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July 3, 2015

Dänische Regierung stellt Asylreform vor

Dänische Regierung stellt Asylreform vor

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Veröffentlicht: 18:54, 9. Juli 2015 (CEST)
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Lars Løkke Rasmussen (51), seit 28. Juni 2015 dänischer Ministerpräsident

Kopenhagen (Dänemark), 03.07.2015 – Die liberale dänische Regierung von Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen hat einen Gesetzesentwurf zur Reform der Asylpolitik vorgelegt. Hauptziel der Reform ist es, die Einwanderung von Asylbewerbern zu verringern und den dänischen Staatshaushalt um 134 Mio. € jährlich zu entlasten. So sollen die Bezüge von alleinstehenden Asylsuchenden von 1.453 € auf 805 € verringert werden, im Gegenzug soll es für schnell Dänisch Lernende eine Sprachprämie geben.

Auch die von Dimitris Avramopoulos, EU-Kommissar für Inneres und Migration, vorgelegten Pläne zielen auf eine Verringerung der Lasten durch die Aufnahme von Flüchtlingen ab. EU-Migrationskommissar Avramopoulos favorisiert in seinem bereits vorgelegten Konzept jedoch eine verstärkte Abschiebung von illegalen Flüchtlingen. Diese hätten kein Recht auf Asyl, derzeit würden seiner Aussage nach aber nur 39 von Hundert abgeschoben.

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February 18, 2015

Attentat auf eine Veranstaltung über Blasphemie und Meinungsfreiheit in Kopenhagen

Attentat auf eine Veranstaltung über Blasphemie und Meinungsfreiheit in Kopenhagen

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Veröffentlicht: 10:28, 18. Feb. 2015 (CET)
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Der Karikaturist Lars Vilks

Kopenhagen (Dänemark), 18.02.2015 – Während einer Diskussionsveranstaltung über Blasphemie und Meinungsfreiheit in Kopenhagen hat am 14. Februar ein Unbekannter mit einem Maschinengewehr zahlreiche Schüsse abgegeben, welche die Glasscheibe des Gebäudes durchdrangen. Dabei wurden drei Polizisten verletzt und ein 40-jähriger Däne getötet. Einer der Redner war der Schwede Lars Vilks, der als Mohammed-Karikaturist bekannt ist. Anwesend waren auch François Zimeray, der französische Botschafter In Dänemark, und die Femen-Aktivistin Inna Schewtschenkoo. Von den prominenten Teilnehmern wurde niemand verletzt.

Der Täter flüchtete in einem VW Polo, der inzwischen von der Polizei gefunden wurde. Die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt sagte: „Alles deutet darauf hin, dass die Schüsse eine politisch motivierte Attacke darstellen und deswegen ein Akt des Terrorismus sind.“

Anhand von Fotos wurde nach dem Tatverdächtigen gefahndet. Er soll 50 bis 200 Schüsse abgegeben haben und arabischer Herkunft sein. Der britische Sender BBC ist im Besitz einer Tonaufnahme vom Tathergang. So wie nach dem Anschlag in Paris am 7. Januar auf „Charlie Hebdo“ kam es auch diesmal zu internationalen Reaktionen. Der französische Botschafter erklärte, es sei das selbe Motiv wie bei den Tätern in Frankreich. Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier bezeichnete die Tat als terroristischen Anschlag.

Der Täter soll auch einen Anschlag auf eine Synagoge verübt und dabei einen Wachmann erschossen haben. Schließlich wurde er am Sonntagmorgen (14. Februar) nach einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Nach den bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um einen 22jährigen Kämpfer für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Außerdem nahm die Polizei zwei Verdächtige fest, die den Attentäter unterstützt haben sollen.

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Quellen

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September 29, 2014

Fährverbindung Harwich – Esbjerg eingestellt

Fährverbindung Harwich – Esbjerg eingestellt

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Veröffentlicht: 29.09.2014, 06:40 (CEST)
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Die Sirena Seaways (2010 noch in den Farben der DFDS Tor Line)

Kopenhagen (Dänemark), 29.09.2014 – Mit dem Ende des Sommerfahrplans stellt die Reederei DFDS die letzte Personenfährverbindung, die bis dahin England und Skandinavien miteinander verband, ein. Die Fähre von Harwich nach Esbjerg am 29. September wird das Ende einer Ära sein, heißt es dazu von der Reederei. Die Verbindung von Dänemark nach England wurde 1875 eröffnet und ist, so sagte ein Sprecher der Reederei, von historischer Bedeutung für das Unternehmen gewesen. Doch sinkende Passagierzahlen bei steigenden Kosten lassen für die Reederei keine Alternative mehr zu, als die Verbindung einzustellen, wird gesagt. In Spitzenzeiten beförderte die Fährverbindung 300.000 Personen zwischen beiden Häfen pro Jahr, doch zuletzt waren es nur noch 80.000. DFDS versuchte, die Route gewinnbringend zu halten, indem ein kombinierter Fracht- und Passagierverkehr eingeführt wurde, und auch Einschnitte im Personalbereich hatte es gegeben. Ausschlaggebend für die jetzige Einstellung war der EU-Beschluss zur Einführung von schwefelarmem Schiffstreibstoff zum 1. Januar 2015, die die Kosten für die Fährverbindung um zwei Millionen britische Pfund steigen lassen würden, was nicht mehr tragbar ist, sagt die Rederei.

Das Fährschiff – die Sirena Seaways –, das seit 2003 auf der Route verkehrt, soll von der Reederei auf anderen Verbindungen eingesetzt werden; ebenso werden die 110 Personen des Schiffspersonals weiterbeschäftigt. Es wird jedoch erwartet, dass acht Arbeitsplätze in Harwich und sechs in Esbjerg gestrichen werden.

DFDS betreibt trotz der Einstellung der Personenfähre weiterhin eine reine Frachtverbindung zwischen Esbjerg und Immingham im Norden Englands. Die Reederei Regina Lines hat unterdessen angekündigt, dass sie ab dem Frühjahr 2015 die Strecke Esbjerg–Harwich wieder mit einer Personenfähre betreiben möchte.

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February 14, 2013

Dänemark: Kokain im Wert von Millionen angeschwemmt

Dänemark: Kokain im Wert von Millionen angeschwemmt

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Veröffentlicht: 13:57, 14. Feb. 2013 (CET)
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Drogenkosument: Ein Mann zieht „Speed“

Fanø / Mandø / Blåvand (Dänemark), 14.02.2013 – 80 Kilo Kokain in Rucksäcken verpackt wurden an den dänischen Nordseeinseln Fanø und Mandø sowie vor Blåvand angeschwemmt. Die aufgefundenen Drogen haben einen Schwarzmarktwert von drei Millionen Dollar.

Europol im niederländischen Den Haag wurde von der Polizei informiert. Nie wurde eine größere Menge Kokain an der dänischen Küste gefunden. Es wird vermutet, dass die illegale Ware aus einem Boot geworfen wurde, als eine Kontrolle durch den Zoll drohte. Am 5. Februar wurde auch die deutsche Polizei über den Fund informiert. Bei einer Überprüfung der deutschen Küsten wurden keine angeschwemmten Drogen entdeckt. Im März 2007 wurden insgesamt 35 Kilogramm Kokain am Strand von Sylt gefunden. Auch hier dürften Drogenschmuggler „kalte Füße“ bekommen haben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • 16 Kilogramm Kokain in Buchattrappen für das UN-Hauptquartier (27.01.2012)

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January 28, 2012

Kardinal kritisiert Schwangerschaftsabbruch bei ungeborenen Kindern mit Down-Syndrom

Kardinal kritisiert Schwangerschaftsabbruch bei ungeborenen Kindern mit Down-Syndrom

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Veröffentlicht: 10:03, 28. Jan. 2012 (CET)
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Junge mit Down-Syndrom

Kardinal Angelo Bagnasco (2005)

Genua (Italien), 28.01.2012 – Kardinal Angelo Bagnasco, Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, kritisierte bei einer Podiumsdiskussion „die wachsende Tendenz“ zu Schwangerschaftsabbrüchen bei Embryonen beziehungsweise Föten mit Down-Syndrom. Tötungen dürften nicht der Preis für eine Gesellschaft der Gesunden sein. Er bezog sich dabei auf dänische Medienberichte. Die Podiumsdiskussion zum Thema „Ethik des Lebens und Sozialethik“ fand am 18. Januar in Genua statt.

Dänemark bietet allen schwangeren Frauen seit 2004 eine kostenlose kombinierte Ultraschall- und Blutuntersuchung zur Erkennung des Down-Syndroms an. 2005 sank in Dänemark die Anzahl Neugeborener mit Down-Syndrom um die Hälfte. Von 2004 bis 2010 sank sie jährlich durchschnittlich um 13 Prozent. Die dänische Zeitung Berlingske schrieb im Juli 2011, dass, wenn sich diese Entwicklung fortsetze, das letzte Kind mit Down-Syndrom in Dänemark im Jahre 2030 geboren würde.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal: Dänemark
  • Portal: Religion

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October 3, 2011

Dänemark erhebt Steuer auf fetthaltige Nahrungsmittel

Dänemark erhebt Steuer auf fetthaltige Nahrungsmittel

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Veröffentlicht: 11:45, 3. Okt. 2011 (CEST)
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Kopenhagen (Dänemark), 03.10.2011 – Dänemark hat als erstes Land der Welt eine Steuer auf fetthaltige Nahrungsmittel eingeführt. Seit Samstag, dem 1. Oktober 2011, kostet jedes Kilogramm gesättigte Fettsäure 16 Kronen. Das entspricht 2,15 Euro – egal, ob sie sich in Butter, Milch, Fleisch, Pizzen oder Fertiggerichten befindet. Dadurch soll die Bevölkerung des Landes davon abgehalten werden, zu viel ungesunde Fette zu sich zunehmen. Die dänische Bevölkerung reagierte mit Hamstereinkäufen. Der dänische Industrieverband beklagte währenddessen einen „bürokratischen Albtraum“.

„Wir mussten unsere Lager mit tonnenweise Butter und Margarine auffüllen, um unsere Kunden bedienen zu können“, äußerte sich Sören Jörgensen vom Molkerei-Konzern Arla. Christian Jensen, Leiter eines Supermarktes in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, sprach von einer „chaotischen“ Woche. „Es gab viele leere Regale. Die Leute haben ihre Tiefkühltruhen gefüllt“, so Christian Jensen. Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten erwarte Jensen durch die Steuer jedoch nicht. „Wenn die Leute einen Kuchen kaufen wollen, dann kaufen sie ihn.“

Eine Sprecherin des dänischen Industrieverbandes sprach von einem komplizierten System, das den Lebensmittelproduzenten viel Arbeit bereite. Nicht nur das Fett in den Lebensmitteln müsse ermittelt werden, sondern auch das Fett, welches zur Zubereitung von Speisen benutzt werde, wie etwa Frittieröl. Jetzt müssten für alle Lebensmittel neue Preise gesetzt werden, wodurch zu guter Letzt der Verbraucher die Kosten trage.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Dänemark

Quellen

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August 1, 2011

Dänemark: Frau überlebt einen Sturz aus 1.000 Metern

Dänemark: Frau überlebt einen Sturz aus 1.000 Metern

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Veröffentlicht: 16:17, 1. Aug. 2011 (CEST)
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Fallschirmspringer (Archivaufnahme)

Viborg (Dänemark), 01.08.2011 – Am Samstag, dem 30. Juli 2011, sprang eine 28-jährige Frau aus 1.000 Metern Höhe bei der dänischen Ortschaft Viborg aus einem Flugzeug. Da sich ihr Fallschirm nicht öffnete, stürzte sie ungebremst in die Tiefe. Den Aufprall überlebte sie schwer verletzt. Lebensgefahr besteht nicht.

Die junge Frau aus Brande ist Mitglied im Midtjysk Faldskærmsklub. Am Unfalltag waren mehrere Vereinsmitglieder gemeinsam zum Fallschirmspringen gestartet. Der Hauptschirm und der Reserveschirm der Verunglückten ließen sich nicht öffnen.

Als die Sanitäter eintrafen, war die Frau ansprechbar. Per Rettungshubschrauber wurde sie ins Krankenhaus in Aarhus geflogen.

Völlig unklar ist, wie sie diesen Sturz aus so großer Höhe überleben konnte.

Quellen

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July 14, 2011

Dänemark führt Grenzkontrollen wieder ein

Dänemark führt Grenzkontrollen wieder ein

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Veröffentlicht: 19:19, 14. Jul. 2011 (CEST)
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Flensburg (Deutschland) / Kopenhagen / Tønder (Dänemark), 14.07.2011 – Die Entscheidung Dänemarks, die Grenzkontrollen wieder einzuführen, hat vor wenigen Wochen EU-weit Kritik ausgelöst. Die dänische Regierung beschwichtigte: Es handle sich nur um Stichproben. Doch wie streng sind die Grenzkontrollen wirklich? Eine Reportage von ChrGermany.

In vielen Museen innerhalb des Schengenraumes kann man heute alte Grenzübergänge sehen. Es werden Schlagbäume und Grenzerhäuschen ausgestellt, die „Duden-Korrekturhilfe“ markiert das Wort „Zöllner“ sogar schon als „veraltet“. Doch nun gibt es auch außerhalb von Museen wieder Grenzkontrollen: 50 Zöllner überwachen Dänemarks Grenzen. Ich mache mich mit einem Auto, meinem Reisepass und meinem Hund (ohne Pass) auf den Weg nach Dänemark. Mein Plan sieht vor, über die Autobahn 7 in das für Smörrebröd bekannte Land zu fahren. Mit etwas Glück werde ich kontrolliert.

So sieht es aus, wenn man auf der B 200 nach Dänemark fährt.

Ich fahre los. Es ist Mittwochmorgen, 15°C und Dauerregen. Über die A7 fahre ich nordwärts. Höhe Flensburg fahre ich ab auf die B 200, eine Kraftfahrstraße, um dann, kurz nach Flensburg, die dänische Grenze zu passieren. Am Wegesrand steht ein Grenzschild und ein Hinweisschild für den Verkehr – kein Zoll, keine Polizei. Enttäuscht packe ich meine Kamera wieder weg. Ich fahre nun nach Tønder, um dort auf der B 5 wieder zurückzufahren. Auch hier weder Zoll noch Polizei, dafür ein Schild: Forbunsrepublikken Tyskland / Bundesrepublik Deutschland.

Fazit: Entweder arbeiten in Dänemark nur Schönwetterpolizisten oder hier wurde aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Kein Grund zur Panik, die Schlagbäume werden wohl im Museum bleiben.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Dänemark

Quellen

Originäre Berichterstattung
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June 7, 2011

Erster Erfolg für Projekt „Copenhagen Suborbitals“

Erster Erfolg für Projekt „Copenhagen Suborbitals“

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Veröffentlicht: 22:25, 7. Jun. 2011 (CEST)
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Start der HEAT-1X-Tycho Brahe am 3. Juni 2011

Bornholm (Dänemark), 07.06.2011 – Einen ersten Erfolg konnten nun die Beteiligten des Projektes „Copenhagen Suborbitals“ am Wochenende feiern. Die Rakete „Heat-1X“, die mit den einfachsten Mitteln und mit einem Etat von nur 40.000 Euro entwickelt und gebaut wurde, erreichte eine Höhe von 2,8 Kilometern. Der Start erfolgte am 3. Juni 2011 von einer Rampe, die sich auf der Ostsee vor Bornholm befand. Die angestrebte Höhe der neun Meter hohen und 1600 kg schweren[1] Rakete von 16 Kilometern wurde allerdings nicht erreicht, da sich der Fallschirm zu früh öffnete. Bereits im September 2010 wurde ein Startversuch unternommen, der jedoch scheiterte.

Initiatoren des Fluges sind der Däne Peter Madsen und Kristian von Bengtson, ein Raumfahrttechniker. Sie sind der Kopf des Projektes und Trägervereines Copenhagen Suborbitals. Ihr Ziel besteht einfach ausgedrückt darin, Menschen mit privat gebauten Raketen in den Weltraum zu transportieren. Das Besondere: Es ist eine Non-Profit-Organisation, die auf Open-Source-Basis arbeitet. Es sollen möglichst viele Menschen zum Mitmachen inspiriert werden, die dann ihr Know-how beisteuern. Ausdrücklich betonen die Initiatoren, dass die Nutzlasten niemals Waffen sein werden. Bei dem aktuellen Flug wurden sie von vielen freiwilligen Helfern und auch der Nato unterstützt. Letztere überwachte den Luftraum rund um den Startort.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

Quellen

Berichtigung

  1. Vergleiche Wikipedia/dortige Quelle sowie AFP.
    An dieser Stelle stand zuvor eine offenbar falsche Gewichtsangabe von 70kg, die ihren Ursprung in der dpa-Meldung hatte.

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February 4, 2011

Dänemark: Westergaard-Angreifer wegen Terrorismus verurteilt

Dänemark: Westergaard-Angreifer wegen Terrorismus verurteilt

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Veröffentlicht: 22:38, 4. Feb. 2011 (CET)
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Aarhus (Dänemark), 04.02.2011 – Ein 29-jähriger Somalier wurde von einem Gericht im dänischen Aarhus zu einer neunjährigen Haftstrafe und anschließender Abschiebung aus dem Königreich Dänemark verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, sich mithilfe einer Axt Zugang zur Wohnung des Karikaturisten Kurt Westergaard verschafft zu haben, um ihn zu töten. Der verurteilte Somalier legte Berufung gegen das Urteil ein.

Westergaard hatte sich 2005 an einem Zeitungswettbewerb beteiligt, bei der die gelungenste Karikatur des muslimischen Propheten Mohammed gekürt werden sollte. Er zeichnete Mohammed mit einem wütenden Gesichtsausdruck und einer sich kurz vor der Explosion befindenden Bombe auf dem Turban. Weil eine bildliche Darstellung Mohammeds im Allgemeinen und eine dazu noch nachteilige Darstellung im Besonderen von strenggläubigen Muslimen als eine Beleidigung ihrer Religion aufgefasst wird, hatte Westergaard damals den Zorn eifriger Muslime auf der ganzen Welt auf sich gezogen.

Der nun, allerdings noch nicht letztinstanzlich, verurteilte Somalier hat nach Ansicht des Gerichts am Sylvesterabend 2009 versucht, Westergaard mit einer Axt zu erschlagen. Der Karikaturist konnte sich in einen vor unerwünschten Eindringlingen besonders geschützten Raum in seinem Haus verbergen und von dort aus die Polizei rufen. Der verurteilte Somalier habe vor und in dem Haus mit seiner Axt um sich geschlagen und nach Rache gerufen.

Der Täter habe sich vorher ein Bahnticket von Kopenhagen nach Aarhus ohne Rückfahrschein besorgt, um zum Wohnhaus Westergaards anzureisen. Insbesondere wegen des fehlenden Rückfahrscheins ist das Gericht davon ausgegangen, dass es sich nicht „nur“ um einen Mordversuch, sondern darüberhinaus um einen Terroranschlag gehandelt habe. Offensichtlich habe der Verurteilte einen „Märtyrertod“ geplant. Die Klassifizierung des Delikts als Terrorvergehen ist für die relativ hohe Strafe – Westergaard ist letztlich nichts geschehen – verantwortlich.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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