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March 19, 2008

Der visionäre Science-Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke ist tot

Der visionäre Science-Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke ist tot

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Veröffentlicht: 19:05, 19. Mär. 2008 (CET)
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Colombo (Sri Lanka), 19.03.2008 – Arthur C. Clarke, der Autor des legendären Romans zu dem Film „2001: Odyssee im Weltraum“ (1968), ist tot. Er starb am heutigen Mittwoch im Alter von 90 Jahren in einem Krankenhaus in Sri Lanka, wo der berühmte Science-Fiction-Autor seit den 1960-er Jahren lebte.

„Guten Morgen, Dave.“ Wer kennt ihn nicht, diesen Satz, den der nach eigener Aussage unfehlbare Computer „HAL 9000“ in Stanley Kubricks Meisterwerk „2001: Odyssee im Weltraum“ mit dieser unvergleichlich warmen Stimme zu dem fiktiven Astronauten Dave Bowman sagt? Ein sprechender Computer, der auch noch von den Lippen ablesen kann und jede Bewegung der Astronauten mit dem merkwürdigen roten Auge verfolgt.

Der visionäre Science-Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke ist tot
Die Grenzen des Möglichen lassen sich nur dadurch bestimmen, dass man sich ein wenig über sie hinaus ins Unmögliche wagt.
Der visionäre Science-Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke ist tot

– Arthur C. Clarke
(16. Dezember 1917–18. März 2008), 1

Die Idee dieses Computers war nicht nur reine Fantasie. Arthur C. Clarke war ein Pedant, was die Recherchen zu seinen Büchern betrifft. Er schrieb nicht einfach ins Blaue hinein. Der Computer HAL sollte wirklich das darstellen, was ein Computer aus der Sicht der 1960er-Jahre im Jahr 1997 (dem fiktiven Geburtstag von HAL 9000 in Clarkes Roman) können sollte. Clarke reiste zu den bedeutendsten Informatikern seiner Zeit und fragte sie nach den Entwicklungsperspektiven von Computern. Was er dabei in Erfahrung bringen konnte, verwandelte er in eine wissenschaftlich begründete Fantasie, die in dem legendären HAL 9000 Gestalt annahm. Diese Recherchen wurden in Auszügen in „Aufbruch zu verlorenen Welten“ den deutschen Lesern zugänglich gemacht. Was die Voraussage Clarkes zur Leistungsfähigkeit von Computern betrifft, so wurden diese in mancher Hinsicht übertroffen, vor allem im Hinblick auf die Miniaturisierung. Aber von den Lippen ablesen können sie immer noch nicht. Arthur C. Clarke hinterließ jedoch noch eine allgemeingültige Aussage, die seine Sichtweise auf technische Innovationen kennzeichnet und die als „Clarkes Drittes Gesetz“ bekannt geworden ist: „Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“2

Clarke sagte auch bereits in den 1940er-Jahren voraus, dass Menschen noch vor der Jahrtausendwende den Mond betreten würden, woran zu dieser Zeit eigentlich niemand dachte. Auch zur Bedeutung der Satellitentechnik und zur Verwendung von Mobiltelefonen machte er damals Voraussagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der als Sohn eines Bauern im englischen Sommerset geborene Arthur C. Clarke Mathematik und Physik am King’s College in London studiert. Seine literarischen Werke waren wirklich im besten Sinne „Science fiction“. 1953 wurde er mit seinem Erstlingswerk „Aufbruch zu den Sternen“ bekannt. Clarke hat über hundert Bücher geschrieben, von denen viele Bestseller geworden sind und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. Für seine Verdienste wurde er von der britischen Königin Elisabeth II. 1998 zum Ritter geschlagen.

Seit 1995 war Arthur C. Clarke wegen einer späten Erkrankung an der Kinderlähmung, an der bereits seit den 1960er-Jahren litt, auf einen Rollstuhl angewiesen. Er hörte aber nie auf zu arbeiten. Neben seiner literarischen Produktion arbeitete er an einem nach ihm benannten „Zentrum für Moderne Technologie“ in Colombo.

In den letzten Wochen hatte sich sein Gesundheitszustand verschlechtert, weshalb er in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, wo er die letzten vier Tage seines Lebens verbrachte. Er starb schließlich an Herzversagen. Zuletzt hatte er noch an einem Roman gearbeitet.

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June 28, 2006

Impfkampagne gegen Kinderlähmung in Namibia

Impfkampagne gegen Kinderlähmung in Namibia

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Artikelstatus: Fertig 19:45, 28. Jun. 2006 (CEST)
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Windhoek (Namibia), 28.06.2006 – Entgegen den Erwartungen vieler Fachleute kam es Anfang Mai 2006 in Namibia zu einem neuen Ausbruch von Polio (Kinderlähmung). Von den 96 registrierten Fällen starben bisher 15 Menschen. Die meisten Fälle gab es nahe der Hauptstadt des Landes, in dem Township Katatura.

Die Regierung in Windhoek hatte deshalb eine großangelegte Impfaktion durchgeführt. 6.000 Mitarbeiter einer lokalen Organisation waren daran beteiligt. Allen Kindern unter fünf Jahren wurde demnach die Schluckimpfung verabreicht.

Die letzte Epidemie ereignete sich vor zehn Jahren.

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May 5, 2005

Mehrere Fälle von Polio im Jemen

Filed under: Abuja,Artikelstatus: Fertig,CDC,Khartum,Polio,Sanaa,WHO — admin @ 5:00 am

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Mehrere Fälle von Polio im Jemen

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Jemen

Sanaa (Jemen), 05.05.2005 – Die Zahl der an Polio (Kinderlähmung) erkrankten Menschen im Jemen wächst. Es gibt bereits 22 bestätigte Polio-Erkrankungen sowie weitere Verdachtsfälle.

Am 20. April wurden vier Fälle von Polio-Erkrankungen des Typs eins in der jemenitischen Hafenstadt Al-Hodeida, an der Westküste des Jemen, gemeldet. In dieser Region des Landes gibt es mit 16 gemeldeten Erkrankungen die meisten Polio-Fälle. Die Krankheit hat sich nun in andere Teile des Landes verbreitet. Bestätigte Polio-Erkrankungen werden aus Makha, 250 Kilometer von der Hauptstadt Sanaa entfernt, sowie aus Sayu im Nordosten des Landes gemeldet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will mit Impfkampagnen im Mai und Juni auf die neuen Polio-Erkrankungen im Jemen reagieren. Die Impfkampagnen sollen insgesamt rund 2,6 Millionen US-Dollar kosten. Bei der Immunisierung wird ein Impfstoff verwendet, der den Typ eins von Polio abdeckt. Die Immunisierungsrate im Jemen liegt bei Polio bei rund 69 Prozent, wobei es in bestimmten Regionen des Landes eine noch geringere Zahl an Immunisierten gibt.

Genanalysen, die im Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA vorgenommen wurden, bestätigen, dass es sich beim Virus, der im Jemen nachgewiesen wurde, um den gleichen Typ handelt, der im Sudan eine Epidemie ausgelöst hat.

Jemen gehört zu den 16 Ländern, die als polio-frei galten, in denen es jedoch in den letzten Jahren neue Infektionen gab. Die meisten Polio-Fälle treten im westafrikanischen Nigeria auf. 2004 gab es dort 54 Fälle von Polio. Von Nigeria hat sich das Virus auf andere afrikanische Länder ausgebreitet.

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