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July 1, 2016

Befreiung vom Visum für Vietnam wird verlängert

Filed under: Hanoi,Themenportal Asien,Themenportal Vietnam — admin @ 5:00 am

Befreiung vom Visum für Vietnam wird verlängert

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Visum für Vietnam

Hanoi (Vietnam), 01.07.2016 – Das Rätsel um die Verlängerung der Befreiung vom Visum für Vietnam ist gelöst. Am heutigen Tag, dem 01.07.2016 erreichten uns offizielle Meldungen aus Vietnam, in denen bekannt gegeben wird, dass den Wünschen des vietnamesischen Tourismusministerium entsprochen und die Befreiung vom Visum für die Staatsbürger aus fünf europäischen Staaten nun doch um ein Jahr, bis zum 30.06.2017 verlängert wird. Für einige Vietnam-Urlauber dürfte diese Meldung wohl aber zu spät kommen, da diese Ihr Visum bereits beantragt haben.

Rückblick: Aufhebung der Visumpflicht für Vietnam

Im Juni 2016 gab die vietnamesische Regierung die Aufhebung der Visumpflicht für die Bürger aus fünf europäischen Staaten bekannt. Diese Visumbefreiung für Vietnam betraf die Bürger von Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Großbritannien bei einer maximalen Aufenthaltsdauer von 15 Tagen in Vietnam. Vor einer erneuten visumfreien Einreise in Vietnam musste zudem ein Monat vergangen sein. Dieses Visumprojekt der Vietnamesen war auf ein Jahr, vom 01.07.2015 bis 30.06.2016 begrenzt (ITI-HOLIDAY berichtete ausführlich). In den vergangenen Wochen, vor Ablauf dieser Frist kam es zu zahlreichen Spekulationen, denn die vietnamesische Regierung ließ sich Zeit mit einer offiziellen Meldung bezüglich dieser Visumbefreiung. Es gab von offizieller vietnamesischer Seite weder eine Bestätigung noch ein Dementi dazu ob diese Regelung auslaufen oder verlängert werden soll.

Spekulationen: Visumbefreiung für Vietnam

Während die vietnamesischen Botschaften weltweit (z.B. die Mitarbeiter der vietnamesischen Botschaft in Berlin) in den vergangenen Wochen gern behaupteten, dass die derzeitige Visumbefreiung zum 30.06.2016 ausläuft und nicht verlängert wird, kamen von inoffizieller Seite in Vietnam ganz andere Meldungen. Aus Vietnam hieß es inoffiziell, dass die Visumbefreiung in Vietnam, für die Bürger von Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Großbritannien, nicht nur verlängert, sondern sogar auf 30 Tage erweitert werden soll. Darüber berichtete auch die vietnamesische Tagespresse, jedoch ohne entsprechende Nachweise.

die Katze ist aus dem Sack: Visumbefreiung Vietnam verlängert

Seit heute, den 01.07.2016 steht es nunmehr offiziell fest. Die Visumbefreiung in Vietnam wird für Bürger aus Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Großbritannien um ein Jahr, zu den bisherigen Bedingungen verlängert und endet zum 30.06.2017. Die ersten vietnamesischen Auslandsvertretungen, wie die vietnamesische Botschaft in Berlin haben die Neuigkeiten auf ihren Webseiten bereits veröffentlicht. Andere, wie die vietnamesische Botschaft in London behaupten immer noch, dass es keine offizielle Bestätigung zu diesen Gerüchten aus Vietnam gibt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Befreiung vom Visum Vietnam für deutsche Touristen (18.06.2015)

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July 22, 2014

Opferzahlen von Taifun Rammasun weiter gestiegen

Opferzahlen von Taifun Rammasun weiter gestiegen

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Veröffentlicht: 23.07.2014, 12:35 (CEST)
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Haikou (China), 22.07.2014 – Die Zahl der Todespfer des Taifuns Rammasun in China ist mittlerweile auf 33 gestiegen. Aus Vietnam werden zurzeit elf Todesopfer als Folge von Rammasun gemeldet. Mehrere Personen werden dort noch vermisst. 600.000 Menschen wurden in Hainan inzwischen in Notunterkünften untergebracht, aber noch immer warten 240.000 Menschen auf Hilfe. Die Nahrungsmittelpreise auf Hainan sind inzwischen als Folge des Unwetters stark gestiegen. Behörden und das chinesische Rote Kreuz bemühen sich unterdessen um Unterstützung für die betroffenen Regionen, sowohl durch Nahrungsmittelspenden wie auch technische Hilfe und die Bereitstellung von finanzieller Soforthilfe.

Während Rammasun mittlerweile über dem südlichen China zu einem tropischen Tiefdruckgebiet geworden ist und damit geschwächt, nähert sich der Taifun Matmo Taiwan. Der Sturm steuert direkt auf die Millionenstadt Taipei zu und wird das chinesische Festland voraussichtlich am frühen Donnerstag (Ortszeit) erreichen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Schwere Schäden durch Taifun Rammasun in China (21.07.2014)

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July 20, 2014

Schwere Schäden durch Taifun Rammasun in China

Schwere Schäden durch Taifun Rammasun in China

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Veröffentlicht: 21.07.2014, 03:58 (CEST)
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Haikou (China), 20.07.2014 – Der als Supertaifun eingestufte Taifun Rammasun hat in den chinesichen Provinzen Hainan und Guangxi schwere Schäden angerichtet und mindestens 18 Menschenleben gefordert, wobei noch Menschen vermisst werden. Der Sturm der am Freitagnachmittag (Ortszeit) die Insel Hainan erreicht hatte und dann weiter in die Richtung auf das chinesische Festland zog, hatte eine Spitzenwindgeschwindigkeit von über 200 km/h.

Auf Hainan starben acht Menschen und in Guanxi starben zehn Menschen, wobei die die Zahl der Vermissten mit zwei bis vier angegeben wird. Der Sturm verursachte in Hainan allein Schäden, die sich auf mindestens 1,45 Milliarden US-Dollar belaufen. Durch das Unwetter wurden 51.000 Häuser auf der Insel Hainan zerstört und große landwirtschaftliche Flächen verwüstet. Für Guanxi belaufen sich die ersten Schadensmeldungen auf eine Summe von rund 260 Millionen US-Dollar. Der Sturm zerstörte sowohl die Elektrizitätsversorgung als auch Einrichtungen der Telekommunikation, was neben umgestürzten Bäumen, die zahlreiche Straßen blockieren, die Aufräumarbeiten zusätzlich erschwert. Der zwischenzeitlich eingestellte Flugverkehr nach Hainan wurde wieder aufgenommen, auch die Eisenbahn und Fährverbindungen in der Region haben ihren Dienst wieder aufgenommen.

Auf den Philippinen, wo der Sturm vorher wütete, wird die Zahl der Todesopfer inzwischen mit 94 angegeben. Mit dem Taifun Matmo ist bereits der nächste Sturm im Anzug. Matmo weist im Augenblick Windgeschwindigkeiten von 150 km/h auf und droht auf die gerade von Rammasun betroffenen Gebiete zu treffen. Rammasun zieht unterdessen weiter in nördlicher Richtung und wird starken Regen in die chinesische Provinz Yunnan sowie ins nördliche Vietnam bringen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Taifun Rammasun trifft auf den Südwesten Chinas (20.07.2014)

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Taifun Rammasun trifft auf den Südwesten Chinas

Taifun Rammasun trifft auf den Südwesten Chinas

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Veröffentlicht: 04:59, 20. Jul. 2014 (CEST)
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Prognostizierte Zugbahn am 18.07.2014

Honolulu (Vereinigte Staaten) / Manila (Philippinen), 20.07.2014 – Taifun Rammasun, der stärkste Taifun der letzten Jahre im Nordwesten des Südchinesischen Meeres, traf am Freitagnachmittag (Ortszeit, 18. Juli) auf die Nordostspitze der Insel Hainan. Zuvor hatte der tropische Wirbelsturm, der vom Joint Typhoon Warning Center als „Supertaifun“ eingestuft wurde, die Philippinen überquert. Rammasun erreichte am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) das chinesische Festland in der Provinz Guandong und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern in nordöstlicher Richtung. Bislang kamen durch die Auswirkungen des Taifuns mindestens 70 Menschen ums Leben, darunter 40 auf den Philippinen und eine Person auf Hainan. Die chinesischen Behörden haben 26.000 Menschen vor dem stärksten Sturm, der Hainan in den letzten 40 Jahren getroffen hat, vorsorglich evakuiert. Zahlreiche Touristen sind auf Hainan gestrandet, nachdem die China Southern Airlines allein 96 Flüge von Sanya und Haikuo streichen musste. Auch auf dem Flughafen von Shenzhen wurden 55 Flüge vorsorglich gestrichen.

Taifun Rammasun mit Zentrum im Nordwesten von Hainan

Auswirkungen des Sturmes in Manila

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November 27, 2011

Vietnam: Angreifer attackieren Christen mit Eisenstangen

Vietnam: Angreifer attackieren Christen mit Eisenstangen

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Veröffentlicht: 10:49, 27. Nov. 2011 (CET)
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Tam Ky (Vietnam), 27.11.2011 – In Vietnam sind Gottesdienstbesucher bei Überfällen auf eine Hauskirche krankenhausreif geschlagen worden. Die Vorfälle, die erst jetzt durch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) bekannt gemacht wurden, ereigneten sich am 23. Oktober.

Tam Ky
Tam Ky ist die Hauptstadt der vietnamesischen Provinz Quang Nam in dem Küstenstreifen, der Vietnams Norden mit dem Süden verbindet.

In Tam Ky wurde durch die Polizei die Auflösung eines Gottesdienstes angeordnet, obwohl der Bund der Baptistengemeinden in Vietnam schon 2008 die offizielle staatliche Anerkennung erhalten hatte. Als die Gemeinde sich deshalb geweigert habe, den Gottesdienst aufzulösen, haben Polizisten den Gottesdienst gestört. Zwei Stunden später habe ein 20-köpfiger Schlägertrupp den Pastor und Gemeindemitglieder angegriffen. Nachdem die Gemeinde die Behörden um Hilfe gebeten habe, seien die Schläger gegen 20:30 Uhr erneut aufgetaucht und hätten mit Eisen- und Holzstangen auf Gemeindemitglieder eingeschlagen.

Wie der Pastor der IGFM mitteilte, habe er bei der Polizei einen Notruf absetzen können, doch diese habe offenbar Befehl erhalten, keine Hilfe zu leisten.

Die Menschenrechtsorganisation fordert Vietnam auf, „das Recht auf Religionsfreiheit in vollem Umfang zu respektieren und Leben und Unversehrtheit der Christen zu gewährleisten“.

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August 10, 2011

Chinas erster Flugzeugträger auf Testfahrt

Chinas erster Flugzeugträger auf Testfahrt

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Veröffentlicht: 16:28, 10. Aug. 2011 (CEST)
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Flugzeugträger (Archivaufnahme)

Peking (Volksrepublik China), 10.08.2011 – Am Mittwoch ist der erste Flugzeugträger Chinas zu einer Testfahrt ausgelaufen. Nach Angaben der Chinesen soll das Schiff zur wissenschaftlichen Forschung, für Experimente und zum Training genutzt werden. Die Nachbarn sind besorgt, China erhob immer wieder territoriale Ansprüche gegen sie.

Das 300 Meter lange Schiff war in der Sowjetunion gebaut worden und trug den Namen „Warjag“. Einsatzfähig war es noch nie. 1998 kaufte es China von der Ukraine. Zu dem Zeitpunkt war das Schiff noch ohne Maschinen, ohne elektrische Ausstattung und nicht bewaffnet. China ist dabei, das Schiff zu modernisieren.

Laut der Nachrichtenagentur Xinhua hat der Flugzeugträger die Werft im nordostchinesischen Dalia für eine kurze Testfahrt verlassen. Nach Auskunft des Internationalen Instituts für Strategische Studien hat China die Rüstungsausgaben im Jahr 2010 um 7,5 Prozent erhöht. Zwei eigene Flugzeugträger sollen unbestätigten Meldungen nach gebaut werden. Die Nachbarländer, wie Japan, Vietnam und die Philippinen sind in Sorge. Erst kürzlich hatte sich der Konflikt um die Spratly Inseln im Südchinesischen Meer entzündet. Dabei geht es es um territoriale Ansprüche und Rohstoffe.

Rüstungsprojekte werden in China meist geheim gehalten. Ende Juli waren Bilder des ehemals russischen Flugzeugträgers im chinesische Staatsfernsehen zu sehen. Hintergründe, warum China mit den Bildern an die Öffentlichkeit gegangen ist, sind nicht bekannt.

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June 10, 2011

Streit um Hoheit über die Spratly-Inseln verschärft sich

Streit um Hoheit über die Spratly-Inseln verschärft sich

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Veröffentlicht: 21:37, 10. Jun. 2011 (CEST)
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Lage der umstrittenen Inselgruppe

Karte der Inseln

Manila (Philippinen) / Peking (Volksrepublik China) / Hanoi (Vietnam), 10.06.2011 – Der diplomatische Streit über die Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer verschärft sich. Peking warnte inzwischen die Philippinen davor, in dem Gebiet Erkundungsbohrungen durchzuführen. In der Region werden große Mengen Erdgas und Erdöl vermutet. Nicht weniger als sechs Staaten machen Ansprüche auf Teile der Inselgruppe geltend: Die Republik China, die Philippinen, Brunei, Malaysia, Vietnam und die Volksrepublik China. Alle Staaten, bis auf die Republik China und Brunei, halten einige der nur wenige Hektare großen Inseln, die zu der Gruppe zählen, besetzt. Die Volksrepublik betrachtet das gesamte Südchinesische Meer als chinesisches Binnenmeer. Aus Verärgerung darüber haben die Philippinen das Meer in „West Philippine Sea“ umbenannt.

In der vergangenen Woche hatte der philippinische Staatspräsident Benigno Aquino III. die Volksrepublik China beschuldigt, einen Zwischenfall provoziert zu haben, bei dem ein chinesisches Schiff auf philippinische Fischer geschossen haben soll. Der chinesische Botschafter auf den Philippinen wies diesen Vorwurf zurück. Liu Jianchao sagte in Manila, man habe die Angaben überprüft und festgestellt, dass es keine Schüsse auf philippinische Fischer gegeben habe. Aquino wirft der Volksrepublik China insgesamt sieben solcher Vorfälle innerhalb der vergangenen vier Monate vor. Aquinos Sprecher Edwin Lacierda erklärte am 9. Juni in Manila, das Land halte an multilateralen Verhandlungen über die Gebietsanspruche fest, doch philippinische „Territorialrechte müssen mit Entschlossenheit durchgesetzt werden“.

Vorwürfe Manilas über chinesische Einschüchterungsversuche beruhten auf „Gerüchten“. „Es ist ziemlich unglücklich, dass diese Frage … mit einem bösen Gerücht aufgeworfen wurde“, reagierte Liu auf Berichte, nach dem unter anderem zwei chinesische Kampfflugzeuge über den Spratly-Inseln sehr nah an einen philippinischen Jet gekommen seien. Einige der Zwischenfälle seien Missverständnisse, bei denen wissenschaftliche Erkundungen als militärische Aktivitäten verstanden worden seien. Er betonte, dass die Volksrepublik China den Streit um den Besitz des Gebietes friedlich lösen wolle. Dies müsse in bilateralen Gesprächen erfolgen, ohne Einmischung der Vereinigten Staaten. US-Verteidigungsminister Robert Gates hatte am 4. Juni Befürchtungen geäußert, dass es zu Gefechten kommen könnte, wenn die Staaten, die sich um die Inseln streiten, keinen Mechanismus zu einer friedlichen Beilegung beschließen würden. In Anbetracht des bestimmten Auftretens der chinesischen Marine wachsen bei den Regierungen in der Region die Zweifel am Willen Pekings zu einer friedlichen Lösung.

Lui sagte, die Volksrepublik werde sich an einen im Jahr 2002 zwischen China und den zehn Mitgliedern der Vereinigung der südostasiatischen Staaten geschlossenen Pakt halten. In dem Vertrag hatten sich die Unterzeichnerstaaten verpflichtet, Maßnahmen zu unterlassen, durch welche die Spannungen in dem Gebiet erhöht werden könnten. Der Botschafter erklärte jedoch in einer Pressekonferenz, dass die Volksrepublik China im Recht sei, wenn sie ihre Souveränität in den Spratly-Inseln schütze, auch wenn sie sich zu militärischer Zurückhaltung im Südchinesischen Meer verpflichtet habe. „Wir üben die Jurisdiktion über dieses Gebiet aus, also werden wir alles tun, was angemessen ist, für uns zu tun, um unsere Jurisdiktion auszuüben“, sagte Lui vor der Presse.

Auch zwischen Vietnam und der Volksrepublik China droht der Disput zu eskalieren. Hacker beider Nationen stellten Beleidigungen und nationale Symbole auf Regierungswebsites des jeweils anderen Landes ein. Am Sonntag (5. Juni) hatten sich in Hanoi vor der Botschaft der Volksrepublik China hunderte von Demonstranten gegen das chinesische Vorgehen im Südchinesischen Meer gewandt. In dem kommunistischen, autoritär regierten Vietnam sind solche Demonstrationen sehr selten.

Am Donnerstag (9. Juni) hatte Hanoi offiziell in Peking diplomatisch protestiert, weil ein chinesisches Fischerboot die seismologischen Messkabel eines vietnamesischen Erkundungsschiffes „absichtlich gerammt“ habe. Das vom staatlichen Energiekonzern PetroVietnam gecharterte Schiff operierte innerhalb der 200 Seemeilen umfassenden ausschließlichen Wirtschaftszone Vietnams, behauptet die vietnamesische Regierung.

Die Pressesprecherin des vietnamesischen Außenministeriums bezeichnete den Vorfall als „inakzeptabel für Vietnam“ und teilte mit, dass der chinesischen Botschaft in Hanoi mitgeteilt wurde, man sei mit solchen Akten nicht einverstanden. Nguyễn Phương Nga bezeichnete den Zwischenfall vor der Presse von China als „vorbedacht und sorgfältig geplant“, um ein unumstrittenes Gebiet in den Territorialstreit einzubringen. Nga betonte, dass das Operationsgebiet des vietnamesischen Schiffes vollständig unter der Souveränität Hanois stehe, im Einklang mit der 1982 beschlossenen Seerechtskonvention der Vereinten Nationen. Nga sagt, dass das vietnamesische Forschungsschiff durch den Zwischenfall daran gehindert worden sei, normal zu operieren.

Erst am 26. Mai haben nach Angaben aus Hanoi drei chinesische Küstenwachboote die Erkundungskabel eines anderen vietnamesischen Ölsuchschiffes, der „Binh Minh 2“, beschädigt. Auch dieser Zwischenfall soll sich in der ausschließlichen Wirtschaftszone Vietnams ereignet haben. Die vietnamesische Regierung teilte mit, dass das Forschungsschiff nun von acht Schiffen „eskortiert“ werde, machte hierzu jedoch keine näheren Angaben. Peking hatte anschließend Vietnam aufgefordert, „Abstand vom Schaffen von Probleme zu nehmen“ und gesagt, dass die Operation der vietnamesischen Schiffe „illegal“ sei.

Der vietnamesische Premierminister Nguyễn Tấn Dũng erklärte seine Entschlossenheit, die „unanfechtbare“ Souveränität Vietnams zu schützen. In einem in der Tageszeitung „Thanh Niên“ veröffentlichten Artikel bestätigte er „die unanfechtbare maritime Souveränität hinsichtlich beider Archipele, den Paracel-Inseln und den Spratly-Inseln“, zu deren Verteidigung Volk und Armee „aufs stärkste entschlossen“ seien. In Vietnam haben sich wegen der territorialen Dispute um die vermutlich ölreichen Gewässer in der letzten Zeit antichinesische Ressentiments verstärkt, und die Beziehungen zwischen Peking und Hanoi sind auf dem schlechtesten Stand seit Jahren.

Quellen

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April 23, 2011

Mekongstaudamm in Laos: Länderkonferenz findet keinen Konsens

Mekongstaudamm in Laos: Länderkonferenz findet keinen Konsens

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Veröffentlicht: 15:55, 23. Apr. 2011 (CEST)
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Mekong in Laos

Mekong system color.png

Vientiane (Laos), 23.04.2011 – Die zwischenstaatliche Mekong River Commission (MRC) konnte in der laotischen Hauptstadt Vientiane keine Einigung über die Zukunft des laotischen Staudammprojekts, des Xayaburi-Staudamms über den Mekong-Fluss erzielen. Vertreter der Länder Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam saßen am Verhandlungstisch. Jetzt sollen die Minister der Länder im Oktober oder November 2011 eine Entscheidung treffen.

Die MRC hat sich zur Aufgabe gestellt, die nachhaltige Entwicklung des Mekong und seiner Einzugsgebiete zu fördern. China, das mehrere Staudämme am Oberlauf baut, ist nicht in der Kommission vertreten. Eine verbindliche Entscheidung kann die MRC nicht treffen, deshalb kann Laos das Projekt auch ohne Zustimmung der Kommission verwirklichen. Bei einem Bau des Damms werden gravierende Umweltschäden und erhebliche Nachteile für die am Fluss lebenden Menschen befürchtet.

Die vietnamesische Seite forderte eine zehnjähre Verschiebung des Bauprojekts. Diese Zeit solle man nutzen, um die Folgen für Mensch und Natur genau zu erforschen. In dieser Zeit müssten Lösungen für die Fischer, Bauern sowie die zu erwartenden Umweltschäden gefunden werden. Martin Geiger vom World Wide Fund For Nature (WWF) geht davon aus, dass die Fischwanderung im Fluss unterbrochen wird, die Fischer der Region könnten dadurch ihre Einkommensquelle verlieren. Gleiches gelte für die landwirtschaftlichen Flächen am Mekong, die mit dem Wasser aus dem Fluss bewässert werden. Aviva Imhof von der Organisation International Rivers hält die Folgen für unabsehbar.

Der geplante Staudamm mit angeschlossenem Wasserkraftwerk soll 1260 Megawatt Strom liefern. Der Bau würde umgerechnet 3,5 Milliarden US-Dollar kosten. Der produzierte Strom soll hauptsächlich nach Thailand exportiert werden.

Der Mekong wird mit seiner Länge von 4.350 Kilometern auch die „Mutter aller Flüsse“ genannt. Das Wasser fließt dabei über einen Höhenunterschied von 5.200 Meter von der Quelle bis zur Mündung. Mehr als 1.200 Fischarten leben im Fluss.

Themenverwandte Artikel

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March 28, 2011

Todesstrafe: Bilanz der Menschenrechtsorganisation Amnesty International

Todesstrafe: Bilanz der Menschenrechtsorganisation Amnesty International

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Veröffentlicht: 21:54, 28. Mär. 2011 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 28.03.2011 – Im Jahr 2010 wurden in 23 Ländern mindestens 527 Todesstrafen vollstreckt, bei mehr als 2.000 Menschen lautete das Urteil „Todesstrafe“, 17.833 Personen warten weltweit auf die Vollstreckung. Hinrichtungen in China werden von Amnesty International (AI) nicht in die Statistik aufgenommen, halbwegs gesichertes Zahlenmaterial ist nicht zu erlangen. AI geht davon aus, dass in China mehr Hinrichtungen stattfinden, als in jedem anderen Land, die Zahl dürfte deutlich über den weltweit bekanntgewordenen 527 Vollstreckungen liegen. Auch für Singapur und Vietnam liegen keine belastbaren Zahlen vor, in beiden Ländern wird von jeweils mehr als einem vollstreckten Todesurteil ausgegangen.

Hinrichtungen 2010
Land Hinrichtungen
Volksrepublik China 1.000
Iran 252
Nordkorea 60
Jemen 53
Vereinigte Staaten 46
Saudi-Arabien 27
Libyen 18
Syrien 17
Bangladesch 9
Somalia 8
Sudan 6
Palästinensische Autonomiegebiete 5
Taiwan 4
Guinea 4
Ägypten 4
Japan 2
Weißrussland 2
Irak 1
Bahrain 1
Botsuana 1
Quelle: Amnesty International

Hinweis: Bei dem Zeichen wird von höheren Zahlen ausgegangen.

Im Bericht von AI wird festgestellt, dass die Zahl der Länder weiter abgenommen hat, in denen Todesstrafen verhängt oder vollstreckt werden. Getötet wird mit der Giftspritze, dem Schwert, durch Kugeln aus Gewehren, in Gaskammern, am Galgen und auf dem elektrischen Stuhl. Im Iran droht Ehebrechern die Steinigung; der Staat schreibt dabei vor, wie weit das Opfer eingegraben wird: Männer bis zur Hüfte, Frauen bis zum Hals.

Laut amnesty international hat die Todesstrafe keinerlei präventive Wirkung. Als Beleg wird auf das Beispiel Kanada verwiesen. In diesem Land gingen die Morde nach Abschaffung der Todesstrafe in den 1970-er Jahren zurück, so ein AI-Sprecher. In Europa ist Weißrussland der einzige Staat, in dem die Todesstrafe verhängt wird.

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October 19, 2010

Überschwemmungen in Vietnam fordern mehr als 30 Opfer

Überschwemmungen in Vietnam fordern mehr als 30 Opfer

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Veröffentlicht: 14:19, 19. Okt. 2010 (CEST)
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Hanoi (Vietnam), 19.10.2010 – Schwere Überschwemmungen haben im Zentrum Vietnams mindestens 30 Menschenleben gefordert. Viele weitere werden vermisst, darunter 13 Insassen eines Autobusses, der von einem Sturzbach davongespült wurde. 17 Fahrgästen gelang es noch rechtzeitig, aus dem Autobus zu flüchten. Durch die Überflutungen sind mindestens 100.000 Haushalte von der Außenwelt abgeschnitten; viele Straßen und Bahnverbindungen wurden unterbrochen.

Lage Vietnams in Südostasien

Besonders betroffen sind die Provinzen Nghệ An und Hà Tĩnh sowie die Nachbarprovinz Quảng Bình.

Inger Andersen, die Vizepräsidentin der Weltbank, die sich zurzeit auf einer Asienreise befindet, erklärte in einem Interview aus Vietnam der Nachrichtenagentur Agence France-Presse, dass der Klimawandel eine der größten Herausforderungen für Vietnam sei. „Das Land sieht sich größeren Intensitäten von Überflutungen und größeren Intensitäten von Dürren gegenüber“, sagte Andersen. „Mit Überschwemmungen und Dürren fertig zu werden (…) wird zum entscheidenden Schüssel zum Abmildern von klimatischen Schocks und klimatischen Ereignissen.“

In Vietnam sind Regenfälle während der Taifunsaison häufig. Bereits Anfang des Monats waren durch Überschwemmungen rund 60 Menschen gestorben. Die Behörden fürchten, dass der Taifun „Megi“ weitere Niederschläge in die Region bringt. Der Taifun war am Montag, dem 18. Oktober auf die philippinische Hauptinsel Luzon getroffen. Unter Überschwemmungen leiden auch Thailand und der Süden Chinas. Dort mussten mehr als 100.000 Bewohner ihre Häuser verlassen.

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  • Portal:Naturkatastrophen

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