WikiNews de

December 25, 2011

Gorbatschow fordert Putin zum Rücktritt auf

Gorbatschow fordert Putin zum Rücktritt auf

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 11:14, 25. Dez. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Michail Gorbatschow

Moskau (Russland), 25.12.2011 – In Russland haben erneut zehn- bis hunderttausende Menschen wegen des Ablaufs der jüngsten Parlamentswahl protestiert. Sie kritisieren Wahlfälschungen zugunsten der Partei des Premierministers Wladimir Putin, der von 2000 bis 2008 Präsident der Russischen Föderation war und für dieses Amt auch wieder bei den Präsidentschaftswahlen 2012 kandidieren wird. Die Protestierer kritisieren einerseits eine einseitig die Partei Putins bevorzugende Berichterstattung in den Medien, insbesondere dem Fernsehen, vor der Wahl und andererseits Manipulationen bei der Stimmauszählung.

Der inzwischen 80-jährige ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow sagte dem Radiosender Echo Moskau, der als von der Staatsführung unabhängig gilt, Putin solle nun zurücktreten, wenn er die positiven Seiten seiner Herrschaft in der kollektiven Erinnerung halten wolle.

Die Kundgebungen fanden am 24. Dezember statt. In Russland findet an diesem Datum allerdings nicht das Weihnachtsfest statt. Dieses ist dort vielmehr auf den 7. Januar datiert.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Russland
  • Massenproteste gegen Wahl in Russland (11.12.2011)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 10, 2007

Otto Wolff von Amerongen gestorben

Otto Wolff von Amerongen gestorben – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Otto Wolff von Amerongen gestorben

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 20:07, 10. Mär. 2007 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Köln (Deutschland), 10.03.2007 – Im Alter von 88 Jahren ist am vergangenen Donnerstag, dem 8. März 2007, der auch als „heimlicher Osthandelsminister“ bezeichnete Otto Wolff von Amerongen in seiner Heimatstadt Köln verstorben. Er war einer der einflussreichsten Industriellen der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Im Alter von 22 Jahren übernahm von Amerongen 1940 die Stahlfirma seines Vaters.

Kritiker warfen ihm vor, während des Dritten Reiches von niederländischen, französischen und belgischen Juden beschlagnahmte Wertpapiere für das Hitlerregime an internationalen Börsen veräußert zu haben, damit für den Krieg dringend benötigte Devisen ins Land kämen. Die beiden Journalisten Ingolf Gritschneder und Werner Rügemer hatten dazu monatelang recherchiert und in einer Dokumentation, die 2001 erstmalig unter dem Titel „Hehler für Hitler“ ausgestrahlt wurde, das Thema an die Öffentlichkeit gebracht. Zu den Vorwürfen nahm von Amerongen jedoch nie öffentlich Stellung.

Nach dem Krieg stieg er zu den mächtigsten Männern der deutschen Wirtschaft auf. Den Posten des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK) hatte von Amerongen zwischen 1969 und 1988 inne, den so genannten Ost-Ausschuss leitete er bis zum Jahr 2000.

Während des Kalten Krieges agierte von Amerongen als Bindeglied zwischen der deutschen Wirtschaft und Ländern des Ostblocks. Er bereitete erste Handelsverträge mit China und der Sowjetunion mit vor. Andere westdeutsche Unternehmer standen diesem Handeln eher skeptisch gegenüber. „Ich habe nicht das Vaterland zu retten, ich will Geschäfte machen“ war jedoch schon der Leitspruch seines Vaters, dem auch Amerongen folgte. Michail Gorbatschow, früherer Präsident der Sowjetunion, bezeichnete ihn gar als „ältesten Pionier der Arbeitsbrigade Deutschland/Sowjetunion“.

Seine Firma mit 30.000 Mitarbeitern und etwa 200 Beteiligungen verkaufte von Amerongen 1990 an die Düsseldorfer Thyssen AG. Zuvor hatte er wirtschaftliche Misserfolge zu verzeichnen. Die PHB Weserhütt AG, die 1983 mehrheitlich übernommen wurde, musste vier Jahre später einen Vergleich anmelden, nachdem die Firma über 200 Millionen Mark Verluste gemacht hatte.

Dass Otto Wolff von Amerongen lange Zeit zu dem engeren Kreis der exklusiven Bilderberg-Gruppe gehörte, findet in der deutschen Öffentlichkeit dagegen wenig Beachtung. Sein Name wird in diesem Zusammenhang in einem Atemzug mit internationalen Wirtschaftsgrößen wie Rockefeller, der italienischen Agnellifamilie oder auch den Rothschilds genannt.

Viele bedeutende Politiker wie Henry Kissinger, der ehemalige Weltbankpräsident Wolfensohn oder auch alle NATO-Generalsekretäre der vergangenen 30 Jahre nahmen an diesen Treffen seltsamerweise als Privatpersonen teil, die von der Öffentlichkeit ausgeschlossen jedes Jahr stattfinden. Auch die aktuelle deutsche Bundeskanzlerin Merkel, deren Vorgänger Schröder oder Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping waren in der Vergangenheit bei diesen Versammlungen anwesend.

Als erster Deutscher hatte er einen Aufsichtsratposten des US-Ölkonzerns Exxon inne. Auch im Kontrollgremium der Deutschen Bank war von Amerongen jahrelang vertreten.

Mit dem Tod von Amerongens, der seit Jahren krank war, verliert die Deutschland eine undurchsichtige „graue Eminenz“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 1, 2006

Der Ehrenpreis von „Radio Regenbogen Award“ ging an Johannes Heesters

Der Ehrenpreis von „Radio Regenbogen Award“ ging an Johannes Heesters

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 17:21, 1. Apr. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Karlsruhe (Deutschland), 01.04.2006 – Am Freitag, dem 31. März, fand in der Schwarzwaldhalle in Karlsruhe zum zweiten Mal die Vergabe des „Radio Regenbogen Award“ statt. Dieses Jahr erhielt den Ehrenpreis Johannes Heesters.

Offiziell heißt der Preis seit sechs Jahren „Medienpreis aus Baden-Württemberg“. Insgesamt wurde dieser Preis zum neunten Mal vergeben, die Verleihung fand 1998 zum ersten Mal statt. Radio Regenbogen ist ein privater Mannheimer Radiosender. Zur Preisverleihung wurden mehr als 1.700 Gäste erwartet.

Heesters war in der Sparte „Ehrenpreis“ nominiert. Damit wurde der Sänger und Schauspieler für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Künstler begann seine Laufbahn auf der Bühne 1921, jetzt ist er 102 Jahre alt. Für den Galaabend plante „Jopi“ einen Liveauftritt mit seinem bekanntesten Song „Heut’ gehn wir ins Maxim “.

Bisherige Preisträger des „Ehren-Awards“ waren der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl und der Ex-Sowjet-Chef Michail Gorbatschow.

Eine Eintrittskarte für die Preisverleihung kostete 290 Euro. Wem die Eintrittskarte zu teuer war, der musste nicht auf Johannes Heesters verzichten. Vor der Schwarzwaldhalle konnten Fans die Preisverleihung live ansehen. Von dem Eintrittspreis gingen 40 Euro als Spende an die Benefizaktion „Kinder unterm Regenbogen“.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 2, 2006

Zum 75. Geburtstag von Michail Gorbatschow

Zum 75. Geburtstag von Michail Gorbatschow

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:14, 2. Mrz. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Moskau (Russland), 02.03.2006 – Am heutigen Donnerstag, dem 2. März 2006, wurde der ehemalige Präsident der Sowjetunion und Friedensnobelpreisträger Michail Sergejewitsch Gorbatschow 75 Jahre alt. Ohne ihn wäre die Einheit in Deutschland womöglich niemals zustande gekommen. Gleichzeitig machen ihn seine Landsleute für den Zerfall der Sowjetunion in lauter kleine Länder verantwortlich.

Aus Anlass des Geburtstages sind der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl und der ehemalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher in Russland eingetroffen. Die beiden sind mit Gorbatschow befreundet. Kohl über Gorbatschow: „Wir Deutschen werden nicht vergessen, was Michail Gorbatschow als Führer der Sowjetunion für den Frieden in der Welt und für die Überwindung der Spaltung Europas und Deutschlands geleistet hat.“

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.