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December 15, 2010

China boykottiert Friedensnobelpreisverleihung

China boykottiert Friedensnobelpreisverleihung

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Veröffentlicht: 21:12, 10. Dez. 2010 (CET)
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Liu Xiaobo

Oslo (Norwegen), 15.12.2010 – Die Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises ist heute in Abwesenheit des Preisträgers Liu Xiaobo erfolgt. China hatte Liu, der im Land eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt, die Teilnahme an der Zeremonie verweigert und weitere Staaten unter Druck gesetzt, der Verleihung fernzubleiben.

Der ehemalige Universitätsprofessor, Schriftsteller und Literaturkritiker Liu Xiaobo war seit der studentischen Demokratiebewegung 1989 in China als Menschenrechtsaktivist aktiv und Mitunterzeichner der Charta 08. 2009 wurde er wegen Subversion der Staatsmacht zu elf Jahren Haft verurteilt. Von China wurde die Vergabe des Preises an Liu heftig kritisiert. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums warf Norwegen vor, durch die Vergabe des Preises an einen Gesetzesbrecher illegale Aktivitäten in China zu unterstützen und die Souveränität des Landes zu missachten. Jeder Versuch, auf China mit Methoden aus der Zeit des Kalten Kriegs Druck auszuüben, sei naiv. Über 100 Länder und Organisationen hätten sich explizit gegen die Preisvergabe ausgesprochen.

China hatte nach Bekanntwerden des Preisträgers die ausländischen Botschafter in Oslo angeschrieben und aufgefordert, die Verleihung zu boykottieren. Nachdem zunächst berichtet wurde, dass 18 Länder sich dem Boykott anschließen würden, gab das Nobelpreiskomitee heute bekannt, dass 15 Länder „aus verschiedenen Gründen“ die Einladung abgelehnt hätten. Dies sind neben China: Russland, Kasachstan, Tunesien, Saudi-Arabien, Pakistan, Irak, Iran, Vietnam, Afghanistan, Venezuela, Ägypten, Sudan, Kuba und Marokko.

Nach Berichten von Amnesty International hatte China im Vorfeld der Verleihung chinesischen Menschenrechtsaktivisten die Ausreise verweigert und damit gegen seine eigenen Gesetze verstoßen. Auch sei auf chinesische Einwohner von Oslo Druck ausgeübt worden. Am Donnerstag übergab Amnesty der chinesischen Botschaft in Oslo eine Petition mit 96.400 Unterschriften, die eine Freilassung Liu Xiaobos forderten. Die Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty Monika Lüke sagte, China werde es sich auf Dauer nicht leisten können, „ein wirtschaftlicher Riese zu sein, aber bei den Menschenrechten ein Zwerg zu bleiben.“

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October 8, 2010

Friedensnobelpreis 2010 für den chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo

Friedensnobelpreis 2010 für den chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo

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Veröffentlicht: 21:28, 8. Okt. 2010 (CEST)
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Oslo (Norwegen), 08.10.2010 – Das Norwegische Nobel-Komitee gab heute seine Entscheidung bekannt, dem chinesischen Literaturwissenschaftler und Publizisten Liu Xiaobo den Friedensnobelpreis 2010 zu verleihen. Das Nobelkomitee würdigt damit Lius Einsatz für politische Rechte und Demokratie in China. Wörtlich sagte der Präsident des Nobelkomitees Thorbjørn Jagland in Oslo, das Komitee wolle mit der Verleihung des Preises den „langen gewaltlosen Kampf“ Lius für die Menschenrechte in China honorieren. Es ist das erste Mal, dass der Friedensnobelpreis nach China geht. Liu sitzt zurzeit in einem chinesischen Gefängnis. Am 26. Dezember 2009 war der 54-Jährige wegen „Anstiftung zum Umsturz der Staatsmacht“ zu einer elfjährigen Gefängnishaft verurteilt worden.

Liu Xiaobo ist Mitverfasser der Charta 08. Dabei handelt es sich um ein Dokument, in dem chinesische Kritiker der herrschenden Politik ihre Forderungen nach grundlegenden demokratischen Reformen in China formulieren. Darin setzen sich die Verfasser mit der Herrschaft der Kommunistischen Partei in China auseinander und fordern grundlegende Rechte ein wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie Religions- und Organisationsfreiheit. Außerdem verlangen sie eine staatliche Neuordnung mit dem Ziel der Trennung von Legislative, Judikative und exekutiver Gewalt. Auch an den Protesten auf dem Platz des himmlischen Friedens (Tienanmen) im Juni 1989 hatte sich Liu Xiaobo beteiligt und war damals mit einer Gefängnisstrafe belegt worden. In den 1990-er Jahren war Liu ebenfalls zu einer 20-monatigen Haftstrafe verurteilt worden.

Die chinesische Regierung betrachtet Liu als Staatsfeind. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an ihn hatte sie bereits im Vorfeld zu verhindern versucht. Ein Regierungssprecher hatte eine mögliche Auszeichnung Lius als „unfreundlichen Akt Norwegens“ bezeichnet und angekündigt, dass eine Verleihung des Friedensnobelpreises an Liu sich auf die Entwicklung der Beziehungen zwischen China und Norwegen negativ auswirken werde, um so Druck auf das Nobelkomitee auszuüben. Chinesische Regierungsstellen versuchten nach der Verleihung des Preises die diesbezügliche Medienberichterstattung in dem Land zu unterbinden. Die Ausstrahlung von Informationen des US-Fernsehsenders CNN zur Nobelpreisverleihung wurden gestört. Chinesische Internetseiten wurden offenbar zensiert, berichtet NZZ-Online. Versuche von Reportern in China mit Lius Frau Xia in ihrem Haus zu sprechen, wurden von Polizisten verhindert. Telefonisch äußerte sie sich so: „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er den Nobelpreis gewinnen würde“ und fügte hinzu: „Deswegen ist es umso schwerer, mir vorzustellen, wie sich alles entwickeln wird, nachdem er ihn bekommen hat.“

Von Regierungen in zahlreichen Ländern wurde die Entscheidung des Nobelkomitees als „mutiger Schritt“ mit „historischer“ Dimension gewürdigt. In einem Glückwunschschreiben des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff heißt es: „Ihr Mut, sich für die Menschenrechte in Ihrem Land friedlich einzusetzen, hat meinen größten Respekt.“ Im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte ein Regierungssprecher der deutschen Bundesregierung: „Die Bundesregierung wünscht sich, dass er aus der Haft freikommt und diesen Preis selber in Empfang nehmen kann.“

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  • 11 Jahre Gefängnis für chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo (26.12.2009)

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October 9, 2009

Friedensnobelpreis geht an Obama

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Friedensnobelpreis geht an Obama

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Veröffentlicht: 17:41, 9. Okt. 2009 (CEST)
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Barack Obama, Friedensnobelpreisträger 2009

Oslo (Norwegen), 09.10.2009 – Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an US-Präsident Barack Obama. Das Nobelkomitee im norwegischen Oslo würdigte damit Obamas Einsatz zur „Stärkung der internationalen Diplomatie“. Obama habe ein völlig neues internationales Klima geschaffen. Besonderes Gewicht sei bei der Entscheidung auf Obamas Einsatz für eine Welt ohne Atomwaffen gelegt worden.

Der norwegische Komiteechef Thorbjørn Jagland sagte zur Begründung: „Alles, was er in seiner Zeit als Präsident angepackt hat, und wie sich das internationale Klima durch ihn verändert hat, ist schon mehr als Grund, ihm dem Friedensnobelpreis zu verleihen.“ Das Komitee habe schon immer versucht, noch nicht abgeschlossene Entwicklungen für den Frieden zu stimulieren und zu fördern. Als Beispiele führte er die Preisvergaben an Bundeskanzler Willy Brandt und an den sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow an.

Die Reaktionen auf die Verleihung des Friedensnobelpreises an den US-Präsidenten sind unterschiedlich. Kommentatoren sehen diese teilweise sehr kritisch. In der Süddeutschen Zeitung erschien ein Kommentar, der die Entscheidung des Nobelkomitees als „nicht nachzuvollziehende Verirrung von sechs Juroren“ bezeichnet, denen jedes Gefühl für Realismus und jede Urteilskraft abhanden gekommen sei. Das Weiße Haus selbst zeigte sich am Morgen sprachlos. Eine offizielle Stellungnahme gab es zunächst nicht. Wie der Fernsehsender CBS berichtet, gab Regierungssprecher Robert Gibbs dem Fernsehsender eine Stellungnahme in Form einer SMS, die aus einem einzigen Wort bestand: „WOW.“ Auch auf internationaler Ebene herrschte zunächst Schweigen. Von der deutschen Bundeskanzlerin liegt inzwischen eine Stellungnahme vor, in der sie dem US-Präsidenten zu dem Preis gratulierte. Sie sagte: „Die Auszeichnung ist sicherlich ein Ansporn für den Präsidenten und für uns alle.“ Positiv reagierte inzwischen auch die Führung der Palästinensischen Autonomiebehörde. „Ich hoffe, dass der Preis ein zusätzlicher Ansporn für Präsident Obama ist, noch härter für einen Frieden in unserer Region zu arbeiten“, sagte ein Sprecher. Auch weitere Staatsrepräsentanten und Sprecher wichtiger Organisationen gratulierten Obama, so der italienische Ministerpräsident Berlusconi, der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohammed ElBaradei („Mir fällt niemand ein, der diese Ehre mehr verdient hätte.“), und der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg: „Der Preis kommt nicht zu früh. Es ist richtig, wenn er an jemanden geht, der mitten in der Verantwortung steht und etwas durchzusetzen hat.“

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  • Portal:Nobelpreise

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October 12, 2007

Friedensnobelpreis für Al Gore und den UN-Klimarat

Friedensnobelpreis für Al Gore und den UN-Klimarat

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Veröffentlicht: 23:02, 12. Okt. 2007 (CEST)
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Al Gore

Oslo (Norwegen), 12.10.2007 – Der ehemalige Vize-Präsident der Vereinigten Staaten Al Gore und der UN-Klimarat (IPCC) erhalten für ihren Einsatz im Kampf gegen den globalen Klimawandel den mit 1,1 Millionen Euro dotierten Friedensnobelpreis des Jahres 2007 zu gleichen Teilen. Der Vorsitzende des Nobelpreiskomitees, Ole Danbolt Mjøs, begründete die Entscheidung für Al Gore mit den herausragenden persönlichen Verdiensten Gores für die Aufklärung der Menschen über die Folgen des Klimawandels: „Gore hat wie kein anderer Mensch als Einzelner zur Schaffung eines breiten Bewusstseins für die Maßnahmen beigetragen, die nun nötig sind.“ Gore war für seinen Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ dieses Jahr bereits mit einem Oscar ausgezeichnet worden. CNN berichtete, Gore werde sein Preisgeld für die von ihm gegründete Organisation „Alliance for Climate Protection“ spenden, die sich dem Kampf für eine andere Politik als Reaktion auf den Klimawandel verschrieben hat.

Gore selbst freute sich besonders über die Tatsache der geteilten Preisverleihung an ihn und den UN-Klimarat, den er als ein Gremium bezeichnete, dessen Mitglieder sich seit Jahren unermüdlich dafür eingesetzt hätten, dass die Menschheit den Klimawandel besser verstehe.

Der aus Indien stammende Vorsitzende des IPCC zeigte sich „völlig überwältigt“ von der Preisverleihung. Der UN-Klimarat sammelt seit 1988 weltweite Daten zum Klimawandel. An dieser Arbeit sind weltweit 10.000 Wissenschaftler beteiligt.

Ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington D.C. begrüßte die Preisverleihung an Al Gore. Auf eine entsprechende Nachfrage erklärte der Sprecher, die Preisverleihung werde zu keiner Änderung der Klimapolitik der Vereinigten Staaten führen. Bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 war Gore gegen den amtierenden Präsidenten George W. Bush angetreten. Dessen Klimapolitik hatte er scharf angegriffen. Von 1993 bis 2001 war Gore Vizepräsident während der Präsidentschaft Bill Clintons.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon würdigte den hohen persönlichen Einsatz Gores für den Schutz des Weltklimas. Sein Engagement zeige, dass jeder Einzelne bei der Bewältigung der globalen Probleme eine wichtige Rolle spielen könne.

Gratulationen kamen auch von deutschen Politikern wie Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und den Grünen-Politikern Renate Künast und Fritz Kuhn.

Kritik an der Verleihung des Nobelpreises an Al Gore kam aus Tschechien. Václav Klaus sagte, der Zusammenhang zwischen den Aktivitäten Gores und dem Weltfrieden sei nicht deutlich. Der tschechische Präsident hatte die Thesen Gores mehrfach öffentlich zurück gewiesen.

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  • Portal:Nobelpreise
  • Portal:Klimaerwärmung

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July 15, 2007

Schimon Peres als israelischer Staatspräsident vereidigt

Schimon Peres als israelischer Staatspräsident vereidigt

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Veröffentlicht: 21:46, 15. Jul. 2007 (CEST)
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Jerusalem (Israel), 15.07.2007 – Heute wurde Schimon Peres als israelisches Staatsoberhaupt vereidigt. Er war am 13. Juni 2007 als Nachfolger von Mosche Katzaw von der Knesset, dem israelischen Parlament, im zweiten Versuch gewählt worden. Er ist insgesamt der neunte Präsident des Staates. Peres ist 83 Jahre und seit sechs Jahrzehnten in der Politik aktiv. Im Dezember 1994 erhielt er zusammen mit Jassir Arafat den Friedensnobelpreis.

Sein Vorgänger Kazav ist in einen Sex-Skandal verwickelt. Daher hatte er sein Amt, das vor allem repräsentativen Zwecken dient, vor Monaten ruhen lassen, nun wurde sein Nachfolger gewählt.

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October 13, 2006

Friedensnobelpreis 2006 für den Gründer der Grameen Bank

Friedensnobelpreis 2006 für den Gründer der Grameen Bank

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Artikelstatus: Fertig 20:42, 13. Okt. 2006 (CEST)
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Muhammad Yunus

Oslo (Norwegen), 13.10.2006 – Das norwegische Nobelpreiskomitee hat den Gründer der Grameen Bank, Muhammad Yunus, und die Bank selbst mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Der aus Bangladesch stammende Muhammad Yunus wird laut einer Pressemitteilung des Nobelpreiskomitees für seine Bemühungen zur Schaffung wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung von unten geehrt. Dieses Engagement von unten trage zur Festigung der Demokratie und der Menschenrechte bei, heißt es in der Begründung des Nobelpreiskomitees.

Die Grameen Bank vergibt Mikrokredite an sehr arme Menschen im ländlichen Bangladesch, wobei die Kredite nicht an klassische Sicherheiten gebunden sind. Nach Angaben der Bank haben insgesamt 6,61 Millionen Menschen Kredite der Grameen Bank in Anspruch genommen (Stand: Mai 2006) – 97 Prozent der Kredite gingen an Frauen. Auf der Website der Grameen Bank heißt es, dass mehrere unabhängige Studien, darunter auch Studien der Weltbank und des International Food Research Policy Instituts, die positiven Auswirkungen der von der Grameen Bank vergebenen Mikrokredite auf die Kreditnehmer bewiesen hätten.

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  • Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus an der Universität Karlsruhe (06.06.2007)
  • Portal:Nobelpreise

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May 21, 2006

Myanmar: UN-Gesandter trifft Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi

Myanmar: UN-Gesandter trifft Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi

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Artikelstatus: Fertig 21:50, 21. Mai 2006 (CEST)
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Rangun (Myanmar), 21.05.2006 – Der stellvertretende UN-Generalsekretär für politische Angelegenheiten, Ibrahim Gambari, traf am Samstag mit der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi in Rangun zusammen.

Es war der erste Besuch seit drei Jahren, den Aung San Suu Kyi erhielt, die bereits mehr als zehn Jahre unter Hausarrest leben musste. Der Friedensnobelpreisträgerin von 1991 und Vorsitzenden der regimekritischen „Nationalen Liga für Demokratie“ (NLD) war erlaubt worden, mit dem UN-Gesandten zu sprechen, der sich zu einem dreitägigen Besuch in dem von einer Militärjunta beherrschten Land aufhielt. Über den Inhalt des Gesprächs wurde nichts bekannt. Der Besuch sollte den Druck auf das Militärregime erhöhen, elementare Menschenrechte zu beachten und politische Reformen einzuleiten. Die NLD hatte im Jahre 1990 nationale Wahlen gewonnen, deren Ausgang jedoch von der Militärregierung nicht anerkannt worden war. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass in Myanmar noch über 1.000 weitere politische Gefangene interniert sind.

Vor dem Gespräch mit der Friedensnobelpreisträgerin war Gambari mit dem Chef der Militärjunta General Than Shwe in einem geheimen Dschungelcamp zusammengetroffen. Myanmar ist international isoliert. Die USA haben ein Handelsboykott gegen den Staat verhängt. Von Seiten der Europäischen Union existiert ein Einreiseverbot für Angehörige der Militärjunta. Außerdem gibt es ein Waffenembargo sowie ein Investitionsverbot für Unternehmen in Myanmar.

Nach dem Ende seiner diplomatischen Mission in dem südostasiatischen Land äußerte sich der UN-Diplomat besorgt darüber, dass die Militärregierung des Landes erneut militärisch gegen Angehörige des Volkes der Karen in Myanmar, die dort eine ethnische Minderheit darstellen, vorgegangen ist. 15.000 Angehörige dieser Volksgruppe seien obdachlos gemacht worden, viele von ihnen versuchten nach Thailand zu fliehen. Erst am Donnerstag hatte der US-Senat eine Entschließung angenommen, in der die Militärjunta Myanmars wegen ihrer Verfolgung der Karen und ihres militärischen Vorgehens gegen die Karen-Rebellen verurteilt wird.

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October 7, 2005

Greenpeace schockiert über Vergabe des Friedensnobelpreis an die IAEO

Greenpeace schockiert über Vergabe des Friedensnobelpreis an die IAEO

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Artikelstatus: Fertig 09:23, 8. Okt. 2005 (CEST)
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Oslo (Norwegen) / Wien (Österreich), 07.10.2005 – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigt sich in einer ersten Reaktion angesichts der Vergabe des Friedensnobelpreises an die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) schockiert.

Der Atom-Experte von Greenpeace International, Jan van de Putte, erklärte kurz nach der Verleihung, dass die IAEO eine bislang verschwiegene Doppelrolle innehat: „Sie ist nicht nur für die Kontrolle zur Verbreitung von Nuklearwaffen zuständig, sondern auch für die Verbreitung von Nukleartechnologien und spaltbaren Materialien.“ Mit anderen Worten: Durch die weltweite Werbung der IAEO für die Nutzung der Atomkraft haben heute 35 bis 40 Staaten die Fähigkeit, binnen weniger Monate Kernwaffen zu bauen. Greenpeace hofft, dass die Vergabe des Friedensnobelpreises eine weltweite Diskussion auslösen wird.

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Der Friedensnobelpreis 2005 geht an die Internationale Atomenergieorganisation und Mohammed el-Baradei

Der Friedensnobelpreis 2005 geht an die Internationale Atomenergieorganisation und Mohammed el-Baradei

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Flagge der IAEO

Oslo (Norwegen), 07.10.2005 – Der Friedensnobelpreis 2005 geht an die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) und Mohammed el-Baradei. Die Internationale Atomenergieorganisation und ihr Generaldirektor, der Ägypter Mohammed el-Baradei, erhalten je eine Hälfte des mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (zehn Millionen Kronen) ausgezeichneten Preises „für ihre Bemühungen um Verhinderung der militärischen Anwendung von Atomenergie und ihre friedliche Nutzung so sicher, wie möglich zu machen“.

„In einer Zeit, in der die Bedrohung durch Atomwaffen wieder einmal wächst, will das norwegische Nobelkomitee die Tatsache unterstreichen, dass dieser Bedrohung durch eine möglichst breite Zusammenarbeit begegnet werden muss“, erklärte das norwegische Nobelkomitee. „Dieses Prinzip findet seinen deutlichsten Ausdruck derzeit in der Arbeit der IAEO und ihres Direktors.“ Zur internationalen Abrüstung erklärte das Komitee: „Dass die Welt bislang so wenig erreicht hat, macht den aktiven Widerstand gegen Nuklearwaffen umso wichtiger“.

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May 29, 2005

Der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag geht zu Ende

Der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag geht zu Ende

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Hannover (Deutschland), 29.05.2005 – Heute geht in Hannover der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag zu Ende.

Zum Abschluss des fünftägigen Kirchentages findet auf dem Schützenplatz in der Innenstadt ein Openair-Gottesdienst statt. Schätzungsweise sind rund 100.000 Menschen auf dem Platz versammelt.

Neben Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzler Gerhard Schröder, Bundesaußenminister Joschka Fischer und Oppositionsführerin Angela Merkel hat auch die Friedensnobelpreisträgerin aus Kenia, Wangari Maathai, den Kirchentag besucht. Neben Christen aus Deutschland waren Gläubige aus etwa 90 weiteren Ländern anwesend.

Aus Sicht der Organisatoren hat der Kirchentag ein Signal des Aufbruchs gesetzt. Kirchentagspräsident Eckhard Nagel hat die Gläubigen zu einem Kurswechsel in der Familienpolitik appelliert. Er gab zu bedenken, eine Gesellschaft ohne Kinder hätte keine Zukunft, an Kindern dürfe nicht gespart werden. In diesem sozialpolitischen Bereich sei eine Umkehr und ein verändertes Denken notwendig. Nur so könne eine familienfreundliche Gesellschaft geschaffen werden.

Der nächste Evangelische Kirchentag findet 2007 in Köln statt.

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  • Portal:Nobelpreise
  • Hannover: Der Evangelische Kirchentag beginnt (25.05.2005)

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