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September 1, 2016

50 Tote bei Bombenanschlag auf kurdische Hochzeitsparty in der Türkei

50 Tote bei Bombenanschlag auf kurdische Hochzeitsparty in der Türkei

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Veröffentlicht: 09:46, 1. Sep. 2016 (CEST)
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Lage der Provinz Gaziantep in der Türkei

Istanbul (Türkei), 01.09.2016 – In Gaziantep, einer Stadt nahe der syrischen Grenze, fand eine Hochzeitsparty am 21. August ein blutiges Ende. Eine jugendliche Person mischte sich unter die Gäste und führte ein Selbstmordattentat aus. Dabei starben 50 Menschen, 90 weitere wurden verletzt.

Die Nacht war bereits fortgeschritten, und die ersten Gäste hatten die Feier verlassen. Während die Musik weiterspielte, kam eine Selbstmordattentäterin hinzu, deren Alter nach Medienberichten auf 14 Jahre geschätzt wird. Der türkische Präsident Erdogan bezeichnete die Tat als Terroranschlag und machte die Organisation „Islamischer Staat“ verantwortlich.

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August 26, 2016

Politiker fordern Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

Politiker fordern Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

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Veröffentlicht: 10:44, 26. Aug. 2016 (CEST)
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Horst Seehofer (CSU)

Brüssel (Belgien), 26.08.2016 – Nach einem Umsturzversuch in der Türkei fordern Politiker verschiedener Parteien einen Abbruch der Verhandlungen zum EU-Beitritt des Landes. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) erklärte: „Die Türkei entfernt sich immer weiter von den europäischen Mindeststandards, auf die sie sich als Mitglied des Europarats ausdrücklich verpflichtet hat.“

Horst Seehofer, Ministerpräsident von Bayern, sagte zu den EU-Beitrittsverhandlungen: „Wenn man sieht, wie die Türkei nach dem gescheiterten Militärputsch den Rechtsstaat abbaut, müssen diese Verhandlungen sofort gestoppt werden.“

Cem Özdemir (GRÜNE)

Der grüne Politiker Cem Özdemir schlägt weitergehende Sanktionen gegen die Türkei vor: „Wenn Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte weiterhin außer Kraft gesetzt werden, müssen wir auf EU-Ebene auch über Sanktionen für das direkte Umfeld der Machthaber nachdenken, beispielsweise indem man Konten und Vermögen einfriert.“

Christian Lindner (FDP)

Christian Lindner von der FDP sagte zu der politischen Situation in der Türkei: „Wir erleben einen Staatsputsch von oben wie 1933 nach dem Reichstagsbrand.“ Er zog damit Vergleiche zum Verhalten der Nationalsozialisten in Deutschland. 1934 hatte es den sogenannten Röhmputsch gegeben, bei dem Hitler einige politische Konkurrenten auf seinem Weg zur Diktatur beseitigte.

Der britische Politiker Andrew Duff, ehemals Präsident der Union Europäischer Föderalisten, hatte bereits vor einem Jahr konstatiert, dass die Türkei nicht die Anforderungen für eine Aufnahme in die Europäische Union erfülle, da über die meisten der 33 Bedingungen überhaupt noch nicht verhandelt worden sei.

Gegen einen Abbruch der Beitrittsverhandlungen ausgesprochen haben sich hingegen der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament, Elmar Brok (CDU) und die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Europaparlament, Rebecca Harms. Brok sagte in der „Welt am Sonntag“, ein „Aussetzen der Verhandlungen wäre diplomatischer Unsinn“. Harms „fände es verantwortungslos, wenn wir in dieser akuten Situation die bisherigen Beziehungen zur Türkei komplett aufgeben würden, ohne zu wissen, wohin wir wollen“.

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March 18, 2015

Kampf gegen die Terror-Organisation IS weitet sich aus

Kampf gegen die Terror-Organisation IS weitet sich aus

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Veröffentlicht: 00:09, 19. März 2015 (CET)
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Ankara (Türkei), 18.03.2015 – Am 11. März wurden erstmals Kämpfe der islamistischen Terror-Organisation IS nahe der türkischen Grenze gemeldet. Schwer bewaffnete IS-Kämpfer griffen kurdische Dörfer im Nordosten Syriens an. Es handelt sich um zwei Orte südlich von Ras al-Ain, einer Stadt mit 50.000 Einwohnern. Die Zahl der bewaffneten Extremisten wird auf rund tausend geschätzt. Die Türkei hat daraufhin die Grenzkontrollen verschärft.

Nach Ansicht von James R. Clapper, dem Direktor der US-Nachrichtendienste, hat die Türkei trotz der Bedrohung andere außenpolitische Prioritäten und würde sich nicht stärker an einer Anti-Terror-Koalition beteiligen, als es für die Sicherheit des eigenen Landes erforderlich wäre. Ende Januar hatte der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu erklärt, es gäbe keinen „islamischen Terror“. Allerdings wird der Vorwurf der Untätigkeit hinsichtlich des Terrorismus seitens der türkischen Regierung zurückgewiesen. Es gibt inzwischen nach Auskunft des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu eine Liste mit fast 20.000 Terrorverdächtigen. Bisher wurden 1.154 Einreisende in der Türkei gefasst, die meisten von ihnen wollten nach Syrien.

Gegenwärtig spitzen sich die Kämpfe vor allem um die irakische Stadt Tikrit, den Geburtsort von Saddam Hussein, zu. Die Zerstörung seines Mausoleums durch die Terror-Organisation IS hat symbolische Bedeutung. Die Stadt, die im Jahre 2003 rund 250.000 Einwohner hatte, wurde im Juni vergangenen Jahres von der IS erobert. Regierungstruppen versuchen seit zwei Wochen, das Gebiet zurückzugewinnen – es ist nunmehr der vierte Versuch seit Sommer 2014. Am Nachmittag des 17. März ist bekannt geworden, dass die geplante Offensive seitens der irakischen Regierung abgebrochen wurde.

Themenverwandte Artikel

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December 7, 2014

Frauenhandball WM-Qualifikationsturnier in Stockerau: Türkei gegen Österreich

Frauenhandball WM-Qualifikationsturnier in Stockerau: Türkei gegen Österreich

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Veröffentlicht: 20:15, 7. Dez. 2014 (CET)
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Stockerau (Österreich), 07.12.2014 – „Wir haben die Türe aufgestoßen. Wir müssen nur noch hindurchgehen“, sagte Trainer Herbert Müller dem ORF vor dem entscheidenden Gruppenspiel der österreichischen Frauen-Handballnationalmannschaft gegen die Türkinnen. Die Ausgangslage war klar: Es ging um nichts weniger als den für die weitere Qualifikation zu den Play-Offs nötigen Gruppensieg in diesem WM-Qualifikationsturnier der Handball-Damen im niederösterreichischen Stockerau. Die Gruppengegner von Österreich hießen Portugal, Israel und Türkei, relative Leichtgewichte im internationalen Damenhandball. Die ersten beiden Spiele hatten die Österreicherinnen erwartungsgemäß gewonnen, der erwartete Pflichtsieg gegen die Israelinnen fiel mit 41:15 sogar überdeutlich aus, und so standen sie vor dem Anpfiff der Partie punktgleich mit den Türkinnen auf Platz 1. Von Druck, der auf seinen Spielerinnen laste, wollte Müller nichts wissen: „Wir wollen diesen Gruppensieg unbedingt!“

Und seine Spielerinnen zeigten von der ersten Minute an, dass sie die Türkinnen nicht ins Spiel kommen lassen wollten. Aggressives Stellungsspiel am eigenen Kreis verhinderte jede Offensive, der Ball gelangte immer wieder blitzschnell in die Hände der ebenso schnell auf Angriff umschaltenden Österreicherinnen, und nach zehn Minuten stand es bereits 3:7, als die Türkinnen eine Auszeit nahmen. Anschließend konnten sich die Türkinnen auf das Spiel ihrer Gegnerinnen einstellen und kamen bis zum 8:8-Ausgleich heran, was wiederum den Trainer der Östereicherinnen zu einer Auszeit bewog. Die von Trainer Müller gewohnt lautstark vorgetragenen Hinweise an seine Spielerinnen trugen Früchte: Das Spiel geriet erneut zunehmend unter Kontrolle der Gastgebermannschaft, die bis zur Pause auf 11:15 erhöhen konnte.

Nach der Pause nahm das Spiel an Härte zu, was sich in mehreren Zeitstrafen auf beiden Seiten und etlichen Siebenmetern niederschlug. Doch auch hier hatten die Österreicherinnen das glücklichere Händchen und konnten die Führung sogar in Unterzahl ausbauen und alle Siebenmeter verwandeln. Zehn Minuten vor Spielende betrug der Vorsprung der Schützlinge von Müller bereits 8 Tore und sie gaben diesen Vorsprung bis zum Endstand von 24:32 nicht mehr her. Matchwinnerin des Tages war mit 10 Treffern, davon 7 (von 7 geworfenen) Siebenmetern, Laura Magelinskas, weitere 7 Treffer von Beate Scheffknecht und 6 Tore von Martina Goricanec verdeutlichen die Stärke im Sturm. In den Play-Offs zur WM-Qualifikation 2015 in Dänemark werden auf die Östereicherinnen jedoch wesentlich schwerere Kaliber warten. Die Auslosung hierzu erfolgt am 21. Dezember 2014.

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Wikimedia Commons
Wikimedia Commons hat Inhalte zu Women’s Handball Austria – Turkey 2014-12-06.

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March 27, 2014

Türkei schießt syrisches Kampfflugzeug ab

Türkei schießt syrisches Kampfflugzeug ab

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Veröffentlicht: 27.03.2014, 00:16 (CET)
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Ankara (Türkei), 27.03.2014 – Bei einer Wahlkampfkundgebung gab der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan den Abschuss eines syrischen Kampfflugzeuges bekannt. Demnach hätten zwei syrische MiG-Jets sich am vergangenen Sonntag (23. März) dem türkischen Luftraum genähert. Nachdem eine dieser Maschinen in diesen eingedrungen war, obwohl zwei Kampfflugzeuge des türkischen Militärs vom Typ F-16 bereits gewarnt hatten, wurde diese durch einen der türkischen Flieger abgeschossen. Die andere syrische Maschine drehte hingegen frühzeitig ab, so die türkischen Medien.

Das syrische Außenministerium nannte die „türkische Aggression“ derweil „beispiellos“. Syrischen Medienberichten zufolge konnte sich der Pilot der abgeschossenen Maschine mit dem Schleudersitz retten, das abgeschossene Flugzeug zerschellte noch auf syrischem Gebiet und war durch eine Rauchsäule schon aus der Ferne erkennbar.

In der syrischen Gegend Kasab in der Nähe des Vorfalls toben seit Freitag heftige Kämpfe zwischen Rebellen und Regierung um die Kontrolle des Grenzgebietes. Aus welchen Gründen sich die Maschinen auf türkischem Gebiet befanden, ist unklar.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Weiterführende Portale: Türkei, Syrien

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October 30, 2013

Erster Eisenbahntunnel zwischen Asien und Europa eröffnet

Erster Eisenbahntunnel zwischen Asien und Europa eröffnet

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Veröffentlicht: 30.10.2013, 04:34 (MEZ)
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Der Bosporus, Satellitenbild

Istanbul (Türkei), 30.10.2013 – Am Dienstag (29.Oktober) eröffnete der türkische Premierminister Erdogan den Marmaray Tunnel, den ersten Eisenbahntunnel, der in Istanbul Asien und Europa miteinander verbindet. Auf einer Teilstrecke von 1,4 Kilometern liegt der insgesamt 13,6 Kilometer lange Tunnel 60 Meter tief auf dem Meeresboden des Bosporus und ist damit nach Angaben der türkischen Regierung der tiefste seiner Art. Japan hat ein Viertel des drei Milliarden Euro teuren Tunnelprojekts finanziert, und der japanische Premierminister Abe nahm an der feierlichen Eröffnung, die mit dem 90. Jahrestag der türkischen Republik zusammenfiel, teil.

Pläne für einen derartigen Tunnel wurden bereits 1860 im osmanischen Reich gemacht, aber die unzureichende Technik der damaligen Zeit erlaubten es nicht, sie in die Realität umzusetzen. Seit den 1980er Jahren gab es erneut Überlegungen zum Bau dieses Tunnels, die von Premierminister Erdogan, der einmal Bürgermeister von Istanbul war, 2004 wiederaufgegriffen wurden. Archäologische Untersuchungen verzögerten zunächst den Bau – sehr zum Missfallen von Erdogan. Aber es wurden zahlreiche Gegenstände, darunter ein Friedhof und die mit 30 byzantinischen Schiffen größte mittelalterliche Flotte, bei den Untersuchungen entdeckt. Auch die Bauarbeiten selbst waren nicht einfach, denn der Bosporus hat eine starke Strömung, und es mussten mitten im starken Schiffsverkehr der Meerenge die Tunnelteilstücke abgesenkt und einpasst werden. Wichtig bei der Konstruktion war ebenfalls, dass der Tunnel erdbebensicher ist, was als gewährleistet gilt, da japanische Experten und Technik bei der Konstruktion hinzugezogen wurden.

Der Tunnel ist Teil eines Großprojekts zur Umgestaltung Istanbuls. Die Umgestaltung des Gezi-Parks, die im Frühjahr 2013 für Unruhen in Istanbul gesorgt hatte, ist ebenfalls Bestandteil dieses Plans. Andere Bestandteile des Plans sind der Bau eines dritten Flughafens sowie einer dritten Bosporusbrücke und eines Schiffkanals zur Entlastung der Wasserstraße. Die beiden bisher existierenden Brücken waren bislang die einzigen festen Verbindungen zwischen den beiden Teilen der Stadt, und sie sind regelmäßig ein Verkehrshindernis. Die neue Tunnelstrecke verbindet nun die südlichen Teile der Stadt unter dem Bosporus hindurch und soll mit einer Kapazität von 1,5 Millionen Fahrgästen pro Tag im Verbund bestehender Bahnlinien, die so erweitert werden, die Verkehrsprobleme mit lösen helfen. Kritiker des Tunnels weisen darauf hin, dass er nach der Eröffnung zunächst nur sehr begrenzt einsatzfähig sein wird, und wundern sich über die Eile, mit der dies nun geschieht. Der Tunnel gilt jedoch als ein Prestigeprojekt für die Regierung, die sich so als Modernisierer zeigen kann.

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  • Portal: Eisenbahn

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June 17, 2013

Istanbul: Polizei stürmt erneut Gezi-Park

Istanbul: Polizei stürmt erneut Gezi-Park

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Veröffentlicht: 23:49, 17. Jun. 2013 (CEST)
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Gezi-Park

Demonstranten im Gezi-Park am 3. Juni 2013

Istanbul (Türkei), 17.06.2013 – Am Abend des vergangenen Samstag hat die türkische Polizei den Gezi-Park in Istanbul erneut gewaltsam geräumt.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan hatte wenige Stunden zuvor ein Ultimatum an die Demonstranten gerichtet, das Camp im Gezi-Park bis Sonntag zu räumen. In den Abendstunden, nach Einsetzen der Dämmerung, begann jedoch die Polizei bereits mit mehreren Hundertschaften, schwerbewaffnet und mit Wasserwerfern und Bulldozern ausgerüstet, das Camp zu stürmen. Die Demonstranten flohen auf die angrenzenden Straßen und setzten ihren Protest fort. Grünen-Politikerin Claudia Roth, die sich vor Ort selbst ein Bild von der Situation machte, sagte: „Das ist wie im Krieg.“

Die Räumungswarnung kam erst, kurz bevor die Einheiten in den Park einrückten und lange vor dem Auslaufen des Ultimatums, das Erdogan den Demonstranten gesetzt hatte. Zuvor hatte die nach dem an den Park angrenzenden Platz benannte Taksim-Protestbewegung erklärt, die Besetzung des Parks gehe weiter, weil wesentliche Forderungen wie die Freilassung von Demonstranten und die Bestrafung der Verantwortlichen für die Gewalt der Polizei nicht erfüllt worden seien.

Die Demonstranten sprachen von mehr als 100 Verletzten, nach Polizeiangaben waren es etwa 20. Bei den Demonstrationen sind seit dem Beginn der Proteste Ende Mai landesweit mindestens fünf Menschen getötet und mehrere tausend verletzt worden.



Taksim-Platz am 15. Juni

Police action during Gezi park protests in Istanbul. Events of June 16, 2013-6.jpg
Police action during Gezi park protests in Istanbul. Events of June 16, 2013-2.jpg
Protesters action during Gezi park night protests. Events of June 15, 2013-7.jpg

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January 21, 2013

Deutsche Patriot-Raketen in Iskenderun angekommen

Deutsche Patriot-Raketen in Iskenderun angekommen

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Veröffentlicht: 17:41, 22. Jan. 2013 (CET)
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MIM-104 Patriot kurz nach dem Start

Berlin (Deutschland) / Iskenderun (Türkei) / Kahramanmaras (Türkei), 21.01.2013 – Am Sonntag starteten 240 Bundeswehrsoldaten mit 2 „Patriot“-Flugabwehrraketensystemen vom Flughafen Berlin-Tegel in Richtung Iskenderun (Türkei). Sie kamen dort am Montag um 7 Uhr an, um von dort nach Kahramanmaras (Türkei) weitertransportiert zu werden. Das Abwehrsystem soll die Stadt vor Raketenangriffen aus Syrien schützen. Mit Absicht ausgeführte Angriffe sind zwar nicht wahrscheinlich, aber die Türkei möchte sich vor mit Chemiewaffen bestückten Mittelstreckenraketen schützen, obwohl auch solche Angriffe nicht als wahrscheinlich gelten. Die Patriots können auch Luftfahrzeuge bekämpfen, allerdings keine Artilleriegranaten, wie sie schon einige Male aus Syrien in türkische Grenzstädte abgefeuert wurden. Die Reichweite des Systems liegt je nach Version zwischen 45 und 160 Kilometern. Die Stadt Kahramanmaras hat ca. 400.000 Einwohner und liegt ungefähr 100 Kilometer nördlich von der türkisch-syrischen Grenze. Kaum jemand glaubt, dass sich der Syrien-Konflikt hierher ausbreitet.

Der Einsatz der Bundeswehr in der Türkei ist trotz seines symbolischen Charakters umstritten, obwohl der Bundestag ihn am 14. Januar mit deutlicher Mehrheit beschlossen hat. Neben Deutschland beteiligen sich auch noch die USA und die Niederlande an dem Patriot-Einsatz in der Türkei.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Türkei

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September 11, 2012

Türkei: Tote nach Attentat vor Istanbuler Polizeiwache

Türkei: Tote nach Attentat vor Istanbuler Polizeiwache

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Veröffentlicht: 21:34, 11. Sep. 2012 (CEST)
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Istanbul (Türkei), 11.09.2012 – Bei einem Selbstmordanschlag vor einer Polizeistation im europäischen Teil Istanbuls wurden am Dienstag mindestens zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt.

Mindestens ein Polizist sowie der Attentäter wurden bei dem Anschlag auf eine Istanbuler Polizeiwache getötet. Die Polizeiwache in Sultangazi, einem Stadtteil im Nordwesten des europäischen Teils von Istanbul, wurde bei der Explosion schwer beschädigt. Offenbar wurden mehrere Menschen durch herabstürzende Gebäudeteile im Inneren des Hauses verschüttet. Die Verletzten wurden in nahegelegene Krankenhäuser gebracht.

Der Täter habe zunächst eine Granate in das Gebäude geworfen und dann sich selbst in die Luft gesprengt, sagte ein Polizeisprecher. Neben dem etwa 25-jährigen Attentäter sei ein Polizist getötet worden, der am Eingang nahe der Sicherheitsschleuse gearbeitet habe. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Terrorismus

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July 12, 2012

Russische Kriegsflotte nimmt Kurs auf Syrien

Russische Kriegsflotte nimmt Kurs auf Syrien

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Veröffentlicht: 14:37, 12. Jul. 2012 (CEST)
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Russisches Kriegsschiff Neustraschimij

Tartus (Syrien), 12.07.2012 – Russland schickt mehrere Kriegsschiffe in den Hafen der syrischen Stadt Tartus. Bei dieser Marinemission soll es angeblich nur um den Schutz von russischen Staatsbürgern auf dem einzigen Stützpunkt Russlands im gesamten Mittelmeerraum gehen.

Wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, legte am Dienstag der U-Boot-Zerstörer „Admiral Tschabanenko“ vom Stützpunkt Seweromorsk, welcher sich in der Nähe der Stadt Murmansk befindet, aus ab. Der Stützpunkt Seweromorsk und die Stadt Murmansk befinden sich im Nordwesten Russlands. Der Zerstörer wird von drei Landungsschiffen begleitet, welche genügend Platz für eine große Anzahl an Soldaten bieten. Es sollen sich noch zwei weitere Schiffe, eines davon ist das Patrouillenschiff „Jaroslow Mudri“, der Flotte auf dem Weg ins Mittelmeer anschließen.

Interfax zitierte „militärisch-diplomatische“ Kreise, wonach die Marinemission „nicht mit der Verschlechterung der Lage in Syrien zusammenhängt“. Bei der Mission soll es lediglich um den Schutz von russischen Staatsangehörigen, welche sich auf dem einzigen russischen Stützpunkt im Mittelmeer befinden, gehen. Seit der Zeit der Sowjetunion ist Tartus ein Stützpunkt der russischen Marine und ist für Moskau von sehr großer strategischer Bedeutung. Russland gilt als enger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, welcher seit März 2011 Massenproteste in ganz Syrien blutig bekämpfen lässt. Laut der Opposition sollen seit Beginn der Kämpfe in Syrien mehr als 17.000 Menschen getötet worden sein.

Syrien geriet nach dem Abschuss eines türkischen Kampfjets in schwierige Auseinandersetzungen mit der türkischen Regierung. Am Montag wurde die russische Regierung von der syrischen Opposition dazu aufgefordert, alle Waffenlieferungen an Damaskus und damit an Assad einzustellen. Daraufhin wurde von russischen Beamten erklärt, dass Russland keine neuen Waffenverträge mit Syriens Regime abschließen werde, bis sich die Lage im Land stabilisiert hat.

Russland fordert eine Fortsetzung der Syrien-Konferenz, bei welcher sich die fünf UN-Vetomächte und Vertreter arabischer Länder im Juni auf Grundzüge eines politischen Übergangs in Syrien einigten. Wie Interfax berichtete, schlug Vize-Außenminister Michail Bogdanow vor, dass ein weiteres Treffen in Moskau organisiert werden könnte. Der syrische Nationalrat lehnt eine Übergangslösung ab, solange Assad nicht abdankt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Russland
  • Portal:Syrien
  • Portal:Türkei
  • Portal:Russisches Militärwesen

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