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December 10, 2004

Der 10. Dezember ist der „Tag der Menschenrechte“

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UNO

Bonn (Deutschland), 10.12.2004 – Der internationale Tag der Menschenrechte geht auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zurück, die von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) am 10. Dezember 1948 genehmigt und verkündet wurde.

In Deutschland finden aus diesem Anlass verschiedene Aktionen statt. Amnesty International Deutschland startet beispielsweise wieder seinen so genannten „Brief-Marathon“. Dabei werden weltweit Appellbriefe verschickt, die bedrohte Menschen unterstützen sollen.

Die Gewerkschaft ver.di stellte an diesem Tag bewusst ein „Schwarzbuch“ der Öffentlichkeit vor, das der Lebensmittelkette Lidl vorwirft, ihre Mitarbeiter schlecht zu behandeln.

Die Evangelische Kirche Deutschlands hält beispielsweise aus Anlass dieses Tages Gottesdienste ab.

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Quellen

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Dienstleistungsgewerkschaft ver.di veröffentlicht „Schwarzbuch“ zum Discounter Lidl

Dienstleistungsgewerkschaft ver.di veröffentlicht „Schwarzbuch“ zum Discounter Lidl

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Lidl-Filiale

Berlin (Deutschland), 10.12.2004 – In einem in Berlin vorgestellten Schwarzbuch prangert die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di „unmenschliche Arbeitsbedingungen” bei der Discounterkette Lidl an. Das in Anlehnung an den Firmengründer Dieter Schwarz „Schwarz-Buch Lidl“ betitelte Werk erscheint bewusst am Tag der Menschenrechte und soll laut ver.di darauf aufmerksam machen, dass der wirtschaftliche Erfolg der Handelskette mit schlechten Arbeitsbedingungen einherginge. So würden Betriebsratsgründungen und Mitbestimmung der Arbeitnehmer systematisch verhindert, unbezahlte Überstunden seien an der Tagesordnung.

Zeitgleich hat ver.di für Lidl-Mitarbeiter eine Hotline eingerichtet sowie ein Flugblatt mit einem offenen Brief an Dieter Schwarz veröffentlicht.

Gegenüber der Financial Times Deutschland sprach die Schwarz-Gruppe in einer schriftlichen Stellungnahme von einer Diffamierungskampagne. Es sei allerdings unvermeidlich, dass bei dem rasanten Wachstum der Unternehmensgruppe in Ausnahmefällen auch Filial- oder Bezirksleiter mit Schwächen bei der Führung von Mitarbeitern eingestellt wurden. So habe man sich im letzten Jahr nach Beschwerden von Mitarbeitern auch von etwa 20 Führungskräften getrennt. Als Reaktion auf die Veröffentlichung des Schwarzbuches buchte der Konzern ganzseitige Anzeigen in zahlreichen deutschen Tageszeitungen.

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