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October 4, 2011

Verstorbener Ralph Steinman erhält posthum den Medizin-Nobelpreis

Verstorbener Ralph Steinman erhält posthum den Medizin-Nobelpreis

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Veröffentlicht: 18:21, 4. Okt. 2011 (CEST)
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Oslo (Norwegen), 04.10.2011 – Erstmals in der Geschichte der Preisverleihungen wurde ein Nominierter posthum ausgezeichnet. Er erhielt zusammen mit den weiteren derzeit noch lebenden Preisträgern, dem Franzosen Jules A. Hoffmann und dem US-Amerikaner Bruce A. Beutler, für Arbeiten zum Immunsystem im Dezember den Nobelpreis für Medizin. Der Immunologe Ralph M. Steinman ist bereits vergangenen Freitag, am 30. September 2011, drei Tage vor der Bekanntgabe der Preisträger in Oslo, an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben. Das teilte die Rockefeller University in New York mit, wo Steinman zuletzt gearbeitet hatte.

Da eine Preisvergabe nach dem Tod nicht den Statuten entspricht, müsste dieser Preis dem Ralph M. Steinman wieder aberkannt werden. Die Mitglieder des Komitees entschieden sich am 3. Oktober 2011 jedoch, den Preis trotzdem zu verleihen, da ihnen der Tod Steinmans zum Zeitpunkt der Auswahl der diesjährigen Medizinnobelpreisträger noch nicht bekannt war. In einer Pressemitteilung äußerten sie sich wie folgt: „Die Regel soll verhindern, dass der Preis bewusst an Verstorbene verliehen wird.“ Dies sei hier jedoch nicht der Fall gewesen.

Quellen

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October 7, 2009

Medizin-Nobelpreis 2009 an Elizabeth Blackburn, Carol W. Greider und Jack W. Szostak verliehen

Medizin-Nobelpreis 2009 an Elizabeth Blackburn, Carol W. Greider und Jack W. Szostak verliehen

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Veröffentlicht: 16:43, 7. Okt. 2009 (CEST)
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Lage der Telomere am Chromosomenende

Bekanntgabe in Stockholm

Stockholm (Schweden), 07.10.2009 – Der diesjährige Medizin- und Physiologie-Nobelpreis wird an Elizabeth Blackburn, Carol W. Greider und Jack W. Szostak verliehen. Die drei Wissenschaftler erhalten den Preis „für die Entdeckung, wie Chromosomen durch Telomere und das Enzym Telomerase geschützt werden“.

Bereits in den 1930-er Jahren fanden Wissenschaftler wie Hermann Muller und Barbara McClintock heraus, dass die äußersten Enden der Chromosomen, auch Telomere genannt, eine schützende Rolle für diese spielen. Was aber genau dahinter steckte, war unklar, denn noch nicht einmal die molekulare Struktur der DNA war damals bekannt. Erste Ergebnisse, wie Telomere aussehen, wurden Anfang der 1980-er Jahre durch Elizabeth Blackburn erzielt. Es handelt sich hierbei um kurze DNA-Stücke am Ende von Chromosomen, die in wiederholter Form auftreten. Später fanden sie und Jack W. Szostak heraus, dass Telomere eines einzelligen Organismus, Tetrahymena, auf die komplexere Hefe übertragen werden konnten und dafür sorgten, dass auch die DNA-Moleküle der Hefe geschützt wurden. 1984 fanden Elizabeth Blackburn und ihre damalige Doktorandin Carol W. Greider erste Hinweise auf ein Enzym, das dafür sorgt, dass die Chromosomenenden wieder verlängert werden können. Dieses nannten sie Telomerase, da es in der Lage ist, bei Zellteilungen Telomere aufzubauen beziehungsweise zu verlängern.

Funktionsstörungen der Telomere oder der Telomerase werden für mehrere Krankheiten verantwortlich gemacht, und zur Entwicklung von Therapiemaßnahmen ist ein Verständnis des Schutzes der Chromosomen durch ihre Telomere sowie das Enzym Telomerase bedeutend.

Dieses Jahr findet übrigens eine Art Jubiläum statt: Der Preis wurde zum hundertsten Mal verliehen. Für die beiden Wissenschaftlerinnen ist es dieses Jahr nicht der erste Preis, den sie erhalten. Bereits im März war ihnen der Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis 2009 verliehen worden.

Galerie der Preisträger

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Nobelpreis für Physiologie oder Medizin im Jahr 2009“.

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Quellen

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October 8, 2007

Nobelpreis für Medizin 2007 für Genforscher

Nobelpreis für Medizin 2007 für Genforscher

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Veröffentlicht: 22:09, 8. Okt. 2007 (CEST)
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Stockholm (Schweden), 08.10.2007 – Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an drei Humangenetiker. Es handelt sich um den aus Italien stammenden Genetiker Mario Capecchi, der an einem Labor der Universität von Utah arbeitet, sowie zwei seiner in Großbritannien geborenen Kollegen, Oliver Smithies und Martin Evans, die der Grundlagenforschung im Bereich genetisch bedingter Krankheiten wesentliche Impulse gegeben haben. Die drei entwickelten ein als „Gene targeting“ bekannt gewordenes Verfahren, mit dessen Hilfe es den in der Erforschung von Erbkrankheiten wie Mukiviszidose, Bluthochdruck und Arteriosklerose tätigen Wissenschaftlern gelingt, an Mäusen die Auswirkungen bestimmter genetischer Faktoren zu isolieren. Mit Hilfe des von ihnen entwickelten Verfahrens können bestimmte Gene des in den Zellen gespeicherten Erbgutes gezielt „ausgeschaltet“ werden. Die Entdeckung ist auch für die pharmakologische Forschung von größter Wichtigkeit, weil so die Wirkung bestimmter Medikamente auf genetisch bedingte Erkrankungen besser erforscht werden kann. Die an Mäusen gewonnenen Erkenntnisse können dann für die medizinische Therapie von Erbkrankheiten bei Menschen nutzbar gemacht werden.

Der mit 1,1 Millionen Euro dotierte, jährlich vergebene Preis ist die höchste für Mediziner vergebene Auszeichnung und wird im Dezember von der Königlich-Schwedischen Akademie überreicht.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nobelpreise
  • Portal:Gentechnik

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October 2, 2006

Nobelpreis für Medizin 2006 an Fire und Mello

Nobelpreis für Medizin 2006 an Fire und Mello

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Artikelstatus: Fertig 17:51, 2. Okt. 2006 (CEST)
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Stockholm (Schweden), 02.10.2006 – Die beiden US-Mediziner Andrew Z. Fire und Craig C. Mello, die im März 2006 den Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis erhielten, wurden am Wochenende in Stockholm für den Nobelpreis für Medizin 2006 nominiert.

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October 3, 2005

Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2005 geht an Barry Marshall und Robin Warren

Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2005 geht an Barry Marshall und Robin Warren

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Stockholm (Schweden), 03.10.2005 – Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2005 geht an Barry J. Marshall und J. Robin Warren. Das australische Forscherduo erhält den mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (zehn Millionen Kronen) ausgezeichneten Preises „für die Entdeckung des Magenbakteriums Helicobacter pylori und seiner Rolle bei den Krankheiten Gastritis und Magengeschwüren“. Dank dieser Erkenntnis sind Magengeschwüre nicht länger eine chronische Erkrankung, sondern heilbar durch die Gabe von Antibiotika.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nobelpreise

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December 10, 2004

Medizinnobelpreis für die Aufklärung des Riechens

Medizinnobelpreis für die Aufklärung des Riechens

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Alfred Nobel

Stockholm (Schweden), 10.12.2004 – Den Nobelpreis für Medizin und Physiologie erhielt in diesem Jahr das amerikanische Forscherduo Richard Axel und Linda B. Buck.

Gemeinsam haben sie die genetische und physiologische Grundlage für den Prozeß der Geruchswahrnehmung aufklären können. Durch die Entdeckung und Bearbeitung von mehr als 1.000 Genen konnten sie erklären, wie der Mensch das enorme Spektrum von Gerüchen wahrnehmen kann.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nobelpreise
  • Portal:Wissenschaft

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