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February 23, 2016

Schriftsteller Umberto Eco ist gestorben

Filed under: Literatur,Mailand,Themenportal Kultur,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Schriftsteller Umberto Eco ist gestorben

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Veröffentlicht: 22:53, 23.02.2016
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Umberto Eco – 1984 im Alter von 52 Jahren

Mailand (Italien), 23.02.2016 – Am 19. Februar 2016 ist in Mailand der italienische Schriftsteller Umberto Eco im Alter von 84 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Er ist vor allem durch seinen Roman „Der Name der Rose“, der auch verfilmt wurde, weltberühmt geworden. Seit 1975 war er Professur für Semiotik an der Universität Bologna gewesen.

Das foucaultsche Pendel – Symbol des gleichnamigen Romans

Sein literarisches Werk reicht von Kinderbüchern bis hin zu anspruchsvollen Romen wie „Das Foucaultsche Pendel“. Dieser Roman kann als Satire über die gesamte Esoterik interpretiert werden. Die Handlung weist nicht nur zahlreiche Parallelen zum italienischen Faschismus auf, sondern es wird darin auch ein Anschlag mittels einer Kofferbombe im Zug nach Bologna geschildert, der frappierende Ähnlichkeit mit den tatsächlichen Ereignissen von 1980 aufweist. Obwohl Organisationen wie P 2, SISMI oder Gladio nicht namentlich genannt werden, stehen die – bis heute nicht aufgeklärten – Machenschaften der italienischen Geheimbünde und staatlichen Geheimdienste im Hintergrund von Ecos Roman. Eines seiner ersten Kinderbücher befasst sich mit einem ähnlichen Thema, es trägt den Titel „La bomba e il generale“ und erschien 1966 (deutsch Die Bombe und der General).

1956 erschien sein erstes Buch, eine erweiterte Fassung seiner Doktorarbeit. Mit dem 1962 erschienenen Buch „Opera aperta“ (deutsch Das offene Kunstwerk, die übersetzte Fassung erschien 1973) wurde er schlagartig als brillanter Kulturtheoretiker bekannt.

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May 15, 2012

Felicitas Hoppe erhält den Georg-Büchner-Preis 2012

Felicitas Hoppe erhält den Georg-Büchner-Preis 2012

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Veröffentlicht: 20:07, 16. Mai 2012 (CEST)
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Felicitas Hoppe (2012)

Darmstadt (Deutschland), 15.05.2012 – Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe wird in diesem Jahr mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: „In einer Zeit, in der das Reden in eigener Sache die Literatur immer mehr dominiert, umkreist Felicitas Hoppes sensible und bei allem Sinn für Komik melancholische Erzählkunst das Geheimnis der Identität.“ Hoppe erkunde seit 1991 in ihrer Prosa „die Welt der Abenteurer und der Hochstapler, der Entdecker und Taugenichtse“. Sie habe in einer lakonischen und lyrischen, eigensinnigen und uneitlen Prosa ein erzählerisches Universum erfunden, „in dem Grundfragen eines ,postmodernen‘ Daseins mit freier und befreiender Phantasie durchgespielt werden“. Die Preisverleihung soll am 27. Oktober 2012 in Darmstadt erfolgen.

Hoppe reagierte dankbar, wies aber auch auf die Ambivalenz der Preisverleihung hin: „Das ist wirklich eine sehr große Freude und Ehre. Aber es ist auch eine Last“, sagte sie mit Blick auf die bedeutenden Autoren, die vor ihr ausgezeichnet wurden. „Es gibt ja inzwischen Preise wie Sand am Meer, aber dieser ist doch der schönste und renommierteste Literaturpreis in Deutschland.“ Sie sei „absolut überrascht und überwältigt“.

Die Preisvergabe wurde in den Feuilletons allgemein begrüßt. Felicitas von Lovenberg schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „… so vielseitig und beweglich ihr Werk anmutet, so geschlossen und vor allem eigenständig ist es, bemerkenswert unbeeindruckt von geistigen Moden.“ In ihren Büchern gehe es „um das Ur-Abenteuer der Identität: Wer bin ich, wer war ich und wer könnte ich noch sein?“, die taz meint, Hoppe werde „mit Recht als eine der klügsten und einfallsreichsten der Gegenwart gelobt“. Der Spiegel lobt die „glänzende Entscheidung“ der Akademie und den „frühen Zeitpunkt“ der Auszeichnung im Lebensalter von 51 Jahren.

Hoppe neigt zum Unkonventionellen. Zu Beginn ihres neues Buchs „Hoppe“, in dem sie eine fiktive und erlogene Autobiographie entwirft, zitiert sie den Anfang ihres Wikipedia-Artikels: „Felicitas Hoppe, *22. Dezember 1960 in Hameln, ist eine deutsche Schriftstellerin.“ Das Preisgeld, das sie 1996 für den Ernst-Willner-Preis erhielt, der im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises vergeben wird, verwendete sie für eine Weltreise in einem Containerschiff, die sie in ihrem Roman Pigafetta verarbeitete, der 1999 erschien. Während der Reise verfasste sie sieben Texte, die in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht wurden. Damals gab es noch kein Internet auf See, deshalb wurden die Berichte von Bord des Schiffes an die Redaktion in Frankfurt gefaxt, erinnert sich der Journalist Hubert Spiegel im Deutschlandfunk: „Reisen und Schreiben gehört für sie zusammen.“ Der Romanautor, so Hubert Spiegel, sei für Felicitas Hoppe einerseits ein Eroberer, aber er sende mit seinen Texten auch ein Päckchen auf die Reise, von dem er weder den Absender noch den Empfänger noch den Inhalt noch den Zielort kenne.

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April 8, 2012

Umstrittenes Gedicht: Israel verhängt Einreiseverbot gegen Schriftsteller Günter Grass

Umstrittenes Gedicht: Israel verhängt Einreiseverbot gegen Schriftsteller Günter Grass

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Veröffentlicht: 18:08, 8. Apr. 2012 (CEST)
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Günter Grass (2003)

Jerusalem (Israel) / Berlin (Deutschland), 08.04.2012 – Ein Gedicht des deutschen Schriftstellers und Nobelpreisträgers Günter Grass sorgte in den letzten Tagen für Aufregung. Das Gedicht, in dem Grass vor einem möglichen nuklearen Erstschlag gegen den Iran durch Israel warnt, war bei Schriftstellern in Deutschland überwiegend kritisiert worden. Das israelische Innenministerium erklärte, man betrachte Grass als „persona non grata“ (unerwünschte Person). Konkret bedeutet das für Grass ein Verbot, nach Israel einzureisen. Diese Entscheidung bestätigte ein Sprecher des Innenministers Eli Jischai am Sonntag. Zunächst war die Nachricht dementiert worden. Der Innenminister wurde von seinem Sprecher mit den Worten zitiert: „Wenn Günter Grass weiter seine verqueren und lügnerischen Werke verbreiten will, sollte er dies vom Iran aus tun, dort kann er sicher ein begeistertes Publikum finden.“

Das Gedicht war am 4. April 2012 in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht worden. Darin setzt sich der Autor mit seiner eigenen Haltung gegenüber der israelischen Politik auseinander. Unter anderem schrieb Grass, er wolle angesichts der von Israel ausgehenden Gefahr nicht länger schweigen. Konkreter Anlass der kritischen Verse war offenbar die Entscheidung der Deutschen Bundesregierung Israel ein U-Boot zu liefern, „dessen Spezialität darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist“, so Grass in dem Gedicht. Israel, das er als Atommacht bezeichnete, warf er vor, es gefährde mit seiner Politik „den ohnehin brüchigen Weltfrieden“. In mehreren Interviews, die Grass nach der Veröffentlichung des Gedichts gegeben hat, verteidigte er sein Gedicht. Zuletzt relativierte er jedoch zumindest den Gebrauch des Begriffs „Israel“ in dem Gedicht. Seine Kritik richte sich in erster Linie gegen die gegenwärtige israelische Regierung von Benjamin Netanjahu, erklärte der Schriftsteller.

Der deutsche Außenminister distanzierte sich von Grass. Er warf ihm vor, in seinem Gedicht, „Israel und Iran auf eine gleiche moralische Stufe zu stellen“. Zuvor hatte bereits der bekannte Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki Grass’ Gedicht als „ekelhaft“ sowie „literarisch und politisch wertlos“ bezeichnet. Auch andere Schriftsteller wie Rolf Hochhuth und Wolf Biermann haben Grass kritisiert. Unterstützung für Grass kam vom deutschen Verband „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ sowie von einem sächsischen NPD-Abgeordneten. Auch aus der Literaturszene wurde Grass teilweise gegen Kritik in Schutz genommen. So warnte Johano Strasser, der Präsident des deutschen PEN-Zentrums, vor Waffenexporten an die israelische Regierung. Der Präsident der Akademie der Künste in Berlin, Klaus Staeck, nahm Grass ebenfalls gegen den Antisemitismusvorwurf in Schutz. Er sagte, man müsse „ein klares Wort sagen dürfen, ohne als Israelfeind denunziert zu werden.“

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January 24, 2012

Indischer Schriftsteller Salman Rushdie darf nicht in seinem Heimatland öffentlich auftreten

Indischer Schriftsteller Salman Rushdie darf nicht in seinem Heimatland öffentlich auftreten

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Veröffentlicht: 20:53, 24. Jan. 2012 (CET)
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Salman Rushdie

Jaipur (Indien), 24.01.2012 – Infolge von weit verbreiteten Protesten aus der islamischen Gemeinschaft durfte der indische Autor Salman Rushdie nicht am Literaturfestival in der Stadt Jaipur teilnehmen. Die Vertreter des Islam fordern immer noch eine Entschuldigung von Rushdie wegen Beleidigung muslimischer Gefühle in seinem 1988 erschienen Roman „Die Satanischen Verse“. An seiner Stelle lesen der britische Schriftsteller Hari Kunzru und viele andere kurze Passagen aus dem Buch Rushdies. Ein Mitglied des indischen Parlaments verlangte daraufhin die Verhaftung der Schriftsteller, die aus dem in Indien seit 1988 verbotenen Buch zitieren.

Informationen des indischen Geheimdienstes, wonach bezahlte Killer auf Salman Rushdie angesetzt seien, konnten bisher nicht bestätigt werden. Zwar kann dem indischen Staatsangehörigen nicht die Einreise in sein Heimatland verwehrt werden, doch machte die örtliche Regierung des Bundesstaates Rajasthan Sicherheitsbedenken geltend. Aufgrund dieser Situation änderte der Schriftsteller seinen Terminplan und sagte die Reise nach Indien ab.

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englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 18.01.2012

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June 9, 2011

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für den algerischen Schriftsteller Boualem Sansal

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für den algerischen Schriftsteller Boualem Sansal

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Veröffentlicht: 23:58, 9. Jun. 2011 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 09.06.2011 – Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels soll in diesem Jahr der algerische Schriftsteller Boualem Sansal erhalten. Die diesjährige Wahl des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist eine politische Entscheidung. Es soll ein Schriftsteller gewürdigt werden, der sich kritisch mit der gesellschaftlichen und politischen Realität seines Heimatlandes auseinandersetzt. Seine in französischer Sprache geschriebenen Romane und Essays dürfen in seiner Heimat nicht verlegt werden.

Trotzdem lebt Sansal weiterhin in Algerien: „Ich lebe in Algerien, weil das mein Heimatland ist. Ich bin traurig, sehen zu müssen, dass alle algerischen Intellektuellen im Ausland leben. Man kann die Verhältnisse im Land nicht ändern, wenn man auswandert. Man muss an seinem Platz bleiben. Denn nur dort wird man seiner Verantwortung gerecht.“

Der 1949 in einem Bergdorf der Provinz Oran geborene Schriftsteller wird den alljährlich vergebenen Preis am 16. Oktober in der Frankfurter Paulskirche entgegennehmen. Der Literaturpreis ist mit 25.000 Euro dotiert.

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June 4, 2011

Neuseeland wird Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012

Neuseeland wird Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012

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Veröffentlicht: 10:52, 4. Jun. 2011 (CEST)
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Maorische Skulptur

Frankfurt am Main (Deutschland), 04.06.2011 – Neuseeland wird Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012. Das wurde am 2. Juni 2011 in einem Vertrag vereinbart, den der Direktor der Buchmesse Juergen Boos und der Staatssekretär im neuseeländischen Kulturministerium Lewis Holden in Auckland geschlossen haben. Die Unterzeichnung, an der auch der neuseeländische Kulturminister Christopher Finlayson teilgenommen hatte, fand während eines Staatsbesuchs von Bundesaußenminister Guido Westerwelle statt, in dessen Begleitung Boos gereist war.

Die neuseeländische Literatur ist in Deutschland bisher nur wenig bekannt geworden. Beherrschend sind Schriften in englischer Sprache, daneben gibt es aber auch Werke in der Sprache der Maori, den polynesischen Ureinwohnern der Insel, die südöstlich von Australien im Pazifischen Ozean gelegen ist. Bekannte neuseeländische Autoren sind insbesondere Katherine Mansfield (The Garden Party and other short stories, 1922) und Keri Hulme, die für ihren Roman The Bone People (Unter dem Tagmond, 1984) im Jahr 1985 den Booker Prize, den wichtigsten britischen Literaturpreis, erhalten hatte. Als bedeutendster Autor, dessen Bücher in der Maori-Sprache verfasst sind, gilt Witi Ihimaera.

Boos wies bei der Vertragsunterzeichnung darauf hin, dass multimediale Formen typisch für die neuseeländische Kultur seien. Er erwarte deshalb, dass sich dies auch auf die Präsentation der neuseeländischen Literatur auf der Buchmesse auswirke.

Die Messe wird vom 10. bis 14. Oktober 2012 stattfinden.

Die Einladung an die neuseeländischen Verlage wurde vergleichsweise spät ausgesprochen. Bereits vor einem Jahr stand fest, dass Island im Jahr 2011, Brasilien 2013 und Finnland im Jahr 2014 Gastländer sein würden. Neuseeland ist nach Indien (1986 und 2006) und Irland (1996) das dritte englischsprachige Gastland der Frankfurter Buchmesse.

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March 20, 2011

Buchpremiere im Münchner Volkstheater: Jörg Maurer stellte seinen Krimi „Niedertracht“ vor

Buchpremiere im Münchner Volkstheater: Jörg Maurer stellte seinen Krimi „Niedertracht“ vor

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Veröffentlicht: 00:06, 20. Mär. 2011 (CET)
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Jörg Maure am Klavier Buchpremiere NIedertracht.JPG

München (Deutschland), 20.03.2011 – Nach „Föhnlage“ und „Hochsaison“ ist der dritte Krimi von Jörg Maurer unter dem Titel „Niedertracht“ erschienen. Gestern stellte er den Roman im Münchner Volkstheater vor. Kommissar Jennerwein mit seiner Mannschaft ist aufgefordert Licht ins Dunkel zu bringen, zu klären wie der Tote in die Höhle einer Felswand gekommen ist, wo er noch unter den Leben weilend, selbst nicht wusste, wie er an diesen schwer erreichbaren Ort gekommen war.

Der Roman spielt in Garmisch-Partenkirchen, was so im Buch nie ausgesagt wird, wie auch das nahegelegene München nur „die Stadt“ ist. Um nahe an der Realität zu bleiben, holte sich Maurer Informationen bei einem befreundeten Polizisten und einem ambitionierten Kletterer. So suchte er nach dem Fachausdruck für die Situation, wenn ein schwer bewaffneter deutscher Bundeswehrhubschrauber auf österreichisches Gebiet eindringt. Der befreundete Polizist den er um Rat fragte antwortete ihm: „Krieg“.

Die Buchpremiere war durch musikalische Einlagen aufgelockert, die gespickt waren mit satirischen Betrachtungen zum Jodeln, Olympia in Garmisch und weiteren Themen. Das Publikum war begeistert, jeder im Saal schien mit den Figuren im Roman vertraut. Am Ende tosender Applaus im ausverkauften Haus.

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January 29, 2010

Literaturikone J.D. Salinger 91-jährig verstorben

Literaturikone J.D. Salinger 91-jährig verstorben

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Veröffentlicht: 23:42, 29. Jan. 2010 (CET)
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Cornish (Vereinigte Staaten), 29.01.2010 – Der Autor des Romans „The Catcher in the Rye“ (Der Fänger im Roggen) Jerome David Salinger starb am Mittwoch (27. Januar) im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Cornish (Bundesstaat New Hampshire), wo er seit vielen Jahren zurückgezogen lebte.

Im Jahr 1951 legte er seinen einzigen Roman vor, der ihn weltberühmt machte. „The Catcher in the Rye“ ist Kult. Es handelt von einem jugendlichen Herumtreiber (Holden Caulfield), der nach seinem Rauswurf aus der Schule durch die Straßen New Yorks zieht. Das Buch sprach vor allem jugendliche Leser an, weil sein Protagonist Holden Caulfield sich darin auf die Suche nach positiven menschlichen Werten begibt und dabei auf trotzige und für die bürgerliche Welt der USA in den 1950-er Jahren abstoßende Weise mit der US-amerikanischen Gesellschaft abrechnet. Der Roman wird allgemein als ein durch die Biografie seines Autors inspiriertes Werk angesehen. US-Schriftsteller würdigten Salinger als großes Vorbild, das viele Autoren in ihrem Schreibstil beeinflusst habe.

Neben diesem Werk schrieb Salinger 35 Kurzgeschichten, bevor er sich schon in den 1950-er Jahren, spätestens jedoch nach dem Jahr 1965, dem Jahr seiner letzten literarischen Veröffentlichung, endgültig vom literarischen und gesellschaftlichen Leben zurückzog. Mit dem Literaturbetrieb und den Medien überhaupt stand Salinger zeitlebens auf Kriegsfuß. Versuche von Verfilmungen seiner Texte unterband Salinger rigoros und sei es auf juristischem Wege. Auch Veröffentlichungen seiner Texte im Internet, stemmte er sich mit allen Mitteln entgegen. Dazu passt es, dass seine Familie darum bat, auch von seiner Beerdigung kein großes Aufhebens zu machen. Es wird anlässlich seiner Beerdigung auch keinen Gottesdienst geben.

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October 22, 2009

Buchmesse 2.0 – Der Kindle und die Flucht nach vorne

Buchmesse 2.0 – Der Kindle und die Flucht nach vorne

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Veröffentlicht: 19:38, 22. Okt. 2009 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 22.10.2009 – Die Verlage und Organisatoren der am vergangenen Sonntag beendeten Frankfurter Buchmesse reagieren auf die zunehmende Bedeutung des E-Books und die Ankunft des E-Book-Readers „Kindle“ von Amazon, der jetzt auch für deutsche Kunden erhältlich und nutzbar ist. Klar ist jetzt schon: Der Buchmarkt wird sich verändern und das Buch seinen Umschlag verlieren.

Der Reader von Sony – Hauptkonkurrent des Amazon Kindle, beide Konkurrenten des gedruckten Buchs

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels reagiert uneinheitlich

In einem großen Interview der DB-Kundenzeitschrift „mobil“ zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse zeigt Gottfried Honnefelder, der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, wie fern ihm diese Welt noch ist. Honnefelder meint dort E-Books würden „vielleicht ein wenig zu viel“ diskutiert und hält den neuen E-Book-Reader von Amazon.com für den einzigen oder ersten E-Book-Reader. Bisher würden E-Books noch keine große Rolle spielen, denn „in diesem Jahr sind die Lesegeräte auch in Deutschland erhältlich, bisher wurden aber erst 67.000 Geräte verkauft“. E-Book-Reader von Franklin sind seit gut zehn Jahren erhältlich, jeder Heimcomputer dient auch als Lesegerät für die vielen E-Books in Adobe PDF- oder MS-lit-Format, und alle modernen Smartphones können sowie manche MP3-Player und sogar manche moderne Videokameras auch als E-Book-Reader dienen. Tatsächlich sind also nicht 67.000, sondern vielmehr Millionen E-Book-Lesegeräte in Deutschland schon heute verbreitet. Den neuen Geräten widmen sich auch neue Firmen im Buchmarkt, die für große Verlage zum Beispiel Leseproben der wichtigsten Neuerscheinungen auf die modernen Mobiltelefone bringen. In der Eröffnungs-Pressemitteilung der Frankfurter Buchmesse wird daher die Herausforderung Cross-Media, einen Inhalt in verschiedensten Formen anzubieten, klar benannt: „Romane für das Handy, Sachbücher für elektronische Lesegeräte, Spiele für Online-Communities und Literaturverfilmungen für Smart Phones: Die internationale Buch- und Medienbranche befindet sich im Wandel. Es gilt, digitale Welten zu erobern, fremde Märkte zu entdecken und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.“ Gebündelt wurden die verschiedenen Perspektiven im Trendpanel Creative Industries „Future meets Books meets TV meets Games meets Music meets Mobile“: Hier analysierten Vertreter der Kreativbranchen die zahlreichen Spielarten der Medienkonvergenz und Parteivorstandsmitglied Malte Spitz von Bündnis 90/Die Grünen stellte deren Konzept einer Kulturflatrate vor.

Was dürfen neue Buchformen kosten und was bekommt man dafür?

Auch bei der Frage der Preisfindung ist man sich unter Verlegern und Buchhändlern im Börsenverein nicht einig. Honnefelder erklärt dazu im oben erwähnten Interview: „Wir, als die Interessenvertreter des Buchhandels, sind der Auffassung, dass der Preis für die digitale Form genauso hoch liegen sollte wie für das gedruckte Buch, weil das Buch ja Ausdruck eines Inhalts ist, und der ändert sich nicht durch das Medium.“ Tatsache ist aber, dass etwa 60 Prozent des Nettopreises eines gedruckten Buches heute in Druck, Großhandel und Einzelhandel gehen – Kosten, die für E-Books so nicht oder nicht unbedingt anfallen. Dazu kommt die rechtliche Lage: Während man ein einmal gekauftes gedrucktes Buch beliebig oft weiterverleihen, weiterverkaufen oder verschenken kann, sollen diese Rechte nach den Wünschen vieler Vermarkter beim E-Book eingeschränkt werden: „Bis zu fünf Mal weitergeben“ von einem Gerät auf das nächste ist da schon eine der freizügigeren Lösungen, die für das meist als DRM (Digital Rights Management) bezeichnete System der Rechteverwaltung angedacht werden. Was also dürfen neue Buchformen kosten? Mehr oder, wie Honnefelder vertritt, gleich viel wie ein gedrucktes Buch meinen weniger als 20% der im Vorfeld der Buchmesse von den Fachmagazinen buchreport und Publishers Weekly befragten Verleger: 10, 20 oder gar 30 Prozent günstiger als gedruckte Bücher sehen 42% Prozent als angemessen an, während 15% an einen Standardpreis à la Amazon (9,99$) glauben, wie Apple es mit iTunes für die Musikindustrie vorgemacht hat.

Amazon, Google und die Kleinen: Wer spielt im E-Book-Markt mit?

Online-Buchhändler Amazon.com hat mit dem auf der E-Paper-Technologie beruhenden E-Book-Reader “Kindle”, über den ständig drahtlos neue Titel geladen werden können, nicht nur das eigene Angebot an E-Books plötzlich interessant gemacht, sondern dieses Jahr mit der Verbreitung in 100 Ländern auch Schritte zur Vorherrschaft im Markt getan. Mit Mobypocket besitzt Amazon darüberhinaus eine auf mobilen Geräten verbreitete Plattform, für die 120.000 Titel angeboten werden. In Deutschland bemüht sich Buecher.de mitzuhalten: Neben etwa 40.000 E-Books werden nach dieser Buchmesse durch eine Kooperation mit dem österreichischen Anbieter Blackbetty auch MobileBooks angeboten, die bisher über deren eigene Plattform per kostenpflichtiger SMS abrufbar sind. Blackbetty startet andererseits neben den bekannten Kooperationen mit kleinen Verlagen wie UBooks und dem Perry Rhodan Angebot jetzt auch Projekte mit Arena, Überreuter, Randomhouse, wobei vor allem Leseproben zu aktuellen Titeln kostenlos angeboten werden – ein auf der Buchmesse kabellos mit Bluetooth viel genutztes Angebot. Auch das kann ein Einstieg sein, nach den kostenlosen Leseproben auch erste volle Romane auf dem Handy zu lesen. Die Bücher.de Klassiker-Bibliothek bietet derzeit 40 Titel als kostenloses E-Book, während die Klassiker beim Partner MobileBooks zwischen 2,99 und 4,99 Euro kosten. Beim Projekt der Digitalisierung durch Freiwillige, “Projekt Gutenberg” gibt es die Klassiker als E-Text allerdings schon lange kostenlos während der Bezug per Handy auch dort kostenpflichtig ist.

Der US-Riese, im Onlinebuchhandel der ewige zweite hinter Amazon, hat unterdessen einen massiven Onlineshop mit 700.000 Titeln geöffnet, die durch den Kauf der Plattform und mit dem eigenen, Mobipocket engegengestellten E-Reader, ebenfalls für alle Plattformen verfügbar sein sollen. Dazu kommt auch hier ab 2010 ein eigenes E-Book-Lesegerät mit mobilem Bezug, während der bisher in Deutschland mehr verbreitete Sony E-Book-Reader eine Kooperation mit den Buchhandelsketten Thalia eher kleine Angebote machen kann. Erst die nächste Auflage davon kann über das Handynetz ins Internet – dafür dort aber künftig auf die bisher 2 Millionen Bücher von Google Books zugreifen, die der Suchmaschinenriese bisher digitalisiert und in Abkommen mit über 9000 Verlagen online gestellt hat. Auch MobileBooks übrigens hat auf der Buchmesse einen neuen E-Book-Reader vorgestellt: Das erste E-Ink-Modell mit Farbbildschirm, von Fujitsu. LG Display dagegen stellte zeitgleich einen ersten E-Book-Reader, der allein Solarstrom nutzt, vor. Die Zukunft des Buches geht weiter und neben den Lesegeräten werden die Autoren, die plötzlich bis zu 70% des Verkaufspreises eines E-Books erhalten und die Nutzer, die wie bei BookRix.de eigene Texte schreiben (und kostenlos veröffentlichen) und die Texte anderer je nach Lizenzmodell des Originals weiterverarbeiten oder bei “Book Oven” „remixen“ können, eine immer größere Rolle spielen.

2018: Das Jahr in dem das digitale das gedruckte Buch überholen wird

Während sehr viele Verlage vor allem der Esoterik-Sparte das Ende der Welt wie wir sie kennen bereits 2012 enden lassen, was mit dem Maya-Kalender begründet wird, sehen die Verleger insgesamt erst 2018 als das Jahr, in dem das gedruckte Buch gegenüber dem digitalen ins Hintertreffen gerät und langsam zum Sammlerobjekt wird wie einst die Schallplatte. Noch bestreiten digitale Produkte in der Regel nur einen kleinen Teil des Umsatzes: Rund 60 Prozent der für die oben erwähnte Studie Befragten schätzen, dass sie 2009 zum Teil deutlich weniger als 10 Prozent ihrer Erlöse aus digitaler Quelle speisen werden. Dies wird sich jedoch in den nächsten zwei Jahren ändern: Für 2011 rechnen 41 Prozent der Befragten mit einem Umsatz von bis zu 10 Prozent, 58 Prozent sehen einen deutlich höheren Anteil digitaler Produkte am Gesamtumsatz voraus. Der Anteil derer, die davon ausgehen, in zwei Jahren ihren Umsatz zu 26 bis 100 Prozent mit digitalen Produkten zu machen, steigt von 24 Prozent (Schätzung für 2009) auf 38 Prozent (Schätzung für 2011) der Befragten.

Die Vorstellung, dass digitale Inhalte mehr Umsatz erwirtschaften als das traditionelle Buchgeschäft, wird also schrittweise konkreter. Gut 50 Prozent der Branchenfachleute sehen jetzt das Jahr 2018 als Wendemarke. Nur 27 Prozent waren noch letztes Jahr der Meinung, „dass digital niemals print schlagen wird“ – dieses Jahr sind es nur noch 22 Prozent. In wenigen Jahren, so darf angesichts dieser Zahlen vermutet werden, wird diese Ansicht von den Tatsachen des Buchmarktes endgültig überholt worden sein.

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October 8, 2009

Herta Müller erhält den Nobelpreis für Literatur

Herta Müller erhält den Nobelpreis für Literatur

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Veröffentlicht: 18:37, 8. Okt. 2009 (CEST)
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Herta Müller auf der Leipziger Buchmesse 2007

Bekanntgabe durch Peter Englund

Stockholm (Schweden), 08.10.2009 – Die deutsche Schriftstellerin Herta Müller erhält in diesem Jahr den Nobelpreis für Literatur. In der Ankündigung des ständigen Sekretärs des Nobelkomitees von heute Mittag heißt es, der Preis gehe an die im rumänischen Niţchidorf geborene Herta Müller, „die mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit zeichnet“.

In ihrem 2009 veröffentlichten Roman „Atemschaukel“ wird das Exildasein der deutschsprachigen Rumänen in der Sowjetunion geschildert. Dieser Roman wurde bereits für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2009 nominiert und gilt als Favorit für den Preis. 1945 waren viele Deutsch-Rumänen in die Sowjetunion deportiert worden, so auch Herta Müllers Mutter, die fünf Jahre in einem Arbeitslager in der heutigen Ukraine verbringen musste. Zwischen 1973 und 1976 studierte Müller an der Universität von Timişoara deutsche und rumänische Literatur. In dieser Zeit war sie Mitglied der Aktionsgruppe Banat, einer Gruppe von jungen deutschsprachigen Autoren, die in Opposition zu Staatspräsident Nicolae Ceaușescu standen und sich für die Meinungsfreiheit einsetzten. Ihren Beruf als Übersetzerin, den sie nach dem Studium begonnen hatte, konnte sie nicht weiterführen, weil sie sich weigerte, Informantin der Geheimpolizei Securitate zu werden. Wegen ihrer Kritik an der Ceaușescu-Regierung erhielt sie später ein Publikationsverbot. 1987 wanderte Müller zusammen mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Richard Wagner, nach Deutschland aus. Heute lebt Herta Müller in Berlin.

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