waffen einfliegen“, sagte Gilmore und forderte gleichzeitig die internationale Gemeinschaft auf zu handeln.

Die Vereinten Nationen diskutieren heute einen Resolutionsentwurf, der vorsieht, 20.000 Soldaten in den Westen des Sudans zu schicken, um die 2,5 Millionen vertriebenen Menschen zu beschützen. Aber die sudanesische Regierung hat die Forderung nach einer Intervention des Auslands zurückgewiesen und schlug stattdessen vor, eine 26.000 Mann starke inländische Truppe zu entsenden, was Amnesty International zurückweist.

„Wie kann der Sudan, der im Begriff zu sein scheint, seine eigene Offensive in Darfur zu starten, realistischerweise vorschlagen, ein Friedensbringer in einem Konflikt zu sein, in dem er selbst eine große Rolle spielt und Täter von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen ist“, fragten Amnesty-Offizielle.

Bevorstehende Konflikte

Anzeichen, dass Khartum sich für weitere Kämpfe in Darfur mit Waffen ausrüstet, rufen große Besorgnis unter Regierungen über einen möglicherweise bevorstehenden Völkermord hervor. Gestern flog die stellvertretende Außenministerin der Vereinigten Staaten, Jendayi Frazer, in die sudanesische Hauptstadt, um die von Omar Hassan Ahmad al-Bashir angeführte Regierung zu drängen, die UN-Truppe zu akzeptieren.

„Darfur steht am Rande einer gefährlichen Abwärtsspirale“, sagte Frazer, die auch meinte, dass es in der UN nicht zu Verzögerungen kommen dürfe.

Die sudanesische Regierung ist gänzlich gegen die UN-Intervention. Der Vorsitzende der Nationalen Kongress-Partei, Ghazi Salah Eldin Atabani, sagte Journalisten, dass „jeder Staat der diesen [UN] Resolutionsentwurf finanziert, so angesehen wird, als nimmt er eine feindliche Haltung gegenüber dem Sudan an“.

Falls Darfur in einen weiteren regierungsgeförderten Konflikt herabsinke, wären laut Eric Reeves von Democracy Now die Konsequenzen für die Zivilbevölkerung verheerend.

„Falls diese Offensive stattfindet, wird es sehr, sehr große zivile Zerstörung geben. Ich denke, dass sich dann wahrscheinlich auch fast alle humanitären Helfer zurückziehen würden. Dies würde ungefähr 1,2 Millionen Menschen, die völlig auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, ohne jegliche Hilfe zurücklassen“, sagte Reeves der „Koalition für Darfur“ am Samstag.

Frauen und Kinder sind am verletzlichsten, wenn sie die Camps verlassen, um Brennholz zu sammeln.

Sexuelle Übergriffe steigen dramatisch an

Mittlerweile verschlimmert sich laut dem „International Rescue Committee“ die Situation für Millionen von Flüchtlingen vor Ort rapide. Am Mittwoch hat die Gruppe Statistiken herausgegeben, die vermuten lassen, dass seit Anfang Juli mindestens 200 Frauen vergewaltigt worden sind – oft, wenn sie die Siedlungen verlassen, um nach Brennholz und Nachrung zu suchen.

„Das ist eine massive Spitze der Zahlen“, sagte Kurt Tjossem vom „International Rescue Committee“ (IRC), „wir sind es gewohnt, von zwei bis vier Fällen sexueller Übergriffe pro Monat im Kalma-Camp [in Süd-Darfur] zu hören.“

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 28.08.2006

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August 23, 2006

UN-Generalsekretär kritisiert die Rekrutierung von Kindersoldaten im Sudan

UN-Generalsekretär kritisiert die Rekrutierung von Kindersoldaten im Sudan

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Artikelstatus: Fertig 22:04, 23. Aug. 2006 (CEST)
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New York City (Vereinigte Staaten), 23.08.2006 – In einem gestern veröffentlichten Bericht, der dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgelegt wurde, fordert UN-Generalsekretär Kofi Annan ein Ende der Rekrutierung von Kindersoldaten im Sudan.

Der Bericht enthält Details über Verletzungen der Rechte von Kindern im Zusammenhang mit den bewaffneten Konflikten im Sudan, die trotz Unterzeichnung eines Friedensabkommens im Mai 2006 anhalten. Neben der Rekrutierung von Kindersoldaten prangert der UN-Generalsekretär in seinem Bericht Morde und sexuelle Gewalt gegen Kinder an, die von verschiedenen Konfliktparteien ausgeübt würden. Die Vorwürfe richten sich gegen die Dschandschawid-Miliz und Rebellenorganisationen, die in Darfur, im Westen des Landes, aktiv sind, gegen die ugandische Lord’s Resistance Army und gegen tschadische Oppositionstruppen, aber auch gegen die sudanesiche Armee. Nach Ansicht des UN-Generalsekretärs sind die sudanesischen Regierungen für die Verletzung der Rechte der Kinder, die unter ihrem Kommando geschehen, direkt verantwortlich. Im Sudan gibt es eine Regierung der nationalen Einheit und eine Regierung, die den Süden des Landes verwaltet und bis zu einem Referendum im Jahr 2011 im Amt bleiben wird. Besorgt äußerte sich Kofi Annan über die Zunahme der Gewalt gegen Mädchen und Frauen, die besonders häufig in der Region Darfur auftrete. Auch gebe es Berichte über systematische Entführungen von Kindern in dieser Region. In vielen Teilen des Landes, besonders im Osten des Sudan, hätten Mitarbeiter von Hilfsorganisationen keinen Zugang zu den Kindern.

Der Bericht über den Einfluss der bewaffneten Konflikte im Sudan von Mai bis Juli 2006 ist der zweite Länderbericht dieser Art, der auf die UN-Resolution 1612 vom Juli 2005 zurückgeht. In dieser Resolution, die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen angenommen wurde, heißt es, dass es beim Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten zwar Fortschritte gegeben habe, deren Rechte aber nach wie vor verletzt würden. Aus diesem Grund forderte die Resolution, genaue Informationen über dieses Thema zu sammeln, wobei diese Aufgabe beim UN-Generalsekretär angesiedelt wurde.

Die Konflikte im flächenmäßig größten Staat Afrikas werden im Bericht auf die ungleiche Verteilung des Wohlstandes entlang regionaler und ethnischer Grenzen zurückgeführt. Folge der jahrelang andauernden Kriege sei eine Militarisierung der Gesellschaft. Der Zugang zum Osten des Landes, wo die Afrikanische Union mit einer Mission den Frieden sichern soll, wird im Bericht als problematisch bezeichnet, obwohl für diese Region am 19. Juni dieses Jahres ein Friedensabkommen zwischen der Regierung und lokalen Rebellenorganisationen unterzeichnet wurde. Daher gebe es im Bericht Lücken bei Verletzungen von Kinderrechten in diesem Teil des Landes. Im Bericht heißt es, dass es klare Anzeichen dafür gebe, dass fünf bewaffnete Gruppen, denen bereits im letzten Jahr vorgeworfen wurde, Kindersoldaten zu rekrutieren, dies immer noch täten. Wegen des schlechten Zugangs könnten keine Aussagen über eine Zu- oder Abnahme des Ausmaßes der Rekrutierung von Kindersoldaten gemacht werden, heißt es in dem Bericht, der konkrete Fälle auflistet. Schätzungen zufolge seien in der untersuchten Zeitspanne in Darfur aber tausende Kinder in Kampfhandlungen verwickelt gewesen. Von bewaffneten Gruppen ausgeübte sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Frauen dokumentiert der Bericht des UN-Generalsekretärs für die Region Darfur. Laut einem Bericht des UNHCHR sind dort 40 Prozent der Opfer sexueller Gewalt minderjährig. Die jungen Frauen würden häufig dann angegriffen, wenn sie bevölkerte Lager verließen, um Wasser oder Holz zu holen. Aus Angst vor Ausgrenzung würden viele Frauen die Angriffe nicht melden.

Der Bericht endet mit der Hoffnung, dass es mit einem Rückgang der Kämpfe auch zu einem Rückgang der Verletzung von Kinderrechten kommen könnte. Zu diesem Zweck sollen die beteiligten Konfliktparteien in einen Dialog über das Thema verwickelt werden. Zudem diskutierten UN-Mitarbeiter mit den sudanesischen Behörden unter anderem über eine bessere Ausbildung der Polizei, weil sexuelle Gewalt im Sudan nur selten verfolgt werde.

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May 10, 2006

Europäische Union und Afrikanische Union im Dialog

Europäische Union und Afrikanische Union im Dialog

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Artikelstatus: Fertig 09:09, 10. Mai 2006 (CEST)
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Wien (Österreich), 10.05.2006 – Auf einem Treffen von EU-Außenministern und Vertretern der Afrikanischen Union kam es am Montag den 8. Mai in der österreichischen Hauptstadt Wien zu Absprachen über eine gemeinsame Strategie der Europäischen Union (EU) und der Afrikanischen Union (AU) bezüglich einer gemeinsamen Afrikapolitik. Die österreichische Außenministerin und amtierende EU-Ratsvorsitzende Ursula Plassnik (ÖVP) führte die Gespräche auf europäischer Seite.

Der EU-Kommissar für Entwicklungszusammenarbeit, Louis Michel, erläuterte auf einer Pressekonferenz einen Tag später, welche Ergebnisse in den Gesprächen erzielt wurden. Es solle eine Liste mit Maßnahmen erstellt werden, die zur Verbesserung der Situation in Afrika führen könne. Dabei bleibe die afrikanische Seite bei ihrem Vorgehen selbstständig, die EU wolle lediglich dazu eine „Konfliktlösungskapazität zur Verfügung“ stellen. Die Afrikanische Union orientiert sich strukturell am Aufbau der europäischen Institutionen im Rahmen der EU. Die EU erhöhte ihre Zusagen für die finanzielle Unterstützung der afrikanischen Länder.

Weitere Gesprächsthemen war die geplante „EU-Afrika Migrationskonferenz“ sowie schwerpunktmäßig die Behandlung der krisenhaften Entwicklung in den afrikanischen Staaten Sudan, der Demokratischen Republik Kongo sowie den Tschad und Uganda gehen.

Ein Schwerpunktthema war dabei das am Freitag vergangener Woche geschlossene Friedensabkommen für Darfur, bei dem die sudanesische Regierung mit der größten Rebellenorganisation des Landes, „Sudanesische Befreiungsbewegegung“ (SLM), einig geworden war. In die Region soll eine UN-Friedenstruppe entsandt werden.

UNO-Generalsekretär Annan forderte in einem Statement die Weltgemeinschaft auf, die Menschen in der Krisenregion durch Spenden zu unterstützen. Die Friedensbemühungen der Afrikanischen Union müssten unterstützt werden.

Hilfe für den Sudan wurde nach dem Zustandekommen des Friedensabkommens auch von den Vereinigten Staaten zugesagt. Präsident George Walker Bush stellte am Montag die Zahlung von 225 Millionen US-Dollar für eine zusätzliche Lebensmittelhilfe in Aussicht. Innerhalb der UNO will Bush auf eine rasche Entscheidung bezüglich der Entsendung von Blauhelmen in die Region Darfur drängen.

Jan Egeland, UN-Vizegeneralsekretär für Humanitäre Angelegenheiten und UN-Nothilfekoordinator, der sich zurzeit in der Region aufhält, forderte die Afrikanische Union auf, ihre Friedenstruppen in der Region zu verstärken, bevor die UN-Truppen in der Region eintreffen.

Die Lage im Kongo war ebenfalls Gegenstand der Beratungen. Die EU wird zur Sicherung der Parlaments- und Präsidentenwahlen am 30. Juli im Auftrag der Vereinten Nationen eine Friedenstruppe in das zentralafrikanische Land entsenden.

Kritisch stellt sich die Lage im Tschad dar, wo ein Übergreifen des Darfur-Konflikts von seiten des amtierenden Präsidenten Déby behauptet worden war. Zurzeit befinden sich etwa 200.000 Flüchtlinge aus dem sudanesischen Kriegsgebiet im Darfur im Tschad.

Eine weitere Krisenregion, die in den Gesprächen eine Rolle spielte, ist Uganda, dessen Norden seit zwanzig Jahren durch einen Bürgerkrieg erschüttert wird. Die dortigen Rebellengruppen betreiben den Sturz des seit 1986 herrschenden Präsidenten Yoweri Museveni. Bei den Rebellen der Lord’s Resistance Army (LRA) handelt es sich um christliche Fundamentalisten. Seit Beginn der Kampfhandlungen sollen ungefähr 100.000 Menschen gewaltsam ums Leben gekommen sein.

Der aktuelle Stand der Entwicklung bezüglich des gemeinsam vereinbarten strategischen Vorgehens zur Verbesserung der Situation in Afrika soll dabei in jeweils halbjährlich stattfindenden Folgetreffen bewertet werden.

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  • Weltsicherheitsrat beschließt Friedenstruppe für Sudan (25.03.2005)

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January 26, 2006

UNO-Helikopter in Darfour abgestürzt

UNO-Helikopter in Darfour abgestürzt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

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Khartum (Sudan), 26.01.2006 – Am gestrigen Mittwoch ist ein Hubschrauber der UNO im Westen des Sudan nahe der Stadt Golo abgestürzt. Dies bestätigte heute eine Sprecherin des UN-Nothilfekoordinators, des Büros für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA), in Khartum.

Der Hubschrauber war mit 16 Personen an Bord in der Krisenregion Darfur unterwegs. Drei Passagiere waren Mitarbeiter verschiedener Hilfsorganisationen. Sie sollten wegen der gefährlichen Lage in Darfur an andere Einsatzorte geflogen werden.

Gemäß einem Sprecher der UNO in New York, kam ein Insasse bei dem Unglück ums Leben, drei Menschen inklusive des Piloten wurden verletzt. Die OCHA gab an, der Grund für den Unfall könne ein Defekt an der Maschine gewesen sein. Im Laufe des Mittwochnachmittags flog ein weiterer UNO-Hubschrauber an den Unfallort.

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