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December 20, 2010

Wintereinbruch im östlichen Mittelmeer und im Nahen Osten

Wintereinbruch im östlichen Mittelmeer und im Nahen Osten

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Veröffentlicht: 11:41, 20. Dez. 2010 (CET)
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Athen (Griechenland) / Beirut (Libanon) / Damaskus (Syrien) / Jerusalem (Israel), 20.12.2010 – Der Winter hat nicht nur Mittel- und Westeuropa fest im Griff, sondern auch im östlichen Mittelmeer und im Nahen Osten kam es vor einigen Tagen zu einem Wintereinbruch. Starker Schneefall blockierte Straßen und schnitt Ortschaften von der Außenwelt ab. Ein Orkan mit Windgeschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde beschädigte Häuser und führte an den Küste örtlich zu Überflutungen. Mindestens 31 Menschen starben durch die Auswirkungen des Unwetters. Betroffen von dem Wintereinbruch waren vor allem Griechenland, Zypern, der Libanon, Syrien, Jordanien und Israel. Weiter südlich, in Ägypten wirkte sich der Orkan als Sandsturm aus.

In Griechenland verursachte Schneefall erhebliche Verkehrsbehinderungen, nachdem es zum zweiten Wochenende des Dezembers innerhalb von 48 Stunden zu einem Temperatursturz von mehr als 20 °C kam. Im Norden des Landes sank das Thermometer teilweise auf -17 °C. Auf Kreta, wo zwei Tage vor dem Wintereinbruch mit 25 °C noch hochsommerliche Temperaturen erreicht wurden, mussten Kettenfahrzeuge einsetzt werden, um Wanderer in Sicherheit zu bringen, die von dem Wintereinbruch in den Bergen bei Rethymno und Iraklio überrascht wurden.

Der Orkan beschädigte in Israel Ampelanlagen und Leitungen der Stromversorgung und des Telefonnetzes, zahlreiche Bäume stürzten um, beschädigten Autos und blockierten Straßen. In der Hafenstadt Akko nördlich von Haifa sorgte eine Sturmflut für zusätzliche Probleme. Auf den Golanhöhen und in weiten Teilen der Region Galiläa fiel der Niederschlag als Schnee, in niederen Lagen um zwanzig Zentimeter, in geschützten Lagen am Hermon teilweise über 120 Zentimeter. Mehrere Straßenverbindungen waren unterbrochen.

Der Niederschlag beendete im Libanon, in Israel und in Syrien eine Trockenperiode, in deren Verlauf es noch Anfang Dezember im Karmel-Gebirge bei Haifa zum schwersten Waldbrand in der Geschichte des Staates Israel gekommen war. Durch den Brand wurden mehr als fünf Millionen Bäume vernichtet, 43 Menschen sind in den Flammen gestorben. Bei dem Sturm vor einigen Tagen kenterte vor der Küste Israels bei Aschdot ein moldawischer Frachter. Die elf ukrainischen Seeleute an Bord konnten in Sicherheit gebracht werden, teilte Radio Israel mit. Eine erste Schadensbilanz für die Häfen von Tel Aviv und Caesarea geht von einem Sachschaden in Millionenhöhe aus. Der Sturm sorgte für Verspätungen auf dem Flughafen Ben Gurion von Tel Aviv, und mehrere ankommende Flugzeuge konnten nicht landen, sondern mussten nach Larnaka auf Zypern umgeleitet werden. Ein russischer Tourist wurde am Samstag, dem 11. Dezember, am Strand bei Natanya von einer hohen Welle erfasst und mitgerissen. Seine Leiche wurde einen Tag später von Suchmannschaften gefunden.

Der Schneefall beeinträchtigte den Verkehr in Israel. Aus dem Norden kommende Züge waren über eine halbe Stunde verspätet. Zwischen den verschiedenen Bahnhöfen Tel Avivs wurde zeitweise ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Gestört war auch der Straßenverkehr. In Naharija trat wegen der starken Niederschläge der Fluss Hagaaton über die Ufer. Die Landstraße 92 musste in der Nähe des Abzweiges Sussita für einige Stunden gesperrt werden, weil der Starkregen zahlreiche in der Gegend verlegte Landminen aus der Erde gespült hatte und somit Gefahr für Autofahrer bestand.

Durch den starken Schneefall konnten die Skigebiete am Hermon, dem höchsten Berg Israels, zum ersten mal seit vier Jahren bereits im Dezember in Betrieb gehen. Üblicherweise ist erst im Januar ausreichend Schnee vorhanden. Die guten Skibedingungen haben zu einem Besucheransturm mit Verkehrsstaus geführt.

Auch im Libanon führte der Wintereinbruch mit Schneefall auf bis zu 700 Meter über dem Meeresspiegel zu Verkehrsproblemen. Die wichtige Hauptstraße Beirut–Damaskus war wegen der Schneemassen nicht mehr befahrbar. Am Grenzübergang in Masnaa wurden nur allradgetriebene Fahrzeuge und Fahrzeuge mit Schneeketten durchgelassen. Nicht befahrbar waren auch die Straße Zahlé–Dhur al-Schweir und die Verbindung nach Dahr al-Baidar. Die Stromversorgung für zahlreiche Ortschaften des Schuf wurde nach Angaben von Électricité du Liban unterbrochen. In der Bekaa-Ebene verloren über 30 Ortschaften die Versorgung mit elektrischer Energie. Auch in den Städten Tyros und Nabtäa wurden Versorgungsleitungen für Elektrizität und Telefon stark beschädigt. Starker Wind führte in Sidon zum Kollaps einer Müllhalde. Dutzende Tonnen von Müll blockierten daraufhin die Hauptstraße, die Sidon mit dem Landesinnern verbindet.

Das zur Hisbollah gehörende Islamic Health Committee organisierte die Schneeräumung auf Straßen im südlichen Libanon und befreite Autofahrer in Hibbarieh, Kfar Hamam, Kfar Schuba und Schebaa aus ihren von den Schneemassen eingeschlossenen Fahrzeugen. Durch die Sturmflut wurden im palästinensischen Flüchtlingslager Dschal al-Bahr bei Tyros zahlreiche Häuser unter Wasser gesetzt. Hisbollah stellte hier Decken, Matratzen und Nahrungsmittel zur Verfügung.

Bis zu zehn Meter hohe Wellen schlugen an die Küste des Libanon, wo mehrere Fischerboote zerstört und zahlreiche beschädigt wurden. Ghazi Aridi, der Minister für Verkehr und öffentliche Dienstleistungen hat Unterstützungszahlungen angekündigt. Auf dem internationalen Flughafen in Beirut wurden vier Kleinflugzeuge durch den Wind auf die Oberseite geworfen. In Tripolis im Norden des Libanon wurde eine Frau in ihrem Auto durch einen umstürzenden Baum erschlagen. Verbreitet riss der Sturm nicht ausreichend befestigte Plakatwände um und beschädigt Fahrzeuge.

Die meisten Häfen Ägyptens im Mittelmeer und im Roten Meer wurden wegen des Sturms geschlossen. Starker Wind führte dazu, dass wartende Schiffe einige Stunden lang nicht in den Suezkanal einfahren durften. Bereits im Kanal befindliche Schiffe mussten die Fahrt unterbrechen. Die Sicht in Kairo wurde durch den Sandsturm stark eingeschränkt. Mindestens 31 Menschen sind durch die Auswirkungen des Orkans in Ägypten gestorben. Zwanzig der Opfer kamen bei Verkehrsunfällen um, elf starben in den Trümmern einstürzender Gebäude, davon zehn beim Einsturz einer Textilfabrik in Alexandria. Ein Behördenvertreter sagte, der Kollaps des über 30 Jahre alten Gebäudes sei „auf schlechtes Wetter und starken Regen“ zurückzuführen. Ein Kind kam beim Kollaps eines fünfstöckigen Gebäudes in Tanta im Nildelta um. Neun Personen wurden dabei verletzt. Eine Person war noch verschüttet.

Auch in Jordanien wirkte sich der Orkan als Sandsturm aus.

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February 27, 2008

Demetris Christofias hat die Präsidentschaftswahlen in Zypern gewonnen

Demetris Christofias hat die Präsidentschaftswahlen in Zypern gewonnen

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Veröffentlicht: 09:51, 27. Feb. 2008 (CET)
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Zypern: Im Luftbild nur eine Insel

Zypern, 27.02.2008 – Bei der zweiten Wahlrunde der zyprischen Präsidentschaftswahlen am vergangenen Sonntag konnte sich der linke Kandidat Demetris Christofias durchsetzen.

Christofias, der der „Fortschrittspartei des werktätigen Volkes“ (AKEL) angehört, erreichte 53,3 Prozent der Stimmen und konnte sich so gegen Ioannis Kassoulides behaupten. Dieser hatte die erste Wahlrunde noch knapp gewonnen, was jedoch bereits damals als Überraschung aufgefasst wurde.

Bei der ersten Wahlrunde vor einer Woche war bereits der bisherige Amtsinhaber Tassos Papadopoulos ausgeschieden, was unter anderem auf seine beharrliche Position in Sachen Wiedervereinigung des Landes zurückgeführt wurde. So hatte sich Papadopoulos 2004 gegen den sogenannten Annan-Plan ausgesprochen, der aus Sicht vieler Südzyprer nachteilig für diese war.

Obwohl die AKEL oftmals dem kommunistischen Spektrum zugeordnet wird, hat Christofias bereits versichert, nichts an dem marktwirtschaftlichen System auf der Insel ändern zu wollen. Sein Sieg wurde von Anhängern mit Sprechchören, Feuerwerken und Siegesparolen wie „Zypern gehört dem Volk“ gefeiert. Christofias gilt nach seinem Vorgänger als Hoffnungsträger in Sachen Wiedervereinigung des südlichen Teils der Insel mit dem nördlichen Teil. So wurden bereits Verhandlungen mit Mehmet Ali Talat angekündigt. Dieser ist Präsident der Türkischen Republik Nordzypern, die de facto den Nordteil der Insel beherrscht, international jedoch nicht anerkannt ist. Beide Seiten zeigten Offenheit für Gespräche, wobei Christofias auf die Wichtigkeit einer Einbindung von UN und EU hinwies. Auch politische Beobachter sehen derzeit gute Bedingungen für eine Annäherung beider Landesteile. So hat nun nicht nur der südliche Teil einen gesprächsbereiten Präsidenten, dies beruhe bei Talat auf Gegenseitigkeit, auch dieser sei offen für Verhandlungen.

Zypern ist nun der einzige EU-Staat mit einem Präsidenten, der einer kommunistischen Partei angehört.

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  • Zyperns bisheriger Präsident Tassos Papadopoulos muss sein Amt abgeben (19.02.2008)

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February 19, 2008

Zyperns bisheriger Präsident Tassos Papadopoulos muss sein Amt abgeben

Zyperns bisheriger Präsident Tassos Papadopoulos muss sein Amt abgeben

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Veröffentlicht: 23:17, 19. Feb. 2008 (CET)
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Nikosia (Zypern), 19.02.2008 – Bei den Präsidentenwahlen in der Republik Zypern am Sonntag, den 17. Januar 2008 konnte der Amtsinhaber Tassos Papadopoulos nur ungefähr 32 Prozent der Stimmen erlangen und ist somit überraschend bereits in der ersten Runde der Wahl ausgeschieden.

Papadopoulos’ Abwahl wird von politischen Beobachtern dabei allgemein als Entscheidung der Wähler für eine Annäherung der Republik Zypern an den Nordteil der Insel gesehen. De jure umfasst die Republik Zypern zwar das gesamte Land, im Norden hat sich jedoch die Türkische Republik Nordzypern etabliert, die staatliche Strukturen aufgebaut hat, international jedoch nicht anerkannt wird.

Der bisherige Präsident hatte zum Beispiel den sogenannten Annan-Plan der Vereinten Nationen abgelehnt, der vorsah, dass beide Landesteile föderal miteinander verbunden werden sollten.

Papadopoulos erkannte seine Niederlage schnell an und sagte: „Die Menschen haben geurteilt und entschieden. Ihre Entscheidung wird voll respektiert.“

Seine beiden Mitstreiter, Yiannakis Cassoulides und Demetris Christofias, dagegen haben angekündigt, dass es wieder Gespräche zwischen beiden Landesteilen geben solle. Diese hatte es unter Papadopoulos’ Regierung nicht gegeben.

Die Wahl hatte mit Yiannakis Cassoulides auch einen echten Überraschungssieger, denn er konnte mit knapp 34 Prozent der Stimmen die erste Wahlrunde gewinnen, obwohl ihn sehr viele im Vorfeld der Wahlen veröffentlichte Umfragen nur als Dritten sahen. Cassoulides sagte nach der Wahl, dass nun der erste Schritt gemacht sei, eine Zukunft zu ermöglichen, von der Zypern träume und die Zypern verdiene.

Zweiter wurde mit ungefähr 33 Prozent Demetris Christofias, der der als sozialdemokratisch bis kommunistisch eingestuften „Fortschrittspartei des werktätigen Volkes“ (AKEL) angehört, wobei zwischen dem Ersten und den Zweiten nur ungefähr 700 Stimmen liegen. Christofias hat derzeit das Amt des Parlamentspräsidenten inne.

Aufgrund dieses knappen Wahlausgangs versuchten beide Kandidaten bereits jetzt, sich die Unterstützung der Anhänger des ausgeschiedenen Papadopoulos zu sichern. So wurde dieser von beiden gelobt.

Für die zweite Wahlrunde am kommenden Sonntag schreiben Analysten Cassoulides leicht bessere Chancen als Christofias zu, da die Anhänger Papadopoulos’ den Kommunisten abgeneigt seien, da diese einen eigenen Kandidaten aufgestellt hatten, statt mit Papadopoulos zusammenzuarbeiten. Es wird trotzdem ein enges Rennen erwartet.

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January 4, 2008

Malta und Zypern führen den Euro ein

Malta und Zypern führen den Euro ein – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Malta und Zypern führen den Euro ein

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Veröffentlicht: 14:56, 4. Jan. 2008 (CET)
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Nikosia (Zypern) / Valletta (Malta), 04.01.2008 – Die europäischen Staaten Zypern und Malta haben zum 1. Januar 2008 den Euro eingeführt. Dadurch werden das zyprische Pfund und die maltesische Lira ersetzt. Noch bis zum 1. Februar sollen beide Zahlungsmittel offiziell gelten, bis der Euro dann alleiniges Zahlungsmittel wird.

In den Geldkreislauf wurden von der Europäischen Zentralbank 150 Millionen Banknoten eingebracht, die zusammen einen Wert von 3,3 Milliarden Euro haben. Zypern bekommt 395 Millionen Münzen im Wert von 100,3 Millionen Euro und Malta 200 Millionen Münzen.

Die Einführung wurde möglich, nachdem die Europäische Kommission im Mai 2007 in einem offiziellen Bericht festgestellt hatte, dass die Maastricht-Kriterien erfüllt sind. Anschließend begrüßte der Europäische Rat im Juni 2007 den Entschluss der Länder, der Währungszone Euro beitreten zu wollen.

Nach Einschätzung der EZB ist die Einführung des Euro gut verlaufen. So habe es in Zypern keine Probleme gegeben. Die Spitzenpolitiker des Landes, Präsident Tassos Papadopoulos, Finanzminister Michalis Sarris und Zentralbankpräsident Athanasios Orphanides, begrüßten die Einführung der neuen Landeswährung. Nach Einschätzung der Beobachter wird der Euro in der Bevölkerung eher skeptisch gesehen, vor allem die Angst vor höheren Preisen sei ausgeprägt. Der Onlinedienst „ERT online“ hingegen berichtet von einer anderen Grundstimmung. Demnach sei die Einführung mit einem Feuerwerk gefeiert worden. Außerdem zitiert er den Präsidenten Tassos Papadopoulos, der den Euro als „Wunderwerk“ bezeichnet. Eine kleine Kuriosität am Rande: Da in Zypern sowohl Türkisch als auch Griechisch Amtssprache ist, kommt die türkische Sprache in Form des Schriftzuges „Kibris“ in lateinischen Buchstaben auf die Münzen. Trotzdem bleibt im türkischen Teil Zyperns die türkische Lira die offizielle Währung.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte zur Einführung des Euros in Malta: „Heute ist ein weiterer stolzer Tag in Maltas stolzer Geschichte.“ Mit der Einführung des Euro würde Malta Ja sagen zu Stabilität, Reform sowie freiem Handel und Reisen für Geschäftsleute und Bürger.

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June 22, 2007

Malta und Zypern bekommen den Euro

Malta und Zypern bekommen den Euro – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Malta und Zypern bekommen den Euro

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Veröffentlicht: 14:37, 22. Jun. 2007 (CEST)
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Brüssel (Belgien), 22.06.2007 – Zypern und Malta können wie gewünscht am 1. Januar 2008 den Euro als offizielle Landeswährung einführen. Dies beschlossen die Länder- und Regierungschefs am 20. Juni bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel. Zuvor hatte bereits das europäische Parlament der Euro-Einführung auf den beiden Mittelmeerinseln zugestimmt. Beide Länder sind seit 2004 Mitglied der Europäischen Union und erfüllen nach Ansicht der Staats- und Regierungschefs inzwischen die Maastrichter Stabilitätskriterien.

Die Umtauschkurse für die maltesische Lira und das zyprische Pfund sollen am 10. Juli auf einem Treffen der europäischen Finanzminister endgültig festgelegt werden.

Durch den Beitritt Sloweniens zur Eurozone am 1. Januar 2007 ist der Euro zurzeit in 13 Ländern der Europäischen Union offizielle Landeswährung. Mit der Euro-Einführung auf Malta und Zypern erweitert sich die Eurozone auf 15 Länder; insgesamt werden dann 320 Millionen Menschen in der Europäischen Union mit der Gemeinschaftswährung bezahlen.

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December 9, 2006

Vanhanen: Türkisches Angebot in der Zypern-Frage „nicht genug“

Vanhanen: Türkisches Angebot in der Zypern-Frage „nicht genug“

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Artikelstatus: Fertig 23:22, 9. Dez. 2006 (CET)
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Das geteilte Zypern

Brüssel (Belgien), 09.12.2006 – EU-Ratspräsident Matti Vanhanen hat gestern das neueste Angebot der Türkei, einen türkischen Hafen für zyprische Schiffe zu öffnen, als „nicht genug“ bewertet. Es wird erwartet, dass – wie angekündigt – die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei teilweise ausgesetzt werden.

Diese Empfehlung hatte die Europäische Kommission zuvor für den Fall gegeben, dass sich die Haltung der Türkei in der Frage der Zulassung zypriotischer Schiffe und Flugzeuge in türkischen Häfen nicht ändere. Entgegen bisherigen Anzeichen war am Donnerstag ein Einlenken der türkischen Regierung und ein Schritt in die von der EU geforderte Richtung erfolgt.

Zypern ist seit 1974 (Einmarsch türkischer Truppen in Nordzypern) geteilt. Es besteht eine uralte Feindschaft zwischen Griechenland und der Türkei wegen der Frage der Dodekanes, die früher türkisch waren und dann auf Umwegen an Griechenland fielen.

Wenn die Zypernfrage nicht gelöst werde, sollen die Beitrittsverhandlungen ausgesetzt werden, so die Empfehlung der EU-Kommission. Man wolle dem Staat Gelegenheit geben, innerhalb einer angemessenen Frist von einem Jahr die Angelegenheit endlich zu klären, bevor der Beitritt der Türkei erneut zur Diskussion stehe, berichtet die „Die Welt“ in ihrer Ausgabe vom 29. November.

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October 6, 2006

Einsatz der Deutschen Marine im Rahmen der UNIFIL beginnt am 18. Oktober

Einsatz der Deutschen Marine im Rahmen der UNIFIL beginnt am 18. Oktober

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Artikelstatus: Fertig 14:54, 6. Okt. 2006 (CEST)
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Lage Zyperns

Berlin (Deutschland) / Limassol (Zypern), 06.10.2006 – Der deutsche Verteidigungsminister, Franz Josef Jung (CDU), teilte gestern in Berlin mit, der UNIFIL-Einsatz der Deutschen Marine vor den Küsten des Libanon beginne am 18. Oktober. Deutsche Schiffe waren am Mittwoch in ihrem Stützpunkthafen Limassol auf Zypern eingetroffen, nachdem sie am 21. September aus Wilhelmshaven ausgelaufen waren. Das Führungsschiff des deutschen UNIFIL-Kontingents ist die „Mecklenburg-Vorpommern“. Der Auftrag der acht deutschen Schiffe, unter denen sich zwei Fregatten (neben der „Mecklenburg-Vorpommern“ die Fregatte „Karlsruhe“), vier Schnellboote („Hyäne“, „Dachs“, „Ozelot“ und „Nerz“) und zwei Versorgungsschiffe befinden, lautet: „Unterbindung des Waffenschmuggels der Hisbollah-Miliz auf dem Seewege in den Libanon“. Im Einsatzbefehl der UNO heißt es wörtlich: „Die UNO-Truppen im Südlibanon sind befugt, Gewalt gegen feindliche Aktionen jeder Art anzuwenden.“ Die konkrete Beschlagnahme von Waffenlieferungen obliegt jedoch den libanesischen Streitkräften.

Zurzeit liegen die deutschen Kriegsschiffe noch im Hafen Limassol. Vor dem Beginn ihres Einsatzes müssen noch kleinere Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Neben der deutschen Bundesmarine sind Seestreitkräfte aus den Niederlanden, Norwegen, der Türkei, Bulgarien, Griechenland und Dänemark an dem Einsatz beteiligt, insgesamt rund 2.200 Soldaten. Das vom Bundestag beschlossene UNIFIL-Mandat dauert bis August 2007. Der israelische Ministerpräsident Schimon Peres sagte am Mittwoch, der Einsatz der Bundesmarine könne möglicherweise früher abgeschlossen werden als erwartet, wenn die libanesische Armee die Sicherung der libanesischen Küste selbst übernehmen könne. Peres brachte erneut seine Wertschätzung für den Einsatz der Bundesmarine zum Ausdruck.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hatte in einem Interview mit dem Spiegel bestritten, dass die Mission der UNIFIL vor der Küste eine realistische Chance auf Erfolg habe. Die Hisbollah habe das Recht auf Bewaffnung und besitze gegenwärtig schon mehr Waffen als genug. Syrien gilt als Hauptunterstützer der radikal-islamischen Hisbollah.

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July 1, 2006

Vier Reifen bei LTU Airbus A321 geplatzt

Vier Reifen bei LTU Airbus A321 geplatzt

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Artikelstatus: Fertig 20:33, 1. Jul. 2006 (CEST)
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Nikosia (Zypern), 01.07.2006 – Bei der Landung auf dem zyprischen Flughafen Paphos sind bei einem Airbus A321 vier Reifen geplatzt.

Der Airbus A321 der in Düsseldorf beheimateten Fluggesellschaft LTU war am Abend des 30. Junis in Düsseldorf gestartet. Sein Ziel war Paphos auf Zypern. Das Flugzeug hatte 187 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder an Bord.

Bei der Landung am Zielflughafen sind vier Reifen geplatzt. Das Flugzeug kam sicher zum Stillstand. Passagiere und Besatzung konnten das Flugzeug unverletzt verlassen und wurden mit Bussen zum Terminal gebracht. Alle anderen Maschinen, die in Paphos landen wollten, mussten zu dem 100 Kilometer entfernten Flughafen Larnaca umgeleitet werden, da der Flughafen nach dem Vorfall vorübergehend gesperrt war. Laut Angaben des Flughafens sind Techniker der LTU in Zypern angekommen, um die technischen Probleme zu beheben.

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  • Portal:Airbus

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February 26, 2006

Heftiger Sandsturm behinderte Flugverkehr auf Zypern und in Ägypten

Heftiger Sandsturm behinderte Flugverkehr auf Zypern und in Ägypten

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Artikelstatus: Fertig 18:18, 26. Feb. 2006 (CET)
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Nikosia (Zypern), 26.02.2006 – Der Flughafen Paphos auf der Insel Zypern musste am Samstag wegen eines starken Sandsturms den Flugverkehr teilweise einstellen. Durch den Sand war die Sicht derart behindert, dass keine Starts und Landungen mehr möglich waren. Am stärksten betroffen war die Region rund um die Stadt Paphos im Westen Zyperns.

So mussten einige Flüge komplett gestrichen werden, darunter auch ein Flug nach England. Ankommende Flugzeuge konnten in Paphos nicht landen, sie wurden nach Larnaka weitergeleitet.

In Ägypten wirkte sich der Sandsturm ebenfalls auf den Flugverkehr aus. Auch der Internationale Kairoer Flughafen strich mindestens 25 Flüge.

Der Sand kam aus der Wüste Sahara. Durch den Sturm wurden auf Zypern mindestens 15 Personen an den Atemwegen verletzt. Die Behörden empfahlen den Bürger der Region, ihre Häuser nicht zu verlassen. Auch die Hauptstadt Zyperns, Nikosia, war vom Sandsturm betroffen. Die Stadt lag teilweise im Dunklen, teilweise verhüllte ein beigefarbener Schleier den Horizont. Sandstürme sind für einige Mittelmeerländer in den Frühjahrsmonaten nichts Ungewöhnliches, jedoch waren die bisherigen Stürme auf Zypern nie so heftig wie dieses Mal.

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  • Portal:Luftfahrt

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December 15, 2004

EU-Parlament spricht sich für Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aus

EU-Parlament spricht sich für Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aus

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Straßburg (Frankreich) / Istanbul (Türkei), 15.12.2004 – In der heutigen Sitzung des EU-Parlaments wurde der Antrag auf Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei mit einer klaren Mehrheit angenommen. 407 Abgeordnete sprachen sich dafür aus, 262 dagegen. Die Verhandlungen sollen beginnen sobald die Türkei Zypern anerkennt. Der Entschluss des EU-Parlaments ist nicht bindend.

Die eigentliche Entscheidung fällt erst auf dem von Donnerstag bis Freitag dauernden EU-Gipfel. Die Entscheidung der Regierungschefs muss einstimmig fallen. Als größte Gegner eines Türkei-Beitritts gelten Österreich und Dänemark.

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