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April 21, 2015

Einer der letzten Gerichtsprozesse um Auschwitz

Filed under: Lüneburg,Themenportal Recht,Veröffentlicht,Völkermord — admin @ 5:00 am

Einer der letzten Gerichtsprozesse um Auschwitz

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Veröffentlicht: 11:00, 22. Apr. 2015 (CEST)
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Alliierte Luftaufnahme des Lagers Birkenau bei Auschwitz vom August 1944

Lüneburg (Deutschland), 21.04.2015 – Gestern vormittag begann in Lüneburg einer der letzten großen Prozesse um das Konzentrationslager Auschwitz. Angeklagt ist der inzwischen 93 Jahre alte Oskar Gröning, ehemaliger Freiwillige der Waffen-SS. Er legte gleich zu Beginn ein umfassendes Geständnis ab. Die Anklage lautet auf Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen. In früheren Prozessen musste eine direkte Beteiligung nachgewiesen werden, so dass ein Verfahren gegen ihn aus Mangel an Beweisen im Jahre 1985 eingestellt wurde. Seit 2011 herrscht seitens der „Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen“ die Rechtsauffassung vor, dass auch bei indirekter Beteiligung wie in diesem Fall eine Anklage möglich ist. Der Anklagte war in den Jahren 1942 bis 1944 Zeuge des grausigen Geschehens im Massenvernichtungslager. Er arbeitete als Buchhalter und war hauptsächlich dafür zuständig, das Geld aus dem Gepäck, das von den Häftlingen zurückgelassen wurde, einzusammeln und an die SS weiterzuleiten. Hauptanklagepunkt ist jedoch der Tod von 300.000 Juden aus Ungarn. Der Prozess wird voraussichtlich bis Ende Juli dauern.

Massengrab in Bergen-Belsen 1945

Bereits der erste Kriegsverbrecherprozess nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fand in Lüneburg statt. Der damalige Prozess begann im September 1945, dauerte zwei Monate und folgte den Regularien der britischen Besatzungsmacht in Deutschland. Fünf Monate zuvor war Bergen-Belsen befreit worden, wo schätzungsweise 50.000 Häftlinge zwar überwiegend an Hunger, Kälte und Krankheiten starben, nachdem die Versorgung immer mehr gedrosselt worden war, aber dennoch die Grausamkeiten seitens der Lagerverwaltung offensichtlich waren.

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March 3, 2011

HIV-infizierter Rentner wegen Kindesmissbrauchs zu neun Jahren Haft verurteilt

HIV-infizierter Rentner wegen Kindesmissbrauchs zu neun Jahren Haft verurteilt

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Veröffentlicht: 22:21, 3. Mär. 2011 (CET)
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Prostituierte in Pattaya

Lüneburg (Deutschland), 03.03.2011 – Ein ehemaliger 66-jähriger Volksmusiker aus Celle wurde heute vom Landgericht Lüneburg zu neun Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen von Mai 2005 bis November 2009 im Badeort Pattaya in Thailand in 399 Fällen Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht zu haben. Sieben der Mädchen sollen unter 14 Jahren gewesen sein. Das war dem Täter bewusst.

Seine HIV-Erkrankung hatte er den Minderjährigen verschwiegen, weshalb er neben dem schweren sexuellen Missbrauch, auch wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt wurde. Sein Verteidiger hielten eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten für angemessen, ein weitere von ihm beauftragter eine Freiheitsstrafe von deutlich unter neun Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte neben einer Freiheitsstrafe die anschließende Sicherungsverwahrung beantragt. Das Gericht folgte dem nicht, es schätzte den Mann nicht als Triebtäter sondern als Gelegenheitstäter ein. Man glaubte dem Mann, dass er einen Schlussstrich ziehen wolle. Schon wegen des hohen Alters und der Infektion ging das Gericht davon aus, dass keine Gefahr mehr von dem Verurteilten ausgehen werde, wenn dieser nach Jahren aus der Haft entlassen wird. Ein kleines Restrisiko sah auch der Richter. Dies reiche nicht aus, um die „schwerste Keule der Justiz“ die Sicherheitsverwahrung, die einen Freiheitsentzug bis zum Tod bedeuten kann, auszupacken.

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January 21, 2011

Hochwasserlage an der Elbe spitzt sich zu

Hochwasserlage an der Elbe spitzt sich zu

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Veröffentlicht: 17:39, 21. Jan. 2011 (CET)
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Lage des Landkreises Lüneburg

Lauenburg/Elbe (Deutschland), 21.01.2011 – Das Hochwasser am Unterlauf der Elbe spitzt sich zu. Für den niedersächsischen Landkreis Lüneburg wurde inzwischen Katastrophenalarm ausgelöst. Das Hochwasser war durch Tauwetter aufgrund der hohen Temperaturen und umfangreicher Niederschläge entstanden. Es müsse in Lauenburg/Elbe mit einem Pegelstand von neun Metern gerechnet werden, teilte Bürgermeister Harald Heuer (CDU) der Presse mit. Doch viele Keller in den Häusern in Flussnähe sind bereits vollgelaufen. Sollte das Wasser auf mehr als neun Meter steigen, droht die Überflutung von etwa 100 Häusern. Beim letzten großen Hochwasser im April 2006 stieg der Pegel auf 9,12 m, noch höher als beim Elbehochwasser im Sommer 2002, als die Marke von 8,70 m erreicht wurde. Bürgermeister Heuer zeigte sich dennoch optimistisch, man sei mit ausreichend Sandsäcken und Pumpen ausgestattet.

Die Staudämme im schleswig-holsteinischen Lauenburg waren nach dem Hochwasser von 2002 erneuert und verbessert worden. Aufgrund der nun verwendeten Bauweise dauere das Durchweichen des Dammes länger, erklärte Bürgermeister Heuer. Doch darum sorgen sich die Bewohner im zu Bleckede im Landkreis Lüneburg gehörenden Ortsteil Alt Garge. Hier wurden zwei Deiche mit Plastikfolien und Sandsäcken verstärkt. Die Bewohner hoffen, dass die Dämme halten.

Die Kreisverwaltung in Lüchow-Dannenberg geht davon aus, dass der Scheitel des Hochwassers am Donnerstagabend (20. Januar) Schnackenburg erreicht. Es wird erwartet, dass der Stand der Elbe einige Tage auf dem höchsten Niveau verbleibt. In Mecklenburg-Vorpommern rechnet man bei Ludwigslust mit der Auslösung der Warnstufe 4. Diese wurde im sachsen-anhaltinischen Tangermünde bereits erreicht.

Das Hochwasser am Main ist inzwischen zurückgegangen. Der Pegel am Frankfurter Osthafen hat am Donnerstagmorgen nur noch 3,68 Metern gezeigt. Das entspricht der Hochwassermeldestufe 1.

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  • Portal:Deutschland
  • Portal:Naturkatastrophen
  • Portal:Hochwasser

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October 12, 2010

DAK-Studie: Rauschtrinken breitet sich unter Jugendlichen in Deutschland immer stärker aus

DAK-Studie: Rauschtrinken breitet sich unter Jugendlichen in Deutschland immer stärker aus

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Veröffentlicht: 16:13, 12. Okt. 2010 (CEST)
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Lüneburg (Deutschland), 12.10.2010 – Das so genannte Rauschtrinken („Komasaufen“) unter Jugendlichen in Deutschland nimmt zu. Dabei gibt es einen signifikanten Zusammenhang zwischen der jeweiligen Schulform und der Neigung zum Rauschtrinken. Gymnasiasten sind besonders gefährdet. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Lüneburger Leuphana-Universität, die sie im Auftrag der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) durchgeführt hat.

42,6 Prozent der Schüler beteiligen sich demnach mindestens einmal monatlich an solchen Trinkgelagen, bei denen definitionsgemäß mindestens fünf Gläser Alkohol direkt hintereinander konsumiert werden. Jeder Dritte dieser Gruppe, also 14,6 Prozent aller Befragten, gibt sich sogar dreimal oder öfter im Monat diesem Rauschtrinken hin. Über 70 Prozent der regelmäßigen Rauschtrinker gaben an, auch außerhalb kollektiver Besäufnisse regelmäßig Alkohol zu konsumieren.

Im Durchschnitt fangen – der Studie zufolge – Jugendliche im Alter zwischen 15 und 16 Jahren (der genaue Wert beträgt 15,6) mit dem Alkoholtrinken an. Viele beginnen jedoch auch schon zwischen 12 und 13 Jahren damit, ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol zu sammeln. Signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind dabei kaum festzustellen. 36,6 Prozent der Schüler trinken bereits regelmäßig Alkohol, also ein Getränk pro Woche. Der Alkoholkonsum steigt zwischen 13 und 15 Jahren stetig an, dabei ist der Anteil der Jungen etwas höher als der von Mädchen. Zwischen einem Alter von 16 und 18 Jahren trinken etwa 70 Prozent der Jugendlichen regelmäßig Alkohol. Mädchen trinken dabei eher „Mixgetränke“, bei denen eine Limonade mit Alkohol versetzt wird. Jungen haben eine Präferenz für Bier. 36,2 Prozent der Jungen trinken wöchentlich Bier, 29,3 Prozent von ihnen nehmen ein Mixgetränk zu sich.

Die Autoren der Studie stellten außerdem einen erkennbaren Zusammenhang zwischen dem erlebten Leistungsdruck in der Schule und dem Alkoholkonsum fest. Etwa jeder dritte Gymnasiast gab an, regelmäßig Alkohol zu trinken im Vergleich zu jedem vierten Schüler auf anderen Schulformen der Mittelstufe. Auch der Anteil der Rauschtrinker liegt bei Gymnasiasten mit 36,7 Prozent höher als der entsprechende Anteil in den anderen Schulformen (32,9 Prozent). Schülerinnen und Schüler, die angaben, mit ihren schulischen Leistungen nicht zufrieden zu sein, griffen häufiger zur Flasche als andere. Ein ähnlicher Zusammenhang besteht auch zwischen Schulunlust und den Trinkgewohnheiten. Wo da jeweils Ursache und Wirkung liegen, ist noch unklar: Ob also der erhöhte Alkoholkonsum zu schulischen Problemen führt oder umgekehrt die schulischen Probleme zur Steigerung des Alkoholkonsums führen, bleibt zunächst offen.

Auch regionale Unterschiede wurden festgestellt. So liegt das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern an der Spitze der Alkoholkonsumstatistik bei Jugendlichen in Deutschland, sagte Rainer Siedelberg von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung in Schwerin gegenüber dem NDR. Einschränkend muss gesagt werden, dass nicht alle Bundesländer an der Studie teilnahmen. Die Erhebung fand an Schulen in Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen statt. Für die Untersuchung wurde eine Stichprobe von 4116 Schülerinnen und Schülern zwischen 10 und 18 Jahren aus 17 Schulen befragt. Die Erhebung fand zwischen Mai 2009 und Mai 2010 im Rahmen der Initiative der DAK „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“ statt.

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July 23, 2010

Deutschland: Waldbrände sorgten für gesperrte Autobahnen

Deutschland: Waldbrände sorgten für gesperrte Autobahnen

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Veröffentlicht: 16:37, 23. Jul. 2010 (CEST)
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Salzwedel / Lüneburg (Deutschland), 23.07.2010 – Zwei große Waldbrände führten in dieser Woche zu Autobahnsperrungen.

Das Feuer bei Salzwedel (Bundesland: Sachsen-Anhalt) war aus bislang unbekannten Gründen von einem Getreidefeld ausgegangen und hatte schnell auf den angrenzenden Wald übergegriffen. Rund 200 Feuerwehrleute waren dort auf der Bundesautobahn 4 im Einsatz. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden 50 Hektar Wald ein Raub der Flammen.

Am Mittwoch gegen 11:30 Uhr kam es zwischen Bispingen und Soltau-Ost in der Lüneburger Heide zu einem weiteren Waldbrand. Auslöser dafür war vermutlich der Funkenflug eines geplatzten Reifens an einem polnischen LKW mit Reifen- und Achsschaden in Verbindung mit der Hitzewelle der letzten Wochen. Zunächst handelte es sich um einen Böschungsbrand und brennendes Gebüsch. Angefacht durch die anhaltende Dürre griffen die Flammen rasch auf auf den Kiefernwald (Hochwald) über. Am Mittag brannte eine Fläche von 7.000 Quadratmetern westlich der Autobahn. Wegen der starken Rauchentwicklung musste die Bundesautobahn 7 zunächst in beiden Richtungen voll gesperrt werden. Es erfolgte eine Ableitung des Verkehrs durch die Polizei. Am Abend wurde in südlicher Richtung (also in Fahrtrichtung Hannover) ein Fahrstreifen wieder freigegeben. Die Sperre in Richtung Norden konnte zehn Stunden nach dem Ausbrechen des Brandes wieder freigegeben werden. Betroffen ist von dem Brand eine Fläche von 9,5 Hektar Wald. 60 Fahrzeuge und 250 Einsatzkräfte der Feuerwehren brachten am Mittwochnachmittag die Lage mit Unterstützung der Bundeswehr weitgehend unter Kontrolle. Vorsorglich war eine Brandwache für die Nacht zu Donnerstag eingerichtet worden, einzelne Glutnester sollen wieder aufgeflammt sein. Inzwischen heißt es aber auch dort: „Feuer aus!“

Bereits tags zuvor war im selben Autobahnabschnitt der A7 ein PKW auf einen Klein-LKW vermutlich mit zu hoher Geschwindigkeit aufgefahren. Dabei kam ein 50-jähriger Mann aus Wickede ums Leben.

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  • Portal:Brände

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June 11, 2008

Abwassergesellschaft Lüneburg setzt Kleintransporter mit Elektroantrieb ein

Abwassergesellschaft Lüneburg setzt Kleintransporter mit Elektroantrieb ein

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Veröffentlicht: 21:24, 11. Jun. 2008 (CEST)
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Lüneburg (Deutschland), 11.06.2008 – Nicht nur Kleinwagen oder Sportmodelle werden neuerdings mit einem Elektromotor ausgestattet, auch in Kleintransportern kommen die Motoren jetzt zum Einsatz. Das Hamburger Abendblatt berichtet in der heutigen Ausgabe, dass die Abwassergesellschaft Lüneburg das erste Fahrzeug dieser Art in die Firmenflotte aufgenommen habe. Dabei handelt es sich um einen Kleintransporter mit Elektroantrieb des Typs „EcoCarier E 2“, der von der Firma Karmann in Osnabrück gebaut wird.

Die Abwassergesellschaft aus dem Norden ist dabei eine Art Versuchskaninchen. So ließ Karmann Vorschläge seines Kunden mit in die Entwicklung einfließen. Ein Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 55 Kilometer pro Stunde bewirkte so eine Verlängerung der Reichweite auf 80 Kilometer. Ein weiteres Fahrzeug hat das Lüneburger Unternehmen bestellt, eine Option auf zwei weitere Fahrzeuge besteht.

Den Produktionsstart des „EcoCarier E 2“ gab Karmann am 20. Februar 2008 in einer Pressemitteilung bekannt. Produziert wird im Auftrag der Firma EcoCraft Automotive in Wunstorf. Im Februar bezeichnete sich die Firma als „erstes Unternehmen weltweit“, das Kleintransporter mit Elektroantrieb anbieten würde. Beabsichtigt war die Produktion von 500 Fahrzeugen noch im Jahr 2008.

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  • Portal:Elektroautos

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November 8, 2006

Proteste gegen Castor-Transport

Proteste gegen Castor-Transport – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Proteste gegen Castor-Transport

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Artikelstatus: Fertig
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Lüchow / Lüneburg (Deutschland), 08.11.2006 – Im Wendland, einer Region Niedersachsens, begannen letztes Wochende die Proteste gegen den bevorstehenden Transport der zwölf Castorbehälter mit Atommüll von der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in das Zwischenlager Gorleben. Die Polizei zeigte bei mehreren Veranstaltungen und Mahnwachen gegen Atomenergie sowie zum Gedenken an den 2004 getöteten Sebastién Briat bereits starke Präsenz und eine harte Linie, es wird vereinzelt von starkem Einsatz von Zivilpolizisten und ersten Ingewahrsnahmen gesprochen. Am Samstag demonstrierten 400 Menschen vor dem KKW Brunsbüttel sowie 500 Atomgegner vor dem KKW Biblis gegen die geplante Laufzeitverlängerung und den bevorstehenden Castortransport, am Sonntag beteiligten sich rund 40 Protestler an einer Anti-Atom-Fahrradtour in Lüneburg. Am Dienstag wurden in mehreren Bahnhöfen in Deutschland und Frankreich Mahnwachen zum Gedenken an Sebastién Briat abgehalten. Auch diese wurden von einem hohen Polizeiaufgebot begleitet.

Während des Transportes werden zwischen 13.000 und 15.000 Polizisten im Einsatz sein. Die Polizeidirektion Lüneburg beschränkte derweil in einer fünfseitigen Bekanntmachung das Versammlungsrecht in einem Korridor um die Transportstrecken, öffentliche Versammlungen sind hiermit vollkommen verboten. Kritik gab es von Seiten der Gewerkschaft der Polizei, der Vorsitzende Bernhart Witthaut äußerte sich gegenüber der dpa: „Die Belastung für die Polizei ist meines Erachtens am Ende angekommen.“ Durch die Fußballweltmeisterschaft sowie die NPD-Aufmärsche sei die Polizei bereits überbelastet. Des Weiteren sei die Ausstattung der Einsatzkräfte beim Castortransport unzureichend, so seien oftmals nicht einmal die Gruppenführer in der Lage, den Funkverkehr mitzuhören. Verschiedene Anti-Atom-Initiativen haben bereits weitere Proteste angekündigt.

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  • Portal:Energiepolitik

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May 15, 2006

Patient mit offener Tuberkulose von Polizei gesucht

Patient mit offener Tuberkulose von Polizei gesucht

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Artikelstatus: Fertig 16:31, 15. Mai 2006 (CEST)
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Lüneburg / Hamburg (Deutschland), 15.05.2006 – In Schleswig-Holstein wurde ein Patient mit offener Tuberkulose (TBC) von der Polizei gesucht. Die Lüneburger Beamten suchten am Samstag, den 13. Mai 2006, nach ihm. TBC ist in Deutschland eine meldepflichtige Infektionskrankheit, da sie ansteckend ist.

Der Patient lag bis Samstag in einem Hamburger Krankenhaus. Nachdem er aus der stationären Behandlung entlassen wurde, kam der Laborbefund, der eine offene TBC diagnostizierte. Auf Bitten seiner Ärzte begann die Suchaktion, die noch am gleichen Tag positiv ausging. Bereits in der Nacht zum Sonntag meldeten erste Onlinemedien, der Patient befände sich wieder im Krankenhaus in Hamburg.

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March 8, 2006

Gericht macht Weg frei für ein Atommüllendlager „Schacht Konrad“

Gericht macht Weg frei für ein Atommüllendlager „Schacht Konrad“

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Artikelstatus: Fertig 22:19, 8. Mrz. 2006 (CET)
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Schacht Konrad bei Salzgitter

Lüneburg (Deutschland), 08.03.2006 – Die Klagen gegen die Eignung eines ehemaligen Bergwerks bei Salzgitter (Schacht Konrad) als Atommüllendlager wurden heute vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg zurückgewiesen.

Die Klagen, die sich rechtlich gegen den Planfeststellungsbeschluss des niedersächsischen Umweltministeriums vom 22. Mai 2002 richteten, wurden vom Gericht entweder als „unzulässig“ (Klagen zweier Gemeinden sowie der Stadt Salzgitter) beziehungsweise als „unbegründet“ (im Falle der Klage zweier Landwirte) bezeichnet. Die Kommunen seien in ihren Rechten nicht betroffen. Auch eine Verletzung der Rechte der beiden klagenden Landwirte konnte das Gericht nicht erkennen.

Im Einzelnen weist das Gericht die von den Klägern vorgebrachten Einwände hinsichtlich Verfahrensmängeln bei der Planfeststellung, der Infragestellung des Bedarfs für ein solches Endlager als auch bezüglich möglicher Gefahren, die von einem Endlager für schwach- bis mittelradioaktive Abfälle ausgehen könnten, zurück. Als mögliche Gefahren hatten die Kläger auf die Möglichkeit terroristischer Anschläge sowie die Gefahr einer Grundwasserverseuchung hingewiesen. Beweisanträge der klagenden Parteien zur Überprüfung der Langzeitsicherheit der Anlage hatte das Gericht abgelehnt.

Das Verfahren zur Planfeststellung läuft seit 20 Jahren. Die „Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad“ mobilisiert seit Jahren den Widerstand gegen die Errichtung eines atomaren Endlagers in diesem stillgelegten Bergwerk. Im Jahre 2002 hatte das niedersächsische Umweltministerium die Genehmigung zur Errichtung einer Anlage zur Endlagerung radioaktiver Abfälle erteilt. Die radioaktiven Abfälle, die hier endgelagert werden sollen, stammen aus deutschen Industrieanlagen, Forschungslabors und Kliniken. In dem genannten Zeitraum sind von interessierten Energieversorgern bereits knapp eine Milliarde Euro in den Ausbau des Schachtes investiert worden.

Der als Kläger in Erscheinung getretene Landwirt Walter Traube hat bereits im Vorfeld der Verhandlung erklärt, er gehe nicht von einem Erfolg für die Kläger bei der Verhandlung aus. Er werde weiter den Weg zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beschreiten. Nach Aussagen auf der Homepage der „AG Schacht Konrad“ haben zu Prozessbeginn mehrere Dutzend Atomkraftgegner gegen die Errichtung eines Atommüllstandortes im Schacht Konrad demonstriert.

Der am OVG Lüneburg geführte Prozess war der erste seiner Art. Erstmals wurde in einem gerichtlichen Verfahren die Eignung eines Standortes für Zwecke der Entsorgung atomarer Abfälle geprüft. Dabei hatte sich das Gericht, so der Vorsitzende Richter Wolfgang Kalz, mit Sicherheitsaspekten für einen Zeitraum von mehreren hunderttausend Jahren zu beschäftigen.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte sich im Vorfeld der Verhandlung gegen die Nutzung des Schachts Konrad für die Endlagerung atomarer Abfälle ausgesprochen. Die Europaabgeordnete von Grünen Rebecca Harms kritisierte die Gerichtsentscheidung scharf. In einem Interview mit dem Inforadio (rbb) sagte die Politikerin: „Es gibt wesentliche Bedenken, was die Gefahren für die Anwohner angeht und es kann nicht sein, dass in Deutschland heute Atomanlagen genehmigt werden können, ohne dass diese Bedenken überhaupt erörtert werden.“

Eine Revision gegen das Urteil wurde vom Gericht nicht zugelassen. Den Klägern wurde lediglich die Möglichkeit offen gelassen, eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig einzubringen.

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November 5, 2005

Demonstration von Atomkraftgegnern in Lüneburg

Demonstration von Atomkraftgegnern in Lüneburg

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Lüneburg (Deutschland), 05.11.2005 – In Lüneburg haben heute tausende von Atomkraftgegnern friedlich demonstriert. Auslöser der Demonstration war die aktuelle Diskussion über eine Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke. In Kürze, am 19. November, startet der nächste Castor-Transport mit Atommüll ins Zwischenlager nach Gorleben.

Aus ganz Deutschland kamen Anti-Atom-Initiativen nach Lüneburg. Sie forderten die SPD- und Unionspolitiker dazu auf, den vereinbarten Atomausstieg bei den Koalitionsverhandlungen nicht zu kippen.

Die Polizei Lüneburg begleitete die Demonstration mit einem Großaufgebot an Beamten. Es kam aber zu keinen Störungen.

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