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February 10, 2007

Schweizer Präzisionslaser mit an Bord bei nächster Marsmission

Schweizer Präzisionslaser mit an Bord bei nächster Marsmission

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Artikelstatus: Fertig 21:41, 10. Feb 2007 (CET)
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„Mars Science Laboratory“

Neuenburg (Schweiz), 10.02.2007 – Die siebte Marsmission der NASA, deren Start für das Jahr 2009 geplant ist (Ankunft im Oktober 2010), wird ein fahrbares Labor namens „Mars Science Laboratory“ auf die Marsoberfläche bringen. Ein Schweizer Lasergerät wird als Bestandteil eines Spektrometers dabei helfen, die Zusammensetzung der Marsatmosphäre zu untersuchen.

Der „Quantenkaskadenlaser“, der von einem Team unter Leitung von Prof. Jérôme Faist am Institut für Physik der Universität Neuenburg im Auftrag der Firma „Alpes Lasers“ entwickelt wurde, ermöglicht die Analyse atmosphärischer Gase durch die Messung der von Gasmolekülen ausgesandten Lichtwellen in unterschiedlichen Frequenzen, nachdem sie zuvor von dem Laserstrahl getroffen wurden. Die Gasmoleküle reagieren aufgrund unterschiedlicher physikalischer und chemischer Eigenschaften ebenso unterschiedlich auf das Auftreffen der Laserstrahlen; dadurch werden Rückschlüsse auf die Art der Moleküle möglich.

Die Firma „Alpes Lasers“ hat einen Vertrag mit der US-amerikanischen Raumfahrtagentur NASA. Der von der Firma gebaute Präzisionslaser eignet sich auch für die Lösung irdischer Aufgaben, etwa die schnelle Analyse von Autoabgasen oder der Atemluft von Menschen zur Diagnose von Krankheiten.

Mars-Rover „Spirit“

Im Zentrum der Aufmerksamkeit der Wissenschaftler des Marsprojekts steht das Gas Methan. Geprüft werden soll eine wissenschaftliche Hypothese, derzufolge das Methan in der Marsatmosphäre möglicherweise durch Stoffwechselprozesse von Bakterien erneuert werden könnte.

Das „Mars Science Laboratory“ setzt die Arbeit zweier anderer Marsrover fort: „Spirit“ (Landung am 4. Januar 2004) und „Opportunity“ (Landung am 24. Januar 2004). Das neue, wieder sechsrädrige, fahrende Labor ist aber doppelt so groß wie die Vorgängermodelle und mehr als dreimal so schwer. Neben der Analyse der Marsatmosphäre gehört die Suche nach organischen Stoffen im Boden zum Programm des Labors. Im Hintergrund steht also nach wie vor die große Frage nach dem Vorhandensein von Voraussetzungen und Spuren organischen Lebens auf unserem Nachbarplaneten. Weiterhin sollen die Verteilung und der Kreislauf von Wasser und Kohlenstoffdioxid weiter erforscht werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt
  • Portal:Marsmissionen
  • Portal:Neuenburg (Kanton)

Quellen

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August 12, 2005

Der Mars Reconnaissance Orbiter ist auf dem Weg zum roten Planeten

Der Mars Reconnaissance Orbiter ist auf dem Weg zum roten Planeten

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Mars Reconnaissance Orbiter in einem Mars-Orbit

Start des Mars Reconnaissance Orbiters

Cape Canaveral (Vereinigte Staaten), 12.08.2005 – Heute ist der Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) mit einer Atlas-V(401)-Rakete um 13:43 Uhr MESZ von Cape Canaveral aus in den Weltraum gestartet. Dabei handelt es sich um eine Raumsonde, die nach sieben Monaten Flugzeit im März 2006 in den Orbit des Mars einschwenken soll.

Bereits am Mittwoch und Donnerstag sollte die Mission schon starten, jedoch gab es technische Probleme sowie ungünstige Wetterbedingungen, so dass die NASA den Start verschieben musste.

Wichtigstes Instrument an Bord ist die hochauflösende Kamera HiRISE. Sie hat eine Länge von 1,40 Metern und einen Durchmesser von 50 Zentimetern. Das Gerät wiegt etwa 65 Kilogramm und vermag aus 300 Kilometern Höhe Aufnahmen mit einer maximalen Auflösung von 20 bis 30 Zentimetern pro Pixel zu liefern. Die Kamera verfügt über einen internen 28-GBit-Speicher, um die Aufnahmen zwischenzuspeichern, bevor sie an den Bordcomputer weitergegeben werden.

Seine wissenschaftliche Arbeit soll MRO im November 2006 beginnen. Der Einsatz ist vorläufig bis 2010 geplant. Vorher wird die Sonde etwa sechs Monate lang Aerobraking-Manöver in der Marsatmosphäre durchführen, um ihre Flughöhe zu senken. Nach der Beendigung der Manöver soll eine etwa 255 × 320 Kilometer hohe nahezu polare sonnensynchrone Bahn erreicht sein.

Neben den wissenschaftlichen Untersuchungen wie der Untersuchung des Wetters und der Suche nach Wasser- und Eisvorkommen unter dem Marsboden soll außerdem nach geeigneten Landeplätzen für die im Jahr 2007 startende Phoenix-Sonde sowie für ein Marslaboratorium 2009 gesucht werden. Zudem soll MRO als Datenrelais für diese Landemissionen dienen.

Der Orbiter soll ebenfalls nach Überresten der verunglückten Mars Polar Lander und Beagle 2 Ausschau halten. 1999 bzw. 2003 wurde der Kontakt zur Erde beim Landemanöver jeweils abgebrochen. Es wird angenommen, dass beide Sonden auf dem Marsboden zerschellt sind.

Der Marsorbiter wird wohl der letzte Marssatellit dieses Jahrzehnts sein, da die 400 Millionen Euro teure Mars-Telecommunications-Orbiter-Mission im Jahr 2009 wegen Budgetkürzungen gestrichen wurde.

Themenverwandte Artikel

  • Start der Marssonde wieder verschoben (22.03.2007)
  • Portal:Unbemannte Raumfahrt
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Quellen

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