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January 6, 2006

Abbruch des „Palast der Republik“ kostet weniger als erwartet

Abbruch des „Palast der Republik“ kostet weniger als erwartet

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„Palast der Republik“: Panoramaaufnahme

Berlin (Deutschland), 06.01.2006 – Gestern wurden Pläne zum Abriss des „Palast der Republik“ bekannt. Heute stellt sich heraus, dass die angegebene Summe falsch war. Anstatt 20 Millionen soll der Abriss rund 9,5 Millionen Euro kosten.

Ingeborg Junge-Reyer, Berlins Stadtentwicklungssenatorin, gab die Detailplanungen für den Abriss heute bekannt. Der Abriss des DDR-Baus wird gemeinsam vom Land Berlin und vom Bund finanziert, wobei Berlin für 36 Prozent der Kosten aufkommt. Für die gesamten Rückbaumaßnahmen werden finanzielle Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro bereitgestellt. Die Aufträge für den „Rückbau“ des „Palast der Republik“ gingen an die Firmen B + P Gerüstbau GmbH, Colcrete – von Essen GmbH & Co.KG und an die aus mehreren Firmen bestehende Arbeitsgemeinschaft Rückbau „Palast der Republik“.

Die veranschlagten Kosten von 9,5 Millionen Euro für die Abrissarbeiten entsprächen, so die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, nicht den Gesamtkosten für den Rückbau. Unter anderem werden noch Kosten für die anschließende Begrünung anfallen. Außerdem müssen 2,5 Millionen Euro für weitere Leistungen wie Ingenieurleistungen, Sicherheits- und Gesundheitskoordination, Beweissicherung, Vermessung, Schwingungsmessung und Prüfstatik aufgebracht werden. Für das gesamte Abbauprojekt wird daher mit Kosten von insgesammt zirka 12 Millionen Euro gerechnet.

Ein Bündnis für die Zukunft des Palastes hatte mit einer Anzeigenkampagne gegen den Abriss des Gebäudes Stellung bezogen. Das Bündnis argumentiert, dass sich der Bau in den vergangenen drei Jahren zu einem der progressivsten Orte für Kultur in Europa entwickelt habe. Die Gewerkschaft IG Bau hat zudem Kritik an der Abrissfirma Ludwig Freytag GmbH geübt, die nach Angaben der Gewerkschaft unseriös sei und in der Vergangenheit bei öffentlichen Aufträgen weniger als den gesetzlichen Mindestlohn von 12,47 Euro gezahlt habe. Die Abrissfirma gehört zur Arbeitsgemeinschaft Rückbau „Palast der Republik“. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer wies den Vorwurf der Gewerkschaft als „bloßen Verdacht“ zurück.

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January 5, 2006

Der „Palast der Republik“ steht vor dem Abriss

Der „Palast der Republik“ steht vor dem Abriss

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„Palast der Republik“: Panoramaaufnahme

Berlin (Deutschland), 05.01.2006 – Zu DDR-Zeiten wurde er unter Anspielung auf den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker scherzhaft „Erichs Lampenladen“ genannt, danach stand der Palast der Republik jahrelang als Bauruine mitten im Herzen Berlins. Doch nun schlägt bald das letzte Stündlein des ehemaligen Prachtbaus der DDR-Ära, denn der Abriss steht unmittelbar bevor.

Die Firmen „Ludwig Freytag“ aus Oldenburg, „Jaeger Umwelttechnik“ aus Bernburg und „Bunte Bau“ aus Papenburg wurden nun mit dem Abriss beauftragt, alle drei Unternehmen gingen als Sieger aus dem Bieterverfahren hervor. Die Senatverwaltung für Stadtentwicklung rechnet mit Kosten von etwa 12 Millionen Euro. Die Behörde ist zuversichtlich, in dem Kostenrahmen bleiben zu können.

Innerhalb der nächsten 15 Monate soll der Abriss beendet sein, danach entsteht auf dem Schlossplatz – so der Name des Grundstücks – zuerst einmal eine Grünfläche. Der Deutsche Bundestag hatte beschlossen, an gleicher Stelle einen Neubau mit den barocken Fassaden des Berliner Stadtschlosses zu errichten. Dort soll dann auch das Humboldtforum eingerichtet werden.

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