Delegiertenversammlung der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden 2006

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Artikelstatus: Fertig 00:35, 28. Nov. 2006 (CET)
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Magdeburg (Deutschland), 28.11.2006 – Am vergangenen Wochenende, vom 24. bis 26. November 2006, tagte die Delegiertenversammlung (DV) der Arbeitsgemeinschaft katholischer Hochschulgemeinden (AKH) im Roncallihaus in Magdeburg. Das Wochenende stand unter dem Thema „Profil-Sichten“. Ein Schwerpunktthema war aber auch die Einführung von Mitgliedsbeiträgen für die Hochschulgemeinden an den AKH.

Abkürzungsverzeichnis
AKH Arbeitsgemeinschaft Katholische Hochschulgemeinden
DV Delegiertenversammlung
KHG Katholische Hochschulgemeinde
KHP Konferenz der Katholischen Hochschulpastoral
KSG Katholische Studentengemeinde

Einschreibeliste für Vorstandskandidaten

Am Freitag begann die DV der AKH in Magdeburg. Früh angereiste Delegierte konnten zusätzlich an einer Stadtführung durch die Bistumsstadt teilnehmen. Nach dem Abendbrot, einem Treffen der AKH-Beauftragten (Studenten, die als Bindeglied zwischen den Ortsgemeinden und der AKH fungieren) und einer Ansprache durch den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der AKH stiegen die Versammelten in das Thema „Profil-Sichten“ ein. Hierzu referierte der Theologe, Kommunikationswissenschaftler und Trainer für das Non-Profit-Marketing Dr. Eckhard Bieger SJ. Er war bereits 20 Jahre Lobbyist der katholischen Kirche beim ZDF. An diesem Abend und am Samstagvormittag erklärte er anhand von Milchkühen, Absteigern, Aufsteigern und Starprodukten unter den Angeboten in der Ortsgemeinde, wie die Studentengemeinden ihr Profil entdecken können und worauf sie bei zukünftigen Programmteilen vor Ort achten müssen. Dabei stellten die Gemeinden selbst auch ihre Starprodukte, Selbstläufer (Milchkühe) und auch die Auf- und Absteiger vor. Hierbei zeigte sich die Individualität der einzelnen Hochschulgemeinden. Was bei dem einen eine Milchkuh war, war in der nächsten Gemeinde ein Aufsteiger oder gar ein Absteiger. Das Wichtigste war aber, dass sich das Profil im Laufe der Zeit nicht großartig ändern wird, auch wenn die Art der Umsetzung sich wandelt. Ein zweiter wichtiger Punkt war, dass sich die Gemeinden nicht über ihre Öffentlichkeitsarbeit wie Flyer und Websites profilieren, sondern durch das vorhandene Angebot.

Blick auf Arbeitsplätze von Deligierten

Am Nachmittag begann dann der Regularienteil der DV. Dabei wurden Vertreter aus 40 Gemeinden gezählt, die größte Anzahl bisher. Zusätzlich war eine Vertreterin der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), Vertreter des Forums Hochschule und Kirche und der Konferenz Katholischer Hochschulpastoral (Verband aller Hochschulseelsorger) anwesend. Am Anfang stand der Bericht des Vorstandes mit seiner anschließenden Entlastung. Berichtet wurde unter anderem von der Salzburger Hochschulwoche (SHW), einer alten jährlich stattfindenden Veranstaltung in Salzburg, und dem dortigen Problem der Überalterung der Teilnehmer. Mit diesem Problem befasst sich neben dem Vorstand auch der Vorstand der SHW und bat daher die Studenten um einige thematische Anregungen, um die Attraktivität zu steigern. Gelobt wurde die bessere Zusammenarbeit zwischen der AKH und den AKH-Beauftragten, jedoch soll diese noch weiter verbessert werden. Auch in der Öffentlichkeitsarbeit hat sich einiges getan: So brachte die AKH einen neuen Flyer heraus, um ihre Arbeit den Ortsgemeinden besser zu erklären, und auch die Homepage ist in einem Überarbeitungsprozess, von dem erste Ergebnisse vorgestellt wurden. „Mit Sorge“ verfolgt der Vorstand die Entwicklung im evangelischen Pendant, der Bundes-ESG. Hier stehen große Veränderungen und Umstrukturierungen an. Soweit bekannt ist, soll die ESG bald der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend untergeordnet werden.

Vorstellung des Projektes „Sommerschule 2006“

Neben dem Vorstand berichteten auch einzelne Projekte an dem Wochenende. So gaben die beiden Ausschüsse „Lobbyarbeit“ und „Frauen-Fragen“ ihren Bericht ab, stellten aber keinen Antrag auf Wiedereinsetzung. Über die „Sommerschule 2006“ berichteten zwei mitgereiste Studentinnen. Dabei handelte es sich unter anderem um ein vom AKH unterstütztes Projekt in Guatemala, wohin 19 Studenten gereist waren und längere Zeit in dortigen Gastfamilien untergebracht waren. Das Projekt hatte sehr viel Zuspruch erhalten (45 Bewerbungen), und es wird überlegt, es noch einmal durchzuführen.

An dem Wochenende schritten die Delegierten auch zur Wahlurne, um mehrere Vorstandsposten neu zu besetzen. Leider blieb ein für FH-Stundenten quotierter Platz mangels Kandidaten leer. Als neuer Vorstandvorsitzender wurde Tobias Weber aus der KHG Köln gewählt. Außerdem entsandte die DV mehrere Personen in die Mitgliederversammlung des Forums Hochschule und Kirche, welches der Dachverband aller Hochschularbeit der Katholischen Kirche in Deutschland ist.

Am Sonntag diskutierte die DV über zu erhebende Mitgliedsbeiträge für den AKH. Grund dafür war ein Haushaltsloch, das durch zurückgegangene Zuschüsse entstanden ist. Bisher wurden zur Stopfung beispielsweise die Teilnehmerbeiträge erhöht. Den Delegierten wurden drei mögliche Anträge vorgelegt, die nach einer Diskussion zu einem fusioniert und so beschlossen wurden. Danach wird ein freiwilliger Beitrag für die Jahre 2007 und 2008 erhoben, der sich nach einem Modell aus der KSG Erfurt berechnet. Außerdem wurde dem Vorstand der Arbeitsauftrag erteilt, weiter Einnahmemöglichkeiten bis zur Delegiertenversammlung 2008 zu erschließen.

AKHDV06-2.JPG

Ein weiterer Antrag wurde auf Grund eines Hilferufs aus der Katholischen Hochschulgemeine (KHG) Bonn gestellt. Hier stehen große Umstrukturierungsmaßnahmen bevor. Diese werden durch den Bischof des Erzbistums Köln, jedoch bisher ohne Rücksprache mit den Studenten durchgeführt. Wahrscheinlich soll das bisherige Hochschul-Seelsorgerteam durch ein Team aus der Glaubensgemeinschaft „Chemin Neuf“ (franz. für „Neuer Weg“) ersetzt werden. Laut Kölner Stadtanzeiger und Bonner Studenten ist dem Seelsorgerteam sogar ein Redeverbot erteil worden. Der Vorstand der AKH beantragte daher, dass sie das Bistum auffordern kann, von bisher „getroffenen Entscheidungen Abstand zu nehmen“ und gemeinsam mit allen Beteiligten über die Zukunft der KHG zu diskutieren. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Am Ende wurden an die Delegierten mehrere Einladungen ausgesprochen, die sie in ihre Ortsgemeinden tragen sollen. So wurde auf das Wintertreffen in Würzburg, die Rosenthalwallfahrt und die nächste DV in Bonn hingewiesen.


Hinweis: Die AKH ist Vertreter aller katholischer Hochschulgemeinden und diese sind Zwangsmitglieder in der AKH.


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Quellen

Originäre Berichterstattung
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