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April 12, 2012

Nordkorea: Abschuss einer Rakete steht offenbar kurz bevor

Nordkorea: Abschuss einer Rakete steht offenbar kurz bevor

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Veröffentlicht: 19:46, 12. Apr. 2012 (CEST)
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Raketenstart (Symbolbild)

Pjöngjang (Nordkorea), 12.04.2012 – Die Führung des autokratischen Staates Nordkorea plant offenbar, eine Rakete zu starten. Die Führung in Pjöngjang teilte mit, dass die Rakete ausschließlich friedlichen Zwecken diene; mit ihr solle ein Wettersatellit ins All geschossen werden. Der Westen hingegen verdächtigt Nordkorea, eine Langstreckenrakete testen zu wollen. Auch China und Russland forderten Nordkorea auf, auf den Start zu verzichten. Um die Weltgemeinschaft zu überzeugen, dass das Land mit dem Start wirklich zivile Zwecke verfolgt, wurde der Wettersatellit, den die Rakete transportieren soll, auf einer Pressekonferenz gezeigt. Doch die Rakete kann nicht nur Satelliten transportieren; auch Atomsprengköpfe könnten mit der Rakete befördert werden.

Indes haben viele Fluggesellschaften ganz andere Sorgen: Sie fürchten, dass eventuell herabstürzende Trümmerteile ihre Maschinen beschädigen oder gar zum Absturz bringen könnten. Daher leiten viele Fluglinien ihre Flugzeuge weiträumig um.

Diese Befürchtungen hält Nordkorea für nicht gerechtfertigt. Das Land, in dem ein Großteil der Bevölkerung Hunger leidet, fährt indes mit der Betankung der Rakete fort, die sich auf einer Raketenbasis an der Westküste des Landes befindet. Der für heute geplante Start wurde jedoch aufgrund des schlechten Wetters verschoben.

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April 4, 2012

USA stoppt Nahrungsmittelhilfe wegen Raketentest in Nordkorea

USA stoppt Nahrungsmittelhilfe wegen Raketentest in Nordkorea

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Veröffentlicht: 13:15, 4. Apr. 2012 (CEST)
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nordkoreanische UNHA-Rakete

Pjöngjang (Nordkorea) / Washington D.C. (USA), 04.04.2012 – Die US-Regierung gab bekannt, dass sie Hilfslieferungen nach Nordkorea stoppt. Damit reagiert sie auf Pläne aus Pjöngjang für einen Raketenstart im Mai. Während Nordkorea angibt, es handle sich um einen friedlichen Start eines Satelliten, sagen die USA und andere Länder, der Start helfe Nordkoreas ballistischer Raketentechnologie.

Peter Lavoy, ein für Sicherheitsfragen des asiatisch-pazifischen Raums zuständiger Regierungsbeamter, sagte bei einer Kongressanhörung, man arbeite mit den Verbündeten in der Region zusammen, um Nordkorea vom Start der Rakete abzubringen, den man als Bruch internationaler Zusagen Pjöngjang’s betrachte. Lavoy sagte, dass eine Nichtbeachtung Nordkoreas eigener Versprechen auch die von den USA angebotenen Nahrungshilfslieferungen zweifelhaft werden lasse.

“Wir sind gezwungen, unsere Aktivitäten zur Bereitstellung von Nahrungsmittelhilfen an Nordkorea weitgehend einzufrieren, da wir nun kein Vertrauen mehr in die Überwachungsmechanismen haben, die sicherstellen sollen, dass die Nahrungshilfen bei der hungernden Bevölkerung ankommt statt bei der Elite des Regimes”.

Ende Februar kündigte Nordkorea die temporäre Einstellung von Atomtests, Langstreckenraketenstarts und anderer nuklearer Aktivitäten an. Im Gegenzug sagte Washington die Versorgung mit 240.000 Tonnen Nahrungsmitteln zu.

Die Hilfsgüter sollten die Bedürftigsten in Nordkorea erreichen, einschliesslich Kinder und Schwangerer. Hilfslieferungen der USA an Nordkorea wurden zuletzt 2009 eingestellt, als US-Beobachter Bedenken bezüglich der Nahrungsmittelverteilung erhoben und daraufhin von Pjöngjang ausgewiesen wurden.

Im Moment weist Nordkorea Appelle zurück, den Start der Rakete abzusagen. Lavoy erklärte, dies verletze die Abmachung vom Februar.

“Als wir kürzlich zu dieser Abmachung kamen, verbot es nordkoreanische Raketenstarts und wir gaben zu verstehen, dass wir einen Satellitenstart als (Langstrecken)Raketenstart betrachten, weil er Raketentechnologie nutzt”.

Zu den militärischen Anwendungen beim Raketenstart kommen weitere Bedenken. “Die Nordkoreaner haben angezeigt, dass sie die Rakete in südlicher Richtung starten werden. Und ich weiss nicht, ob wir Zutrauen in die Stabilität der Rakete haben können oder wo sie auftreffen wird. Eine Reihe von Staaten sind potenziell betroffen. Der Raketenschrott kann in diesen Ländern herunterkommen. Es kann Opfer geben”.

Die USA und Südkorea berichten, dass die letzten zwei Satellitenstarts Nordkoreas erfolglos waren, während Pjöngjang darauf beharrt, dass der letzte Start erfolgreich verlief.

Der Verlautbarung des nordkoreanischen Staatsmediums zufolge dient der Satellitenstart der Ernteabschätzung und der Analyse natürlicher Resourcen. Der offizielle Bericht der KCNA zitiert auch einen nicht namentlich genannten Vertreter des Raumfahrtprogramms mit der Aussage, Nordkorea offenbare die friedliche Natur des Satelliten, indem es Experten und Journalisten einlade, den Start zu beobachten.

(Quelle: VOA/William Ide , Übersetzung: de.wikinews.org )

Bericht basiert ganz oder teilweise auf Text der Voice of America
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Dieser Artikel enthält Textteile, die auf einer Übersetzung eines Artikel der Voice of America basieren. Texte und Bilder auf der Website der Voice of America sind als Werke der Bundesregierung der Vereinigten Staaten, sofern keine anderen Urheber angegeben sind, gemeinfrei.

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  • Portal:Nordkorea

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December 20, 2011

Kim Jong-il ist tot

Kim Jong-il ist tot – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kim Jong-il ist tot

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Veröffentlicht: 19:41, 20. Dez. 2011 (CET)
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Tot: Kim Jong-il (Archivbild)

Pjöngjang (Nordkorea), 20.12.2011 – Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-il starb am Samstag, in einem Zug an einem Herzinfarkt. Kim wurde nordkoreanischen Behördenangaben zufolge 69 Jahre alt, einige ehemalige Sowjetstaaten sprachen von 70 Jahren. Die nordkoreanischen Staatsmedien teilten umgehend mit, dass sein Sohn Kim Jong-un sein Nachfolger werde. Experten befürchten, dass das Militär die Macht in dem Land übernehmen werde, da der neue Diktator noch nicht genügend politisches Gewicht besäße.

Nach der Todesnachricht versetzte Südkorea seine Armee in Alarmbereitschaft. Der südkoreanische Präsident Lee Myung-bak kündigte an, dass sein Land den nördlichen Nachbarn genau beobachten werde. Seit dem Koreakrieg (1950 – 1953) befindet sich Nordkorea im Kriegszustand mit Südkorea.

Kim hatte die Herrschaft seit 1994 inne und in seiner Amtszeit das kommunistische Land in große wirtschaftliche Probleme gestürzt. Er dürfte für den Hungertod vieler Menschen verantwortlich sein. Die Vereinten Nationen sprechen von sechs Millionen Nordkoreanern, die unterernährt sind oder von Unterernährung bedroht sind. 430.000 Tonnen Nahrungsmittelhilfe sollen erforderlich sein, um das Überleben der Nordkoreaner zu sichern. Vom Westen wurden harte Sanktionen verhängt und Treibstoff- und Nahrungsmittellieferungen ausgesetzt, da Nordkorea sein Atomwaffenprogramm nicht stoppen will.

Der Premierminister von Japan, Yoshihiko Noda, gab Weisung, auf jede Eventualität vorbereitet zu sein. Der Sicherheitsrat Japans wurde einberufen. Die asiatischen Börsen reagierten umgehend auf die Nachricht des Todes. Der japanische Nikkei-Index fiel um 1,26 Prozent, der südkoreanische Leitindex KOSPI gab um 3,39 Prozent nach. Dies wird auf die Verunsicherung der Märkte zurückgeführt, ausgelöst durch die Frage, wie es in Nordkorea weitergehen wird.

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  • Schlaganfall von Kim Jong Il? (10.09.2008)

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 19.12.2011, 16:00 (Version)

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December 21, 2010

Nordkorea reagiert zurückhaltend auf Militärübung Südkoreas

Nordkorea reagiert zurückhaltend auf Militärübung Südkoreas

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Veröffentlicht: 21:36, 21. Dez. 2010 (CET)
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Seoul (Südkorea) / Pjöngjang (Nordkorea), 21.12.2010 – Trotz eines von nordkoreanischer Seite angekündigten „Selbstverteidigungsschlages“ für den Fall einer südkoreanischen Militärübung in den Gewässern des Gelben Meeres in der Nähe der nordkoreanisch-südkoreanischen Grenze, reagierte die nordkoreanische Führung heute nicht auf eine anderthalbstündige Artillerieübung der südkoreanischen Streitkräfte auf der Insel Yeonpyeong.

Am 24. November 2010 hatten nordkoreanische Artillerieeinheiten Ziele auf der Insel Yeonpyeong beschossen. Dabei waren vier Menschen ums Leben gekommen.

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Quellen

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November 25, 2010

Nordkorea droht mit weiteren Militärschlägen gegen den südlichen Nachbarn

Nordkorea droht mit weiteren Militärschlägen gegen den südlichen Nachbarn

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Veröffentlicht: 21:12, 25. Nov. 2010 (CET)
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Gelbes Meer

Die USS George Washington, Heimathafen Norfolk, VA

Pjöngjang (Nordkorea), 25.11.2010 – Nach dem Grenzzwischenfall vom Dienstag drohte die nordkoreanische Führung am Donnerstag dem südlichen Nachbarland Südkorea in aggressivem Ton weitere Militärschläge an. Wörtlich heißt es in der Reuters-Übersetzung der Erklärung eines Militärsprechers, die von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurde: „Nordkorea wird, ohne zu zögern, eine zweite oder sogar eine dritte Runde von Angriffen starten, sollten die Kriegstreiber in Südkorea wieder rücksichtslos provozieren.“

Bei dem Angriff mit Artilleriegranaten vom Dienstag auf die zu Südkorea gehörende Insel Yeonpyeong waren zwei südkoreanische Soldaten getötet worden. Am Mittwoch wurde bekannt, dass auch zwei Arbeiter auf einer Baustelle für ein Wohnheim der Marine bei dem Angriff ums Leben gekommen waren.

Für das Artilleriegefecht am Dienstag machte die nordkoreanische Führung erneut Südkorea verantwortlich. Bei dem südkoreanisch-amerikanischen Manöver sei die umstrittene Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea verletzt worden. Die Vereinigten Staaten wurden für die Eskalation der Situation in der Region mitverantwortlich gemacht. Sie wurden aufgefordert, ihre Schutzrolle für Südkorea aufzugeben. Die USA und Südkorea machten inzwischen deutlich, dass sie an ihrem geplanten gemeinsamen Militärmanöver in der Region, das am Sonntag beginnnen soll, festhalten werden. Das Manöver soll in einem Seegebiet im Gelben Meer stattfinden, das rund 110 Kilometer von der südkoreanischen Insel Yeonpyeong entfernt ist, wo der Grenzzwischenfall vom Dienstag stattgefunden hatte. China kritisierte diese Haltung vorsichtig: „Wir haben die relevanten Berichte erhalten und bringen unsere Besorgnis darüber zum Ausdruck“, erklärte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums.

Der US-Flugzeugträger USS George Washington ist inzwischen von seinem Marinestützpunkt südlich von Tokio aus in See gestochen, um an dem gemeinsamen Manöver mit den südkoreanischen Streitkräften teilzunehmen. Der atomgetriebene Flugzeugträger hat 75 Kampfflugzeuge an Bord und verfügt über eine Besatzung von über 6.000 Mann.

Südkorea gab bekannt, dass es seine Militärpräsenz auf den Inseln, die an Nordkorea angrenzen, verstärken werde. Der südkoreanische Verteidigungsminister Kim Tae Young trat heute zurück. Abgeordnete des südkoreanischen Parlaments hatten der Militärführung eine zu langsame und zu zaghafte Reaktion auf den nordkoreanischen Angriff am Dienstag vorgeworfen.

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June 16, 2009

Nordkorea will trotz UN-Resolution an Atomprogramm festhalten

Nordkorea will trotz UN-Resolution an Atomprogramm festhalten

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Veröffentlicht: 11:42, 16. Jun. 2009 (CEST)
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Lage Nordkoreas

Pjöngjang (Nordkorea) / New York (Vereinigte Staaten), 16.06.2009 – Nordkorea zeigt sich wenig beeindruckt von der durch den UN-Sicherheitsrat einstimmig verabschiedeten Resolution 1874 und will an seinem Atomwaffenprogramm festhalten. Das nordkoreanische Außenministerium verkündete, das dem Land zur Verfügung stehende waffenfähige Plutonium vollständig einzusetzen. Auf den Versuch der Vereinigten Staaten, Nordkorea an der Fortsetzung des Atomwaffenbaus zu hindern, werde man „militärisch reagieren“.

Mit seiner Resolution reagierte der UN-Sicherheitsrat auf den Atomtest vom 25. Mai 2009 und den Test ballistischer Raketen. Ungewöhnlich deutlich war das Votum Chinas nach der Verabschiedung der Resolution. UN-Botschafter Zhang Yesui beurteilte den Resolutionstext als „positives Signal für die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft, Nordkoreas Atomwaffenprogramm zu stoppen“. Gleichzeitig mahnte er eine ernsthafte Umsetzung der Maßnahmen an. Generalsekretär Ban Ki-moon nannte die Resolution eine „klare und scharfe Botschaft“. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier nannte die neuen Sanktionen ein „starkes Signal“. Auch Russland und die arabischen Staaten im Sicherheitsrat hatten das nordkoreanische Vorgehen verurteilt.

Die Drohungen Nordkoreas bezeichnete die US-amerikanische Außenministerin Hillary Clinton als „zutiefst bedauerlich“. Nordkorea hatte zuvor die Resolution als „widerwärtiges Ergebnis“ einer US-Kampagne abgetan und angekündigt, niemals vom Plan abkommen zu wollen, Atomwaffen zu bauen. Man werde Versuche einer Blockade als kriegerischen Akt auffassen. Beobachter nehmen an, dass Nordkorea kurz vor einem weiteren Atomtest stehe und auch versuchen werde, eine Interkontinentalrakete zu starten. Experten sind der Auffassung, dass Nordkorea über 30–50 Kilogramm Plutonium verfügt, ausreichend für sechs bis neun Atombomben.

Alexander Neill, ein Sicherheitsexperte für Asien am britischen Royal United Services Institut for Defence Studies bezweifelte gegenüber dem Nachrichtensender Al-Dschasira die Wirksamkeit einer solchen Blockade, deren Einhaltung die Vereinigten Staaten und Japan wohl erzwingen wollen. Die neue Resolution weitet das seit 2007 bestehende Embargo auch auf den Handel mit konventionellen Feuerwaffen aus. Bislang macht Nordkorea gute Geschäfte mit solchen Gütern, die unter anderem in den Iran, Myanmar, Zimbabwe und den Sudan geliefert werden. Die Resolution 1874 wurde unter Kapitel 7 der UN-Charta verabschiedet und ist somit völkerrechtlich bindend.

Der Atomtest vom 25. Mai fand in nur siebzig Kilometer Entfernung von der chinesischen Grenze statt. Die Bewohner der Region haben Angst vor Strahlenunfällen und der Auslösung von Erdbeben. Die japanische Tageszeitung Tokio Shimbun berichtete, die Regierung in Peking habe bereits eigene Sanktionen in Kraft gesetzt, etwa durch die Verringerung von Rohöllieferungen. Die Volksrepublik China ist der wichtigste Handelspartner Nordkoreas.

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June 13, 2009

UN-Sicherheitsrat verhängt Sanktionen gegen Nordkorea

UN-Sicherheitsrat verhängt Sanktionen gegen Nordkorea

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Veröffentlicht: 05:26, 13. Jun. 2009 (CEST)
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Ort des Atomtests 2009

New York (Vereinigte Staaten), 13.06.2009 – Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verhängte auf seiner gestrigen Sitzung einstimmig eine Reihe von Sanktionen gegen Nordkorea wegen eines von dem Land durchgeführten Atomtests Ende Mai. Ein bereits bestehendes Waffenembargo gegen Nordkorea wird weiter verschärft.

Der Beschluss sieht ein Verbot von Waffenexporten aus Nordkorea sowie ein weitgehendes Verbot des Imports von Waffen vor. Die internationale Staatengemeinschaft wird aufgefordert, den Schiffsverkehr von und nach Nordkorea stärker zu kontrollieren, um das Waffenembargo zu kontrollieren. Dem Land sollen außerdem keine Darlehen der internationalen Staatengemeinschaft mehr gewährt werden, wenn diese zur Finanzierung von Waffenprogrammen genutzt werden könnten (Ausnahmeregelungen soll es für bestimmte humanitäre Notlagen geben). In der Resolution 1874 wurde außerdem die Handlungsweise Nordkoreas wegen des Atomtests „auf das Schärfste“ verurteilt. Das Land wird aufgefordert, seine Nuklearprogramme zu beenden und keine weiteren Atomwaffentests mehr zu unternehmen. Auch der Start von ballistischen Raketen soll unterbleiben. Weiterhin fordert der Sicherheitsrat Nordkorea auf, die sogenannten Sechs-Parteien-Gespräche wieder aufzunehmen und seinen Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag zurückzunehmen.

Die Resolution war von den Vereinigten Staaten eingebracht worden. Nach einem intensiven Diskussionsprozess zwischen den Mitgliedern des Gremiums stimmten am Freitag auch die Vertreter Russlands und Chinas für die Resolution. Chinas Botschafter bezeichnete die Resolution als „positives Signal für die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft“.

Bereits in der Resolution 1718 hatte der UN-Sicherheitsrat den letzten Atomtest Nordkoreas im Jahr 2006 verurteilt.

Themenverwandte Artikel

  • Atombombentest in Nordkorea löst weltweite Proteste aus (26.05.2009)
  • Portal:Nordkorea
  • Portal:UN-Sicherheitsrat

Quellen

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May 30, 2009

Nordkorea droht den Vereinten Nationen mit „Maßnahmen zur Selbstverteidigung“

Nordkorea droht den Vereinten Nationen mit „Maßnahmen zur Selbstverteidigung“

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Veröffentlicht: 14:35, 30. Mai 2009 (CEST)
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Pjöngjang (Nordkorea), 30.05.2009 – Nach dem mutmaßlichen Test eines atomaren Sprengkopfes am vergangenen Dienstag verschärfte die nordkoreanische Regierung gestern erneut den Ton gegenüber der internationalen Staatengemeinschaft. Falls der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen „weitere Provokationen unternimmt, wird dies unvermeidlich zu stärkeren Selbstverteidigungsmaßnahmen führen“, erklärte die nordkoreanische Führung. Im UN-Sicherheitsrat werden wegen des Atomtests zurzeit mögliche Sanktionen gegen Nordkorea diskutiert.

Die Vetomächte des UN-Sicherheitsrats USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich bezeichnete ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang als „Heuchler“, weil der Atomtest vom Dienstag bereits der 2054. Atomversuch gewesen sei, von denen 99,99 Prozent auf das Konto dieser fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder gingen. Die verbalen Angriffe auf die Vereinten Nationen wurden durch weitere Abschüsse von Kurzstreckenraketen in Nordkorea unterstrichen. Seit Dienstag wurden nun insgesamt sechs Kurzstreckenraketen von nordkoreanischen Abschussbasen abgefeuert. Am Mittwoch hatte Nordkorea dem benachbarten Südkorea mit einem Militärangriff gedroht. Das Waffenstillstandsabkommen aus den 1950-er Jahren, das den Koreakrieg beendete, wurde für nichtig erklärt. Berichten der südkoreanischen Zeitung „Chosun Ilbo“ vom Mittwoch zufolge soll in Nordkorea auch der Atomreaktor von Yongbyon wieder angefahren worden sein, der in der Lage ist, waffenfähiges Plutonium zu produzieren. Im Rahmen der so genannten „Sechs-Parteien-Gespräche“ zur Beendigung des nordkoreanischen Kernwaffenprogramms, an denen neben Nordkorea Südkorea, China, Russland, Japan und die USA teilnahmen, war die Stilllegung dieses Reaktors vereinbart worden. Nordkorea hatte diese Gespräche zuvor für beendet erklärt.

Die südkoreanischen Streitkräfte sowie die Kommandoebene der in dem Land stationierten 28.000 US-Soldaten versetzte die Truppen daraufhin in erhöhte Alarmbereitschaft. An eine Truppenverstärkung in der Region denke die US-Regierung zurzeit jedoch nicht, erklärte der US-Verteidigungsminister Robert Gates. Gegenüber der New York Times erklärte der Minister: „Ich weiß nichts von irgendwelchen militärischen Bewegungen im Norden, zumindest nicht über das Normale hinaus.“

Ob es sich bei der unterirdischen Detonation vom Dienstag tatsächlich um einen Atomtest gehandelt hat, wird indessen noch untersucht. Die CTBTO (Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen), die die Einhaltung des internationalen Kernwaffenteststopp-Vertrags überprüft, bestätigte zunächst nur, dass es am Dienstag zu einem seismischen Ereignis in der nordkoreanischen Provinz Hamgyŏng-pukto gekommen sei. Die Organisation gab die Stärke jedoch niedriger an, als zunächst angenommen worden war. Russland hatte am Dienstag erklärt, die Sprengkraft der Detonation habe einer Menge von 20 Kilotonnen des herkömmlichem Sprengstoffes TNT entsprochen. Die CTBTO gab in einer Erklärung die Sprengkraft der Explosion mit „10±4 Kilotonnen“ an. Zur Bestätigung der Annahme, es habe sich um eine Nuklearexplosion gehandelt, wird noch die Auswertung von Messungen radioaktiver Isotope abgewartet, die von Messstationen der Organisation durchgeführt werden können. Der so genannte Smoking-gun-Effekt könne jedoch erst nach einigen Tagen bis Wochen nachgewiesen werden, „da Hinweise auf radioaktive Xenon-Isotope, die als Folge einer unterirdischen Kernsprengung auftreten, erst aus dem Gebirgsmassiv austreten und durch die Luft zu den Messstationen transportiert werden müssen“, heißt es in einer Erklärung der CTBTO. Die Auswertung der seismischen Messungen des Tests vom Dienstag hatte jedoch eine große Ähnlichkeit zwischen dieser Explosion und der nachgewiesenen ersten Kernexplosion Nordkoreas aus dem Jahre 2006 ergeben.

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  • Atombombentest in Nordkorea löst weltweite Proteste aus (26.05.2009)
  • Portal:Nordkorea

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February 24, 2007

Japanischer Spionagesatellit ins Weltall geschossen

Japanischer Spionagesatellit ins Weltall geschossen

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Artikelstatus: Fertig 19:57, 24. Feb. 2007 (CET)
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Tanegashima (Japan), 24.02.2007 – Mehrere Nachrichtenagenturen berichteten heute über den Start einer Rakete vom Typ N-2A vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima. Er erfolgte um 1:41 Uhr Ortszeit. Ziel der Mission: Das Aussetzen zweier Spionagesatelliten in die Erdumlaufbahn.

Einer der beiden Satelliten vervollständigt ein aus vier japanischen Aufklärungssatelliten bestehendes System, dessen Bestimmung hauptsächlich die Beobachtung Nordkoreas ist. Im Prinzip sei es jedoch möglich, mit Hilfe der Satelliten jeden Punkt der Erde einmal am Tag zu überwachen, so eine Sprecherin der japanischen Weltraumbehörde Jaxa. Das Programm zur Satellitenaufklärung mit der aktuellen Serie begann 2003, als zwei Satelliten im Weltall ausgesetzt wurden. Der dritte Satellit der Vierergruppe war 2006 ins All transportiert worden.

Die Satelliten arbeiten jeweils paarweise zusammen, wobei einer als Sende- und der andere als Beobachtungssatellit dient. Die Satellitenpaare bewegen sich auf verschiedenen Umlaufbahnen, die sich über den beiden Polen jeweils schneiden. Ihre Bildauflösung liegt bei Objekten von einem Meter Größe.

Es ist geplant, die jetzigen vier Aufklärungssatelliten im Laufe der nächsten vier Jahre durch modernere Modelle mit höherer Auflösung zu ersetzen. Bei dem einen der heute gestarteten Satelliten soll es sich der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti zufolge um ein Erprobungsmodell handeln, das Beobachtungszwecken dient und mit einer Radaranlage ausgerüstet ist.

Das japanische Programm zur militärischen Satellitenaufklärung wurde 1998 beschlossen, als Nordkorea eine Rakete abschoss, die bei ihrem Testflug auch Japan überflog.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Militär
  • Portal:Japan

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February 15, 2007

Nordkorea will Atomprogramm einstellen

Nordkorea will Atomprogramm einstellen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Nordkorea will Atomprogramm einstellen

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Artikelstatus: Fertig 17:45, 15. Feb 2007 (CET)
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Nordkorea

Peking (Volksrepublik China), 15.02.2007 – Nach mehrtägigen Verhandlungen einigten sich jetzt bei den Sechsländergesprächen in Peking die Chefunterhändler der teilnehmenden Länder China, USA, Japan, Russland sowie Nord- und Südkorea auf eine gemeinsame Abschlusserklärung, in der Nordkorea einem schrittweisen Ende seines Atomprogramms zustimmte. Innerhalb von 60 Tagen soll zunächst der Atomreaktor in Nyŏngbyŏn stillgelegt werden. Weitere Atomanlagen sollen folgen. Die Einigung sieht auch die Rückkehr westlicher Inspektoren nach Nordkorea vor. Im Gegenzug dafür wurden Energielieferungen in einem Umfang von einer Million Tonnen Rohöl im Jahr an Pyöngyang vereinbart.

Zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea sollen bilaterale Gespräche über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen aufgenommen werden. Darüber hinaus sollen Arbeitsgruppen zu den Themen Wirtschaftshilfe, Abbau des Atomwaffenprogramms, Normalisierung der Beziehungen und Abschluss eines Friedensvertrages zwischen Nord- und Südkorea gebildet werden. Die Regierungen der beteiligten Länder müssen der Vereinbarung noch zustimmen.

Auch Südkorea will nun die Top-Level-Gespräche mit dem nördlichen Nachbar wieder aufnehmen. Am 27. Februar sind Verhandlungen in Pjöngjang geplant. Dabei wird auch über Reis- und Düngerlieferungen an das verarmte Nordkorea gesprochen.

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  • Portal:Nordkorea

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