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November 22, 2012

Bombenanschlag auf Omnibus in Tel Aviv

Bombenanschlag auf Omnibus in Tel Aviv – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Bombenanschlag auf Omnibus in Tel Aviv

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Veröffentlicht: 09:39, 22. Nov. 2012 (CET)
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Tel Aviv (Israel), 22.11.2012 – Bei einem Bombenanschlag auf einen Linienbus in Tel Aviv wurden am Mittwoch 27 Personen verletzt. Es handelte sich um den ersten Bombenanschlag in Tel Aviv seit 2006. Der Anschlag löste Befürchtungen aus, es könne erneut zu einer Intifada kommen. Während der ersten und zweiten Intifada wurden mehr als 1.000 Israelis und durch israelische Vergeltungsmaßnahmen auch mehr als 5.000 Palästinenser getötet.

Zu dem Bombenanschlag hat sich die Organisation Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando bekannt, doch liegen für ihre Täterschaft keine Beweise vor. Die Hamas lobte die Bombenexplosion als „eine natürliche Antwort auf die Besatzungsverbrechen und die andauernden Massaker gegenüber Zivilisten im Gazastreifen.“

Nach Ansicht von Bassem Ezbidi, einem politischen Analysten im Westjordanland, ist es unwahrscheinlich, dass Hamas hinter der Explosion steckt. Anschläge auf Busse hinterließen in der Erinnerung der Leute eine schlechte Wirkung, was Hamas im Moment, in dem sie internationale Unterstützung gewinne, nicht gebrauchen könne, so Ezbidi. Allerdings sei der Vorgang bei Hamas als Signal willkommen, es könne zu einem Wiederaufleben der Intifada kommen, falls Israel eine Bodenoffensive in den Gazastreifen beginnen würde.

Die Bombenexplosion ereignete sich während der Fahrt, kurz bevor der Bus eine Haltestelle auf dem Schaul-Hamelech-Boulevard im frequentierten Zentrum der Stadt erreichte, unweit eines Museums und gegenüber eines Eingangs zum Hauptquartier der israelischen Armee. Ein Mann hatte den Sprengkörper zurückgelassen, bevor er den Bus verließ.

Der Anschlag wurde von US-Außenministerin Hillary Clinton „streng verurteilt“. Clinton befindet sich derzeit im Nahen Osten, um an der Herbeiführung eines Waffenstillstandes zwischen Israel und den verschiedenen Milizen im Gazastreifen mitzuwirken. Sie traf zunächst mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und dann mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen, bevor sie nach Kairo flog, um mit dem ägyptischen Präsidenten Mursi zu sprechen. Dieser traf später auch mit UN-Generalsekretär Ban Ki-mun zusammen.

Ein starker Anstieg von Raketenabschüssen aus dem Gazastreifen hatte Israel zur gezielten Tötung des Anführers der Qassam-Brigaden, Ahmed al-Dschabari und der nachfolgenden Militäroperation „Wolkensäule“ veranlasst. Durch israelische Militärflugzeuge und Hubschrauber wurden zahlreiche militärische Ziele im Gazastreifen angegriffen. Seit Beginn der Offensive am 14. November wurden 144 Palästinenser getötet, unter den Toten sind nach Angaben von Aschraf al-Kidry, einem Angehörigen der Gesundheitsbehörden im Gazastreifen, 60 Zivilisten.

Auf israelischer Seite wurden durch den Beschuss mit Raketen aus dem Gazastreifen bislang fünf Zivilisten getötet. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Kämpfe 1.400 palästinensische Raketen gezählt, von denen einige hundert durch ein von den Vereinigten Staaten mitfinanziertes Raketenabwehrsystem namens Iron Dome abgeschossen wurden. Die israelische Luftwaffe flog bislang rund 1.500 Ziele im Gazastreifen an.

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January 23, 2012

Ramallah: Tochter neun Jahre im Bad eingesperrt

Ramallah: Tochter neun Jahre im Bad eingesperrt

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Veröffentlicht: 06:29, 23. Jan. 2012 (CET)
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Qalqiliya (Archivbild)

Ramallah (Westjordanland), 23.01.2012 – In Qalqiliya im Westjordanland konnte eine junge Frau, die neun Jahre lang in einem fensterlosen Badezimmer eingesperrt war, befreit werden. Der Vater der inzwischen 20-Jährigen hatte sie nach der Trennung von ihrer Mutter eingesperrt. Nach ihrer Entdeckung bestätigte er der Polizei, sie habe seit neun Jahren kein Sonnenlicht mehr gesehen.

Nach einem Hinweis durchsuchten Polizisten das Anwesen. Als die junge Frau bemerkte, dass sich Personen im Haus aufhielten, begann sie, um Hilfe zu rufen. Der Vater wurde daraufhin gezwungen, die Tür zu öffnen. Dahinter befand sich die junge Frau mit einem Laken und einer Matratze. Sie wurde auf eine Polizeiwache gebracht, wo sie Kleidung erhielt. Der Vater wurde zur Vernehmung mitgenommen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Afghanistan: 15-jährige Braut fünf Monate in Toilette eingesperrt (30.12.2011)

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November 5, 2011

Israelische Marine bringt zwei Schiffe auf

Israelische Marine bringt zwei Schiffe auf

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Veröffentlicht: 00:48, 5. Nov. 2011 (CET)
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Dieses von den israelischen Streitkräften veröffentlichte Bild zeigt Soldaten der IDF beim Entern des irischen Schiffes „Saoirse“

Haifa (Israel), 05.11.2011 – Zwei Schiffe wurden am Freitag (4. November) von der israelischen Marine in internationalen Gewässern aufgebracht. An Bord der beiden Wasserfahrzeuge befanden sich 27 Aktivisten aus neun Ländern, die die von Israel verhängte Seeblockade gegen den Gazastreifen durchbrechen wollten. Beide Schiffe hatten im Laufe der Woche türkische Häfen verlassen und Kurs auf die Küste des Gazastreifens genommen, bevor sie etwa 130 km vor ihrem Ziel abgefangen wurden. Die Aktivisten sollen nun in ihre Heimatländer abgeschoben werden.

Nach Ansicht der Aktivisten der „Freedom Waves to Gaza“ ist die israelische Seeblockade illegal und unmoralisch. „Es ist klar, dass 27 Zivilisten auf zwei kleinen Schiffen, die nur Medikamente geladen haben, keine Sicherheitsgefährdung für den israelischen Staat bedeuteten, und dass die Entschlossenheit, diese fernzuhalten nur eine Steigerung der Politik Israels der kollektiven Bestrafung ist, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, erklärt Huwaida Arraf, eine Sprecherin der Initiative. Israel hingegen hält die Seeblockade für notwendig, „um die Terrororganisation Hamas daran zu hindern, sich selbst mit Raketen und Waffen zu versorgen.“

Wie ein Sprecher der israelischen Streitkräfte der Presse mitteilte, habe man die beiden Schiffe mehrfach aufgefordert beizudrehen und Kurs auf Aschdod zu nehmen. Diesen Aufforderungen sei nicht Folge geleistet worden, weswegen man die beiden Wasserfahrzeuge, die unter irischer Flagge fahrende „Saoirse“ und das kanadische Schiff „Tahrir“, geentert habe. Es sei kein Widerstand geleistet worden.

Anfang Juni 2010 wurden beim Aufbringen einer Gaza-Flottille an Bord der „Mavi Marmara“ neun türkische Aktivisten getötet. Dieser Zwischenfall hatte zu internationalem Protest gegen das israelische Vorgehen und zu einer Eiszeit in den Beziehungen zwischen Israel und der Türkei geführt.

In Gaza-Stadt forderte derweil Hamas-Chef Ismail Haniyya Aktivisten aus aller Welt auf, weiter Schiffe nach Gaza zu schicken. Nach seinen Worten ist „die Belagerung ungerecht und muss beendet werden“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Bericht basiert ganz oder teilweise auf Text der Voice of America
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Dieser Artikel enthält Textteile, die auf einer Übersetzung eines Artikel der Voice of America basieren. Texte und Bilder auf der Website der Voice of America sind als Werke der Bundesregierung der Vereinigten Staaten, sofern keine anderen Urheber angegeben sind, gemeinfrei.

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July 20, 2011

Israelische Soldaten überwältigen 16 pro-palästinensische Aktivisten

Israelische Soldaten überwältigen 16 pro-palästinensische Aktivisten

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Veröffentlicht: 12:06, 20. Jul. 2011 (CEST)
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Jerusalem (Israel), 20.07.2011 – Am gestrigen Dienstag hat die israelische Marine ein Hilfsschiff mit 16 Aktivisten aus sechs Nationen (darunter keine Deutschen) an Bord geentert. Die Insassen leisteten keinen Widerstand. Wie ein Sprecher der israelischen Streitkräfte mitteilte, habe man die Aktivisten vorher per Funk informiert, dass sie sich auf dem Weg in gesperrte Gewässer befänden. Die Yacht „Dignité al Karama“ hatte Kurs auf die Küste des Gazastreifens gehalten, bis sie um 8.30 Uhr (MESZ), 40 Seemeilen vor Gaza, gestoppt wurde. Dem Sender al-Dschasira zufolge wird das Schiff in den südisraelischen Hafen Aschdot gefahren, wo die Hilfsgüter ausgeladen werden sollen. Neben Aktivisten der Organisation „Ein französisches Schiff für Gaza“ befinden sich auch Journalisten auf dem Schiff. Neun weitere Schiffe der Hilfsflotte liegen in griechischen Häfen fest. Ende Mai 2010 töteten israelische Soldaten bei einer ähnlichen Aktion neun Aktivisten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Israelisches Militärwesen

Quellen

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February 15, 2011

Nervöse Reaktionen in der arabischen Welt auf Umwälzungen in Tunesien und Ägypten

Nervöse Reaktionen in der arabischen Welt auf Umwälzungen in Tunesien und Ägypten

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Veröffentlicht: 11:28, 15. Feb. 2011 (CET)
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Sanaa (Jemen) / Ramallah (Palästina) / Teheran (Iran), 15.02.2011 – In der arabischen Welt regiert die Nervosität. Die palästinensische Regierung in Ramallah reichte ihren Rücktritt ein, im Iran wollte die Opposition am Montag demonstrieren und in Bahrain kam es zu Ausschreitungen.

Im Iran steht neben Hussein Mussawi mit Mahdi Karubi nun ein weiterer Anführer der Opposition unter Hausarrest. In der Stadt ist überall Polizei zu sehen. Anlass für diese Maßnahmen sind eine für heute geplante Solidaritätskundgebung der Opposition für die Revolutionen in Tunesien und Ägypten, welche die iranische Regierung allerdings offiziell begrüßt und mit der iranischen Revolution von 1979 vergleicht. In Teheran und Isfahan gingen Hunderte Menschen auf die Straßen. Das berüchtigte Evin-Gefängnis wird von der Polizei stark abgeschirmt. In Teheran setzte die Polizei Tränengas gegen die Demonstranten ein.

Im Westjordanland ist die Regierung Fajad zurückgetreten. Neuwahlen sollen im Herbst stattfinden. Experten sehen in dem Schritt einen Versuch, sich von dem Druck zu befreien, der aufgrund von Korruptionsvorwürfen und den gescheiterten Friedensverhandlungen mit Israel auf der Regierung lastet. Auch eine Verbesserung der Ausgangslage der Fatah gegenüber der faktisch im Gaza-Streifen regierenden Hamas wird als Grund angenommen.

Die Lage im Jemen ist angespannt. Seit drei Tagen demonstrieren mehrere tausend Menschen, wobei es immer wieder zu gewalttätigen Zusammenstößen mit der Polizei und die Regierungstreuen kommt. Demonstranten halten den Platz vor dem Regierungssitz seit drei Tagen besetzt. Auch die Zusage des Präsidenten Ali Abdullah Salih, in zwei Jahren zurücktreten und auf eine Inthronisierung seines Sohnes zu verzichten, beruhigte die Lage nicht. Heute demonstrierten erneut 3.000 Menschen in der Hauptstadt. Die parlamentarische Opposition führt aktuell einen Dialog mit der Regierung und beteiligt sich daher nicht an den Protesten.

In dem bahrainischen Ort Nuweidrat setzte die Polizei Tränengas und Gummigeschosse ein. In der Haupstadt Manama verstärkte die Polizei ihre Präsenz und ließ die Demonstranten per Hubschrauber überwachen.

Der algerische Außenminister erklärte, der Ausnahmezustand werde in den nächsten Tagen aufgehoben. Er gilt seit 1992.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arabische Welt

Quellen

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February 6, 2011

Palästinensische Autonomiebehörde wirft Al-Dschasira wegen der „Palästina-Papiere“ Fälschung vor

Palästinensische Autonomiebehörde wirft Al-Dschasira wegen der „Palästina-Papiere“ Fälschung vor

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Veröffentlicht: 01:02, 6. Feb. 2011 (CET)
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Ramallah (Palästinensische Autonomiegebiete) / Doha (Katar) / London (Vereinigtes Königreich), 06.02.2011 – Angeblich dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira zugespielte Dokumente, die seit 23. Januar veröffentlicht werden, haben die Verärgerung der Palästinensischen Autonomiebehörde hervorgerufen. Die Berichte von Al-Dschasira und der britischen Zeitung The Guardian, die die Dokumente ebenfalls veröffentlichte, enthielten „Lügen und Halbwahrheiten“, erklärte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat der im Jemen erscheinenden Zeitung Al-Ayyam. Man sei bereit, die Unterlagen des palästinensischen Ministeriums für die Verhandlungen mit Israel zu veröffentlichen, um zu beweisen, dass die Dokumente nicht echt seien. Aus Kreisen des Umfeldes von Abbas war zu hören, Al-Dschasira betreibe eine Schmierenkampagne.

Die rund 1.600 Dokumente sollen aus der Zeit von 1999 bis 2000 stammen. Einigen der Dokumente zufolge soll die palästinensische Seite alle israelischen Siedlungen in Ostjerusalem, mit Ausnahme von Har Choma, akzeptiert haben. Führende PLO-Mitgliieder hätten einen Tausch des Gebietes um Sheikh Jarrah gegen Land an anderer Stelle sowie eine gemeinsame Verwaltung des Tempelbergs angeboten. Am Streit um den Tempelberg waren im Jahr 2000 die Gespräche von Camp David gescheitert, weil der damalige PLO-Führer Jassir Arafat kategorisch abgelehnt hatte, dass die Palästinenser die Souveränität über das Gelände um Felsendom und Al-Aqsa-Moschee abgeben sollten.

Zu diesen Zugeständnissen soll es Ende 2008 nach der von US-Präsident George W. Bush initiierten Konferenz von Annapolis gekommen sein. Diese Gespräche wurden schließlich abgebrochen, weil es zu einem dreiwöchigen Krieg im Gazastreifen kam. Kurze Zeit später stürzte die Regierung unter Ehud Olmert wegen Korruptionsvorwürfen gegen den Ministerpräsidenten.

Die im Gazastreifen regierende Hamas und „Falken in der arabischen Welt“ werfen Palästinenserpräsident Mahmud Abbas schon lange zu große Nachgiebigkeit im Umgang mit Israel vor. Ihnen zufolge habe die palästinensische Regierung viel zu nachgiebig mit Israel verhandelt. Die Regierung Abbas′ zerstöre „die gerechte palästinensische Sache“. Die Enthüllungen gelten daher als schädlich für Abbas. „Diese Führung ist nicht ehrlich“, kommentierte Osama Hamdan für Hamas gegenüber Al-Dschasira. Hamas lehnt Verhandlungen mit Israel ab.

In Gaza-Stadt haben sich nach der Bekanntgabe des Inhaltes der Dokumente durch Al-Dschasira tausende von Anhängern der Hamas versammelt und gegen Mahmud Abbas demonstriert. Sie verbrannten Poster mit dessen Konterfei und bejubelten den Emir von Katar, dem der Nachrichtensender gehört. Der Hamasabgeordnete Salah Bardawil verlangte vor den Demonstranten, dass „diese Verräter und jeder, der eines unserer Rechte zum Gegenstand von Kompromissen macht“ vor Gericht gestellt werden sollte. Im Westjordanland wiederum gingen mehrere tausend Anhänger der Fatah auf die Straße. Hier wurden Bilder von Hamas-Funktionären verbrannt, es erklangen Sprechchöre gegen Al-Dschasira und zur Unterstützung des palästinensischen Präsidenten Abbas.

Doch auch auf israelischer Seite führten die Enthüllungen zu Kritik. Der rechtskonservative Außenminister Avigdor Lieberman kritisierte die Vorgängerregierung unter Ministerpräsident Ehud Olmert und Außenministerin Tzipi Liwni. „Selbst die Regierung der Linken von Olmert und Liwni haben es nicht geschafft, zu einem Friedensabkommen zu gelangen, trotz der vielen Zugeständnisse“, sagte Lieberman im israelischen Rundfunk.

Al-Dschasira hat nicht bekannt gegeben, auf welche Weise der Sender an die Dokumente gelangt ist. Der palästinensische Verhandlungsführer Saeb Erekat hat Frankreich, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten um Amtshilfe gebeten. Bei der Untersuchung, wo das Informationsleck entstanden sei, möchte man einen ehemaligen britischen Spion, einen amerikanischen Journalisten und einen französischen Staatsbürger befragen.

Weblinks

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nahostkonflikt
  • Portal:Palästinensische Autonomiegebiete

Quellen

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November 22, 2010

Nahostkonflikt: Abbas verlangt für Friedensverhandlungen umfassenden Baustopp

Nahostkonflikt: Abbas verlangt für Friedensverhandlungen umfassenden Baustopp

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Veröffentlicht: 20:03, 22. Nov. 2010 (CET)
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Karte der jüdischen Siedlungen im Westjordanland

Jerusalem (Israel), 22.11.2010 – Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde in dem von Israel annektierten Westjordanland, Mahmud Abbas, hat die erneute Aufnahme von Friedensverhandlungen mit der israelischen Regierung an die Bedingung geknüpft, dass der israelische Wohnungsbau nicht nur auf dem Gebiet des Westjordanlandes, sondern in allen von Israel besetzten palästinensischen Territorien einschließlich Ost-Jerusalems zunächst gestoppt wird. Dadurch solle die Möglichkeit geschaffen werden, über eine finale Aufteilung des ehemaligen Mandatsgebiets Palästina zwischen Israelis und Palästinensern – die so genannte Zwei-Staaten-Lösung – zu beraten, ohne dass parallel zu den Verhandlungen Fakten geschaffen würden. Eine Zweistaatenlösung gilt als Voraussetzung für eine Versöhnung der aus historischen Gründen verfeindeten Völker. Der Vorschlag eines auf das Westjordanland begrenzten Baustopps war von der US-Regierung gemacht worden, um die ins Stocken geratenen Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern wieder in Gang zu bringen. Jüdische Siedler protestierten unterdessen gegen einen möglichen Baustopp im Westjordanland.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nahostkonflikt
  • Portal:Palästinensische Autonomiegebiete

Quellen

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September 5, 2010

Neubeginn der Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern

Neubeginn der Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern

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Veröffentlicht: 09:54, 5. Sep. 2010 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 05.09.2010 – Nach 20-monatiger Pause haben Israelis und Palästinenser ihre Friedensgespräche zur Lösung des Nahostkonflikts wiederaufgenommen. Israels Ministerpräsident Netanjahu und der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Abbas trafen sich auf Vermittlung der USA am Donnerstag in Washington zu einem ersten Gespräch.

Ziel ist es, innerhalb eines Jahres einen Vorschlag für eine Zwei-Staaten-Lösung und einen dauerhaften Frieden zu erarbeiten. Nach dem Treffen sprachen Netanjahu und Abbas davon, dass es nicht einfach werde, die Probleme zu lösen. Haupthindernisse sind der israelische Siedlungsbau im besetzten Westjordanland und die Blockade des Gazastreifens.

Netanjahu überlegt angeblich, später zur Bestätigung eines Friedensabkommens in Israel eine Volksabstimmung durchführen zu lassen. Das nächste Treffen ist für den 14. und 15. September im Nahen Osten geplant. Von der Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, und den jüdischen Siedlern im Westjordanland werden die Gespräche abgelehnt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal: Nahostkonflikt

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August 29, 2010

Hungerstreik Firas Maraghy in der fünften Woche

Hungerstreik Firas Maraghy in der fünften Woche

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Veröffentlicht: 11:50, 29. Aug. 2010 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 29.08.2010 – Seit dem 26. Juli ist Firas Maraghy, ein 39-jähriger Palästinenser aus Ostjerusalem, vor der Israelischen Botschaft in Berlin im Hungerstreik. Maraghy, der seit 2007 in Deutschland lebt und mit einer Deutschen verheiratet ist, wird von Israel verweigert, mit seiner Frau und Tochter nach Ostjerusalem zu reisen.

Der Sprecher der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion Christoph Strässer bat am 24. August in einem Brief den israelischen Botschafter, Maraghy die Einreise aus völkerrechtlichen, menschenrechtlichen und humanitären Gründen zu gewähren. Mit der Tatsache, dass Israel auch eine Eintragung seiner Ehe mit der Begründung verweigert hätte, Maraghy habe mit seinem Wohnsitz in Deutschland seine Rechte als Bewohner von Ostjerusalem verwirkt, verstoße Israel gegen sein eigenes Recht, das eine Aberkennung erst nach siebenjähriger Abwesenheit vorsehe. Zudem stehe in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: „Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.“

In der Nacht vom 26. auf den 27. August, also nach 32 Tagen Hungerstreik, besuchte Rupert Neudeck vom Verein Grünhelme Maraghy und forderte die Bundesregierung auf, sich für den Palästinenser einzusetzen und ihn in seinem Recht zu unterstützen in seiner Heimat Ostjerusalem zu wohnen, zu leben, und wieder dorthin zurückzukehren, auch wenn er eine Deutsche geheiratet habe. Maraghy brauche kein Geld, sondern Gerechtigkeit.

Wie in einem Brief des Pressesprechers der israelischen Botschaft vom 27. August zu lesen ist, den die Betreiber der Website „palaestina-heute.de“ veröffentlichten, bemühe sich Israel, den Hungerstreik zu einem guten Ende zu bringen. Es habe Herrn Maraghy ein Treffen mit einem ranghohen zuständigen Beamten in Jerusalem angeboten, was von Maraghy aber abgelehnt worden sei. Stattdessen habe Maraghy klargestellt, seinen Kampf aus „ideologischen“ Gründen fortsetzen zu wollen.

In einer persönlichen Presseerklärung wies die Ehefrau von Maraghy diese Darstellung zurück. Es sei falsch, dass Maraghy erkärt habe, einen ideologischen Kampf zu führen. Es sei nicht zugesagt worden, auf welche Weise das Problem gelöst werde. Die Aufforderung an sie, vorher einen deutschen Reisepass zu besorgen, könne möglicherweise später einer Registrierung von ihr und der gemeinsamen Tochter in Jerusalem entgegenstehen. Wenn eine schriftliche Zusage der Registrierung bestehe, wäre der Grund für den Hungerstreik umgehend aus der Welt geschafft.

Themenverwandte Artikel

  • Portal: Palästinensische Autonomiegebiete

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June 6, 2010

Gaza-Seeblockade: Free Gaza Movement versucht es erneut

Gaza-Seeblockade: Free Gaza Movement versucht es erneut

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Veröffentlicht: 20:09, 6. Jun. 2010 (CEST)
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Nikosia (Zypern) / Berlin (Deutschland), 06.06.2010 – Greta Berlin, die Sprecherin der Organisation Free Gaza Movement, hatte am Vormittag in der zyprischen Stadt Nikosia bekanntgegeben, dass das irische Schiff „Rachel Corrie“ Kurs auf Gaza genommen hat und die von Israel verhängte Sicherheitszone voraussichtlich am späten Nachmittag des heutigen Freitags erreichen würde. Inzwischen wurde jedoch bekannt, dass zu dem Schiff keine Funkverbindung mehr hergestellt werden kann. „Wir vermuten, dass es sich um einen Sabotageakt der Israelis handelt“, sagte Audrey Bomse für die Bewegung in Jerusalem. Die Organisation wolle das Schiff in einen Hafen umleiten, um mehr hochrangige Personen an Bord zu bekommen. Bislang befinden sich an Bord des „Rachel Corrie“ der Nobelpreisträger Mairead Corrigan-Maguire und der frühere UN-Diplomat Denis Halliday, beides irische Staatsbürger.

Das Schiff ist nach der amerikanischen Aktivistin Rachel Corrie benannt, die 2003 bei einer Demonstration in Gaza von einem Bulldozer überfahren und getötet wurde.

Der schwedische Schriftsteller Henning Mankell, der sich an Bord der „Sophia“ befand, als dieses am 31. Mai von der israelischen Marine aufgebracht wurde, hat sich in Berlin zu dem Vorfall geäußert. „Ich glaube, Israel hat auf diesem Schiff Mord begangen“, ließ der Bestsellerautor wissen. Bei der Militäraktion wurden mindestens neun Personen getötet, mehrere Dutzend weitere wurden verletzt. Der Vorfall hatte international Entrüstung ausgelöst.

Vor einer Lesung aus seinem neuen Roman „Der Feind im Schatten“ – dem letzten Roman in der Reihe um „Kommissar Wallander“ – erzählte Mankell, wie er den Zwischenfall erlebt hat. Er sei um vier Uhr morgens durch Schüsse geweckt worden. Aufgefundene Messer und Rasierklingen hätten als Grund gedient, das Schiff nach Israel zu bringen. Er fühle sich „gekidnappt“. Er sei bestohlen worden, ihm seien Handy, Kamera und Kreditkarte abgenommen worden, sogar die Socken.

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