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December 31, 2012

Indien: Vergewaltigungsopfer ist gestorben

Indien: Vergewaltigungsopfer ist gestorben

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Veröffentlicht: 12:30, 31. Dez. 2012 (CET)
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Neu-Delhi (Indien) / Singapur, 31.12.2012 – Die 23-jährige Inderin, deren Vergewaltigung zu Protesten und Unruhen geführt hatte, ist in einem Krankenhaus in Singapur gestorben. Sie erlag am 29. Dezember um 4:45 Uhr Ortszeit den schweren inneren Verletzungen, die ihr die Vergewaltiger zugefügt hatten. Hinzu kamen Infektion von Lungen und anderer innerer Organe. Dies teilten die behandelnden Ärzte im Mount-Elizabeth-Krankenhaus mit. Die Frau, die am 16. Dezember in der indischen Hauptstadt in einem öffentlichen Omnibus von sechs Männern vergewaltigt worden war, war in der Nacht zum 27. Dezember zur Behandlung nach Singapur geflogen worden. Ihr Zustand galt als kritisch. Nach den Angaben des indischen Premierminister Manmohan Singh werde der Staat für die Kosten der Behandlung der Frau aufkommen.

Die Frau und ihr Begleiter waren mit Eisenstangen traktiert und nach der Vergewaltigung aus dem fahrenden Bus geworfen worden.

Die Tat hatte in Indien zu teils erbosten Reaktion und heftigen Protesten geführt. Ein Fernsehjournalist und ein Polizist waren während dieser Unruhen getötet worden. „Eine Stadt schämt sich“, stellte in einem Leitartikel die „Times of India“ fest und bezeichnet Neu-Delhi als „Vergewaltigungshauptstadt“. 572 gemeldete Vergewaltigungen wurden hier 2011 registriert. Die Dunkelziffer dürfte wegen der Scham der Opfer höher liegen. Sie verlange „schärfere Gesetze, um Vergewaltigungen zu stoppen“, teilte die frühere Ministerin Sushma Swaraj von der oppositionellen Bharatiya Janata Party mit.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Indien
  • Portal:Recht

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November 18, 2012

Morgen ist Welttoilettentag 2012

Morgen ist Welttoilettentag 2012 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Morgen ist Welttoilettentag 2012

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Veröffentlicht: 16:02, 18. Nov. 2012 (CET)
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Toilette

Singapur (Singapur), 18.11.2012 – Der 19. November ist der Welttoilettentag. Im Jahr 2001 wurde er erstmals von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Der Tag soll eine Mahnung sein: Es fehlen hygienische Sanitäreinrichtungen für mehr als 37 Prozent der Weltbevölkerung, das sind rund 2,6 Milliarden Menschen.

Auch dieses Jahr wird es einen WC-Gipfel geben; er findet im südafrikanischen Durban statt. Im Jahr 2006 fand er in Bangkok unter dem Motto „Happy toilet, healthy life“ statt. Die Folgen der Mangelversorgung, besonders in den Entwicklungsländern, sind gravierend: 7,5 Millionen Menschen sterben jährlich an Durchfallerkrankungen, vor allem Kinder unter fünf Jahren. Besonders schlecht sieht es in den weltweit bestehenden Flüchtlingslagern aus, in denen sich Millionen Menschen aufhalten, die vor Krieg, Naturkatastrophen oder aus politischen Gründen geflohen sind.

Die am weitesten entwickelte Kultur in Sachen menschlicher Bedürfnisse scheint bei den Japanern vorzuherrschen. Die blankgewienerten öffentlichen Toiletten können kostenlos benutzt werden, das gilt auch für die Sanitärräume in Gaststätten, Bahnhöfen und Einkaufszentren. Viele davon sind Luxustoiletten mit beheizter Klobrille und diversen Zusatzfunktionen, so auch eine künstliche Geräuschkulisse zum Übertönen der menschlich erzeugten Geräusche.

Die „German Toilet Organization“ ruft am Welttoilettentag zu einem bundesweiten Schülerwettbewerb zur Verbesserung von Schultoiletten und Waschräumen auf.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Unplanmäßige Landung eines Lufthansa-Jumbos wegen defekter Toilette (21.11.2006)
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Welttoilettentag“.

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December 31, 2011

Italien: Wettmafia aus Singapur wollte Fußballvereine kaufen

Italien: Wettmafia aus Singapur wollte Fußballvereine kaufen

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Veröffentlicht: 12:04, 31. Dez. 2011 (CET)
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Fußballbegegnung (Symbolbild)

Rom (Italien), 31.12.2011 – Nach einem Bericht der „Gazzetta dello Sport“ plante die Wettmafia aus Singapur den Kauf von Fußballvereinen der zweiten und dritten italienischen Liga. Hintergrund ist die Einflussnahme auf Spielergebnisse, um bei Sportwetten kräftig abkassieren zu können.

Vor Weihnachten wurde der Zweitliga-Spieler Luigi Sartor verhaftet. In Vernehmungen gab er an, er hätte nach Übernahme bei einem der Vereine spielen sollen, um die Ergebnisse wie von den Auftraggebern gewünscht zu manipulieren. Konkret seien die Asiaten am Serie-B-Klub UC AlbinoLeffe interessiert gewesen.

Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 43 Profis wegen der Beteiligung an Spielmanipulationen. Bei 18 Begegnungen soll der Spielstand nicht durch Zufall oder Können entstanden sein. Auch Spiele der Serie A sollen betroffen sein.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Fußball-Wettskandal
  • Portal:Organisierte Kriminalität

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May 8, 2009

Top-Terrorist in Malaysia verhaftet

Filed under: Singapur,Themenportal Politik,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

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Top-Terrorist in Malaysia verhaftet

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Veröffentlicht: 20:46, 08. Mai. 2009 (CEST)
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Singapur (Singapur), 08.05.2009 – Der 48-jährige, unter Terrorverdacht stehende Mas Selamat Kastari ist in Malaysia festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, Anschläge geplant zu haben, die ein ähnliches verheerendes Maß gehabt hätten, wie die des 11. September 2001. Demnach soll er vorgehabt haben, ein Passagierflugzeug zu entführen und über dem internationalen Flughafen Changi zum Absturz zu bringen. Der schon seit längerem gesuchte Indonesier ist laut Sicherheitsbehörden des Stadtstaates im Februar 2008 nach einer Toilettenpause aus dem Whitley-Hochsicherheitsgefängnis erfolgreich ausgebrochen, konnte nun im April 2009 aber vom malaysischen Geheimdienst in Johor festgenommen werden. Zur Zeit wird Mas Selamat noch verhört. Mas Selamat Kastari, geboren 1961, war Mitglied des Darul Islam („Haus des Islam“), einer terroristischen Vereinigung, besuchte für das Erlernen von Bombenbauen Quida-Lager und wurde 1999 zum „JI-Filialleiter Singapurs“ ernannt. Dieser Mann wird als sehr gefährlich eingestuft.

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May 19, 2008

ASEAN: Myanmar will ausländische Hilfe begrenzt zulassen

ASEAN: Myanmar will ausländische Hilfe begrenzt zulassen

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Veröffentlicht: 23:46, 19. Mai 2008 (CEST)
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Die ASEAN-Staaten

Singapur, 19.05.2008 – Bei einem Krisengipfel der Außenminister der ASEAN-Staaten in Singapur, an dem auch der Außenminister der Militärjunta in Myanmar, Nyan Win, teilnahm, erklärte sich die Regierung Myanmars bereit, ausländische Hilfe für die durch den Zyklon „Nargis“ obdachlos gewordenen und verletzten Menschen in gewissem Umfang zuzulassen. Die Zusage gilt jedoch nur für Helfer aus ASEAN-Staaten. Wie weiter bekannt wurde, will die ASEAN etwa 300 vorwiegend medizinische Helfer in die von dem Tropensturm verwüsteten Regionen Myanmars entsenden. Die ASEAN will eng mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten. Wie der Außenminister Singapurs, George Yeo, mitteilte, werde Myanmar nur solche Hilfe akzeptieren, die nicht politisch missbraucht werde. Einen „unkontrollierten Zugang ausländischer Helfer“ nach Myanmar lehnt die Regierung des Landes ab, so Yeo.

Inzwischen erhielt ein 50-köpfiges chinesisches Ärzteteam eine Einreiseerlaubnis nach Myanmar. Wie ein staatlicher Fernsehsender in Myanmar berichtete, sei das Team mit 32 Tonnen Lebensmitteln, Wasser und Medizin am Sonntag in Myanmar eingetroffen. Am Freitag waren bereits 80 Mediziner aus Thailand und Indien nach Myanmar eingereist. Ein französisches und ein US-amerikanisches Schiff mit Hilfsgütern liegen jedoch nach wie vor in den Gewässern vor Myanmar und warteten bisher vergeblich auf eine Genehmigung zur Löschung ihrer Ladung. Die Weigerung der Militärregierung ausländische Helfer ins Land zu lassen, bezeichnete der französische Außenminister Bernard Kouchner als „unterlassene Hilfeleistung“.

Wie der Außenminister Singapurs weiter mitteilte, schätzt die ASEAN den entstandenen ökonomischen Schaden in Myanmar, der durch den Zyklon vom 2. und 3. Mai angerichtet wurde, auf 10 Milliarden US-Dollar. Die ASEAN kündigte für den kommenden Sonntag eine internationale Geberkonferenz in Rangun an. Dabei soll die Hilfe für Myanmar koordiniert werden.

Wie aus UNO-Kreisen verlautete, wird UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Mittwoch in Myanmar eintreffen. Ziel der Reise sei es, „die Geschwindigkeit der Hilfsarbeiten zu beschleunigen“, sagte eine Sprecherin Bans. Bisher war es dem Generalsekretär der Vereinten Nationen nicht gelungen, direkt mit Vertretern der Militärregierung in Myanmar zu sprechen.

Nach Angaben des Staatenbündnisses wurden durch den Sturm und die sich anschließenden Überschwemmungen insgesamt 134.000 Menschen getötet oder gelten als vermisst. Weitere zweieinhalb Millionen Menschen leben unter schwierigsten Bedingungen ohne Trinkwasser, ohne Schutz vor der Witterung, ohne Essen und medizinische Hilfe.

Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) wurden durch die bisher gewährte Hilfe lediglich etwa 250.000 Menschen erreicht.

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Quellen

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May 12, 2008

Zyklon Nargis: Verlust der Mangroven verschlimmerte die Auswirkungen

Zyklon Nargis: Verlust der Mangroven verschlimmerte die Auswirkungen

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Veröffentlicht: 18:22, 12. Mai 2008 (CEST)
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Singapur, 12.05.2008 – Nach Meinung des Generalsekretärs der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (ASEAN) ist die hohe Zahl der Opfer in Myanmar durch den Zyklon Nargis zumindest teilweise auf das Roden des schützenden Mangrovengürtels im Irrawaddy-Delta zurückzuführen. Schuld sei „das Vordringen in die Mangrovenwälder, die als Puffer dienten zwischen den Gezeitenströmen, zwischen großen Wellen oder Stürmen und den Siedlungen“, so Surin Pitsuwan. Somit konnte die Sturmflut ungehindert ins Landesinnere einströmen.

Seit 1924 sind im Irrawaddy-Delta 83 Prozent der Mangroven verschwunden, zunächst um Platz für den Reisanbau zu schaffen und in den letzten Jahren als Quelle für Brennmittel. Allein zwischen 1990 und 2000 nahm die Fläche der Mangrovenwälder im Delta jährlich um etwa 2.000 Hektar ab. Diese Entwicklung ist weltweit zu beobachten. Seit 1980 wurden weltweit 36.000 Quadratkilometer dieser im Grenzbereich zwischen Salzwasser und Süßwasser wachsenden Wälder vernichtet, wobei die Fläche nach Angaben der FAO alleine in Asien um 19.000 Quadratkilometer zurückging. Gründe sind die Anlage von Garnelen- und Fischzuchteinrichtungen sowie die Zersiedelung durch Bevölkerungswachstum und den Tourismus.

Mangrovenbewuchs im Senegal.
Foto: Ji-Elle

Eine Studie der IUCN hat gezeigt, dass in dem durch Mangroven geschützten Ort Kapuhenwala an der Küste Sri Lankas bei dem Tsunami 2004 deutlich weniger Menschen ums Leben gekommen sind als in dem ganz in der Nähe liegenden Wanduruppa, wo es keine solchen Wälder gab. Bereits ein zweihundert Meter breiter Mangrovenstreifen nimmt nach Ansicht der Wissenschaftler Flutwellen drei Viertel ihrer Energie.

Der verheerende Zyklon, der 1970 über das damalige Ostpakistan hinweggerast war und 300.000 bis 500.000 Menschenleben forderte, hat insbesondere in Bangladesch zu einem Umdenken geführt. Die Sundarbans stehen inzwischen unter Naturschutz und sind heute mit einer Fläche von 6.000 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Mangrovengebiet der Welt.

Eine Reihe von Staaten hat inzwischen mit einem Wiederaufforstungsprogramm für Mangrovenwälder begonnen. Auch die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) unterstützt solche Maßnahmen.

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November 20, 2007

Verhältnis zu Myanmar überschattet ASEAN-Gipfel

Verhältnis zu Myanmar überschattet ASEAN-Gipfel

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Veröffentlicht: 23:44, 20. Nov. 2007 (CET)
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Die ASEAN-Staaten

Singapur, 20.11.2007 – Auf ihrem Gipfeltreffen in Singapur unterzeichneten die zehn Mitgliedsländer der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (ASEAN) heute eine Charta, die die Mitgliedsstaaten auf „eine rechtstaatliche Ordnung, gute Regierungsführung, die Prinzipien der Demokratie und eine verfassungsmäßige Herrschaft“ verpflichtet und die Einrichtung einer Menschenrechtsbehörde vorsieht. Außerdem wurde vereinbart, im südostasiatischen Raum einen Binnenmarkt nach dem Vorbild der Europäischen Union zu schaffen. Bis 2015 sollen die Zollschranken zwischen den Mitgliedsländern beseitigt werden.

Das verabschiedete Dokument muss nun in den ASEAN-Mitgliedsstaaten ratifiziert werden, bevor es in Kraft treten kann. Kritiker werfen der ASEAN vor, das Dokument sei eine unverbindliche Absichtserklärung ohne jede Möglichkeit, die Erreichung der verabredeten Ziele zu kontrollieren. Tatsächlich kann sich die Militärjunta Myanmars auf das ebenfalls in der Charta verankerte Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Mitgliedsstaaten berufen. So hatte das Land, das seit Jahrzehnten die im Land vorhandene politische Opposition gewaltsam unterdrückt und ethnische Minderheiten verfolgt, keine Bedenken, die Charta zu unterzeichnen. Myanmar war auf der Konferenz durch seinen Ministerpräsidenten Thein Sein vertreten, der Beobachtern der Konferenz zufolge regungslos an der Zeremonie zur Unterzeichnung der Charta im Luxushotel Shangri La teilnahm. Erstunterzeichner war Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong, der Gastgeber des 13. ASEAN-Gipfels ist. Die übrigen Unterzeichnerstaaten erfüllen ebenso wie Myanmar in den Augen westlicher Beobachter kaum die in der Charta festgelegten Maßstäbe einer rechtsstaatlichen Ordnung. So gehören Vietnam, Laos und Kambodscha zu den Unterzeichnerstaaten, in denen eine Ein-Parteien-Diktatur das öffentliche Leben bestimmt. Thailand setzte im Jahr 2006 seinen gewählten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra durch einen Militärputsch ab. In Brunei herrscht ein absoluter Monarch.

Die festliche Stimmung bei der Unterzeichnung der Charta wurde lediglich durch die Ankündigung der philippinischen Präsidentin Gloria Arroyo getrübt, die sich in ihrem eigenen Land mit Manipulationsvorwürfen wegen ihrer Wiederwahl im Mai 2004 konfrontiert sieht, die Charta nicht zu ratifizieren, sollte sich Myanmar weiterhin weigern, die Unterdrückung der politischen Opposition zu beenden. Sie forderte die Machthaber Myanmars dazu auf, die unter Hausarrest stehende Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi freizulassen.

Die ASEAN steht seit dem gewaltsamen Vorgehen der Militärregierung von Myanmar gegen die von Mönchen angeführten friedlichen Proteste im September unter starkem internationalen Druck, etwas gegen die fortwährenden Verstöße gegen politische Grundrechte in Myanmar zu unternehmen. Die Vereinigten Staaten haben angekündigt, kein Freihandelsabkommen mit den ASEAN-Staaten zu unterzeichnen, solange keine Schritte gegen die Zustände in Myanmar unternommen würden.

Die Leitung des 13. Gipfeltreffens hatte mit der Ausladung des UN-Gesandten Ibrahim Gambari, der auf der Versammlung zur Situation in Myanmar sprechen wollte, die UNO brüskiert. Die Ausladung des UN-Gesandten war auf Druck Myanmars zustande gekommen, das sich auf das Prinzip der Nichteinmischung berief und die Menschenrechtsproblematik im Land zu seiner inneren Angelegenheit erklärt hatte.

Die ASEAN-Staaten zielen mit den Vereinbarungen des heutigen Gipfels vor allem auf die Erhöhung ihres eigenen wirtschaftlichen Gewichts ab. Bisher macht der zwischenstaatliche Handel lediglich um die 20 Prozent des Gesamthandels dieser Staaten aus. Zum Vergleich: in der EU beträgt der zwischenstaatliche Handel 60 Prozent des Gesamtvolumens. Der Wirtschaftsraum der ASEAN umfasst rund 570 Millionen Menschen und stellt damit ein Gegengewicht zu China dar, das – gemessen an der Einwohnerzahl – etwa doppelt so groß ist. Für die ehrgeizigen wirtschaftlichen Ziele des Staatenbündnisses ist Myanmar unverzichtbar, da es über große Energieressourcen und über strategisch bedeutsame Zugänge zum Indischen Ozean verfügt. Ein Ausschluss Myanmars aus dem Staatenbund, wie es der US-Senat in einer Resolution am vergangenen Freitag gefordert hatte, gilt daher als unwahrscheinlich.

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November 19, 2007

ASEAN-Gipfel in Singapur lädt Gambari aus

ASEAN-Gipfel in Singapur lädt Gambari aus

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Veröffentlicht: 23:54, 19. Nov. 2007 (CET)
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Singapur, 19.11.2007 – Das 13. Gipfeltreffen der ASEANtaaten, das am Sonntag in Singapur begann, wird von internationalen Beobachtern vor allem deshalb aufmerksam verfolgt, weil von ild südostasiatischen Staatenbündnis eine Einflussnahme auf die Entwicklung in seinem Mitgliedsstaat Myanmar erwartet wird. So verabschiedete der US-Senat am vergangenen Freitag eine Resolution, in der der Ausschluss Myanmars aus der ASEAN gefordert wird. Angesichts der gewaltsamen Niederschlagung der friedlichen Proteste in Myanmar im September hatte die ASEAN entgegen ihrer Gewohnheit der Nichteinmischung die Militärführung des Landes zur Mäßigung aufgerufen. Jahrelang hatten die Nachbarstaaten zu den Vorgängen in Myanmar, die neben der Unterdrückung einer politischen Opposition auch die Verfolgung von Minderheiten einschließt, geschwiegen. Selbstkritisch gestand George Yeo, Außenminister von Singapur, das als Fehler ein: „Diesmal konnten wir nicht anders. Die Ehre der Foadlie s/div>rgis_Verlust_der_Mangroven_verschlimmerten westlicher Beobachter kaum die in der CDiesmal konnten wir nicht anders. Die s-torlust_der_Mangr3eptember h34pt>

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